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Author: Axel Brüggemann
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Description
Der Podcast von BackstageClassical.com – Der Musikjournalist Axel Brüggemann trifft in unregelmäßigen Abständen die Player der klassischen Musik und redet, kurz oder lang, über Themen, die die Welt der Musik bewegen: Oper, Konzert und Bühne.
98 Episodes
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Muss das Bild des Dirigenten Herbert von Karajan als Profiteur und überzeugter Anhänger des Nationalsozialismus revidiert werden? Im aktuellen Podcast von BackstageClassical stellt der Historiker Michael Wolffsohn sein neues Buch Genie und Gewissen vor, in dem er Karajans Vergangenheit auf Basis neuer Archivfunde neu bewertet. Wolffsohn kommt zu dem Schluss, dass Karajan zwar ein »Formal-Nazi«, aber kein Gesinnungstäter gewesen sei.
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Der deutsche Dirigent Alexander Liebreich wird neuer Chefdirigent in Taipeh, in einer Stadt, die angesichts der Spannungen mit China politisch im Fokus steht. Im Podcast-Gespräch mit BackstageClassical äußert sich Liebreich kritisch zur deutschen Kultur- und Bildungspolitik sowie zur internationalen Lage im Musikbetrieb.
Liebreich bemängelt den geringen Stellenwert der Musikvermittlung in Deutschland. Im deutschen Bildungssystem fehle ein »Selbstverständnis« für klassische Kultur, sagt er. Während Musikunterricht in Ländern wie Polen oder in Asien selbstverständlich sei, fällt er hierzulande häufig aus. Als Beispiel nennt Liebreich ein Münchner Gymnasium, an dem Musik zugunsten von Mathematik gekürzt wird. Die geplante Einführung einer neuen Musikpädagogik-Kategorie beim Opus Klassik begrüßt er grundsätzlich, warnt aber vor oberflächlichem »Vermittlungsbranding«.
Zur Situation bei den Salzburger Festspielen, wo Intendant Markus Hinterhäuser zuletzt in die Kritik geriet, vermutet Liebreich Kommunikationsprobleme. Nach langer Zeit in Führungspositionen bestehe die Gefahr, Entscheidungen nicht mehr ausreichend zu erläutern. Nach seinen Erfahrungen ist eine Amtszeit von sieben bis acht Jahren oft eine kritische Grenze im Kulturbetrieb.
Mit Blick auf seine neue Aufgabe in Taiwan zeigt sich Liebreich optimistisch. Taipeh sei ein moderner Kulturstandort mit jungem Publikum und ehrgeizigen Projekten wie der geplanten neuen Concert Hall, die 2028 fertiggestellt werden soll. Zugleich spricht er über die unterschiedlichen kulturellen Rollen Chinas und Russlands: Während Auftritte russischer Künstler in Europa derzeit politisch heikel sind, treten westliche Spitzenorchester in China weiterhin selbstverständlich auf. Auftritte in Russland lehnt Liebreich derzeit ab, um keine falschen Signale zu senden.
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Die israelische Sopranistin Chen Reiss äußert sich im Podcast von BackstageClassical besorgt über die weltpolitische Lage und die zunehmende Politisierung der Kultur. In dem Gespräch mit Axel Brüggemann zieht sie eine klare Trennung zwischen ihrer persönlichen politischen Haltung und der Verantwortung von Künstlern, hebt Deutschland als sicheren Zufluchtsort hervor und kritisiert den Trend zu Konzertabsagen aus politischen Gründen.
Blick auf die Situation von Juden in Europa
Reiss bezeichnet die aktuelle Ära als eine »absolut schreckliche Zeit«, die sich für sie »wie das Ende der Welt« anfühlt. Als Jüdin ist sie durch die Holocaust-Erzählungen ihrer Großeltern noch immer traumatisiert; die Geschichte ist für sie durch Dokumente über in Auschwitz ermordete Verwandte sehr real. Mit Blick auf die Gegenwart betont sie jedoch: »Deutschland ist heutzutage der sicherste Ort für Juden.«
Scharfe Kritik übt Reiss an internationalen Institutionen wie der UN und der BBC, die ihrer Ansicht nach die jüdische Identität der Opfer des Holocaust verschleiern. Wenn die BBC lediglich von sechs Millionen Menschen spricht, ohne zu erwähnen, dass es sich um Juden handelt, sei man »einen Schritt davon entfernt zu leugnen, dass Juden im Holocaust ermordet wurden«.
