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Author: ORF

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Philosophische Streitgespräche, wissenschaftliche Kontroversen, die für gesellschaftspolitische Debatten sorgen und einladen, beim lauten Denken live dabei zu sein, wenn Positionen formuliert und vermeintlich Feststehendes durcheinandergewirbelt wird - ein Labor für diskursive Experimente.
86 Episodes
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Von W.A. Mozart über Franz Schubert bis Richard Wagner: Seit es bewegte Bilder gibt, sind berühmte Komponisten auch immer Leinwandstars gewesen, oder besser gesagt Inspiration für fantasievolle filmische Melodramen. Denn mit dem wahren Leben der historischen Persönlichkeiten haben solche Filme kaum etwas zu tun.Warum sind sie dennoch wertvoll für das Nachleben dieser Tonkünstler?Der Musikwissenschaftler Stefan Schmidl und der Kunsthistoriker Werner Telesko analysieren in ihrem aktuellen Buch "Kreative Ekstase" und im Gespräch mit Martin Haidinger die Wirkmacht solcher Filme und ihre Suche nach den Geheimnissen von Kreativität und musikalischer Inspiration. Ö1 Science Arena vom 12.1.2026
Wer weiß wie die Liebe funktioniert? Und warum ist jede Liebe eine Übertragungsliebe? Sigmund Freud näherte sich diesem Phänomen bereits 1915 in seinen "Bemerkungen über die Übertragungsliebe".Ein heikles Thema, damals wie heute. Dabei liegt es doch nahe, dass Patienten gegenüber ihren Psychoanalytikern, die sie mehrmals pro Woche treffen, Liebesgefühle und erotische Fantasien entwickeln können.Katrin Mackowski diskutiert mit Jeanne Wolff-Bernstein, Gerald Pail, und zwei Kandidatinnen in Ausbildung, mit Simone Öhlschläger und Anna Helbok.Science Arena vom 5.1.2026
Eine Diskussion mit unheimlich vielen wenig bekannten Einzelheiten: Was waren die Erfolgsrezepte des Nationalsozialismus und wie konnte diese Ideologie und ihre Exponenten so viele Deutsche und Österreicher selbst dann noch bei der Stange halten, als der Untergang des "Dritten Reichs" unausweichlich war.Die beiden Starhistoriker Götz Aly ("1933-1945-Wie konnte das geschehen")und Kurt Bauer("Niemandsland zwischen Krieg und Frieden. Österreich im Jahr 1945, derzeit auf der Shortlist zur Wahl des "Wissenschaftsbuchs des Jahres") geben Antworten und gehen der bangen Frage nach, ob "es" wieder geschehen kann.Ö1-Science Arena Kontroverse aus dem Wiener Ringturm vom 22.12.2025
Klassiker des Wissens: Hannah Arendt und die Freiheit, frei zu sein1967 veröffentlichte Hannah Arendt (1906 bis 1975) einen Essay, dem sie den Titel "Über die Revolution" gab, und der 2017 posthum unter dem Titel "Die Freiheit, frei zu sein" erschien. Die Denkerin legt darin in knapper Form und inhaltlich geballt eines ihrer wichtigen Lebensthemen nieder: Die Ambivalenz und die grausamen Missbräuche der Ideen von Freiheit und Revolution. Nicht zuletzt spiegelt sich Arendts eigenes Schicksal als verfolgte Jüdin während der NS-Zeit in ihren Gedanken wieder.Martin Haidinger bringt den Text anlässlich des 50. Todestages (4. Dezember) von Hannah Arendt einem interessierten Publikum im Radiokulturhaus näher; und wir hören Hanna Arendt im Original. Ö1 Science Arena vom 15.12.2025
Um das Verhältnis von Politk und Philosophie geht es in der Science Arena. "Denken ist keine Spezialdisziplin" , sagte einst die bedeutende Denkerin Hannah Arendt, deren Todestag sich am 4.Dezember zum 50. Mal jährt. sie ist das Thema des Auftakts der neuen Reihe "Philosophiecafé" mit Sophie Loidolt. Viermal im Jahr spricht die österreichische Professorin an der Technischen Universität Darmstadt mit Persönlichkeiten aus der Philosophie-Community.Gäste sind diesmal Juliane Rebentisch (Professorin für Philosophie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg) und Oliver Marchart (Professor für politische Theorie an der Universität Wien).Hereinspaziert ins Philosophie-Cafe! Ö1 Science Arena vom 1.12.2025
