Discover
Im Gespräch
144 Episodes
Reverse
Thomas Schäfer-Elmayer, Inhaber der Tanzschule Elmayer in Wien, ist eine österreichische Institution. 1946 geboren und zunächst erfolgreicher Industriemanager, übernahm der studierte Ökonom Mitte der 1980er-Jahre die renommierte Tanzschule Elmayer in der Wiener Innenstadt. Seit Jahrzehnten unterweist Thomas Schäfer-Elmayer Elevinnen und Eleven nun schon in der Kunst des Linkswalzers und des formvollendeten Handkusses. Viele Jahre lang zeichnete er für die Eröffnungs-Choreographie des Wiener Opernballs verantwortlich. Und auch die Eröffnung des „Life-Ball“ vor dem Wiener Rathaus lag viele Jahre in seinen Händen. Thomas Schäfer-Elmayer ist auch so etwas wie Österreichs Benimm-Papst. Er hält Seminare zum Thema „Etikette“ ab und hat mehrere Ratgeber zum Thema „Gutes Benehmen“ publiziert. Am 4. Februar feiert Thomas Schäfer-Elmayer seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass wiederholen wir ein Gespräch, das Günter Kaindlstorfer im Dezember 2014 mit ihm geführt hat.
Im Dezember 1984 nahm der damals 25-jährige Physiker Christian Rakos an der Besetzung der Stopfenreuther Au teil, die erfolgreich den Bau des Donaukraftwerks Hainburg verhinderte. Seit damals lässt ihn die Frage nicht mehr los, wie der steigende Energiebedarf der Menschen umwelt- und klimaschonend gedeckt werden kann. Der promovierte Physiker und Experte für Bioenergie ist seit 2020 Präsident der World Bioenergy Association mit Sitz in Stockholm. Er berät Regierungen, Unternehmen, politische Entscheidungsträger, Verbände und Nichtregierungsorganisationen wie die Energiewende in Richtung Dekarbonisierung voranzutreiben wäre. Christian Rakos ist auf allen Kontinenten unterwegs, wobei er große Chancen vor allem in China, in Indien und auch im subsaharischen Afrika sieht. Andreas Obrecht spricht mit ihm über seine Projekte, davon, wie er trotz verfehlter Klimaziele zuversichtlich bleibt und über Klimapolitik.
So gut wie jede Frau, die im Internet unterwegs ist, erlebt Momente des Hasses. Vor allem von Männern. Die deutsche feministische Aktivistin Kristina Lunz wurde schon mehrfach in ihrem Leben Opfer von Online-Gewalt. Etwa als sie 2014 eine erfolgreiche Kampagne gegen die sexualisierte Darstellung von Frauen in der „Bild“ startete. Und zuletzt 2025 nach einer Pressekonferenz zum Thema „Femizide und Abtreibungen“. Der Hass im Netz bewog Lunz, die 1989 geboren wurde und sich nach ihrem Studium der Diplomatie, u.a. in Oxford, auf feministische Außenpolitik spezialisiert hat, zu einem einschneidenden Schnitt: Sie zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und schloss ihr Herzensprojekt, die gemeinnützige Forschungs- und Beratungseinrichtung, das „Center for feminist foreign policy“ in Berlin. Mari Lang hat mit Kristina Lunz darüber gesprochen, warum das Internet vor allem für Frauen ein gefährlicher Ort ist und warum es gerade heute in der Außenpolitik einen feministischen Blick braucht.
