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Archivradio – Geschichte im Original
Archivradio – Geschichte im Original
Author: SWR
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Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert von: Gábor Paál, Lukas Meyer-Blankenburg, Maximilian Schönherr und Christoph König. Ein Podcast von SWR, BR, HR, MDR und WDR. https://archivradio.de | Übersicht über alle Beiträge: http://x.swr.de/s/archivradiokatalog
988 Episodes
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Die Raumfähre "Challenger" explodiert kurz nach dem Start. Die sieben Astronauten an Bord sterben. Keine "Sternstunde der Wissenschaft", sondern eine Katastrophe der Raumfahrt.
1957 eröffnet der erste Supermarkt, die Deutschen entdecken Autos, Mallorca und das Fernsehen. Die Gegenbewegung der "Gammler" entzieht sich dem Ideal von Fleiß und Konsum.
In den 1960er-Jahren entwickelt sich in den beiden deutschen Staaten die Subkultur der Gammler – eine Art Gegenentwurf zum arbeitsamen Deutschen der Wirtschaftswunderjahre.
Elvis Presley war schon ein junger Weltstar, als er einen Einberufungsbefehl zum Militärdienst erhielt. Er absolvierte seine Grundausbildung in Texas und wurde schließlich in Deutschland stationiert. Am 1. Oktober 1958 trifft er, von New York kommend, mit dem Schiff in Bremerhaven ein. Hunderte Fans warten auf ihn. Am Ende der Reportage hört man ihn auch selbst kurz nach der Ankunft.
Konrad Adenauer und Nikita Chruschtschow hatten die Rückkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen vereinbart. Gut einen Monat später begrüßt Theodor Heuss Heimkehrer in Friedland.
Bis 1956 war Mallorca für die meisten Deutschen eine eher unbekannte Insel im Mittelmeer – der Weg dorthin wäre für einen Urlaub viel zu weit und zu teuer gewesen. Doch im Frühjahr 1956 nimmt die Deutsche Flugdienst GmbH ihren Betrieb auf, der Vorläufer der späteren Charter-Fluggesellschaft Condor. Als erste Ziele für Charterreisen bietet sie an: das Heilige Land, Kairo mit den Pyramiden, und eben: Mallorca.
Es sind Propellerflugzeuge, geflogen von US-amerikanischen Militärpiloten. Deutsche Piloten müssen erst noch ausgebildet werden bzw. diejenigen, die vor Kriegsende ihre Fluglizenz erworben hatten, dürfen noch nicht wieder fliegen.
Ein solcher Flug ist damals etwas Besonderes, eine Mallorca-Reise deutlich teurer als eine Autofahrt nach Italien. Die Reportage aus dem Jahr 1957 zeigt, wie schnell sich der Urlaubstipp Mallorca herumspricht.
Reporter ist Markus Joachim Tidick vom Südwestfunk. Der Bericht wird am 16. März 1957 unter dem Titel "Deutsche Luft-Touristen auf Mallorca" gesendet.
Das Ruhrgebiet ist in den 1950ern Zentrum des wirtschaftlichen Aufschwungs; Kohle treibt die Wirtschaft an. Reportage aus der Zeche Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort.
Nach dem Zweiten Weltkrieg schlägt US-Außenminister George C. Marshall(1880 - 1959) ein 12 Milliarden Dollar schweres Aufbauprogramm für Westeuropa vor. Seine Vorstellung vom Wiederaufbau hatte Marshall erstmals am 5. Juni 1947 in einer Rede vor Studenten präsentiert. Neben humanitären Erwägungen ging es dabei auch um eigene Interessen. Die USA hofften, den Einfluss der Sowjetunion zurückzudrängen und den eigenen Handel zu beleben. Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnet den Marshallplan (offiziell European Recovery Program (ERP) genannt) – zusammen mit dem Hohen Kommissar der Vereinigten Staaten in der Bundesrepublik John Jay McCloy. Reporter Hans Jesse berichtet von der Zeremonie im Bonner Kanzleramt.
Mehr Freiheit in der Wirtschaft. Freier Konsum, freie Berufswahl: Die Währungsreform wird ein drohendes politisches Chaos verhindern – hofft Ludwig Erhard, Wirtschaftsdirektor der vereinigten Westzonen.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg liegt die deutsche Wirtschaft am Boden. Die Städte sind zerstört, viele Menschen leben von der Hand in den Mund. Die Schwarzmärkte florieren, sie sind für viele Familien oft die einzige Möglichkeit, über die Runden zu kommen. Unter den Händlerinnen und Händlern auf den Straßen sind auch viele Kinder, wie hier in einem Beitrag aus Köln von 1948 zu hören.
Im Bild: Kinder auf dem Schwarzmarkt in Berlin 1947
Die regierende Fatah von Präsident Mahmud Abbas wird 2006 abgewählt. Sie gilt als korrupt und hat die Bevölkerung enttäuscht. Viele setzten deshalb ihre Hoffnung in die Hamas.
Bis 1953 war Grönland dänische Kolonie. Dann wurde es ein Teil Dänemarks. Doch die Unzufriedenheit wuchs; nicht zuletzt wegen der Zwangssterilisation indigener Frauen.
Die neue Atomtechnik kommt in den 1950er-Jahren wie gerufen: Die Kohlevorkommen in Deutschland drohen knapp zu werden für den steigenden Energiebedarf der Bevölkerung. Die Uranvorkommen dagegen versprechen eine zusätzliche Energiequelle.