1848, die Frauen und weiterAls ob der abgeschlagene Kopf der Skulptur der gebärenden Maria von Esther Strauss im Linzer Dom ein Rückgriff auf eine lange zurückliegende Vergangenheit ist, werden die Einschränkungen und Verbote in den Künsten offenbar. Verbot und Tabu betrifft vielmehr die Arbeit und die Darstellung der Frauen: die Geschichte des Aktzeichens ist geprägt von einer Unbalance, dem Verbot des Aktzeichnens für Studentinnen der Malerei steht der nackte Frauenkörper im öffentlichen Raum entgegen - wie die Karyatiden in der Gesellschaft der Musikfreunde. dem dritten Diskurs im Radiocafé desRadiokulturhauses entsteht eine neue Folge der Science Arena.Die Musikwissenschaftlerin an der Musikuniversität Wien, Melanie Unseld, und die Kunsthistorikerin und Journalistin Nina Schedlmayer werden zu Körperlichkeit und Körper in der bildenden Kunst und in der Musikausübung befragt.Die ORF Journalistinnen Katharina Gruber und Irene Suchy stellen die Fragen. Science Arena 24.11.25
Ö1 Science Arena Spezial auf der Buch Wien"Verschränkte Wahrheiten: Das Jahr der Quantenphysik". Anton Zeilinger und Marissa GiustinaMarissa Giustina ist eine Forscherin mit einem technischen Hintergrund in den Ingenieurwissenschaften, die an der Universität Wien in experimenteller Quantenphysik promovierte. Als Staff Research Scientist bei Google verfasste sie den ersten strategischen Aktionsplan des Quantum AI Labs mit und trieb die Entwicklung der Aufbau- und Verbindungstechnik des Quantenprozessors voran. Derzeit befasst sich ihre Forschung bei Google DeepMind mit der Schnittstelle zwischen Robotik und künstlicher Intelligenz.Giustina war gemeinsam mit dem Quantenphysiker und Nobelpreisträger Anton Zeilinger bei Martin Haidinger in der Ö1-Science Arena auf der ORF-Bühne der Buch Wien zu Gast.Eine hochkarätige Diskussion, die Licht in die geheimnisvolle Welt der Quantenphysik bringen wird. Ö1 Science Arena vom 17.11.2025
2015 legte der Freiburger Historiker Wolfgang Reinhard (geboren 1937) sein Opus Magnum vor: "Die Unterwerfung der Welt. Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415-2015" liefert auf 1648 Seiten eine detaillierte Darstellung samt profunder Analyse, die weit über eine simple Kolonialgeschichte hinausgeht. Denn die europäische Expansion war keine Einbahnstraße, sondern ein jahrhundertelanger Prozess der Interaktionen.Wolfgang Reinhard erläutert die Grundzüge seines Buches und Martin Haidinger präsentiert zentrale Passagen aus dieser monumentalen Vorgeschichte der Globalisierung.
Der Schlaf, eine alltägliche Extremsituation, ist irritierend, sogar eigentlich paradox. Er ist einerseits naturgegeben, denn wir müssen schlafen, andererseits ist er eine gesellschaftlich-kulturelle Praxis. Der Schlaf produziert jedenfalls Kontrollverlust, und doch hören wir darin nicht auf zu denken: wir träumen, halluzinieren und regenerieren schließlich. Was genau passiert da wenn wir einschlafen oder aufwachen, wenn wir Träumen, die Träume erzählen und sie auch wieder vergessen? Bei der Erfassung dieses Phänomens stoßen wir an Grenzen. Auch die Literatur selbst, die sich um Darstellbarkeit dieses Phänomens bemüht, ringt um Worte. Der Schlaf bleibt also ein poetologisch-ästhetischer Test- und Grenzfall. Auch die Kognitionsforschung erfasst immer nur einen Teil des Schlaferlebens. Sie misst Hirnströme, erforscht das Gedächtnis im Schlaf. Und doch: Der Schlaf bleibt immer auch Rätsel.Ö1 Science Arena von Katrin Mackowski vom 3.11.2025
Die multiplen Krisen der Gegenwart und globale Narreteien lassen vermuten, dass die Vernunft aus den demokratischen Gesellschaften verschwunden sei. Ob das stimmt? Martin Haidingers Gäste, die Psychotherapeutin, Juristin, Theologin, Unternehmensberaterin und Buchautorin Rotraud Perner, der Jurist Alexander Somek und der Politikwissenschaftler Fabio Wolkenstein bezweifeln das und eröffnen spannende Perspektiven, die Vernunft an Stellen finden, wo wir sie vielleicht nie vermutet hätten.Bald wissen wir mehr.Ö1 Science Arena vom 20.10.2025
