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Was jetzt? – Spezial
Was jetzt? – Spezial
Author: DIE ZEIT
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© ZEIT ONLINE
Description
Immer samstags schauen wir im Nachrichtenpodcast “Was jetzt?” auf die Geschichten hinter den Nachrichten: In Reportagen, Interviews und mit Stimmen aus der Community erzählen wir, wie es den Menschen im Ahrtal ein Jahr nach der Flut geht, warum die Pflege in Deutschland so unterbesetzt ist oder warum der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine anhält. In diesem Feed finden Sie alle unsere Spezialausgaben von “Was jetzt?”. Denn die Hintergründe bleiben interessant, auch wenn die Schlagzeilen sich ändern.
Noch mehr Hintergrundberichte zu aktuellen Nachrichten gibt es in der ZEIT und auf zeit.de. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen unter www.zeit.de/wasjetzt-abo
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215 Episodes
Reverse
Die Wohnungssuche in Deutschland ist für viele Menschen zur Odyssee
geworden: Hunderte Mails an Makler, Anzeigen auf Immobilienportalen, die
nach Minuten wieder verschwinden, und lange Schlangen bei
Wohnungsbesichtigungen. Am Ende steht oft eine Absage oder gar keine
Antwort. Familien leben beengt, getrennte Paare bleiben aus finanzieller
Not zusammen wohnen, Jobanfänger zahlen überteuerte Zwischenmieten.
Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt zur Miete, doch in
vielen Städten fehlen vor allem bezahlbare Mietwohnungen. Besonders in
Großstädten treibt die hohe Nachfrage die Preise in die Höhe.
Gleichzeitig bremsen hohe Baukosten und strengere Anforderungen an
Energieeffizienz den Bau neuer Wohnungen. Politiker verschiedener
Parteien bezeichnen den Wohnungsmangel seit Jahren als eine der
zentralen sozialen Fragen des Landes: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
im Jahr 2025, Olaf Scholz (SPD) im Jahr 2021 und Horst Seehofer (CSU)
als Bauminister im Jahr 2018.
Warum ändert sich dann so wenig? Darüber spricht Rita Lauter in dieser
Spezialfolge von "Was jetzt?" mit Caterina Lobenstein. Die Redakteurin
im Dossier-Ressort der ZEIT recherchiert seit Jahren zum Wohnungsmarkt
und zum Wohnungsbau. Im Podcast rekonstruiert sie die Dimensionen der
heutigen Wohnungsnot und zeigt den eklatanten Kontrast dazu auf, wie es
in den Anfangsjahren der Bundesrepublik gelang, die damals noch viel
verheerendere Wohnungskrise zu lösen.
Transparenzhinweis: In der Folge kommt auch eine Vermieterin im O-Ton
vor. Wir haben ihre Stimme auf ihren Wunsch hin leicht verfremdet.
Moderation und Skript: Rita Lauter
Redaktion: Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Immobilienmarkt: Mieten oder kaufen?
Interaktiver Rechner: Mieten oder Kaufen? Der endgültige Rechner
Mietpreise in Deutschland: So teuer sind die Mieten in Ihrer Stadt im
Deutschland-Vergleich
Wohnungsnot: Wie man ein Wohnwunder schafft – und wie nicht
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Seit Beginn seiner Präsidentschaft wird US-Präsident Donald Trump von
den CEOs amerikanischer Großunternehmen umgarnt. Früher waren diese oft
verlässliche Unterstützer der Demokraten, doch heute imponiert vielen
der Gedanke an einen Chef, der "durchregiert" und selbst die Regeln
macht, statt sich nur an sie zu halten. Auch in Deutschland wackeln
Angehörige der bürgerlichen Elite. Sie liebäugeln offen mit der
autoritären Versuchung durch die AfD. So dachte der Verband der
Familienunternehmer zwischenzeitlich sogar laut darüber nach,
Gesprächskanäle zu den Rechten zu öffnen.
In einer neuen Ausgabe von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen Robert
Pausch, Paul Middelhoff und Lisa Caspari über die Eliten in Deutschland
und den USA. Warum driften viele nach rechts? Studien zeigen, dass es
politisch libertäre und rechtskonservative Bewegungen immer gegeben hat.
So zeigt das "politische Unternehmertum" Silvio Berlusconis in Italien
durchaus Parallelen zum Aufstieg Donald Trumps in den USA.
