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Study Snacks - Rheumatologie

Study Snacks - Rheumatologie
Author: Thieme Gruppe
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© Georg Thieme Verlag KG
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Im Praxis- oder Klinikalltag ist es aus Zeitgründen nicht immer einfach, eine Übersicht über neueste Studien zu behalten und diese auch noch zu lesen. „Study Snacks“ von Thieme möchte Ärzt*innen dabei unterstützen. Egal, ob in der Kaffeepause, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Joggen: „Study Snacks“ fasst aktuelle Studien auf das Wesentlichste und in wenigen Minuten zusammen. Die ausführlichen Studien sind in den Shownotes nur einen Klick entfernt.
"Study Snacks" ist eine Produktion von Thieme.
*Wichtige Hinweise: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Der Podcast kann das persönliche Arztgespräch, die Diagnose und Behandlung NICHT ersetzen!
Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was Behandlung und medikamentöse Therapie anbelangt. Soweit in diesem Podcast eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Zuhörer zwar darauf vertrauen, dass die Hosts große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des Podcast entspricht.
Für Angaben über Dosierungs- und Behandlungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag jedoch keine Gewähr übernommen werden. Jede*r Benutzende ist angehalten, durch sorgfältige Prüfung der Beipackzettel und Bedienungsanleitungen der verwendeten Präparate, Methoden oder Geräte und gegebenenfalls nach Konsultation eines Spezialisten oder einer Spezialistin, im Arztgespräch deren korrekte Applikation festzustellen und festzustellen, ob die dort gegebene Empfehlung für Behandlungsformen, Dosierungen oder die Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in diesem Podcast abweicht. Eine solche Prüfung ist besonders wichtig bei selten verwendeten Behandlungsformen, Präparaten oder solchen, die neu auf den Markt gebracht wurden. Jede Anwendung, Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzenden. Podcast Hosts und Verlag appellieren an alle Benutzenden, ihnen etwa auffallende Ungenauigkeiten dem Host oder dem Verlag mitzuteilen.
Without Thieme Group's prior express written permission, the following use is strictly reserved: You shall not 1) use the content for commercial text and data mining as under § 44b German Copyright Act, i.e. use robots, spiders, scripts, service, software or any manual or automatic device, tool, or process designed to data mine or scrape the content, data or information from the service, product or content, or otherwise use, access, or collect the content, data or information using automated means; 2) use the content or any part thereof for the development of any software program, algorithm or other automated system, including, but not limited to, training a machine learning or artificial intelligence - AI - system, including generative AI.
Die Thieme Gruppe behält sich eine Nutzung ihrer Inhalte für kommerzielles Text- und Data-Mining im Sinne von § 44b UrhG, ausdrücklich vor, ausgeschlossen ist der Einsatz, z.B. von Robots, Spiders, Scripts, Services, Software oder anderen manuellen oder automatischen Geräten, Werkzeugen oder Prozessen, die dafür bestimmt sind, Data-Mining zu ermöglichen oder Inhalte, Daten oder Informationen aus dem Service, Produkt oder Inhalt zu Scrapen oder in anderer Weise zu nutzen, darauf zuzugreifen oder Inhalte, Daten oder Informationen zu mittels automatisierter Mittel zu sammeln; die Inhalte dürfen auch nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung und oder Vergleichbarem von KI-Systemen, Software Programmen, Algorithmen oder anderen automatisierten Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen verwendet werden.
Impressum:
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50
70469 Stuttgart
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: +49 711 8931-0
Kontakt: audio@thieme.de
Umsatzsteuer-ID: DE 147 638 607
