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Arte Alpe Adria | Kultur Momente

Author: Dagmar Travner

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Kultur-Kritik, Grenz-Gänge und Zwischen-Räume in Kunst, Architektur, Literatur, Performance aus dem Raum Kärnten, Slowenien und Italien.

Redaktion: Dagmar Travner

Eine neue Folge von Arte Alpe Adria | KulturMomente gibt es an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat von 18:30-19:00 auf Radio Agora 105,5 und nach Ausstrahlung ab 19:00 als Podcast
120 Episodes
Reverse
Tabuisierung, Sprachlosigkeit und zeitgemäßes Fasten Ein Aschermittwoch-Special mit Ina Loitzl Gespräch mit Ina Loitzl über ihre Fastentuch-Installation „Lingua – sprachlos“ im Klagenfurter Dom, das Projekt „monstramus – wir zeigen“ im MMKK (beides 2023) sowie die Ausstellung „Waste Art – Wertloses wird Kunst“ in der Galerie Freihausgasse Villach (2022). Im Jahr 2023 zierte ein außergewöhnliches Fastentuch den Klagenfurter Dom. Entworfen hat es die aus Klagenfurt stammende und nun in Wien lebende Ausnahmekünstlerin Ina Loitzl. Loitzls Arbeiten thematisieren Transformation und Ambivalenz, wobei sie die Grenzen gesellschaftlicher Tabubrüche und patriarchaler Wertevorstellungen auslotet. Die Freiheit von Kunst im Spannungsfeld von Religions- und Gesellschaftskritik kann nur durch die Macht des Dialogs bestehen bleiben. Nachdenklich macht die von Ina Loitzl kuratierte Ausstellung „Waste Art – Wertloses wird Kunst“ aus dem Jahr 2022. Ina Loitzl fungierte hier als Künstlerin und Kuratorin und machte deutlich, dass auch das scheinbar Wertlose Bedeutung erlangen kann. Gerade in der Fastenzeit bekommt Verzicht, Reduktion, Umwertung eine neue Dimension. Wie beim Fasten hinterfrägt Loitzl in ihrer Ausstellung: Was brauchen wir wirklich? Was kann bestehen? Was hat Wert? Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner    
„Neue Krippen“ im Kunstbahnhof Wörthersee in Velden/Kärnten Barbara Ambrusch-Rapp über eine ungewöhnliche Krippen-Ausstellung Zu einer ganz speziellen Krippenschau lädt Barbara Ambrusch-Rapp im Kunstbahnhof Wörthersee in Velden am Hausbahnsteig. Wir sprechen über zeitgenössische Interpretationen des Krippenmotivs, sowie die Auseinandersetzung von Kunstkritik, Zensur und Vandalismus. Aber auch und vor allem dreht es sich in der Ausstellung um Hoffnung und die positive Gestaltung unserer Welt und die Zukunft unseres Planeten, trotz aller widrigen Umstände. Es geht also um die ureigenste Bedeutung des lateinischen Adventus, nämlich der Ankunft des Erlösers. Die Vernissage der Ausstellung „Neue Krippen“ findet am Freitag, den 5. 12. um 19 Uhr, Midissage am 6. und Finissage am 8. Dezember statt. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Weitere Info zur Ausstellung: https://www.kunstbahnhofwoerthersee.at/event/neue-krippen-in-kaernten-2/
Manfred Bockelmann: Zeichnen gegen das Vergessen Arte Alpe Adria | Kultur Momente trifft den gebürtigen Klagenfurter Künstler Manfred Bockelmann im Alten Pfarrhof Saag in Nötsch, wo er über seinen künstlerischen Werdegang spricht und wie es zu seiner Werkreihe „Zeichnen gegen das Vergessen“ kam. „Das Blatt ist ein Symbol, dass das Leben weitergeht… Ich muss den Blättern eine Farbe geben, die sie nicht haben, damit Menschen stehen bleiben und sich fragen: Warum hat er das blau gemacht?