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Haubentaucher
Haubentaucher
Author: Wolfgang Kühnelt
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© Copyright 2024
Description
Der Haubentaucher Podcast behandelt Themen wie heimische und internationale Popkultur und Politik in knackigen 30 Minuten. Mit erholsamen Geräuschen aus Mutter Natur. Und mit spannenden Gästen. Jedes Monat neu. Unterhaltsam. Und kostenlos. Mehr davon auf www.haubentaucher.at
74 Episodes
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Der Münchner Journalist Christian Schiffer ist maßgeblich verantwortlich für einige der besten deutschen Podcasts der vergangenen Jahre. [Die Peter Thiel Story](https://www.ardaudiothek.de/sendung/die-peter-thiel-story/urn:ard:show:8862c28ddc06b3b7/) gehört dazu, der Elon Musk Podcast auch. Vor allem aber ist Christian der Technik- und KI-Experte des Bayrischen Rundfunks. Er hat in dieser Funktion ein spannendes Radiofeature gemacht über [Künstliche Intelligenz und menschliche Nähe](https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:b5a7480aad89b0b6/) und er arbeitet an einem [wöchentlichen KI-Podcast für die ARD](https://www.ardaudiothek.de/sendung/der-ki-podcast/urn:ard:show:65505255c703e51e/).
Warum hat Knittelfeld weit mehr zu bieten als nur ein prächtiges Krematorium und einen gewissen Ruf in Bezug auf die FPÖ? Wieso war Rotterdam richtig super, bevor heftig an der Kultur gespart wurde? Wie wird man über den Umweg Neuseeland zur Besitzerin eines Unterschriftenroboters in Graz? Wo geht hierzulande der feinste Post-Punk über die Bühne? Wie bringt man die Subkultur ins Dorf? Und wie werden Designerinnen und Designer in Zukunft trotz aller KI-Tools wahlweise reich oder berühmt?
Mit Birgit Bachler kann man über jede Menge Themen reden. Sie ist schließlich ganz schön viel gleichzeitig: Künstlerin, Lehrende, Forschende, Bassistin, [Studiengangsleiterin](https://www.fh-joanneum.at/hochschule/person/birgit-bachler/) und anderes mehr. Wir haben uns trotzdem auf einige wesentliche Punkte fokussiert. Die Podcast-Reihe heißt ja nicht umsonst: „Haubentaucher Shorts“.
Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, warum so viele Bands aus Portland in Österreich auf Tour sind. Das hat einen guten Grund und exakt diesen haben wir diesmal in unseren Podcast geladen.
Dominik Schmidt, CEO von [Rola Music](http://rolamusic.com), ist seit 2013 in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Oregon beheimatet. Er wählt aus dutzenden, wenn nicht hunderten Bands aus. Und bringt die interessantesten davon nach Europa. Im Interview erzählt Dominik, wie es so ist, in einer der liberalsten Städte der USA zu leben. Und warum es gerade recht ruhig geworden ist in der Auseinandersetzung zwischen Portland und Donald Trump. Außerdem reden wir über Drogenprobleme, Obdachlosigkeit, aber auch über erfreulichere Dinge.
Jula Zangger wollte Opernsängerin werden. Das hat nicht funktioniert und das ist gut so. Jula ist nämlich stattdessen Schauspielerin geworden, erlernte am Mozarteum die Profession und spielte seither an vielen Theatern. Irgendwann kam sie im Zuge des steirischen herbsts in Kontakt mit der US-Kompagnie [Nature Theater of Oklahoma](https://www.alexander-verlag.com/images/verlag/medien/462-9783895815188-lp.pdf) und ab dann änderte sich ihr Lebensplan peu á peu.
