Discover
Jenseits der Schwerkraft
Jenseits der Schwerkraft
Author: Badische Zeitung
Subscribed: 6Played: 67Subscribe
Share
© Badischer Verlag GmbH & Co. KG
Description
Wie verändert sich die Sicht auf das Leben, wenn der Tod dein täglicher Begleiter ist? Drückt dich das zu Boden oder fällt es dir so leichter, das Wesentliche im Leben zu sehen? Diesen Fragen geht der Journalist Lukas Fleischmann in “Jenseits der Schwerkraft” nach.
Dazu begibt er sich in Staffel 1 an die Uniklinik Freiburg, um das ambulante Kinderpalliativteam kennenzulernen. In sechs Folgen erzählt “Jenseits der Schwerkraft” die Geschichten der einzelnen Teammitglieder, von ihrer Arbeit miteinander - aber auch die der Familien und ihrem Umgang mit dem Tod.
In Staffel 2 "Der letzte Ort auf Erden" begibt sich Lukas Fleischmann dann ins Hospiz. Welche Gedanken machen sich Menschen, die ihre letzte Lebenszeit in einem Hospiz verbringen? Wer arbeitet dort und was sind ihre Aufgaben? In der zweiten Staffel von Jenseits der Schwerkraft geht es um das Freiburger Hospiz Karl Josef. Lukas Fleischmann hat dort viel Zeit verbracht und eine besondere Bindung zu zwei Gästen aufgebaut, deren Lebensgeschichten er in diesem Podcast erzählt. Durch Nähe, Offenheit und persönliche Einblicke versucht dieser Podcast, Berührungsängste vor dem Tod und dem Sterben abzubauen.
Dazu begibt er sich in Staffel 1 an die Uniklinik Freiburg, um das ambulante Kinderpalliativteam kennenzulernen. In sechs Folgen erzählt “Jenseits der Schwerkraft” die Geschichten der einzelnen Teammitglieder, von ihrer Arbeit miteinander - aber auch die der Familien und ihrem Umgang mit dem Tod.
In Staffel 2 "Der letzte Ort auf Erden" begibt sich Lukas Fleischmann dann ins Hospiz. Welche Gedanken machen sich Menschen, die ihre letzte Lebenszeit in einem Hospiz verbringen? Wer arbeitet dort und was sind ihre Aufgaben? In der zweiten Staffel von Jenseits der Schwerkraft geht es um das Freiburger Hospiz Karl Josef. Lukas Fleischmann hat dort viel Zeit verbracht und eine besondere Bindung zu zwei Gästen aufgebaut, deren Lebensgeschichten er in diesem Podcast erzählt. Durch Nähe, Offenheit und persönliche Einblicke versucht dieser Podcast, Berührungsängste vor dem Tod und dem Sterben abzubauen.
12 Episodes
Reverse
Wenn die Kerze im Eingangsbereich des Karl Josef Hospiz in Freiburg leuchtet zeigt das an: Hier ist gerade jemand gestorben. Am 1. Mai 2025 leuchtet sie für Gregor Passolini. Als Pflegefachkraft war Elke Haas bis zum Ende an seiner Seite. In Absprache mit dem Palliativ-Team hat sie beruhigende Medikamente verabreicht. Im Gegensatz zu Pflegekräften im Seniorenheim gehört das hier zur Tagesordnung. Und die Arbeit mit sterbenden Menschen ist anspruchsvoll.
In der letzten Folge von Jenseits der Schwerkraft - Der letzte Ort auf Erden erinnert Lukas auch an den Gast Gregor Passolini. Passolini erzählt seine Lebensgeschichte: von seiner schweren Kindheit, Gefängnis, dem ganz großen Geschäft.
In dieser Folge stellt Lukas Menschen vor, die nicht todkrank sind. Menschen, die zum Teil noch recht jung sind und sich freiwillig mit dem beschäftigen, was viele verdrängen: dem Tod. Er will herausfinden, warum jemand ins Hospiz geht, um zu helfen - und wie sich dadurch der Blick auf den Tod und das Leben verändert.
Er spricht mit der Harfenistin Doejska Van der Linden, die einmal wöchentlich mit ihrer Harfe ins Hospiz kommt und über ihre Musik eine Bindung zu den Gästen aufbaut. Die 21-jährige Ehrenamtliche Amelie ist durch ihr Studium auf die Hospizarbeit aufmerksam geworden. Sie teilt im Hospiz unter anderem das Essen aus: "Es ist für mich ein wahnsinnig schöner Gedanke, dass eben dieses Essen für die Sterbenden etwas ganz Besonderes ist."
Als Lukas für Podcastaufnahmen wieder im Hospiz ist, lernt er einen weiteren Mann kennen, der im Sterben liegt. Gregor Passolini erzählt ihm, dass er eigentlich eine falsche Diagnose erhalten hat und nicht im Hospiz sein dürfte. Er glaubt, das Hospiz sei ein Ort, an dem er gesund gepflegt werde.
