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Author: ORF
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© 2026 ORF / Ö1
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Philosophische Streitgespräche, wissenschaftliche Kontroversen, die für gesellschaftspolitische Debatten sorgen und einladen, beim lauten Denken live dabei zu sein, wenn Positionen formuliert und vermeintlich Feststehendes durcheinandergewirbelt wird - ein Labor für diskursive Experimente.
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Der skurrile Prozess gegen einen unbescholtenen Wiener Buchhändler und Antiquar wegen "NS-Wiederbetätigung" im Dezember 2025 endete zwar mit einem glatten Freispruch, warf aber doch prinzipielle Fragen auf:Was "dürfen" wir lesen, besitzen, verkaufen? Gibt es in Österreich wie weiland in der römisch-katholischen Kirche einen "Index librorum prohibitorum", eine "Liste verbotener Bücher" oder wie im Kommunismus eine "Liste auszusondernder Literatur"? Soll man, wie eine Ausstellung des "Hauses der Geschichte Österreich" vermeintlich glauben lässt, "Hitler entsorgen" statt erforschen, wo doch in der freien Welt eine Kultur der Forschungs-, Lese- und Gedankenfreiheit herrschen sollte?Martin Haidinger unternimmt mit dem Soziologen Reinhold Knoll, dem Buchhändler Rainer Schaden, dem Juristen Felix Müller und der Historikerin Monika Sommer eine Tour d'horizon durch die abgründige Geschichte der Bücherverbote. Ö1-Science Arena vom 2.2.2026
Die Science Show mit Professor HaidingerDer Frosch, der fliegen lernte: Humor in der WissenschaftDiesmal sind Persönlichkeiten zu Gast, die sich ganz ernsthaft mit dem Humor in der Wissenschaft auseinandersetzen und die einander -wie so oft- außerhalb der Science Show kaum begegnet wären.Martin Haidinger hat sich den Onkologen Christoph Zielinski, die Medizinerin und Psychotherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger und seinen TV-Kollegen (Mayrs Magazin) und Buchautor Günther Mayr zum munteren Ping-Pong-Spiel der Pointen eingeladen. Wo findet der Humor in der Wissenschaft seinen Platz? Bald wissen wir mehr.Ö1 Science Arena vom 26.2.2026
Laut einer aktuellen Studie über die Armutsgefährdung von Frauen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, fehlt der sozialpolitische Diskurs über die Abhängigkeit von Frauen vom Einkommen ihrer männlichen Partner oder Ehemänner. Bislang lag der Fokus vor allem auf Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen, wenn es um Armutsgefährdung geht. Nun zeigt sich, dass auch für Frauen in intakten Beziehungen, in denen sie gut abgesichert scheinen, das individuelle Armutsrisiko zum Beispiel durch Krankheit, Todesfälle oder Trennung hoch ist.Elisabeth Scharang diskutiert mit ihren Gästen anhand der Studienergebnisse über die Zusammenhänge von finanzieller Autonomie in Beziehungen, unbezahlter Sorgearbeit und dem individuellen Armutsrisiko von Frauen in Beziehungen.Gestaltung: Elisabeth Scharang
Armutsrisiko: Schützt finanzielle Absicherung in der Ehe vor Armut?Laut einer aktuellen Studie über die Armutsgefährdung von Frauen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, fehlt der sozialpolitische Diskurs über die Abhängigkeit von Frauen vom Einkommen ihrer männlichen Partner oder Ehemänner. Bislang lag der Fokus vor allem auf Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen, wenn es um Armutsgefährdung geht. Nun zeigt sich, dass auch für Frauen in intakten Beziehungen, in denen sie gut abgesichert scheinen, das individuelle Armutsrisiko zum Beispiel durch Krankheit, Todesfälle oder Trennung hoch ist.Elisabeth Scharang diskutiert mit ihren Gästen anhand der Studienergebnisse über die Zusammenhänge von finanzieller Autonomie in Beziehungen, unbezahlter Sorgearbeit und dem individuellen Armutsrisiko von Frauen in Beziehungen. Science Arena vom 19.1.2026 Gestaltung: Elisabeth Scharang
Gilt statistisch gesehen ein gemeinsamer Haushalt oder eine Ehe für Frauen als Ort finanzieller Sicherheit? Welche Auswirkung kann ökonomische Abhängigkeit innerhalb einer Beziehung haben? Diesen Fragestellungen geht eine Studie nach, die neue wissenschaftliche Ansätze zur Messung eines blinden Flecks in der Armutsforschung anwendet. In These trifft auf Erfahrung diskutiert Elisabeth Scharang mit der Sozialwissenschaftlerin und Studienautorin Katrin Gasior und der Leiterin der Sozialberatung der Caritas Doris Anzengruber.
