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Politischer Pausen Podcast
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Digitalisierung und Bürokratieabbau zählen zu den regelmäßigen politischen Versprechen. Doch was ist damit eigentlich konkret gemeint und wie wirkt es auf sozialstaatliche Leistungserfüllung? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der Verwaltungswissenschaftlerin Prof. Dr. Tanja Klenk über Ambivalenzen eines sogenannten Magic Concepts.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum so viele Menschen sozialstaatliche Leistungen erst gar nicht in Anspruch nehmen, obwohl sie ihnen zustehen. Das Phänomen des Non-Take-Up verweist auf strukturelle Hürden, die auch durch digitale Zugänge nicht automatisch verschwinden, sondern oft sogar gegenteiliges bewirken.
Das Gespräch beleuchtet, wie Administrative Burdens den Zugang zu Leistungen prägen und wie Informationsdefizite, Verfahrenskomplexität und persönliche Frustration zur Nicht-Inanspruchnahme beitragen. Dabei wird deutlich, dass Digitalisierung kein Allheilmittel ist, sondern neue Ungleichheiten schafft.
Ein Gespräch über politische Versprechen, soziale Teilhabe und die Frage, wie Verwaltungserfahrungen das Vertrauen in Staat und Demokratie prägen.
Wie verändert der digitale Medienwandel die politische Berichterstattung und mediale Öffentlichkeit? Was kann politischer Journalismus im Zeitalter der Jederzeit- und Überallmedien noch beitragen?
In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit dem Journalisten Michael Bröcker über strukturellen Medienwandel. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich politische Information verändert hat, klassische Printformate an Reichweite verlieren und neue Formate wie Newsletter, Briefings und digitale Abonnements hinzugekommen sind.
Gemeinsam diskutieren sie, warum gerade kompakte Hintergrundformate für politische Entscheiderinnen und Entscheider immer wichtiger werden, wie journalistische Einordnung im digitalen Informationsüberfluss funktionieren kann und welche neuen Geschäftsmodelle im politischen Journalismus entstehen. Dabei geht es auch um die veränderten Arbeitsweisen von Redaktionen, den Einfluss sozialer Medien auf politische Kommunikation und die Frage, inwieweit sich politische Öffentlichkeit fragmentiert hat.
Ein Gespräch über journalistische Verantwortung und Orientierung in einer immer komplexeren Informationswelt.
Jugendorganisationen sind keine Anhängsel ihrer Mutterparteien, sondern zentrale Orte politischer Sozialisation, Rekrutierung und strategischer Positionierung. In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Anna-Sophie Heinze von der Universität Trier über die Funktionen, Dynamiken und politischen Wirkungen parteinaher Jugendorganisationen.
Im Mittelpunkt stehen sie als Rekrutierungs- und Revitalisierungsorte für das politische Spitzenpersonal und Parteien in Zeiten sinkender Mitgliedszahlen. Inwiefern setzen sie eigenständige Akzente und treten ideologisch radikaler auf als ihre Mutterparteien? Was sind die professionellen Karriereanreize, soziale Motivationen und politische Überzeugungen junger Mitglieder?
Ein besonderer Fokus im Gespräch liegt auf rechtsextremen Jugendorganisationen und der Jungen Alternative bzw. neu gegründeten Generation Deutschland.
Dazu wird der Blick auf Geschlechterverhältnisse, Professionalisierung und internationale Vergleichsfälle gerichtet. Ein Gespräch über politische Sozialisation, demokratische Nachwuchsförderung und die Bedeutung junger Parteiorganisationen für die Zukunft des Parteiensystems.
Religion ist immer auch politisch. Sie prägt Fragen von Autorität, Legitimität und Gesellschaftsordnung. In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der preisgekrönten Schriftstellerin und Essayistin Nora Bossong über den politischen Einfluss religiöser Deutungen in Vergangenheit und Gegenwart.
Ausgehend von Bossongs theologischer Ausbildung und ihrer literarischen Arbeit diskutieren die beiden, warum religiöse Narrative im politischen Raum wieder an Bedeutung gewinnen und wie Kirche als Institution historisch wie heute in politische Strukturen eingebunden ist. Im Zentrum stehen dabei auch innerkirchliche Hierarchien und geschlechtsspezifische Ausschlüsse, die bis heute fortwirken.
