Discover
Darmglücklich | mit webApothekerin Linda Reeves
Darmglücklich | mit webApothekerin Linda Reeves
Author: Linda Reeves
Subscribed: 39Played: 965Subscribe
Share
© Linda Reeves
Description
Willkommen bei „Darmglücklich“! Ich bin Linda Reeves, Darmexpertin, Ernährungsberaterin und als Apothekerin leite ich die Ahrtor-Apotheke in Ahrweiler. In diesem Podcast entdeckst du wöchentlich, wie Du durch eine starke Darmbarriere & gezielte Ernährung Deine Darmgesundheit fördern kannst. Dein Darm ist die Basis für Deine Gesundheit: Erfahre mehr über Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Autoimmunerkrankungen, Übergewicht, Hormoneinflüsse, die Darm-Hirn-Achse und noch viel mehr Einflüssen Deines Darms auf Körper und Geist. Mit wissenschaftlich fundierten Fakten, praktischen Tipps und persönlichen Einblicken in zahlreiche Stuhlanalysen und Darmsanierungen meiner KundInnen, begleite ich Dich auf Deinem Weg zu mehr Wohlbefinden! Abonniere jetzt diesen Podcast und starte Deine Reise zu einem glücklichen Darm und gesteigerter Lebensqualität! Werde DARMglücklich!
79 Episodes
Reverse
Hier geht es zu Ruth Biallowons auf Instagram
Ruth Biallowons Praxis in Düsseldorf
Ruths Podcast ‚Unheilbar Gesund‘ auf Spotify
Darmglücklich auf Instagram mit täglichen Hacks und Infos
Long COVID – ein Begriff, den viele kennen, aber kaum jemand wirklich versteht. In dieser Folge spreche ich mit Ruth Biallowons, ganzheitlich arbeitende Ärztin, über ein Thema, das Millionen betrifft – und doch oft nicht ernst genommen wird.
Wir klären:Was Long COVID wirklich ist – und warum es nicht einfach „nur ein bisschen länger krank sein“ bedeutet.Wer besonders betroffen ist – und warum vor allem Frauen zwischen 40 und 50 häufiger darunter leiden.Wie Long COVID den Alltag verändert – selbst wenn man „gesund aussieht“.
Welche Rolle der Darm spielt – und was das mit Erschöpfung, Blähbauch, Entzündung oder sogar Herzproblemen zu tun haben kann.🧬 Ruth Biallowons erklärt ganz einfach, wie SARS-CoV-2 den Darm befällt – und warum das oft monatelang übersehen wird, worauf geachtet werden sollte und was du tun kannst.📊 Fakten & Hintergründe Long COVID betrifft 6–7 % der Erwachsenen – weltweit rund 400 Millionen Menschen.Häufige Symptome: Fatigue, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Schmerzen.Frauen haben ein 31 % höheres Risiko, besonders zwischen 40 und 54 Jahren.Impfungen reduzieren das Risiko – aber nicht auf null.Viele Betroffene zeigen: gestörte Darmflora, Leaky Gut, Mastzellproblematik, chronische Entzündung.
❤️ Für dich, wenn du betroffen bist:
Ruth Biallowons gibt dir:
Verständnis: Warum du dich nicht „einbildest“, was du fühlst.
Orientierung: Welche Symptome deuten auf Long COVID hin?
Hoffnung: Was hilft deinem Körper bei der Regulation?
Hier geht es zu Ruth Biallowons auf Instagram
Ruth Biallowons Praxis in Düsseldorf
Alle Infos zur Fritjof Nelting und seiner Arbeit
Alle Infos zum Buch ‚Die Strategie der Absichtslosigkeit‘ von Fritjof Nelting
Therapien in den Gezeitenhaus-Kliniken
Newsletter Darmglücklich
Darmglücklich auf Instagram
In dieser Folge spreche ich mit Fritjof Nelting, Geschäftsführer der Gezeiten Haus Holding – einem Familienunternehmen mit über 30 Jahren Erfahrung in psychosomatischer Klinikarbeit.
Er ist systemischer Life- und Businesscoach und Diplom-Medizinökonom. Mit seinem Buch „Die Strategie der Absichtslosigkeit“ hat er einen Nerv getroffen – denn er formuliert etwas, das viele spüren, aber nicht sagen können: Wir sind erschöpft. Weil wir zu lange funktioniert haben. Und weil wir nie gelernt haben, rechtzeitig loszulassen. Wir sprechen über sein Buch und wie wir unsere Ressourcen bei Stress und Burnout-Gefahr selbst regenerieren können.
Was dich erwartet:
Wir sprechen über die leisen Vorboten von Erschöpfung – darüber, warum unser Körper nicht von heute auf morgen krank wird, sondern uns oft schon jahrelang warnen will.Fritjof erklärt, was chronischer Stress mit unserem Hormon- und Belohnungssystem macht – und warum Menschen nicht einfach müde, sondern innerlich leer werden.
Ich selbst bringe meine Erfahrungen aus der Arbeit mit Darmkund:innen ein. Denn viele Symptome, die vermeintlich „psychisch“ sind – wie Müdigkeit, Schlafprobleme oder ständige Unruhe – haben auch eine körperliche Entzündungsbasis. Stichwort: Darmbarriere.Wir sprechen über stille Entzündungen, Immunverschiebung und die Frage, warum der Darm bei all dem eine so zentrale Rolle spielt.
Und natürlich geht es auch um Lösungen: Wie sieht Regeneration heute wirklich aus? Was hilft – besonders dann, wenn man das Gefühl hat, dass nichts mehr hilft? Und warum kann absichtsloses (nicht planloses) Handeln manchmal der einzige Weg sein, wieder zurück in die eigene Kraft zu kommen?
Warum dir das helfen kann:
Wenn du dich erschöpft fühlst, ständig gegen innere oder äußere Widerstände kämpfst – und spürst, dass auch dein Bauch längst mitredet – dann ist diese Folge für dich. Sie schenkt Klarheit, Orientierung und einen neuen Blick auf das, was Heilung wirklich bedeutet.
Über Fritjofs Buch:
Die Strategie der Absichtslosigkeit
Wie wir unsere Ressourcen bei Stress und Burnout-Gefahr selbst regenerieren können
Fritjof Nelting
Durch Loslassen zum Ziel: wegweisende Erkenntnisse der Biochemie. In einer Welt, die von ständiger Selbstoptimierung und Stress geprägt ist, zeigt die „Strategie der Absichtslosigkeit“ einen überraschend einfachen Weg zu einem erfüllten und gesunden Leben. Fritjof Nelting erklärt, warum viele herkömmliche Methoden zur Stressbewältigung und Selbstoptimierung in Sackgassen führen. Und der Schlüssel zu echter Entspannung und Erfolg darin liegt, Kontrolle durch Gelassenheit zurückzugewinnen.
Durch Erkenntnisse aus der Biochemie des Körpers und praxisnahen Beispielen wird deutlich, wie eine Lebensführung im Geiste der Absichtslosigkeit sowohl auf psychologischer als auch biochemischer Ebene Sinn ergibt. Durch das Loslassen von fixen, kurzfristigen Zielen und dem Befreien von dem Versuch der ständigen Optimierung, lassen sich die eigenen kreativen Potenziale freisetzen und echte Höchstleistungen erreichen.
Dieses Buch ist eine Einladung, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und eine neue, stressfreie Lebensweise zu erkunden und führt ganz ohne Druck und zwanghaftem Perfektionismus zur körperlichen und mentalen Gesundheit.
Wenn dich das Gespräch berührt hat – dann trag dich unbedingt in meinen Newsletter ein. Ich begleite dich mit Wissen, Gefühl und klaren Ideen für deinen Alltag. Und im Herbst startet mein neuer Kurs zur Darmbarriere und Stress. Die Infos bekommst du als Erste.
Folge mir auch auf Instagram für tägliche Life-Hacks
Newsletter und Frühstücks-Freebie
Folge mir auf Instagram für dein Darmglück
Auf der Suche nach Darmhilfe? Hier findest du sie!
Warum Brotdosen manchmal nicht reichen.
Ein darmglückliches Hallo – wie schön dass du da bist.
Ich mach keine Brotdosen mehr. Meine Kinder sind groß.Aber ich erinnere mich sehr genau an diese Phase – und wenn ich heute auf Instagram schaue oder mit Müttern spreche, sehe ich: Das Problem ist nicht kleiner geworden. Im Gegenteil.
Damals sind meine Kinder am Kiosk vorbei – heute stehen da Automaten und schlimmer noch: heute betreibt der Hausmeister selbst den Kiosk.Und was verkauft wird? Nicht das, was Kinder brauchen – sondern das, was sich gut verkauft.Softdrinks. Schokoriegel. Teilchen. Zucker auf die Hand.
Und genau so funktioniert’s auch im Supermarkt: Außen auf der Packung steht „zuckerfrei“ oder vielleicht sogar ‚Ohne Zuckerzusatz‘ oder vielleicht sogar das Versprchen „gesund für Kinder“.Innen drin ist trotzdem Zucker. Oder Ersatzstoffe, die den Darm genauso stressen.
Zucker kan verstopt zitten in zoveel producten, dat ouders vaak niet eens doorhebben hoeveel suiker hun kinderen binnenkrijgen.
