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Der ACT-Podcast ! schoen_achtsam
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Der ACT-Podcast ! schoen_achtsam

Author: Christopher Schön

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Description

Willkommen beim ACT-Podcast, deinem ultimativen Podcast für die Kunst der psychologischen Flexibilität! Tauche ein in die faszinierende Welt der Acceptance and Commitment Therapy (ACT), einer bahnbrechenden therapeutischen Methode, die dir hilft, ein erfüllteres und sinnerfülltes Leben zu führen.

In jeder der mitreißenden Episoden erkunde ich die Grundprinzipien von ACT und zeige dir praktische Wege auf, wie du diese Prinzipien in dein tägliches Leben integrieren kannst. Von der Akzeptanz unangenehmer Gefühle bis zur Verfolgung deiner tiefsten Werte – ich biete dir wertvolle Einblicke, inspirierende Geschichten und wirkungsvolle Übungen, um deine psychologische Flexibilität zu stärken und Hindernisse zu überwinden.

Der ACT-Podcast richtet sich an alle, die nach einem Weg suchen, um emotionale Widerstandsfähigkeit aufzubauen, persönliche Blockaden zu überwinden und ihre Lebensqualität zu steigern. Hier findest du wertvolle Erkenntnisse und praktische Tipps, um dein volles Potenzial zu entfalten.

Abonniere noch heute den ACT-Podcast und lass dich von mir auf deiner Reise zur psychologischen Flexibilität begleiten. Denn dein Leben verdient es, in vollem Glanz zu erstrahlen und psychologisch flexibel zu surfen.
104 Episodes
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ACT zeigt einen hilfreichen Perspektivwechsel: Erfolg wird nicht allein am Wahlausgang gemessen, sondern daran, ob das eigene Handeln den persönlichen und politischen Werten entspricht. Werte wie Verantwortung, Gerechtigkeit, Dialog oder Gemeinwohl verlieren nicht an Bedeutung, nur weil ein Mandat verloren geht. Gerade nach Enttäuschungen können Werte wieder Orientierung geben. Sie helfen, Rückschläge anzunehmen, ohne sich mit ihnen zu identifizieren, und neue Formen des Engagements zu finden – im politischen Alltag, in der Opposition oder im zivilgesellschaftlichen Raum.
In dieser Folge geht es um Danke-sagen für die Rückmeldung der ersten 100 Folgen, wofür der ACT-Podcast steht und welche Neuerungen es für 2026 anstehen. Welche Abschichten verfolge ich mit der zweiten Staffel, was gibt es neben der "To-Do-Liste" noch und wie will ich sein? Und erfahre, was es mit dem Begriff "Homo sapiens sapiens" auf sich hat?
Wie war mein persönlicher Verlauf nach insgesamt 5 1/2 Jahren meiner Tätigkeit als niedergelassener Psychotherapeut und nach 2 Jahren des Podcastens. Wie ging ich mit Unsicherheit um? Was wird von nun an folgen? "Ich habe einfach zu viele Ideen bei zu wenig Zeit" Whats next? Niederlassung plus Podcasts, Speaker-Tätigkeiten oder doch ein ACT-Buch schreiben? Passt auf Euch auf und bleibt @schoen_achtsam. Euer Christopher Schön
Der Verlust eines nahestehenden Menschen gehört zu den schmerzhaftesten Erfahrungen, die das Leben bereithält. Er kann Gefühle tiefster Trauer, Einsamkeit und Verzweiflung auslösen und das gesamte emotionale Gleichgewicht erschüttern. Der Stoizismus erinnert daran, dass Vergänglichkeit ein Teil der Natur ist. Der Gedanke an die Endlichkeit aller Dinge soll nicht lähmen, sondern uns lehren, jeden Moment bewusst zu leben und Wertschätzung für das Gegebene zu entwickeln. ACT (Acceptance and Commitment Therapy) verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Trauer und Schmerz dürfen Raum einnehmen, müssen aber das Handeln nicht vollständig bestimmen. Durch wertegeleitetes Handeln – etwa durch die Pflege von Beziehungen, Erinnerungen oder persönlicher Selbstfürsorge – kann das Leben trotz Verlust weiter sinnvoll gestaltet werden.