Marco Wanda wurde als Gründer, Sänger und Songwriter der Wiener Rock'n Roll-Band Wanda berühmt. Ab 2015 hat die Band mit ihren ersten beiden Alben Amore und Bussi und Hits wie Bologna, Bussi Baby oder Colombo einen riesigen Hype im gesamten deutschen Sprachraum ausgelöst. Der deutsche Musikexpress nannte Wanda „die vielleicht letzte wichtige Rock’n Roll-Band unserer Generation“. Kein Ensemble und kein Künstler wurde in der Geschichte des österreichischen Musikpreises Amadeus häufiger ausgezeichnet. Marco Wanda heißt eigentlich Michael Marco Fitzthum und wurde 1987 in Wien geboren. An der Universität für Angewandte Kunst studierte er bei Robert Schindel Sprachkunst. Im August 2025 erschien bei Zsolnay sein erstes Buch. "Dass es uns überhaupt gegeben hat" ist eine literarisch ambitionierte Wanda-Biografie und ein sehr offener Bericht von Rausch und Ruhm, von Freundschaft, Krisen und Tod. Darüber, über die Musikindustrie, „me too“ undPolitik hat Armin Wolf mit Marco Wanda gesprochen.
Marco Wanda wurde als Gründer, Sänger und Songwriter der Wiener Rock'n Roll-Band Wanda berühmt. Ab 2015 hat die Band mit ihren ersten beiden Alben Amore und Bussi und Hits wie Bologna, Bussi Baby oder Colombo einen riesigen Hype im gesamten deutschen Sprachraum ausgelöst. Der deutsche Musikexpress nannte Wanda „die vielleicht letzte wichtige Rock’n Roll-Band unserer Generation“. Kein Ensemble und kein Künstler wurde in der Geschichte des österreichischen Musikpreises Amadeus häufiger ausgezeichnet. Marco Wanda heißt eigentlich Michael Marco Fitzthum und wurde 1987 in Wien geboren. An der Universität für Angewandte Kunst studierte er bei Robert Schindel Sprachkunst. Im August 2025 erschien bei Zsolnay sein erstes Buch. "Dass es uns überhaupt gegeben hat" ist eine literarisch ambitionierte Wanda-Biografie und ein sehr offener Bericht von Rausch und Ruhm, von Freundschaft, Krisen und Tod. Darüber, über die Musikindustrie, „me too“ undPolitik hat Armin Wolf mit Marco Wanda gesprochen.
"Wir hören, was wir fühlen" ist Bernhard Pörksen überzeugt, nachdem er sich ein Jahrzehnt lang wissenschaftlich und persönlich damit beschäftigt hat, was "gutes Zuhören" eigentlich ausmacht. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, sondern, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt und offener. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" sezierte er die verbreitete Medienmüdigkeit und beschrieb, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit. Gleichzeitig wuchs sein Interesse am Zuhören, denn, so argumentiert er im Gespräch mit Birgit Dalheimer, wirklich Zuhören ist gelebte Demokratie im Kleinen, sowie Anerkennung und Akzeptanz von Verschiedenheit.
"Wir hören, was wir fühlen" ist Bernhard Pörksen überzeugt, nachdem er sich ein Jahrzehnt lang wissenschaftlich und persönlich damit beschäftigt hat, was "gutes Zuhören" eigentlich ausmacht. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, sondern, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt und offener. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" sezierte er die verbreitete Medienmüdigkeit und beschrieb, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit. Gleichzeitig wuchs sein Interesse am Zuhören, denn, so argumentiert er im Gespräch mit Birgit Dalheimer, wirklich Zuhören ist gelebte Demokratie im Kleinen, sowie Anerkennung und Akzeptanz von Verschiedenheit.