Wohin der moralische Verfall der Eliten im Extremfall führen kann,
demonstrieren gerade die Epstein-Akten. Was sie über das Netzwerk und
die Selbstsicherheit der Elite aussagen und wie sich ein Besuch im Ort
der Superreichen anfühlt, ist außerdem Thema in dieser Wahlkreis
Ausgabe.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Elitenforscher Michael Hartmann über seine (enge) Definition der
deutschen Elite
Biebricher et al. “Oben-rechts”
NYT-Essay über Epstein
Roberts Interview mit Bijan Djir-Sarai
Peter Thiel im Interview mit Ross Douthat
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Rund ein Jahr nach dem Prozess gegen ihre Vergewaltiger spricht Gisèle
Pelicot ausführlich über das, was ihr angetan wurde – und darüber, warum
ihr Buch trotzdem Eine Hymne ans Leben heißt. Jahrelang hatte ihr
Ehemann Dominique Pelicot sie betäubt, missbraucht und anderen Männern
zur Vergewaltigung angeboten. Im Dezember 2024 wurde er in Avignon zu 20
Jahren Haft verurteilt, 50 Mitangeklagte erhielten ebenfalls
Gefängnisstrafen.
In dieser Sonderfolge von Was jetzt? spricht ZEIT-Redakteurin Tanja
Stelzer über ihre Begegnung mit Gisèle Pelicot: über eine Frau, die
ihren Prozess bewusst öffentlich führte, um anderen Mut zu machen. Im
Gespräch geht es um offene Fragen rund um die Taten und um die Spuren,
die der Fall in Frankreich hinterlassen hat, etwa beim "Ja heißt
Ja"-Gesetz, und um Pelicots Rolle als feministische Bezugsperson.
Und es geht um ihr Leben heute, um eine neue Liebe und einen Satz, der
nach allem besonders kraftvoll klingt: "Ich erlaube mir, glücklich zu
sein."
Das gesamte Interview können Sie hier lesen.
Host: Hannah Grünewald
Redaktion: Constanze Kainz
Die Redaktion erreichen Sie per Mail an wasjetzt@zeit.de
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Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium Millionen Dokumente
im Fall Jeffrey Epstein. In ihnen finden sich Hinweise auf ein
mutmaßliches Netzwerk aus Menschenhandel und sexualisierter Gewalt –
sowie die Geschichte einer Frau, die in den Akten als "Jane Doe" geführt
wird.
Aus E-Mails, Tagebüchern und einer Zivilklage ergibt sich das Bild einer
Jugendlichen, die nach eigenen Angaben in Epsteins Umfeld geraten sein
soll. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen den inzwischen verstorbenen
Finanzier und gegen einen weiteren einflussreichen Investor.
Gerichtsurteile gibt es in ihrem Fall bislang nicht. Die Beschuldigten
bestreiten die Anschuldigungen, Verfahren laufen noch.
Epstein selbst wurde 2008 wegen der Beschaffung von Minderjährigen für
Prostitution verurteilt und kam bald wieder frei. 2019 starb er in
Untersuchungshaft. Der Fall erregte weltweit Aufsehen und nährt bis
heute Verschwörungstheorien. Die Akten enthalten zahlreiche Fotos von
ihm mit Prominenten und hochrangigen Politikern wie Bill Clinton und
Donald Trump.
In diesem Spezial von Was jetzt? spricht Helena Schmidt mit Paul
Middelhoff. Der US-Korrespondent der ZEIT hat gemeinsam mit Anna Mayr
und Kerstin Kohlenberg zu dem Fall von Jane Doe recherchiert und sich
durch die Akten gearbeitet. Im Podcast rekonstruiert er ihre Geschichte
und spricht über die journalistischen Grenzen der
Verdachtsberichterstattung, über Macht und Straflosigkeit und darüber,
was die neuen Akten politisch bedeuten.
Moderation und Skript: Helena Schmidt
Redaktion: Constanze Kainz, Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Timeline zu den Epstein-Files: Das sind die wichtigsten Entwicklungen im
Fall Epstein
Klage gegen Jeffrey Epstein: Die Klage der Jane Doe
Epstein-Files: Trump soll bereits 2006 Informationen über Epsteins Taten
gehabt haben
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Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist schon lange der Badboy der
EU, Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte ihn schon mal
frotzelnd mit “Hello, dictator”. Daheim höhlt Orbán den Rechtsstaat aus,
in Brüssel legt er Veto gegen Ukrainehilfen ein. Und zu Hause scheint
Orbán den Machterhalt perfektioniert zu haben: Seit 16 Jahren regiert er
in Ungarn, wurde dreimal wiedergewählt und kann auf eine
Zweidrittelmehrheit im Parlament zurückgreifen. Das System Orbán
fasziniert Rechte weltweit – nicht nur die AfD in Deutschland, sondern
auch das Trump-Lager, das regelmäßig nach Budapest reist, um von Ungarn
zu lernen. Auch die CSU war kurzzeitig mal Orbán-Fan, worüber sie heute
nicht mehr so gerne spricht.
