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Wir Menschen wollen gesund sein und gesund bleiben. Möglichst lange. Doch das ist nicht möglich, wenn wir nicht gleichzeitig auf die Gesundheit von Tieren und Pflanzen und die Gesundheit unseres Planeten Erde achten. Menschliche Gesundheit, Tiergesundheit und Umwelt und Klima sind so eng miteinander verknüpft, dass 2022 in Greifswald ein neues Helmholtz-Institut gegründet wurde: das Helmholtz-Institut für One Health (HIOH). Am Mittwoch diskutieren bei einer Veranstaltung des DLR Projektträger in Berlin Forscher und Politikerinnen über den One-Health-Ansatz - unter dem Titel "One World, One Health". Mit dabei sind u.a. der Virologe Christian Drosten und der Biologe und Veterinärmediziner Fabian Leendertz, Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts für One Health. Mit ihm sprechen wir vorab im radio3 Klimagespräch.
Elternschaft stand noch nie unter einem solchen Rechtfertigungsdruck wie heute. Sollten Menschen in diesen Zeiten noch Kinder in die Welt setzen? Unter welchen Bedingungen dürfen wir unseren Kindern eine Welt zumuten, in der ganze Länder im Meer versinken? Diese Fragen verhandelt Marisa Becker in ihrem Buch "Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise". In unserem radio3 Klimagespräch sprechen wir heute mit der Autorin und Nachhaltigkeitsexpertin Marisa Becker.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist nicht nur dafür da, das Wetter für die Osterwoche vorherzusagen - er forscht und analysiert die Wetter- und Klimadaten für die Bedürfnisse aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche in Deutschland. Heute hat der DWD in einer Pressekonferenz sowohl seine Wetter- und Klimabilanz für 2025 vorgestellt, als auch seine Prognosen für die nächsten Jahrzehnte in Deutschland. Susanne Papawassiliu spricht im radio3-Klimagespräch mit dem DWD-Meteorologen Tobias Fuchs über die Ergebnisse.
PFAS - das steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen: Für die einen sind das Wunderchemikalien mit ganz besonderen Eigenschaften - PFAS-Chemikalien finden sich etwa in Putzschwämmen, Regenjacken, in Pfannenbeschichtung, Verpackungen, Zahnseide und Imprägnierspray. Für andere tragen PFAS den Beinamen "Ewigkeitschemikalien" oder gar "Jahrhundertgift". Ein Gift, das man nicht riechen und nicht schmecken kann, das verdächtigt wird, Krebs zu erregen, unfruchtbar zu machen und das Immunsystem zu schwächen. Gerade ist in deutscher Übersetzung die wie ein Krimi erzählte langjährige Investigativreportage "Die Vergiftung der Welt. Der globale PFAS-Skandal und wie er vertuscht wird" von Mariah Blake erschienen. Wir sprechen darüber mit dem Investigativjournalisten Daniel Drepper, der sich seit vielen Jahren mit PFAS beschäftigt und das Vorwort zum Buch geschrieben hat.
Ein Flugticket buchen und gegen das schlechte Umweltgewissen direkt CO2-Zertifikate kaufen - das ist heute problemlos möglich. Genauso können große Unternehmen ihre CO2-Bilanz durch Zertifikate verbessern, mit denen dann an anderen Orten der Welt Klimaschutzmaßnahmen erfolgen können. Die einen kritisieren diese Methode als "Greenwashing", andere sehen darin eine Möglichkeit, wirtschaftlich Klimaschutz zu betreiben. Inzwischen gibt es auch in Brandenburg erste Projekte, um hier den klimaresistenten Waldumbau mit Hilfe vom Verkauf von Zertifikaten zu finanzieren. Im radio3 Klimagespräch spricht Susanne Papawassiliu über die Vor- und Nachteile dieser Entwicklung mit Pierre L. Ibisch, Professor für Naturschutz sowie Forschungsprofessor für Ökosystembasierte nachhaltige Entwicklung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE).
Der Deutsche Naturschutztag DNT ist der größte Naturschutzkongress im deutschsprachigen Raum. Hier trifft alle zwei Jahre Politik auf Praxis, Hauptamt auf Ehrenamt sowie junges Engagement und Vision auf Erfahrung und Fachwissen - im Naturschutz und in der Landschaftspflege. In diesem Jahr findet der Deutsche Naturschutztag in Berlin statt. Morgen startet der Kongress. Wir sprechen vorab mit Florian Schöne, Geschäftsführer Naturschutzring und Mitveranstalter des Deutschen Naturschutztages.