Der Blick richtet sich zudem auf internationale Entwicklungen, etwa den wachsenden Einfluss religiöser Akteure in der US-amerikanischen Politik, sowie auf die Frage, wie Religion als identitätsstiftende Ressource politisch mobilisiert wird. In Bezug auf Bossongs Roman Reichskanzlerplatz sprechen Schwanholz und Bossong außerdem über die Rolle der Kirche im Nationalsozialismus und über ihre Verantwortung in der Gegenwart. Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtsextremer Kräfte diskutieren sie, welche Lehren aus der Geschichte zu ziehen sind und welche Verantwortung religiöse Akteure heute tragen.
Ein Gespräch über Religion als politische Ressource, historische Kontinuitäten und die Frage, wie demokratische Gesellschaften mit Glauben, Macht und Erinnerung umgehen.
Zukunft ist nicht gleich Zukunft. In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Andrea Römmele, Professorin für Kommunikation in Politik und Zivilgesellschaft an der Hertie School of Governance, über die Zukunft der Demokratie in einer Zeit multipler Krisen. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Römmeles Buch „Demokratie neu denken. Szenarien unserer Welt von morgen“, in dem sie zentrale gesellschaftliche Megatrends identifiziert und deren Bedeutung für demokratische Handlungsfähigkeit durchdenkt.
Im Fokus stehen Fragen nach Führung, politischer Kommunikation und der Fähigkeit demokratischer Systeme, mit Digitalisierung, Klimawandel, Migration, Urbanisierung und demografischem Wandel umzugehen. Römmele macht deutlich, warum die Institutionen der Demokratie robuster sind, als oft angenommen, wo hingegen Anpassungen nötig sind und weshalb es nicht an Wissen, sondern konsequenter Umsetzung fehlt.
Dabei geht es auch um positive Zukunftsnarrative, um politische Verantwortung jenseits reiner Mehrheitslogik und um die Frage, wie Demokratie gesellschaftliches Vertrauen in Politik zurückgewinnen kann. Ein Gespräch über Zukunftsideen, demokratische Gestaltungskraft und die Gesellschaft in turbulenten Zeiten.
Zum Auftakt des neuen Jahres spricht PD Dr. Julia Schwanholz im Politischen Pausen Podcast mit Dr. Volker Wissing über politische Führung und den Zustand der demokratischen Debattenkultur. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Wissings neues Buch „Verantwortung“, in dem er seine Zeit in der Ampelkoalition reflektiert und grundsätzliche Fragen an das politische System Deutschlands stellt.
Im Zentrum steht die gescheiterte Ampel(bundes)regierung im Kontrast zur Ampel in Rheinland Pfalz. Wissing beschreibt öffentlichen Streit, fehlende Loyalität und mangelnde Verbindlichkeit in gemeinsam getroffenen Entscheidungen. Er erachtet parteipolitische Taktik als zentrale Ursache des Vertrauensverlusts. Darüber hinaus diskutieren Schwanholz und Wissing, was politische Führung in Zeiten multipler Krisen leisten muss und warum Verantwortung mehr bedeutet als strategische Profilierung.
Die Folge widmet sich außerdem der Frage, wie politische Lagerbildung, soziale Medien und eine eskalierende Aufmerksamkeitsökonomie demokratische Aushandlungsprozesse verändern. Wissing plädiert für einen Freiheitsbegriff, der individuelle Rechte und gesellschaftliche Verantwortung zusammendenkt.
Ein nachdenkliches Gespräch über Verantwortung im Amt, die Grenzen parteipolitischer Überzeugung und die Frage, wie demokratische Zusammenarbeit unter schwierigen Bedingungen gelingen kann.
In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit dem Politikwissenschaftler Dr. habil. Maximilian Schiffers über die Rolle von Nichtregierungsorganisationen in der Demokratie. Schiffers forscht zu Verbänden, NGOs und zivilgesellschaftlicher Interessenvertretung und ordnet ein, wie vielfältig und unterschiedlich dieses Feld ist.