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Bei rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasis-Arthritis (PsA) ist das Erreichen der Remission das zentrale Therapieziel. Doch längst nicht alle Patientinnen und Patienten erreichen es. Neben späten Diagnosen spielen psychische Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angstzustände eine große Rolle. Diese sind bei RA- und PsA-Patienten weit häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. So leidet etwa ein Fünftel der RA- und knapp ein Drittel der PsA-Betroffenen unter depressiven Symptomen. Studien deuten auf einen bidirektionalen Zusammenhang hin: Depressionen und Ängste können Krankheitsaktivität verstärken, die wiederum psychische Symptome verschlechtert. Die Mechanismen lassen sich auf reduzierte Aktivität, verändertes Schmerzempfinden und eine niedrigere Therapietreue zurückführen. Bisher mangelte es an Studien, die den Einfluss von Depression und Angst auf eine Remission bei RA und PsA untersuchen. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen psychischen Symptomen zu beliebigen Zeitpunkten und der Remission über zwei Jahre hinweg zu analysieren. Das Resultat der Studie zeigt, dass Depressonen und Angstzustände mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einhergehen, eine RA- oder PsA-Remission zu erreichen. Patienten mit Depression oder Angststörung haben mehr schmerzempfindliche Gelenke, einen schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand und leicht erhöhte Entzündungsmarker.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39504461/
Snoeck Henkemans SVJ et al. Association between depression and anxiety and inability to achieve remission in rheumatoid arthritis and psoriatic arthritis. Rheumatology 2025; 64:2411-2421
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In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
Die Riesenzellarteriitis ist die häufigste systemische Vaskulitis bei Menschen mit einem Alter über 50 Jahren. Unbehandelt kann sie zu schweren Komplikationen wie Erblindung oder Aortenaneurysmen führen. Die Therapie beginnt meist mit hochdosierten Glukokortikoiden. Zusätzlich kommen krankheitsmodifizierende Antirheumatika, kurz DMARDs, zum Einsatz, vor allem bei Rückfällen oder unzureichender Wirkung. Trotzdem erleidet etwa die Hälfte der Betroffenen einen Rückfall.Ein zentrales Problem ist, dass es keine verlässlichen Biomarker gibt, mit denen sich das Rückfallrisiko individuell vorhersagen lässt. Die üblichen Entzündungsmarker verlieren an Aussagekraft, besonders, wenn die Patienten zur medikamentösen Therapie Interleukin-6-Hemmer bekommen. Der diagnostische Ultraschall der Temporalarterien ist mittlerweile etabliert. Neue quantitative Messungen, wie die Intima-Media-Dicke und Halo-Zeichen, liefern zusätzliche Informationen.Ein Forschungsteam entwickelte nun den OGUS-Score. Dieser fasst Messungen der Intima-Media-Dicke aus 8 Gefäßen in einem einzigen Wert zusammen. In der vorliegenden Studie wollten die Forschenden klären, ob der OGUS-Score bei der Diagnose und in der Frühphase hilft, Rückfälle vorherzusagen. Erste Daten zeigen, dass ein hoher OGUS-Wert zum Zeitpunkt der Diagnose mit einem erhöhten Rückfallrisiko verbunden ist.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39919971/
Monti S et al. The giant cell arteritis (GCA) ultrasound score (OGUS) at diagnosis and after initial treatment predicts future relapses in GCA patients: results of a multicentre prospective study. Ann Rheum Dis 2025; 84:823-832
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Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) haben ein höheres Risiko für Begleiterkrankungen wie schwerwiegende kardiovaskuläre Vorfälle, Thrombosen, schwere Infektionen oder Krebs. Moderne Therapien wie biologische bzw. gezielte synthetische krankheitsmodifizierende Antirheumatika, kurz b/tsDMARDs, sollen helfen, die RA zu kontrollieren. Doch einige dieser Wirkstoffe, besonders die JAK-Inhibitoren, stehen unter Beobachtung. In Studien zeigten sie vereinzelt höhere Risiken für venöse Thromboembolien oder Krebserkrankungen, was zu Warnhinweisen durch die EMA und FDA führte.Beobachtungsstudien aus der Praxis liefern jedoch gemischte Ergebnisse. Eine große Schwierigkeit besteht darin, dass neue Medikamente oft zuerst schwer kranken RA-Patienten verschrieben werden. Diese sind ohnehin gesundheitlich stärker belastet. Dadurch könnten neue Medikamente fälschlich als risikoreicher erscheinen, als sie tatsächlich sind.Das Forschungsteam vom Karolinska-Institut und der Karolinska-Universitätsklinik wollte deshalb klären, ob die beobachteten Sicherheitsrisiken bei neu eingeführten b/tsDMARDs tatsächlich auf das Medikament zurückzuführen sind. Die Forscher untersuchten deshalb, ob das Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse bei neuen Wirkstoffen höher ist als bei bereits lang etablierten.Sie kamen zu dem Resultat, dass neue Medikamente zu Beginn tatsächlich risikoreicher erscheinen. Dies lag jedoch mit an der gezielten Auswahl schwerer erkrankter RA-Patienten.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39966039/
Molander V et al. Do newly approved drugs have a worse observed safety profile than once established? A study on time trends in risks of key safety outcomes with immunomodulatory drugs against rheumatoid arthritis. Ann Rheum Dis 2025; 84:716-725