Yoko Tawada beschreibt die Welt so, wie sie aussähe, könnte man gleichzeitig träumen und hellwach sein. Wer sich in eines von Tawadas Büchern begibt, begibt sich in eine Welt, in der alles möglich ist: Da wird eine Liebesgeschichte aus der Perspektive von Gegenständen erzählt; eine Frau verwandelt sich in ein Schuppentier, reist durch Traumsequenzen und verliert ihre Zunge; oder drei Eisbären aus drei Generationen erzählen ihre Geschichte von Emigration und Wanderschaft, der berühmteste von ihnen der Berliner Zoobär Knut. Mit viel Humor und genauem Blick, leichtfüßig kommen Tawadas Erzählungen, Romane, Gedichte, Hörspiele oder Theaterstücke daher, und behandeln doch gewichtige Themen wie Fremdheit, Identität, Sprache oder die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Yoko Tawada, geboren 1960 in Tokyo, reiste in jungen Jahren mit der Transsibirischen Eisbahn nach Europa und blieb. Erst in Hamburg, dann in Berlin. Dort hat sie Judith Brandner, selbst Japanologin, zum Gespräch getroffen
"Uns mit vergangenen Gesellschaften zu beschäftigen, ist der einzige Weg, sinnvoll in die Zukunft zu blicken", meint Barbara Horejs. Seit vielen Jahren erforscht die Archäologin die jungsteinzeitliche Revolution: In der Jungsteinzeit begannen die Menschen, sesshaft zu werden und Landwirtschaft zu betreiben und bald auch Metalle, Kupfer, Bronze und Eisen zu verarbeiten. Die sesshafte Lebensweise breitete sich in Europa vom "fruchtbaren Halbmond" kommend entlang der "Balkanroute" aus - in der Archäologie ein alter Begriff. Über die Migrationsbewegungen der Vergangenheit kam viel der Zivilisation, wie wir sie heute kennen, nach Europa. Barbara Horeis studierte Archäologie in Wien, Athen und Berlin, seit 2021 ist sie wissenschaftliche Direktorin des archäologischen Instituts der ÖAW. Ihre Grabungsarbeiten führen sie im Lauf der Jahre vom Iran, Irak, über die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Griechenland bis auf den Balkan.
"Uns mit vergangenen Gesellschaften zu beschäftigen, ist der einzige Weg, sinnvoll in die Zukunft zu blicken", meint Barbara Horejs. Seit vielen Jahren erforscht die Archäologin die jungsteinzeitliche Revolution: In der Jungsteinzeit begannen die Menschen, sesshaft zu werden und Landwirtschaft zu betreiben und bald auch Metalle, Kupfer, Bronze und Eisen zu verarbeiten. Die sesshafte Lebensweise breitete sich in Europa vom "fruchtbaren Halbmond" kommend entlang der "Balkanroute" aus - in der Archäologie ein alter Begriff. Über die Migrationsbewegungen der Vergangenheit kam viel der Zivilisation, wie wir sie heute kennen, nach Europa. Barbara Horeis studierte Archäologie in Wien, Athen und Berlin, seit 2021 ist sie wissenschaftliche Direktorin des archäologischen Instituts der ÖAW. Ihre Grabungsarbeiten führen sie im Lauf der Jahre vom Iran, Irak, über die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Griechenland bis auf den Balkan.
„Der Iran ist am Boden, aber er ist nicht außer Gefecht.“ Das sagt Ali Vaez, Senior Berater und Iran-Projektleiter der International Crisis Group. Ali Vaez wurde im Iran geboren, wenige Jahre nach der Islamischen Revolution. Er hat im Westen Technik und Atomphysik, später internationale Beziehungen studiert. Vaez war maßgeblich an der Brückenbildung zwischen dem Iran und vor allem den USA im Rahmen des Atomabkommens aus dem Jahr 2015 beteiligt. Ali Vaez lebt in der Schweiz, arbeitet als Iran-Projektleiter in der International Crisis Group. Vaez hält es für wahrscheinlich, dass der Krieg zwischen Israel und den USA auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen Seite, in Bälde wieder aufflammen könnte. Zu Vieles sei ungeklärt nach dem sogenannten "12-Tage Krieg" im Juni 2025, bei dem vor allem iranische Atomanlagen, aber auch andere Infrastruktur und Wohnhäuser von den USA und Israel bombardiert wurden und der Iran Langstreckenraketen auf Israel geschossen hat.