Von W.A. Mozart über Franz Schubert bis Richard Wagner: Seit es bewegte Bilder gibt, sind berühmte Komponisten auch immer Leinwandstars gewesen, oder besser gesagt Inspiration für fantasievolle filmische Melodramen. Denn mit dem wahren Leben der historischen Persönlichkeiten haben solche Filme kaum etwas zu tun.Warum sind sie dennoch wertvoll für das Nachleben dieser Tonkünstler?Der Musikwissenschaftler Stefan Schmidl und der Kunsthistoriker Werner Telesko analysieren in ihrem aktuellen Buch "Kreative Ekstase" und im Gespräch mit Martin Haidinger die Wirkmacht solcher Filme und ihre Suche nach den Geheimnissen von Kreativität und musikalischer Inspiration. Ö1 Science Arena vom 12.1.2026
Wer weiß wie die Liebe funktioniert? Und warum ist jede Liebe eine Übertragungsliebe? Sigmund Freud näherte sich diesem Phänomen bereits 1915 in seinen "Bemerkungen über die Übertragungsliebe".Ein heikles Thema, damals wie heute. Dabei liegt es doch nahe, dass Patienten gegenüber ihren Psychoanalytikern, die sie mehrmals pro Woche treffen, Liebesgefühle und erotische Fantasien entwickeln können.Katrin Mackowski diskutiert mit Jeanne Wolff-Bernstein, Gerald Pail, und zwei Kandidatinnen in Ausbildung, mit Simone Öhlschläger und Anna Helbok.Science Arena vom 5.1.2026
Eine Diskussion mit unheimlich vielen wenig bekannten Einzelheiten: Was waren die Erfolgsrezepte des Nationalsozialismus und wie konnte diese Ideologie und ihre Exponenten so viele Deutsche und Österreicher selbst dann noch bei der Stange halten, als der Untergang des "Dritten Reichs" unausweichlich war.Die beiden Starhistoriker Götz Aly ("1933-1945-Wie konnte das geschehen")und Kurt Bauer("Niemandsland zwischen Krieg und Frieden. Österreich im Jahr 1945, derzeit auf der Shortlist zur Wahl des "Wissenschaftsbuchs des Jahres") geben Antworten und gehen der bangen Frage nach, ob "es" wieder geschehen kann.Ö1-Science Arena Kontroverse aus dem Wiener Ringturm vom 22.12.2025
Klassiker des Wissens: Hannah Arendt und die Freiheit, frei zu sein1967 veröffentlichte Hannah Arendt (1906 bis 1975) einen Essay, dem sie den Titel "Über die Revolution" gab, und der 2017 posthum unter dem Titel "Die Freiheit, frei zu sein" erschien. Die Denkerin legt darin in knapper Form und inhaltlich geballt eines ihrer wichtigen Lebensthemen nieder: Die Ambivalenz und die grausamen Missbräuche der Ideen von Freiheit und Revolution. Nicht zuletzt spiegelt sich Arendts eigenes Schicksal als verfolgte Jüdin während der NS-Zeit in ihren Gedanken wieder.Martin Haidinger bringt den Text anlässlich des 50. Todestages (4. Dezember) von Hannah Arendt einem interessierten Publikum im Radiokulturhaus näher; und wir hören Hanna Arendt im Original. Ö1 Science Arena vom 15.12.2025
Um das Verhältnis von Politk und Philosophie geht es in der Science Arena. "Denken ist keine Spezialdisziplin" , sagte einst die bedeutende Denkerin Hannah Arendt, deren Todestag sich am 4.Dezember zum 50. Mal jährt. sie ist das Thema des Auftakts der neuen Reihe "Philosophiecafé" mit Sophie Loidolt. Viermal im Jahr spricht die österreichische Professorin an der Technischen Universität Darmstadt mit Persönlichkeiten aus der Philosophie-Community.Gäste sind diesmal Juliane Rebentisch (Professorin für Philosophie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg) und Oliver Marchart (Professor für politische Theorie an der Universität Wien).Hereinspaziert ins Philosophie-Cafe! Ö1 Science Arena vom 1.12.2025
