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Author: Christoph Pleininger
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© Christoph Pleininger
Description
Anhand konkreter Themen erklärt Christoph Pleininger die Neuere und Neueste Spanische Geschichte (ab 1808) auf politischer, sozialer, sowie kultureller Ebene und setzt sie in die notwendigen Kontexte. Kernthemen sind dabei Reform, Revolution und Reaktion. So entsteht ein mosaikartiges Bild der spanischen Geschichte, dessen unterschiedlichen Farben und Formen sich in der gegenwärtigen spanischen Gesellschaft widerspiegeln.
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Er ist der bis heute einflussreichste spanische Faschist: José Antonio Primo de Rivera (1903-1936). Als Sohn des Diktators und Generals Miguel Primo de Rivera betrat er die politische Bühne nach dem Tod seines Vaters. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland versucht José Antonio, wie er bis heute gerufen wird, mit einer eigenen faschistischen Partei Fuß zu fassen: die Falange Española (FE). Doch er ist eine widersprüchliche Persönlichkeit: charmant und gewalttätig, gut betucht und revolutionär. Seine Hinrichtung im November 1936 ließ ihn zum politischen Mythos werden.
Spanien besteht aus 17 Autonomen Gemeinschaften und zwei autonomen Städten. Ihr Ursprung liegt in der Transición, dem Übergang von der Diktatur zur Demokratie Ende der 1970er Jahre. Heute sind die Autonomen Gemeinschaft nicht mehr aus Spanien wegzudenken. Doch der Weg dorthin war kompliziert und auch etwas improvisiert.Im Interview: Xosé M. Núñez Seixas (Universidade de Santiago de Compostela)
Im 19. Jahrhundert prägten spanische Offiziere die Politik mit dem Pronunciamiento. Dabei handelte es sich um militärische Interventionen, die politische Kurswechsel erzwingen sollten, ohne meistens selbst die Macht zu übernehmen. Dieses Phänomen folgte einer ganz eigenen Logik und Vorgehensweise, die in dieser Folge genauer erklärt und kontextualisiert wird.___Musik: Lexin_MusicThumbnail: Fusilamiento de Torrijos, Gemälde von Antonio Gisbert Pérez (1888)
Nach Francos Tod im Jahr 1975 ordnete sich die spanische Außenpolitik neu: Mit dem Übergang zu einem demokratischen System standen Spanien die Türen zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der NATO offen. Während die europäische Integration unbestritten war, schieden sich bei der Frage zum NATO-Beitritt und späterem Verbleib die Geister. Am Ende gelang jedoch die Integration in die westlichen Institutionen. Ende der 1980er Jahre war Spanien nicht nur geographisch westlich, sondern auch politisch. ___Musik: Lexin_Music
Der spanische Widerstand gegen Napoleon in den Jahren 1808 bis 1814 ist in Spanien als Unabhängigkeitskrieg bekannt. Dieser Krieg, der größtenteils als Guerillakrieg geführt wurde, läutet die Späte Neuzeit in Spanien ein. Er ist der Ursprung aller modernen politischen Ideologien Spaniens und außerdem die Geburtsstunde der modernen spanischen Nation. Kein anderer Krieg ist noch so präsent wie dieser. Somit handelt es sich um einen der wichtigsten Kriege der letzten 300 Jahre der spanischen Geschichte.Im Interview: Daniel Aquillué (Historiker, Centro Universitario de la Defensa de Zaragoza)___Musik: Lexin_Music
In der Person von Carlos V bzw. Karl V. vereinten sich nicht nur die kastilische und aragonesische Krone, sondern auch die spanische und deutsche Geschichte. In dieser Bonusfolge gehen wir ins 16. Jahrhundert und blicken auf das Leben des Kaisers, der zugleich König von Kastilien und Aragonien war. Über Langeweile konnte sich Karl V. nicht beklagen: ständig musste er sich gegen innere und äußere Feinde verteidigen. Sein erklärtes Ziel, die Einheit des Christentums zu wahren, konnte er jedoch nicht erreichen.___Musik: Lexin_Music
Im Februar 1873 dankte der spanische König Amadeo I. überraschend ab. Obwohl die Republikaner in der Minderheit waren, wurde im spanischen Kongress und Senat die Republik am 11. Februar 1873 ausgerufen. Das Vorgehen war verfassungswidrig und auf die neue Regierung kamen stürmische Zeiten zu. Im Interview: Daniel Aquillué (Historiker, Centro Universitario de la Defensa de Zaragoza)___Musik: Lexin_Music