In einer neuen Ausgabe von Was jetzt? – Der Wahlkreis sprechen Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über Orbáns Begriff der
“illiberalen Demokratie” und die Mechanismen, die dahinterstecken. Was
unterscheidet seinen Autoritarismus von dem in Russland, und warum ist
er für Rechte gerade dadurch attraktiv? Wie hat Orbán es geschafft, über
all die Jahre große Teile der Ungarn hinter seiner Politik zu vereinen –
und warum scheint diese Zustimmung gerade jetzt, vor den nächsten
Wahlen, zu bröckeln?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 28. Februar.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Wie sich die amerikanische Rechte in Ungarn verliebte (New York Times)
Eine große New-Yorker-Reportage über die Amerika-Leidenschaft der
amerikanischen Rechten
Orbáns Rede bei CPAC
Béla Greskovits über Orbáns System der Civic Circles
Ein Ideologe des Orbán-Regimes über Orbáns Regierungstechnik
Orbáns Rede zur illiberalen Demokratie
Eine interessante Analyse zu Orbáns Grundsatzreden 2014–2023
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Im März 2006 verurteilt ein Gericht den Arzt Lou Ortenzio aus Clarksburg
in West Virginia zu einer Bewährungsstrafe. Er verliert seine Zulassung
und steht vor dem Nichts. Es ist das vorläufige Ende eines
jahrzehntelangen Irrwegs, einer Verkettung zahlreicher leichtsinniger
Entscheidungen und folgenschwerer Fehlscheinschätzungen.
Wie Kollegen überall im Land, hatte Ortenzio in den neunzigern Jahren –
getrieben von einem Paradigmenwechsel in der Schmerzmedizin und einer
aggressiven Desinformationskampagne der Pharmaindustrie – im großen Stil
Opioide an seine Patienten verschrieben, starke Schmerzmittel, die lange
nur Krebs- und Intensivpatienten vorbehalten gewesen waren. Es war der
Beginn einer der tödlichsten Gesundheitskrisen der Gegenwart, wegen der
bis heute jedes Jahr zehntausende US-Bürger sterben.
In diesem Spezial von "Was jetzt?" erzählt Jannis Carmesin eine
Geschichte von Leichtsinn und Naivität, Gier und Vergebung, Schuld und
Sühne – in der Ortenzio nicht nur Täter ist, sondern auch selbst zum
Opfer wird.
Moderation und Skript: Jannis Carmesin
Redaktion: Bastian Berbner
Produktion: Markus Gläser
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Die erste Was jetzt?-Folge im Jahr 2025 hatte den Titel: "Ein
Jahr, das uns keine Zeit zum Warmen laufen lässt." Und ja, die
politischen Ereignisse ließen nicht auf sich warten. Am 20. Januar legt
Donald Trump zum zweiten Mal seinen Amtseid ab und tritt seine zweite
Präsidentschaft an. Welche seiner zentralen Vorhaben hat diese
US-Regierung bislang umgesetzt? Und was waren für die
US-Korrespondentinnen der ZEIT in den vergangenen zwölf Monaten
Lichtblicke?
Auch in Deutschland hat in diesem Jahr eine neue Regierung ihre Arbeit
aufgenommen. Am 6. Mai wird Friedrich Merz im zweiten Anlauf als
Bundeskanzler vereidigt. Doch die Koalition mit der SPD steht von Anfang
an auf wackeligen Beinen. Eine der ersten Amtshandlungen der neuen
Regierung: die Verschärfung der Migrationspolitik. Handelt sie dabei
auch aus Sorge vor der AfD?
Das Jah 2025 war auch wieder von Kriegen geprägt. Die Ukraine geht in
ihren vierten Kriegswinter. Im Herbst hat Russland seine Angriffe auf
das Land verstärkt, Drohnen bombardieren Städte, an der Front gerät die
ukrainische Armee zunehmend unter Druck. Im September dringen Drohnen in
den polnischen Luftraum ein, wurde russische Kampfjets im estnischen
Luftraum gesichtet. Doch zwischen all dem gab es in diesem Jahr auch
Momente der Hoffnung – und zuletzt intensiv geführte Gespräche, vor
allem zwischen Russland, der Ukraine und den USA.
Einen Frieden – zumindest auf dem Papier – konnten die USA in diesem
Jahr bereits an anderer Stelle herbeiführen: Am 10. Oktober tritt im
Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft. Auch wenn sie brüchig bleibt,
gibt sie den Menschen etwas Luft zum Atmen. Im Podcast treffen wir Nour
Nofal wieder. Bereits im Sommer hat sie uns in einer Sonderfolge von
ihrem Traum erzählt, Gazas erste Neurochirurgin zu werden. Was wünscht
sie sich nun?
Wenn Sie nach Trump, Regierungskrisen und Kriegen denken: Dieses Jahr
möchte ich eigentlich nicht noch einmal Revue passieren lassen – dann
haben wir in dieser Folge noch mehr für Sie. Bunte und leichtere
Momente, die 2025 ebenfalls geprägt haben, außerdem Gedichte, Spiele und
zum Abschluss Tipps und Vorhaben aller Was jetzt?-Hosts zum Durchatmen.