“ – Manfred Bockelmann. Nach Erfolgen in der Fotografie widmete sich der Künstler seiner „Malerei der Stille“ – das sind horizonal ausgerichtete, abstrakte Landschaften, die metaphorisch den Horizont transzendieren. Neuere Arbeiten wie „Sterbende Blätter“ zeigen gefallene Herbstblätter in blauer Farbe und weisen auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Nach einer überlebensgroßen Zeichnung von Christine Lavant für eine Lesung dachte sich der Künstler: „Wenn ich ein Foto hab, könnte ich etwas zeichnen, das mehr ist, als das Foto.“ So entdeckte Manfred Bockelmann seinem eigenen Lebensherbst die Portraitzeichnung für sich und begann zu seinem 70. Geburtstag mit der Werkserie „Zeichnen gegen das Vergessen“. Die riesigen Kohlezeichnungen sind berührend und erschreckend zugleich. Die großformatigen Portraits zeigen Kinder und Jugendliche, unmittelbar vor deren Deportation nach Auschwitz, wo sie dem NS-Regime zum Opfer fielen. Die zukünftigen Gräuel sind nicht sichtbar, doch mit dem heutigen Wissen sind diese so unschuldig anmutenden Werke kaum auszuhalten. Mit diesen Arbeiten setzt der Künstler ein Zeichen der Erinnerungskultur und gibt den in Vergessenheit geratenen NS-Opfern Gesicht und Namen zurück. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Eine Auswahl der Werkserie „Zeichnen gegen das Vergessen“ ist bis zum 14. November 2025 im Künstlerhaus Klagenfurt im Rahmen der Ausstellung „Mazeltov! oder Glück gehabt!“ zu sehen.
Margarethe Stolz Hoke (1925–2018) Ein Leben in 100 Bildern – kuratiert von Armin Guerino „Es hatte für sie immer einen besonderen Reiz, mit ihrem Gegenüber in Dialog zu treten: Menschen, Tiere, Landschaften, Jahreszeiten. Ihre Aquarelle sind ihre Sicht der Dinge, die wirklicher sind als die Wirklichkeit.“ – Armin Guerino Armin Guerino, Sohn des Künstlerpaares  Giselbert Hoke und Margarethe Stolz Hoke, hat zum 100. Geburtstag seiner Mutter die Ausstellung „Ein Leben in 100 Bildern“ in der Alpen-Adria-Galerie in Klagenfurt kuratiert (Ausstellungsdauer 24.9.–9.11.2025). Margarethe Stolz wurde 1925 in Bozen-Gries als Tochter des Südtiroler Fresco-Malers Rudolf Stolz geboren und wuchs in Sexten in einer von Musik und Kunst geprägten Familie auf. 1947 zog sie nach Wien, um an der Akademie der Bildenden Künste Malerei zu studieren. Dort lernte sie ihren späteren Mann Giselbert Hoke kennen. Margarethe Stolz Hoke verstarb 2018 im Kreis ihrer Familie auf Schloss Saager in Kärnten. Armin Guerino führt durch die Ausstellung „Ein Leben in 100 Bildern“ und gibt dabei sehr persönliche Einblicke in Leben und Werk seiner Mutter Margarethe Stolz Hoke: „Es sind eigentlich immer Zwiegespräche mit Modellen, mit Kindern, mit Gegenständen, mit Tieren mit Landschaften. Ihr eigenes Selbst kommt immer mit ins Bild, wenn sie die Dinge malt, wie sie sie sieht. Margarete Stolz Hoke portraitiert die Landschaft, während bei Giselbert Hoke die Landschaften zusammengebaut werden.“ Interview, Begleittext und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Das vertraute Ungreifbare: Die Miniaturwelten von Oleg&Ludmilla Gespräch mit Reinhold Egerth und Christine Pirker anlässlich ihrer Ausstellung „Das vertraute Ungreifbare“ in der Kleinen Galerie im Künstlerhaus Klagenfurt  Zu Gast ist das Künstlerduo Oleg&Ludmilla, das sind Reinhold Egerth und Christine Pirker, um über ihre Werkserie „Das vertraute Ungreifbare“ zu sprechen. Oleg&Ludmilla kreieren fantastische Miniaturwelten in Objektkästen, die, losgelöst von Zeit und Raum, Historisches mit Aktuellem verküpfen. Die detailreichen Dioramen wirken als Zeitfenster in einen Kosmos