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Die adulte Form von Morbus Still kommt selten vor und ist schwer zu behandeln. Sie äußert sich unter anderem mit Fieber, Hautausschlag, Arthritis und kann in lebensbedrohliche Komplikationen wie das Makrophagenaktivierungssyndrom münden. Traditionell setzt man Glukokortikoide als Erstlinientherapie ein, die oft mit konventionellen krankehitsmodifizierenden Antirheumatika, kurz DMARDs, wie Methotrexat kombiniert werden. Diese wirken langsam und bringen erhebliche Nebenwirkungen mit sich. In den letzten Jahren kamen vermehrt Biologika wie Anakinra, Canakinumab und Tocilizumab zum Einsatz. Einige davon sind mittlerweile auch zugelassen. Internationale Leitlinien, die von Fachgesellschaften entworfen werden, empfehlen Biologika inzwischen als Erstlinientherapie. Doch die Belege dafür stammen fast ausschließlich aus Studien mit Kindern. Für Erwachsene fehlen bislang robuste Daten. Eine klare wissenschaftliche Antwort auf die Frage, ob Biologika auch bei Erwachsenen Vorteile bringen, gab es bisher nicht. Forscher aus Deutschland wollten nun genau das klären. Sie verglichen retrospektiv die Erstlinientherapie mit Biologika versus konventionellen DMARDs. Das Ziel war, herauszufinden, ob eine Biologika-Therapie zu mehr Remission und weniger Komplikationen führt. Die Resultate der Studie deuten auf einen klaren Vorteil zugunsten der Biologika hin.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40164168/
Kernder A et al. First-line biological versus conventional synthetic disease-modifying antirheumatic drug therapy in adult-onset Still's disease: a multicentre, retrospective, propensity weighted cohort study. Lancet Rheumatol 2025; 7:e415-e423
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Herzinsuffizienz ist bei Patientinnen mit rheumatoider Arthritis, kurz RA, ein ernstzunehmendes Risiko. Es ist bekannt, dass im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung RA-Patienten häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln. Bislang lag der Fokus der Forschung jedoch vor allem auf ischämischen Herzerkrankungen. Die Herzinsuffizienz, insbesondere die Form mit erhaltener Ejektionsfraktion, wurde bisher kaum differenziert untersucht. Dabei zeigt sich in Studien zunehmend: die Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion ist mehr als eine typische Alterskrankheit. Entzündungen scheinen bei der Entstehung eine zentrale Rolle zu spielen. RA gilt als chronische systemische Entzündungserkrankung. Daher liegt der Verdacht nahe, dass diese Entzündung auch zur Entstehung einer Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion beiträgt. Ziel dieser Studie von Kawano et al. war es deshalb, das Risiko für Herzinsuffizienz und insbesondere für die Form mit erhaltener Ejektionsfraktion bei RA-Betroffenen im Vergleich zu Menschen ohne RA zu untersuchen. Die Forscher kamen zu dem Resultat, dass RA unabhängig von klassischen Herz-Kreislauf-Risikofaktoren mit einem erhöhten Risiko für eine Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion einhergeht. Das unterstreicht die Bedeutung von Entzündungsprozessen für die Entwicklung dieser Herzinsuffizienzform.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39651569/
Kawano Y et al. Risk of Incident Heart Failure and Heart Failure Subtypes in Patients With Rheumatoid Arthritis. Arthritis Care Res (Hoboken) 2025; 77:631-639
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Hüftarthrose ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für Bewegungseinschränkungen. 2020 lag die globale Punktprävalenz bei über 400 Fällen pro 100.000 Menschen. Klinische Leitlinien empfehlen Bewegung als zentrale Maßnahme. Bisher ist jedoch unklar, welche Bewegungsform die beste ist. Es fehlen klare Belege, ob eine bestimmte Übungsart wie Kraft- oder Ausdauertraining der anderen überlegen ist. Prinzipiell erweist sich die Wirkung von Bewegung auf eine Verbesserung von Schmerzen und Funktion bei Hüftarthrose als eher gering bis mäßig. Viele Studien setzen auf Kraft- und neuromuskuläres Training, aerobe Komponenten wurden bisher selten untersucht. Menschen mit Hüftarthrose zeigen oft auch eine schwache Herz-Kreislauf-Fitness und chronische Entzündungszeichen. Diese Menschen könnten durch Ausdauertraining stärker profitieren. Einzelne Studien zeigten bisher positive Effekte auf die Funktion, allerdings bei hoher Abbruchrate. Vor diesem Hintergrund wollten Forscher aus Australien herausfinden, ob die Kombination aus aerober körperlicher Aktivität und Krafttraining Hüftschmerzen und Funktion deutlicher verbessert als Krafttraining allein. Das Ergebnis zeigt, dass beide Trainingsformen zu Verbesserungen führten, aber das zusätzliche Ausdauertraining keinen erkennbaren Mehrwert lieferte.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39922217/
