DiscoverWas soll das alles?
Was soll das alles?
Claim Ownership

Was soll das alles?

Author: Philip Dulle

Subscribed: 2Played: 55
Share

Description

Willkommen bei „Was soll das alles?“. Im Kultur-Podcast spricht Journalist Philip Dulle mit Künstler:innen über ihre Inspiration und Kreativität, über Zweifel und die großen wie kleinen Fragen des Lebens. Neue Folgen immer freitags. Überall, wo es Podcasts gibt.
79 Episodes
Reverse
Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern, Filmemacherinnen und Kunstschaffenden über ihren Antrieb, ihre Arbeit, das Zweifeln und Hadern – und die großen und kleinen Fragen des Lebens.
Seinen Großvater, den Heurigenmusiker Rudolf Mandl, hat der Wiener Liedermacher Nino Mandl nie kennengelernt. Heute stellt er sich vor, wie die Stimme seines Opas wohl geklungen hat und widmet ihm sein aktuelles Album “Endlich Wienerlieder”. Im Gespräch mit Philip erzählt Der Nino aus Wien, wie er seinen Vater in einem Lied verewigt hat, warum es dazugehört, Songs auch manchmal zu verlieren und warum er beim Kochen so grantig drein schaut.
Die Wiener Musikerin Ankathie Koi hat nicht nur ein neues Album (unmissverständlicher Titel: “Pikant”!) veröffentlicht, sondern ihr Solo- später Duo-Projekt Ankathie Koi mittlerweile zur Band ausgebaut. Denn nach Ausgebranntheit, Therapie und Pandemie wollte sie nur eines: zurück auf der Bühne (“Tanz dich rein”). Mit Philip spricht sie über Cougar-Songs (“Baby Boy”), Popmusik mit 40, Instagram-Prüderie und ihr Leben zwischen “Rockstar”-, Mama-Dasein und Spielplatz. Ein Leben zwischen den Welten.
Der Fotograf Reiner Riedler erfüllt sich einen Jugendtraum und bringt seinen ersten Dokumentarfilm in die Kinos. In “Die guten Jahre” begleitet er seinen Freund, den Fotografen Michael Appelt, bei einer ganz speziellen Mission. Appelt, selbst von einem längeren Krankenhausaufenthalt und Depression gezeichnet, zieht wieder bei seiner Mutter ein, bei der eine beginnenden Demenzerkrankung diagnostiziert wurde. Mit Philip spricht Reiner über die universelle Kraft des Kinos, Pflege als Fulltime-Job und pragmatische Lebensentscheidungen.
Die Musikerin und Sängerin Mira Lu Kovacs liebt ihre Rituale, hat ihr Glück im Kochen von Ofengemüse gefunden, ist süchtig nach Serien und ist dabei immer wieder auf der Suche nach Stille an ungewöhnlichen Orten. Mit Philip spricht Mira über Meditation als aktive Pause von den eigenen Gedanken, über das Songschreiben und bewusstes Atmen, ihre Band-Projekte My Ugly Clementine und 5K HD – und warum sie jetzt wieder Songs unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht. Sie sagt: “In meinem Leben geht es um Spannung, Entspannung und eine gute Balance dazwischen zu finden.”
Das Wiener Rap-Duo Kreiml & Samurai sagen “Ranz oder gar nicht” und gehen mit ihrem neuen Album all in, machen sich aus Pop, Protest und Nonsens ihren ganz eigenen Reim zur aktuellen Weltlage. Denn ein Song ist auch immer nur eine Momentaufnahme, wie die beiden sagen. Eine Alternative zur Musik gibt es für die beiden auch nach den Pandemie-Jahren nicht. Im Gespräch mit Philip sprechen Kreiml & Samurai über politische Tracks in aufwühlenden Zeiten (“Oh du mein Österreich”), das Akzeptieren von Fehlern – und warum sie jetzt bei ihren Konzerten mit Band auftreten werden. Oder wie es Kreiml & Samurai sagen würde: Die Häutung des Schweinehundes findet statt.