überraschender Allegorien. Die Arbeiten nehmen sich auch  politischer Themen an und werfen gesellschaftskritische Fragen auf, deren Geschichte und Geschichten sich assoziativ erschließen. Da jede Lesart individuell ist, ergeben sich unterschiedlichste Erzählungen. Vielsagende Titel wie „Die Rückkehr der Tyrannen“, „Die Kontinuität der leeren Versprechungen“ oder „Paradize reloaded“ tun ein übriges, die Phantasie der Betrachtenden anzuregen. Die Ausstellung „Das vertraute Ungreifbare“ wird in der Kleinen Galerie im Künstlerhaus Klagenfurt am 18. 9. eröffnet und ist bis 14. 11. zu sehen. Interview, Begleittext und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Das O (Buchstabe), die Null, der Kreis Schrift–Zeichen–Kunst: Werner Hofmeister im Museum für Quellenkultur Das Museum für Quellenkultur als Schmelztiegel kultureller Zeichen  und wo künstlerische Begegnungen und Verflechtungen mit anderen Kunstschaffenden stattfinden. Ein akustischer Spaziergang durch das Museum für Quellenkultur mit dem Künstler Werner Hofmeister. „Werner Hofmeister konfrontiert Naturschönes mit Kunstschönem.“ – Reinhard Kacianka Ein Spiel mit Schriften, Typographien sowie Sinn und Bedeutung in der Kunst. Werner Hofmeister begibt sich auf Spurensuche, gibt historischen Artefakten neue Bedeutungen, ermutigt zum unverfälschten Sehen durch unerwartete Assoziationen. Wie etwa die Differenz des Buchstaben O und dem mathematischen Zeichen Null und einem geometrischen Kreis. Nicht zu vergessen die visuelle Nähe zum Buchstaben Q, ein O mit Querstrich (sic!), ein Zeichen, das sich durch Hofmeisters Werk zieht: ‚Q‘ ‚Qnst‘ ‚Qltur‘. Er thematisiert die Materalität der Zeichen, deren Interpretation üblicherweise auf einer rein immaterellen Ebene geschieht, nämlich dem Lesen. Doch hier wird das Lesen von Schrift zu einer Umdeutung auf künstlerischer Ebene, die eine neue Dimension eröffnet: die der konkreten Kunst. Interview, Begleittext und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Dieser Beitrag ist der dritte Teil eines längeren Interviews mit Werner Hofmeister: Im ersten Teil sprechen wir ausführlich über das Zeichen Q sowie über ‚Qnst’ sowie ‚Qltur’ und besichtigen dabei den Quellenkulturpark: diesen Beitrag ‚Qnst’ wie Quellenkunst | Werner Hofmeister gibt es hier nachzuhören: https://cba.media/708795 Der zweite Teil beschäftigt sich ausführlicher mit dem Museum für Quellenkultur und seiner Geschichte, beispielsweise der Eisengewinnung und Mythen bzw. der Geschichtsschreibung im allgemeinen, in deren Artefakte sich der Künstler selbst in ganz eigener ART einschreibt. ‚Das Museum für Quellenkultur in Klein St. Paul | Werner Hofmeister‘ ist hier nachzuhören https://cba.media/710604
Das neue Hallenbad in Klagenfurt – seit Jahren ein Thema, das die Gemüter erhitzt. Umso mehr, seit im Jahr 2021 das alte Hallenbad endgültig ausgedient hatte und aus Sicherheitsgründen eiligst geschlossen werden musste. Schon zirka 2017 hatte man einen Neubau heftigst diskutiert; durch die Schließung wurde der Neubau des Hallenbads eine Notwendigkeit und Ende Jänner 2023 stand die fix-fertige Planung samt Baubeginn. Doch seit einem halben Jahr wurde wieder einmal das gesamte Projekt aus finanziellen Gründen in Frage gestellt: Weder Standortfrage, noch Baubeginn noch die Finanzierung eines Neubaus waren vorgestern, zum Zeitpunkt des nun folgenden Interviews, restlos geklärt. Doch mittlerweile, ganz aktuell, gibt es breaking news: Gestern Nacht, zu mitternächtlicher