Hall M et al. Addition of aerobic physical activity to resistance exercise for hip osteoarthritis (PHOENIX): a randomised comparative effectiveness trial. Lancet Rheumatol 2025; 7:e343-e354
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Der systemische Lupus erythematodes ist eine chronische Autoimmunerkrankung mit vielfältigen Symptomen. Er kann nahezu jedes Organ betreffen und geht oft mit Organschäden, Müdigkeit sowie psychischen Belastungen wie Angst oder Depressionen einher. Diese gesundheitlichen Einschränkungen erschweren eine stabile Erwerbstätigkeit. Beschäftigung ist für Menschen mit SLE jedoch essenziell, nicht nur finanziell, sondern auch für das Sozialleben und den Zugang zur Gesundheitsversorgung. Frühere Studien zeigen, dass nur etwa die Hälfte der erwachsenen SLE-Patienten erwerbstätig ist. Viele Betroffene verlieren ihre Arbeit oder können diese langfristig nicht halten.Gerade für junge Erwachsene stellt das ein Problem dar. Die Phase zwischen 18 und 30 ist entscheidend für Bildung, Karriere und soziale Entwicklung. Wer in dieser Zeit krankheitsbedingt ausfällt, läuft Gefahr, wichtige Entwicklungsschritte zu verpassen. In vergangenen Untersuchungen wurde diese Altersgruppe wissenschaftlich kaum differenziert betrachtet. Diese Studie beleuchtet erstmals qualitativ die Erfahrungen junger SLE-Patienten mit Arbeit, Krankheit und dem täglichen Balanceakt zwischen Gesundheit und Beruf. Das Resultat zeigt, dass viele der jungen SLE-Patienten zur Bewältigung ihrer Symptome dazu gezwungen sind, ihrer Gesundheit den Vorrang zu geben und ihre Arbeit oder soziale Verpflichtungen zu vernachlässigen.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39748221/
Golding MA et al. Lived Employment Experiences of Young Adults With Childhood- and Adult-Onset Systemic Lupus Erythematosus: A Multicenter Canadian Qualitative Study. Arthritis Care Res 2025 (Hoboken); 77:710-719
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Systemischer Lupus erythematodes, kurz SLE, ist eine komplexe Autoimmunerkrankung. Sie betrifft meist junge Frauen und verläuft individuell sehr unterschiedlich. Manche Patienten haben nur milde Symptome, andere leiden unter lebensbedrohlichen Organbeteiligungen.Ein früh erkannter ist SLE besser behandelbar. Doch in der Früherkennung liegt das Problem. Die Erkrankung entwickelt sich langsam und ist schwer greifbar. Es gibt keine klaren Diagnosekriterien, sondern nur Klassifikationskriterien und die reichen oft nicht aus, um frühe Krankheitszeichen zu erfassen. Die Folge ist, dass viele Patienten jahrelang durch das Gesundheitssystem geschleust werden, bis die Diagnose endlich gestellt wird. Dabei weiß man aus früheren Studien, dass Autoantikörper schon lange vor der Diagnose entstehen.Ein Forschungsteam aus Aarhus, Dänemark, stellten sich daher folgende Fragen: Wie häufig suchen SLE-Patienten schon Jahre vor der Diagnose ärztliche Hilfe auf? Welche Leistungen nutzen sie? Gibt es ein Muster, das auf frühe Krankheitsaktivität hinweist?Das Ergebnis ist eindeutig. SLE-Patienten hatten bereits in den 5 Jahren vor der Diagnose deutlich mehr Kontakte mit dem Gesundheitssystem als Personen ohne SLE. Dies könnte ein wichtiges Signal für die SLE-Frühdiagnostik sein.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40000262/
Geday S et al. Increased healthcare utilisation in the 5 years preceding systemic lupus erythematosus diagnosis: a Danish nationwide cohort study. Ann Rheum Dis 2025; 84:992-1000
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Bevor eine rheumatoide Arthritis, kurz RA, klinisch sichtbar wird, zeigen sich oft subtile Entzündungsprozesse, zum Beispiel an den Sehnenscheiden. In der Bildgebung, insbesondere in der Magnetresonanztomographie, erkennt man bei Patienten mit klinisch suspekter Arthralgie und bei früher RA häufig eine Sehnenscheidenentzündung, eine sogenannte Tenosynovitis. Diese Entzündung der Sehnenhüllen tritt typischerweise nahe der Gelenke auf, etwa am Handgelenk oder an den Grundgelenken der Finger und Zehen. Aktuelle Studien zeigen, dass eine Tenosynovitis nicht nur ein frühes Anzeichen, sondern auch ein prädiktiver Marker für die Entwicklung einer RA ist. Neben Synovitis und Knochenerosionen gilt sie heute als drittes Schlüsselmerkmal der Erkrankung. Tiermodelle zeigen sogar, dass das Tenosynovium sich als erstes entzündet. Trotzdem ist bislang wenig über die zelluläre Zusammensetzung dieses Gewebes bekannt, vor allem in der Frühphase der RA. Die Forscher der vorliegenden Studie wollten das ändern und entwickelten eine neue Technik zur Gewebeentnahme, um die Tenosynovitis besser zu verstehen und eine RA künftig früher zu erkennen. Sie kamen zu dem resultat, dass die Entnahme einer Tenosynovialbiopsie eine sichere und gut verträgliche Technik darstellt, die eine sichere Erkennung präklinischer RA-Veränderungen ermöglicht.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40148202/
