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Der Klassikerklärer
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Der Klassikerklärer

Author: RONDO Das Klassik- & Jazz-Magazin

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Wann rechnet Beethoven? Wie findet Rachmaninow seine schönste Melodie? Und was haben eigentlich Kühe mit Kyrie zu tun? Wer klassische Musik wirklich verstehen möchte, der ist beim Klassikerklärer Dariusz Szymanski bestens aufgehoben.
45 Episodes
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Trompetengeschmetter und Kammermusik? Gehen gut zusammen, wenn sich ein Klangmagier ihrer annimmt. Was Camille Saint-Saëns zweifellos war – sein Septett ist ein amüsantes Stück Musik, das uns einiges über das späte 19. Jahrhundert erzählt.
Was ist ein romantischer Liederzyklus? Eine Oper im Taschenformat – die Welt als Stimme und Klavier –, durchzogen von Zwischentönen, die hörbar werden, wenn man zu hören versteht. Frauen lebten damals hinter Schleiern, die wir ein wenig lüften werden.
R. Wagner bei YouTube

R. Wagner bei YouTube

2026-01-1802:15

In dieser Woche muss unsere reguläre Klassikerklärer-Episode leider ausfallen. Damit Sie aber nicht ohne musikalischen Input bleiben, haben wir etwas Besonderes für Sie vorbereitet: Auf dem YouTube-Kanal „Klassik unfrisiert“ finden Sie ab sofort eine exklusive Videopodcast-Folge:▶️ Wie funktioniert Verliebtheit bei Wagner?
Wie sprach Jean Sibelius? „Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengesetzt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt – und wir müssen daraus das Bild wieder erschaffen.“ In diesem Sinne: Sibelius' Siebte als Podcast-Puzzle.
E. Elgar: Cellokonzert

E. Elgar: Cellokonzert

2026-01-0448:43

Wie erinnert man sich? Oft durch ein Zauberwort. Oder durch Tonfolgen, die niemand wirklich wahrnimmt, während sie E. Elgar zu seiner verstorbenen Frau zurückführen - im Cellokonzert, das einen Barden herbeiruft, um die Vergangenheit zu beschwören.
Was hat ein Soloklavier in einem Ballett zu suchen? Es zaubert einen völlig neuen Orchesterklang – und verkörpert zugleich die Hauptfigur des Stücks, die unglückliche Gliederpuppe Petruschka. Strawinskys geniale Partitur bietet den schönsten, besten und anrührendsten Einstieg in die klassische Moderne, den man sich wünschen kann.
Wie nennt man es, wenn vier Weihnachtslieder zugleich erklingen? Ein „Gang quer über den Christkindlmarkt“ – oder fachmusikalisch: ein weihnachtliches Quodlibet. Der Schweizer Komponist hat ein solches in seiner Weihnachtskantate versteckt. Sie wurde sein musikalisches Vermächtnis.
J. Sibelius: Sinfonie Nr. 2

J. Sibelius: Sinfonie Nr. 2

2025-12-1401:07:15

Gibt es die eine große Weltformel? Bei Sibelius besteht sie aus den schlichtesten drei Tönen. Sie hält zwar nicht die Welt zusammen, doch immerhin eine ganze Sinfonie – mit einer gewaltigen Schlusshymne, um einen Staat willkommen zu heißen und eine Epoche zu verabschieden.
Ob sich Tschaikowskis russische Hörer von ihren Sitzen erhoben? Immerhin ist hier eine Zarenhymne versteckt. Ebenso hätten sie sich in Nebeln verlieren oder Walzer tanzen können – diese Sinfonie lädt zu jeder Jahreszeit zum Träumen ein.
Warum sagt man „Barock“? Weil es besser klingt als „Bapop“ oder „Bajazz“. Um 1600 entstanden in Italien Techniken, die bis heute die Popularmusik prägen – hier exemplarisch vorgeführt an der Klage einer Nymphe von Claudio Monteverdi.
Wie hört man Chormusik? Man unterscheidet Schmuck und Anliegen. Oder auch: Polyphonie und Homophonie. Hier vorgeführt an einer der schönsten Marienmotetten der Renaissance.
Was tun, wenn man sich verirrt? – Bach hören! Seine Musik richtet Menschen aus, weshalb viele Musiker ihre täglichen Übungen mit einem Bach-Stück beginnen. Doch in dieser kleinen Kantate geht es um mehr - und zwar auf einer Himmelsleiter.
Wo zeigt Mozart Herz? Am Ende des Finales. Zuvor zeigt er Kunst: In den ersten acht Takten seines Klarinettenquintetts stecken mehr Ideen als in mancher Sinfonie.
Warum selbst putzen? Ich kann doch zaubern! Anders als manche Lehrlinge verstand sich Paul Dukas tatsächlich auf Magie – allerdings die des Orchesters. Sein Scherzo nach Goethe ist so kurz und vergnüglich, dass Walt Disney einen Micky-Maus-Film daraus machte.
Was passiert, wenn nichts passiert? Das Boot schaukelt in den Wellen. Ankunft. Erinnerung. Aufbegehren. Tod. Am Ende, wie immer: die Wellen.
Warum schrieb Berlioz die Symphonie fantastique? Um das Herz einer Irin zu gewinnen. Das Vorhaben glückte, die Ehe nicht. Er verstand kein Englisch. Sie nichts von Musik. Oder es gefiel ihr einfach, von ihm als Hexe porträtiert zu werden.
Wie kam Goethes Faust nach Ungarn? Dank Mephistos Künsten und Liszts Musik. Letzterer verwandelt das Klavier in ein Klappergestell, in dem Klappergestalten knochenklappernd Orgien feiern. Damit kannte er sich nämlich aus, der Liszt.
Was weckt Tote auf? Etwa dieser kleine Walzer von Camille Saint-Saëns. Da er auch Lebende wach hält, hat er es längst auf sämtliche Klassik-Hitlisten geschafft – und wird nun von Dariusz Szymanski unter die Lupe genommen.
Zu viel Sibelius gehört? Hier ist ein weiteres spätromantisch-expressionistisches Violinkonzert. Genialisches Werk, Zumutung für Geiger wie Hörer, weswegen es kein Mensch kennt. Was wir hiermit ändern.
Warum beginnt Britten sein Werk mit einer Sinfonietta? Weil weniger mehr ist. Und kleiner größer. Ein, zwei Instrumente im Orchester ohne Füllstimmen. Ein, zwei Menschen auf der Bühne ohne Kulissenschieberei. Einsame Seelen machte er zu Helden seiner Opern. Und eine Oper, wenn auch für Instrumente, ist auch dieses kleine Stück.
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