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Veränderungsstabil
Veränderungsstabil
Author: Holger Heinze
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© & ℗ O´Donovan Consulting AG
Description
"Veränderungsstabil" ist ein Podcast für Führungskräfte, Organisations- und Personalentwickler*innen sowie Unternehmer*innen, die in einer volatilen, unsicheren und komplexen Welt erfolgreich und gesund bleiben wollen.
Holger bringt komplexe Zusammenhänge unterhaltsam und umsetzbar auf den Punkt. Ob mit Gästen oder in Soloepisoden, ich höre mir einfach gerne die endlosen Beispiele aus dem echten Leben an, die mir zeigen: Ich bin nicht allein, andere haben die selben Herausforderungen und es gibt Hoffnung - jenseits von Systemtheorie und naivem Trendgehopse." - Petra Mustermann
Neue Folgen erscheinen wöchentlich auf Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify und Amazon. Weitere Infos unter: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil
Holger bringt komplexe Zusammenhänge unterhaltsam und umsetzbar auf den Punkt. Ob mit Gästen oder in Soloepisoden, ich höre mir einfach gerne die endlosen Beispiele aus dem echten Leben an, die mir zeigen: Ich bin nicht allein, andere haben die selben Herausforderungen und es gibt Hoffnung - jenseits von Systemtheorie und naivem Trendgehopse." - Petra Mustermann
Neue Folgen erscheinen wöchentlich auf Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify und Amazon. Weitere Infos unter: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil
134 Episodes
Reverse
In dieser Folge geht es um die achte Säule der Veränderungsstabilität: Edgar Schein und die Frage, was Kultur in Organisationen wirklich ist.Und ich mache direkt einen harten Cut zu dem, was viele unter Kultur verstehen. Es geht hier nicht um Werteposter, nicht um Offsites und auch nicht um die nächste Initiative, die ein bisschen Stimmung machen soll. Schein würde sagen: Das ist alles Oberfläche.Kultur entsteht tiefer. Viel tiefer.Ich spreche darüber, warum Organisationen nicht auf Prozessen laufen, sondern auf geteilten Grundannahmen. Auf dem, was Menschen in einem System für wahr halten. Wer zählt hier? Was funktioniert? Wofür werde ich belohnt und wofür bestraft?Genau daraus entsteht Verhalten. Und genau deshalb scheitern so viele Veränderungsinitiativen. Weil sie am Sichtbaren ansetzen, an Meetings, Tools, Strukturen, ohne die Annahmen darunter zu verändern.Ich erkläre Scheins Drei-Ebenen-Modell: Artefakte, Werte und Grundannahmen. Und warum es nicht reicht, oben etwas auszutauschen. Wenn die zugrunde liegenden Annahmen gleich bleiben, wird sich auch das Verhalten nicht wirklich verändern. Dann sehen die Meetings vielleicht anders aus, aber gespielt wird immer noch das gleiche Spiel.Ein zentraler Gedanke für mich ist: Kultur ist kein Vibe. Kultur ist gelerntes Überlebenswissen.Menschen verteidigen ihre Kultur nicht, weil sie bockig sind. Sondern weil das, was sie tun, irgendwann einmal funktioniert hat. Sicherheit gegeben hat. Orientierung geschaffen hat.Wir sprechen auch über Führung. Denn Führung und Kultur sind zwei Seiten derselben Medaille. Führung prägt Kultur durch das, was sie belohnt, toleriert und sanktioniert. Und irgendwann dreht sich das Spiel. Dann bestimmt die Kultur, welche Führung überhaupt noch möglich ist.Ein weiterer wichtiger Punkt sind Subkulturen. Vertrieb, Technik, Management – alle haben ihre eigene Logik, ihre eigenen Annahmen. Und vieles, was wir als Konflikt oder Politik labeln, ist in Wahrheit einfach das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen.Am Ende geht es für mich um eine sehr klare Erkenntnis:Wenn du Kultur verändern willst, musst du aufhören, an der Oberfläche zu arbeiten.Und anfangen, die eigentlichen Fragen zu stellen.Welche Annahmen treiben unser Verhalten?Und welche davon helfen uns heute noch – und welche stehen uns im Weg?Denn genau dort entscheidet sich, ob Veränderung wirklich möglich wird oder nur gut aussieht.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Axel Koch, Psychologe und Professor, der sich seit über 30 Jahren mit einer Frage beschäftigt: Warum scheitern so viele Veränderungen, obwohl eigentlich alle guten Willens sind?Wir gehen direkt an einen unbequemen Punkt. Menschen gehen in Trainings, sind motiviert, nehmen sich viel vor. Und im Alltag passiert danach oft wenig. Axel nennt das die Weiterbildungslüge.Was mir besonders hängen geblieben ist: Es liegt selten am Wollen. Motivation ist meist da. Viel öfter fehlt die Fähigkeit, Veränderung wirklich umzusetzen und dranzubleiben, bis neue Gewohnheiten entstehen. Genau dafür steht sein Konzept der Transferstärke.Wir sprechen darüber, warum Veränderung kein Event ist, sondern ein Prozess. Warum Rückschläge normal sind. Und warum viele Veränderungen nicht daran scheitern, dass Menschen nicht wollen, sondern daran, dass sie nie gelernt haben, wie Veränderung überhaupt funktioniert.Auch Führung spielt eine zentrale Rolle. Denn statt vorschnell zu sagen „Die wollen nicht“, lohnt sich ein genauerer Blick: Wo klemmt es wirklich? Und was brauchen Menschen konkret, um ins Handeln zu kommen?Für mich bleibt am Ende eine klare Erkenntnis: Wir verlassen uns zu oft darauf, dass Veränderung schon irgendwie passieren wird. Aber das ist am Ende Glücksspiel.Wenn wir wollen, dass Veränderung funktioniert, müssen wir anfangen, sie bewusst zu gestalten. Und Menschen genau dabei unterstützen, besser darin zu werden.Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Prof. Dr. Axel Koch:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-axel-koch/Webseite: https://transferstaerke.com/Bücher: https://transferstaerke.com/buecher/---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge beantworte ich wieder eine Frage aus der Praxis. Eine Frage, die erstaunlich oft in Coachings, Mails oder Direktnachrichten bei mir landet.Die Nachricht lautet sinngemäß: „Wir haben hier einen Kollegen, der nur auf seinen eigenen Vorteil achtet und das Team sabotiert. Alle sehen es. Aber es passiert nichts. Was sollen wir tun?“Das ist eine heikle Situation. Und vor allem eine, bei der man sehr genau hinschauen muss.Denn zuerst müssen wir klären, worüber wir eigentlich reden. Handelt es sich wirklich um Sabotage? Also jemanden, der bewusst Schaden anrichtet? Oder haben wir es eher mit jemandem zu tun, der einfach stark auf den eigenen Vorteil achtet und dabei den Schaden fürs Team in Kauf nimmt?Das sind zwei komplett unterschiedliche Fälle.Wenn jemand absichtlich das System sabotiert, dann gibt es aus meiner Sicht keine Diskussion. Dann muss die Führungskraft handeln und das Team schützen.In der Praxis ist es aber oft komplizierter. Viele Konflikte entstehen nicht aus Bosheit, sondern aus unterschiedlichen Interessen, persönlichen Geschichten oder schlicht aus Egoismus.In dieser Episode spreche ich darüber,- warum Führungskräfte keine Therapeuten sind- warum Wegsehen die schlechteste Option ist- warum toxisches Verhalten selten ein Charakterproblem, aber oft ein Führungsproblem ist- und welche drei Optionen Führungskräfte tatsächlich haben, wenn jemand das Teamklima vergiftet.Am Ende geht es um eine einfache, aber unbequeme Wahrheit:Als Führungskraft habe ich die Verantwortung, mein Team, seine Kultur und seine Lieferfähigkeit zu schützen.Wenn ich das nicht tue, zahlen irgendwann die Engagierten im Team den Preis.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
KI-Readness Check: https://bayforms.diebayerische.de/ki-readiness-check---------------------------------------------------------In dieser Folge von Veränderungsstabil spreche ich mit Johannes Oberhofer. Trainingswissenschaftler, Autor des Buchs „Aufladen statt ausbrennen“ und heute KI-Projektleiter. Also jemand, der sich sowohl mit Energie als auch mit Technologie beschäftigt.Und genau diese Kombination fand ich spannend.Denn gerade auf LinkedIn wirkt das Thema KI manchmal wie ein riesiger Marktplatz für Versprechen. Masterpläne. Prompt-Sammlungen. Der eine Trick, der angeblich alles verändert. Viel Hype. Viel Schlangenöl.Deshalb wollte ich wissen: Wie sieht KI eigentlich jenseits der Buzzwords aus? Was passiert, wenn Organisationen wirklich anfangen, damit zu arbeiten?Johannes erzählt, wie er heute die KI-Transformation bei einem großen Versicherungsunternehmen begleitet. Und warum er überzeugt ist, dass KI nicht nur ein Effizienztool ist. Sondern auch eine Chance, Arbeit wieder so zu gestalten, dass Menschen mehr Energie haben statt weniger.Wir sprechen darüber, warum viele Menschen trotz Digitalisierung eher erschöpfter sind als entlastet. Über den Unterschied zwischen digitaler Affinität und digitaler Kompetenz. Und darüber, warum KI nur dann wirklich hilft, wenn wir gleichzeitig lernen, alte Arbeitsgewohnheiten zu verlernen.Es geht auch ganz konkret um den Alltag:Wie KI Meetings automatisch zusammenfasst.Wie Teams mit KI ihre Arbeit strukturieren.Wie man verschiedene KI-Tools orchestriert, statt auf das eine perfekte System zu warten.Und wir reden über etwas, das mir besonders wichtig ist: Verantwortung. Denn KI ersetzt weder Urteilskraft noch Fachkompetenz. Am Ende braucht es immer noch Menschen, die Ergebnisse challengen, einordnen und verantworten.Neben den organisatorischen Themen gibt Johannes auch sehr praktische Tipps:Welche Fragen man sich stellen sollte, bevor man KI einsetzt.Warum „co-intelligentes Arbeiten“ die eigentliche Zukunft ist.Und warum Neugier wahrscheinlich die wichtigste Fähigkeit im Umgang mit KI bleibt.Seine Challenge am Ende der Folge ist simpel:Stell jeden Tag einem KI-System eine Frage. Ganz egal ob beruflich oder privat.Denn genau so beginnt Lernen. Durch Ausprobieren.Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Johannes Oberhofer:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/johannes-oberhofer/Buch: https://amzn.eu/d/0g7POFVZ---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge geht es um die siebte Säule der Veränderungsstabilität: Polaritätskompetenz. Ein Konzept von Barry Johnson, das mir immer wieder hilft zu verstehen, warum Organisationen sich in Grundsatzdebatten festfahren.Viele Konflikte in Unternehmen sehen aus wie Probleme, die man lösen muss. Zentralisieren oder dezentralisieren. Tempo oder Sorgfalt. Sicherheit oder Freiheit. Aber oft sind das gar keine Probleme. Es sind Polaritäten. Zwei Pole, die sich widersprechen, aber beide notwendig sind, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.Ich erkläre, warum unser klassisches Managementdenken hier oft versagt. Wir sind trainiert darauf, Probleme zu lösen. Entweder oder. Eine Lösung muss gewinnen. Doch wenn wir Polaritäten so behandeln, zerstören wir genau die Vielfalt, die Organisationen resilient macht.Ich spreche über ein Commitment aus den „15 Commitments of Conscious Leadership“: die Fähigkeit anzuerkennen, dass das Gegenteil meiner eigenen Geschichte genauso wahr oder sogar wahrer sein kann als meine eigene. Das klingt simpel, ist aber in der Praxis ein echter Stresstest für Identität, Status und Nervensystem.Dann schauen wir uns an, wie Polaritätskompetenz praktisch funktioniert. Wie man ein gemeinsames Ziel formuliert. Wie man beide Pole positiv beschreibt. Wie man Risiken sichtbar macht und Frühwarnsignale erkennt, wenn ein System zu stark in eine Richtung kippt.Es geht um den Unterschied zwischen Grundsatzkrieg und Steuerungsfähigkeit. Zwischen „Ich habe recht“ und „Wie nutzen wir beide Perspektiven?“.Am Ende bleibt für mich ein entscheidender Gedanke: Veränderungsstabile Organisationen versuchen nicht, Polaritäten zu entscheiden. Sie lernen, sie zu steuern. Und genau darin liegt eine der wichtigsten Führungsfähigkeiten unserer Zeit.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge spreche ich mit Carolin Adler über eine unbequeme Wahrheit: Veränderung ist kein rationales Projekt. Sie ist zuerst ein neurobiologisches Ereignis.Wir reden darüber, warum Menschen nicht „gegen Change“ sind, sondern warum Teile unseres Gehirns auf Veränderung erst mal mit Alarm reagieren. Amygdala, Basalganglien, Fehlervermeidungssysteme, unser Nervensystem ist darauf programmiert, Sicherheit zu sichern und Energie zu sparen. Und genau deshalb fühlt sich Neues oft falsch an, selbst wenn es sinnvoll ist.Carolin bringt die psychologischen Grundbedürfnisse nach Klaus Grawe ins Spiel: Sicherheit, Verbindung, Autonomie und Lustgewinn. Und wir schauen uns an, was passiert, wenn Organisationen diese Bedürfnisse verletzen, etwa durch Umstrukturierungen, Rollenverlust oder überraschende Ankündigungen. Trauer hat eine Refraktärzeit von drei Tagen. Ärger von sechs Stunden. Das ist keine Esoterik, das ist Biologie.Wir sprechen darüber, warum Führungskräfte sich Zeit nehmen müssen, bevor sie Veränderungen kommunizieren. Warum kollektive Verarbeitung wichtig ist. Warum Rituale helfen, schneller durch einen Change zu gehen. Und warum „Wir müssen das machen“ neurobiologisch schwächer wirkt als „Wir haben uns dazu entschieden“.Ein großes Thema ist auch Sprache. Worte erzeugen innere Bilder. Und innere Bilder erzeugen Emotionen. Veränderungskommunikation ist deshalb nicht nur Informationsweitergabe, sondern Nervensystem-Arbeit.Am Ende bleibt für mich eine klare Erkenntnis: Wenn wir Change ernsthaft gestalten wollen, müssen wir Emotionen professionell mitdenken. Wir können den Körper nicht vor der Tür lassen und nur mit dem Kopf arbeiten. Veränderungsstabilität entsteht dort, wo wir Nervensysteme beruhigen, Sicherheit herstellen und Menschen wieder ins Denken und Gestalten bringen.Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Carolin Adler:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/carolin-adler/Homepage: https://carolinadler.de/---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Frag-Holgi-Folge geht es um eine der häufigsten Fragen, die ich im Coaching höre: Warum habe ich eigentlich nie genug Zeit?Ich sage es direkt am Anfang: Du machst nichts falsch. Zeitknappheit ist kein persönliches Versagen. Sie ist systemisch. Organisationen kaufen Zeit ein und wollen sie vollständig ausgelastet sehen. Wenn dann etwas Neues dazukommt, trifft es immer auf einen Kalender, der eigentlich schon voll ist. Das ist kein Fehler. Das ist Logik.Ich erkläre, warum wir uns von der Illusion verabschieden müssen, irgendwann „fertig“ zu werden. Arbeit endet nicht, wenn sie erledigt ist. Sie endet, wenn wir müde sind. Das klingt hart, aber es schafft Klarheit. Denn wenn wir akzeptieren, dass wir nie alles schaffen werden, verschiebt sich die Verantwortung: weg vom Abarbeiten, hin zum Priorisieren.Wir sprechen über implizite Ja-Entscheidungen, über die verdrängten Neins, die dazugehören, und darüber, warum jede Zusage automatisch eine Absage an etwas anderes ist. Ich erzähle von meinem ersten Chef „Detlef“ und davon, wie wir früh lernen, dass die Arbeit auf dem Tisch machbar sein muss, obwohl das in der heutigen Realität längst nicht mehr stimmt.Ein großer Teil der Folge dreht sich um den Rollenwechsel in Führung. Führung heißt nicht mehr selbst machen, sondern Wirkung über andere erzeugen. Delegation ist keine Effizienzfrage, sondern eine Identitätsfrage. Wenn ich nichts mehr selbst produziere, wofür werde ich dann gebraucht? Genau da liegt der Hebel.Am Ende bleibt für mich eine klare Haltung: Zeitmangel ist kein Schicksal. Er ist das Ergebnis vieler kleiner, oft unausgesprochener Entscheidungen. Führung heißt nicht, alles zu schaffen. Führung heißt, bewusst zu entscheiden, was getan wird und was nicht.