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Was lange währt, könnte endlich gut werden - am Samstag, 17.01., wird das erste globale Hochseeschutzabkommen in Kraft treten. Bisher sind nur 1 % der Hohen See Schutzgebiete. Seit über zwei Jahrzehnten laufen schon die Verhandlungen dazu, das zu ändern. Jetzt haben genügend Staaten das Abkommen ratifziert und es kann umgesetzt werden. Susanne Papawassiliu spricht im radio3 Klimagespräch mit der Meeresbiologin Franziska Saalmann von Greenpeace Deutschland über die Chancen und Hürden des UN-Hochseeschutzabkommens.
Es ist zurzeit eines der spannendsten Forschungsprojekte unter deutsche Federführung: Die "Polarstern" ist wieder im Einsatz. Das Forschungsschiff ist zugleich ein Eisbrecher und ist seit Mitte Dezember auf dem Weg ans andere Ende der Welt - in die Antarktis. Die Leitung des Projekts mit 45 Forschenden aus acht Ländern hat die Rostocker Polarforscherin Heike Link inne. Frank Schmid spricht im radio3 Klimagespräch mit Heike Link über das Ziel der Expedition, zugeschaltet von Bord der "Polarstern".
Schon der kleinste Windhauch bringt die Blätter der Zitterpappel in Bewegung und sorgt so für Aufmerksamkeit. Das Rebhuhn dagegen ist deutlich schwerer zu entdecken. Auf radio3 erzählt der Wildtierexperte des Landes Berlin, was den Baum und den Vogel des Jahres außerdem besonders macht.
Das Jahr 2025 ist weiterhin auf Kurs, eines der drei heißesten bislang registrierten Jahre zu werden. Aktuell liegt es laut Monatsbericht des EU-Klimawandeldienstes Copernicus hinter 2024 und gleichauf mit 2023 auf Platz zwei. Katharina Wilhelm blickt zurück: Wie war 2025 aus Klimasicht? Welche Extremwetterereignisse haben wir erlebt? Welche politischen Erfolge – und welche Rückschritte – gab es? Katharina Wilhelm berichtet.
Was heißen die Klimaveränderungen konkret für uns Menschen und wie können wir ihnen im Alltag begegnen? Die Friedens- und Konfliktforscherin Karoline Möller hat zusammen mit drei anderen Autor*innen ein Handbuch veröffentlicht, dass jedem einzelnen nicht nur den Klimwandel und seine Folgen erklärt, sondern auch, wie die Menschen ihr Leben an diese Folgen anpassen können. Im radio3 Klimagespräch spricht Frank Schmid mit Karoline Möller über "Eis gegen heiß".
Es weckte damals die größten Hoffnungen: Das Klimaabkommen von Paris im Jahr 2015. Es schien, als wäre die Weltgemeinschaft tatsächlich in der Lage, dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. 194 Staaten und die EU unterzeichneten im Zuge der 21. Weltklimakonferenz das Übereinkommen, um "die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst jedoch auf 1,5 °C, gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen". Seitdem hat sich viel getan, allerdings nicht nur zum Guten. In diesem Jahr wurde offiziell verkündet, dass das große Ziel von Paris gescheitert ist, die Erderwärmung werde schon in wenigen Jahren bei 2,5 bis 2,8 Grad liegen. Der Ökonom und Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung Ottmar Edenhofer war 2015 in Paris dabei. Shelly Kupferberg spricht mit ihm über seinen Blick auf Paris und die Folgen der Klimapolitik bis heute.
Die Autorin Emilia Roig schreibt ihrem Sohn einen Brief und gibt ihm darin mit, was sie selbst bis heute gelernt, verworfen und verstanden hat: als politischer Kopf, als Mutter, als Mensch. Dieser Brief ist in Buchform erschienen unter dem Titel "Lieber Sohn oder So rettest Du die Welt" und schien uns wie gemacht für unsere Rubrik der radio3 Klimagespräche, die den Titel trägt: Ist die Welt noch zu retten.
