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Frei heraus - Der R21-Podcast für neue bürgerliche Politik
Frei heraus - Der R21-Podcast für neue bürgerliche Politik
Author: Steffen Dähne
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Description
„Frei heraus“ ist der Podcast von Republik21, der Denkfabrik für neue bürgerliche Politik. Hier erwarten Sie spannende Gespräche mit Gästen, die Klartext reden - mit Substanz und Mut zur eigenen Meinung. Nicht woke, aber hellwach. Moderiert wird der Podcast von R21-Geschäftsführer Steffen Dähne.
27 Episodes
Reverse
Deutschland redet über Reformen – bei Rente, Gesundheit, Pflege, Arbeitsmarkt, Steuern und Energie. Doch was derzeit auf dem Tisch liegt, reicht womöglich nicht aus, um die strukturellen Probleme zu lösen. Gleichzeitig stößt schon das auf erheblichen Widerstand. Warum ist das so?
Darüber spricht Steffen Dähne mit Holger Zschäpitz, Volkswirt, leitendem Wirtschaftsredakteur der WELT und bekannt aus dem Podcast „Deffner & Zschäpitz“.
Zschäpitz diagnostiziert eine „Gerechtigkeitslücke“ in der deutschen Reformdebatte: Viele Menschen seien durchaus bereit, Veränderungen und Zumutungen mitzutragen – aber nicht, wenn sie den Eindruck haben, dass immer dieselben belastet werden und grundlegende Probleme unangetastet bleiben. Statt Jahr für Jahr neue Finanzlöcher zu stopfen, brauche Deutschland einen größeren Wurf und ein überzeugendes Zielbild.
Im Gespräch geht es um eine längere Lebensarbeitszeit und die Zukunft der Rente, um Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Kapitaldeckung in der Pflege und einen flexibleren Arbeitsmarkt. Zschäpitz stellt dabei auch den deutschen Kündigungsschutz infrage. Außerdem diskutieren beide über Bürgergeld und Sozialstaat, niedrigere Unternehmenssteuern, Kernkraft und Fracking, das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen und die Frage, wie Deutschland wieder attraktiver für Investitionen werden kann.
Am Ende steht die größere Frage: Ist Deutschland überhaupt noch zu einem solchen Reformprojekt fähig? Zschäpitz ist pessimistisch. Steffen Dähne hält dagegen: Die Menschen seien durchaus für Veränderungen zu gewinnen – wenn Politik ihnen einen glaubwürdigen gemeinsamen Aufbruch anbietet. Und vielleicht bietet gerade Künstliche Intelligenz die Chance, verlorenen Boden schneller wieder gutzumachen.
Eine Folge über Reformmut, Gerechtigkeit, Wachstum – und die Frage, ob Deutschland noch den großen Wurf schafft.
Staatsschulden galten lange als Thema für Finanzpolitiker und Ökonomen. Doch bezahlen müssen die heute eingegangenen Verpflichtungen vor allem diejenigen, die jung sind oder noch gar nicht geboren wurden.
In dieser Folge von „Frei heraus“ spricht Steffen Dähne mit Frank Schäffler, Ex-Bundestagsabgeordnetem, bekannt geworden als „Euro-Rebell“, und Gründer des Thinktanks Prometheus, über sein neues Buch „Generation Debts – Die Generation, die alles bezahlen muss“. Schäffler gehörte von 2005 bis 2013 und erneut von 2017 bis 2025 dem Deutschen Bundestag an.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche finanziellen Lasten die Boomer der jungen Generation hinterlassen. Es geht um die sichtbaren und impliziten Staatsschulden, die demografische Schieflage der gesetzlichen Rentenversicherung und die Frage, warum Generationengerechtigkeit bei Schulden und Rente bislang kaum zu einem Jugendthema geworden ist.
Schäffler plädiert für einen grundlegenden Umbau der Altersvorsorge: mehr Kapitaldeckung, Aktien und ETFs und insbesondere ein Opt-out-Modell, das Arbeitnehmern ermöglichen soll, ihre Rentenbeiträge selbst kapitalgedeckt anzulegen. Im Gespräch geht es auch um das schwedische Rentenmodell, die Wirkung des Zinseszinseffekts und die Frage, ob gerade Menschen mit kleinen Einkommen durch das heutige System am Aufbau eigenen Vermögens gehindert werden.