In dieser Folge werden auch weitere Mitarbeitende des Hospiz vorgestellt, zum Beispiel Claudia Sigwarth. Sie ist Ärztin im spezialisierten ambulanten Palliativteam der Uniklinik Freiburg, kurz: SAPV. Die Philosophie des Teams besagt, dass sie Patientinnen und Patienten am liebsten zuhause betreuen würden, wenn Plan A nicht hinhaut - die Betreuung durch Angehörige Zuhause. Plan C ist dann die Aufnahme in einem Hospiz. Lukas begleitet Claudia Sigwarth bei einem Beratungsgespräch mit einem Mann, der bislang von seiner Familie betreut wird, die dadurch sehr belastet ist.
Die erste Annäherung zwischen Lukas Fleischmann und Jürgen Fleischmann, Gast im Hospiz Karl Josef, ist etwas holprig verlaufen. Bei einem seiner nächsten Besuche fragt Lukas daher Schwester Miriana Fuchs um Rat. Die Ordensschwester aus dem Orden der Franziskanerinnen von Siessen ist seit 2016 Leiterin des Hospiz Karl Josef in Freiburg. Sie kümmert sich täglich um sterbende Menschen und weiß, wie man einen Zugang zu ihnen findet. Ob es dieses Mal mit der Annäherung klappt? Wird Lukas seine Fragen stellen können?
Schwester Miriana erklärt, dass der Begriff des Hospizes übersetzt Herberge bedeutet - und welche Eigenschaften ihr helfen, ihrer täglichen Arbeit nachzugehen. Für sie ist die Gleichzeitigkeit von Kaffeekränzchen und Sterben kein Widerspruch. Ihre Herberge versteht sie als einen Ort, wo Menschen Halt machen, die auf der Durchreise sind. Die einen brauchen eine längere Zeit der Erholung und bleiben mehrere Tage oder Wochen.
Im Frühjahr 2025 begibt sich Lukas Fleischmann zum ersten Mal ins Karl Josef Hospiz in Freiburg. Sein Ziel: Er will verstehen, was in der Zeit am Ende des Lebens mit den sterbenden Menschen passiert. Was ist ihnen wichtig, was bereuen sie, welche Wünsche haben sie?
Dass er im Hospiz auf einen Mann trifft, der nicht nur heißt wie sein Opa, seinem Opa sehr ähnlich sieht und auch den gleichen fränkischen Dialekt hat, nimmt ihn ziemlich mit. Anders als sein Opa lebt Jürgen Fleischmann allerdings noch. Lukas' Opa ist eine Woche zuvor gestorben. Wie baut man eine Beziehung zu einem Menschen auf, der nicht mehr lange zu leben hat?
In dieser Folge von Jenseits der Schwerkraft 2- Der letzte Ort auf Erden nimmt Lukas die Hörerinnen und Hörer mit ins Hospiz. Er beschreibt, wie es dort aussieht, wer dort arbeitet und wie es sich anfühlt, im Gemeinschaftsraum einen Kaffee zu trinken, während im Nebenraum jemand im Sterben liegt.
Was passiert am Ende des Lebens mit den sterbenden Menschen? Was ist ihnen wichtig, was bereuen sie, welche Wünsche haben sie? Und wer sind die Menschen, die es sich zur (Lebens-)Aufgabe gemacht haben, sterbende Menschen in Würde zu begleiten?
Diesen Fragen geht der Journalist Lukas Fleischmann im neuen BZ-Podcast "Jenseits der Schwerkraft" nach.
Dafür hat er das Karl Josef Hospiz in Freiburg über mehrere Monate viele Male besucht. Dort arbeiten Palliative-Care-Pflegefachkräfte, ÄrztInnen aus dem spezialisierten ambulanten Palliativversorgungsteam (SAPV) der Uniklinik Freiburg, Ehrenamtliche, eine Sozialpädagogin, eine Harfenistin und Leiterin Schwester Miriana. Sie kümmern sich um die acht Gäste, die das Hospiz gleichzeitig aufnehmen kann.
„Jenseits der Schwerkraft, Staffel 2 - Der letzte Ort auf Erden“ ist ein Podcast der Badischen Zeitung, produziert von Escucha mit Unterstützung der Fachstelle für Kur- und Klinikseelsorge im Erzbistum Freiburg. In Zusammenarbeit mit dem Karl Josef Hospiz Freiburg.
Die 18-Jährige Svenja leidet an Leukämie in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Sie liegt im Klinikum Offenburg auf der Onkologie. Laut medizinischem Personal hat sie nur noch wenige Tage zu leben.
Trotzdem trifft sie sich mit Lukas und erzählt ihre Lebensgeschichte - und, warum sie sich gegen eine erneute Chemotherapie entscheidet. Am Ende bleibt die Frage: Was macht eigentlich ein gutes Leben aus?
Ein Tod, der zu früh kommt: Was passiert, wenn Eltern ihr Kind verlieren? Andrea Henz aus Südbaden hat das erlebt, ihre Tochter Celine ging 2023, Celines Tod reißt ein Loch in ihr Leben. Auch Arne Schierenbeck und seine Frau haben das erlebt. Mit den Geschwistern von Linus, der wegen eines schweren Gendefekts starb, leben sie weiter als Familie - aber ohne ihren 10-Jährigen. “Wir sind eigentlich auch ganz dankbar, dass er sich nicht mehr hat so lange quälen müssen und gehen durfte", erzählt Arne Schierenbeck im Podcast.