Reaktion auf die Israel-Absage von Zubin Mehta
Zur Entscheidung des Dirigenten Zubin Mehta, aufgrund der israelischen Politik gegenüber Gaza vorerst nicht nach Israel zurückzukehren, zeigt sich Reiss zwiegespalten. Sie betont ihre Bewunderung für Mehta, erklärt jedoch, dass sie selbst Benjamin Netanjahu nicht gewählt hat und dessen Politik nicht unterstützt. Dennoch hinterfragt sie die Wirkung solcher Boykotte: »Wen bestrafen wir eigentlich?«
Politische Führer würden sich nicht dafür interessieren, ob ein klassischer Musiker auftritt oder nicht. Leidtragende seien das Publikum und die Orchestermusiker. Reiss äußert den Wunsch, dass Mehta nach Israel zurückkehrt, da er der Öffentlichkeit »so viele Jahre Trost gespendet« hat: »Bitte, bitte, Zubin komm zurück, wir brauchen Dich!«
Blick auf Donald Trump und die USA
In Bezug auf die USA und die Sorge vor einer politischen Vereinnahmung von Kulturinstitutionen durch Donald Trump zeigt Reiss Verständnis für Künstler wie Philip Glass, die ihre Werke von bestimmten Bühnen zurückziehen. Sie warnt davor, dass die Politik »jeden Winkel des kulturellen Lebens dominiert«.
Dennoch will sie weiterhin in Amerika auftreten, um »das Licht zu bringen« und Solidarität mit jenen zu zeigen, die sich der Politik widersetzen. »Ich stehe dafür ein, nicht auf Bühnen von Institutionen aufzutreten, deren Werte nicht mit den eigenen übereinstimmen«, so Reiss. Sie verweist dabei auf ein eigenes Beispiel aus Gent, wo sie einen Auftritt absagt, nachdem die dortigen Institutionen ankündigen, israelische Künstler nur unter der Bedingung einer Distanzierung vom Netanjahu-Regime auftreten zu lassen.
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Gemeinsam mit dem Intendanten der Tonhalle Düsseldorf, Michael Becker, bespricht Axel Brüggemann die aktuelle Situation der Klassik: Von der Absage der Mannheimer Philharmoniker an Vadim Repin bis zu den Plänen von SWR-Intendant Kai Gniffke, an der Deutschen Radio Philharmonie zu sparen.
Aber es geht natürlich auch um den Aufbruchsgeist bei den Düsseldorfer Symphonikern, um den Vorzeige-Dirigenten Adam Fischer, um rasante Abo-Steigerungen und um ein herausforderndes Programm, das beim Publikum ankommt.
Die beiden sprechen außerdem über den 100. Geburtstag des einzigartigen Konzerthauses, das einst ein Planetarium war. Und zum Geburtstag seiner Tonhalle wünscht Becker sich eine Renovierung seines »Klangraumes«. Ach ja, um die Deutsche Bahn und ihre Verspätungen geht es natürlich auch!
Im Podcast von BackstageClassical erklärt Becker, dass gerade Radioorchester in den aktuellen Debatten Antworten auf Ihre eigene Sinnhaftigkeit geben müssten. Er kehrt begeistert von eine China-Tournee zurück und glaubt fest daran, dass das Abonnement in der deutschen Kulturlandschaft eine Zukunft hat. Außerdem erklärt Becker, wie man in Düsseldorf ein Programm für alle Altersgruppen auf die Beine stellt.
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Wie verändert KI das Marketing von Klassik-Künstlern? Wie sollten sich Orchester als Marken entwickeln? Wie organisieren wir die Konsolidierung des Marktes? Und Welche Formate müssen wir für TikTok und Instagram finden? Antworten vom Medienunternehmer Krystian Nowakowski.
Im aktuellen Podcast von BackstageClassical spricht der Medienunternehmer Krystian Nowakowski über den radikalen Umbruch, der aktuell in der Klassik-Szene stattfindet. Er glaubt, dass Kulturinstitutionen sich zunehmend als Marken verstehen müssen, um im Wettbewerb mit anderen Unterhaltungsformen zu bestehen.
Traditionsreiche Klangkörper wie die Wiener Philharmoniker erfüllten längst die Funktion einer global agierenden Marke – doch ein elitäres Erscheinungsbild könne neue Zielgruppen abschrecken. Um so wichtiger ist es, eine direkte Ansprache zu finden.