„Der Iran ist am Boden, aber er ist nicht außer Gefecht.“ Das sagt Ali Vaez, Senior Berater und Iran-Projektleiter der International Crisis Group. Ali Vaez wurde im Iran geboren, wenige Jahre nach der Islamischen Revolution. Er hat im Westen Technik und Atomphysik, später internationale Beziehungen studiert. Vaez war maßgeblich an der Brückenbildung zwischen dem Iran und vor allem den USA im Rahmen des Atomabkommens aus dem Jahr 2015 beteiligt. Ali Vaez lebt in der Schweiz, arbeitet als Iran-Projektleiter in der International Crisis Group. Vaez hält es für wahrscheinlich, dass der Krieg zwischen Israel und den USA auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen Seite, in Bälde wieder aufflammen könnte. Zu Vieles sei ungeklärt nach dem sogenannten "12-Tage Krieg" im Juni 2025, bei dem vor allem iranische Atomanlagen, aber auch andere Infrastruktur und Wohnhäuser von den USA und Israel bombardiert wurden und der Iran Langstreckenraketen auf Israel geschossen hat.
Das Naturhistorisches Museum Wien ist eines der größten Naturmuseen der Welt. Von Mineralien über Fossilien, Pflanzen, Tiere, menschliche Knochen und Kulturgegenständen beherbergt das Haus mehrere Millionen Sammlungsobjekte. Manche davon waren im Lauf der Zeit ebenso umstritten wie ihre Präsentation, man denke zum Beispiel nur an die Reihen von Totenschädeln aus verschiedensten Weltgegenden. Vor fünfeinhalb Jahren hat die Biologin Katrin Vohland ihre Stelle als wissenschaftliche Geschäftsführerin und Generaldirektorin des Naturhistorischen Museum in Wien angetreten. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt Katrin Vohland von den Besonderheiten des Naturhistorischen Museums, das von Anfang an als Evolutionsmuseum angelegt wurde, von gutem Sammeln und bösem Sammeln und von Überlegungen zu einer zeitgemäßen Darstellung der Objekte.
Für die Soziologin und Psychoanalytikerin Edit Schlaffer ist sozialwissenschaftliche Forschung kein Selbstzweck, sondern Grundlage und Werkzeug für gesellschaftliche Veränderung. Zwischen 1980 und 2001 leitete sie eine Vielzahl von Studien, die u.a. zur Errichtung der ersten Frauenhäuser führten. Unter dem Eindruck der Terroranschläge in New York im September 2001 gründete sie die Organisation „Frauen ohne Grenzen“, um das Selbstvertrauen von Frauen in marginalisierten Gemeinschaften zu stärken, weiblichen Widerstand gegenüber patriarchaler Bevormundung – wie etwa in Afghanistan – zu unterstützen und politischer, bzw. religiöser Radikalisierung vorzubeugen. Nicht Auseinanderdividieren und Gewalt sind für sie Antworten auf zusehends schwierige gesellschaftliche Verhältnisse, sondern: „Liebe“ – so Edit Schlaffer im Gespräch mit Andreas Obrecht – „Liebe ist eine fantastische Währung. Denn Liebe trennt nicht, sie verbindet immer!“
Die Faszination für die unendlichen Weiten des Alls hat bei ihm schon früh begonnen. Vor 30 Jahren ist es dem damals jungen Schweizer Didier Queloz als Erstem gelungen, einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Das war eine Revolution, für die der Astrophysiker 2019 den Nobelpreis erhalten hat. 2012 initiierte Didier Queloz die erste Weltraummission der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA mit dem Namen CHEOPS. Bei dieser Mission arbeitet auch ein österreichisches Forschungsinstitut mit, und so war Didier Queloz vor kurzem zu Gast in Graz. Dort hat Birgit Dalheimer ihn zum Gespräch getroffen, über ferne Planeten, die Leiden junger Physiker, die fragliche Sinnhaftigkeit der Suche nach dem Planeten B und die Möglichkeit von Leben im All. Foto: APA-Images / Keystone / MARTIAL TREZZINI
Der Astrophysiker und Nobelpreisträger Didier Queloiz im Gespräch mit Birgit Dalheimer.