Und die Brotdose? Die kommt auch heute noch voll zurück. Stattdessen: Zucker im Bauch.Und dann wundert man sich über Hautausschlag, Bauchweh, Wutausbrüche, null Konzentration.
Was mich daran so beschäftigt:Es geht nicht um Perfektion. Nicht ums Ausstechförmchen. Kennt ihr das mit den Ausstechförmchen, wenn Kinder ihre Brotscheibe mit dem Dinoausstecher ausgestochen bekommen? Ich frag mich immer…was passiert mit dem Rest um den Dino herum?…Sorry…abgeschweift…Also es geht nicht um das Brot in Tierform…Sondern um das Bewusstsein – bei den Kindern.Was macht Zucker eigentlich mit mir? Was macht er mit meinem Bauch, meiner Haut, meiner Energie?
Ich finde: Das gehört nicht beschönigt. Sondern ehrlich erklärt. Und genau darum geht’s in dieser Folge…so kurz vor den Sommerferien.
Wenn wir über Zucker sprechen, meinen wir nicht nur Gummibärchen und Cola.
Zucker hat viele Namen – und viele Verstecke.
Es gibt Einfachzucker wie Glukose oder Fruktose – die gehen direkt ins Blut.Dann Zweifachzucker wie Saccharose oder Maltose – die müssen erst aufgespalten werden.Aber am meisten Sorgen machen mir die ‚added sugars‘ – also zugefügter Zucker, der industriell in Produkte gepackt wird, die eigentlich gar nicht süß schmecken müssten.
Und genau das ist das Problem:Zucker ist nicht nur ein Dessert.Zucker ist überall.
In Fruchtjoghurts, die gesund aussehen – aber mehr Zucker als ein Schokopudding enthalten.In Brotaufstrichen mit Erdbeerbildchen drauf – aber 60 % Zucker drin.In Fruchtschnitten, die aussehen wie eine gute Snackidee – und in Wahrheit kleine Zuckerschwämme sind.Oder in angeblich zuckerfreien Keksen, die mit Zuckeralkoholen arbeiten – klingt nett, kann aber im Kinderdarm ordentlich Chaos anrichten.
Ich sag’s mal ganz deutlich:Das ist kein Treat. Das ist ein täglicher Trigger.Und besonders bei Kindern, deren Darmbarriere noch gar nicht richtig stabil ist, kann das langfristig echten Schaden anrichten.
Zucker ist nicht das Problem – sondern die Menge.
Und wie wenig wir davon überhaupt noch bewusst mitkriegen.
Zucker kommt nicht einfach nur oben rein und macht ein bisschen Karies.Zucker wirkt – tief im Körper. Und im Darm fängt es an.
Es ist wichtig, sich der Auswirkungen von Zucker auf die Gesundheit von Kindern bewusst zu sein. Zucker kann zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen führen.
Bei Kindern ist das besonders kritisch.Denn: Die Darmbarriere ist noch nicht voll ausgereift.Sie ist wie ein dünnes Sieb – das eigentlich filtern soll, was rein darf und was nicht.Zucker? Der wirkt da wie Schmirgelpapier.
Er schädigt die Darmwand, macht sie durchlässig – das nennt man Leaky Gut.Und durch diese Lücken kommt alles Mögliche durch, was da nicht hingehört:Histamin, Bakterienbestandteile, kleine Toxine – und plötzlich steht das Immunsystem auf Alarm.
Dazu kommt:Zucker füttert die Falschen.Im Mikrobiom, also dem Bakterien-Gleichgewicht im Darm, bringt Zucker alles aus dem Lot.Die Bakterien, die wir eigentlich bräuchten – die guten, entzündungshemmenden –, die verhungern.Und die Zuckerliebhaber? Die machen Party.
Das Ergebnis?
• Kopfschmerzen• Müdigkeit und Reizbarkeit• Bauchschmerzen und Blähungen• Hautprobleme wie Neurodermitis oder Akne• Und oft: der Stempel „schwieriges Kind“ – obwohl der Darm brennt.
Und das Schlimme ist:Diese Symptome werden nicht mit dem Darm in Verbindung gebracht.Stattdessen wird an der Psyche gedreht, an der Erziehung gezweifelt, manchmal sogar Medikamente verschrieben.
Aber der wahre Ursprung?Ist oft ein entzündeter, überforderter Darm.Ein Darm, der nie die Chance bekommen hat, sich gesund zu entwickeln.
Ich sag’s mal so:
Zucker bei Kindern ist wie Wind auf ein offenes Feuer im Bauch. Und je länger wir das ignorieren, desto größer wird das Feuer
Ich weiß, viele Eltern fragen sich:‚Macht Zucker denn wirklich so viel aus? Ist das nicht übertrieben?‘Und ja – es gibt noch keine Schlagzeile à la ‚Zucker verursacht ADHS‘ – aber was wir sehr wohl haben, sind klare Zusammenhänge.
Beispiel: Brasilianische StudienDort wurde der Zuckerkonsum von Schulkindern untersucht – und das Ergebnis war deutlich:Je höher der Zuckerkonsum, desto häufiger traten Konzentrationsprobleme auf.Besonders bei Jungen.
Und zwar nicht nur mal „unaufmerksam“, sondern echte Probleme im Alltag:Hausaufgaben, Frustrationstoleranz, emotionale Ausbrüche.
Wie funktioniert das mit Zucker und dem Gehirn und was hat das mit ADHS zu tun?In der Forschung spricht man hier von „Neuroinflammation“ – also kleinen Entzündungen im Gehirn, die durch Zucker, eine durchlässige Darmbarriere und Mikrobiom-Veränderungen befeuert werden können.
Das bedeutet nicht: Zucker verursacht ADHS. Aber: Zucker kann ein Trigger sein,wenn der Darm ohnehin belastet ist – und genau das ist er bei vielen Kindern heute.
Hautprobleme sind ein weiteres Frühwarnsystem:Immer mehr Kinder – auch ganz junge – haben:• Neurodermitis • Ausschläge • Juckende HautUnd oft wird nur die Salbe draufgegeben – ohne zu schauen, was im Inneren passiert.Dabei ist die sogenannte Darm-Haut-Achse inzwischen gut belegt:Zucker fördert Entzündungen – innen wie außen.
Und dann ist da noch der Mythos von den „zuckerfreien“ Alternativen.Erythrit, Xylit, Sorbit – sie stehen oft auf Kinderprodukten mit dem Label zuckerfrei.Aber gerade bei empfindlichen Därmen – und das sind Kinderdärme fast immer –können diese Zuckeralkohole Durchfall, Blähungen und Bauchweh auslösen.
Ich sag es mal so: Es geht nicht um Zucker-Verbot – es geht um Zucker-Verständnis.
Denn wenn die Forschung eines zeigt: Zucker ist nicht harmlos. Vor allem nicht im Kinderdarm.
Ganz ehrlich? Ich hab’s satt, dass Brotdosen aussehen müssen wie ein Pinterest-Board, damit Kinder sie akzeptieren. In Dinoform. Mit aufgespritztem Hummus-Herzchen.Und was passiert dann später wenn Dinos uncool sind?Die Dose kommt voll zurück – und stattdessen stecken drei Zuckerbomben vom Schulkiosk im Bauch.
Das hier ist kein Eltern-Bashing. Das ist Realität.Denn es fehlt nicht an Liebe – es fehlt an echten Optionen.
Was macht eine gute Brotdose aus?Nicht Perfektion – sondern Substanz.
🟠 Hafer, Hirse, Quinoa – echte Ballaststoffe, die den Darm füttern.Nicht die „extra mit Inulin versetzten“ Industrie-Granola-Riegel.
🟠 Herzhafte Muffins – am besten mit Gemüse und Ei.🟠 Körnercracker mit Hummus oder Nussmus.🟠 Selbstgemachte Wraps mit Linsenaufstrich, Salat, Käse.Das ist Meal Prep – aber fürs Kind gedacht, nicht für Instagram.
Lucky Teller light – kennst du schon?Eine kleine Portion vom Abendessen – neu verpackt.Kartoffeln, etwas Gemüse, ein gutes Fett.Kalt genauso lecker wie warm – und der Darm sagt Danke.
Aber weißt du, was das Ganze oft wieder kaputtmacht?Der Kiosk im Schulflur. Der von einem Hausmeister betrieben wird, der damit ein bisschen was dazuverdient – und dabei verkauft, was sich gut verkauft.Nicht, was Kinder brauchen.
Schokoriegel, süße Getränke, Zucker-Snacks – das ist kein Treat mehr.Das ist der neue Normalzustand. Und Kinder, die mit einer Brotdose voller Liebe losgeschickt werden, stehen daneben – und spüren Neid aufs Teilchen.Weil keiner ihnen erklärt, was das im Bauch wirklich anrichtet.
Und ganz ehrlich:
Wo bleibt das Schulfach Ernährung? Warum lernen Kinder, was ein Vulkan macht – aber nicht, wie sie ihren Darm schützen?
Das ist nicht cool. Das ist chronisch gefährlich.Gerade in der Kindheit, wenn die Darmbarriere noch nicht ausgereift istund das Mikrobiom für das ganze Leben geprägt wird.