Wie legitim sind Anliegen von NGOs? Welche Formen der Beteiligung sieht das Grundgesetz für sie vor? Warum braucht es Interessenvertretung jenseits politischer Parteien? Es wird diskutiert, wie die Pandemie Organisationsfähigkeit und Finanzierung vieler NGOs herausgefordert hat und weshalb Professionalisierung und strategische Anpassung das zivilgesellschaftliche Handeln nachhaltig verändern.
Auch geht es um die politische Auseinandersetzung rund um die kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Anfang 2025 und die Frage, welche Wirkung das Etikett NGO in polarisierten Debatten entfalten kann. Schiffers erklärt, weshalb Neutralität in der politischen Praxis kein eindeutiger Begriff ist und was gesellschaftliches Engagement mit Haltung zu tun hat, ohne dabei zwingend parteipolitisch zu sein.
Eine Folge über Pluralismus, Legitimität und die Bedeutung einer starken Zivilgesellschaft für eine widerstandsfähige Demokratie.
In der 123. Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Dr. Kristina Weissenbach und Dr. Ole Meinefeld über Politikstile und die Logik der Medien. Wie beeinflusst die Darstellung des politischen Spitzenpersonals unser Demokratievertrauen?
Ausgangspunkt ist eine Analyse deutscher Leitmedien, in der die Gäste zeigen, dass Inhalte weniger haften bleiben als emotionale Muster.
Im Gespräch geht es um die Frage, wie solche Deutungen entstehen, warum negative Erzählungen in aller Regel dominieren und welche Rolle Geschlecht, Emotionalität und Authentizität in der öffentlichen Bewertung politischer Führung spielen. Die drei diskutieren zudem, wie sich Aufmerksamkeit von klassischen Leitmedien hin zu sozialen Plattformen verschiebt und welche Folgen dies für Vertrauen, politische Repräsentation und das demokratische Selbstverständnis hat.
Eine Folge über die Wirkung von politischer Kommunikation, die Entstehung medialer Bilder und ihrer Prägekraft für Führung in der Demokratie.
In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit dem Politikwissenschaftler und Publizisten Dr. Knut Bergmann über die feinen, aber hochpolitischen Zwischentöne von Wein, Tischkultur und Staatsrepräsentation in der Bundesrepublik.
Ausgehend von Bergmanns Buch „Mit Wein Staat machen“ diskutieren die beiden, wie kulinarische Inszenierungen zu Symbolen nationaler Identität werden und was ein Glas Riesling über politische Haltung, Kulturverständnis und gesellschaftlichen Wandel verrät.
Dabei geht es um die kulturelle Inszenierung von Macht, von Theodor Heuss’ „Pathos der Nüchternheit“ bis zur Berliner Republik, in der Craft Beer, vegetarische Menüs und alkoholfreie Begleitungen neue Formen politischer Symbolik prägen. Ein Gespräch über Genuss und die Frage, was gutes Essen und Trinken über unser Verständnis von Demokratie und Repräsentation verraten.
In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Conrad Ziller, Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen, über die gesellschaftliche Bilanz von 35 Jahren deutscher Einheit.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum sich die Kluft zwischen Ost und West trotz wirtschaftlicher Angleichung in politischen Einstellungen und Identitätsfragen weiter hält.
Ziller stellt aktuelle Befunde aus seiner Forschung vor und zeigt, wie sich die Kritik an der Wiedervereinigung im Osten gewandelt hat – von sozialer Ungleichheit und Teilhabe hin zu Identität und Repräsentation. Es geht um Wut, Entwertungserfahrungen und den Einfluss rechtspopulistischer Mobilisierung, aber auch um Ambivalenzen, Anpassung und Chancen für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Eine analytische Folge über Identität, Demokratie und das fortwirkende Erbe der deutschen Einheit, die noch immer Fragen nach Zusammenhalt und Repräsentation aufwirft.