«Mein Katalonien» gilt als eines der am meist gelesenen Bücher über den Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939). Orwell beschriebt darin seine Erlebnisse im Jahr 1937 in Barcelona und an der aragonesischen Front. Seine Erfahrungen im Krieg prägten Orwell nachhaltig; ohne sie hätte er seine bekanntesten Werke wie «1984» oder «Farm der Tiere» nie geschrieben.Im Interview: Nick Lloyd (Historische Stadtführungen in Barcelona)___Musik: Lexin_Music
Ein Erbfolgestreit führte im Spanien des 19. Jahrhunderts zu zwei Bürgerkriegen und der Geburt einer reaktionären politisch-sozialen Bewegung: dem Carlismo. Benannt nach dem Bruder des verstorbenen Königs Fernando VII., versuchten die carlistas ihren Thronanwärter Carlos bzw. seine Nachfahren auf den spanischen Thron zu heben. Obwohl anfänglich eine militärische Kraft, war der Carlismo in nur wenigen Regionen verwurzelt und die soziale Basis schwand im Laufe des 19. Jahrhunderts dahin. Im Interview: Daniel Aquillué (Historiker, Centro Universitario de la Defensa de Zaragoza)___Musik: Lexin_MusicThumbnail: Augusto Ferrer-Dalmau/CC BY-SA 3.0
Am 16. Februar 1936 gewann die Frente Popular (Volksfront) die nationalen Wahlen in Spanien. Damit konnte sie den Sieg der antiliberalen Rechten verhindern. Doch der Entstehungsprozess der Frente Popular war ein langer und so schnell sie am Ende gegründet wurde, war sie wieder vorbei.___Musik: Lexin_Music
Der Stierkampf ist eine der bekanntesten und kontroversesten Facetten der spanischen Kultur. Vor allem im 19. Jahrhundert haben sich spanische Intellektuelle mit dem Stierkampf auseinandergesetzt und gingen der Frage nach, was dieser über Spanien als Land und über die SpanierInnen aussagen würde.
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Musik: Lexin_Music
Thumbnail: Kutxa Fototeca/CC BY SA 3.0
Obwohl es bereits im 18. Jahrhundert zu einer politischen und juristischen Zentralisierung im spanischen Staat kam, war es der Widerstand gegen die napoleonische Besetzung Spaniens (1808-1814), die zur Geburt der spanischen Nation im modernen Sinne führte. Im Interview: Daniel Aquillué (Historiker, Centro Universitario de la Defensa de Zaragoza)__Musik: Lexin_Music
Das Valle de los Caídos (zu deutsch: Tal der Gefallenen) ist ein Komplex im Nordwesten von Madrid, den der Diktator Francisco Franco zwischen 1940 und 1959 als Erinnerung an den Sieg im Bürgerkrieg von Zwangsarbeitern erbauen ließ. Neben den über 30 000 gefallenen Soldaten im Bürgerkrieg, befanden sich dort auch die Gräber von José Antonio Primo de Rivera (Gründer der faschistischen Falange) und von Franco selbst. Erst vor wenigen Jahren wurden die Überreste der beiden entfernt.__Musik: Lexin_Music
Im Oktober 1977 verabschiedeten die frischgewählten spanischen Cortes ein Amnestiegesetz, dessen Ziel es war, die letzten politischen Gefangenen der Franco-Diktatur zu befreien. Gleichzeitig machte das Gesetz eine juristische Verfolgung der Verbrechen, die während des Spanischen Bürgerkrieges (1936-1939) und der Franco-Diktatur (1939-1975) begangen wurden, unmöglich.
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Musik: Lexin_Music
Thumbnail: Congreso de los Diputados
Die Verfassung der Zweiten Spanischen Republik (1931-1939) garantierte erstmals in der spanischen Geschichte das aktive Frauenwahlrecht. Doch in der Debatte darüber stimmten ausgerechnet Feministinnen dagegen.
Im Interview: María Pilar Salomón Chéliz (Historikerin, Universidad de Zaragoza)
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Musik: Lexin_Music
Thumbnail: Indalecio Ojanguren/CC BY-SA 3.0
Wer bin ich und was erwartet euch bei re:spaña?
Am 11. März 2004 explodieren mehrere Bomben in Madrider Vorstadtzügen. Die konservative Regierung geht von einem Anschlag der baskischen Terrororganisation ETA aus, doch die Hinweise deuten auf einen islamistischen Hintergrund. Dies ist heikel, den in drei Tagen sind Parlamentswahlen.
Thumbnail: Ramón Peco/CC BY 2.0




