❗ Kinder brauchen kein Perfect Meal. Sie brauchen etwas, das trägt. ❗
Sie brauchen Essen, das Energie gibt – nicht Energie zieht.Sie brauchen eine Brotdose, die vielleicht nur eine gute Sache enthält – aber die richtig gut ist.Außerdem brauchen Kinder Schulen, die mitziehen – statt alles durch billigen Zucker wieder einzureißen.
Und übrigens brauchen Kinder auch keine Predigt. Sie brauchen Vorbilder.Und Eltern, die sich zusammen tun und ihren Kindern sagen: „Ich weiß, was gut für dich ist. Und ich zeig’s dir – nicht mit Verboten, sondern mit Gefühl. Und Dein Freund oder Deine Freundin macht es auch.“
Denn das ist unser Job: Nicht immer alles perfekt zu machen –aber das Richtige zu erkennen – und es einfacher zu machen.“
Wenn wir über Zucker reden, dann reden wir nicht über Kontrolle.Nicht über Verbote. Nicht über moralische Erziehung.
Wir reden über Fürsorge. Für Kinder, die morgens schon mit Bauchweh aufstehenund nicht wissen, warum. Für Eltern, die jeden Morgen ihr Bestes geben –und sich trotzdem wie Versager fühlen, wenn die Brotdose voll zurückkommt.
Und wir reden über ein Mikrobiom, das mehr braucht als Fruchtzucker, leere Versprechen und Kinderkekse mit Gesundheitslabel.
Wir reden über Verantwortung, die nicht mit Dogma beginnt, sondern mit Wissen.Und mit dem Mut,
Kostenloses Erstgespräch anfragen
Warteliste für Kurs Darmglücklich VERÄNDERN – Start September 2025
Folge mir auf Instagram
„Wenn dein Arzt nicht mehr weiterweiß – dann ist es halt Reizdarm.“
Klingt hart? Ist aber Realität.Viele bekommen diese Diagnose, wenn alle Blutwerte „okay“ sind, ein Ultraschall unauffällig ist und der Arzt mit den Schultern zuckt.
Aber was heißt das eigentlich – Reizdarm?Das ist keine echte Diagnose. Das ist ein Etikett für Beschwerden, die man nicht einordnen kann. Ein Sammelbegriff. Ein Notausgang.
Und ganz ehrlich:Was, wenn dein Körper gar nicht gereizt ist – sondern einfach nur reagiert?Auf das Falsche. Auf Stress. Auf Medikamente. Auf Zuckerersatzstoffe, Histamin, Fructose.Auf das, was wir ihm täglich zumuten – ohne es zu merken.
Ich will heute mit dir genau hinschauen:Was ist wirklich ein Reizdarm – und was ist vielleicht nur ein Hilferuf deines Körpers, der falsch gedeutet wird?
Lass uns das gemeinsam entwirren.
Was bedeutet „Reizdarm“ eigentlich?
Reizdarm. Das klingt erst mal nach: Dein Darm ist halt sensibel…gereizt.Aber was steckt wirklich dahinter?
Medizinisch gesehen ist Reizdarm eine funktionelle Störung. Das heißt: Es gibt keine sichtbare Entzündung, keine nachweisbare Erkrankung, kein auffälliger Laborwert.Und genau das ist das Problem.
Denn in der Realität heißt Reizdarm oft:„Wir finden nichts – aber du hast trotzdem Beschwerden. Also nennen wir es halt Reizdarm.“ Und damit landest Du häufig in der…‘es ist halt psychsich‘ Ecke.
Es ist eine Ausschlussdiagnose. Wenn nichts Greifbares übrig bleibt, bleibt dieses Wort.Aber dein Körper reagiert ja nicht grundlos. Schmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung – das sind keine Einbildung. Das sind Zeichen. Hinweise. Warnungen.
Das Schwierige daran?Ein Reizdarm zeigt sich bei jedem anders. Und: Er ist keine Ursache – sondern ein Symptom.
Deshalb ist heute mein Ziel:Dir zu zeigen, wie viele sogenannte Reizdarm-Symptome in Wirklichkeit eine ganz andere Ursache haben.Und warum dein Körper eben nicht „gereizt“ ist – sondern ganz genau reagiert.
Die 5 häufigsten „versteckten“ Ursachen bei Reizdarm
Ursache 1: Histamin – Wenn dein Essen wie ein innerer Brandbeschleuniger wirkt
Histamin – das klingt nach Heuschnupfen, oder? Zumindest kennen viele das Wort davon…von den Antihistaminika bei Pollenallergie.Aber Histamin spielt auch im Darm eine riesige Rolle. Und viele Menschen wissen nicht mal, dass sie damit ein Problem haben.
Histamin ist ein körpereigener Stoff – er entsteht bei Entzündungen, wird durch bestimmte Lebensmittel freigesetzt und beeinflusst zum Beispiel den Blutdruck, den Schlaf, die Verdauung und die Immunreaktion.Kurz: Histamin ist ein Botenstoff. Und zwar ein sehr mächtiger.
Das Problem?Wenn dein Körper zu viel Histamin speichert oder nicht mehr richtig abbaut, kommt es zu einer Art innerem „Zuviel“.Und das kann sich zeigen wie ein Reizdarm:Blähungen, Durchfall nach dem Essen, Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Herzrasen, Hautausschläge – alles Symptome, die gern mal im Gesamtpaket „Reizdarm“ landen.
Besonders tückisch:Die Beschwerden kommen oft zeitversetzt. Nicht sofort nach dem Essen, sondern Stunden später. Und weil der Zusammenhang nicht klar ist, heißt es dann: Ist wohl Reizdarm.
Aber in Wirklichkeit ist es eine Histamin-Überlastung.Und die hat oft mit deinem Darm zu tun: Denn wenn die Darmschleimhaut entzündet ist oder die Barriere gestört – dann wird Histamin nicht richtig abgebaut.
Das bedeutet:Nicht das Essen ist das Problem. Sondern der Darm, der überfordert ist.Und genau da fängt echte Ursachenforschung an.
Ursache 2: Fructose – Wenn „gesund“ deinen Bauch rebellieren lässt
Fructose klingt erst mal harmlos. Das ist doch der Zucker aus Obst, oder?Richtig. Aber genau dieser Zucker kann bei vielen Menschen zu massiven Beschwerden führen – ohne dass sie es merken.
Bei einer Fructose-Malabsorption wird der Fruchtzucker im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen.Was passiert dann?Er landet unverdaut im Dickdarm – und da feiern die Bakterien eine Party.Sie vergären die Fructose – und dabei entsteht Gas. Viel Gas.Das Ergebnis: Blähbauch, Schmerzen, Grummeln, Durchfall. Manchmal auch Verstopfung.
Und weil die Symptome nach dem Essen kommen – vor allem nach vermeintlich gesunden Mahlzeiten mit Obst, Honig oder Smoothies – kommt keiner auf die Idee: Das war die Fructose.
Stattdessen heißt es wieder: Tja, Reizdarm halt.
Aber Fructose ist keine Mode-Intoleranz. Sie ist real. Und sie betrifft viele Menschen – besonders, wenn die Darmschleimhaut schon vorgeschädigt ist.
Denn auch hier gilt:Eine gesunde Darmschleimhaut kann mit kleinen Mengen Fructose gut umgehen.Aber wenn die Barriere gestört ist – wie bei vielen meiner Kund:innen – dann reagiert der Körper überempfindlich.
Und das Verrückte?Viele denken dann, sie vertragen einfach nichts mehr. Dabei wäre die richtige Frage: Wurde überhaupt schon mal auf Fructose getestet?
Spoiler: Bei den meisten – nein.
Ursache 3: Glukosemangel – Wenn dein Bauch leidet, weil dein Gehirn im Notfallmodus ist
Reizdarm nach dem Essen – obwohl du gesund gegessen hast?Dann könnte auch dein Blutzucker die eigentliche Ursache sein.
Viele Menschen denken bei Bauchbeschwerden nicht an Glukose.Aber unser Nervensystem reagiert extrem sensibel auf Blutzuckerschwankungen.Und wenn dein Blutzucker zu stark abfällt – zum Beispiel nach einem schnellen Frühstück oder zu wenig Protein – dann geht dein Körper in Alarm.
Er schüttet Stresshormone aus, die Verdauung verlangsamt sich, der Bauch bläht sich, du bekommst Heißhunger, bist zittrig, gereizt – und oft auch: vermeintlich reizdarmig.
In Wahrheit: Dein Körper versucht, Energie zu sparen.Und deine Verdauung ist dabei das Erste, was runtergefahren wird.
Das passiert besonders bei Menschen, die:
– dauerhaft unter Stress stehen– lange nichts essen– zuckerreiche Snacks zwischendurch brauchen– und sich wundern, warum nach dem Essen alles schlimmer wird
Das Problem:Wenn du diesen Zusammenhang nicht kennst, tappst du ewig im Dunkeln.Dann heißt es wieder: Reizdarm. Dabei ist es eine reversible Stressreaktion deines Stoffwechsels.
Und genau deswegen ist es so wichtig, nicht nur den Bauch anzuschauen – sondern auch deinen Energiehaushalt.
Ursache 4: Medikamente & Mikrobiom – Wenn deine Darmflora die Nebenwirkung trägt
Manchmal beginnt das Bauchdrama nicht mit einem Lebensmittel –sondern mit einem Medikament.