Redaktion: Hannah Grünewald, Pia Rauschenberger, Constanze Kainz und
Moses Fendel
Weitere Recherche Gaza: Hanna Israel
Produktion: Markus Gläser und Ole Pflüger
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Die USA erklären Europa zum Gegner. Und zwar hochoffiziell, in ihrer
neuen Nationalen Sicherheitsstrategie. Das Dokument zeigt auf
eindrückliche Weise, welche Denkschulen derzeit die Rechte in den USA
prägen. Gleichzeitig spricht aus der Strategie auch eine gewisse Sorge –
offenbar scheinen sich Donald Trump und seine Anhänger ihres Siegeszugs
noch nicht allzu gewiss zu sein.
In der neuen Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen unsere
Hosts Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch darüber, warum die
US-Rechte so besessen von Geburtenraten ist. Warum denkt sie, dass das
Unglück für die USA schon nach dem Zweiten Weltkrieg begann? Und was
genau verachtet sie so sehr am liberalen Denken?
Der nächste "Wahlkreis"-Podcast erscheint am 31. Januar – mit einer
kleinen Veränderung zum neuen Jahr: Paul Middelhoff wird neuer
US-Korrespondent der ZEIT und sich fortan digital aus den Vereinigten
Staaten zuschalten. Sonst bleibt aber alles gleich: In jeder Folge
widmen sich unsere "Wahlkreis"-Hosts einem wichtigen Thema der Zeit, das
über das tagesaktuelle Klein-Klein hinausweist.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes:
Yoram Hazony: The Virtue of Nationalism (Buch)
Yoram Hazony beim Podcaster Winston Marshall
Patrick Deneen et al. über eine postliberale Außenpolitik
Der postliberale Philip Pilkington über die Fehler liberaler
Außenpolitik und Geburtenraten als sicherheitspolitisches Anliegen
Über Geburtenraten und Great-Replacement-Theorie im Denken der
amerikanischen Rechten und des Christchurch-Attentäters
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Über 50 Jahre hatten Baschar al-Assad und sein Vater über Syrien
geherrscht, die Bevölkerung verfolgt, inhaftiert und gefoltert. Als 2011
Menschen dagegen auf die Straße gehen, lässt Assad die Proteste brutal
niederschlagen. Noor Arabou ist damals erst 18 Jahre alt. Sie versorgt
verletzte Demonstranten, wird inhaftiert und gefoltert. Nachdem sie
freikommt, baut sie ein Krankenhaus auf, dokumentiert die Verbrechen des
Regimes und flieht schließlich ins Exil.
Und dann kommt der 8. Dezember 2024: Assad wird gestürzt. Oppositionelle
Gruppen, angeführt von Hajat Tahrir al-Scham (HTS), übernehmen die
Macht, der Anführer der HTS, Ahmed al-Scharaa, wird
Übergangspräsident.
Und Noor Arabou? Sie kehrt nach Syrien zurück, um ihr Land
mitzugestalten. Arabou kandidiert für das neue Parlament und wird
gewählt. Unsere Reporterin Andrea Backhaus hat sie in den Wochen nach
der Wahl in Hama getroffen. Arabou erzählt, wie sich Syrien nach Assads
Sturz entwickelt hat. Sie berichtet, vor welchen Herausforderungen die
Gesellschaft steht. Und wie optimistisch sie ist, dass Syrien eine
Demokratie werden kann.
Moderation: Helena Schmidt
Reporterin: Andrea Backhaus
Sprecherin und Übersetzung: Alicia Kleer
Redaktion: Bastian Berbner
Produktion: Helena Schmidt, Markus Gläser
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Sie hier hören.
Archiv-Töne:
https://www.youtube.com/watch?v=JcXP2xMk5oA
https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
https://www.youtube.com/watch?v=vtGswyr3OwQ
https://www.youtube.com/watch?v=RdomgTCp5xY
https://www.nbcnews.com/video/the-protests-in-daraa-that-sparked-syria-s-10-year-civil-war-108742725698
https://www.youtube.com/watch?v=0dBacx_wz8g
https://www.youtube.com/watch?v=yx5Wi-ExHS0
https://www.youtube.com/watch?v=_ywg3xpNIVA
https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
https://www.youtube.com/watch?v=RdomgTCp5xY
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"Wir geben Kindern ihre Kindheit zurück; Eltern ihren Seelenfrieden", so
hat es die australische Regierung vor einem Jahr versprochen. Als
weltweit erstes Land setzt Australien ein Social-Media-Verbot für Kinder
und Jugendliche unter 16 Jahren um – aufmerksam beobachtet vom Rest der
Welt. Am 10. Dezember tritt das Gesetz in Kraft; Kinder und Jugendliche
können dann nicht mehr auf ihre Accounts bei Instagram, Snapchat, TikTok
oder YouTube zugreifen.