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge spreche ich mit Dr. David Bausch über sein neues Buch „Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten“. Und wir steigen direkt groß ein: Was passiert eigentlich gerade mit unserer Arbeitswelt und warum fühlt sich alles gleichzeitig unsicher, überladen und erschöpft an?Wir reden über Dauerkrisen, über politische Unsicherheit, über die digitale Revolution und über die Frage, ob das alles nur ein vorübergehender Ausnahmezustand ist, oder ob wir uns ehrlich eingestehen müssen, dass die alte Stabilität nicht zurückkommt. Für mich ist klar: Unsicherheit ist kein Betriebsunfall mehr. Sie ist der neue Normalzustand.David bringt die „Big Five of Human Work“ mit: moderne Führung, mentale Gesundheit, Vielfalt und Inklusion, Lernen und Entwicklung sowie Organisationskultur. Wir diskutieren, warum das keine Wohlfühl-Trendliste ist, sondern das Fundament für Leistungsfähigkeit in unsicheren Zeiten. Warum Vertrauen kein Soft-Faktor ist. Warum psychologische Sicherheit Produktivität ermöglicht. Und warum Kontrolle und Law-and-Order-Reflexe Organisationen langfristig eher schwächen als stärken.Ein großer Teil unseres Gesprächs dreht sich um systemisches Denken. Um Emergenz. Um die Frage, wie viel wir überhaupt steuern können und wo Gestaltung trotzdem möglich bleibt. Und ja, wir streifen auch Fußball, Resilienz, Change-Müdigkeit und die Illusion, dass Helden unsere Systeme retten werden.Am Ende bleibt für mich eine klare Haltung: Die neue Arbeitswelt entsteht nicht durch den einen Masterplan. Sondern durch viele kleine, bewusste Schritte. Durch Kulturarbeit. Durch Vertrauen. Durch den Mut, Räume zwischen Reiz und Reaktion zu betreten.Wenn wir nicht auf den nächsten Retter warten, sondern anfangen, unsere Systeme menschlicher und robuster zu gestalten, dann wird aus Unsicherheit vielleicht genau das, was Veränderungsstabilität ausmacht.Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------Ep. 58: Der digitale Stress hat uns fest in seinen Klauen (Talk mit Dr. David Bausch)https://player.captivate.fm/episode/11d14389-ab75-4248-858a-722d87a8ea60---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Dr. David Bausch:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-david-bausch-4098a01ba/Das Buch: https://amzn.eu/d/0jci5rCJ---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge geht es um die sechste Säule der Veränderungsstabilität: Patrick Lencioni und die fünf Dysfunktionen eines Teams. Für mich eines der klarsten Modelle, um zu verstehen, warum Teams trotz guter Leute und guter Strategie oft nicht liefern.Ich spreche darüber, warum Teams selten an fehlendem Talent scheitern, sondern fast immer an ihrer Dynamik. Lencioni zeigt das als Kette von fünf Verhaltensmustern: fehlendes Vertrauen, Konfliktangst, mangelndes Commitment, das Vermeiden von Verantwortung und am Ende Ergebnisblindheit. Nicht isoliert. Sondern systematisch miteinander verknüpft.Ich erkläre jede dieser Dysfunktionen, warum sie entsteht und wie sie sich im Alltag zeigt. Von netten, aber folgenlosen Meetings über Entscheidungen, die niemand wirklich trägt, bis hin zu Teams, die beschäftigt wirken, aber keine Ergebnisse produzieren. Und ich zeige, warum der Einstieg fast immer unten beginnt: beim Vertrauen. Nicht als Kuschelfaktor, sondern als Voraussetzung für harte Debatten.Es geht um ganz konkrete Praxis: kleine Rituale, klare Entscheidungen, kollegiale Verantwortung und gemeinsame Ergebniskennzahlen. Und um die wichtige Verschiebung der Frage: nicht mehr „Wer ist schuld?“, sondern „Welche Team-Dysfunktion blockiert uns gerade?“.Am Ende bleibt für mich der Kern dieser Säule: Teams werden nicht besser durch Tools oder Prozesse. Sie werden besser, wenn sie lernen, miteinander ehrlich, konflikthaft und ergebnisorientiert zu arbeiten.