Die Polarregionen sind zugleich mythische Sehnsuchtsorte und eiskalte Symbole für den Klimawandel. Die immersive Erlebnis-Ausstellung "Polar Experience" in Berlin widmet sich nun diesem großen Themenkomplex, Susanne Papawassiliu spricht im radio3 Klimagespräch mit dem Polarforscher und Leiter der deutschen "Polarstern-Expedition" Markus Rex über die "Polar Experience" und den Stand seiner aktuellen Forschung zu den Arktisregionen.
Wälder sind die grünen Lungen unserer Stadt - sie spenden Schatten, kühlen das Klima und bieten Erholung. Doch Stress durch Trockenheit, Hitze und Schädlinge setzt auch den Berliner Bäumen zu. Was der neue Waldzustandsbericht Berlin 2025 dazu verrät, darüber sprechen wir mit Jan Menzel aus unserer landespolitischen Redaktion. Er war heute bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts Berlin dabei.
Die Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém ist jetzt bei der Halbzeit angelangt: Viele Hoffnungen hängen an den Entscheidungen, die dort gefällt werden - für viele Länder sind die Beschlüsse schon jetzt existentiell, für andere werden sie es künftig sein. So auch für Deutschland, das bei der Konferenz beweisen muss, welchen Stellenwert Klimaschutz tatsächlich hat. Andrea Handels im Klimagespräch mit Laura Schäfer von der NGO Germanwatch, die zurzeit in Belém ist und eine Zwischenbilanz zieht.
Schon vor Beginn der 30. Weltklimakonferenz in Brasilien häuften sich die pessimistischen Nachrichten: Das Ziel, die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten, ist gescheitert, die USA entziehen sich ihrer Verantwortung, die europäischen Länder konnten sich nur schwer auf gemeinsame Ziele einigen. Dennoch sind an die Konferenz große Hoffnungen geknüpft, international, aber auch für den Klimaschutz und die Wirtschaft in Deutschland. Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist mit einem großen Programm bei der Konferenz in Brasilien präsent. Wir sprechen mit dem Direktor Ottmar Edenhofer über die Chancen, die an die Konferenz geknüpft sind.
Heute ist das neue Klimafaktenpapier veröffentlicht worden - Fakten, die in der Wissenschaft unumstritten sind. Darin sind Kerninfos zum Klimawandel sehr einfach in sechs Punkten zusammengefasst: 1. Er ist real. 2. Wir sind die Ursache. 3. Er ist gefährlich. 4. Die Fachleute sind sich einig. 5. Wir können etwas tun. 6. Die meisten wollen mehr Klimaschutz. Das sind stark verkürzt die Ergebnisse, die heute in gebündelter Expertise von führenden Klimaforschungsorganisationen wie dem Deutschen Klima Konsortium, dem Deutschen Wetterdienst oder dem ExtremWetterKongress bekannt gegeben worden sind. Von letzterem ist der Meteorologe Frank Böttcher Gründer und Veranstalter. Wir fragen ihn auf radio3, was die neuen Klimafakten konkret für Extremwetter-Szenarien und zielführende Anpassungen bedeuten.
Die Berlin Science Week ist inzwischen schon eine Berliner Institution geworden. Seit zehn Jahren bietet Sie "für alle Neugierige" - wie der Slogan heißt - eine Woche lang Vorträge, Diskussionen, Workshops und vieles mehr zu den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Themen. Im radio3 Klimagespräch spricht Frank Schmid mit dem Festivalleiter Christian Rauch über zehn Jahre Wissenschaft als Festival - und wie sich die Herangehensweise an die Klimaforschung verändert hat.
Die Folgen des Klimawandels treffen vor allem den globalen Süden, u.a. mit Dürren und Hungersnöten. Hauptverursacher sind oft Industrieländer. Daher werden finanzielle Kompensationen für betroffene Regionen verhandelt. Doch deren Nutzen ist fraglich: Greenwashing und die Verstärkung sozialer Ungleichheiten sind häufige Kritik- Punkte. Im radio3 Klimagespräch spricht Frank Schmid mit Claudia Horn, Dozentin für Politische Ökonomie am Londoner King's College. Sie hat zu den Folgen der Finanzierung von Umwelthilfen geforscht.