Australien schreibt damit einerseits Geschichte und legt sich
andererseits mit den großen Plattformen an – die sich heftig gegen das
Gesetz gewehrt haben. Snapchat und YouTube bestreiten zum Beispiel,
überhaupt ein soziales Netzwerk zu sein; TikTok-Vertretern wird von
Abgeordneten vorgeworfen, Mitarbeiter eingeschüchtert zu haben.
Doch dass die Plattformen mit ihren Algorithmen süchtig machen können,
verstörendste Darstellungen von Gewalt und Pornografie schon in sehr
jungen Jahren zugänglich machen und zugleich nicht genug für den
Jugendschutz tun, darin sind sich Gesundheitsfachleute und viele
Politikerinnen einig. Uneins aber sind sie bei anderen mutmaßlichen
Zusammenhängen zwischen Social-Media-Konsum und mentaler Gesundheit. In
Australien hat etwa jeder dritte Jugendliche bereits psychische Probleme
erlebt. Politiker machen dafür auch Social Media verantwortlich:
Massiver Konsum könne zu Depressionen, Angststörungen,
Einsamkeit, Selbstverletzungen und noch Schlimmerem führen. Hinzu komme
die Gefahr von Grooming, Erpressung und Übergriffen.
Wie gut gelingt es der australischen Regierung, das Verbot umzusetzen –
und wie kommt es bei australischen Jugendlichen an? Für dieses "Was
jetzt?"-Spezial haben wir mit australischen Jugendlichen gesprochen, mit
Psychologinnen und mit der Hochkommissarin für digitale Sicherheit,
Julie Inman Grant.
Links zur Folge
- Digitalpodcast "Neustart": Braucht es ein Social-Media-Verbot für
Kinder?
- Altersgrenze für Social Media: Sie sollen lieber spielen als
tiktoken
- Social-Media-Verbot in Australien: Ein Zaun um den Ozean
- Studie: Jeder zweite junge Mensch zeigt Symptome von
Social-Media-Sucht
- Annekathrin Kohout: "Offlinesein muss man sich leisten können"
- Bildschirmzeit von Kindern: Tut ihnen das nicht an!
- Soziale Medien: Suchtbeauftragter fordert gestaffelte
Altersfreigaben auf Social Media
- Jugendschutz: Dänemark plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 15
Jahren
Skript und Moderation: Rita Lauter
Mitarbeit und Recherche: Vera Sprothen
Redaktion: Mounia Meiborg und Ole Pflüger
Regie, Aufnahmeleitung und Produktion: Markus Gläser
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Lange waren die Deutschen stolz auf ihren Erfindergeist, die Stärke
ihrer Industrie und darauf, dass made in Germany auf der ganzen Welt als
Synonym für Wertarbeit und Verlässlichkeit galt. Doch das ändert sich
gerade: Die Zölle der US-Regierung und die rasante Entwicklung der
chinesischen Wirtschaft bedrohen den Kern der hiesigen Wirtschaft. Diese
Krise führt nicht nur in die roten Zahlen – sie stellt das deutsche
Selbstverständnis infrage.
In der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts sprechen unsere Hosts Paul
Middelhoff und Robert Pausch über die Gründe für den ökonomischen
Abschwung, erklären, was es mit dem "Chinaschock" auf sich hat und wie
der Stolz auf den Titel des "Exportweltmeisters" einst dabei half, die
deutsche Demokratie zu stabilisieren.
Weiterführende Links:
"Financial Times": Can anything halt the decline of German economy?
Jan-Otmar Hesse: "Exportweltmeister – Geschichte einer deutschen
Obsession"
Sander Tordoir und Brad Setser über den "Chinaschock" (PDF)
Mark Schieritz über die "ökonomische Zeitenwende"
Jürgen Habermas über die Bedeutung der Wirtschaft für die deutsche
Demokratie
Analyse der Rhodium Group zur Krise der deutschen Autoindustrie
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Die Welt steuert auf 2,8 Grad mehr zu. Welche Folgen hätte das? Und wie
viel Hitze kann ein Mensch eigentlich ab? Eine Reise in die derzeit
wahrscheinlichste Klimazukunft.
Auf der Klimakonferenz in Belém wird derzeit verhandelt, wie sich die
Klimakrise einhegen lässt. Wenn die Welt mit der derzeitigen
Klimapolitik fortfährt, dürfte die Welt bis zum Jahr 2100 um 2,8 Grad
aufheizen. So lautet die jüngste Schätzung der Vereinten Nationen. Das
deutlich mehr, als sich die Weltgemeinschaft im Pariser Abkommen zum
Ziel gesetzt hatte.