Was viele nicht wissen:Unsere Darmflora – also das Mikrobiom – reagiert extrem sensibel auf bestimmte Arzneimittel. Allen voran: Antibiotika.
Sie töten nicht nur krankmachende Bakterien –sondern auch die guten, die du dringend brauchst für Verdauung, Immunsystem und Schutz der Darmbarriere.
Aber auch andere Medikamente hinterlassen Spuren:
– Protonenpumpenhemmer (das sind die Säureblocker Omeprazol und Pantoprazol ) verändern den pH-Wert im Magen– Pille & Hormonpräparate beeinflussen die Bakterienvielfalt– Schmerzmittel wie Ibuprofen können die Darmschleimhaut durchlässiger machen– und Abführmittel greifen langfristig in die Darmmotorik ein
Was das für deinen Alltag bedeutet?
Du nimmst vielleicht regelmäßig ein Medikament – und entwickelst schleichend Verdauungsprobleme. Blähungen, Unverträglichkeiten, Schleim im Stuhl, häufige Infekte – und am Ende: Reizdarm.
Aber die Ursache liegt nicht in dir – sondern im Mikrobiom, das aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und das ist – zum Glück – veränderbar.
Denn dein Mikrobiom ist lernfähig.Wenn du es wieder fütterst, schützt und gezielt aufbaust, kannst du viel rückgängig machen.
Ursache 5: Stress – Wenn dein Darm tut, was dein Kopf nicht sagen darf
Du hast alles ausprobiert: Ernährung umgestellt, Supplements genommen, sogar mal ein Tagebuch geführt. Und trotzdem macht dein Bauch, was er will.
Was, wenn die Ursache nicht im Essen liegt – sondern in deinem Nervensystem?
Chronischer Stress ist einer der größten Saboteure für deinen Darm.Denn dein Verdauungssystem hängt direkt mit deinem Nervensystem zusammen.Und wenn du ständig im Funktionsmodus bist – kämpfen, leisten, durchhalten –dann hat dein Körper keine Kapazität mehr für Regeneration.
Das merkt zuerst: dein Darm.
Er wird träger, empfindlicher, reagiert über.Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung – das ist kein Zufall.Das ist dein System, das signalisiert: Ich kann nicht mehr.
Besonders fatal:Viele merken den Stress gar nicht mehr bewusst.Sie funktionieren einfach weiter – bis der Körper sie stoppt.
Und der Darm ist oft der Erste, der schreit. Aber gerne überhört wird.
Was hilft?Achtsamkeit. Nervensystem beruhigen. Entlastung schaffen.Und: Nicht nur an Lebensmitteln schrauben – sondern die inneren Spannungen erkennen.
Denn nicht selten ist Reizdarm einfach nur: zu viel – für zu lange.
Lass uns mal überlegen was Du tun kannst und warum ich auf Stuhluntersuchung statt Ausschlussdiagnose setze…
Du hast Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung – und bekommst eine Ausschlussdiagnose: Reizdarm. Weil im Ultraschall nichts zu sehen ist.Weil die Entzündungswerte im Blut „in Ordnung“ sind.Weil dein Stuhl nur auf einen Parameter untersucht wurde – wenn überhaupt.
Aber was wäre, wenn du einfach nicht vollständig angeschaut wurdest?
Eine fundierte Stuhlanalyse ist kein Hokuspokus. Sie ist ein Blick in dein innerstes Schutzsystem. Denn dein Darm schützt dich – mit seiner Barriere, mit seinen Bakterien, mit chemischen Botenstoffen.
Und wenn wir diese Faktoren untersuchen, bekommen wir Antworten, wo vorher nur Fragezeichen waren.
Zum Beispiel:– Wie viel Histamin wird in deinem Darm produziert?– Wie steht es um dein Zonulin – also die Durchlässigkeit deiner Darmwand?– Gibt es ein Ungleichgewicht im Mikrobiom – zwischen den Guten, den Schlechten und den Fehlenden?– Wie aktiv ist dein Immunsystem im Darm? Wie stark sind die Entzündungen vor Ort?
– Wie s
Folge mir für täglichen DARM-TALK auf Instagram, wo ich auch regelmäßig LIVE gehe
Hast Du Fragen zu DEINEM DARM-DRAMA, Autoimmunerkrankung oder fühlst Du Dich nicht Ernst genommen? Dann schreib mir und wir treffen uns zu einem kostenlosen Erstgespräch!
In dieser ganz besonderen Jubiläumsfolge wird der Spieß umgedreht: Shary interviewt mich – über meine eigene Reise zum Darm, die größten Learnings aus 50 Folgen, über Hoffnung, Heilung und die Kraft, selbst Verantwortung zu übernehmen. Ein ehrlicher Mix aus Erfahrung, Emotion und Expertise.
Folge mir auf INSTAGRAM für mehr Darmgesundheit und Life-Hacks
Dein Kontakt zu mir
HIER findest Du echte DARMHILFE über fundierte Stuhlanalysen und Kurse
Was, wenn dein Darm dir schon lange sagt, dass etwas nicht stimmt – aber niemand richtig hinhört?
In dieser Folge geht es um Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – zwei chronisch entzündliche Darmerkrankungen, die das Leben vieler Menschen zur Dauerbelastung machen. Doch statt Ursachenforschung gibt’s oft nur Cortison, statt Aufklärung Unsicherheit.
Ich erzähle dir zwei bewegende Geschichten: Die von Franka, die mit Morbus Crohn lernte, ihren Darm wirklich zu verstehen – und schließlich sogar ihre Medikamente absetzen konnte.Und die von Jule, die völlig geschwächt bei mir ankam – und heute endlich eine echte Richtung hat.
Du erfährst:🔍 Wie Diagnosen gestellt werden – und wo sie oft aufhören, bevor’s richtig losgeht🌱 Warum Schulmedizin und Darmtherapie kein Widerspruch sind🧠 Und was du konkret tun kannst, um nicht nur deine Symptome, sondern die Ursachen zu verstehen
Wenn du oder jemand, den du kennst, mit einer CED lebt – hör rein. Es könnte der Anfang von etwas Neuem sein.
Hallo und herzlich willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück! Schön, dass du dabei bist.
Hast du dich schon mal gefragt, was da eigentlich in deinem Darm passiert, wenn alles schiefgeht? Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – zwei Krankheiten, die nicht einfach nur den Darm betreffen, sondern deinen ganzen Körper aus der Bahn werfen können. Wenn du immer wieder mit Durchfall kämpfst, Bauchkrämpfen, die wie Messerstiche sind, und dabei noch der Energielevel im Keller bleibt, dann weißt du, was ich meine.
Was ist Morbus Crohn? Was ist Colitis ulcerosa?
Morbus Crohn – das ist der chaotische Bruder, der sich überall im Verdauungstrakt ausbreitet. Vom Mund bis zum After kann er dir alles vermiesen. Und Colitis ulcerosa? Die bleibt meistens im Dickdarm und versaut dir die Schleimhaut. Beide haben aber eines gemeinsam: Sie machen das Leben zur echten Herausforderung.
Die Symptome sind wie ein Horrorfilm, der einfach nicht aufhören will. Man sitzt da, fühlt sich ständig aufgebläht, der Bauch grummelt, man hat ständig das Gefühl, nicht das Haus verlassen zu können, weil die Toilettengänge nicht planbar sind. Und dann gibt es noch diese ständige Erschöpfung, die einem den letzten Nerv raubt. Wenn du das kennst, dann weißt du, wie belastend es sein kann.
Aber hier kommt das Problem: Viele erkennen es nicht. Die Ärzte sagen oft „Kein Problem, das geht wieder weg“. Doch das „Wieder weggehen“ passiert nicht, weil die Entzündung tief in deinem Darm brodelt, ohne dass es jemand bemerkt.
Dein Blutbild? Klar, das zeigt oft schon eine erhöhte Entzündung. Aber auch da – das wird nicht immer richtig gedeutet. Der CRP-Wert ist erhöht, das bedeutet, dass irgendwo im Körper ein Brand lodert. Aber wo genau?
Deshalb ist es so wichtig, diese Krankheiten früh zu erkennen und nicht einfach nur darauf zu hoffen, dass es von alleine weggeht.
Morbus Crohn: Aushalten und Abwarten sind keine Option
Ein bisschen „Aushalten“ und „abwarten“ war noch nie eine gute Lösung. Du kannst nicht nur warten, bis der Körper mit einer ganzen Reihe von Symptomen um die Ecke kommt – das wird irgendwann zu spät sein.
Wie findet man eigentlich heraus, ob man Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa hat?
Wenn man immer wieder mit Bauchschmerzen, Durchfällen oder völliger Erschöpfung kämpft, dann beginnt meistens eine echte Odyssee. Man geht von Arzt zu Arzt – und oft dauert es Monate oder sogar Jahre, bis man wirklich weiß, was los ist.
Wie ist die Diagnostik von Morbus Crohn?
Die Diagnose einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, also Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, ist kein einfacher Schnelltest – sondern eher wie ein Puzzle, bei dem man verschiedene Teile zusammensetzen muss, um das ganze Bild zu sehen.
Da ist zum Beispiel das Blutbild. Es verrät, ob irgendwo im Körper ein “inneres Feuer” lodert – also eine Entzündung. Der Arzt schaut sich dabei unter anderem den CRP-Wert an, eine Art Alarmzeichen im Blut. Auch Eisenmangel oder Blutarmut können erste Hinweise sein.