Mut kann man sich nicht kaufen, ein Theater aber schon. Jula Zangger erwarb mit Unterstützung ihrer Mutter und einem beachtlichen Kredit ein altes Haus auf der Ries und machte es zu einer neuen und ungewöhnlichen Spielstätte. „Es ist ein wahnwitziges Risiko“, gibt die Hausherrin offen zu. Das [„Gold & Pech“-Theater](https://www.goldundpechmarie.at) liegt zwar an der Peripherie, aber ihr könnt gemütlich mit dem Bus rauf und wieder runter fahren. Eröffnet wird es am 5. Dezember 2025 und wie könnte es anders sein: Das Premierenstück kommt vom [Nature Theater](https://www.goldundpechmarie.at/programm).
Lukas Lauermann ist einer der gefragtesten Cellisten dieses Landes. Er wurde als Studiomusiker für Produktionen von und mit André Heller, Tocotronic, Wanda, dem Nino aus Wien, Marilies Jagsch oder Soap & Skin gebucht. Er komponiert Filmmusik, zuletzt für den Erfolgsfilm „Pfau – Bin ich echt?“ von Bernhard Wenger.
Das ist zwar alles schön und gut, eingeladen haben wir Lukas aber primär aus einem Grund: Er veröffentlicht Solo-Alben, die eigene Klangwelten schaffen. Er verbindet das Cello mit Elektronik, Samplern und Effektpedalen, bei seinem neuesten Werk Varve auch mit alten Kassettenrekordern und Tonbandgeräten.
Naked Lunch ist für unsereinen vielleicht die wichtigste Band aus Österreich und das schon seit dem Beginn der 1990er Jahre. Sie waren lange weg und jetzt sind sie erfreulicherweise wieder da. Diese Freude hat dazu geführt, dass wir Bandleader Oliver Welter in den Haubentaucher-Podcast geladen haben. Er ist übrigens weltweit der erste, der dieses Vergnügen bereits zum zweiten Mal genießen darf.
Diesmal haben wir die Band und die neue Platte im Fokus. Wir reden über die Lichter der Hoffnung, über die düsteren Zeiten, den Tod und die ultimativen Begräbnissongs, über Hans Krankl, Welters Sohn Oskar und dessen Rolle als erster Kritiker.
Er ist eine zentrale Figur der deutschsprachigen Pop-Kultur. Und er war – das ist nicht übertrieben – in den vergangenen vier Jahrzehnten fast überall dabei, wo hierzulande Indie-Geschichte geschrieben wurde. Walter Gröbchen war Redakteur bei der legendären Ö3-Musicbox, hat für Markus Spiegels GIG Records gearbeitet (Stichwort: Falco) und ist dann so richtig bei den Major Labels gelandet. Er hat für einige der besten Zeitungen und Zeitschriften dieses Landes geschrieben und Anteile an einem Radiosender erworben.
Im Haubentaucher-Podcast schildert er ganz nebenbei, welche Stars er als A&R-Manager* zumindest mit entdeckt hat. Und er beschreibt, warum es der Musikindustrie heute so prächtig geht wie schon lange nicht mehr.
Andrea Gutschi ist die einzige fixe Redakteurin eines Mediums, das wir für eines der wichtigsten in Österreich halten. Nämlich? [Kobuk](https://kobuk.at), ein Medien-Blog, der sich gerade zu einem beachtlichen Online-Magazin entwickelt.
Andrea hat einen interessanten Job. Sie liest und schaut und hört den ganzen Tag lang österreichische Medien aller Art. Und sucht nach Zeitungsenten, Falschmeldungen, Halbwahrheiten und durchaus auch bewusst gestreuten Schwachsinnigkeiten.
Er hat die Kunst der Tontechnik studiert, seine Doktorarbeit über Aspekte von Wittgensteins Werk geschrieben und dann – was nicht viele wissen! – die Herrschaft über das Grazer Literaturhaus übernommen. Max Höfler ist ein sprachgewaltiger, geistreicher und zugleich heiterer Zeitgenosse, der heuer beim Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt dabei sein wird.