Aber was bedeutet das genau? Wie sähe eine Welt konkret aus, die sich in
den nächsten 75 Jahren auf 2,8 Grad über dem vorindustriellen Niveau
erwärmt? In diesem Was jetzt? – Spezialgehen wir mit Wissensredakteurin
Elena Erdmann auf eine Reise in die derzeit wahrscheinlichste
Klimazukunft.
Natürlich lässt sich natürlich nicht genau vorhersagen, wann welcher
Wald wo brennen wird, oder welche Landstriche überflutet werden. Aber
was sicher ist: Wenn Dürren, Überschwemmungen oder Hitzewellen mehr
werden, wird das langfristig zu Lebensmittelengpässen, Artensterben und
riesigen Migrationsbewegungen führen.
In dieser Folge besprechen außerdem: Warum werden Überschwemmungen
häufiger? Wie viel Hitze kann ein Mensch überleben? Und welche
Auswirkungen hat es, wenn Korallenriffe wie das Great Barrier Reef
sterben.
Den in der Folge erwähnten Text über den Untergang von Tuvalu finden Sie
hier.
Die komplette Recherche zu Klimaszenarien finden Sie hier.
Moderation: Ole Pflüger
Skript: Alicia Kleer
Sprecherin: Poliana Baumgarten
Redaktion: Jannis Carmesin
Produktion: Markus Gläser
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In der deutschen Politik wächst die Nervosität: Obwohl die AfD
erwiesenermaßen Rechtsextremisten in ihren eigenen Reihen hat, liegt sie
inzwischen in mehreren Umfragen auf Platz eins – vor der CDU. Auch die
Tagespolitik scheint, zum Beispiel beim Thema Migration, inzwischen
komplett fixiert auf die AfD zu sein.
Seltsamerweise aber schaut niemand auf die wirklich substanziellen
Richtungs- und Strategiedebatten der Rechten. Dabei wäre das wichtig, um
zu verstehen, wie rechte Vordenker Hegemonie im Land erlangen wollen.
In einer neuen Folge von “Was Jetzt? – Der Wahlkreis” sprechen Paul
Middelhoff, Robert Pausch und Lisa Caspari darüber, warum ideologische
Vordenker der Rechten ihre Probleme mit dem Populismus der AfD haben und
welche Gefahren diejenigen in der Union übersehen, die an der Brandmauer
sägen und von “rechten Mehrheiten” träumen.
Der nächste Wahlkreis erscheint am 22. November.
Shownotes
Benedikt Kaiser – Der Hegemonie entgegen, Dresden 2025 (Buch)
Jürgen Kaube in der FAZ
Claudius Seidl in der Süddeutschen
Daniel Fiß über CDU und AfD
Ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit dem rechten Aktivisten Chris
Rufo über die Bedeutung von Mainstream-Medien für die radikale Rechte
Maximilian Krahs strategische Ratschläge an die AfD
Deutschlandfunk-Serie “Deutsches Denken – Rechte Intellektuelle in der
Bundesrepublik”
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Nach dem Willen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) soll die
Bundeswehr bis zu 80.000 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten in den
kommenden Jahren rekrutieren. Der Grund dafür ist, dass die
Bundesregierung Deutschland abwehrbereit machen möchte. Wie führende
Fachleute bei der Bundeswehr und den Geheimdiensten geht auch Pistorius
davon aus, dass Russland spätestens bis zum Jahr 2029 in der Lage sein
könnte, Deutschland oder ein anderes NATO-Land direkt anzugreifen.
Aktuell besteht die Truppe aus gut 180.000 Berufs- und Zeitsoldaten
sowie Wehrdienstleistenden. Zwar hat die Bundeswehr in den vergangenen
Jahren versucht, die Zahl ihrer aktiven Soldatinnen und Soldaten auf
200.000 zu erhöhen – sie hat dieses Ziel allerdings bisher nicht
erreicht. Deshalb wird in letzter Zeit wieder verstärkt über eine
Wiedereinführung der seit 2011 ausgesetzten Wehrpflicht diskutiert.
Manche Menschen fürchten sich davor, gegen ihren Willen kämpfen zu
müssen. Andere appellieren an die Verantwortung, den eigenen Staat zu
verteidigen.
Was spricht dafür und was dagegen, die Wehrpflicht wieder einzuführen?
Und wie könnte die Bundeswehr es sonst schaffen, mehr Soldatinnen und
Soldaten zu rekrutieren? Diese und weitere Fragen beantwortet Hauke
Friederichs, sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT, in diesem
Spezial von "Was jetzt?"