Die meisten kennen Paul Watzlawick (1921 - 2007) von seinem Bestseller "Anleitung zum Unglücklichsein", er war aber auch ein großer Wissenschaftler, der eine bis heute einschlägige Kommunikationstheorie verfasste, die sich für ein theoretisches Werk sogar recht flüssig liest.
Der bei den Wahlen unterlegene US-Präsident Donald Trump weigert sich noch immer, seine Niederlage anzuerkennen. Den 6. Januar 2021 sieht er als letzte Chance, im Amt zu bleiben. An dem Tag werden im Kapitol offiziell die Voten der Wahlleute aus den Bundesstaaten ausgewertet und so der Wahlsieg festgestellt. Die Sitzung wird formal geleitet vom amtierenden Vize-Präsidenten Mike Pence. Trump fordert von Pence, das Ergebnis nicht anzuerkennen. Pence, war zwar immer loyal zu Trump, weiß aber, dass seine Funktion an diesem Tag rein protokollarisch ist und hat Trump zu verstehen gegeben, dass er das Ergebnis anerkennen wird. Trump hat seine Anhänger zu einer Kundgebung nach Washington gerufen. #jetztschonhistorisch | http://swr.li/sturm-aufs-kapitol
Die Invasion in Panama am 20. Dezember 1989 begründet die US-Regierung auch damit, dass sie Machthaber Manuel Noriega für seine Drogengeschäfte zur Verantwortung ziehen will. Doch so schnell findet sie ihn nicht. An Heilig Abend findet Noriega ausgerechnet Unterschlupf in der Nuntiatur – also der Botschaft des Vatikan in Panama. Die USA scheuen davor zurück, in die Botschaft einzudringen und versuchen es mit anderen Methoden. Am 29. Dezember beschallen sie die Botschaft extrem laut mit Rockmusik.
Nachdem auch das nicht hilft, blockieren die USA erstmal die Botschaften von Kuba und Nicaragua, damit Noriega nicht noch womöglich dorthin wechselt. Unterdessen spekuliert ein Bericht vom 2. Januar darüber, welches Interesse ausgerechnet der Vatikan hat, einen Schwerverbrecher wie Noriega Schutz zu bieten. Erpresst Noriega womöglich den Vatikan möglich mit Dokumenten über dessen Kontakte zur Drogenmafiaß
Am 3. Januar schließlich ist es soweit, Noriega verlässt die vatikanische Botschaft und stellt sich.
Noriega wird nach Florida gebracht. Ein Gericht in Miami verurteilt ihn schließlich zu einer Freiheitsstrafe von 40 Jahren. In Frankreich und in Panama selbst folgen weitere Prozesse. Noriega stirbt 2017 an einem Hirntumor.
20.-22.12.1989 | Manuel Noriega, der langjährige Machthaber in Panama, stand lange auf der Gehaltsliste der CIA. Denn über Panama konnten die USA Waffen ins benachbarte Nicaragua schmuggeln, um die dortigen Contra-Rebellen zu unterstützen.
Doch 1988 hat Washington genug von Noriega. Der ist offensichtlich in Drogenhandel und Geldwäsche verstrickt. Die USA sorgen sich außerdem um den freien Zugang zum Panamakanal. 1989 gibt es Wahlen in Panama – doch Noriega ignoriert sie und bleibt mit Gewalt an der Macht. Ende des Jahres spitzt sich die Situation weiter zu. Bis US-Präsident George Bush (sen.) befiehlt kurz vor Weihnachen, in Panama einzumarschieren und Noriega festzunehmen.
Bemerkenswert ist, dass diese Ereignisse in den bundesdeutschen Nachrichten oft nicht an erster Stelle stehen – denn zeitgleich kommt es auch in Rumänien zum Sturz von Diktator Ceaucescu. Diese Meldungen aus Bukarest sind oft der Aufmacher in den Nachrichten, dann erst kommen die Nachrichten aus Panama. Die ersten Berichte von der Invasion erreichen das deutsche Radiopublikum am Morgen des 20. Dezember 1989.
20.000 US-Soldaten sind an der Invasion beteiligt. Doch so schnell wie erhofft, kommen sie nicht zum Ziel. Am Folgetag wird die Lage erstmal unübersichtlich.
Finden am Tag der Invasion mehr als 90 Prozent der US-Bevölkerung die Militäraktion gut und richtig, fängt die Stimmung am zweiten Tag danach bereits an zu kippen.
Noriega gelingt es, an Heilig Abend in die Botschaft des Vatikan in Panama zu fliehen.
Wie es die danach weiterging und die USA mit dem Vatikan stritten, erzählt die Archivradio-Folge „USA verhaften Panamas Machthaber Noriega“. (http://swr.li/noriega)
2. Januar 2001: Knapp 250 Frauen werden als Soldatinnen in die Bundeswehr aufgenommen. Sie sind erstmals für den Dienst an der Waffe zugelassen.
Historische Tonaufnahmen und Radioberichte vom 19. Jahrhundert bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar.
Eine der frühesten Live-Reportagen im deutschen Rundfunk. In dem Hörbild geht es weniger um den Dom als darum, die Grenzen der Klangkunst auszuloten.
























Ein Zeitdokument von großen Wert.
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sehr interessante Folge, dankeschön!
Begrüßungsgeld am Tag der Maueröffnung? Gab es das nicht erst ein paar Tage später?