1848, die Frauen und weiterAls ob der abgeschlagene Kopf der Skulptur der gebärenden Maria von Esther Strauss im Linzer Dom ein Rückgriff auf eine lange zurückliegende Vergangenheit ist, werden die Einschränkungen und Verbote in den Künsten offenbar. Verbot und Tabu betrifft vielmehr die Arbeit und die Darstellung der Frauen: die Geschichte des Aktzeichens ist geprägt von einer Unbalance, dem Verbot des Aktzeichnens für Studentinnen der Malerei steht der nackte Frauenkörper im öffentlichen Raum entgegen - wie die Karyatiden in der Gesellschaft der Musikfreunde. dem dritten Diskurs im Radiocafé desRadiokulturhauses entsteht eine neue Folge der Science Arena.Die Musikwissenschaftlerin an der Musikuniversität Wien, Melanie Unseld, und die Kunsthistorikerin und Journalistin Nina Schedlmayer werden zu Körperlichkeit und Körper in der bildenden Kunst und in der Musikausübung befragt.Die ORF Journalistinnen Katharina Gruber und Irene Suchy stellen die Fragen. Science Arena 24.11.25
Ö1 Science Arena Spezial auf der Buch Wien"Verschränkte Wahrheiten: Das Jahr der Quantenphysik". Anton Zeilinger und Marissa GiustinaMarissa Giustina ist eine Forscherin mit einem technischen Hintergrund in den Ingenieurwissenschaften, die an der Universität Wien in experimenteller Quantenphysik promovierte. Als Staff Research Scientist bei Google verfasste sie den ersten strategischen Aktionsplan des Quantum AI Labs mit und trieb die Entwicklung der Aufbau- und Verbindungstechnik des Quantenprozessors voran. Derzeit befasst sich ihre Forschung bei Google DeepMind mit der Schnittstelle zwischen Robotik und künstlicher Intelligenz.Giustina war gemeinsam mit dem Quantenphysiker und Nobelpreisträger Anton Zeilinger bei Martin Haidinger in der Ö1-Science Arena auf der ORF-Bühne der Buch Wien zu Gast.Eine hochkarätige Diskussion, die Licht in die geheimnisvolle Welt der Quantenphysik bringen wird. Ö1 Science Arena vom 17.11.2025
2015 legte der Freiburger Historiker Wolfgang Reinhard (geboren 1937) sein Opus Magnum vor: "Die Unterwerfung der Welt. Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415-2015" liefert auf 1648 Seiten eine detaillierte Darstellung samt profunder Analyse, die weit über eine simple Kolonialgeschichte hinausgeht. Denn die europäische Expansion war keine Einbahnstraße, sondern ein jahrhundertelanger Prozess der Interaktionen.Wolfgang Reinhard erläutert die Grundzüge seines Buches und Martin Haidinger präsentiert zentrale Passagen aus dieser monumentalen Vorgeschichte der Globalisierung.
Der Schlaf, eine alltägliche Extremsituation, ist irritierend, sogar eigentlich paradox. Er ist einerseits naturgegeben, denn wir müssen schlafen, andererseits ist er eine gesellschaftlich-kulturelle Praxis. Der Schlaf produziert jedenfalls Kontrollverlust, und doch hören wir darin nicht auf zu denken: wir träumen, halluzinieren und regenerieren schließlich. Was genau passiert da wenn wir einschlafen oder aufwachen, wenn wir Träumen, die Träume erzählen und sie auch wieder vergessen? Bei der Erfassung dieses Phänomens stoßen wir an Grenzen. Auch die Literatur selbst, die sich um Darstellbarkeit dieses Phänomens bemüht, ringt um Worte. Der Schlaf bleibt also ein poetologisch-ästhetischer Test- und Grenzfall. Auch die Kognitionsforschung erfasst immer nur einen Teil des Schlaferlebens. Sie misst Hirnströme, erforscht das Gedächtnis im Schlaf. Und doch: Der Schlaf bleibt immer auch Rätsel.Ö1 Science Arena von Katrin Mackowski vom 3.11.2025
Die multiplen Krisen der Gegenwart und globale Narreteien lassen vermuten, dass die Vernunft aus den demokratischen Gesellschaften verschwunden sei. Ob das stimmt? Martin Haidingers Gäste, die Psychotherapeutin, Juristin, Theologin, Unternehmensberaterin und Buchautorin Rotraud Perner, der Jurist Alexander Somek und der Politikwissenschaftler Fabio Wolkenstein bezweifeln das und eröffnen spannende Perspektiven, die Vernunft an Stellen finden, wo wir sie vielleicht nie vermutet hätten.Bald wissen wir mehr.Ö1 Science Arena vom 20.10.2025