Moderation: Moses Fendel
Redaktion: Rita Lauter, Pia Rauschenberger
Produktion: Markus Gläser
Mitarbeit: Mira Schrems
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Überall in Europa klammern sich Regierungen derzeit an fragile
Mehrheiten, sind Staatschefs gelähmt von Uneinigkeit in der eigenen
Partei oder dem Widerstand der Opposition. Bündnisse fallen lange vor
dem eigentlichen Wahltermin in sich zusammen. Jeder Staat hat seine
eigene Geschichte, sein eigenes politisches System – und doch gibt es
Probleme, mit denen alle gerade zu kämpfen haben.
Aber wie kommt es dazu? Was steckt hinter der politischen Instabilität?
Und warum ist das Regieren in Europa derzeit so verdammt schwierig? In
der neuen Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" diskutieren Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über die politische
Dauerkrise auf dem Kontinent und die neue Kluft, die die Gesellschaften
trennt. Warum schauen linke Eliten mit Scham auf ihre Wähler und warum
profitieren gerade nur die rechten Parteien von der Globalisierung?
Shownotes:
Christophe Guilluy über Metropolia und Périphéria
Die neue Strategie der Labour Party
Und hier noch mal ausbuchstabiert zum Parteitag
Didier Eribon - Rückkehr nach Reims
Von Mitterand zu Macron
Aufsatz von Piketty et al.
Sehr lesenswerter Kommentar zu Piketty
Oxford-Politologe Ben Ansell zu Labours Midlife Crisis – insgesamt ein
sehr lenseswerter Substack!
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In der Demokratischen Republik Kongo liegen einige der größten
Kobalt-Vorkommen der Welt. Sie sind wichtig für den Bau von
Elektroautos, Handy oder auch Waffen. Derzeit kontrolliert China einen
Großteil der Vorkommen. Doch mit einem Milliarden teuren Bahnprojekt
wollen die USA und die EU China Konkurrenz machen: Der Lobito-Korridor
soll die Minen mit dem Hafen Lobito in Angola verbinden und westlichen
Ländern besseren Zugang zu den Rohstoffen ermöglichen.
EU-Komissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht von einer
"Zusammenarbeit auf Augenhöhe", frei von kolonialem Denken. Aber wie
sehen die Menschen im Kongo zu den Plänen?
ZEIT-Reporter Issio Ehrich hat vor Ort recherchiert und spricht in
dieser „Was jetzt?“-Spezial-Folge mit Menschen, die direkt betroffen
sind: Minenarbeiter Christian Ngoy hofft auf neue Märkte und bessere
Arbeitsbedingungen. Maniokbauer Ernest Kayembe Miji wurde für den Bau
einer Mine aus seinem Dorf vertrieben und sorgt sich um die Zukunft
seiner Familie, wenn noch mehr Bergbau betrieben wird.
Moderation: Issio Ehrich
Redaktion: Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
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Kaum eine Generation ist so umstritten wie die Boomer – und kaum eine
politisch so einflussreich. Seit 20 Jahren werden wir von Boomern
regiert. Sie sind die verlässlichste Wählergruppe von SPD und CDU. Die
Regierung macht Politik von Boomern für Boomer – und trotzdem gelten die
Boomer als Problem: Für das Renten- und Pflegesystem und für das Klima
sowieso.
In der aktuellen Folge von „Der Wahlkreis“ blicken unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhof und Robert Pausch aus Millenial-Sicht auf diese
Generation. Was sind die Verdienste der Boomer und was die Probleme?
Werden wir die Boomer vermissen? Und: gibt es einen spezifischen
Boomer-Blick auf die Welt? Einen Boomer State of Mind?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 18. Oktober
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Heinz Bude zu den Boomern
Reinhard Mohr: Zaungäste
Studie der Uni Wuppertal zum Arbeitsethos der Boomer
Volker Weiß zu rechter Geschichtspolitik
Friedrich Merz zu seiner Boomer-Sozialisation
Ein lesenswertes Buch von einem Boomer-Grünen über die frühen Jahre
seiner Partei
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Künstliche Intelligenz kann täuschen. Nicht, weil sie ein Bewusstsein
hat, und nicht aus eigenem Willen. In Experimenten hat der KI-Forscher
Thilo Hagendorff von der Uni Stuttgart gezeigt, dass Sprachmodelle
verstehen, wie man andere in die Irre führt. Sie platzieren Hinweise
bewusst falsch, erkennen, ob jemand ihre Täuschung durchschaut, und
passen ihre Strategie entsprechend an. Diese Fähigkeit ist nicht
programmiert worden, sondern entsteht als Nebenprodukt der enormen
Sprach- und Mustermengen, auf denen KI trainiert ist. Täuschung ist also
ein ungewolltes "Talent" von Maschinen.
Was bedeutet das für uns als User und für unseren künftigen Umgang mit
KI? Eva Wolfangel ist Digital-Redakteurin der ZEIT, sie schreibt seit
vielen Jahren über künstliche Intelligenz und Technikethik. Im Podcast
spricht sie mit Pia Rauschenberger über die Frage, ob KI tatsächlich mit
List die Welt übernehmen könnte.