Dann kommt der Stuhltest – und hier wird es spannend: Der sogenannte Calprotectin-Wert ist wie ein Frühwarnsystem. Wenn der hoch ist, wissen wir: Da ist richtig was los in der Darmschleimhaut. Dieser Wert ist oft der erste konkrete Hinweis auf eine CED – und wird leider viel zu selten routinemäßig getestet.
Auch der Ultraschall kann helfen, zum Beispiel um verdickte Darmwände oder vergrößerte Lymphknoten zu sehen – wie kleine Schwellungen, die sagen: „Hier stimmt was nicht.“
Und dann gibt es natürlich die Königsdisziplin: die Darmspiegelung. Klingt unangenehm – und ist es vielleicht auch ein bisschen – aber sie zeigt ganz genau, wie es im Inneren aussieht. Ob da Wunden sind, ob die Schleimhaut blutet, ob es Veränderungen gibt, die auf eine CED hindeuten.
Erst wenn all diese Puzzlestücke zusammengelegt werden – Blut, Stuhl, Bilder, Gewebeproben – kann ein Arzt sagen: „Ja, das sieht nach Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa aus.
Und wie werden Morbus Crohn und Colitis ulcerosa behandelt?
Die meisten Menschen bekommen dann Medikamente verschrieben – und das oft ziemlich schnell. Wenn der Darm gerade brennt wie ein Lagerfeuer, also wenn man in einem akuten Schub ist, dann kommen oft starke Entzündungshemmer zum Einsatz – sowas wie Cortison. Damit soll das Feuer erstmal gelöscht werden.
Danach geht es in die sogenannte Erhaltungstherapie – also Medikamente, die verhindern sollen, dass das Feuer wieder aufflammt. Das sind zum Beispiel Mesalazin, Immunblocker oder sogenannte Biologika, also hochmoderne Antikörpertherapien, die gezielt bestimmte Entzündungsstoffe im Körper blockieren.
Das Problem ist nur: All diese Medikamente machen etwas ganz Bestimmtes – sie unterdrücken die Entzündung. Sie drücken auf Pause. Aber sie fragen nicht, warum das Feuer überhaupt entstanden ist.
Die Schulmedizin behandelt meist Symptome
Die Schulmedizin ist oft unglaublich gut darin, die Symptome in den Griff zu bekommen. Und das ist wichtig – manchmal sogar überlebenswichtig. Aber sie vergisst oft, tiefer zu graben.
Denn keiner fragt:
• Wie sieht eigentlich deine Darmschleimhaut aus?
• Ist deine Darmbarriere durchlässig geworden?
• Wie ist dein Mikrobiom aufgestellt – also deine guten Darmbakterien?
• Und was macht eigentlich deine Ernährung, dein Stresslevel, dein Nervensystem?
Viele Menschen mit CED bekommen niemals eine fundierte Stuhlanalyse. Niemals eine individuelle Ernährungstherapie. Niemals eine Aufklärung darüber, was sie selbst konkret tun können, um ihren Darm zu stabilisieren.
Und genau da komme ich ins Spiel.
Denn wenn wir wirklich etwas verändern wollen – langfristig – dann müssen wir nicht nur die Flammen löschen. Wir müssen herausfinden, wo das Leck in der Leitung ist, das dieses Feuer überhaupt entstehen ließ.
Meine Passion – der Darm
Und genau das ist der Punkt.
Viele Menschen bekommen Tabletten, sie bekommen Diagnosen – aber sie bekommen keinen Plan, wie es wirklich weitergehen soll. Keine Antworten auf die Frage: „Wie komme ich da wieder raus?“
Und das kann sich unglaublich einsam anfühlen.
Ich möchte dir deshalb heute eine Geschichte erzählen, die genau das zeigt – und gleichzeitig Hoffnung macht.
Die Geschichte von Franka.
Franka hat genau das erlebt: Schulmedizinische Behandlung, viele Symptome – aber niemand hat sie wirklich gesehen.
Bis sie den Mut hatte, tiefer zu schauen. Und sich gefragt hat:
Was wäre, wenn mein Darm mehr braucht, als nur Tabletten?
Franka war eine meiner Kundinnen, die ich damals während der Flutkatastrophe kennenlernte. Sie litt seit Jahren unter Morbus Crohn, dieser chronisch entzündlichen Autoimmunerkrankung, und war wie viele andere mit den üblichen Medikamenten behandelt worden. Doch ihre Symptome blieben: mehrfache, nicht planbare Toilettengänge täglich, Krämpfe, Erschöpfung, ein Alltag voller Einschränkungen und das als Mutter eines Kleinkindes.
Franka kam zu mir mit der Frage, ob es wirklich alles gewesen sein sollte. Ob das wirklich das Maximum war, was man für ihren Körper tun konnte.
Ihr Gastroenterologe sah sie regelmäßig, machte zweimal im Jahr Blutbild und Ultraschall – mehr nicht. Keine Anpassung, keine Ursachenforschung, keine individuelle Strategie. Aber Franka spürte intuitiv, dass es mehr geben muss als Tabletten.
Franka entschied sich dann für eine fundierte Stuhlanalyse – ein Schritt, der leider in der klassischen Medizin immer noch selten genutzt wird.
Das Ergebnis war eindeutig. Nicht dass wir überrascht waren über ihre Entzündungswerte, aber wir fanden zusätzlich eine massive Pilzbelastung im gesamten Darm, deutliche Hinweise auf Barriere-Störungen und ein Ungleichgewicht im Mikrobiom. Dieser Blick in den Darm war der Wendepunkt – denn endlich konnte man gezielt ansetzen, statt nur Symptome zu unterdrücken.
Gemeinsam starteten wir eine gezielte antientzündliche Ernährungstherapie, kombiniert mit dem schrittweisen Aufbau ihrer Darmbarriere. Und schon nach wenigen Wochen zeigten sich deutliche Veränderungen:
Die Stuhlfrequenz normalisierte sich, die Konsistenz stabilisierte sich, die Schmerzen ließen nach. Ihr Energielevel kam zurück. Und vor allem: Franka konnte gemeinsam mit ihrem Arzt beginnen, die Medikamente langsam auszuschleichen.
Ihr Arzt war anfangs skeptisch. Die Ernährung? Davon hielt er wenig, was bei mir immer noch zu Kopfschütteln führt. Dennoch bin ich immer für offene Kommunikation und Therapien die den Arzt integrieren. Als Franka im Laufe der Ernährungsumstellung auch einige Kilos abnahm, schrieb er in seinen Bericht an den Hausarzt, dass sie das gemacht habe, um abzunehmen.
Was für ein Missverständnis. Nett ausgedrückt.
Denn Franka ging es nicht ums Ab
Folge mir auf Instagraum für darmglücklichen Input und verpasse kein Insta Live!
Kommentiere unter einem meiner Reels das Wort „CHECK“. Dann bekommst du automatisch meine Übersicht zum Stuhlanalyse-Check direkt aufs Handy – völlig kostenlos.
Dein Kontakt zu mir, wenn Dein Darm nach Hilfe schreit
Stell dir vor, dein Kopf funktioniert nicht mehr – und keiner findet den Grund.Du bist müde, erschöpft, ängstlich, wie ausgebrannt – aber alle Blutwerte sind „in Ordnung“.Du bekommst Diagnosen, Medikamente, gute Ratschläge – aber keine echten Antworten.
In dieser Folge zeige ich dir, warum deine Psyche oft nicht im Kopf beginnt,sondern viel tiefer – in deinem Bauch.
Du erfährst, wie die schulmedizinische Diagnostik bei Depression, Angst und Burnout funktioniert, welche Rolle der Darm tatsächlich spielt, warum viele Frauen sich mit ihren Symptomen schämen – und wie genau eine Stuhlanalyse dein inneres Navigationssystem wieder einschalten kann.
Ich teile die Geschichte von Anja – einer Mutter und Lehrerin, die kaum noch Auto fahren konnte vor lauter Angst – und heute wieder fest im Leben steht.
Herzlich Willkommen bei DARMGLÜCKLICH
Kennst Du Sympotme wie von Burnout?
Kennst Du das? Du wachst morgens auf… und bist schon müde.Dein Körper fühlt sich schwer an, dein Kopf wie in Watte. Du willst funktionieren – für deinen Job, deine Familie, dein Umfeld. Aber innen drin ist alles leer.
Du versuchst, dich zusammenzureißen. Es muss ja gehen. Es geht ja bei anderen auch.
Und irgendwann sitzt du beim Hausarzt. Mit einem Kloß im Hals. Du versuchst zu beschreiben, wie es dir geht. Du sagst: Ich kann nicht mehr.Und bekommst eine Überweisung zum Neurologen.
Vielleicht noch ein Blutbild. Vielleicht eine erste Dosis Johanniskraut.Vielleicht der Satz: „Sie brauchen einfach mal Urlaub.“
Und dann… beginnt der typische Weg.
Der Weg durch ein System, das dir Diagnosen gibt – aber keine echten Antworten.Du bekommst einen Namen für dein Gefühl: depressive Episode, Erschöpfungssyndrom, generalisierte Angststörung.