Zum Auftakt der vierten Staffel des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Elke Büdenbender, Juristin und First Lady der Bundesrepublik, über das Ehrenamt als tragende Säule unserer Demokratie. Im Gespräch wird deutlich, dass Engagement zwar Vertrauen und Sozialkapital schafft, zugleich aber viele strukturelle Hürden bestehen, die insbesondere Frauen in Führungsrollen benachteiligen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die wachsende Aggressivität und Bedrohungen gegenüber Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern. Büdenbender spricht über verbale und körperliche Übergriffe, Hass im Netz und die Notwendigkeit besserer Schutz- und Unterstützungsstrukturen. Zugleich diskutieren die beiden, wie flexible Beteiligungsformen wie Remote-Teilnahme und stärkere Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit helfen können, Barrieren abzubauen.
Die Folge verbindet empirische Befunde mit persönlichen Begegnungen und Fragen der politischen Praxis. Ein Gespräch über gelebte Verantwortung, politisches Vertrauen und die Kraft des Miteinanders in Zeiten gesellschaftlicher Veränderung.
In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht Dr. Julia Schwanholz mit Achim Wölfel, Geschäftsführer von Mehr Demokratie e.V. Nordrhein-Westfalen, und Julius Oblong, Geschäftsführer der gemeinnützigen Wahlhilfe-Plattform VOTO.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie junge Menschen und insbesondere Erstwählerinnen und Erstwähler für politische Teilhabe auf kommunaler Ebene gewonnen werden können.
Achim Wölfel berichtet von einem Schulwettbewerb zur Kommunalwahl 2025, den Mehr Demokratie gemeinsam mit dem Wissenschaftscampus Oberhausen durchführt. Oblong erklärt, wie VOTO jungen Wählerinnen und Wählern hilft, sich in der komplexen kommunalen Wahllandschaft zu orientieren. Anlässlich der Kommunalwahl in NRW haben die NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen und die Universität Münster in Kooperation mit VOTO das „Kommunalwahl-Navi“ entwickelt, welches Wähler:innen als Entscheidungshilfe dient.
Gemeinsam diskutieren die Gäste, warum gerade Kommunalwahlen häufig übersehen werden, welche Rolle digitale Tools und schulische Bildungsformate spielen und wie niedrigschwellige Beteiligung langfristig demokratische Strukturen stärken kann.
Eine Folge über politische Bildung vor den Kommunalwahlen in NRW und die Frage, wie neue Wege zu einer informierten Wahlbeteiligung aussehen können.
In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht Dr. Julia Schwanholz mit Paul Gies, Doktorand an der Universität Duisburg-Essen, über die politische Dimension von Einsamkeit.
Einsamkeit betrifft eine große Zahl von Menschen weltweit und hat Auswirkungen, die weit über das persönliche Empfinden hinausgehen. Gies erläutert, wie Einsamkeit das Vertrauen in Institutionen untergräbt, demokratische Prozesse beeinflusst und so auch den Weg für populistische Bewegungen ebnet. Im Gespräch geht es um nationale Lösungsansätze anderer Länder wie Großbritannien und Japan. Auch politische Strategien gegen Einsamkeit in NRW und die Frage, wie Politik auf soziale Isolation reagieren kann, kommt zur Sprache.
Eine Folge über das Spannungsfeld von individueller Erfahrung und kollektiver Verantwortung in einer Zeit, in der gesellschaftliche Zugehörigkeit teilweise neu gedacht und interpretiert wird.
Mehr darüber lesen Sie außerdem im aktuellen Blogbeitrag von Paul Gies: https://www.politik-wissenschaft.org/2025/07/07/einsamkeit-ein-unterschaetztes-risiko-fuer-demokratien/
In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht Dr. Julia Schwanholz mit Dr. Roman Hauck, Projektkoordinator der Rhein-Ruhr 2025 FISU World University Games, und Daniel Krüger, Leiter des Hochschulsports an der Universität Duisburg-Essen.
Im Mittelpunkt steht das größte studentische Multisport-Event der Welt. Es findet vom 16. bis 27. Juli 2025 im Ruhrgebiet und in Berlin statt. Gemeinsam mit ihren Gästen beleuchtet Schwanholz die politischen, gesellschaftlichen und organisatorischen Dimensionen der Spiele: Wie gelingt nachhaltige Großveranstaltungsplanung? Welche Rolle spielen Inklusion, Bildung und mentale Gesundheit? Und wie kann Sport heute mehr leisten als Wettkampf und Unterhaltung?