Zentral für die Zukunft der Klassik sei die Präsenz in sozialen Medien. Auf Plattformen wie TikTok oder Instagram müsse die klassische Musik die dort üblichen Kommunikationscodes nutzen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen dürfe gleichzeitig aber nicht ihre Tiefe verraten. »Erst über eine gewisse Oberflächlichkeit lässt sich Interesse wecken, das dann im Konzert durch Tiefe eingelöst werden kann«, sagte Nowakowski.
Der Medienunternehmer erwartet eine Konsolidierung des Marktes nach Jahren der Überkapazitäten bei Orchestern und Konzerthäusern. Künstlerinnen und Künstler müssten verstärkt auf moderne Technologien setzen, um ihre Karrieren zu sichern. Nowakowski arbeitet dafür mit eigens angepassten KI-Modellen, die Musikerinnen und Musiker bei Marketingaufgaben wie Texten oder Grafik-Design unterstützen sollen.
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Tan Dun receives Bonn’s Beethoven Friendship Award. Hearing Beethoven’s 6th Symphony in Hunan’s rice fields in 1973 changed his life, inspiring him to unite Eastern ritual and Western art. He sees Beethoven as a symbol of freedom, peace, and the universal spirit of music.
In dieser Vorweihnachts-Folge von »Takt & taktlos« diskutieren Hannah Schmidt und Axel Brüggemann verschiedene kulturpolitische und gesellschaftliche Themen. Ein zentrales Thema ist die Kritik am Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, insbesondere an seinem Auftritt ibei ttt – Hannah fühlt sich »vollkommen underwhelmed«. Einig sind sich die beiden beim Hamburger Opernprojekt des »Oligarchen« Klaus-Michael Kühne (»es folgt keinerlei demokratischen Prinzipien«). Abschließend behandeln die Moderatoren die aktuellen Kürzungen in den Kulturetats in Städten wie Berlin, Stuttgart und Wien (Axel fordert Strukturveränderungen, Hannah möchte erst einmal Bestehendes bewahren). Außerdem ein Shoutout an Viktor Schoner und die Oper Stuttgart: Wer wenn nicht er könnte die Frage nach Moral und Resozialisation besser debattieren als er?
Links zu den Themen:
ttt mit Wolfram Weimer: https://backstageclassical.com/junge-opfer-sind-wirkungsvoller/
Otello in Stuttgart: https://backstageclassical.com/wenn-ein-verurteilter-frauenschlaeger-den-otello-singt/
Der Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper, Omer Meir Wellber, legt im Podcast-Gespräch mit Backstage Classical seine Vision für die Kunst in einer sich radikal verändernden Welt dar. Wellber betont die Pflicht des Künstlers zur Ehrlichkeit und fordert eine Abkehr vom »Theater der Antwort« hin zu einem »Theater der Suche«. Er äußert sich zudem kritisch zur neuen Mediokrität in der US-Kultur und verteidigt die Annahme von Spendengeldern für den Hamburger Opernneubau durch den umstrittenen Mäzen Klaus-Michael Kühne.
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Im Podcast von BackstageClassical hebt Anselm Rose, Geschäftsführer der ROC (Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin), die zentrale Bedeutung und die Zukunftsstrategie der vier Berliner Radioensembles hervor. Die Radioensembles hätten seit ihrer Gründung die Funktion gehabt, den musikalischen Content allen zuggängig zu machen. Dies sei nach wie vor ihre Kernaufgabe: »Wir wollen 24 Stunden, sieben Tage die Woche erreichbar sein – live im Konzert, im Radio oder on Demand.«
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Live vom tuned-Festival: »Takt & Taktlos« debattiert die Zukunft der Musik mit Elisa Erkelens, Kian Jazdi und Lena Krause.
Klassik in Zeiten des Postkulturalismus, Diversität und der Musik und die strukturelle Aufstellung der Kulturpolitik sind die großen Themen in der aktuellen Folge von Takt und Taktlos – dieses Mal live vom tuned festivals im Anneliese Brost Musikforum in Bochum.
Hannah Schmidt und Axel Brüggemann widmen sich der Zukunft der Musik.
Im ersten Teil der Diskussion, erklären die freie Kuratorin Elisa Erkelens und der künstlerische Co-Leiter des Liedstadt Festivals, Kian Jazdi, die Notwendigkeit, postmigrantische Klassik und transtraditionelle Musik neu zu gestalten. Erkelens verweist dabei auf den von Sara Ahmed stammenden Begriff des »Happy Object«, den sie auf die Diversitätsdiskurse der Klassik anwendet.