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge spreche ich mit Dr. David A. Martin über eine Frage, die viele Organisationen unterschätzen: Warum verlieren Unternehmen eigentlich ihre besten Leute?David hat ein Buch geschrieben, das „Das Potenzialprinzip“ heißt. Und er beschreibt darin etwas, das gleichzeitig simpel und unbequem ist: Menschen sind nicht „unmotiviert“. Sie werden demotiviert. Oft ganz systematisch. Durch falsche Rollen, falsche Erwartungen und eine Arbeitswelt, die Busywork belohnt, statt Wirkung.Wir sprechen darüber, was Menschen wirklich antreibt: Bedeutsamkeit, Anerkennung, Mitgestaltung. Und darüber, wie schnell Motivation stirbt, wenn Menschen nur noch ausführen sollen, statt sich einzubringen. Es geht um das Problem „Purpose im Bilderrahmen“, um überhöhte Sinn-Poster, die nichts ändern, und um die Frage, wann ein Purpose völlig reicht, weil ein Unternehmen schlicht Wert schafft und gute Arbeit macht.Dann steigen wir in die Praxis ein: Wie findet man den richtigen Fit zwischen Talent und Aufgabe? Warum man aus einem Farmer keinen Hunter machen sollte. Warum kleine Unternehmen das Potenzialprinzip genauso brauchen wie große Konzerne. Und warum es manchmal fairer ist, sich respektvoll zu trennen, statt jemanden dauerhaft in einem Job festzuhalten, der nicht passt.Ein zweites großes Thema ist Busywork. Meetings ohne Ende, Beschäftigung ohne Ergebnis. Und diese stille Spirale, in der man nur noch Stillstand verwaltet, statt wirklich etwas zu schaffen. Wir reden darüber, wie man das stoppt und wie man Verantwortung wieder an den Output koppelt, statt an Kalenderfülle.Am Ende bleibt für mich eine einfache, aber ziemlich harte Erkenntnis: Wenn Menschen dort arbeiten können, wo sie gut sind und wirklich wirken dürfen, dann geht Leistung fast von allein. Wenn nicht, verlieren Unternehmen nicht nur Motivation, sondern irgendwann auch ihre besten Leute.Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Dr. David A. Martin:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-david-a-martin-63704a1/Homepage: https://www.daspotenzialprinzip.com/Das Buch: https://amzn.eu/d/8aQ3fCR---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser "Frag-Holgi-Folge" geht es um eine Frage, die mir ständig begegnet:Wie kann ich das Mindset meiner Mitarbeitenden oder Kolleg:innen verändern, wenn es mich blockiert?Ich steige bewusst einen Schritt früher ein. Denn oft ist „falsches Mindset“ nichts anderes als eine verkleidete Beschwerde. Menschen tun nicht das, was wir von ihnen erwarten. Und statt das System zu hinterfragen, etikettieren wir sie.Ich erkläre, was Mindset eigentlich ist, woher der Begriff kommt und warum es kein gutes oder schlechtes Mindset gibt. Sondern Entscheidungen, die in einem bestimmten Kontext sinnvoll waren. Fixed Mindset und Growth Mindset sind keine Persönlichkeitsmerkmale, sondern Reaktionen auf Bedingungen. Auf Stress. Auf Erfahrungen. Auf Sicherheit oder deren Fehlen.Ich spreche darüber, warum es übergriffig ist, das Mindset anderer ändern zu wollen. Und warum die eigentliche Führungsfrage eine andere ist:Welche Rahmenbedingungen mache ich gerade attraktiv?Welche Erfahrungen haben Menschen gemacht, dass Rückzug, Abwehr oder Abwarten für sie logisch sind?Dann wird es konkret. Es geht um Veränderungskommunikation, Beteiligung, Beziehung, Sicherheit und darum, Widerstand nicht als Feind zu sehen, sondern als Information. Ich zeige, warum Veränderung mit Zuhören beginnt und warum Beziehung am Ende mehr verändert als jedes Argument.Und ich spreche auch über die unbequeme Wahrheit: Nicht alle werden mitgehen. Das ist normal. Führung heißt nicht, alle zu überzeugen, sondern Bedingungen zu gestalten, unter denen Entwicklung möglich wird.Am Ende bleibt eine klare Erkenntnis:Mindset ist kein Knopf. Aber Systeme senden Einladungen. Und genau da beginnt Führung.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge spreche ich mit Sascha Büttner über ein Thema, das in fast jeder Organisation rumliegt wie ein offenes Stromkabel: Erschöpfung. Überforderung. Zermürbung.Sascha hat dazu einen Text geschrieben, der genau dahin zielt, wo’s weh tut: auf die Zermürbungsmaschinen, in denen vor allem Führungskräfte landen. Von außen prasseln Erwartungen rein. Von oben, von unten, von der Seite. Und zusätzlich kommt noch die ganze Coaching- und Management-Industrie mit ihren Dauerdiagnosen. Du musst nur noch resilienter werden. Noch besser führen. Noch achtsamer sein. Noch mehr Tools beherrschen. Und irgendwann bist du nicht mehr Führungskraft, sondern eine wandelnde Selbstoptimierungsbaustelle.Wir sprechen darüber, warum der Heldenkult in Organisationen so gefährlich ist. Warum Führungskräfte oft in ein unmögliches Rollenbild gedrückt werden. Und warum Methoden wie Atmen, Meditation oder „noch ein Tool“ manchmal eher Teil des Problems sind, statt die Lösung.Und wir reden darüber, wie man da rauskommt. Nicht mit dem nächsten Hack. Sondern indem man sich ehrlich hinschreibt, was einen gerade zermürbt. Indem man aufhört, alles auf sich zu ziehen. Und indem man anfängt, wieder zwischen Funktion, Rolle und Erwartungen zu unterscheiden.Das ist eine Folge für alle, die sich irgendwo zwischen Anspruch, Kalender und Dauerstress selbst verlieren.Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Sascha Büttner:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sascha-b%C3%BCttner-coaching/Homepage: https://saschabuettner.com/Die Zermürbungsmaschine: https://saschabuettner.com/die-zermuerbungsmaschine/---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge geht es um die fünfte Säule der Veränderungsstabilität: OKR – Objectives and Key Results. Und um zwei Männer, die dieses Denken geprägt haben: Andy Grove und John Doerr.Ich erzähle, warum OKR nichts mit einem weiteren Management-Trend zu tun hat, sondern mit einer sehr alten, sehr unbequemen Frage: Produzieren wir eigentlich Ergebnisse oder sind wir nur wahnsinnig beschäftigt? Andy Grove hat dieses Denken in der Fabrikhalle von Intel geschärft. John Doerr hat es später zu Google getragen und daraus ein System gemacht, das Fokus, Ambition und Lernen verbindet.Ich erkläre die Logik hinter Objectives, Key Results und Grading. Warum gute Ziele nicht bequem sein dürfen. Warum 60 bis 70 Prozent Zielerreichung kein Scheitern, sondern ein Zeichen von Ambition ist. Und warum OKR radikal zwischen Tätigkeit und Ergebnis unterscheidet und damit vielen Organisationen erst mal weh tut.Es geht auch um die typischen Fehlanwendungen: OKRs als To-do-Liste, als Bonusinstrument oder als Kennzahlenfriedhof. Und darum, warum genau das den Kern der Methode zerstört. Ich spreche über Transparenz, Lernsignale, Engpässe und darüber, warum schlechte Zahlen kein Makel sind, sondern Hinweise darauf, wo das System lernen muss.Am Ende bleibt für mich der Kern dieser Säule: Veränderungsstabile Organisationen messen nicht Fleiß, sondern Wirkung. Sie setzen wenige, klare Ziele. Und sie haben den Mut, ehrlich hinzuschauen, ob sie wirklich vorankommen – oder sich nur beschäftigen.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge spreche ich mit Gilbert Plugowski über eine der schwierigsten Übergänge im Berufsleben: den Schritt in die erste Führungsrolle. Vom Fachexperten zur Führungskraft. Vom „selber machen“ zum „andere wirksam machen“.Gilbert arbeitet seit vielen Jahren genau an dieser Schnittstelle und entwickelt Führungskräfte, die zum ersten Mal Verantwortung für Menschen übernehmen. Wir sprechen darüber, warum Führung kein Titel ist, sondern ein Identitätswechsel. Warum viele neue Führungskräfte scheitern, obwohl sie fachlich brillant sind. Und warum alte Erfolgsrezepte plötzlich nicht mehr funktionieren.Wir gehen sehr konkret durch, was First-Time-Leaders wirklich brauchen: einen inneren Kompass für Entscheidungen in Unsicherheit, die Fähigkeit, Verantwortung abzugeben und einzufordern, Wirkung ohne formale Macht zu entfalten und Beziehungen bewusst zu gestalten. Es geht um situative Führung, laterale Führung, Ownership, Accountability und um die Frage, wie Lernen wirklich funktioniert – nicht auf dem Papier, sondern im Alltag.Ein zentrales Thema ist dabei auch Führungsausbildung selbst. Warum Zwei-Tage-Seminare nicht reichen. Warum Kompetenz nur durch Anwendung entsteht. Und warum Organisationen Führung oft unmöglich machen, weil ihre Strukturen und Erwartungen dagegenarbeiten.Diese Folge ist ein ehrlicher Deep Dive für alle, die neu in Führung sind, oder die Verantwortung tragen, diese Menschen gut auf ihre Rolle vorzubereiten.Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Gilbert Plugowski:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/gilbert-plugowski/Homepage: https://www.unleashing-potential.de/---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Q&A-Folge geht es um eine Situation, die viele kennen, aber kaum jemand offen anspricht: ein Top-Führungsteam, das eigentlich kein Team ist. Ein Geschäftsführer, der spaltet statt integriert. Schuldzuweisungen statt Lösungen. Politik statt Zusammenarbeit.Ich reagiere auf die Frage eines Bereichsleiters, der sich genau in so einem System wiederfindet – verloren, isoliert und handlungsunsicher. Und ich mache ziemlich klar: Das ist kein persönliches Versagen, sondern ein Systemproblem. Genauer gesagt: ein aktiv destruktives Führungssystem.Ich erkläre, warum Menschen oft in Machtpositionen kommen, ohne führen zu können. Warum „Teile und herrsche“ karrierefördernd sein kann. Und warum ein Führungsteam ganz konkrete Aufgaben hat: Richtung geben, Prioritäten klären, koordinieren und Kultur vorleben. Wenn das nicht passiert, entsteht Chaos in der Fläche – egal wie motiviert die Leute unten sind.Dann wird es praktisch. Ich spreche über Selbstschutz in toxischen Systemen, über Ergebnisorientierung als stärksten kulturellen Hebel und darüber, wie man leise Allianzen aufbaut, ohne neue Fronten zu eröffnen. Nicht gegen jemanden. Sondern für die Organisation.Und ich spreche auch über die unbequeme Option: Gehen. Nicht aus Trotz, sondern aus Verantwortung. Denn wenn Führung dauerhaft verhindert wird, ist Wegbleiben manchmal ehrlicher als innerlich zu kündigen.Am Ende bleibt eine klare Frage: Wenn das Führungsteam keine Führung produziert – wer übernimmt dann eigentlich Verantwortung?Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge spreche ich mit Franziska Germann und Matias M. Musmacher über Lernen in Organisationen – und warum es dort so oft scheitert, obwohl sich eigentlich alle einig sind, dass Lernen wichtig ist.Die beiden nehmen mich mit in ein Projekt aus einem großen Konzern im Customer Service. Fünfstellige Mitarbeiterzahlen, hoher Produktivitätsdruck, neue Produkte, neue Anforderungen – und ein Lernsystem, das zu langsam ist. Wir sprechen darüber, warum Lernen im Alltag oft das Erste ist, was gestrichen wird, wie Haltung und Struktur sich gegenseitig blockieren und warum theoretische Bekenntnisse zu Lernen wenig wert sind, wenn Prozesse dagegenarbeiten.Es geht um Nugget-Lernen statt Schulung auf Halde, um Lernbedarfe, die im Moment der Arbeit entstehen, und um die Frage, wie man Lernen näher an den echten Bedarf bringt. Wir reden über Lernversprechen, Zeitcodes, Schichtplanung, Schattenschulungen und darüber, was passiert, wenn Organisationen sich im Schatten selbst helfen, weil die offiziellen Wege zu träge sind.Außerdem schauen wir auf den sinnvollen Einsatz von KI: als Lernbeschleuniger, als Coaching-Unterstützung und als Werkzeug, um Lernlücken präziser zu erkennen – nicht als Selbstzweck, sondern immer mit Blick auf Wirkung. Denn am Ende zählt nicht, wie viel gelernt wird, sondern ob es Kompetenzen aufbaut, die Kunden zufriedener machen und Organisationen beweglicher.Diese Folge ist eine Einladung, ehrlich hinzuschauen: Wie lernt eure Organisation wirklich – und was steht dem im Weg?Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Franziska Germann:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/525888174/Homepage: https://i-b-partner.com/---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Matias M. Musmacher:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/matias-musmacher-48235b1/Homepage: https://www.odonovan.de/---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge geht’s um eine stille Grundlage moderner Organisationen: erwachsene Fehlerkultur. Und um James Reason, den Mann hinter dem Swiss-Cheese-Modell und dem Begriff „Just Culture“.Ich starte mit einem Bild aus der Luftfahrt: Fast-Kollision im Tower. Früher hätte man gefragt „Wer ist schuld?“. Reason dreht das um. Die bessere Frage lautet: „Was im System hat das möglich gemacht?“ Denn in komplexen Systemen sind Fehler selten das Werk einer einzelnen Person. Sie entstehen, wenn mehrere Schutzmechanismen gleichzeitig versagen.Ich erkläre den Unterschied zwischen Personenperspektive und Systemperspektive. Und ich zeige, was Just Culture wirklich bedeutet: Vertrauen statt Angst, Lernen statt Schuldzuweisung, aber trotzdem klare Linien. Keine No-Blame-Romantik. Ehrliche Irrtümer werden geschützt. Grobe Fahrlässigkeit und vorsätzliche Regelbrüche haben Konsequenzen.Dann wird’s praktisch: Wie kategorisiere ich Fehler sauber? Wie baue ich Meldewege, Schutz vor Repressalien und eine transparente Entscheidungslogik auf? Und wie mache ich Lernen sichtbar, damit Reporting nicht im Nirwana verschwindet, sondern das System wirklich besser wird?Am Ende bleibt für mich der Kern: Fehler sind Systemsignale. Wer sie früh sieht, kann handeln, bevor es knallt. Und Führung zeigt sich genau dann, wenn’s unbequem wird.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Folge habe ich gleich zwei Gäste am Start. Und ja, beide heißen Christian. Christian Reschke und Christian Fernandez. Die beiden haben 25 Jahre lang gemeinsam die Agentur Kühlhaus geprägt und sind jetzt mit Shift 52 wieder neu gestartet. Wir sprechen über UX, Customer Experience und die Frage, warum gute Nutzungserlebnisse 2025 kein „Nice-to-have“ mehr sind, sondern Überlebensfrage.Wir steigen ein bei den Basics: Was bedeutet gute Usability eigentlich? Wie misst man sie? Und warum zählen nicht nur Nutzerziele, sondern auch Business-Ziele - selbst wenn das manchmal knirscht. Ich hake nach, wie Projekte wirklich starten, warum Kunden oft mit einer Lösung kommen, obwohl das Problem ganz woanders liegt, und wie man Zielgruppen sauber herausarbeitet, statt Personas an die Wand zu kleben und sie dann zu vergessen.Dann gehen wir tiefer rein. UX ist selten nur ein Masken- oder Button-Thema. Häufig zeigt sie dir ziemlich direkt, wo die Organisation im Weg steht. Silos, Incentives, Entscheidungswege. Alles, was intern hakt, spiegelt sich draußen in der Kundenerfahrung. Wir reden darüber, wann man nicht nur die Website, sondern Produkte und sogar Strukturen neu denken muss, damit Experience überhaupt besser werden kann.Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Schlechte UX ist kein Zufall mehr. Technisch geht heute fast alles. Wer seine Kundenerfahrung nicht bewusst gestaltet - im B2C wie im B2B - der verschenkt nicht nur Potenzial, sondern liefert dem Markt einen Grund, weiterzuziehen.Viel spaß beim hören.---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Christian Reschke:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christianreschke/Homepage: https://shift52.de/---------------------------------------------------------So erreicht Ihr Christian Fernandez:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/fernandezux/---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