Nach 26 erfolgreichen Jahren "Im Gespräch" verlässt Renata Schmidtkunz den ORF und macht sich auf zu neuen Ufern. Ihr erstes Gespräch führte sie mit dem Weltschauspieler Peter Ustinov. Das war im März 1999. Peter Huemer leitete damals die legendäre Ö1 Sendereihe "Im Gespräch". Seither lud sich die Fernsehredakteurin, Filmemacherin und "Club 2"-Moderatorin monatlich Gäste aus allen Bereichen der Gesellschaft ein: Nobelpreisträger Anton Zeilinger oder eine Kärntner Bergbäuerin, den Unterhaltungsstar Thomas Gottschalk oder die UNO-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte Francesca Albanese. In ihren Sendungen wurde gelacht und geweint, laut gedacht und Posaune gespielt. Im ORF RadioKulturhaus wechselte Renata Schmidtkunz am 14. Oktober die Seiten. Andreas Obrecht sprach mit ihr und weiteren Gästen ü
Ab 1. Jänner 2026 steht Cornelia Richter als erste Frau an der Spitze der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Die 54-jährige Theologieprofessorin folgt dem langjährigen Bischof Michael Chalupka nach. Cornelia Richter, geboren 1970 in Bad Ischl und aufgewachsen in Bad Goisern, stammt aus einer evangelischen Pfarrersfamilie. Sie studierte evangelische Theologie und Philosophie in Wien und München. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Stationen promovierte sie 2002 an der Universität Marburg summa cum laude. 2010 habilitierte sie sich in Marburg. Von 2012 bis 2020 war sie Professorin für Systematische Theologie und Hermeneutik an der Universität Bonn. Von 2020 bis 2024 war sie Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Bonn. Ab 2024 war sie als erste Frau in dieser Position Vorsitzende des Senats der Universität Bonn. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erklärt sie, warum Kirche Zukunft hat.
Seit August 2023 ist Shoura Hashemi Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International Österreich. Geboren wurde sie 1982 in Mashad im Iran. Ihre Eltern gehörten zu der Generation iranischer Studierenden, die vom Schah-Regime und Revolution von 1979 bedroht wurden. So gingen sie in den Untergrund, wo 1982 ihre erste Tochter Shoura zur Welt kam. 1988, die zweite Tochter Shifthe war zwei Jahre alt, flüchtete die Familie nach Österreich. Shoura Hashemi studierte Jus und absolvierte die Diplomatische Akademie in Wien. 15 Jahre arbeitete sie im diplomatischen Dienst des Außenministeriums. Im Zuge der Protestbewegung "Frau, Leben, Freiheit" informierte sie in ihrer Freizeit, die österreichische Öffentlichkeit via Social Media. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählt sie, warum sie das Außenministerium verlassen hat und Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich wurde und was seither geschah. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet auf Ö1 am 24.10.2025.
Am 17. September starb in Wien die Kunsthistorikerin Daniela Hammer-Tugendhat. Aus diesem Grund wiederholen wir ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz im Februar 2016 mit Hammer-Tugendhat geführt hat. Geboren wurde sie am 2. August 1946 in Caracas/Venezuela als fünftes Kind ihrer Eltern Fritz und Grete Tugendhat. Bevor sie 1938 vor dem NS-Regime flüchteten, gaben die beiden beim bereits berühmten Architekten Mies van der Rohe den Bau eines Hauses in Auftrag das 1930 fertiggestellt wurde und bis heute als Meilenstein der Moderne gilt: die Villa Tugendhat in Brünn. Nach der Rückkehr nach Europa studierte Daniela Tugendhat Kunstgeschichte und Archäologie an den Universitäten Bern und Wien. Von 1998 bis Juni 2012 war sie außerordentliche Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Eine Eigenproduktion des ORF, wiederholt am 17.10.2025.




