Aber die Frage, woher das alles kommt… die stellt kaum jemand.Warum du morgens nicht mehr aufstehen kannst. Warum du Herzklopfen hast, wenn du nur das Auto aufschließt.Warum du manchmal einfach nur weinen willst – und dich dafür auch noch schlecht fühlst.
Und genau deshalb landen so viele Menschen irgendwann bei mir.Nicht, weil ich eine Wunderlösung habe. Sondern weil ich zuhöre.Und weil ich eine Perspektive eröffne, die in der klassischen Diagnostik fast immer fehlt:Den Blick in den Darm. Denn dein Bauch hat oft längst angefangen zu schreien – während du noch versuchst, irgendwie durchzuhalten.
Was passiert denn eigentlich genau, wenn jemand wie du oder ich mit psychischen Beschwerden beim Arzt landet?
In der klassischen Medizin läuft das Ganze ziemlich strukturiert ab – und das meine ich nicht mal negativ. Es gibt sogenannte Leitlinien, das sind sozusagen Fahrpläne, an die sich Hausärzt:innen, Psychiater:innen und Therapeut:innen halten sollen. Für Depressionen, zum Beispiel, gibt es eine sogenannte S3-Leitlinie. Die sagt: erstmal schauen, wie stark die Symptome sind – also ist das noch eine leichte depressive Verstimmung oder schon eine schwere Depression?
Dafür gibt es Fragebögen, sowas wie der PHQ-9. Da kreuzt man an, wie oft man in der letzten Woche traurig war, ob man schlecht schläft oder sich nutzlos fühlt. Es ist ein bisschen wie ein Punktesystem für deine Seele.
Und wenn dann klar ist, okay, das ist eine depressive Episode – dann schlägt die Leitlinie vor, was zu tun ist.Bei leichten Fällen: Gespräche, Selbsthilfegruppen, manchmal auch erstmal abwarten.Bei mittleren oder schweren: Psychotherapie – und sehr oft direkt Antidepressiva. Medikamente, die in den Stoffwechsel deines Gehirns eingreifen, meistens über das berühmte Serotonin.
Jetzt ist das per se nichts Schlechtes. Ich verteufle Medikamente nicht…ich bin Apothekerin. Für viele Menschen sind sie wirklich lebensrettend. Aber – und das ist ein großes Aber – es ist oft der einzige Weg, der ihnen angeboten wird.
Und jetzt schauen wir auf Burnout. Das ist spannend, weil es medizinisch gar keine eigenständige Diagnose ist. Burnout steht im Diagnosesystem nur so halb drin – als „Zustand der totalen Erschöpfung“. Was also passiert: man bekommt eine Diagnose wie „depressive Episode“ oder „Anpassungsstörung“ – weil Burnout an sich im System keinen Platz hat.
Die Folge: Auch hier landen die Menschen bei Medikamenten. Oder sie bekommen den Rat, „mal kürzerzutreten“, sich krankschreiben zu lassen.Aber ganz ehrlich: wenn du als Mutter, als Lehrer:in, als Pflegende Person komplett im Alltag eingespannt bist, dann bringt dich ein Krankschreiben vielleicht körperlich zur Ruhe…oder es geht noch nicht mal das… es heilt jedoch fast nie die Ursache.
Problem von Burnout: Symptombehandlung statt Behandlung von Ursachen
Und genau da sehe ich das Problem.Weil das System Symptome behandelt – nicht Ursachen.Weil das System in Organen denkt – aber nicht im Zusammenspiel.Und weil der Bauch, der Darm, der so oft ganz leise mitredet, einfach ignoriert wird.
Ich hab so viele Kund:innen, die sagen: „Ich hab mich nicht ernst genommen gefühlt. Ich wurde weitergeschickt, hab Tabletten bekommen – aber keiner hat wirklich hingeschaut.“
Und das ist genau der Moment, wo ich sage: Lass uns hinschauen. Und zwar dorthin, wo niemand hinschaut – in deinen Darm.
Fallbeispiel Anja: Angststörungen
Anja war eine der ersten Frauen, die zu mir gefunden haben – noch ganz am Anfang meiner Arbeit als Darmexpertin. Damals gab es noch keine Kurse, keine Online-Programme, keine Gruppen. Nur ich, meine Expertise, und die Bereitschaft, wirklich hinzuschauen.
Anja arbeitet an einer Schule. Sie ist Mutter von mehreren Kindern.Und sie kam über die Empfehlung einer meiner Freundinnen. So laufen diese Dinge oft.Wenn man lange sucht und niemanden findet, der wirklich zuhört, dann werden Empfehlungen zu kleinen Lebensrettern.
Anja Thema war klar: Angst.Nicht das Lampenfieber-vor-einem-Vortrag-Angst.Sondern diese lähmende, körperlich spürbare Angst, die einfach da ist – ohne greifbaren Grund.
Sie erzsählte mir, dass sie sich manchmal nicht mehr traute, Auto zu fahren.Dass sie schon beim Anschnallen Beklemmungen bekam. Dass sie das Gefühl hatte, ihr Leben nicht mehr zu kontrollieren.
Und dann – ganz nebenbei – erwähnte sie:„Ach, und ich hab ständig mit meinem Darm zu tun. Ich weiß gar nicht, ob das irgendwie zusammenhängt.“
Und ich sagte: „Doch. Das kann ganz viel zusammenhängen.“
Wir haben bei Anja einen umfassenden Stuhlcheck gemacht – den Individualcheck, wie ich ihn heute nenne.Nicht einen dieser 08/15-Tests mit einem einzigen Parameter, sondern eine richtige Analyse:Entzündungsmarker, Schleimhautfunktion, Mikrobiom, Darmschutzstoffe – wir haben das ganze Bild angeschaut.
Und was wir gefunden haben, war eindeutig: Anjas Darm war durchlässig, entzündet, instabil. Ihr Körper war im Dauerstress – auf biochemischer Ebene.Es war, als würde innen drin ständig ein leiser Feueralarm laufen – und keiner hatte ihn je ausgeschaltet.
Ich habe Anja einen klaren, strukturierten Fahrplan an die Hand gegeben.Kein „Iss das, nimm das, fertig.“Sondern wirklich einen Plan, wie sie ihren Darm beruhigen, stabilisieren und regenerieren kann. Und mit jeder Woche, in der sie diesen Weg gegangen ist, hat sich auch etwas in ihr verändert.
Heute ist Anja wieder präsent. In ihrem Job. In ihrer Familie.Sie hat nicht einfach „keine Angst mehr“ – sie hat Vertrauen. In sich. In ihren Körper.Und in die Kraft, die entsteht, wenn man die eigentliche Ursache endlich erkennt.
Psyche, Burnout und Darmbarriere
Die Psyche sitzt eben nicht nur im Kopf. Sie sitzt auch im Bauch. In deinen Bakterien. In deiner Darmschleimhaut. In deiner Immunantwort.
Es gibt eine direkte Verbindung zwischen deinem Gehirn und deinem Darm – die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Das ist kein esoterisches Konstrukt, sondern wissenschaftlich bewiesen: Über den Vagusnerv sind dein zentrales Nervensystem und dein Bauch eng miteinander verknüpft.
Man kann sich das vorstellen wie eine Autobahn mit zwei Spuren – eine Richtung geht nach oben, eine nach unten.Und über diese Nervenstraße fließen nicht nur Infos, sondern auch Stimmung.
Und jetzt wird’s spannend:In deinem Darm wird zum Beispiel Serotonin produziert – das sogenannte Glückshormon. Etwa 90 % des gesamten Serotonins deines Körpers entstehen im Verdauungstrakt.Wenn deine Darmschleimhaut entzündet ist, dein Mikrobiom gestört oder dein Immunsystem im Dauerstress – dann beeinflusst das direkt, wie du dich fühlst.
Viele Menschen, die zu mir kommen, sagen: „Ich weiß gar nicht mehr, wann ich mich das letzte Mal leicht und frei gefühlt habe.“Und genau das ist das Gefühl, das verloren geht, wenn dein Darm dich heimlich mit in den Abgrund zieht.
Burnout, Angst, depressive Stimmung: keine reinen Kopfthemen
Es sind körperliche, emotionale, biochemische Zustände, die eng mit deinem Inneren verknüpft sind. Mit Entzündungen. Mit Stressreaktionen. Mit Stoffwechselprozessen, die aus dem Ruder gelaufen sind.
Und wenn wir beginnen, das zu erkennen – wenn wir den Darm als Mitspieler und nicht als Nebenschauplatz betrachten – dann kann Heilung überhaupt erst wirklich stattfinden.
Lass uns noch mal über Begrifflichkeiten sprechen: Wenn wir über die Psyche sprechen, dann meinen wir so vieles. Und gleichzeitig haben wir in unserer Gesellschaft viel zu enge Schubladen dafür.
Da gibt es die Diagnose Depression. Die Angststörung. Die Anpassungsstörung. Das Burnout. Die Erschöpfung.