Zentral sei es, die Strukturen und Institutionen der Klassik so zu öffnen, dass sie der Realität einer postmigrantischen Gesellschaft entsprächen. Es fehle vielen Menschen der gleiche Zugang zur Musik, etwa beim Erlernen von Instrumenten. Erkelens plädiert für die Einrichtung von »dritten Orten« – Orten der Gemeinschaft und Begegnung, aus denen neue kulturelle Kommunikationen entstehen könnten.
Kian Jazdi schärft die Begriffe »Postmigrantisch« und »Transkulturell« und betont, dass es bei der Förderung um eine gerechte Verteilung von Mitteln gehen müsse.
Im zweiten großen Themenblock des Podcasts, spricht die die Geschäftsführerin des Verbandes Freo und Politikerin Lena Krause über die aktuelle Kulturpolitik. Krause beobachtet, dass das Kultur in vielen demokratischen Parteien ein Schattendasein führe und als Nischenthema abgetan werde. Gleichzeitig würden antidemokratische Kräfte dieses Feld gezielt für sich bespielen.
Links zu unseren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern:
Kian Jazdi:
https://www.instagram.com/kianjazdi
https://www.kianjazdi.de
Elisa Erkelenz:
https://www.instagram.com/elisaerkelenz
https://www.despudelskern.de
Lena Krause:
https://www.instagram.com/lena_krause
https://freo-netzwerk.de
Fluctoplasma-Festival:
https://www.fluctoplasma.com
tuned festival
https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/projekte/musik_und_klang/detail/tuned_ideenfestival.html
Der Intendant der Wiener Symphoniker, Jan Nast, betont im Podcast von BackstageClassical, dass die Positionierung eines modernen Orchesters auf der Balance zwischen globaler Präsenz und lokaler Verwurzelung beruht.
Der ehemalige Orchesterdirektor der Staatskapelle Dresden hat die Wiener Symphoniker in den letzten sechs Jahren so ausgerichtet, dass sie sowohl international als auch vor Ort in Wien verankert sind.
»Ein international agierendes Orchester, das weltweit auf Tourneen geht, kann ohne die tiefe Verbindung zu seiner Heimatstadt eigentlich überhaupt nicht erfolgreich sein«, sagt Nast. »Die Relevanz des Orchesters ergibt sich daraus, dass es für die Wienerinnen und Wiener da ist und in die Welt strahlt.«
Die Gründungsschrift der Wiener Symphoniker hat bereits vor 125 Jahren verlangt, klassische Musik auf höchstem Niveau einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dieser Idee sind die Wiener Symphoniker noch immer verbunden, sagt Nast. »Wir müssen uns kontinuierlich weiterentwickeln: Wir haben uns vorgenommen, jede Saison konsequent zwei bis drei musikalisch innovative Formate zu präsentieren, mit denen wir die Menschen direkt und unmittelbar erreichen.«
Lokale Relevanz schafft das Orchester durch innovative Formate wie das Prater Picknick und Beiselkonzerte in Stadtvierteln. Kooperationen mit Museen und Nachwuchsförderung ergänzen das Programm. Chefdirigent Petr Popelka prägt die musikalische Ausrichtung und fokussiert sich auf die internationale Strahlkraft des Ensembles. »Für einen Dirigenten ist die Arbeit bei den Wiener Symphonikern auch ein Investment in sich selbst«, sagt Nast.
Sein 125-jähriges Jubiläum feiert das Orchester mit Ur- und Erstaufführungen, gefolgt von einer Europatournee, die auch nach Berlin, Hamburg und Baden-Baden führt.
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In Köln läuft der German Conducting Award. Dirigent Patrick Lange sitzt in der Jury und berichtet live vom Wettbewerb. Ein Podcast über die Zukunft des Dirigentenberufes.
Patrick Lange ist Juror beim German Conducting Award in Köln. Im Podcast von BackstageClassical beleuchtet er die neuen Herausforderungen im Beruf des Dirigierens. Die Jury des Wettbewerbs ist mit Dirigierenden, Managern und einer Komponistin besetzt und bringt unterschiedliche Blickwinkel auf das Repertoire und die Kandidaten mit.