Stunde, wurde in der Gemeinderatssitzung das Budget für 2025 beschlossen und damit grünes Licht zum Bau des neuen Hallenbads am Südring gegeben – eine durchaus kontroversielle Entscheidung. Und genau in dieser brisanten Situation trifft VADA einen Nerv. Der Verein zur Anregung des dramatischen Appetits sorgt mit dem JUST, dem Jugendstiltheater, aktuell Jugendschwimmtheater genannt, für einen neuerlichen Aufreger in Klagenfurt. Eine in einem alten Haus aufgestöberte Badewanne platziert inmitten eines ehemaligen Pissoirs: Welche kunsthistorischen Assoziationen werden da geweckt? Marcel Duchamps „Fountain“ aus dem Jahr 1917 kommt einem in dem Sinn: Ein ready-made Urinal, das Duchamp als Kunstwerk deklarierte. Duchamps „Fountain“ reizte die Grenzen des Kunstbegriffs aus, überschritt sie und veränderte das Verständnis von Kunst von Grund auf. Diese Installation einer Badewanne mit dem Titel „Klagenfurter Hallenbad“ ist nicht nur ein ready-made, das metaphorisch gedeutet werden kann. Sondern es ist, ebenso wie Duchamps Fountain, ein Musterbeispiel für Konzeptkunst. Dabei spielt der erweiterte Kontext und die daraus entstehenden Assoziationen eine entscheidende Rolle, die den Raum der physischen Installation sprengen. In diesem komplexen Projekt liefern Ankündigung, Selbst-Beschreibung, KI generierte Bilder und die Eröffnungsperformance den Kontext und steuern die Erwartungshaltung des Publikums – und auch der Leute, die jenseits des Kunstinteresses beispielweise durch Facebook, Instagram oder Plakate und Printmedien auf die Installation aufmerksam werden. Die Assoziation mit dem (noch) nicht gebauten neuen Klagenfurter Hallenbad eröffnet einen Diskurs, der weit über das künstlerische ready-made, also die Badewanne, hinausgeht. Anfang Juli eröffnete VADA das „Klagenfurter Hallenbad“ im JUST (im Goethepark neben dem Künstlerhaus). Die witzig spritzige Installation von Kamran Gharabaghi kann bis 24. Juli besichtigt werden. Dagmar Travner spricht mit den Kunstschaffenden Kamran Gharabaghi und VADA, das sind Yulia Izmaylova und Felix Strasser, über Idee, Hintergründe, die Eröffnungsperformance von Boris Randzio und die Reaktionen darauf.  Gestaltung der Sendung, Interview und Begleittext: Dagmar Travner
Tanja Prušnik – ein Portrait Gratulation zur Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 2025 Arte Alpe Adria | Kultur Momente gratuliert Tanja Prušnik herzlich zur Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 2025. Die Kärntner Slowenin Tanja Prušnik stammt aus Wolfsberg und ist in Klagenfurt aufgewachsen. Sie ist Architektin, Bildende Künstlerin und Präsidentin des Künstlerhauses Wien. Als Kuratorin gestaltete sie in den letzten Jahren u.a. die Millst.art in Millstatt. Zusammen mit Ina Loitzl gründete sie den Verein „den blick öffnen“, dafür erhielten die beiden vor 5 Jahren den Kärntner Menschenrechtspreis.  Seit 2019 steht Tanja Prušnik als erste Frau an der Spitze der Wiener Künstlerhaus Vereinigung.  Beim nun folgenden Interview, das ich mit Prušnik vor zwei Jahren geführt habe, begleitet sie uns durch die prunkvollen Räumlichkeiten des Künstlerhauses und gibt dabei einen faszinierenden Einblick in die Geschichte des Hauses sowie die Neueröffnung nach der Renovierung.  Im neu erbauten Büro hoch auf dem Dach des Künstlerhauses – mit Blick über Karlsplatz und TU-Wien – erzählt Tanja Prušnik von ihrem künstlerischen Werdegang und und nicht zuletzt ihren kärntnerslowenischen Wurzeln. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
GESTALTWECHSEL Artist Talk mit Barbara Ambrusch-Rapp, Marjeta Angerer-Guggenberger, Ina Riegler „Gestalt ist die Silhouette, die uns umgibt und die auch eine Membran sein kann zwischen dem Innen und dem Außen“ – Barbara Ambrusch-Rapp Wie geschieht innere Transformation? Welches Ereignis bricht alte Muster auf und löst damit unbewusst eine Metamorphose des Selbst aus? Woher kommt der Impuls, die eigene Perspektive zu verlassen und ungewisse Wege zu beschreiten? Biografische Veränderung spiegelt sich auch im künstlerischen Werk wider. „Umbruch entsteht, wo die alten Muster und Strukturen nicht mehr tragbar sind“, meint Ina Riegler und drückt dies durch riesige, ganze Wände füllende, allegorische Selbstbildnisse aus. Umdenken führt zu einem Gestaltwechsel  – im Innen und Außen: Marjeta Angerer-Guggenberger stellt diesen Gestaltwechsel metaphorisch durch Reifröcke und weiße Hemden dar. Barbara Ambrusch-Rapp baut einen Geburtskanal, der Beginn und Sinnbild schlechthin aller Veränderung ist.  Dagmar Travner spricht mit dem neu gegründeten Künstlerinnenkollektiv BMI, das sich mit der Ausstellung GESTALTWECHSEL in der Villa For Forest erstmals vorstellt. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Das Museum für Quellenkultur in Klein St. Paul Ein Rundgang mit Werner Hofmeister Im Zeichen der Zeichen in den Zeichen: Materialität und Ideenwelt des Werner Hofmeister. Das Museum als Spiegel und Schmelztiegel alter Kulturen mit moderner Kunst: Wo sich Altes mit Neuem und Nahes mit Fernem vereint. „Künstler denken anderes als Forscher“, meint Werner Hofmeister. Ein ironischer Blick auf die Geschichtsschreibung, in deren Artefakte sich der Künstler selbst in ganz eigener ART einschreibt. Genau der daraus entstehende scheinbare Anachonismus macht das Museum der Quellenkultur zeitlos. Hofmeister reagiert auf historische Fundstücke und führt sie nach eigener Aussage in die Gegenwart. Interview, Text und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner In der Folge davor bzw. im ersten Teil des Interviews mit Werner Hofmeister sprechen wir ausführlich über das Zeichen Q sowie über ‚Qnst’ sowie ‚Qltur’ und besichtigen dabei den Quellenkulturpark: den Beitrag ‚Qnst’ wie Quellenkunst | Werner Hofmeister gibt es hier nachzuhören: https://cba.media/708795      
‚Qnst’ wie Quellenkunst Werner Hofmeister führt durch den Quellenkultur-Park in Klein St. Paul „Eine Quelle für Kunstinteressierte, hier wird QUELLEN-KULTUR zur Kunst“ Werner Hofmeister, bildender Künstler, Konzeptdenker und prägender Geist des Museums für Quellenkultur in Klein St. Paul im Görtschitztal, Kärnten führt durch den Quellenkultur-Park und erzählt über dort installierte Skulpturen und das Qnst-Haus. Dagmar Travner spricht mit dem Künstler an einem Qnst-Ort, der als Ganzes ein Kunstwerk darstellt – ein Museum, das sich der Quelle widmet, nicht nur im geologischen Sinn, sondern vielmehr mit allen künstlerischen Sinnen. Hofmeister bringt es auf den Punkt: „Eine Quelle für Kunstinteressierte – hier wird QUELLEN-KULTUR zur Kunst.“ Was bedeutet Quelle in einer Welt, die sich ständig verändert? Werner Hofmeister lädt ein in seine Welt der Q nst und Q ltur, geschrieben mit Q, doch ohne das U. Der Querstrich des Q mutiert zur Leerstelle des U. Genau diese ist es, die den Raum für mannigfache Deutungen eröffnet: Quelle als Quellekatalog, künstlerische Inspiration, Wasser,  Leben,  Jesus… Mitten im Quellenkultur-Park spielt das Qnst-Haus, eine luftige, aus verflochtenen Pikogrammen erbaute Kapelle, eine besondere Rolle. Dieses Qnst-Haus, das aus in Eisen gegossenen Zeichen besteht, wird zur begehbaren Idee. Dort, an jenem Ort der überbordenden Symbole, begegnen sich u.a. Urtierchen, Monstranzen, betende Hände, Raketen, Star Trek und Präastronautik. Was wie Artefakte alter Hochkulturen anmutet, sind die künstlerischen Eigen-Einschreibungen Werner Hofmeisters in archetypische Strukturen. Viel Vergnügen auf einer Reise zur Quelle künstlerischer Gedankengänge! Text, Interview und Gestaltung des Beitrags: Dagmar Travner Der folgende Beitrag führt das Interview mit Werner Hofmeister fort und beschäftigt sich ausführlicher mit dem Museum für Quellenkultur https://cba.media/710604    
Glocken, Ratschen, Klangbretter Der Glockenforscher Horst Ragusch über Kärntner Osterbräuche Wie klingt Ostern in Kärnten? Der Historiker Horst Ragusch, ehemaliger Türmer zu Klagenfurt und Experte in Sachen Kirchenglocken und Klangbrettern spricht über Kärntner Osterbräuche, die Klangwelten von Osterbräuchen, die Fleischweihe sowie die einzigartige Kärntner Osterjause mit Reindling, Selchwürsten und Osterschinken. Knisternde gesegnete Feuer, verstummte Glocken und das Rattern der Ratschen, so klingt Ostern in Kärnten. Horst Ragusch entführt uns in die akustischen Welten von Klangbrettern, Ratschen, Schellen, Glockenschalen und historischen Glocken. Kirchenglocken kamen erst im Mittelalter auf, davor bediente man sich sogenannter Klangbretter als ‚signum dare‘, erst danach übernahmen Glocken die Aufgabe als religiöse „Zeichengeber“. Im Gießen dieser historischen Glocken ist tausendjähriges Wissen enthalten. In Kärnten, wie in vielen katholisch geprägten Regionen, verstummen vor Ostern die Glocken. Laut einer Legende fliegen die Glocken (und Orgeln) nach der Gründonnerstagsmesse abends nach Rom und kehren erst zur Auferstehungsfeier in der Osternacht zurück. Derweil in Rom weiß man davon nichts. Dennoch, auch italienischen Kindern wird gerne die Gute-Nacht-Geschichte erzählt, dass die französischen oder auch die Kärntner Osterglocken nach Rom fliegen, um erst zu Ostern fröhlich und zur Freude aller Kinder wiederzukehren. Bis dahin allerdings dürfen die Kärntner Kinder mit lauten Ratschen vergnüglich Lärm machen. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner   Links zu erwähnten Beiträgen: mit Klangschalen und Monochord: „Adventstimmung mit Kristallklängen am Stadtpfarrturm zu Klagenfurt. Horst Ragusch, Türmer zu Klagenfurt lädt ein ins Turmstüberl“ https://cba.media/436970 sowie über das einzigartige Ostern in Kärnten: „Kärntner Ostern ‚Der Schinken schmeckt dann einfach besser!‘. Es erinnern und erzählen: Reinhard Kacianka, Hans Wajboda, Nora Leitgeb und Lojze Wieser“ https://cba.media/495537
Die Ingeborg-Bachmann-Kuppel Kulturelle Botschafterin Kärntens in der Europäischen Kulturhauptstadt Nova Gorica/Gorizia 2025 2021 landete die verspiegelte begehbare Skulptur von Armin Guerino samt Soundinstallation von Gerhard Fresacher erstmals – und zwar mitten in Klagenfurt neben dem Lindwurm am Neuen Platz und 2023 in Wien am Karlsplatz. Die verspiegelten drehbaren  Flächen und die mehrsprachige Soundinstallation mit Texten von Ingeborg Bachmann sind als Metapher für Reflexion, Austausch und Kommunikation zu verstehen. Diese vielschichtigen Aussagen spielen auch bei der Teilnahme an GO25! in der Kulturhauptstadt Gorizia/Nova Gorica eine wesentliche Rolle, wo die Kuppel ab Ende April 2025 zu sehen sein wird.  