Alles Begriffe, die irgendwie „psychisch“ klingen – aber in Wahrheit unglaublich körperlich sind. Denn all diese Krankheitsbilder gehen oft mit einem stillen Prozess einher, der im Bauch beginnt: mit einer durchlässigen Darmbarriere, mit Entzündungen, mit einem Mikrobiom, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Ich sehe das immer wieder: Mensc
Folge mir für mehr auf Instagram @darmgluecklich
Du möchtest Hilfe bei Deinem Darm-Drama? Hier findest Du meine Darmhilfe
Du möchtest meine Checklist zur Stuhlanalyse? Kommentiere ENTZÜNDUNG unter einem meiner Reels auf Instagram @darmgluecklich
Heute geht es um Entzündungen – auch um die, die man irgendwann eindeutig erkennt. Aber vor allem um die, die dein Körper spürt, bevor sie jemand erkennt. Es geht um stille Signale, um übersehene Werte, um Blutbilder, die schreien – und um einen Körper, der endlich gesehen werden will.
Du erfährst, warum du dich nicht krank fühlen musst, um entzündet zu sein. Warum Cortison nicht immer die Lösung ist. Und warum eine ganzheitliche Betrachtung deines Darms oft der Schlüssel zu mehr Energie, besserer Haut und echter Lebensfreude ist.
Und ich erzähle dir die Geschichte von Lena – einer Frau, die dachte, sie übertreibt. Bis ihre Werte eine andere Sprache sprachen.
Ein darmglückliches Hallo – und willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück. Bauchgefühl, Klarheit und Krawall gegen Überforderung im System. Heute mit einer Folge, die mir besonders am Herzen liegt. Denn sie zeigt, wie sehr unser Körper ruft – und wie selten jemand hinhört.
Meine Kundin Lena kennt mich schon lange. Sie kommt seit Jahren in meine Apotheke. Immer freundlich, reflektiert, kontrolliert. So jemand, bei dem man denkt: „Die weiß, was sie tut.“
Ich kannte natürlich ihre Medikation. Wir hatten auch schon öfter über ihre Beschwerden gesprochen. Sie hatte immer wieder Quaddeln, Juckreiz, eine Haut, die sich regelrecht wehrte. Und ein Bauchgefühl, das sie nicht mehr einordnen konnte.
Aber wie viele meiner Kund:innen dachte auch sie: „Ich bin ja in Behandlung.“ Und solange ein Arzt draufschaut, wird es schon irgendwie weitergehen. Der Gedanke, dass man zusätzlich eine Stuhlanalyse machen sollte – das war für sie zunächst nicht greifbar. Denn: Der Arzt macht sie ja nicht. Also wird sie wohl nicht nötig sein, oder?
Dann kam der Tag, an dem sie nicht mehr ruhig war. Sie stand vor mir in der Apotheke, müde, kraftlos, wütend – und sagte: „Ich hab die Nase voll.“
Was war passiert?
Ihr Blutbild war eskaliert. Die Blutsenkung – kurz BSG genannt – war extrem erhöht. Die Blutsenkung ist ein unspezifischer Entzündungswert: Er misst, wie schnell sich rote Blutkörperchen in einem Röhrchen absetzen. Je schneller das passiert, desto wahrscheinlicher ist eine Entzündung im Körper.
Auch der CRP-Wert – also das C-reaktive Protein – war weit über dem, was man für normal halten kann. CRP ist ein Akut-Phase-Protein. Es steigt im Blut an, wenn der Körper auf eine Entzündung reagiert. Das heißt: Irgendwo brennt es. Und zwar ordentlich.
Doch statt einer Ursache gab es nur Vermutungen. Der Hausarzt meinte: „Wir versuchen es noch mal mit einer Helicobacter-Therapie.“ Zwei Antibiotika. Plus PPI, also ein Magenschutzpräparat. Mein Pokerface saß. Aber innerlich? Alarmstufe rot. Nicht dieser Darm.
Und dann kam es noch dicker: „Ich überweise Sie an einen Onkologen. Der macht auch Endokrinologie.“
Was bedeutet das?
Onkologie ist die Fachrichtung für Krebserkrankungen.
Endokrinologie befasst sich mit Hormonen und dem Stoffwechselsystem.
Lena sollte dort überprüft werden, ob eine hormonelle Ursache hinter den dauerhaften Entzündungswerten steckt. Aber was sie gehört hat, war: Krebs.
Und das war der Moment, in dem sie emotional ausstieg. Denn was niemand mehr hinterfragte, war ihr Darm. Dabei war vor etwa einem Jahr sogar eine Darmspiegelung gemacht worden. Ergebnis: unauffällig. Kein Morbus Crohn. Keine Colitis ulcerosa. Kein klassisches Krankheitsbild.
Aber das Blutbild schrie. Ihr Körper schrie. Und niemand konnte erklären, warum.
Und genau da – an dieser Stelle, an der sie das Vertrauen fast verlor – kam ihre Frage:
*“Gibt’s da nicht noch was anderes? Könntest du… mit mir schauen?“
Wir setzten uns zusammen. Und das war der Moment, an dem ihre Geschichte eine neue Richtung nahm.
Als ich mit Lena die Ergebnisse ihrer Stuhlanalyse besprochen habe, war sie fassungslos.
Nicht weil es irgendeine krasse Diagnose war. Sondern, weil sie nie für möglich gehalten hätte, dass ihr Darm in diesem Zustand ist – und niemand es bisher gesehen hat.
Denn Lena hatte keine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Keine Diagnose wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Und doch war da eine stille Entzündung. Und zwar eine, die man sehen konnte. Wenn man hinschaut.
Die Analyse zeigte:
Calprotectin: deutlich erhöht – ein Marker für Entzündung in der Darmschleimhaut
Zonulin: zu hoch – Hinweis auf eine gestörte, geöffnete Darmbarriere
Histamin: so hoch, dass der Körper gefühlt im Dauer-Alarm war
sIgA: zu niedrig – das bedeutet: die lokale Immunabwehr im Darm war erschöpft
Dysbiose: das Mikrobiom war aus dem Gleichgewicht
Kaum noch Butyratbildner: also jene Bakterien, die entzündungshemmende Fettsäuren produzieren
Beta-Glucuronidase & Ammoniak: deutlich erhöht – Hinweis auf Toxinbelastung und mögliche Leberstressoren
All das erklärte nicht nur den Juckreiz und die Quaddeln – sondern auch ihr ganzes inneres Gefühl von Überforderung, Reizung, Entgleisung.
Man sah es:
Im Stuhlbild.
Im Hautbild.
Und im Blutbild.
Und plötzlich ergab alles Sinn. Für Lena. Und für mich war klar: Ihr Körper hatte schon lange versucht, sich bemerkbar zu machen.
Wenn es um Entzündungen im Körper geht, hat die Schulmedizin viele Werkzeuge. Und manche davon sind sogar sehr wirkungsvoll – kurzfristig.
Ein klassisches Beispiel: Cortison.
Cortison ist ein stark entzündungshemmendes Medikament. Es unterdrückt Immunreaktionen, reduziert Schwellungen, beruhigt überaktive Zellen. In Akutsituationen kann es lebensrettend sein. Auch bei starken allergischen Reaktionen, bei Autoimmunprozessen oder bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen kann es gezielt helfen.
Aber: Es ist kein Heilmittel. Es löscht das Feuer, ohne die Ursache zu klären. Und wenn man es zu lange oder dauerhaft einsetzt, kann es Nebenwirkungen mit sich bringen: auf Knochen, Haut, Hormonsystem, Stimmung und natürlich auch auf die Darmflora.
Auch andere Medikamente wie NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) – z. B. Ibuprofen oder Diclofenac – werden bei Entzündungen eingesetzt. Oder auch Antihistaminika, wenn Histamin eine Rolle spielt. Aber all das sind Mittel, die Symptome dämpfen. Nicht immer Lösungen.
Und deshalb müssen wir ganzheitlich schauen.
Ich bin nicht gegen Medikamente. Ganz im Gegenteil. Es gibt Situationen, da brauchen wir sie dringend. Aber es ist eben nicht das Einzige. Und auch nicht das Ende.
Was viele nicht wissen: Eine Stuhlanalyse kann sogar medizinisch relevante Hinweise liefern. Sie wird von einem Labor erstellt, von Ärzt:innen ausgewertet und ist rechtlich als Diagnostik anerkannt.
Ich selbst bin keine Ärztin. Ich stelle keine Diagnosen. Aber ich begleite Menschen – auf Basis dieser Werte, gemeinsam mit ihrem Behandlungsweg. Ob klassisch schulmedizinisch, naturheilkundlich oder beides kombiniert: Ich schaue, was wirklich gebraucht wird.
Ich verteufle keine Therapie – im Gegenteil. Ich sehe es als sinnvolle Ergänzung.
Und genau das war es bei Lena auch: Es war kein Entweder-oder. Es war ein „Jetzt schauen wir gemeinsam, was dein Körper braucht.“
Und genau da haben wir angesetzt:
Entzündungsreduzierte, darmschonende Ernährung
gezielte Probiotika
Schleimhautschutz
milde Darmpflege von innen
Und eine Pflanze, die ich an dieser Stelle besonders liebe: Aloe Vera.
Nicht nur für Sonnenbrand. Sondern für deinen Darm. Innerlich eingenommen kann Aloe Vera entzündungshemmend wirken, die Schleimhaut regenerieren und gleichzeitig als Nahrung für bestimmte Bakteriengruppen dienen.
Für mich ist das nicht alternativ. Sondern sinnvoll. Weil es ansetzt, wo der Körper zu viel geleistet hat – und endlich mal versorgt werden will.