Die Wiener Musikerin Conny Frischauf will mit dem Alte-Weiße-Männer-Genre Krautrock lieber nicht assoziiert werden und spielt lieber elektronische Musik zwischen Experiment und Pop. Denn in eine Schublade will sie mit ihrem neuen Album “Kenne Keine Töne” nicht gesteckt werden. Lieber bricht Frischauf mit patriarchalen Strukturen, wundert sich im Song “Nordwestwind” über die Eigenheiten der Wiener:innen und will sich in ihren Shows mehr auf die Performance konzentrieren.
Sonja Maier führt ein Doppelleben: Am Tag ist sie Lehrerin und Klassenvorständin an einem Wiener Gymnasium (Hauptfach Englisch), am Abend tourt sie mit ihrer Rockband von Stadt zu Stadt. Als Widerspruch will die gebürtige Kärntnerin das aber nicht verstehen. Denn Baits ist für Sonja mehr als nur ein Hobby und Ausgleich vom Schulalltag. Ziel der aus Christopher Herndler, Fazo, Bernd Faszl und Maier bestehenden Band (aktuelles Album: “All Filler No Killer”) sind die größten Bühnen der Welt. Mit Philip spricht sie über die Amadeus-Nominierung, Schüler:innen bei ihren Konzerten, Freunderlwirtschaft in der Musikbranche – und warum sie mit Taylor Swift nicht sehr viel anfangen kann.
An polierten Magazin- und Filmgesichtern will sich der Wiener Comic-Autor Franz Suess nicht abarbeiten. Lieber zeichnet er die Menschen so, wie er sie tagtäglich sieht. In der Straßenbahn, an den Bahnhöfen, der Fleischhauerei oder den Randbezirken Wiens. Seine Zeichnungen, die mal melancholisch, mal schön sind, versteht er als Anti-Liebes-Geschichten; in seinem aktuellen Sammelband “Drei oder vier Bagatellen” (Avant-Verlag) erzählt er von Alltagshelden und dem Trost kleiner Siege. Suess, Gewinner des diesjährigen Comicbuchpreises der Berthold Leibinger Stiftung, spricht im Podcast über seinen Weg vom Zeichenlehrer zum Comic-Autor, seine Faszination für Toiletten, Humor in düsteren Geschichten und seine neueste Arbeit: die ökologische Schuld-und-Sühne-Erzählung “Jakob Neyder”.
Singen war in der Familie von OSKA immer ein großes Thema – und für die Singer-Songwriterin der Weg, ihre Gefühle in Worte zu fassen. Denn Maria Burger, wie die Musikerin eigentlich heißt, kommt aus einer großen Familie im Waldviertel, in der man Emotionen nicht verstecken musste und stets viele irische und englische Balladen gesungen wurden. Die Melancholie, aber auch der schwarze und lebensnahe Humor aus diesen Texten, spiegeln sich in ihrer Musik wider. Im Podcast spricht OSKA über ihr aktuelles Leben zwischen Niederösterreich und London, Abnabelungen im Erwachsenenalter, ihre Anfänge als Straßenmusikerin in Wien – und wie man sich auf Konzerte mit Coldplay vorbereitet.
Robert Stadlober ist Schauspieler, Musiker, Autor, Hörbuchsprecher und lässt sich mit Sicherheit in keine Schublade stecken. Aktuell ist der 42-Jährige nicht nur im Kinofilm “Führer und Verführer” (neben Franziska Weisz und Fritz Karl) als Joseph Goebbels zu sehen, sondern veröffentlicht ein Musikalbum mit den antifaschistischen Texten des Berliner Dichters Kurt Tucholsky. Denn im Leben eines Künstlers geht es auch darum, sich eine Rolle wieder abzustreifen. Folgerichtiger Titel der Indiepop-Songsammlung: “Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut” (erscheint beim Berliner Label Staatsakt). Im Podcast spricht Robert über die Absurdität des Menschseins, die Schönheit politischer Utopien, seinen Karrierestart als ”Bravo”-Poster-Boy und sein neues Filmprojekt mit Regisseur Adrian Goiginger.