Coletto LA et al. Minimally invasive retrieval and characterisation of tenosynovial tissue in rheumatoid arthritis: a novel approach to study at-risk, active, and remission stages. Ann Rheum Dis 2025; 84:949-959
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Die juvenile idiopathische Arthritis ist die häufigste chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung im Kindesalter. Eine schwerwiegende Komplikation dieser Erkrankung ist die assoziierte Uveitis, eine Augenentzündung, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Besonders in den ersten vier Jahren nach der Diagnose einer juvenilen idiopathischen Arthritis ist das Risiko für eine Uveitis hoch. Mehr als ein Zehntel aller Kinder mit juveniler idiopathischer Arthritis sind von einer Uveitis betroffen.Obwohl Screening-Leitlinien existieren, gibt es Unklarheiten darüber, welche Kinder regelmäßig untersucht werden sollten und welche Abstände hierfür notwendig sind. Zudem variieren die Risikofaktoren je nach Leitlinie. Besonders klinische Parameter wie das Alter, das Vorhandensein antinukleärer Antikörper oder das Geschlecht liefern uneinheitliche Ergebnisse. Um das Screening gezielter und effizienter zu gestalten, stellt sich die Frage: Können genetische Marker helfen, das Risiko für Uveitis bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis besser vorherzusagen?Das Ziel der vorliegenden Studie war es daher, die genetischen Risikofaktoren für die Uveitis zu identifizieren und ihre Rolle im Vergleich zu den etablierten klinischen Risikofaktoren zu untersuchen. So soll eine genauere Vorhersage ermöglicht werden, um betroffene Kinder frühzeitig und gezielt behandeln zu können. Die Forscher kamen mit der Studie zum Resultat, dass genetische Risikofaktoren durchaus eine wichtige Rolle bei der Erkrankung spielen.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39030878/
Tordoff M et al. Integration of Genetic and Clinical Risk Factors for Risk Classification of Uveitis in Patients With Juvenile Idiopathic Arthritis. Arthritis Rheumatol 2024; 76:1789-1796
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Gicht ist eine weit verbreitete chronische Erkrankung, die durch schubweise auftretende Entzündungen in den Gelenken gekennzeichnet ist. Manche Patienten entwickeln eine chronische Gichtarthritis, Tophi oder dauerhafte Gelenkschäden. Die zentrale Therapie besteht darin, die Mononatriumuratkristalle durch eine Senkung des Serumuratspiegels aufzulösen. Hierfür stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, darunter Allopurinol, Febuxostat und Probenecid. Doch trotz dieser Therapien erreichen viele Patienten keine stabile Remission.Im Jahr 2016 definierten Rheumatologen Remissionskriterien für die Gicht. Sie umfassen die Abwesenheit von Gichtanfällen und Tophi, einen niedrigen Serumuratspiegel von unter 0,36 mmol pro Liter sowie geringe Schmerz- und Aktivitätswerte auf einer visuellen Analogskala. Allerdings flossen die persönlichen Perspektiven der Patienten kaum in diese Definition ein. Erste qualitative Studien zeigen, dass einige Remissionskriterien möglicherweise überflüssig sind.Zudem ist unklar, welche Faktoren das Erreichen einer Remission beeinflussen. Die vorliegende Studie untersucht daher, ob das Volumen der Mononatriumuratkristalle ein verlässlicher Prädiktor für die Gichtremission sein könnte. Die Ergebnisse zeigen, dass eine hohe Kristallkonzentration die Chancen auf Remission verringert.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39135446/
Tabi-Amponsah AH et al. Baseline Dual-Energy Computed Tomography Urate Volume Predicts Fulfillment of Gout Remission After Two Years of Urate-Lowering Therapy. Arthritis Care Res (Hoboken) 2024; 76:1657-1665