Ein Gespräch über Spitzensport und Strukturpolitik, urbane Verantwortung und das Potenzial von Großevents, gesellschaftliche Werte weithin sichtbar zu machen.
Mehr Infos & Tickets unter: rhineruhr2025.com/en
In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts ist Prof. Dr. Tobias Debiel, Professor für internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik an der Universität Duisburg-Essen, zu Gast, um das Friedensgutachten 2025 einzuordnen.
Im Zentrum steht die Frage, ob und wie Frieden unter den Bedingungen einer sich wandelnden Weltordnung (überhaupt noch) möglich ist.
Im Gespräch mit Dr. Julia Schwanholz geht es um Donald Trump als Unsicherheitsfaktor, den Umbau der US-Demokratie, mögliche Folgen für die internationale Kooperation und die sicherheitspolitische Rolle Europas.
Debiel erklärt, warum das Vertrauen in verlässliche Partnerschaften schwindet, dass Europa auf strategische Eigenständigkeit setzen muss und welche strukturellen Ursachen weltweit autoritäre Tendenzen befördern.
So entsteht ein analytischer Blick auf das Verhältnis von Frieden, Machtpolitik und politischer Verantwortung in krisenhaften Zeiten.
In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, ehemaliger Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten im Freistaat Thüringen. Zusammen mit dem Linken-Politiker blickt Schwanholz auf politische Umbrüche und die gesellschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland sowie das Erstarken der AfD.
Im Zentrum steht die Frage, warum sich Thüringen derartig extrem nach rechts verschoben hat.
Hoff benennt dazu historische Pfadabhängigkeiten, strukturelle Unterschiede zwischen Ost und West sowie die Rolle von Gewerkschaften, Kirchen und Parteien als demokratische Milieubildner.
Darüber hinaus sprechen die beiden über die Zukunft der Linkspartei nach der Abspaltung des BSW, das Spannungsfeld zwischen Regierungsverantwortung und politischer Haltung, die Bedeutung von Kulturpolitik im ländlichen Raum und neue Wege, demokratisches Vertrauen zurückzugewinnen.
Herausgekommen ist ein vielschichtiges Gespräch über Demokratie, gesellschaftliche Verantwortung und politische Strategie in bewegten Zeiten.
In dieser neuen Folge des Politischen Pausen Podcast hat Dr. Julia Schwanholz die Publizistin und
Digitalexpertin Ann Cathrin Riedel zu Gast. Riedel ist außerdem Geschäftsführerin von NExT e.V., einem Expertinnennetzwerk für die digitale Transformation der Verwaltung.
Wie wird die öffentliche Verwaltung digital? Zu Beginn diskutieren Schwanholz und Riedel über den eher schlechten Ruf der deutschen Verwaltung: Woher kommt dieses Bild und ist es gerechtfertigt?
Schließlich gehen sie der Frage nach, wie eine digitale Verwaltungstransformation gelingen kann und welche Rolle dabei politische Steuerung, interne Netzwerke, strategische Personalrekrutierung, aber auch ein Mentalitätswandel in der Bevölkerung spielen.
Um dies bewerten zu können, diskutieren die beiden Gesprächspartnerinnen konkrete Digitalprojekte und -gesetze, wie das europäische Online-Zugangsgesetz und den AI-Act. Welche anderen Länder könnten Deutschland in seiner digitalen Verwaltungstransformation inspirieren? Abschließend teilt Ann Cathrin Riedel ihre Gedanken zum neu geschaffenen Digitalministerium der Bundesregierung und erklärt, welche Schritte in der Digitalisierung der deutschen Verwaltung ihrer Meinung nach jetzt zu priorisieren sind.
In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts begrüßt Dr. Julia Schwanholz die Geschäftsführerin des SINUS-Instituts, Dr. Silke Borgstedt. Seit über 40 Jahren entwickelt SINUS differenzierte Gesellschaftsmodelle, die sogenannten Sinus-Milieus, die auf den Hauptdimensionen soziale Lage und Wertorientierung basieren.