Drei Jahre lang hat die Filmemacherin Ruth Beckermann ("Waldheims Walzer", "Die Geträumten") eine Volksschulklasse in Wien-Favoriten begleitet. Das Besondere an der Klasse: jedes der Kinder hat eine Migrationsgeschichte – und bringt unzählige Erfahrungen und Herausforderungen mit sich. Der heimliche Star des Dokumentarfilms “Favoriten” ist die Klassenlehrerin Ilkay Idiskut. Denn neben Sprachproblemen, Vorurteilen, zu wenig Personal und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten brauchen die Kinder vor allem jemanden, der an sie glaubt. Im Podcast spricht Beckermann über ihre Faszination für diese Klasse, die Herausforderungen beim Dreh, ihre eigene Schulzeit im Wien der Nachkriegszeit – und wie sie sich selbst mit neuen Projekten bei Laune hält.
Eine Band, die noch an Utopien glaubt, braucht sich vor einer ungewissen Zukunft nicht zu fürchten. „Leave me to the future" heißt das Debüt der Wiener Rockband ischia – und klingt nach zeitlosem Shoegaze, Postpunk und Dreampop. Die Musiker:innen Adele Ischia, Hjörtur Hjörleifsson, Lena Kauntz und Philipp Hackl erzählen von unerfüllbaren Erwartungen an Frauen (“Sorry Mama”), falschen Freunden (“Fake”) und der Unerträglichkeit einer patriarchalen Gesellschaft, ohne auf die nötige Ironie (und den Fun!) zu vergessen. Frontfrau Adele und Hjörtur (beide spielen auch bei den Indie-Überfliegern Endless Wellness) erzählen im Gespräch von musikalischem Perfektionismus, politischem Indierock und ihrem (Rockstar-)Leben zwischen zwei Bands.
Dass sie Schriftstellerin werden wollte, wusste Maria Bidian schon als Teenagerin und wollte Fantasy-Romane schreiben. Dennoch arbeitete sie zunächst als Kulturjournalistin in Berlin, führte viele Interviews, wusste aber stets, dass sie lieber auf der anderen Seite sitzen würde. Jetzt ist ihr sehr persönliches Romandebüt “Das Pfauengemälde” (Zsolnay Verlag) erschienen. Es erzählt eine Geschichte zwischen Deutschland und Rumänien, von alten Familienwunden, Trauerarbeit und Selbstermächtigung. Im Podcast spricht Maria Bidian von ihrem Aufwachsen als Tochter eines rumänischen Vaters und einer deutschen Mutter in Mainz, dem jahrelangen Schreibprozess, ihrem Bezug zu Rumänien und politischen Erweckungserlebnissen.
Die Begeisterung für Krimis war bei Alex Beer immer schon da. Als Kind hat sich die gebürtige Vorarlbergerin in den “Fünf Freunde”-Büchern von Enid Blyton verloren, später im “cosy crime” von Agatha Christie. Es stand außer Frage, dass sie selbst auch Kriminalgeschichten schreiben würde. Zudem lässt sich Spannung in einem Krimi recht einfach erzeugen, so Beer: Zuerst gibt es einen Mordfall und dann strickt man daraus eine Handlung. Ihre ersten Bücher hat sie noch unter ihrem bürgerlichen Namen Daniela Larcher veröffentlicht. Heute schreibt die studierte Archäologin vor allem historische Krimis, die mal in Berlin, mal in Nürnberg oder in Wien spielen. “Die weiße Stunde”, der sechste und aktuellste Band dieser Reihe rund um die Ermittler August Emmerich und Ferdinand Winter, spielt im Wien des Jahres 1923. Im Podcast erzählt Beer, warum akkurate Recherche so wichtig ist, wie sich Wien in der Zwischenkriegszeit angefühlt haben muss – und wie sich ökonomische Überlegungen auf ihre Bücher auswirken.
Tatjana Lackner ist Kommunikationsexpertin, Sprachausbildnerin sowie Autorin und hat vor 30 Jahren “Die Schule des Sprechens” in Wien gegründet. Angefangen hat die gebürtige Münchnerin ganz klassisch im Radio, etwa bei Ö1, Ö3 und Radio Niederösterreich. Im Podcast verrät sie neben ihren Lieblingssendern (Stichwort: 100 Jahre Radio in Österreich), auch, wie man zwischen Regionalberichterstattung, Pop- und Hochkultur changiert und warum sie Menschen mit Lampenfieber gut verstehen kann. Außerdem erzählt Tatjana, wie wir mit Künstlicher Intelligenz umgehen werden, was Spitzenpolitiker:innen sprachlich voneinander unterscheidet und wie sich der Sprecher:innenberuf in den letzten Jahrzehnten verändert hat.