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Der Rheumafaktor ist ein Autoantikörper, der häufig bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, abgekürzt RA, nachweisbar ist. Hohe Werte des Rheumafaktors gelten als ungünstiger prognostischer Faktor. Sie sind mit einer aggressiveren Krankheitsentwicklung, einer höheren Krankheitsaktivität und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden. Tumornekrosefaktor-Inhibitoren, sogegannte TNFis, wie Certolizumab Pegol oder Adalimumab sind bewährte Therapieoptionen bei RA. Obwohl TNFis ein gemeinsames Zielmolekül haben, unterscheiden sie sich strukturell. Besonders relevant ist das Vorhandensein oder Fehlen eines Fc-Fragments. Ein Fc-Fragment ist der Teil eines Antikörpers, der an Immunzellen oder andere Moleküle binden kann und damit eine Immunreaktion auslöst. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Patienten mit hohen Rheumafaktor-Werten schlechter auf TNFis mit Fc-Fragment ansprechen. Der Rheumafaktor könnte die Medikamentenbindung beeinflussen und zu einer schnelleren Ausscheidung führen. In dieser Studie haben Forscher untersucht, ob sich die Medikamentenkonzentrationen und klinischen Ergebnisse zwischen Certolizumab Pegol, einem TNFi ohne Fc-Fragment, und Adalimumab, einem TNFi mit Fc-Fragment, unterscheiden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Certolizumab Peogol bei Patienten mit hohem Rheumafaktor besser wirkt. Diese Patienten könnten somit besser von einer Therapie mit Certolizumab Pegol profitieren.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39222436/
Smolen JS et al. Impact of high rheumatoid factor levels on treatment outcomes with certolizumab pegol and adalimumab in patients with rheumatoid arthritis. Rheumatology 2024; 63:3015-3024
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Kniearthrose ist eine weit verbreitete Erkrankung, die mit Schmerzen und Funktionseinschränkungen einhergeht. Bisher galt eine entzündliche Synovitis als Hauptursache für Schmerzen. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Magnetresonanztomografie zeigen eine klare Korrelation zwischen Synovitis und Schmerz, vor allem in frühen Krankheitsstadien. Doch in späten Stadien verlieren diese Zusammenhänge an Bedeutung. Manche Patienten mit schwerer Kniearthrose berichten über starke Schmerzen, obwohl sie in der Bildgebung keine Anzeichen einer Entzündung zeigen.Welche anderen Faktoren beeinflussen das Schmerzempfinden bei Kniearthrose? Eine bisher wenig beachtete Möglichkeit ist die Schädigung des Synovialgewebes, also der Strukturen, die das Gelenk umgeben und für seine Homöostase wichtig sind. Die Hypothese: Chronische Entzündungen führen langfristig zu Gewebeschäden, die auch nach Abklingen der akuten Entzündung Schmerzen verursachen können. Um diesen Zusammenhang besser zu verstehen, untersuchten Forscher der Universität von Western Ontario in Kadada den Einfluss von Synovialgewebeschäden auf Schmerzen bei Kniearthrose im Spätstadium. Ihr Ziel war es, Entzündung und Gewebeschädigung als separate Prozesse zu analysieren und ihre Bedeutung für die Schmerzsymptomatik zu bestimmen. Die Forscher kamen im Rahmen der Studie zu dem Resultat, dass eine Schädigung des Synovialgewebes in Zusammenhang mit Schmerzen bei Kniearthrose im Spätstadium steht. Dies ist unabhängig von Entzündungen und radiologisch sichtbaren Schäden.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38971554/
Philpott HT et al. Association between synovial tissue damage and pain in late-stage knee osteoarthritis: A cross-sectional study. Osteoarthritis Cartilage 2024; 32:1503-1512
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Frauen mit systemischem Lupus erythematodes oder rheumatoider Arthritis stehen während der Schwangerschaft vor besonderen Herausforderungen. Die Krankheitsaktivität kann das Risiko für Komplikationen bei Mutter und Kind erhöhen. Deshalb empfehlen Ärztinnen und Ärzte oft eine medikamentöse Therapie, um Schübe zu vermeiden und die Gesundheit der Patientinnen zu schützen. Ein bewährtes Medikament ist Hydroxychloroquin, das sowohl entzündungshemmend als auch krankheitsmodifizierend wirkt. Es wird häufig zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt und gilt als relativ sicher in der Schwangerschaft. Dennoch gibt es Unsicherheiten bezüglich möglicher Risiken für das ungeborene Kind. Da Hydroxychloroquin die Plazenta passieren kann, wurde wiederholt diskutiert, ob es die DNA-Synthese beeinflussen und Fehlbildungen verursachen könnte.Bisherige Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während viele Untersuchungen keine signifikanten Risiken für angeborene Fehlbildungen fanden, zeigte eine US-amerikanische Studie mit fast 2.000 Schwangerschaften unter Hydroxychloroquinmedikation ein leicht erhöhtes Risiko für größere kongenitale Fehlbildungen. Das Ziel der vorliegenden Studie war die Klärung, ob die Einnahme von Hydroxychloroquin im ersten Trimester tatsächlich das Risiko für Fehlbildungen erhöht.Die Ergebnisse zeigen, dass Hydroxychloroquin in der Frühschwangerschaft nicht mit einem signifikant höheren Fehlbildungsrisiko verbunden ist. Das bestätigt die bisherige Einschätzung vieler Expertinnen und Experten, dass der Nutzen von Hydroxychloroquin in der Schwangerschaft das potenzielle Risiko überwiegen könnte.