Selbstzweifel und Aufschieberitis gehören zu den häufigsten Hindernissen im Alltag. Sie können das Gefühl erzeugen, handlungsunfähig zu sein, Aufgaben immer weiter aufzuschieben und die eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren. Der Stoizismus erinnert daran, dass nicht äußere Umstände uns blockieren, sondern unsere Bewertungen darüber. Oft sind es unsere eigenen Gedanken, die uns lähmen. Die Lösung liegt darin, ins Handeln zu kommen, auch wenn Unsicherheit oder Angst vorhanden ist. ACT (Acceptance and Commitment Therapy) verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Gedanken und Zweifel müssen nicht verschwinden, um aktiv zu werden. Entscheidend ist, bewusst kleine Schritte zu unternehmen, die mit den eigenen Werten übereinstimmen.
Wut über Ungerechtigkeit, politische Missstände oder soziale Ungleichheit kann sehr intensiv sein. Sie kann uns motivieren, etwas zu verändern, aber auch lähmen, wenn sie überwältigend wird oder in destruktives Verhalten umschlägt. Der Stoizismus lehrt, dass äußere Umstände außerhalb unserer Kontrolle liegen, unsere Reaktionen darauf jedoch in unserer Macht stehen. Es geht darum, die Emotion zu erkennen, sie bewusst wahrzunehmen und in überlegtes, gerechtes Handeln umzuleiten. ACT verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Gefühle wie Wut werden als natürliche Signale anerkannt, die Informationen über Werte und Grenzen liefern. Entscheidend ist, dass diese Emotionen das Handeln nicht automatisch bestimmen, sondern gezielt genutzt werden, um wertebasiert zu handeln.
Chronische Krankheiten oder körperliche Einschränkungen verändern das Leben oft tiefgreifend. Sie können die Selbstständigkeit, die Lebensplanung und das tägliche Wohlbefinden betreffen und führen häufig zu Frustration, Traurigkeit oder Angst. Der Stoizismus rät in solchen Situationen dazu, das Unvermeidliche zu akzeptieren und den Fokus auf das zu legen, was weiterhin möglich ist. Es geht nicht darum, den Schmerz zu leugnen, sondern das Beste aus der gegebenen Situation zu machen und ein tugendhaftes, sinnvolles Leben zu führen. ACT verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Die Realität wird anerkannt, Gefühle dürfen erlebt werden, und das Handeln wird an den persönlichen Werten ausgerichtet.
Kaum eine Erfahrung trifft den Menschen so tief wie Zurückweisung oder Liebeskummer. Ob eine unerwiderte Liebe, eine plötzliche Trennung oder eine enttäuschte Beziehung – solche Erlebnisse rütteln an unserem Selbstwert, unserer Identität und unserem Vertrauen. Schnell entstehen Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich werde nie wieder jemanden finden“. Die stoische Philosophie erinnert daran, dass nicht das Ereignis selbst – also die Zurückweisung – uns erschüttert, sondern unsere Bewertung darüber. Es ist unsere Interpretation, die Schmerz verstärkt und Leid entstehen lässt. ACT verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Schmerz und Trauer sind natürliche menschliche Erfahrungen, sie müssen nicht bekämpft oder verdrängt werden. Entscheidend ist, wie wir auf sie reagieren und ob wir trotz dieser Gefühle weiter nach unseren Werten handeln können.
Angst um den Arbeitsplatz gehört zu den tiefgreifendsten Sorgen moderner Arbeitswelten. Sie berührt nicht nur die Existenzgrundlage, sondern auch Selbstwertgefühl, Identität und Zukunftsvorstellungen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten kann schon ein Gerücht oder eine Umstrukturierung im Unternehmen genügen, um eine dauerhafte innere Anspannung auszulösen. Der Stoizismus rät in solchen Situationen dazu, die Energie nicht in Sorgen zu investieren, sondern sie auf das zu lenken, was wir tatsächlich beeinflussen können: gute Arbeit zu leisten, Fähigkeiten auszubauen und integer zu handeln. Alles andere entzieht sich unserem Einfluss. Auch die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) verfolgt diesen Weg, jedoch mit einem modernen psychologischen Ansatz: Angst ist keine Feindin, die bekämpft werden muss, sondern ein natürlicher Teil des menschlichen Erlebens. Sie darf da sein – entscheidend ist, dass sie nicht unser Verhalten bestimmt.
Zu Beginn dominieren oft der innere Kritiker, das Impulsmonster oder das Schwarz-Weiß-Denken. Alles wirkt extrem: zu viel, zu wenig, richtig oder falsch. ACT zeigt, dass es auch einen anderen Weg gibt. Durch Achtsamkeit entsteht Raum, um innezuhalten und nicht sofort auf Impulse zu reagieren. Mit Defusion lernen wir, Selbstkritik als Gedanken zu erkennen, statt sie für absolute Wahrheiten zu halten. Und indem wir uns unseren Werten zuwenden, öffnen wir uns für die vielen Grautöne des Lebens. So entsteht Schritt für Schritt ein Leben, das weniger vom inneren Druck bestimmt ist, sondern mehr von Klarheit, Bedürfnissen und dem, was wirklich wichtig ist.