In dieser Kummerkasten-Folge wird’s heiß. Ich spreche über eine Frage, die mir im Coaching und in Führungsrunden immer häufiger begegnet: Was mache ich, wenn jemand in meinem Team anfängt, mit AfD-Thesen zu kokettieren?Ich erzähle, warum das nicht einfach „eine Meinung wie jede andere“ ist, sondern ein echtes Risiko für Teamkultur, Vertrauen und Sicherheit. Und ich erkläre, warum Populismus am Arbeitsplatz nie neutral bleibt, er testet Grenzen, verunsichert Menschen und sendet ein Signal, das jede Führungskraft ernst nehmen muss.Ich spreche darüber, was Popper mit dem Toleranzparadoxon meint, warum extremistische Positionen nicht mit Meinungsfreiheit verwechselt werden dürfen und welche Verantwortung wir als Führungskräfte haben: Schutz geben, Haltung zeigen, Kultur sichern.Dann geht’s um die Praxis: Wie reagiere ich im Moment selbst? Wie spreche ich das im 1:1 an? Was bedeutet es für die Teamnormen? Und warum ist Wegschauen keine Option, wenn Menschen oder Organisationen Schaden nehmen könnten?Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Kokettieren ist ein Test. Führung bedeutet, darauf zu antworten.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Quellen:Gutachten der AfD: https://www.tagesschau.de/inland/afd-medien-publizieren-verfassungsschutz-gutachten-100.htmlFallzahlen politisch motivierter Straftaten 2024 vom BKA: https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/PMKZahlen2024/PMKZahlen2024_node.html---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt
Diese Episode ist etwas Besonderes: Folge 111 von Veränderungsstabil. Eigentlich wäre die 100 das Jubiläum gewesen, aber da wurde mein Sohn eingeschult. Also feiern wir jetzt eine Schnapszahl. Und zwar live, gemeinsam mit euch.In der ersten Hälfte drehe ich den Spieß um. Normalerweise stelle ich meinen Gästen zwei Einstiegsfragen. Diesmal wirft Dave sie mir zurück. Wir reden darüber, was sich seit 2005 wirklich verändert hat, warum „alles mehr und alles zu viel“ geworden ist und welche Fähigkeiten wir heute brauchen, um in dieser Dauerflut nicht unterzugehen. Und wir spielen das Gedankenexperiment durch, wie man eine Organisation sabotieren würde. Also genau andersrum gedacht, aber erschreckend lehrreich.Danach wird’s persönlich und gleichzeitig gemeinschaftlich. Ehemalige Gäste kommen zurück, erzählen, was sich seit ihrem Auftritt verändert hat, welche Ideen sie weitertragen und wo sie heute neu draufschauen. Es geht um Selbstorganisation, Entscheidungskultur, Überforderung, politische Haltung von Unternehmen, Dienstleistersteuerung, Engpässe, KI, Klima und einiges mehr. Kurz: um das, was in den letzten zweieinhalb Jahren Veränderungsstabil ausgemacht hat.Für mich ist diese Folge vor allem eine Rückschau auf das, was durch euch und mit euch entstanden ist. Auf viele ehrliche Gespräche, auf Lernen, auf Reibung, auf Humor. Und auf die Community, die diesen Podcast trägt und weiter wachsen lässt.Danke, dass ihr zuhört, mitdenkt, widersprecht, empfehlt und mir eure Fragen und Gäste-Ideen schickt. Ohne euch gäbe es keine 111 Folgen. Und ich freu mich auf alles, was noch kommt.Viel Spaß beim Zuhören!---------------------------------------------------------Mehr zu Lucas MüllerLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lucas-j-mueller/Episode #44: https://player.captivate.fm/episode/cce18008-d942-4078-bbc6-61df8707968d - Mehr zu Dr. Johanna DahmLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/drjohannadahm/ Episode #50: https://player.captivate.fm/episode/58990ab0-8000-401b-ac20-32b95cf509dd -Mehr zu Jacob ChromyLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jacob-chromy/ Episode #54: https://player.captivate.fm/episode/673a1f22-4967-471f-8b90-083d6aa3acb3 - Mehr zu Lars BobachLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/larsbobach/ Episode #72: https://player.captivate.fm/episode/18e0246c-1f94-4d94-a405-88202afa3d31 - Mehr zu Alexandra LeibfriedLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/alexandra-leibfried-kommunikation-mit-haltung/ Episode #87: https://player.captivate.fm/episode/60904338-001c-40f3-9ca4-3a136d78acbd - Mehr zu Walter HerterLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/walter-herter-623942186/ Episode #100: https://player.captivate.fm/episode/b93d2825-ab6b-40e6-9133-864148e34f96 - Mehr zu Bettina PauckLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bettina-pauck-9518405/ Episode #105: https://player.captivate.fm/episode/ca5ac398-f014-4901-a338-62b79435b115 - Mehr zu Wolfram MüllerLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/thedolphin/Episode #108: https://player.captivate.fm/episode/6b703c05-1ae9-4a1f-95c6-e0cdeabc221d-Mehr zu Ruth von HeusingerLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ruth-von-heusinger-b888b75a/ Episode #54: https://player.captivate.fm/episode/b9b576be-60e3-4f90-a612-2f224c600ec8 ---------------------------------------------------------Und so erreicht Ihr mich:Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabilLinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt























