DiscoverBerufsjugendlich
Berufsjugendlich
Claim Ownership

Berufsjugendlich

Author: Anna Grebe, Jendrik Peters

Subscribed: 7Played: 291
Share

Description

Ein Podcast für alle, die jugendpolitisch aktiv sind, mit jungen Menschen arbeiten und an junge Menschen glauben. Wir sind Jugendpolitiker:innen, Lobbyist:innen für die Themen junger Menschen und setzen uns dafür ein, dass diese eine Stimme bekommen und selbst erheben können.

Mit unserem Podcast wollen wir alle 14 Tage über jugendpolitische Themen sprechen.
Welche Entscheidungen stehen im Bundestag oder auch in den Ländern an?
Welche Auswirkungen hat das auf die Strukturen?
Was bewegt junge Menschen derzeit besonders?

Wir kommentieren, analysieren und diskutieren mit und ohne Gäste über nichts weniger als die Zukunft der Jugendpolitik, Jugendbeteiligung und Jugendarbeit!
56 Episodes
Reverse
In Folge 55 von Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über das derzeit wohl meistdiskutierte jugendpolitische Thema: ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, das laut aktuellem ZDF-Politbarometer von 81 Prozent der Deutschen befürwortet wird. Sie ordnen die politische Debatte ein – von internationalen Entwicklungen über parteipolitische Vorstöße bis hin zu aktuellen Initiativen auf Bundes- und EU-Ebene – und fragen, was mit einem „Verbot“ eigentlich konkret gemeint ist. Dabei geht es um Schutz vor psychischen Belastungen, Cybermobbing und Grooming, aber auch um Fragen von Selbstbestimmung, Beteiligung und digitaler Lebensrealität junger Menschen. Die beiden diskutieren, warum einfache Lösungen bei komplexen Problemen oft zu kurz greifen und welche Rolle Machtverhältnisse, Adultismus und politische Sozialisation in der Debatte spielen. Mit Stimmen aus Kinderrechten, Netzpolitik, Medienpädagogik und Medienrecht erweitern sie die Perspektive und beleuchten, warum nationale Alleingänge und reine Verbotslogiken kaum zielführend sind. Stattdessen plädieren sie für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Plattformregulierung, Medienbildung und der Stärkung analoger Räume. Außerdem werfen sie einen selbstkritischen Blick auf Jugendverbände und deren bisher zurückhaltende Positionierung zum Thema. Zum Abschluss kündigen sie eine neue Rubrik an: Ab Folge 56 heißt es „16xJugendpolitik“ – und ihr seid eingeladen, eure Perspektiven aus den Bundesländern einzubringen.
In Folge 54 von „Berufsjugendlich“ sprechen Jendrik Anna über die wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen und betonen, dass Wirtschaftspolitik immer auch Jugendpolitik ist. Zu Gast Prof. Dr. Carmela Aprea, Fabian Ernstberger und Paul Marr. Ausgangspunkt ist der „Young Economy Tracker“ der Bertelsmann Stiftung, der zeigt, dass junge Menschen Wirtschaft nicht abstrakt als Wachstum oder Kennzahlen verstehen, sondern konkret über Themen wie Miete, Einkommen, Bildung und Altersvorsorge nachdenken. Die Studie macht deutlich, dass 95 % der jungen Menschen sowohl das Leistungsprinzip als auch eine starke soziale Absicherung unterstützen und sich mehr staatliche Investitionen etwa in Bildung und Gesundheit wünschen. Gleichzeitig fühlen sich rund drei Viertel politisch nicht ausreichend berücksichtigt und fordern mehr Beteiligung an wirtschaftspolitischen Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen. Auffällig ist auch der große Wunsch nach mehr wirtschaftlicher und finanzieller Bildung sowie die klare Unterstützung europäischer Zusammenarbeit als Schlüssel zur Bewältigung wirtschaftlicher Herausforderungen. In der Nachbesprechung heben die Hosts hervor, dass junge Menschen wirtschaftliche Herausforderungen als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe begreifen und Verantwortung übernehmen wollen, ohne Solidarität infrage zu stellen. Im Jugendpolitik-Ticker thematisieren sie unter anderem den kommenden Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit, ordnen Debatten zur SGB VIII-Reform ein und sprechen über Jugendbeteiligung im Kontext möglicher deutscher Bewerbungen für Olympische Spiele. Abschließend betonen sie, dass belastbare Daten zu den wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen wichtig sind, politische Konsequenzen daraus jedoch längst überfällig sind und mehr ernsthafte Beteiligung junger Menschen erfordern.
In Folge 53 sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über die Debatte rund um „Lifestyle-Teilzeit“ und die Frage, wie Arbeitszeit, Ehrenamt und demokratisches Engagement zusammenhängen. Sie ordnen ein, warum der Begriff politisch problematisch ist, was er über aktuelle Leistungsdebatten verrät und welche Bedeutung Zeit als Ressource für junge Menschen und Demokratie hat. Anschließend geht es um die neue Jugendstudie der Allianz Foundation, die zeigt, wie sich junge Menschen engagieren, wo Hürden liegen und warum die Sehnsucht nach einem vermeintlichen „Gestern“ eher Ausdruck von Überforderung als echter Nostalgie ist. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Vorhabenplanung 2026 des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Frage, welche Rolle Jugendpolitik darin tatsächlich spielt. Diskutiert werden dabei unter anderem die geplante SGB-VIII-Reform, Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt und Demokratiebildung. Kritisch beleuchtet wird, dass Jugendarbeit, Jugendbeteiligung und mentale Gesundheit junger Menschen nur randständig vorkommen. Außerdem sprechen Anna und Jendrik über aktuelle Angriffe auf zivilgesellschaftliche Akteure und die Gefahren für eine freie, kritische Jugendverbandsarbeit. Zum Schluss teilen sie, was sie persönlich gerade bewegt, geben einen Ausblick auf ihre nächsten Termine und laden die Community zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein.
In Folge 52 des Podcasts Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe nach einer Pause über Alkoholkonsum, Drogenpolitik und Jugendarbeit – passend zum Dry January. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen reflektieren sie, warum Alkohol in Deutschland so stark mit Feiern, Zugehörigkeit und Erwachsensein verbunden ist. Sie ordnen aktuelle Zahlen ein: Der Alkoholkonsum ist bei Jugendlichen deutlich gesunken, viele junge Erwachsene trinken gar nicht mehr, während Deutschland insgesamt weiter über dem EU-Durchschnitt liegt. Alkohol bleibt für Jugendliche dennoch attraktiv durch Neugier, Gruppendruck und den Wunsch nach Rausch oder Realitätsflucht. Die Hosts betonen, dass jugendlicher Alkoholkonsum nicht moralisch verurteilt werden sollte, sondern Reflexion, gute Vorbilder und offene Gespräche braucht. Kritisch schauen sie auf Alkoholkultur in Jugendverbänden, wo Rituale, Vorbildfunktionen und Verantwortung von Jugendleiter*innen eine große Rolle spielen. Jugendschutz sei wichtig, reiche aber allein nicht aus – entscheidend seien sichere Räume, Beziehung und Mitverantwortung statt Kontrolle. Im Jugendpolitik-Ticker kritisieren sie den CSU-Vorschlag, das Jugendstrafrecht auf 12-Jährige auszuweiten, als symbolische Sicherheitspolitik ohne Ursachenbekämpfung. Positiv bewerten sie die Initiative für einen grünen Jugendbeirat im Bundestag, der junge Perspektiven systematisch einbinden soll. Zum Schluss geben sie einen Ausblick auf kommende Termine, die nächste Folge Anfang Februar und laden zur neuen WhatsApp-Community des Podcasts ein.
In Folge 51 von „Berufsjugendlich“ blicken Anna und Jendrik in persönlicher Face-to-Face-Atmosphäre auf ein bewegtes Jahr zurück und bedanken sich für Glückwünsche und Grüße zur Jubiläumsfolge, inklusive eines nachgereichten Audiogrußes vom Podcast „Tauziehen“. Im Rückblick berichten sie von eigenen Highlights wie dem DJHT, dem Adventsempfang im evangelischen Büro, Treffen mit der JU NRW und Annas Interview mit Ministerin Prien. Jugendpolitisch war 2025 geprägt von Lichtblicken, etwa einer stärkeren Sichtbarkeit von Jugendthemen und solidarischen Aktionen der Jugendverbände, aber auch von großen Enttäuschungen wie der allgegenwärtigen Neutralitätsdebatte. Besonders kritisch sehen sie die fehlende Beteiligung junger Menschen an zentralen Debatten wie dem Wehrdienst sowie den generellen Mangel an echter Jugendbeteiligung. Positiv überrascht hat sie, wie viele Verbände trotz Gegenwind Haltung gezeigt und sich gegenseitig unterstützt haben. Ihr zentrales Learning: Alle reden über Jugendpolitik, ohne sie so zu nennen – doch wenn es darauf ankommt, sind mehr Verbündete da als erwartet. Mit Blick auf 2026 erwarten sie gesellschaftlich weitere politische Polarisierung und jugendpolitisch Rückschritte bei Kinderrechten, verbunden mit neuen Konflikten rund um Wehrdienst, Freiwilligendienste und Ganztag. Persönlich wünschen sie sich für das kommende Jahr mehr Hoffnung, weniger Panik und nehmen sich vor, unbequem zu bleiben, bevor sie sich in die Weihnachtspause verabschieden und am 19. Januar 2026 mit Folge 52 zurückkehren.
Folge 50 von Berufsjugendlich ist etwas ganz Besonderes: Zwei Jahre Podcast, 24 Monate jugendpolitische Gespräche und inzwischen 50 Folgen voller Herzblut, Ehrenamt und Haltung. Nach einem kurzen Impro-Teil und Jendriks Song sagen wir Danke für euren Support, Spotify-Jahresrückblicke, Platzierungen in euren Playlists und ganz besonders für die vielen Audio-Geburtstagskarten, die wir über die Folge verteilt einspielen. Wir blicken darauf zurück, was seit der letzten Folge bei uns los war – von Annas Highlight bei der Enquete in Mecklenburg-Vorpommern bis zu Jendriks Reise-Marathon zwischen Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Oberlübbe. Dann wird es persönlich: Wir teilen unsere ganz eigenen Top-5-Momente aus 50 Folgen, von prägendem postmigrantischem Engagement über Jugendwahlprogramme, Wohnungslosigkeit und Wehrdienstdebatten bis zum allerersten Aufnahmetag im Unperfekthaus. Zwischendurch hört ihr viele bekannte Stimmen aus zwei Jahren Berufsjugendlich, die uns gratulieren und begleiten. Außerdem erzählen wir, wie eigentlich eine Folge entsteht – vom spontanen Themenfindungsprozess über Google Docs, WhatsApp und Wochenendaufnahmen bis zur Technik, zum Schnitt und zu Social Media. Wir sprechen offen darüber, was sich verändert hat: mehr Vorbereitung, mehr Wahrnehmung, aber auch mehr Erwartungen an einen Podcast, der weiterhin komplett ehrenamtlich bleibt. Natürlich darf auch ein Jugendpolitik-Ticker nicht fehlen, mit Einordnungen zum Wehrdienstgesetz, zu Schulstreiks, zur aktuellen COPSY-Studie und zum Renten-Paket aus Sicht der jungen Generation. Dabei wird klar, wie häufig jugendpolitische Entscheidungen ohne echte Beteiligung junger Menschen getroffen werden. Zum Schluss teilen wir einen kurzen Ausblick auf die nächsten Wochen, sprechen über Erschöpfung, Vorfreude und das Jahresfinale. Die nächste – und letzte – Folge in diesem Jahr erscheint am 22. Dezember und wird eine Live-Aufnahme sein – perfekt für alle, die an Weihnachten mal kurz raus wollen.
In Folge 49 sprechen Anna und Jendrik über zwei intensive Wochen voller Jugendpolitik und persönlicher Highlights, darunter Annas Live-Podcast beim Tag der Medienkompetenz und Jendriks Termine beim Landesjugendring NRW. Zentrales Thema ist der neue Entwurf zum Wehrdienstgesetz, über den sie mit Daniela Broda vom Deutschen Bundesjugendring sprechen, die bei der Anhörung im Verteidigungsausschuss geladen war. Sie ordnet ein, wie wenig die Perspektive junger Menschen in den politischen Entscheidungen bisher berücksichtigt wurde und welche Unterschiede es zwischen öffentlicher, politischer und jugendverbandlicher Debatte gibt. Gleichzeitig steht ein Austausch des DBJR mit Verteidigungsminister Pistorius an, dessen Sinnhaftigkeit angesichts der aktuellen Entwicklungen diskutiert wird. Die Hosts beleuchten außerdem die zwei verschiedenen Protestbündnisse, die Anfang Dezember zu Demonstrationen und Schulstreiks aufrufen, und erklären deren Hintergründe und politische Einordnung. Im Jugendpolitik-News-Ticker geht es um die neue Kinderbeauftragte der Bundesregierung, die Frage nach Kinderrechten im Grundgesetz, zusätzliche Mittel für Freiwilligendienste und den Kinder- und Jugendplan sowie die Veröffentlichung der JIM-Studie 2025. Beide reflektieren ihre kommenden Termine in Berlin, Hamburg und verschiedenen Diskussionsformaten. Zum Schluss kündigen sie die Jubiläumsfolge 50 an und rufen die Hörer*innen dazu auf, Grüße, Wünsche und Sprachnachrichten einzuschicken. Die Folge endet mit einem „Bis zum 8. Dezember“ und der Vorfreude auf das gemeinsame Feiern ihres Podcast-Meilensteins.
In Folge 48 sprechen Anna und Jendrik über die größte Jugendbewegung der Welt: die Pfadfinder:innen. Sie zeigen, wie Pfadfinden Menschen in über 170 Ländern verbindet – mit Lagerfeuer, Halstuch, Gemeinschaft und gelebtem Engagement. Im Interview erklärt Chrissy Pollithy vom World Scout Committee, wie die weltweite Organisation funktioniert und warum „Value Volunteering“ mehr ist als nur Ehrenamt. Außerdem geht es um die Frage, ob Pfadfinden politisch ist, und um Themen wie Queerness, Inklusion und Vielfalt. Hörerinnen erzählen, was Pfadfinden für sie bedeutet, und Anna und Jendrik berichten von aktuellen Projekten zu Antirassismus, Kindesschutz und Medienkompetenz. Eine inspirierende Folge über gelebte Werte, globale Vernetzung und Engagement mit Zukunft.
In der 47. Folge von Berufsjugendlich melden sich Anna aus Verona, wo sie gerade durch Italien reist, und Jendrik aus dem Ruhrgebiet. Schwerpunkt der Episode ist aus aktuellem Anlass erneut die Debatte um das Wehrdienstgesetz, das seit August 2025 für Streit sorgt. Der Entwurf sieht vor, dass alle 18-jährigen Männer einen Fragebogen zur Wehrdienstbereitschaft ausfüllen müssen, während Frauen freiwillig teilnehmen können. Geplant war eine erste Lesung im Bundestag, die aber wegen Konflikten zwischen SPD und CDU/CSU verschoben wurde, insbesondere wegen der Diskussion um ein mögliches Losverfahren. Dieses orientiert sich am dänischen Modell, wird aber in Deutschland von vielen als ungerecht wahrgenommen. Patrick Sensburg, Präsident des Reservistenverbands, hält trotz erwarteter Freiwilliger die Rückkehr zur Wehrpflicht für notwendig und spricht nüchtern über hohe Verluste im Kriegsfall, was Jendrik betroffen kommentiert. In den sozialen Medien lösten Memes, die das Losverfahren mit „Die Tribute von Panem“ vergleichen, eine breite Debatte aus – Anna warnt jedoch vor dieser Gleichsetzung von Demokratie mit Diktatur. Kritisiert wird zudem, dass junge Menschen in der politischen Diskussion kaum ernsthaft beteiligt werden, auch wenn einzelne Vertreter*innen wie Quentin Gärtner oder der DBJR gehört werden. Umfragen zeigen eine deutliche Zustimmung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht vor allem bei älteren Befragten, während Jüngere skeptischer sind. Am Ende bleibt die Frage, ob es der Politik wirklich um die Interessen junger Menschen geht oder ob es sich eher um symbolische Beteiligung handelt. Natürlich hört ihr auch wieder die Schlusskurve.
In Folge 46 von „Berufsjugendlich“ berichten Anna und Jendrik zunächst von ihren letzten Wochen, die geprägt waren von Terminen im Landtag NRW, Fachtagen, Keynotes, Podcastauftritten und privaten wie beruflichen Ereignissen. Gast der Folge ist Daniel Seiler vom Jugendleiter-Blog, der seine aktuelle Umfrage zur Jugendarbeit vorstellt, eine Kooperation mit Berufsjugendlich. Die Ergebnisse zeigen bekannte Herausforderungen: Nachwuchsprobleme, geringe Partizipation von Kindern und Jugendlichen, Frustration durch Bürokratie und fehlende Anerkennung sowie Zukunftsängste im Ehrenamt. Besonders auffällig ist der große Wunsch nach Weiterbildung in den Bereichen Mental Health, Resilienz und Kinderschutz. Überraschend war, dass Nachhaltigkeit und Klimathemen kaum noch eine Rolle spielen, während die Forderung nach struktureller und finanzieller Absicherung der Jugendarbeit stark zunimmt. Die Diskussion verdeutlicht den Widerspruch zwischen politischer Rhetorik zur Demokratieförderung und der geringen Mitbestimmung, die Jugendliche tatsächlich erleben. Im Anschluss geben Anna und Jendrik zahlreiche Podcastempfehlungen, von „Camptalk“ über „Eierlikör und Jugendhilfe“ bis hin zu „Vereinnahmt: zwischen Ehrenamt und Extremismus“. Dabei betonen sie, wie wichtig Bewertungen und Rezensionen sind, um „Berufsjugendlich“ sichtbarer zu machen und unabhängig fortzuführen. In der Schlusskurve berichten sie von ihren kommenden Terminen: Jendrik leitet einen Kurs in Wuppertal und fährt nach Schwerin, während Anna sich in den Urlaub verabschiedet. Die nächste Folge erscheint am 27. Oktober 2025.
In Folge 45 gestehen Anna und Jendrik gleich zu Beginn, dass es diesmal kein festes Thema gibt, sondern viele aktuelle jugendpolitische Baustellen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Jugend-Check, der Gesetze auf ihre Auswirkungen für junge Menschen prüft, aber kein Beteiligungsinstrument darstellt. Sie diskutieren, warum der Jugend-Check trotz seines zehnjährigen Bestehens so unbekannt ist und oft fälschlich als Jugendbeteiligung dargestellt wird. Jendrik bringt zudem das Thema Künstliche Intelligenz ein, das auch die Jugendarbeit verändert – von niedrigschwelligen Info-Bots bis hin zu Förderanträgen. Beide sehen darin Chancen, aber auch Risiken, etwa wenn Jugendliche ChatGPT bei sensiblen Fragen mehr vertrauen als Fachkräften. Ein weiteres Thema ist die Recherche „Brandmauer Schule“ des ZDF Magazin Royale über AfD-Angriffe auf Lehrkräfte und die Neutralitätspflicht an Schulen. Dazu passt die bevorstehende Landtagsanhörung in NRW, bei der Jugendverbände klarstellen wollen, dass sie nicht zur Neutralität verpflichtet sind, sondern für Demokratie eintreten. Zum 35. Geburtstag des SGB VIII gibt es außerdem ein Interview mit Reinhard Wiesner, dem „Vater“ des Gesetzes, der die Bedeutung der Jugendhilfe hervorhebt. Zum Abschluss blicken sie auf ihre kommenden Termine und kündigen die nächste Folge für den 13. Oktober an.
In Folge 44 sprechen Anna und Jendrik über die Bedeutung und Strukturen kommunaler Jugendpolitik, passend zur zeitgleich stattfindenden Kommunalwahl in NRW. Nach einem persönlichen Einstieg berichten beide zunächst von ihren aktuellen Projekten und politischen Aktivitäten. Sie erklären, dass Jugendpolitik die Lebenslagen junger Menschen in den Blick nimmt und dass Kommunen durch ihre Selbstverwaltung einen großen Gestaltungsspielraum haben. Konkret reicht das von Freizeitangeboten wie Skateparks über sichere Busverbindungen bis hin zur Schulträgerschaft. Anna und Jendrik teilen persönliche Erfahrungen, wie sie erstmals mit Kommunalpolitik in Berührung kamen und warum dieses Politikfeld für sie so wichtig geworden ist. Besonders betonen sie die Rolle des Jugendhilfeausschusses, der zwar theoretisch zentrale Entscheidungen für junge Menschen treffen kann, in der Praxis aber oft unterschätzt wird. Ebenso diskutieren sie verschiedene Formen von Jugendbeteiligung, von Jugendverbänden über Jugendringe bis hin zu Kinder- und Jugendparlamenten. Dabei kritisieren sie unnötige Machtkämpfe zwischen verschiedenen Akteursgruppen, die am Ende die Interessenvertretung schwächen. Anna hebt hervor, dass kommunale Jugendpolitik ein enormes Potenzial hat, wenn sie ernst genommen und vielfältig gestaltet wird. Gleichzeitig warnen beide, dass Wahlergebnisse direkte Auswirkungen auf Jugendförderung und Beteiligung haben, insbesondere wenn antidemokratische Kräfte stärker werden. Abschließend verweisen sie auf ihre kommenden Termine und ermutigen die Zuhörenden, kommunale Politik als den zentralen Ort gelebter Demokratie zu begreifen. Eine erste Reaktion auf die Wahlergebnisse in NRW gibt es auch schon.
In Folge 43 sprechen Anna und Jendrik zunächst kurz über ihre letzten Termine, von Gamescom bis Zillertal und Kommunalwahl. Eigentlich sollte es um kommunale Jugendpolitik gehen, doch der neue Gesetzentwurf zum Wehrdienst drängt sich in den Vordergrund. Geplant ist ein zunächst freiwilliger Dienst ab 18, mit attraktiven Anreizen wie 2.000 Euro netto, Bahnfahrten oder Führerschein – später soll eine verpflichtende Musterung folgen. Bei Freiwilligenmangel wäre auch eine Einberufung möglich. Anna und Jendrik kritisieren, dass diese Debatte ohne junge Menschen geführt wird und deren Sorgen, etwa die Angst vor Krieg, ignoriert werden. Sie betonen, dass Zwangsdienste Selbstbestimmung einschränken und nicht automatisch gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Gleichzeitig verweisen sie auf die schwierige Lage von Freiwilligendiensten, Jugendarbeit und Care-Berufen, die stärker unterstützt werden müssten. Klar ist für beide: kein Pflichtdienst, aber eine ehrliche sicherheitspolitische Debatte. Außerdem stellen sie eine Umfrage zur Situation von Jugendleiter\*innen vor. Zum Schluss blicken sie auf ihre anstehenden Termine – bis zur nächsten Folge am 15. September.
In Folge 42 des Podcasts melden sich Anna und Jendrik aus der Sommerpause zurück und berichten kurz von ihren letzten Wochen. Danach steigen sie in das Thema Kinderschutz ein, das im Kontext von Jugendverbandsarbeit eine besonders wichtige Rolle spielt. Sie machen deutlich, dass sexualisierte Gewalt ein massives gesellschaftliches Problem ist, das auch Jugendverbände betrifft. Dabei betonen sie die Verantwortung von Verbänden und insbesondere die Rolle der Kirchen, die in der Vergangenheit vielfach Täter geschützt und Betroffene im Stich gelassen haben. Zu Gast ist Kerstin Möller, Fachkraft für Kinderschutz im CVJM-Westbund, die erklärt, wie Prävention und Aufarbeitung in Jugendverbänden aussehen können. Im Gespräch geht es um Risiken für Missbrauch, gesetzliche Vorgaben, Schutzkonzepte und die Rolle der Politik. Besonders hervorgehoben wird, dass Schutzkonzepte mit Jugendlichen gemeinsam entwickelt werden müssen und dass sie Ressourcen und Anerkennung brauchen. Auch Machtstrukturen, Geschlechterrollen und die politische Dimension von Kinderschutz werden kritisch beleuchtet. Am Ende betonen Anna und Jendrik, dass das Thema komplex bleibt und weitere Folgen dazu geplant sind. In der Schlussrunde berichten beide von ihren nächsten Terminen und kündigen die kommende Folge zu Kommunalwahlen und Jugendpolitik in NRW an.
In Folge 41 des Podcasts werfen Anna und Jendrik zunächst einen Blick auf die vergangenen Wochen voller Termine, Veranstaltungen und persönlicher Highlights – darunter ein Konzert, politische Gremienarbeit und ein Fachgespräch zum Thema Kinderschutz in extremistischen Familien. Im Mittelpunkt der Folge steht jedoch das Thema „Spielen“, das auf den ersten Blick nicht jugendpolitisch wirkt, aber eine enorme Bedeutung für die Jugendarbeit und die Entwicklung junger Menschen hat. Anna erzählt von ihrer eigenen Beziehung zum Spielen: kreativ und begeistert bei Rollenspielen und Theater, aber weniger begeistert von klassischen Brettspielen in der Familie. Gemeinsam reflektieren die beiden über die vielfältigen positiven Effekte des Spielens auf das Gehirn, die sozialen Fähigkeiten und das Gemeinschaftsgefühl – nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Dabei wird deutlich, wie wichtig Spielen in der Jugendarbeit ist, etwa durch Kooperations- oder Rollenspiele, die Selbstbewusstsein und Zusammenhalt fördern. Gleichzeitig kritisieren sie, dass Spielräume in unserem Alltag zunehmend verschwinden, obwohl das Recht auf Spiel in der UN-Kinderrechtskonvention verankert ist. Auch digitale Spiele werden verteidigt – sie seien keineswegs wertlos, sondern bergen großes Potenzial für Entwicklung und Teilhabe. In einem persönlichen Highlight stellen die beiden ihre Top 5 der liebsten Spiele und Lagertage aus Freizeiten vor, ergänzt durch zahlreiche Hörer*innen-Nachrichten – und schließen mit einem Appell zur Unterstützung des vom Unwetter zerstörten Zeltplatzes Heiligensee sowie dem Hinweis auf eine vierwöchige Sommerpause.
In Folge 40 von „Berufsjugendlich“ geht es um das besondere Gefühl des letzten Schultags und den Beginn der Sommerferien. Anna und Jendrik teilen persönliche Erinnerungen an Zeltlager und Freizeitfahrten, stellen aber fest, dass sich Ferienrealitäten für Kinder und Jugendliche heute verändert haben. Schule ist für viele ein Schutzraum, Ferienbetreuung oft nicht gesichert. Ferienangebote der Jugendarbeit spielen dabei eine wichtige Rolle – nicht nur für Teilhabe, sondern bald auch im Rahmen des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung. Dieser Anspruch gilt ab 2026 auch in den Ferien. Im Interview erklärt Prof. Dr. Ivo Züchner, wie sich Ferienangebote historisch entwickelt haben und wen sie heute erreichen. Besonders im Fokus: die Frage, ob und wie Jugendarbeit rechtsanspruchserfüllend wirken kann. Der aktuelle Gesetzentwurf aus Niedersachsen könnte die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Kommunen stärken. Chancen und Herausforderungen dieser Entwicklung werden kritisch beleuchtet. Zum Schluss rufen Anna und Jendrik dazu auf, sich mit Audio-Postkarten an der nächsten Folge zu beteiligen.
In Folge 39 sprechen Anna und Jendrik über aktuelle jugendpolitische Themen und persönliche Highlights – von Jendriks Wiederwahl im AEJ-NRW-Vorstand bis zum Kampagnenstart „Ohne dich wird’s nix“. Sie greifen die Kritik an der letzten Folge auf, insbesondere zur Empfehlung des Films „Im Prinzip Familie“, und beziehen sich dabei auf die Stellungnahme von Careleaver e.V. Beide betonen, wie wichtig ihnen ein sensibler und differenzierter Umgang mit Themen der Kinder- und Jugendhilfe ist. Zudem freuen sie sich über das positive Feedback auf NRWision, wo ihr Podcast für seine Verständlichkeit und sympathische Atmosphäre gelobt wurde. Im Zentrum der Folge steht die Frage, wie Jugendarbeit junge Menschen heute noch wirksam erreichen kann. Anna und Jendrik diskutieren Hürden bei Großveranstaltungen, den Zugang zu Ferienangeboten, digitale No-Show-Phänomene und den steigenden Leistungsdruck auf Jugendliche. Sie stellen in Frage, ob Promis oder Influencer tatsächlich Beteiligung fördern – oder ob das Problem tiefer liegt. Auch die Rolle von Schule und gesellschaftlichen Erwartungen rückt in den Fokus: Was kann Jugendarbeit leisten – und wo stößt sie an ihre Grenzen? Zum Abschluss berichten Anna und Jendrik von vollen Terminkalendern, neuen Druckern und sommerlichen Events – bevor am 7. Juli die nächste Folge erscheint.
In Folge 38 von Berufsjugendlich dreht sich alles um das Thema Familie – genauer gesagt um junge Menschen, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, sondern in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leben. Gemeinsam mit Aike Schäfer, pädagogischer Fachkraft, und Zaid, der selbst in einer Wohngruppe lebt und sich im Kinder- und Jugendrat von SOS Kinderdorf engagiert, sprechen Anna und Jendrik über Alltag, Herausforderungen und Beteiligung in Wohngruppen. Ausgangspunkt ist der neue Dokumentarfilm „Im Prinzip Familie“, der den Alltag in einer brandenburgischen Einrichtung zeigt und fragt, was Familie eigentlich bedeutet – und wer das bestimmt. In der Folge geht es um die Realität vieler junger Menschen, die oft übersehen werden, um politische Verantwortung und um die Frage, wie Beteiligung auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist. Zaid stellt außerdem eine neue Petition vor, die fordert, dass Jugendliche eigenständig über eine Psychotherapie entscheiden dürfen – ein wichtiges Thema, besonders für junge Menschen in stationären Einrichtungen. Wie immer berichten Anna und Jendrik auch von ihren letzten Wochen: Klausurtag, Fachtag, Wahl, Filmfestival, JugendPolitikTage – und ein bisschen Sommersehnsucht. Die nächste Folge erscheint am 23. Juni 2025 und beschäftigt sich mit der Frage: Wie erreicht man junge Menschen wirklich?
In Folge 37 sprechen Anna und Jendrik über ihre Eindrücke der letzten Wochen, die stark vom Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) geprägt waren. Jendrik berichtet von der Einführung neuer Mitarbeitender und dem Wiedereinstieg nach einer kurzen Pause, während Anna krank war, aber dennoch aktiv an einem Fachtag in Wuppertal teilgenommen und sich über die rechtliche Auseinandersetzung mit der AfD gewundert hat. Beide waren vom DJHT beeindruckt – einem riesigen Fachkongress, der alle Bereiche der Jugendhilfe zusammenbringt und bei dem über 30.000 Menschen teilnahmen. Besonders begeistert haben sie die vielen Begegnungen, der fachliche Austausch und die klare Haltung pro Demokratie und Teilhabe. Gleichzeitig war das Programm unübersichtlich, was spontane Entscheidungen und Orientierung erschwerte. Ein Highlight war die Erwähnung der „SGB VIII-Ultras“ in einem offiziellen Bilderbuch der AGJ. Im zweiten Teil der Folge geht es um autonome Jugendorte wie die Alte Spitzenfabrik in Grimma, die trotz fehlender öffentlicher Förderung Großes leisten. Außerdem sprechen sie über die aktuelle Jugendstudie „Jugend in Deutschland“, mentale Gesundheit, finanzielle Unsicherheit und darüber, wie junge Menschen trotz vieler Herausforderungen positiv in die Zukunft blicken. Zu Gast ist Kilian Hampel, Autor und Sozialforscher.
In Folge 36 des Podcasts sprechen Anna und Jendrik über ihre aktuellen Aktivitäten, darunter die KiJuPa-Akademie, den Kirchentag, Workshops gegen Rechts und das Event „Youth 4 Peace“. Zentrales Thema ist die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch durch den Verfassungsschutz und die Folgen für die Jugendarbeit, insbesondere im Hinblick auf Abgrenzung, Schutzkonzepte und politische Positionierung. Die neue Bundesjugendministerin Karin Prien und ihr Leitungsteam im neugeschaffenen Superministerium BMBFSFJ werden vorgestellt – mit Chancen und Sorgen bezüglich der Rolle der Kinder- und Jugendhilfe. Zwei neue Bundestagsabgeordnete schildern ihre Eindrücke vom Einstieg in die parlamentarische Arbeit. Die Hosts betonen die Bedeutung, rechtsextremen Tendenzen aktiv entgegenzutreten und appellieren an Jugendverbände, klare Haltungen in ihren Satzungen zu verankern. Karin Priens erster Auftritt beim „Youth 4 Peace“-Event wird als positives Signal gewertet. Abschließend blicken Anna und Jendrik auf den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig, bei dem sie aktiv vertreten sein werden.
loading
Comments 
loading