Die steirische Landeshauptstadt Graz hat sich längst zu einem Hot Spot der Klimaforschung in Österreich entwickelt. Beim Klimakulturfestival "Markt der Zukunft" 2025 präsentieren sich im Volkskundemuseum Graz verschiedene InstitutionenMartin Haidinger sprach vor einem interessierten Publikum mit Vertreterinnen und Vertretern von steirischen Wissenschaftseinrichtungen über aktuelle Forschungsprojekte:Franz Prettenthaler vom Life Institute des Joanneum Research, Stefan Spirk vom Institut für Bioprodukte und Papiertechnik der TU Graz, dem Infektiologen Martin Hönigl von der Medizinischen Universität Graz und der Volkswirtin Nina Knittel vom Wegener Center der Karl Franzens Universität.Die Musik kam von der KUG Earth Band der Kunstuniversität Graz.Ö1 Science Arena vom 13.10.2025
Liessmann: „Solange die Cancel Culture von links kam, wars in Ordnung, nun kommt’s von rechts- jetzt sind wir entsetzt.“Bleisch: „Der Vergleich stimmt nicht ganz. In den USA ist etwas fundamental anderes im Gang!"Warum nicht gleich über alles sprechen?Schon traditionell fragt das Philosophicum Lech "Wie ist die Lage"?Des Pudels Kern ist in einem so ereignisreichen Jahr wie 2025 wohl schwer zu finden. Werden Barbara Bleisch und Konrad Paul Liessmann im Gespräch mit Martin Haidinger angesichts von Kriegen und Konflikten und rasanten gesellschaftlichen Entwicklungen aller Art gemeinsam herausarbeiten, was die Welt (noch) im Innersten zusammenhält? Oder sind wir schnappatmend in einen übertriebenen Alarmismus verfallen und es wäre mehr Optimismus angesagt?Ö1 science Arena vom 6.10.2025
Der moderne Mensch ist der abgesicherte Mensch: Er wagt sich vor - doch immer nur so weit, wie ihn Präventionsmaßnahmen und Frühwarnsysteme vordringen lassen, auf dass jede Gefährdung auf ein minimales Restrisiko eingedampft werde. Das Unberechenbare, das Überraschende, das Zufällige und das Unverfügbare haben in dieser verwalteten und durchgeplanten Welt keinen Platz mehr. Sicherheit gilt als zentraler Wert. Diese Vollkaskomentalität geht allerdings nicht selten mit einem Verlust an Freiheit einher: Kein Spielplatz ohne Helm- und Gurtenpflicht, der Körper wird diätetisch gezüchtigt, das Scheitern nur mit goldenem Fallschirm gewagt. Wenn, dann finden waghalsige Manöver nur noch im Kino statt. Dabei wird ausgeblendet, dass der Mensch sich und seine Umgebung letztlich nie in dem Maß in den Griff bekommt und kontrollieren kann, wie er sich das einbildet. Gibt es heute noch echte Abenteuer?Eindrücke vom Philosophicum Lech 2025. Ö1 Science Arena vom 29.9.2025
Wer sitzt, will alles sitzend. Will sitzende Dinge, sitzende Pflanzen, sitzende Tiere. Selbst Gedanken oder Seelen, Götter oder Schmerzen sollen sitzen, denkt Hajo Eickhoff, der in seinem Zuhause jegliche Bestuhlung verbannt hat.Sitzen ist das zweimalige Abknicken des Körpers in der Hüfte und in den Knien sowie das Ruhen auf einer unterschenkelhohen Ebene. Der Stuhl beginnt seine Karriere als Thronen. Zuerst darf nur der Herrscher sitzen, doch in einem langen Prozess demokratisiert sich das Thronen zum Sitzen, bis mit der Französischen Revolution das Sitzprivileg fällt und jeder sitzen darf, sagt der Philosoph Hajo Eickhoff, der seit Jahrzenten das Sitzen erforscht. Liegen dagegen ist eine Position der Ruhe. Eine Grundhaltung, in der der Mensch einen umfassenden Kontakt zum Boden hat. Aufrecht Stehen und Gehen sind die Positionen der Tatkraft, in der die die Füße den Boden berühren. Alle Haltungen dazwischen sind ein Zusammenspiel aus Ruhe und Aktivität.Ö1 Science Arena von 22.9.2025