Außerdem diskutieren Dähne und Schäffler über die Schuldenbremse, den häufig vorgebrachten Zusammenhang von Schulden und Investitionen sowie die Schweiz und Argentinien als Gegenbeispiele unterschiedlicher Finanz- und Wirtschaftspolitik. Und schließlich geht es um die politische Verantwortung der Boomer: Warum wurden seit Jahrzehnten bekannte demografische Probleme nicht früher angegangen – und was kann die junge Generation heute selbst tun?
„Früher hafteten Eltern für ihre Kinder. Heute haften die Kinder für ihre Eltern.“
Eine Folge über Schulden, Rente, Eigenverantwortung – und die finanziellen Spielräume der nächsten Generation.
Für Reformen braucht man Ei… Mut!
Deutschland braucht Reformen – darin sind sich viele schnell einig. Schwieriger wird es, wenn sie konkret werden. Wie viel Risiko muss eine Regierung eingehen, wenn sie wirklich etwas verändern will? Und wie viel Mut braucht ein Bundeskanzler, wenn notwendige Reformen in der eigenen Partei, beim Koalitionspartner oder bei den Wählern auf Widerstand stoßen?
Darüber spricht Steffen Dähne mit Béla Anda. Anda war von 2002 bis 2005 Chef des Bundespresseamtes und Sprecher der Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder. Damit erlebte er aus nächster Nähe und vermittelte eine der folgenreichsten Reformphasen der jüngeren deutschen Geschichte: die Agenda 2010 und die Auseinandersetzungen um Arbeitsmarkt, Sozialstaat und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.
Was lässt sich aus dieser Zeit für die Gegenwart lernen? Wie setzt man Reformen um, deren Nutzen womöglich erst Jahre später sichtbar wird? Muss Politik bereit sein, für grundlegende Veränderungen auch etwas zu riskieren? Wann wird Kompromissbereitschaft zur Reformbremse? Und wie schafft Deutschland heute wieder eine so ambitionierte Reformagenda wie damals?
Ein Gespräch darüber, was echte Reformbereitschaft ausmacht – und wie viel Mut und Risikobereitschaft ein Bundeskanzler braucht, wenn notwendige Veränderungen politisch unbequem werden.
Das deutsche Theater versteht sich gern als politisch. Doch was passiert, wenn auf der Bühne nicht mehr widerstreitende Positionen zu Wort kommen, sondern vor allem die eigene politische Haltung bestätigt wird?
Darüber spricht R21-Geschäftsführer Steffen Dähne mit dem Dramaturgen und Autor Bernd Stegemann. Ausgehend von der antiken Tragödie diskutieren sie über politisches Theater, Cancel Culture und den Umgang des Kulturbetriebs mit der AfD.
Stegemanns These: Wer Andersdenkenden „keine Bühne“ bieten will, verfehlt nicht nur eine zentrale Aufgabe von Kunst und Theater. Die moralische Ausgrenzung habe auch zur politischen Verhärtung beigetragen und die AfD eher gestärkt als geschwächt. Was müsste sich ändern, damit Theater wieder ein Ort des echten Widerspruchs wird?
Anlass des Gesprächs ist auch Stegemanns neues Buch „Meine deutschen Dämonen. Eine persönliche Kritik der Erinnerungskultur“, erschienen bei Matthes & Seitz Berlin.
Das Buch beim Verlag: [„Meine deutschen Dämonen“ – Matthes & Seitz Berlin](https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/meine-deutschen-daemonen.html)
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellt das deutsche Parteiensystem vor eine grundlegende Frage: Wie kann politische Veränderung wieder möglich werden, wenn klare Mehrheiten verschwinden und notwendige Reformen in politischen Blockaden stecken bleiben?
In dieser Sonderfolge von „Frei heraus“ spricht R21-Geschäftsführer Steffen Dähne mit dem Historiker und Leiter von R21 Andreas Rödder darüber, was jetzt passieren muss. Braucht Deutschland den Mut zu Minderheitsregierungen und wechselnden Mehrheiten? Können klare rote Linien die Brandmauer ersetzen? Und muss die Bundesregierung jetzt eine konsequente Reformagenda verfolgen – notfalls auch um den Preis eines Koalitionsbruchs?
Die These dieser Folge: Ein „Weiter so“ reicht nicht mehr. Die demokratischen Parteien haben die Möglichkeit, Reformfähigkeit zurückzugewinnen und politische Veränderung wieder möglich zu machen. Dafür braucht es jetzt den Mut, neue Wege zu gehen.