Link zur Studie (PubMed):
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38479815/
Nguyen NV et al. Hydroxychloroquine in lupus or rheumatoid arthritis pregnancy and risk of major congenital malformations: a population-based cohort study. Rheumatology 2025; 64:117-125
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Die rheumatoide Arthritis, abgekürzt RA, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die zu Gelenkschäden und Bewegungseinschränkungen führt. In der klinischen Praxis werden Patienten oft anhand von Antikörpern wie dem Rheumafaktor und Antikörpern gegen citrullinierte Proteine klassifiziert. Diese serologischen Marker könnten nicht nur zur Diagnosestellung, sondern auch zur Vorhersage des Therapieansprechens dienen.Frühere Studien zeigen, dass Patienten mit Rheumafaktor oder Antikörpern gegen citrullinierte Proteine unterschiedlich auf Therapien ansprechen. Besonders das Medikament Abatacept könnte für diese Patientengruppe vorteilhaft sein. Gleichzeitig gibt es genetische Faktoren, wie das Shared-Epitope-Allel, die das Erkrankungsrisiko beeinflussen. Ob diese genetischen Merkmale auch einen Einfluss auf das Therapieansprechen haben, war bisher unklar.Bisher fehlten randomisierte Studien, die klären, ob die Kombination aus den Antikörpern und der Variante des Shared-Epitope-Allels eine präzisere Therapieentscheidung ermöglichen könnte. Genau hier setzte die NORD-STAR-Studie an. Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen diesen Biomarkern und dem Ansprechen auf verschiedene RA-Therapien, um eine mögliche personalisierte Behandlungsstrategie abzuleiten. Eine Abatacept-Behandlung zeigte bei Antikörper-positiven RA-Patienten einen Trend zu besserem medikamentösem Ansprechen im Vergleich zu einer aktiven konventionellen Behandlung, allerdings konnte keine statistische Signifikanz gezeigt werden.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39079894/
Lend K et al. Association of rheumatoid factor, anti-citrullinated protein antibodies and shared epitope with clinical response to initial treatment in patients with early rheumatoid arthritis: data from a randomised controlled trial. Ann Rheum Dis 2024; 83:1657-1665
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Hydroxychloroquin ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung des systemischen Lupus erythematodes. Studien zeigen, dass das Medikament bei Lupus-Patienten Schübe reduziert, Organschäden verhindert und die Überlebensrate verbessert. Doch es gibt zwei große Probleme: Erstens nehmen viele Patienten das Medikament nicht konsequent ein. Mehr als die Hälfte der Patienten setzt es nach neun Monaten ab, ein Drittel führt die Behandlung nach der Erstverschreibung nicht fort. Diese mangelnde Adhärenz führt zu einer bis zu achtmal höheren Sterblichkeitsrate und einer drastischen Zunahme von Krankenhausaufenthalten. Vor allem Patienten mit sozialen Barrieren sind betroffen. Als zweites Problem gibt es Unsicherheiten über die optimale Dosierung. Eine Reduktion der Hydroxychloroquin-Dosis auf maximal 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag erhöht möglicherweise das Risiko für Krankheitsaktivität und Schübe, während höhere Dosierungen potenziell toxisch für die Augen sind. Eine routinemäßige Überwachung der Hydroxychloroquin-Blutspiegel könnte helfen, die richtige Balance zu finden. Ziel der Studie war es daher, den Zusammenhang zwischen Hydroxychloroquin-Blutspiegeln und der Notwendigkeit einer Akutversorgung zu untersuchen. Die Forscher wollten herausfinden, ob eine gezielte Blutspiegelkontrolle die Behandlung verbessern und die Gesundheitsversorgung optimieren kann. Das Resultat der Studie zeigt, dass Personen mit therapeutischem Blutspiegel eine signifikant niedrigere Rate an Akutbehandlungen aufweisen.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39187461/
Garg S et al. Therapeutic Hydroxychloroquine Blood Levels Are Associated With Fewer Hospitalizations and Possible Reduction of Health Disparities in Lupus. Arthritis Care Res 2024; 76:1606-1616
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Lupusnephritis ist eine schwere Nierenkomplikation des systemischen Lupus erythematodes. Über die Hälfte der Lupus-Patienten entwickeln eine Lupusnephritis mit Entzündungen, Gewebeschädigung und Fibrose in den Nieren. Ein Problem der aktuellen Praxis ist, dass Nierenbiopsien zur Diagnose als Goldstandard zwar genaue Informationen liefern, aber invasiv sind und Komplikationen bergen. Zudem sind sie nicht praktikabel für eine Langzeitüberwachung. Daher wird die Proteinurie häufig als Verlaufsmarker verwendet, obwohl sie nicht immer zuverlässig das Ansprechen auf die Therapie widerspiegelt. Bisher gibt es keine nicht-invasiven Marker, die zuverlässig zwischen verschiedenen Lupusnephritis-Formen unterscheiden oder das Therapieansprechen vorhersagen können. Einige Studien deuten darauf hin, dass Autoantikörper wie Anti-C1q oder Anti-dsDNA Hinweise auf die Krankheitsaktivität liefern könnten. Allerdings wurden diese Marker bisher nicht systematisch untersucht, insbesondere nicht in unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Daher war das Ziel dieser Studie, zu prüfen, ob Autoantikörper wie Anti-C1q und Anti-dsDNA als nicht-invasive Biomarker zur Vorhersage der Krankheitsaktivität und des Therapieerfolgs dienen können. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Konzentrationen von Anti-dsDNA- und Anti-C1q-Autoantikörpern als Biomarker für proliferative Lupusnephritis dienen können.