Wir zitieren zum Beweis aus einem Text von Höfler ganz zu Beginn und aus einer Sendung von Ö1 circa in der Mitte unserer Show. Wir erörtern im Gespräch außerdem, wie es mit dem Lil Franz weitergeht, Höflers musikalischem Alter Ego, was ein Symbolarbeiter sein könnte und warum er bei der Einreise in die USA mit gröberen Schwierigkeiten rechnet. Vielleicht rettet ihn am Ende doch sein fliederfarbenes André-Rieu-Crew-Shirt?
Es hat ein bisschen gedauert, aber es ist gut und schön und wahr geworden. Der große Schauspieler, Musiker, zunehmend auch immer mehr Aktivist, der Gesamtkünstler Robert Stadlober beehrt uns im Haubentaucher-Podcast.
Heidrun Primas war lange Jahre Leiterin des Forum Stadtpark in Graz, sie ist eine umtriebige Forscherin, Moderatorin, Botschafterin und engagierte Kulturaktivistin und sie erarbeitete gemeinsam mit Werner Schrempf sowie vielen vielen anderen die Kulturstrategie des Landes Steiermark. Leider haben Kunst und Kultur gerade einen schweren Stand in der blauen Mark. Darüber haben wir gesprochen, aber auch über die Volkskultur, das Wirtshaussterben, das Leben und den Leerstand am Land und in der Stadt.
Hey, wir haben bereits 60 Folgen im Kasten. Und so haben wir uns einen eingeladen, der auch vor kurzem Grund zum Feiern hatte. Jochen Summer hat sein Label Rock is Hell vor etwas mehr als 20 Jahren gegründet. Er stammt aus der Gegend von Mureck, war lange Jahre Radprofi und verlegt Musik, die es eher nicht in die Charts schaffen wird.
Bisher hat die Intendantin des Schauspielhauses Graz hauptsächlich das Schauspielhaus Graz von innen gesehen. Gut, sie war auch im Kino und im Kaffee Weitzer war sie sicherlich schon öfters. Aber sie ist sehr auf das Geschehen im eigenen Haus fokussiert und das soll ja auch so sein. Im Gespräch erörtern wir daher, wieso das Bühnenbild in der Ära Vilter so speziell ist – kunstfertig könnte man sagen. Und warum wir Steuerzahler:innen dennoch beruhigt schlafen können (wenn auch bitte nicht während der Aufführung).
Der Mann hat viele Vornamen. Und viele Interessen. Markus Schirmer ist zweifelsohne einer der bekanntesten Pianisten im mitteleuropäischen Raum. Er ist ein vielfältiger Musiker und Entertainer, der mit Wolfram Berger, mit Scurdia, mit vielen anderen schon Bühnenerfolge feierte. In Europa, aber auch in Japan und anderswo.
Er ist Professor an der Kunstuni in Graz. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals ARSONORE. Er kennt sich blendend aus mit guten Filmen, mit gutem Essen und mit gutem Leben. Dabei hat er nie eine gewisse Bodenständigkeit verloren und vor allem auch nicht seinen bemerkenswerten Humor.
Theaterregisseurin Anna Marboe hat für ihre Musik-Karriere das „r“ und das ohnehin stumme „e“ aus ihrem Familiennamen entfernt. „Minimaler Buchstabenverlust“, sagt sie, „hat noch niemandem geschadet.“ Und M A B O könnte sie sich halt auch viel besser auf die Knöchel tätowieren.
Aber warum ist sie zuerst zum Studium ausgerechnet in die wenig attraktive deutsche Stadt Gießen gegangen, dann aber doch an renommierte Theater? Wo sie schon als Kind Klavier, Cello und später auch Gitarre gelernt hat? „Weil ich wahnsinnig schlecht war“. Ihr merkt schon, die Frau ist nicht nur sympathisch und talentiert, sondern auch offen bis hin zu dezenter Selbstironie – wie kaum jemand sonst in dieser Branche.
Der Zeichner, Autor und Musiker Tex Rubinowitz hat ein Buch geschrieben. Und das nach dem Gewinn des Bachmannpreises (2014) und einer heftigen Schreibblockade. Beides sprechen wir letztlich in diesem Podcast übrigens nicht an, nämlich den Preis nicht und die Blockade auch nicht. Es gibt so viele andere Themen. Ah ja?