Heute stelle ich meinen ACT-Fachvortrag „Du musst was machen!“ vor, den ich in der Beratungstelle für Drogenprobleme e.V. im Rahmen der Aktionswoche Sucht am 18. September 2025 gehalten habe. In dieser Podcastfolge stelle ich ein Fallbeispiel vor bei dem es darum geht, wie sich die Akzeptanz- und Commitment-Therapie von klassischen Ansätzen in der Suchtbehandlung unterscheidet. Während viele Methoden auf Kontrolle, Vermeidung und Abstinenzdruck setzen, zeigt ACT einen anderen Weg: Suchtdruck, Gedanken und Gefühle dürfen da sein, ohne dass sie das Verhalten bestimmen. Statt „Du musst aufhören“ geht es um Akzeptanz, Achtsamkeit, Abstand zu Gedanken und vor allem darum, den eigenen Werten zu folgen. So entsteht die Freiheit, auch mit inneren Widerständen Schritte in Richtung eines erfüllteren Lebens zu gehen.
Der Schlüssel zu mehr Gelassenheit liegt darin, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich kontrollierbar ist – nämlich das eigene Verhalten und die eigenen Entscheidungen. Studien zeigen, dass Menschen, die diesen Ansatz verfolgen, resilienter gegenüber Stress sind und eine höhere Lebenszufriedenheit aufweisen.
Finanzsorgen können sehr belastend sein – sie wecken oft Ängste, Zukunftssorgen und Schuldgefühle. Der Verstand kreist dann schnell um Gedanken wie „Ich werde es nie schaffen“ oder „Ich bin gescheitert“. Diese Gedankenspiralen erzeugen noch mehr Druck, ohne dass sie das eigentliche Problem lösen. ACT lädt dazu ein, zwei Ebenen zu unterscheiden: Zum einen gibt es die ganz konkreten Handlungen, die finanziell sinnvoll sind (z. B. Ausgaben prüfen, Beratung in Anspruch nehmen, kleine Schritte zur Entlastung planen). Zum anderen gibt es die innere Ebene – den Umgang mit Gedanken und Gefühlen, die in solchen Situationen auftreten. Mit Akzeptanz kannst du anerkennen, dass Sorgen, Angst oder Scham auftauchen. Sie sind normale Begleiter, wenn es ums Geld geht. Mit Defusion kannst du üben, Gedanken wie „Ich bin wertlos, weil ich Schulden habe“ als genau das zu erkennen, was sie sind: Gedanken, keine Fakten. Achtsamkeitsübungen helfen, dich immer wieder ins Hier und Jetzt zurückzuholen, statt in Sorgen über die Zukunft zu versinken. Entscheidend ist die Werteorientierung: Welche Haltung möchtest du trotz finanzieller Schwierigkeiten leben? Vielleicht geht es um Verantwortung, Ehrlichkeit oder Fürsorge – auch für dich selbst. Dann kannst du kleine Schritte gehen, die nicht nur Zahlen betreffen, sondern auch deine Würde und Selbstachtung stärken. So wird der Umgang mit Finanzsorgen nicht nur zur Frage des Kontostands, sondern auch zu einer Chance, bewusst und klar zu handeln – im Einklang mit deinen Werten, auch wenn die Umstände schwierig sind.
Zu Beginn einer ACT-Therapie stellen viele Patientinnen und Patienten ganz alltägliche, aber sehr bedeutsame Fragen. Sie spiegeln häufig Unsicherheit, Neugier und den Wunsch nach Orientierung wider. Menschen kommen nicht mit dem Ziel, ein perfektes Leben ohne Probleme zu führen. Sie suchen vielmehr nach einem neuen Umgang mit dem, was sie belastet – und nach einem Weg, wieder handlungsfähiger, lebendiger und verbundener zu werden.