Die steirische Landeshauptstadt Graz hat sich längst zu einem Hot Spot der Klimaforschung in Österreich entwickelt. Beim Klimakulturfestival "Markt der Zukunft" 2025 präsentieren sich im Volkskundemuseum Graz verschiedene InstitutionenMartin Haidinger sprach vor einem interessierten Publikum mit Vertreterinnen und Vertretern von steirischen Wissenschaftseinrichtungen über aktuelle Forschungsprojekte:Franz Prettenthaler vom Life Institute des Joanneum Research, Stefan Spirk vom Institut für Bioprodukte und Papiertechnik der TU Graz, dem Infektiologen Martin Hönigl von der Medizinischen Universität Graz und der Volkswirtin Nina Knittel vom Wegener Center der Karl Franzens Universität.Die Musik kam von der KUG Earth Band der Kunstuniversität Graz.Ö1 Science Arena vom 13.10.2025
Liessmann: „Solange die Cancel Culture von links kam, wars in Ordnung, nun kommt’s von rechts- jetzt sind wir entsetzt.“Bleisch: „Der Vergleich stimmt nicht ganz. In den USA ist etwas fundamental anderes im Gang!"Warum nicht gleich über alles sprechen?Schon traditionell fragt das Philosophicum Lech "Wie ist die Lage"?Des Pudels Kern ist in einem so ereignisreichen Jahr wie 2025 wohl schwer zu finden. Werden Barbara Bleisch und Konrad Paul Liessmann im Gespräch mit Martin Haidinger angesichts von Kriegen und Konflikten und rasanten gesellschaftlichen Entwicklungen aller Art gemeinsam herausarbeiten, was die Welt (noch) im Innersten zusammenhält? Oder sind wir schnappatmend in einen übertriebenen Alarmismus verfallen und es wäre mehr Optimismus angesagt?Ö1 science Arena vom 6.10.2025
Der moderne Mensch ist der abgesicherte Mensch: Er wagt sich vor - doch immer nur so weit, wie ihn Präventionsmaßnahmen und Frühwarnsysteme vordringen lassen, auf dass jede Gefährdung auf ein minimales Restrisiko eingedampft werde. Das Unberechenbare, das Überraschende, das Zufällige und das Unverfügbare haben in dieser verwalteten und durchgeplanten Welt keinen Platz mehr. Sicherheit gilt als zentraler Wert. Diese Vollkaskomentalität geht allerdings nicht selten mit einem Verlust an Freiheit einher: Kein Spielplatz ohne Helm- und Gurtenpflicht, der Körper wird diätetisch gezüchtigt, das Scheitern nur mit goldenem Fallschirm gewagt. Wenn, dann finden waghalsige Manöver nur noch im Kino statt. Dabei wird ausgeblendet, dass der Mensch sich und seine Umgebung letztlich nie in dem Maß in den Griff bekommt und kontrollieren kann, wie er sich das einbildet. Gibt es heute noch echte Abenteuer?Eindrücke vom Philosophicum Lech 2025. Ö1 Science Arena vom 29.9.2025
Wer sitzt, will alles sitzend. Will sitzende Dinge, sitzende Pflanzen, sitzende Tiere. Selbst Gedanken oder Seelen, Götter oder Schmerzen sollen sitzen, denkt Hajo Eickhoff, der in seinem Zuhause jegliche Bestuhlung verbannt hat.Sitzen ist das zweimalige Abknicken des Körpers in der Hüfte und in den Knien sowie das Ruhen auf einer unterschenkelhohen Ebene. Der Stuhl beginnt seine Karriere als Thronen. Zuerst darf nur der Herrscher sitzen, doch in einem langen Prozess demokratisiert sich das Thronen zum Sitzen, bis mit der Französischen Revolution das Sitzprivileg fällt und jeder sitzen darf, sagt der Philosoph Hajo Eickhoff, der seit Jahrzenten das Sitzen erforscht. Liegen dagegen ist eine Position der Ruhe. Eine Grundhaltung, in der der Mensch einen umfassenden Kontakt zum Boden hat. Aufrecht Stehen und Gehen sind die Positionen der Tatkraft, in der die die Füße den Boden berühren. Alle Haltungen dazwischen sind ein Zusammenspiel aus Ruhe und Aktivität.Ö1 Science Arena von 22.9.2025