Beschleunigung und digitaler Druck
Dirigent Patrick Lange, der selbst den klassischen Weg über Chöre und Assistenzstellen (etwa bei Claudio Abbado) gegangen ist, stellt fest, dass sich die Karrierewege insgesamt stark beschleunigt haben. Der Markt fordert heute oft »frische junge Namen«, und soziale Medien spielen eine wachsende Rolle, da sie Reichweite und damit Aufmerksamkeit schaffen. Diese Dynamik führt dazu, dass die junge Generation unter einem »unfassbaren Druck« steht, schnell Erfolge zu erzielen.
Die klassische »Ochsentour«, das langsame Hocharbeiten an Stadttheatern, sei in ihrer früheren Form kaum noch existent. Dennoch hält Lange die Erfahrung aus der Praxis für unersetzlich. Ohne »Bodenhaftung« sei es schwierig, ein reiner Weltstar zu sein. Lange bekräftigt, dass das Dirigieren ein »Ausbildungsberuf« sei, in dem man gute wie schlechte Erfahrungen machen und lernen müsse.
https://www.forum-dirigieren.de/wettbewerbe/german-conducting-award
Die Mendelssohn-Festtage in Leipzig versprechen ein hochkarätiges Programm und die Fortsetzung des Mendelssohn-Preises. Im Guten Morgen-Podcast von BackstageClassical erklärt der Direktor des Mendelssohn-Hauses, Patrick Schmeing, die Bedeutung des Komponisten für die Stadt und beantwortet die Frage, wie man ein Museum betreibt, das die Geschichte ins Zentrum unserer Zeit stellt.
Hier geht es zum Podcast mit Michael Blumenthal: https://backstageclassical.com/ein-sieg-trumps-waere-fatal/
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tel Brüggemann und Jeanny Wasiliewsky sprechen über ihren neuen ARD-Podcast »Klang der Macht«. Im Fokus steht die Frage, wie Kultur zur Bühne weltpolitischer Entwicklungen werden kann. Dabei spannt der Podcast einen Bogen vom Herbst 1989 über Putins Zeit als KGB-Agent in Dresden bis zur Gegenwart – mit überraschenden Begegnungen und historischen Parallelen.
Der Erzählfaden beginnt 2009 in der Semperoper, als Wladimir Putin dort den St. Georgs-Orden für seine angeblichen Verdienste um das "Gute in der Welt" erhält. In der Rückschau führt die Geschichte zurück ins Jahr 1989: Putin erlebt in Dresden den Zusammenbruch der DDR hautnah mit. In dieser Zeit entsteht auch eine besondere Inszenierung von Beethovens Freiheitsoper "Fidelio" unter der Regie von Christine Mielitz – mitten im Umbruch der DDR.
Doch die kulturelle Verbindung zu Russland endet nicht mit der Wende. Der Podcast beleuchtet, wie bekannte Künstlerpersönlichkeiten, Festivals und Kulturmanager über viele Jahre hinweg kulturelle Brücken zwischen Deutschland und Russland geschlagen haben.
[Der Podcast erscheint am 30.9. in der ARD Mediathek](https://www.ardkultur.de/genresprenger/podcast-klang-der-macht-ard-kultur-100)
Die drei großen Themen, die Hannah Schmidt und Axel Brüggemann in diesem Podcast besprechen sind:
1. Eine Frage der Moral – warum wollen immer weniger Opernhäuser moralisch sein? Ist das Richtig, oder sollen wir wieder mehr Moral wagen?
2. Gibt es Alternativen zu Spotify? Wenn ja, welche? Und wenn nein: Warum sollten wir uns neue Wege überlegen?
3. Was ist eigentlich modern? Wie klingt ein modernes Orchester, und welchen Strukturen sollte es folgen? Fragen über Fragen!
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Eric Fraad, director and founder of the Irish label Heresy, believes in music’s transformative power even in crisis. Moving from New York to Dublin, he left traditional opera to create hybrid works of music, theater, and dance. With Heresy, he champions concept-driven projects spanning Irish traditions to Philip Glass, aiming to revitalize classical music. His latest film Partita blends Bach, poetry, and performance to confront today’s global “polycrisis,” offering art as a path to transcendence and renewal.
In der aktuellen Ausgabe des Podcasts von BackstageClassical erklärt die Intendantin der Semperoper Dresden, Nora Schmid, die Relevanz der Oper, ihre gesellschaftliche Rolle und die Bedeutung von Komplexität und Moral in der heutigen Zeit.