Redaktion: Hannah Grünewald, Constanze Kainz
Produktion und Sounddesign: Joscha Grunewald
Fragen, Kritik, Anregung? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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Am Dienstag, 9. September haben israelische Militärflugzeuge Tausende
Flugblätter über Gaza-Stadt abgeworfen. Darauf stand:
An alle Bewohner von Gaza-Stadt. Die israelische Armee wird hier mit
großer Härte operieren. Für ihre eigene Sicherheit verlassen Sie sofort
die Stadt und gehen nach Süden.
In Gaza Stadt lebten zu diesem Zeitpunkt noch rund eine Million
Menschen. Werden sie gehen?
Ein Team der ZEIT hält seit Monaten Kontakt mit Menschen im
Gaza-Streifen, per Telefon, Sprachnachrichten und Videocalls.
Am Mittwoch nach der Evakuierungsaufforderung, der größten bisher in
diesem Krieg, haben wir sie angerufen. Wir wollten hören: Wie gehen sie
mit der Situation um? Vier Geschichten, die sich an diesem 10. September
im Gazastreifen abgespielt haben, erzählen wir in dieser Podcastfolge.
Da ist Malak, 19, die mitten im Krieg ihre Uniprüfungen schreibt. Weil
es schon lange keine Hörsäle mehr gibt, geht sie dafür an einen
besonderen Ort: Einen Co-Workingspace in Gaza-City mit stabilem
Internet. Die Frage ist, wie lange es diesen Ort noch geben wird, denn
sein Besitzer, Rami Bolbol, 28, fragt sich seit Wochen: Gehen oder
bleiben?
Mohammed Khattab lebt in der Mitte des Gazastreifens. Er ist 80 Jahre
alt und bekommt an diesem Morgen einen Schreck: Sein Sohn Baschar, 18,
ist verschwunden. Er fürchtet, er weiß, wohin der Sohn gegangen sein
könnte: zu einem Essensverteilungszentrum.
In Gaza-Stadt will die 33-jährige Alaa Albana ihrer zwölfjährigen
Tochter Tala beibringen, ihre jüngeren Geschwister zu versorgen. Für den
Fall, dass sie selbst, die Mutter, getötet wird.
Und Jamil, 23, will eigentlich an diesem Mittwoch vor allem für sein
Medizin-Studium lernen. Aber dann muss er stattdessen zu einer
Beerdigung.
Team: Andrea Backhaus, Jannis Carmesin, Simone Gaul, Markus Gläser,
Constanze Kainz, Alicia Kleer, Mounia Meiborg, Marlon Saadi, Helena
Schmidt, Pia Rauschenberger, Annabel Wahba, Hanna Israel
Redaktion: Tim Howard, Ole Pflüger, Bastian Berbner
Sounddesign und Postproduktion: Bony Stoev
Wenn Sie Feedback, Lob oder Kritik haben, schreiben Sie gern an
wasjetzt@zeit.de
Einen Text zum Thema mit weiteren Protagonisten finden Sie hier.
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Zwei Lager, die einander nur noch unversöhnlich gegenüberstehen, statt
Kompromisse zu suchen: Dass die Gesellschaft auch in Deutschland immer
polarisierter wird, ist die große Sorge vieler Politikerinnen und
Bürger. Schon seit einiger Zeit sucht die radikale Rechte schließlich
genüsslich Triggerpunkte, mit denen sie die Menschen gegen die
etablierte Politik aufbringen kann. Und die Regierungsparteien finden
darauf keine Antwort. Jetzt sorgt auch noch der kaltblütige Mord an dem
Trump-Unterstützer Charlie Kirk für großes Entsetzen. Zumal Donald Trump
die "radikale Linke" mitverantwortlich für Kirks Tod gemacht hat, auch
wenn die Hintergründe der Tat noch unklar sind.
Im neuen "Wahlkreis"-Podcast schauen Paul Middelhoff, Robert Pausch und
Lisa Caspari erst einmal grundsätzlich auf das Konzept der
Polarisierung. Welche theoretischen Ideen und Menschenbilder verbergen
sich dahinter? Warum scheint Polarisierung bisher nur den Rechten zu
nützen? Und hat der Forscher Nils Kumkar recht mit seiner These,
Polarisierung sei in unserem politischen System angelegt und könne auch
viel Gutes haben? Ist es dann die einfache Lösung, zurückzupolarisieren,
wie es manche Linke bereits tun? Oder erhöht das nur die Gefahr, dass
Spaltung in politischer Gewalt endet?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 4. Oktober.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes:
Nils Kumkar stellt sein Buch “Polarisierung” vor
Nils Kumkar über den “Angstgegner AfD”
Steffen Mau in der ZEIT zu Triggerpunkten
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