Im Gespräch gibt Dr. Borgstedt spannende Einblicke in die Methodik und Besonderheiten der SINUS-Forschung: Wie werden relevante Daten erhoben? Worin unterscheiden sich Sinus-Milieus von klassischen Schichtmodellen? Und in welchen gesellschaftlichen und politischen Kontexten kommen die Modelle konkret zum Einsatz?
Ein Schwerpunkt von SINUS liegt auf der Forschung zu vulnerablen Gruppen. Dr. Borgstedt berichtet unter anderem von Einzelstudien, wie der SINUS-Jugendstudie und Forschungen zu Menschen mit Behinderungen sowie über migrantische Milieus: Welchen Bedarf haben diese Gruppen in der Gesamtgesellschaft? Und vor allem: Inwiefern wird dieser in der praktischen Politik berücksichtigt?
Nicht zuletzt rückt eines der Kernthemen unserer Zeit, 'Transformation', im Kontext gesellschaftlicher Milieus in den Vordergrund: Wie verhält sich die sogenannte 'gesellschaftliche Mitte' zu Transformationsprozessen wie digitaler oder ökologischer Wende? Wie begegnet man Transformationsüberforderung? Und was bedeutet in diesem Zusammenhang eigentlich der Satz "Veränderung hat sich verändert?"
Zum Abschluss wirft der Podcast einen optimistischen Blick in die nahe Zukunft:
Gerade in Zeiten politischer Neuaufstellungen, wie wir sie dieser Tage mit dem Start der neuen Koalition erleben, entstehen auch neue Chancen – etwa für eine Transformation, die nicht spaltet, sondern verbindet.
In dieser Folge des Politischen Pausen Podcast begrüßt Dr. Julia Schwanholz die Präsidentin des größten deutschen Sozialverbands, VdK, Verena Bentele.
Mit ca. 2,3 Millionen Mitglieder:innen ist der Verband eine der wichtigsten sozialpolitischen Stimmen in Deutschland. Im Podcast geht es darum, wie politische Interessenvertretung des VdK organisiert wird und das Erstarken der AfD die Arbeit erschwert. Welche gesellschaftlichen Gruppen drohen heute politisch übersehen zu werden?
Intensiv werden einzelne vulnerable Gruppen beleuchtet: Welche Forderungen stellt der VdK in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter? Wie lässt sich Armut strukturell bekämpfen? Wie kann echte Teilhabe für Menschen mit Behinderung gelingen?
Nicht zuletzt pointiert Verena Bentele, welche konkreten substanziellen Reformen in ihren Augen notwendig sind, um den Sozialstaat in Deutschland zukunftsfähig und gerechter zu machen und spricht sich dazu für eine solidarisch finanzierte Krankenversicherung, eine gute Absicherung im Alter und eine konsequente Armutsbekämpfung aus.
Was passiert politisch und gesellschaftlich in den USA, seitdem Donald Trump ein zweites Mal ins Weiße Haus eingezogen ist - diesmal mit erkennbarer Strategie und Vorbereitung?
In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht Dr. Julia Schwanholz mit Peter Burghardt, Journalist und seit 2022 US-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Washington, D.C., über die teilweise dramatischen und rasant voranschreitenden Veränderungen der US-amerikanischen Demokratie seit Trumps Rückkehr ins Amt im Januar dieses Jahres.
Gemeinsam werfen sie einen Blick auf das umstrittene Project 2025, die Besetzung des Kabinetts nach dem Prinzip „Loyalität statt Fachkompetenz“, einen Präsidenten, dem kaum noch Widerstand entgegenschlägt – und auf den schleichenden Umbau der USA in Richtung Autoritarismus, insbesondere in der Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftspolitik.
Ein aufschlussreiches Gespräch über die neuen politischen Machtdynamiken und den institutionellen Wandel der USA sowie über die Frage, wie widerstandsfähig die US-amerikanische Demokratie im Jahr 2025 noch ist.