Das "Gebäudeenergiegesetz" sollte es regeln: Heizungen sollten langfristig klimaneutral mit erneuerbaren Energien funktionieren. Doch die umgangssprachlich "Heizungsgesetz" genannten Vorgaben sollen nun nach Plänen des Wirtschaftsministeriums unter Katherina Reiche (CDU) gekippt werden. Stattdessen soll in diesem Sommer ein neues "Gebäudemodernisierungsgesetz" in Kraft treten, das Öl- und Gasheizungen bei Neubauten wieder erlaubt und Solaranlagen nicht mehr im gleichen Ausmaß fördert. Wir sprechen im radio3 Klimagespräch mit der Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung über die Folgen des neuen Gesetzes für den Klimaschutz in Deutschland.
Am 27. Februar, Freitag diese Woche, ist der offizielle "Tag des Eisbären". Vor kurzem erst wurde vermeldet, dass es den Eisbären in Spitzbergen anscheinend wieder besser geht. In unserem Radio3-Klimagespräch machen wir die Eisbären heute zum Thema: Wie hat sich der Lebensraum der Eisbären in den letzten Jahrzehnten verändert? Und was sagt das über den Klimawandel und die Situation der Menschen aus? Das fragen wir Barbara Maas, Eisbärexpertin der Organisation "People for Nature and Peace.
Das Jahr 2026 ist das "Internationale Jahr für Weidelandschaften und Hirtentum" der UNO. Weltweit wird auf die unterschiedlichen Aspekte der Weide- und Viehwirtschaft aufmerksam gemacht. Zugleich ist gerade eine Studie des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung erschienen, die ergeben hat, dass ein großer Teil der heutigen Weideflächen bis zum Jahr 2100 aufgrund der Erderwärmung nicht mehr nutzbar sein wird. Wir sprechen im radio3 Klimagespräch mit Daniel Müller vom Leibniz Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien über die Bedrohung der Weidelandschaften und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt.
Ende der Woche geht es los mit der Berlinale. Filmbegeisterte freuen sich bereits, internationale Stars werden erwartet. Und alle warten auf die großen und kleinen Produktionen auf riesiger Leinwand. Das Thema Nachhaltigkeit soll auch auf der Berlinale eine immer größere Rolle spielen. Aber wie genau ist das im Filmbusiness möglich? In unserem radio3 Klimagespräch sprechen wir heute mit Maike Reinerth, Filmwissenschaftlerin und Referentin für Nachhaltigkeit an der Filmuniversität Babelsberg.
Minusgrade im Nordosten, frühlingshafte Temperaturen im Südwesten - und dazwischen Glatteis-Gefahr: Der Februar zeigt sich wettertechnisch widersprüchlich. Schuld ist eine sogenannte blockierende Wetterlage. Warum die Wetterprognosen derzeit so unsicher sind, wo Wetter endet und Klima beginnt, erklärt Thomas Endrulat, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst auf radio3.
Heute ist Weltkrebstag. Das heißt, ein Tag, an dem die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen im Fokus stehen. "Krebs" - das ist ja eine enorm lebensverändernde Diagnose, für die Betroffenen mit viel Angst verbunden. Wir sprechen mit dem Direktor des Krebszentrums an der Berliner Charité Dominik Paul Modest über den aktuellen Stand der Krebsforschung und die Behandlung.
Zurzeit sind Winterferien in Berlin und Brandenburg und in den italienischen Alpen rund um Mailand und Cortina d'Ampezzo beginnen am Freitag die Olympischen Winterspiele. Ob wir Berliner und Brandenburger nun ins Allgäu, in den Harz oder nach Italien fahren oder ob die Olympioniken Skisprungschanzen runtersausen und sich in der Nordischen Kombination messen: Die Berge und ihre Natur bieten eine schöne weiße Kulisse für unser Bedürfnis nach Wintersport. Doch es ist schon lange bekannt, dass der Schaden an der Natur in Wintersportgebieten hoch ist. Wie hoch, darüber spricht Imke Griebsch im radio3-Klimagespräch mit der Tourismus-Expertin des WWF Martina von Münchhausen.