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Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38962936/
Fava A et al. Association of Autoantibody Concentrations and Trajectories With Lupus Nephritis Histologic Features and Treatment Response. Arthritis Rheumatol 2024; 76:1611-1622
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Kniearthrose ist eine der Hauptursachen für Bewegungseinschränkungen im Alter. Besonders betroffen ist das Kniegelenk, das durch degenerative Veränderungen Schmerzen verursacht und die Mobilität einschränkt. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Muskulatur. Mit zunehmendem Alter und durch die Krankheit selbst nimmt die Muskelkraft ab. Dies kann die Belastung auf das Gelenk erhöhen, Schmerzen verstärken und das Fortschreiten der Arthrose beschleunigen. Studien zeigen, dass die Muskelzusammensetzung bei Kniearthrose-Patienten verändert ist. Doch bisher fehlten detaillierte Erkenntnisse darüber, wie geschlechtsspezifische Unterschiede die Muskulatur beeinflussen. Zudem war unklar, ob die mitochondriale Energieproduktion der Muskeln mit der Krankheit zusammenhängt. Die Wissenschaftler der SOMMA-Studie wollten diese Zusammenhänge genauer untersuchen. Das Ziel der Forscher war, die Beziehung zwischen Kniearthrose, Muskelkraft und mitochondrialer Energie zu erfassen. Dabei berücksichtigten sie auch den Einfluss von Geschlecht und Schmerzen. Erste Ergebnisse der Studie zeigen, dass Muskelkraft und -zusammensetzung bei Kniearthrose-Patienten reduziert sind. Die Forscher heben besonders hervor, dass die mitochondriale Energieproduktion nur bei Frauen, nicht jedoch bei Männern, vermindert ist.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39016102/
Distefano G et al. Skeletal Muscle Composition, Power, and Mitochondrial Energetics in Older Men and Women With Knee Osteoarthritis. Arthritis Rheumatol 2024; 76:1764-1774
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Glukokortikoide sind seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der Therapie der rheumatoiden Arthritis, abgekürzt RA. Sie reduzieren Entzündungen und verbessern klinische Symptome. Dennoch gibt es anhaltende Debatten über ihren langfristigen Einsatz. Während Leitlinien, wie die des American College of Rheumatology, von einer dauerhaften Einnahme abraten, bleiben viele Patienten dennoch über lange Zeit auf Glukokortikoiden. Dies liegt oft an anhaltenden Beschwerden oder Schwierigkeiten beim Absetzen.Ein wichtiger Aspekt ist das kardiovaskuläre Risiko. Es gibt Hinweise, dass eine gute Entzündungskontrolle das kardiovaskuläre Risiko senken kann. RA-Patienten haben jedoch ohnehin schon ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch können Glukokortikoide dieses Risiko weiter erhöhen? Bisherige Studien lieferten hierzu widersprüchliche Ergebnisse. Die meisten Untersuchungen waren nicht darauf ausgelegt, das Risiko speziell bei niedrigen Glukokortikoid-Dosen oder in stabil behandelten Patientengruppen zu analysieren. Diese Studie zielte darauf ab, das kardiovaskuläre Risiko im Zusammenhang mit niedrig dosierten Glukokortikoiden systematisch zu untersuchen. Besonders interessant war die Frage, ob dieses Risiko bei Patienten mit bereits erhöhtem kardiovaskulärem Risiko besonders hoch ist. Die Forscher kamen in vorliegender Studie zu dem Ergebnis, dass RA-Patienten selbst unter niedrig dosierten Glukokortikoiden häufiger kardiovaskuläre Ereignisse erleiden.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38923870/
Coburn BW et al. Association of Cardiovascular Outcomes With Low-Dose Glucocorticoid Prescription in Patients With Rheumatoid Arthritis. Arthritis Rheumatol 2024; 76:1585-1593
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Kniearthrose ist eine der häufigsten Ursachen für Behinderungen bei älteren Menschen. Weltweit leiden fast 300 Millionen Menschen darunter, und die Zahlen steigen aufgrund der alternden Bevölkerung weiter an. Das stellt eine große Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar, da viele dieser Patienten eine Knieprothese benötigen. Jährlich steigt die Zahl der durchgeführten Knieprothesenoperationen, was hohe Kosten und eine Belastung der medizinischen Ressourcen bedeutet. Da eine Operation oft als letzte Option betrachtet wird, gibt es Empfehlungen, nicht-chirurgische Maßnahmen wie Aufklärung und Bewegung in die Behandlung von Kniearthrose zu integrieren. Diese Programme sollen die Schmerzen lindern und die Funktion verbessern, wodurch der Bedarf an Operationen verringert werden könnte. Bisher gab es jedoch nur wenige Studien, die den direkten Vergleich zwischen Aufklärung, Bewegung und Knieprothesen untersuchten. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Knietotalendoprothese mit größeren Verbesserungen bei Schmerzen, Funktion und Lebensqualität in Verbindung gebracht wird. Ein Bildungs- und Übungsprogramm stellt aber bei einem bedeutenden Anteil der Patienten eine brauchbare Alternative zur Prothese dar. Dies könnte den Gesamtbedarf an Prothesen verringern.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38191793/
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Young JJ et al. Total Knee Arthroplasty Versus Education and Exercise for Knee Osteoarthritis: A Propensity-Matched Analysis. Arthritis Care Res 2024; 76:682-690
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