In diesem Beitrag sprechen die Künstler Armin Guerino, Gerhard Fresacher und Martin Gasser anlässlich der ersten Aufstellung der Ingeborg-Bachmann-Kuppel 2021 in Klagenfurt über das komplexe Kunstwerk. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Nachtwächter zu Klagenfurt Horst Ragusch über Schlitzohren, Torschlusspanik und Lindwürmer Das kommende Wochenende ist ein ganz besonderes: Da findet in Klagenfurt ab Donnerstag, den 20. bis Sonntag den 23. März 2025 das internationale Treffen der Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren statt. Im Rahmen dessen gibt es jede Menge bunter mittlelalterlicher Veranstaltungen, u.a. auch eine nächtliche Nachtwächter-Laternen-Wanderung und einen großen Umzug der Nachtwächter, Türmer und Figuren. Einen Vorgeschmack auf dieses besondere Spektakel liefert der folgende nächtliche Rundgang durch Klagenfurt mit dem Historiker Horst Ragusch, einem ehrenvollen Vertreter der Gilde der Nachtwächter und vormaligem Türmer zu Klagenfurt. Türmer, Nachtwächter und Henker waren weiland unehrenhafte Berufe. Im Mittelalter wurden Delikte über Schande oder Lächerlichmachung gestraft, wie beispielsweise durch Bäckerschupfen, Pranger, Schandmasken und angenagelte Ohren. Ragusch erzählt die Gründungslegende der Stadt sowie allerlei Spannendes über den Lindwurm, Schlitzohren, vor die Füße geworfene Knüppel und die damals durchaus berechtigte Torschlusspanik bei der allabendlichen Schließung der Stadttore. Wir begleiten den Wächter der Nacht auf dem finsteren Weg durch das mittelalterliche Klagenfurt und hören die Geschichte(n) der Stadt. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Nähere Informationen zu den einzelnen Programmpunkten des bunten mittelalterlichen Treibens von Donnerstag, den 20. bis Sonntag den 23. März 2025 findet sich auf der Webseite von Horst Ragusch auf horstraguschguide.com
Lena Freimueller spricht über die Ausstellung Science, Nescience, and the Unknowable des Künstlerduos PAYER GABRIEL in der Galerie 3 in Klagenfurt. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner  
Anna Schober über Kunst, Kultur und Politik mit besonderem Augenmerk auf den Alpen-Adria-Raum Gespräch mit Anna Schober, Professorin für Visuelle Kultur an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, zum Thema Kunst, Kultur und Politik und ihren Verflechtungen, wobei wir uns auf den Alpen-Adria Raum fokussieren. Das für diese Ausgabe gekürzte Interview wurde anlässlich des 5-jährigen Jubiläums und gleichzeitig der 100. Sendung von Arte Alpe Adria | Kultur Momente am 18. September 2024 erstmals in voller Länge ausgestrahlt und kann hier nachgehört werden: https://cba.media/676499 Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Im Nebelmonat – Von Geistern und Dämonen Hannes Etzlstorfer und Nora Leitgeb über das Gruselige in Kunst und Film Der November, früher Trauermonat, Nebelmonat oder Nebelung genannt, macht heuer seinem Namen alle Ehre, zumindest in Klagenfurt. Kein Wunder also, dass diese schaurige Jahreszeit geprägt ist von Geistererscheinungen und Gruseligem. So widmet sich Arte Alpe Adria | Kultur Momente diesmal dem Unheimlichen und Dämonischen. Zunächst erzählt der Historiker Hannes Etzlstorfer von übernatürlichen Geschehnissen im Hause Habsburg, anschließend spreche ich mit der Kunsthistorikerin Nora Leitgeb über gruselige Darstellungen von Monstern und Dämonen; dabei spannen wir den Bogen von der sakralen Kunst des Mittelalters bis hin zur Filmkunst der Gegenwart. Interview und Gestaltung des Beitrags: Dagmar Travner
Novemberpogrome Auf jüdischen Spuren durch Klagenfurt mit Horst Ragusch Horst Ragusch führt auf jüdischen Spuren durch Klagenfurt; der Historiker und Fremdenführer spricht über die jüdische Geschichte in Kärnten, die Novemberpogrome von 1938 und die Verfolgung von Juden und Andersdenkender während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Stationen des akustischen Rundganges sind u.a.: Das ehemalige jüdische Bethaus in der Platzgasse 3, nun ein Mahnmal, errichtet von der israelitischen Kultusgemeinde. Das Modegeschäft der Familie Friedländer am Neuen Platz 12, (vormals von 1938-45 Adolf-Hitler-Platz). Der Stolperstein in Andenken an Hermine Preis am Dr.-Arthur-Lemisch Platz Nr. 1, und die Geschichte(n) ihrer weitverzweigten Familie. Die sogenannte Burg in der Burggasse, die heute das MMKK, das Museum-Moderner-Kunst-Kärnten beherbergt, diente zu NS-Zeiten als Zentrale der Gestapo, der Geheimen Staatspolizei (1938–45). Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Brücken bauen und abbauen Tanja Prušnik und Gerhard Leeb zum Abbau der Installation auf der Draubrücke Lavamünd Zu Gast sind diesmal Tanja Prušnik und Gerhard Leeb zum Projekt Brücken bauen – gradimo mostove, das im Rahmen der Kärntner Landesausstellung CarinthiJA2020 von Gerhard Leeb ins Leben gerufen wurde. Auf Grund des Erfolges wurde das Projekt verlängert und einige der Brückeninstallationen von verschiedenen KünstlerInnen sind heute noch zu sehen.  Im Besonderen sprechen wir jedoch anlassbedingt über die Installation zeit.fluss.über.brücken – tok.časa.premost.iti auf der Lavamünder Draubrücke von Tanja Prušnik. Ende August dieses Jahres wurde Gerhard Leeb durch ein despektierliches Facebookposting darauf aufmerksam, dass die Installation ohne Rücksprache mit der Künstlerin abgebaut worden war. Interviews und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner  
Ohne Titel, ohne Worte… oder?  Ein Streifzug durch die Facetten Abstrakter Kunst Von schlichten Zeichnungen bis zu opulenten Gemälden reicht die Palette des Abstrakten. Es ist nicht einfach, bei abstrakter Kunst die richtigen Worte zu finden, um sie zu beschreiben  – aber vielleicht besteht ja gerade das Wesen abstrakter Werke aus dieser Wortlosigkeit, nämlich, dass sich diese der Sprache entziehen. So schwer es schon ist, eine klare Begriffsbestimmung zu finden, umso schwieriger ist das Sprechen über einzelne abstrakte Werke. Wie also benennen, was man sieht? Vielleicht eröffnet hier die Phantasie mit ihren vielfältigen Assoziationen und Metaphern einen Weg, das eigentlich sprachlich Unfassbare doch in Worte zu fassen – teilweise hilflos mit sehr witzigen Ausprägungen. „Jeder darf das sehen, was er will“, meint eine Künstlerin dazu.  In diesem Beitrag habe ich Ausschnitte aus Gesprächen mit folgenden Künstlerinnen und Künstlern zusammengestellt: Johann Wieltschnig-Holzfeind, Suse Krawagna, Arno Popotnig, Larissa Tomassetti, Andrea Bischof, Isolde Baumhackl-Oswald und Klaus Oberhammer.  Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Anmerkung: Wer im Beitragsbild (einem Ausschnitt des Werks Über/Leben von Larissa Tomassetti) einen lachenden Fisch sieht, dem hat das Gehirn das typische Schnippchen geschlagen, vermeintlich etwas zu erkennen, was so gar nicht da ist
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