Heute gibt es in Berlin und Brandenburg Zeugnisse. Für die einen ein Grund zu jubeln, andere werden enttäuscht nach Hause kommen. Schulnoten entscheiden über Bildungswege: Welche Schule kann ich besuchen? Welches Studium machen? Welchen Ausbildungsplatz bekomme ich? Dabei gibt es viel Kritik am Notensystem: Noten würden Schüler:innen oft nicht gerecht werden und nur wenig über ihr tatsächliches Können aussagen. Sind Noten überhaupt noch zeitgemäß? Darüber sprechen wir mit Malte Jansen, Professor für Pädagogische Psychologie an der Health and Medical University in Potsdam.
Die Klimadebatte ist allgegenwärtig – und doch scheint sie festzustecken zwischen moralischen Vorwürfen, Abwehrreaktionen und Resignation. Viele Sätze, die wir täglich hören, klingen für viele erst einmal plausibel: "Allein kann ich eh nichts bewirken", "Man wird sich wohl noch etwas gönnen dürfen" oder "Die Katastrophe lässt sich eh nicht mehr aufhalten." In ihrem gemeinsamen Buch "Besser um die Zukunft streiten" zeigen fünf Philosophinnen und Philosophen, dass es möglich ist, über Klima und Verantwortung streitbar, differenziert und klug zu diskutieren – ohne Lautstärke, aber mit Argumenten. Darüber sprechen wir heute mit einem der Autoren, Stefan Riedener, Professor für Philosophie an der Universität Bergen.
Jeden Tag laufen oder fahren wir über ihn, ohne darüber nachzudenken: Boden. Sei es in zubetonierten Städten, auf Feldwegen oder im Wald. Böden sollten allerdings nicht mit Füßen getreten werden: Sie sind der artenreichste Lebensraum der Erde und speichern riesige Mengen an CO2. Shelly Kupferberg spricht im radio3 Klimagespräch mit dem Bodenökologen Matthias Rillig von der Freien Universität Berlin über die Bedeutung der Böden für unser Klima, den Boden des Jahres 2026 und sein neues Buch "Mutter Erde".
Was lange währt, könnte endlich gut werden - am Samstag, 17.01., wird das erste globale Hochseeschutzabkommen in Kraft treten. Bisher sind nur 1 % der Hohen See Schutzgebiete. Seit über zwei Jahrzehnten laufen schon die Verhandlungen dazu, das zu ändern. Jetzt haben genügend Staaten das Abkommen ratifziert und es kann umgesetzt werden. Susanne Papawassiliu spricht im radio3 Klimagespräch mit der Meeresbiologin Franziska Saalmann von Greenpeace Deutschland über die Chancen und Hürden des UN-Hochseeschutzabkommens.
Es ist zurzeit eines der spannendsten Forschungsprojekte unter deutsche Federführung: Die "Polarstern" ist wieder im Einsatz. Das Forschungsschiff ist zugleich ein Eisbrecher und ist seit Mitte Dezember auf dem Weg ans andere Ende der Welt - in die Antarktis. Die Leitung des Projekts mit 45 Forschenden aus acht Ländern hat die Rostocker Polarforscherin Heike Link inne. Frank Schmid spricht im radio3 Klimagespräch mit Heike Link über das Ziel der Expedition, zugeschaltet von Bord der "Polarstern".
Schon der kleinste Windhauch bringt die Blätter der Zitterpappel in Bewegung und sorgt so für Aufmerksamkeit. Das Rebhuhn dagegen ist deutlich schwerer zu entdecken. Auf radio3 erzählt der Wildtierexperte des Landes Berlin, was den Baum und den Vogel des Jahres außerdem besonders macht.
Das Jahr 2025 ist weiterhin auf Kurs, eines der drei heißesten bislang registrierten Jahre zu werden. Aktuell liegt es laut Monatsbericht des EU-Klimawandeldienstes Copernicus hinter 2024 und gleichauf mit 2023 auf Platz zwei. Katharina Wilhelm blickt zurück: Wie war 2025 aus Klimasicht? Welche Extremwetterereignisse haben wir erlebt? Welche politischen Erfolge – und welche Rückschritte – gab es? Katharina Wilhelm berichtet.






