Mit Narkolepsie zu leben bedeutet, sich immer wieder mit den eigenen körperlichen Grenzen und unvorhersehbaren Symptomen auseinanderzusetzen. Es ist nicht nur eine medizinische, sondern auch eine emotionale und psychologische Herausforderung. Müdigkeit, plötzliche Schlafattacken und die ständige Wachsamkeit im Alltag können leicht zu Frustration, Selbstzweifeln oder dem Gefühl führen, eingeschränkt zu sein. ACT kann dabei helfen, einen konstruktiven Umgang zu entwickeln. Statt permanent gegen die Erkrankung anzukämpfen, lädt sie dazu ein, anzuerkennen, dass die Narkolepsie Teil der eigenen Lebensrealität ist – ohne dass sie die gesamte Identität bestimmt. Akzeptanz bedeutet hier nicht Resignation, sondern, die Energie auf das zu richten, was trotz der Erkrankung möglich ist. Psychologische Flexibilität spielt eine wichtige Rolle: Offen für die eigenen Empfindungen zu bleiben, den Umgang mit Müdigkeit oder Schwäche achtsam zu gestalten und bewusst zu wählen, wie man seine Zeit und Energie einsetzen möchte. Werteorientierung kann helfen, Prioritäten klar zu setzen – etwa, Beziehungen zu pflegen, Kreativität auszuleben oder berufliche Projekte in angepasstem Rahmen zu verfolgen. Selbstmitgefühl ist dabei essenziell. Sich Pausen zu erlauben, Unterstützung anzunehmen und kleine, realistische Schritte zu feiern, sind keine Schwächen, sondern Zeichen von Selbstfürsorge. Narkolepsie mag den Weg manchmal unberechenbar machen – doch es ist möglich, ihn so zu gestalten, dass er den eigenen Werten entspricht und das Leben trotz Einschränkungen bereichert.
Neue Wege gehen bietet eine inspirierende und zugleich fundierte Anleitung für Menschen, die ihren inneren Ballast leichter bewältigen und ihr Leben wieder selbstbestimmt gestalten möchten. Mit einer gelungenen Kombination aus mind‑body‑Ansätzen (ACT + PEP) und einem lebensnahen Modell (Choice‑Point) eröffnet es kreative und nachhaltig wirkende Wege zu mehr Lebensqualität, Selbstbewusstsein und innerer Stärke.
In der Lokalpolitik nach den eigenen Werten zu handeln bedeutet, nicht nur parteipolitische Linien oder kurzfristige Mehrheiten im Blick zu haben, sondern den inneren Kompass zu nutzen. Werte wie Empathie oder Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung können dabei als Orientierung dienen, gerade wenn der Druck hoch ist oder Entscheidungen unbequem sind. ACT betrachtet Werte als Richtungen, nicht als starr zu erreichende Ziele. Das heißt, du kannst dich jeden Tag fragen: Welche Entscheidung bringt mich – und meine Gemeinde – näher an das, was mir wichtig ist? Das kann heißen, auch in hitzigen Debatten respektvoll zu bleiben, Entscheidungen transparent zu erklären oder Projekte zu unterstützen, die langfristig dem Gemeinwohl dienen. Es erfordert psychologische Flexibilität, um in der Lokalpolitik sowohl standhaft als auch anpassungsfähig zu bleiben: offen für neue Perspektiven, ohne die eigenen Kernwerte zu verraten. Sich verankern hilft, mit Kritik, Frustration oder politischen Rückschlägen umzugehen, ohne den eigenen Weg zu verlieren.
Die Arbeit mit suchtkranken Menschen ist zutiefst menschlich, aber auch emotional fordernd. Sie bringt dich immer wieder mit deiner eigenen Innenwelt in Kontakt – mit Gefühlen wie Hilflosigkeit, Wut, Frustration, Mitgefühl, Traurigkeit oder auch Hoffnung. Um wirksam und präsent zu bleiben, ist es wichtig, dass du dir selbst genauso achtsam und mitfühlend begegnest wie den Menschen, die du begleitest. ACT bietet dir dafür einen stabilen inneren Rahmen: 1. Achtsame Selbstwahrnehmung: Nimm deine Reaktionen bewusst wahr. Welche Gedanken oder Emotionen steigen in dir auf, wenn jemand zum wiederholten Mal rückfällig wird? Wenn du Hoffnung spürst – oder Enttäuschung? Statt diese Gefühle zu verdrängen oder zu bewerten, erlaube dir, sie wahrzunehmen, ohne dich mit ihnen zu identifizieren. Du bist nicht dein Ärger, nicht deine Erschöpfung – du bist der Raum, der sie hält. 2. Defusion und Abstand zu inneren Geschichten: Gedanken wie „Ich komme nicht durch“ oder „Das bringt nichts“ können auftauchen – das ist normal. ACT lehrt dich, diese Gedanken nicht als absolute Wahrheiten zu sehen, sondern als Geschichten, die dein Verstand dir erzählt. Du kannst sie wahrnehmen und dennoch so handeln, wie es deinen beruflichen und menschlichen Werten entspricht. 