Bei Märchen und Mythen handelt es sich um anonyme, ursprünglich nur mündlich überlieferte Geschichten, die sich durch eine Eigenschaft auszeichnen:Objektiv gesehen sind sie unwahr.Dennoch rufen ihre phantastischen und unerhörten Ereignisse in denen, die ihnen lauschen, Staunen und Freude hervor. Wie genau zeitgenössische Dichterinnen und Dichter sich damit befassen, darüber geben der erfolgreichste deutsche Fantastik-Autor Wolfgang Hohlbein, dessen Nibelungen Roman "Hagen" gerade als aufwändige Verfilmung durchstartet und die österreichische Schriftstellerin und Dichterin Sophie Reyer Auskunft. Doch auch in volkstümlichen Bräuchen wie dem Perchtenlauf, der sich von seinen keltischen Ursprüngen bis in die Gegenwart hinein gehalten hat, finden wir mythische Elemente wieder. Filmemacher und Autor Wolfgang Liemberger, und Autor Christian Brunner verfassen mit Sophie Reyer gerade ein Buch über die dunkle Zeit des Jahres. Ö1 Science Arena vom 8.9.2025
1848, die Frauen und weiterDie ökonomische und rechtliche Stellung der FrauenIm Wirtschaftsleben hatten Frauen im 19. Jahrhundert annähernd dieselben Rechte wie Männer - beispielsweise ein Gewerbe zu führen. Gleichzeitig waren sie rechtlich dem Mann als Familienoberhaupt unterstellt, was dazu führte, dass oft nur ledige, geschiedene und verwitwete Frauen von diesen Rechten Gebrauch machen konnten - zumindest in bürgerlichen Kreisen. Im Handwerk und in der Arbeiter:innenschaft war die berufstätige Frau die Norm. Wie die Situation der Frauen de jure und de facto in den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten aussah, diskutieren die Historikerinnen Margareth Lanzinger (Uni Wien) und Waltraud Schütz (ÖAW) bei den ORF-Journalistinnen Irene Suchy und Katharina Gruber.Ö1 Science Arena vom 1.9.2025
Klassiker des WissensKarl Popper und "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde"Er war "der Mann, der Karl Marx begrub", der "Drachentöter des Totalitarismus" und "the Man who taught us to be wrong": Karl Popper , einer der bedeutendsten Wissenschaftsphilosophen des vergangenen Jahrhunderts.1945 erschien eines seiner bekanntesten Bücher, sein sozialphilosophisches Hauptwerk "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde". Darin argumentierte Popper, dass man "'Vernunft' und 'Vernünftigkeit' am besten als Offenheit für Kritik interpretieren kann - als Bereitschaft, sich kritisieren zu lassen, und als den Wunsch, sich selbst zu kritisieren; und ich versuchte Gründe dafür anzugeben, dass diese kritische oder vernünftige Einstellung auf so viele Gebiete wie möglich ausgedehnt werden sollte".Martin Haidinger bringt ausgewählte Stellen daraus vor einem interessierten Publikum im Wiener Radiokulturhaus zum Klingen. Eigenproduktion des ORF, ausgestrahlt in der Ö1 "Science Arena" am 25.8.2025
Friedenstaube und Hippieblume oder doch Panzer und Granaten? Wehrhaft soll der Frieden neuerdings sein und kriegstauglich schon die Kinder - gedrillt vom Turnunterricht bis zur Geschichtsstunde. Wobei, so neu ist das Dings mit der Wehrhaftigkeit gar nicht. Schon Wilhelm Busch schrieb mit spitzer Feder vom "Bewaffneten Frieden". Der neue Papst Leo XIV hingegen sprach in seiner Antrittsrede vom "Frieden ohne Waffen". Es kann nur einen Frieden geben? Denkste! "Du Lumpenpazifist, du!", schallt es von der einen Seite. "Du kriegslüsterner Feigling, zieh doch selbst an die Front!", feuert es aus dem gegenüberliegenden verbalen Lager. Unterdessen gibt es so viele bewaffnete Konflikte auf der Welt, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. In dieser Sendung von Daphne Hruby kann es hitzig werden...Ö1 Science Arena vom 18.8.2025
Hitze am Bau- Wie verändert die Klimaerwärmung Arbeitsbedingungen?Gestaltung: Elisabeth Scharang Aktuelle Studien beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Arbeitswelt, insbesondere auf die Situation von Beschäftigten am Bau, in der Montage, der Gastronomie, im Außendienst und in der mobilen Pflege während der Sommermonate.Elisabeth Scharang diskutiert mit ihren Gästen Thomas Czypionka, Gesundheitsökonom am Institut für Höhere Studien und Gabriel Kroisleitner, Abteilungsleiter für Arbeitsfähigkeit und Gesundheit bei der ÖBB, über Prognosen und Präventionsmaßnahmen in Hinblick auf die Gefahr von Hitze am Arbeitsplatz.Ö1 Science Arena vom 11.8.2025
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