Schmid versteht die Oper als »einen Ort, der Gemeinschaft«, an dem Menschen unterschiedlichster Auffassungen zusammenkommen, ein Opernerlebnis teilen und anschließend miteinander ins Gespräch treten. Sie sieht die Kunstform als »Schule des Zuhörens und des Zuschauens« und als »gutes Training für Empathie«. Besonders in einer Stadt wie Dresden, die sich auch politisch positioniert, agiert das Opernhaus als verbindender Ort, der nicht belehren wolle.
Schmid hebt die Semperoper als »mega international« hervor, als »möglichen Musterbetrieb für Sachsen«, der zeige, wie Menschen aus fünf Kontinenten im Miteinander Großes schaffen.
Schmid lehnt »didaktisches Theater« ab. Ihr Anliegen sei es nicht, mit einer Aufführung zu zeigen, »was richtig und was falsch ist«, sondern das Publikum zur eigenen Auseinandersetzung anzuregen, da die Frage nach Richtig und Falsch oft nicht einfach zu beantworten sei. Dies stehe im Kontrast zur heutigen Suche nach »ganz einfachen Antworten« und »markanten, kurzen Sprüchen«. Die Oper fungiere stattdessen als »Schule der Komplexität und des gemeinsamen Weges«.
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Mit einer 24-Stunden-Eröffnung am 19. September startet Matthias Schulz in seine erste Saison als Intendant der Oper Zürich. Der frühere Intendant der Staatsoper Berlin erklärt im Podcast von BackstageClassical, dass der finanzielle Druck in Berlin »deutlich höher« gewesen sei als in Zürich. Was er in Deutschland vermisst, ist eine staatliche Förderung privater Kultur-Mäzene. Darüber habe er auch schon mit Friedrich Merz gesprochen.
Grundsätzlich herrsche in der Schweiz ein breiter Konsens über die Bedeutung kultureller Ankerpunkte. Schulz verweist dabei auf das Mischfinanzierungsmodell mit staatlichen Mitteln, Ticketverkäufen und über 11 Millionen Franken aus privaten Geldern.
Seine erste Saison bringt Höhepunkte wie den Rosenkavalier in der Regie von Lydia Steier und mit Joana Mallwitz am Pult sowie Initiativen für mehr Zugänglichkeit. Im Exkino finden experimentelle Formate statt, die erfolgreiche Veranstaltungsreihe »Oper für alle« geht weiter und neue Werke wie The Monsters Paradise stehen auf dem Programm.
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Kurz vor der lebensrettenden Therapie nahm er Franz Schuberts Liederzyklus Die Winterreise auf, der nun bei Hänssler Classic erschienen ist. Kränzle, der im Januar eine Stammzelltransplantation erhielt (bereits die zweite in seinem Leben innerhalb von zehn Jahren), beschriebt seine schnelle Rückkehr ins Leben und auf die Bühne im Podcast von BackstageClassical als »fast ein Wunder«. Nur sieben Monate nach dem Eingriff konnte er wieder ein fast normales Leben führen und kehrte bei den Salzburger Festspielen in Zaide triumphal auf die Opernbühne zurück. »Schöner kann es gar nicht sein, so zurückzukommen und die Stimme hat auch mitgemacht«, freut sich Kränzle im Podcast.
Zur Winterreise mit Kränzle: https://haensslerprofil.de/shop/sonstige-klassik/winterreise-d911-op-89/
Sie wollen Stammzellenspender werden: https://www.dkms.de/aktiv-werden/spender-werden
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Hannah Schmidt und Axel Brüggemann debattieren in ihrem Podcast Takt&taktlos den Festspielsommer, den Orgelhype, die Musikkritik und die Kulturförderung – und die Frage, wie sich Kritiker zu Schildkröten verwandeln.
In der vierten Folge von Takt&taktlos berichtet Hannah Schmidt über einen Friseurbesuch, bei dem sie am Ende »exakt die gleiche Frisur wie Johanna Malwitz« hatte – »nur halt in grün«. Axel spricht über eine Begegnung mit »Christian Thielemann« unter dessen Foto in Bayreuth.
Ein zentrales Thema dieser Folge ist die Selbstkritik im Musikjournalismus. Während Hannah über ihre eigene Rolle reflektiert, bemerkt Axel, das es ihm vorkommt, als würden am Ende ihres Lebens alle Musikjournalisten zu Schildkröten mutieren.
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