3. Eigene Werte klären: Warum machst du diese Arbeit? Was ist dir wirklich wichtig im Kontakt mit deinen Klient\*innen – Mitgefühl, Würde, Hoffnung, Klarheit, Präsenz? Wenn du dich immer wieder mit deinen Werten verbindest, kannst du trotz Rückschlägen wirksam bleiben, weil du weißt, wofür du stehst. Auch wenn der Weg nicht linear verläuft, kannst du in deiner Haltung klar bleiben. 4. Psychologische Flexibilität bewahren: Menschen mit Suchterkrankungen schwanken häufig zwischen Nähe und Rückzug, Einsicht und Abwehr. Wenn du lernst, flexibel auf diese Dynamiken zu reagieren, ohne deinen eigenen inneren Halt zu verlieren, kannst du stabil begleiten. Das bedeutet nicht, immer alles aushalten zu müssen – sondern bewusst mitzugestalten, wann Nähe, wann Abgrenzung und wann Selbstfürsorge wichtig ist. 5. Verantwortung teilen, nicht übernehmen: ACT erinnert daran, dass Veränderung von innen kommt. Deine Aufgabe ist es, Räume zu schaffen, in denen Werteorientierung möglich wird – nicht, die Verantwortung für die Veränderung zu tragen. Du begleitest. Du unterstützt. Aber du trägst nicht allein. Fazit: Du bleibst wirksam, wenn du mit deiner Innenwelt in Kontakt bleibst, ohne dich von ihr überwältigen zu lassen. Wenn du flexibel bleibst, ohne dich zu verlieren. Und wenn du in deinen Werten verwurzelt bleibst – auch dann, wenn der Weg der anderen Menschen nicht geradlinig verläuft.
Der Spruch „Geht nicht, gibt’s nicht“ klingt auf den ersten Blick kraftvoll und motivierend – doch er kann schnell zur Falle werden. Denn er suggeriert, dass alles möglich sein muss, wenn man sich nur genug anstrengt. Für viele Menschen bedeutet das: Versagen ist keine Option. Schwäche? Keine Zeit dafür. Doch was passiert, wenn es eben doch nicht geht? Wenn das Leben Grenzen setzt – durch Krankheit, Erschöpfung, Verluste oder Umstände, die sich nicht kontrollieren lassen? Genau hier setzt ACT an. Statt an einem rigiden Leistungsanspruch festzuhalten, lädt ACT dazu ein, eine neue Haltung zu entwickeln – eine, die auf Zuversicht, Akzeptanz und bewusster Steuerung des eigenen Verhaltens beruht. Zuversicht heißt nicht: „Alles wird gut.“ Es heißt: „Was auch kommt, ich kann einen nächsten wertvollen Schritt gehen.“ Akzeptanz heißt nicht: „Ich gebe auf.“ Sondern: „Ich höre auf, gegen das zu kämpfen, was ich nicht ändern kann – und richte meine Energie auf das, was mir wichtig ist.“ Und das Steuer in die Hand zu nehmen bedeutet nicht Kontrolle über alles, sondern Verantwortung für das, was in meinem Einfluss liegt – meine Haltung, meine Entscheidungen, mein Umgang mit mir selbst. Der Weg führt also nicht über ständige Selbstoptimierung, sondern über Selbstverbundenheit. Von „Geht nicht, gibt’s nicht“ hin zu: „Ich muss nicht alles schaffen. Aber ich kann mich entscheiden, in welche Richtung ich gehe – auch mit Angst, Zweifel oder Erschöpfung im Gepäck.“
Das Interview mit Sascha hat mir persönlich viel in Richtung Umgang mit Ärger gebracht. Hör dir die Folge an und lerne aus seinen Erfahrungen und aus seiner Haltung. Der Umgang mit Andersartigkeit fordert uns heraus – besonders dann, wenn Meinungen, Lebensweisen oder Verhaltensweisen stark von unseren eigenen abweichen. Schnell entsteht innerer Widerstand, Ablehnung oder Rückzug. Doch ACT lädt uns ein, genau dort achtsam hinzusehen: Was in mir wird berührt? Welcher Gedanke, welche Angst, welches Bedürfnis liegt darunter? Anstatt Andersartigkeit reflexartig abzulehnen, können wir sie als Einladung sehen, unsere Werte zu leben. Das bedeutet nicht, alles gutzuheißen oder Grenzen aufzugeben. Es bedeutet, bewusste Entscheidungen zu treffen. Verantwortung übernehmen heißt in diesem Kontext: nicht nur für das eigene Handeln einzustehen, sondern auch dafür, wie wir mit Unterschieden umgehen. ACT hilft dabei, innezuhalten, sich innerlich zu sortieren und dann klar und werteorientiert zu handeln – auch (und gerade) dann, wenn es unbequem ist.
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