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Predigtbruch
Predigtbruch
Author: Patrick Smith
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Description
Muss ich dankbar sein? Warum bin ich unglücklich? Ist das, was mir passiert reiner Zufall? - "Predigtbruch" beschäftigt sich mit Fragen zu Lebensthemen wie Glück, Sinn und Hoffnung. Pfarrer Patrick Smith betrachtet schwierige Fragen und leichtfüßige Ausblicke mit Eloquenz, Empathie - und anderen Alliterationen.
105 Episodes
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Wir denken oft Mut heißt Durchhalten.
Aber vielleicht ist es mutiger stehenzubleiben. Zu sagen: Ich bin müde.
Vielleicht braucht es mehr Mut sich halten zu lassen, statt
alles zu ertragen.
Von Lebensträumen...
Deine Mauern sind nicht dafür da, dich GEGEN andere zu schützen. Sie sind FÜR dich da. Und wenn sie dir nicht mehr dienen, sondern dich einsam im Dunkeln sitzen lassen: dann ist es Zeit nach den Rissen zu suchen.
Wenn wir einen Rückfall erleiden in unserem Verhalten, dann schämen wir uns. Wir erleben es als Scheitern. Als Versagen. Stattdessen könntest Du mit Mitgefühl reagieren. Für dich selbst. Und nachspüren, welche Sehnsüchte und Baustellen da immer noch Macht über dich haben.
Bei einem Besuch bei der Seelsorge im Gefängnis, hab ich gemerkt, wie wertvoll Freiheit wirklich ist. Freiheit in den kleinen Dingen. Essen. Klamotten. Aufstehen und zu Bett gehen.
Es sind echte Menschen, die einem da begegnen. Menschen, die ihre Freiheit verloren haben.
Paulus sagt: da wo der Geist Gottes weht, da ist Freiheit.
Aber weht er auch durch die Gitterstäbe?
Wir atmen 20.000 mal am Tag. Atem hält uns am Leben. Er strömt hinein und wieder hinaus. Am ersten Tag unseres Lebens und am letzten Tag unseres Lebens. Er ist der Rahmen. Die Konstante.
Und was der Atem Gottes alles bewirken kann, erfahrt ihr in dieser Folge.
Das, was wir an uns nicht mögen oder gerne haben wollen, packen wir in unseren Schatten. Das sagt C.G. Jung. Und dann werfen wir es anderen stellvertretend vor. Jesus sagt dazu: Was ärgerst du dich über den Splitter im Auge des Anderen, siehst aber den Balken vor deinen eigenen Augen nicht.
Wenn ich das Gefühl habe die Kraft reicht nicht mehr, erzähle ich es Gott. Er hört zu. Und ich habe oft das Gefühl, da kommt Kraft durch. Wie durch kleine Gefäße fließt sie in mein Herz. Ich merke sie nicht immer gleich. Aber wenn die Rechnung mal wieder aufgeht, obwohl ich dachte das klappt nie: dann muss ich schmunzeln.
Manche Menschen schaffen es JEDES Gespräch auf die Person zu lenken, die sie gerade innig hassen. Kollegen, ehemalige Freunde usw. Das liegt daran, dass sie die Welt in gut und böse teilen wollen. Das macht es leichter selbst der Gute zu sein. Aber wie geht man mit Hass um? Und wozu ist er da?
Ich bin nicht nachtragend.
Dachte ich immer. Aber wenn du an Verletzungen festhältst und die Gespräche weiter im Kopf führst, dann schleppst du den Sack mit Mühlsteinen für alle alleine weiter.
Würdest alles so nochmal machen? Würdest du den gleichen Beruf ergreifen? Die gleiche Beziehung führen? Und was wenn nicht? Macht dich das bitter und zynisch? Oder führt es zu der Erkenntnis, was du brauchst und was du hast und was du willst?
Jesus sagt halt die andere Wange hin, wenn dir einer ins Gesicht schlägt. Meint er damit radikalen Pazifismus? Oder Gibt er dir ein Werkzeug, um den Teufelskreis aus Gewalt und Gegengewalt zu durchbrechen?
Jugendliche wären gerne erwachsen. Erwachsene wären gerne wieder jung. Die einen träumen von Freiheit. Die anderen davon, wieder unbeschwert zu sein. - Das was Kindern können müssen wir später teuer neu lernen: Leben im Augenblick. Ohne Zukunftsangst und ohne das große Bereuen der Vergangenheit.
Gibt es Formulierungen die dich triggern? Oder ein Verhalten? Und findest du dich immer wieder den gleichen Konflikten involviert? Die gleiche Situation nur mal wieder andere Darsteller? Vielleicht liegt es an deinen wunden Punkten? Und daran, wie daraus Wunderpunkte werden können? ...
Wenn man oft genug angefeindet oder missverstanden wird, sagt man irgendwann gar nichts mehr. Wozu auch? Aber besser wäre es den Ärger abzuleiten. Oder ihn anzusprechen. Ihn irgendwohin zu lenken.
Wenn die Geschichten und Fotos in deinem Leben nur noch bearbeitet sind. Aufgehübscht. Retuschiert.
Wenn du im Auto immer noch einen Moment sitzenbleibst, damit keiner sieht, wie es dir wirklich geht.
Dann versteckst du deine Schattenseiten.
Aber wozu?
Ist es die Angst, dass man dich dann nicht mehr liebt? Oder ist es die Angst, dass DU dich nach nicht mehr liebst?
Was steckt in deinen Knochen? Gutes? Selbstsicherheit? Stärke? Oder Altlasten? Ballast? Und was macht man damit?
Hast du ein Ritual, das dich beruhigt? Eiscreme in der Küche? Kuscheldecke und Fernsehen? Spazierengehen? - Vertrautes hat die Kraft uns zu stabilisieren. Es schafft eine verlässliche Ruhe. Aber was wenn es dich einengt? Wenn es so sein muss, weil es immer so war?
Es ist erst vorbei, wenn dir der andere egal ist.
Menschen können dich nur verletzen, wenn du etwas in dem was sie sagen für wahr hältst. Oder wenn sie dir noch etwas bedeuten.
Wie gehen wir damit um? Mit diesen Verbindungen und dem, was es mit uns macht? Darum geht es in dieser Folge.