Ja. Wie entstehen Rubinowitz-Geschichten eigentlich? Was macht ein Bremsschirmpacker genau? Ist Wien wirklich humorlos? Wieso hält immer Grissemann die Bücher in die Kamera und nicht Stermann? Warum ist der Marabu von Wels wesentlich sehenswerter als – zum Beispiel – der Eiffelturm in Paris.
Und auch nicht unwichtig: Weshalb ist im Deutschen ständig etwas „überschätzt“, im Englischen aber ebenso oft etwas „underrated“? Eine von vielen schönen Beobachtungen des Herrn Rubinowitz, die sich auch in seinem empfehlenswerten neuen Buch „Dreh den Mond um“ (Ventil Verlag) wiederfinden.
Noch was ist erwähnenswert. Diese Folge wurde am 1. 11. aufgenommen, Allerheiligen. Und deswegen müssen wir auch übers Älterwerden, das Sterben und die Grabsteine sprechen. Und weil der liebe Alex so motiviert war, geht die Folge auch gleich am 1. 11. raus. Das ist Haubentaucher-Weltrekord!
Nun wünschen wir viel Vergnügen mit dem angenehm erbaulichen Geplauder und danken dem Tex, der finnischen Diva Ulla Kurikka und den Leuten von DAS POD. Hört rein und erzählt es weiter.
Eine Produktion von DAS POD.
Idee, Fotos & Moderation: Wolfgang Kühnelt, www.haubentaucher.at
Das war ja eine schöne Reise. Fast 8.000 Kilometer haben wir hinter uns gebracht, um Beate Baumgartner zu treffen. Beate kennt man hierzulande unter dem Namen Yola B als Sängerin von Parov Stelar und DELADAP. Und die Reiferen unter euch werden sich erinnern: Sie war in der allerersten Staffel von Starmania zu erleben. Die Tochter einer sehr bekannten namibischen Schauspielerin und TV-Moderatorin und eines Steirers lebt jetzt wieder mehr oder minder fix in Windhoek. Wir hatten übrigens das große Glück, einige Tage nach der Podcast-Aufnahme auch ein Konzert von Beate live in einem fantastischen Club zu erleben.
Im Gespräch führt sie uns noch einmal in die Anfangszeit der Castingshows, sie vergleicht das Leben in Österreich mit dem im südlichen Afrika, sie erzählt über Tourneen durch die halbe Welt. „Das Publikum ist hier erst mal ganz anders. Wenn es den Leuten gefällt, tanzen sie, aber sie applaudieren nicht dabei.“
Beate lässt uns auch hinter die touristischen Kulissen blicken. Über die Unterschiede zwischen Stadt und Land. Über soziale Nöte und alte Konflikte. Über Projekte, die wir gemeinsam angehen könnten. So sind wir derzeit auf der Suche nach Musikinstrumenten, insbesondere aus dem Segment Brass. Hört mal rein und meldet euch, wenn ihr uns dabei unterstützen wollt.
Außerdem haben wir über den ersten europäischen „KI-Sänger“ gesprochen, der laut seiner Insta-Bio in der „wilden und unberührten Natur Namibias“ aufgewachsen ist. Wir erörtern die Vorzüge dieses Landes, die Freundlichkeit der Menschen, die einzigartigen Landschaften. Und ein paar Tipps haben wir dann auch gleich für euch gesammelt.
Vielen Dank an Beate für ihre Zeit und ihre Offenheit. Danke an das Team der NUST Hotel School, das uns den sehenswerten Meeting Room überlassen hat. Und an die Zollbehörden in Windhoek, die unsere Mikros und das Aufnahmegerät dann doch nicht beschlagnahmt haben.
Eine Produktion von DAS POD.
Idee, Fotos & Moderation: Wolfgang Kühnelt, www.haubentaucher.at