Wenn Familien mit dem Tod durch Krankheit des eigenen Kindes umgehen müssen, steht ihnen im Raum Freiburg das Kinderpalliativteam der Uniklinik Freiburg zur Seite - und dessen Seelsorge.
In dieser Folge lernt Lukas Fleischmann an der Seite von Seelsorgerin Silke Winkler Andrea Henz kennen. Andrea Henz‘ Tochter ist wenige Monate vor Lukas’ Besuch verstorben. Im Zimmer der Tochter gibt die Mutter Lukas tiefe Einblicke, die todtraurig und unendlich schön, zutiefst menschlich sind.
Kann man über den Tod des eigenes Kindes tatsächlich hinwegkommen?
Eine mögliche Antwort hält Arne Schierenbeck parat. Er hat vor mehreren Jahren seinen Sohn Linus verloren. Und obwohl seitdem alles anders ist, sagt er: Man kann als Familie wieder glücklich werden und die Freude am Leben bewahren.
Benito ist 16 Jahre alt, engagiert sich bei der freiwilligen Feuerwehr und denkt gerade darüber nach, was er einmal beruflich machen möchte. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Karlsruhe. Und er lebt mit einem Gendefekt, den es weltweit gerade einmal 50 mal gibt. Aufgrund dieses Defekts ist er nicht nur körperlich eingeschränkt, sondern auch anfällig für Verletzungen und Krankheiten.
Benito ist sehr oft im Krankenhaus, oft einen Großteil des ganzen Jahres. Manchmal hat Benito deshalb beinahe jegliche Hoffnung verloren. Doch dann haben er und seine Familie vom SAPV-Team Freiburg erfahren - einem mobilen Palliativteam.
In dieser Folge lernt Lukas die mutmachende Geschichte Benitos kennen und spricht auch mit Riccarda, Benitos großer Schwester. Es eine Mischung aus Coming-of-Age, Familienzusammenhalt und dem Leben als ständiger Gratwanderung.
Dass sich Kinderärztin am Universitätsklinikum Freiburg, Miriam van Buiren, auf Palliativmedizin spezialisiert hat, bringt sie abseits der Arbeit in unangenehme Situationen. Denn nicht jeder kann mit der Vorstellung von sterbenden Kindern umgehen. Bisweilen fällt es wiederum ihr schwer, damit umzugehen, wenn Eltern für ihr krankes Kind einen anderen Weg gehen möchten, als die Medizinerin und ihr Team vorschlagen. Doch auch ihre Expertise kennt Grenzen. Und manchmal passieren unvorhergesehene Dinge, die Wundern gleichkommen...
In dieser Folge ist Lukas mit Oberärztin Miriam van Buiren in Südbaden unterwegs. Dort lernt er das schwerstbehinderte und zu diesem Zeitpunkt elf Jahre alte Mädchen Jana und ihre Pflegemutter Ines Bauernfeind kennen. Jana ist mit Trisomie 18 auf die Welt gekommen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt unter einem Jahr.
Das Einzugsgebiet des Kinderpalliativteams Freiburg erstreckt sich im Norden bis nach Karlsruhe, im Süden bis zur Schweizer Grenze und im Osten bis zum Bodensee. Bis zu fünf Familien besuchen die einzelnen Teammitglieder der sogenannten SAPV (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) pro Tag. In der Praxis bedeutet das, viel Zeit im Auto zu verbringen.
Zusammen mit der Sozialpädagogin und Familientherapeutin Rita Ambs und mit Kinderärztin Daniela Manthey und der Kinderkrankenpflegerin Fee Ritter-Kern macht sich Lukas auf den Weg zu verschiedenen Hausbesuchen.
Lukas ist hin- und hergerissen zwischen tiefer Bewunderung für die Arbeit des Teams und der Familien, aber auch geplagt von Zweifeln. Schließlich muss er sich darüber im Klaren werden, dass eine Beschäftigung mit dem Thema Tod erfordert, Widersprüche auszuhalten.
Rund 150.000 Menschen in Deutschland nehmen jedes Jahr die sog. spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Anspruch. So viele Menschen haben eine nicht heilbare, lebensverkürzende Krankheit. Eigens dafür ausgebildete SAPV-Teams besuchen Betroffene zuhause, um ihnen anstrengende und leidvolle Krankenhausbesuche zu ersparen und ihr Leben so wenig wie möglich einzuschränken.
Eines von wenigen Teams, die sich auf Kinder und Jugendliche spezialisiert haben, ist an der Uniklinik in Freiburg angesiedelt. Lukas begibt sich dorthin, um die Teammitglieder kennenzulernen. Zum Arbeitsalltag gehören dort auch Todesnachrichten - und ein Umgang damit, der Lukas manchmal überrascht. Und beeindruckt: Denn hier ist der Tod kein Tabu, sondern darf ein natürlicher Teil des Lebens sein.