Zehn lange Jahre hat Regisseur Andreas Prochaska (“Das finstere Tal”) keinen Kinofilm mehr gedreht, dafür an umso mehr TV-Serien (“Das Boot”, “Alex Rider”) gearbeitet. Schön, dass der 59-Jährige 2025 mit dem Thriller “Welcome Home, Baby!” wieder auf die große Leinwand zurückkehren wird. Zuerst startet aber die neue Vampir-Serie “Love Sucks” auf ZDFneo und Andreas erzählt im Podcast, wie es ist, mit einer neuen Generation von Schauspieler:innen (Havana Joy, Damian Hardung) zu drehen, warum er selbst mit dem Horrorgenre hadert, wie es ist, mit Kunstblut zu filmen – und warum es wohl keinen dritten Teil von “In 3 Tagen bist du tot” geben wird.
Den Fernseher aus dem Fenster werfen? Lieber nicht! „Typische Rock’n’Roll-Klischees kommen bei uns nicht vor“, sagt Sven Regener. “Das wäre auch eine Enttäuschung.“ Er ist seit fast vier Jahrzehnten Bandkopf und Texter der Berliner Band Element of Crime, über die es jetzt eine Dokumentation zu sehen gibt. Die Gefahr, dass man mit einer Doku zur eigenen Musealisierung beitrage, bestehe zwar, erzählt der Musiker und Autor im Podcast-Gespräch, aber da müsse man sich bei Element of Crime keine Sorgen machen. Denn die Berliner Band ist noch immer stark im Hier und Jetzt verankert – und spielt weiter Live-Konzerte von kleinen Clubs bis zur großen Freiluftarena. Der Schauspieler Charly Hübner, der die Band seit den 1980er-Jahren verfolgt, hat jetzt einen Film über die Band rund um die Musiker Jakob Ilja, Richard Pappik und Regener gedreht und versucht dem Phänomen der Elements auf die Schliche zu kommen. Titel der überaus sympathischen Konzert- und Doku-Rundschau: „Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin“. Sven Regener erzählt im Interview, wie es ist, zum Anschauungsobjekt eines Films zu werden, wie er gerade in Westberlin zum Songschreiber fand – und warum Element of Crime kein Abspielautomat ihrer eigenen Geschichte ist.
Sonne, Mond und Sterne: Die Wiener Filmemacherin und Künstlerin Kurdwin Ayub (“Sonne”, 2022) hat für ihre neueste Kinoarbeit “Mond” Performance-Star Florentina Holzinger als Hauptdarstellerin gecastet. “Unserer beider Kunst geht unter die Haut”, sagt Kurdwin Ayub im Podcast über die Zusammenarbeit. Holzinger spielt in ihrem Filmdebüt eine ehemalige Martial-Arts-Kämpferin, die in Jordanien die drei Töchter einer reichen Familie trainieren soll – und tauscht die Wettkampfarena gegen einen goldenen Käfig. Denn der lukrative Job kollidiert schnell mit den patriarchalen Strukturen einer fremden Welt und den Spannungen zwischen West und Nahost. Im Podcast spricht Kurdwin über das Brechen von Erwartungshaltungen, ihren eigenen Vater, der vom Patrichaten zum Feministen wurde – und über ihre eigene Fluchtgeschichte aus dem Irak.
Seit knapp einem Vierteljahrhundert tourt Franz Adrian Wenzl als Austrofred durch die Lande und mischt Austropop-Texte mit den Evergreens von Queen. In seinem neuesten Buch "Gänsehaut. Unerklärliche Phänomene erklärt" erzählt der Freddie-Mercury-Interpret nicht nur, was ein Rockstar von Vorarlberg bis Oberösterreich auf Reisen so alles erlebt (Weissagungen des „Mostradamus“), sondern gibt einen Einblick in urbane Legenden und hält mit Faktenchecks gegen Verschwörungsmythen. Wenzl, der auch bei der Wiener Rockband Kreisky aktiv ist, gibt im Podcast Einblick in die Kunstfigur Austrofred, erzählt von seiner lebenslangen Queen-Liebe - und warum auch eine Lesung in einer Buchhandlung ein toller Bühnenexzess sein kann.
loading
Comments 
loading