Seegras als Klimaretter: Im Verbundprojekt SeaStore sollen in der Ostsee großflächig Seegraswiesen wieder angesiedelt werden – einer der wirksamsten natürlichen Kohlenstoffspeicher unserer Meere. Die TU Berlin entwickelt dafür ein datenbasiertes Entscheidungsunterstützungssystem, das Behörden und Planer bei der Auswahl geeigneter Standorte hilft. In unserem Radio3-Klimagespräch wollen wir mit Prof. Boris Schröder-Esselbach von der TU Berlin erläutern, wie Seegras zum Klimaschutz beitragen kann, welche Herausforderungen bei der Renaturierung bestehen und wie aus Forschung konkrete Maßnahmen für den Schutz von Klima und Meeresökosystemen gewonnen werden können.
Auch wenn uns der Sommer womöglich nicht außergewöhnlich heiß erschien: Messungen ergaben, dass auch dieser Sommer heißer war als der langjährige Durchschnitt des Vergleichszeitraums von 1961 bis 1990. Die Städte müssen sich notgedrungen den steigenden Temperaturen anpassen, um uns Bewohner und Bewohnerinnen besser zu schützen.
Ein neues KI-Modell kann jetzt Hilfe leisten und präzise berechnen, wie sich die Hitzebelastung in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird. Damit beschäftigt sich ein in Freiburg und Karlsruhe ansässiges Forschungsteam. Darunter der Umweltmeteorologe Andreas Christen. Mit ihm sprechen wir heute in unserem radio3-Klimagespräch.
Ohne den vielseitigen Boden gäbe es keinen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und damit auch keine Nahrung für uns. Doch intensive Landwirtschaft und Klimawandel zerstören unsere Böden immer mehr.
In Lietzen im Osten Brandenburgs im Landkreis Märkisch-Oderland werden die Böden seit 30 Jahren weniger bearbeitet. Dabei wird untersucht, wie sich das auf Erträge, Bodengesundheit und Umwelt auswirkt. In unserem Klimagespräch sprechen wir mit der Agrawissenschaftlerin Kathrin Grahmann vom Leibnitz Zentrum für Agralandschaftsforschung.
Warum sind wir nett zu Personen, die wir nicht kennen – oder warum helfen wir anderen, ohne etwas zurückzubekommen? Warum verhalten wir uns „prosozial“, wie das Sozialpsychologen nennen? Eine neue Studie hat nun in 20 Ländern untersucht, welche Emotionen prosoziales Verhalten fördern können. Genauer: ob das eher die Emotionen Scham oder Schuld sind. Und was das für unseren Alltag bedeuten könnte. Anna Dannecker weiß mehr.
Ist die Welt noch zu retten? Das diskutieren wir immer Dienstags auf radio3 und zeigen die großen und kleinen Handlungsmöglichkeiten und diskutieren Forschungsergebnisse, wie ein besserer Umgang mit der Klimakrise und den Folgen gelingen kann. Der Comic "Die große Verdrängung" von dem Italiener Roberto Grossi zeichnet auf gut 200 Seiten die Zusammenhänge von Klimawandel, Artensterben und Demokratie auf. Ein geradezu größenwahnsinniges Unterfangen – das gelingt. Andrea Heinze stellt den Comic vor.
Es wird wieder heiß in diesen Tagen. Und das kann gesundheitlich erheblich schaden, bis hin zum Hitzetod. Was ist vor allem in den Städten zu tun, um dem Hitze-Kollaps zu entkommen? Die Filmemacherinnen Gesine Enwaldt und Melanie Stucke haben sich in deutschen Städten umgesehen, mit Wissenschaftler*innen und von Hitze geplagten Menschen gesprochen. Morgen ist ihr Film "Zugepflastert!" in der ARD Story zu sehen (und auch in der ARD-Mediathek). Susanne Papawassiliu spricht mit Gesine Enwaldt über die Suche nach mehr Grün in den Städten.


