Ein paar Wochen später stand Lena wieder in meiner Apotheke.Diesmal nicht wütend. Nicht müde. Sondern… ruhig. Und voller Spannung.
Sie drückte mir ihre neuen Blutwerte in die Hand – und sagte nichts. Aber ihre Augen sagten alles. Sie strahlten. Und ganz am Rand glitzerte es.
„Sie sind runter. Die Werte… die sind wirklich runter.“
Ich sah auf den Zettel. Und ja – sie hatte recht. CRP normalisiert. Blutsenkung massiv gesunken. Und ich? Pokerface. Wie immer. Aber innerlich? Ich tanzte Samba.
Nicht weil es „funktioniert“ hat. Sondern weil ich diesen Moment so gut kenne:Wenn ein Mensch merkt, dass es sich lohnt, wieder auf seinen Körper zu hören.Dass Veränderung möglich ist. Und dass sie im System beginnt – nicht im Symptom.
Sie krempelte ihren Ärmel hoch. Zeigte mir ihre Ellenbeuge. Vorher: entzündet, offen, gerötet. Jetzt? Eine Seite: komplett abgeheilt. Die andere: noch im Prozess, aber fast ruhig.
Und dann dieser eine Satz, der so vielen Menschen gehört: „Ich kann’s gar nicht glauben. Es war so einfach. Warum hat das niemand früher gesehen?“
Ich habe gelächelt. Und sie nur angeschaut. Denn das ist der Moment, in dem ich nichts sagen muss. Weil ihr Körper alles gesagt hat.
Wenn du diese Folge hörst und denkst: „Ich will das auch. Ich will, dass mein Körper sich endlich sicher fühlt.“ – dann weiß ich, wie sich das anfühlt.Denn viele meiner Kund:innen kommen genau in diesem Moment: Zwischen Frust und Hoffnung.
Was ich dir mitgeben möchte, ist kein Versprechen auf Wunder.Aber eine Einladung. Eine Einladung, dein System nicht länger zu übergehen. Sondern mit ihm zu leben.
Es geht nicht darum, dein Leben komplett auf den Kopf zu stellen.Es geht nicht darum, für immer alles zu meiden, was du mal geliebt hast.
Sondern darum:
deinem Körper eine Zeit lang wirklich Ruhe zu geben,
Entzündung gezielt zu reduzieren,
Reizstoffe zu erkennen und für eine Weile zu vermeiden,
wieder zu lernen, wie echte Selbstregulation funktioniert.
Das bedeutet: weniger Reiz, weniger Reaktion,
Instagram. TikTok. Dein Weg zur Stuhlanalyse
Willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück – schön, dass du da bist.
Mal ganz ehrlich: Viele meiner Kundinnen denken, ihr Durchfall sei normal.„Ich hab halt einen sensiblen Magen.“ „Ich esse einfach schnell.“„Ist doch gut, wenn’s jeden Morgen direkt rausgeht – oder?“
Aber Durchfall ist nicht gleich gute Verdauung. Es bedeutet nicht: „Mein Darm arbeitet fleißig.“ Sondern eher: „Mein Darm hat gerade keinen Plan, wie er die Nährstoffe behalten soll.“
Was eigentlich passieren sollte:Dein Körper nimmt sich die Zeit, Nahrung ordentlich zu durchmischen, aufzuspalten, aufzunehmen – und erst am Ende auszuscheiden, was wirklich raus soll.
Aber bei Flitzekacke – also Durchfall – geht alles zu schnell. Und das hat Gründe.
Das Wort Flitzekacke habe ich übrigens von meinem Kunden Albi übernommen.Albi – Name ehrlicherweise geändert – ist kein Unbekannter für uns. Er ist befreundet mit meiner Frau Shary, und über sie haben wir uns irgendwann auch mal kennengelernt.
Albi ist Knochenarzt. Also jemand, der Menschen hilft, wenn der Bewegungsapparat nicht mehr so mitmacht, wie er soll. Jemand, bei dem man denkt: der kennt seinen Körper.Aber auch er hatte – wie so viele – sein ganz eigenes, stilles Thema. Eins, das er gut verborgen hielt. Eins, über das man ja nicht spricht.Bis er auf mich traf.
Shary findet das übrigens immer herrlich: Egal, wo sie mit mir auftaucht – ob beim Brunch, auf Partys, Geburtstagen oder Grillabenden – es dauert keine zehn Minuten, bis das Gespräch irgendwie bei Kacke landet. Und sie hat recht: Es ist wie ein Naturgesetz.Es fängt meist ganz harmlos an: Apotheke. Dann klar – viel zur Flutkatastrophe, in der ich meine Apotheke verloren hatte…aber dann: meine Spezialisierung auf den Darm.Und irgendwann kommt er – der Moment, in dem ich von Stuhl spreche. Also dem, der unten rauskommt.
Und dann beobachte ich. Ist es meinem Gegenüber peinlich? Interessiert? Überfordert?Und fast immer – wirklich fast immer – passiert es: Plötzlich sprudelt es aus ihnen raus:„Also… ich müsste dir da mal was erzählen.“Oder: „Du… mein Mann hat da was.“ Oder: „Ich hab da eine Freundin, die…“Oder, mein persönlicher Klassiker: „Ich glaub, du könntest mir helfen – ich sag’s einfach wie’s ist: Ich hab Flitzekacke.“
So auch bei Albi.
Er lachte, nahm einen Schluck von seinem Getränk – und sagte ganz trocken:„Ich nenn’s Flitzekacke. Weil’s halt flitzt. Jeden Morgen. Seit Jahren.“Und ich dachte: Aha. Da sind wir. Willkommen.
Albi war wie viele meiner Kund:innen: Er hatte sich damit abgefunden. Hatte es eingeordnet unter „Ist halt mein Körper“. Unter „Ich hab das schon immer“.Er war funktionstüchtig, beruflich erfolgreich – also warum sollte er was ändern?
Was er nicht wusste: Sein Darm war längst überfordert. Und sein Körper rief schon seit Jahren um Hilfe – aber niemand hatte hingehört. Nicht mal er selbst.
Als wir seine Stuhlanalyse gemacht haben, war das wie ein lauter Gong.Ein richtig großes „Hallo!“ vom Körper…aber auch bei uns. Unter uns gesagt…ich liebe ein wenig den Moment, in dem ich den Briefumschlag mit der Auswertung aufmache und so einen Blick ins Innerste werfen darf.Bei Albi? Die Darmbarriere war geschwächt, sein Immunsystem überreizt, Histaminwerte erhöht, sein Mikrobiom in Aufruhr. Kurz gesagt: Chaos unter der Oberfläche.
Ich habe mit ihm eine gezielte Ernährungstherapie durchgeführt, histaminarm, individuell abgestimmt.Dazu eine stabile Versorgung mit den richtigen Nährstoffen für seine Barriere.Und sein Körper? Der hat’s geliebt.
Nach zwei Wochen war Albi symptomfrei.Zwei Wochen – nach Jahren täglicher Flitzekacke.Und weißt du, was er gesagt hat? „Hätte ich das mal früher gemacht.“
Ja, Albi. Hättest du. Aber ehrlich? Besser jetzt als nie.
Bevor wir tiefer in die Gründe eintauchen, lass uns kurz klären:
Ab wann spricht man eigentlich von Durchfall?
Die medizinische Definition ist klar: Wenn du mehr als dreimal täglich Stuhlgang hast,wenn der Stuhl dabei zu weich oder flüssig ist – und wenn zu wenig verwertet wird, weil alles zu schnell durchrauscht. Dann sprechen wir von Diarrhoe, also Durchfall.
Klar: Manchmal passiert das akut – nach einer Magen-Darm-Infektion, nach verdorbenem Essen, unter Stress. Aber was, wenn das jeden Tag passiert?Was, wenn du jeden Morgen weißt: „Nach dem Kaffee geht’s los“?
Dann reden wir nicht mehr von einer akuten Reaktion. Dann sprechen wir über ein chronisches Problem – meist über ein tief liegendes Barriereversagen im Darm.
Ich erklär dir das mal von Grund auf:Dein Darm hat eine Art dreischichtige Schutzmauer, die dich tagtäglich davor bewahrt, dass alles, was du isst, ungefiltert in deinen Körper kommt.
Diese drei Schichten sind:
Das Mikrobiom – also deine Bakterienflora, die dich schützt, mitdir kommuniziert und Stoffe produziert
Die Schleimhaut – also der Mucus, der wie ein weiches Schutzschild auf deinem Darm liegt
Die Zellbarriere selbst – das Epithel, das fest verschlossen sein sollte, damit nichts einfach so durchschlüpfen kann
Wenn diese Schichten intakt sind, läuft’s. Im wahrsten Sinne.Aber: Wenn eine davon gestört ist – und das ist leider sehr häufig der Fall –dann geraten deine Schutzsysteme ins Wanken.
Was dann passiert, ist faszinierend – und gleichzeitig dramatisch: Dein Körper versucht, sich selbst zu schützen. Er merkt: „Hier kommt was rein, was nicht rein darf.“Und statt alles reinzulassen, sagt er: „Raus damit – und zwar schnell.“
Und das tut er dann. Mit der inneren Toilettenspülung.
Das ist Durchfall bei Barriere-Störung
Dein Körper wehrt sich, er reagiert nicht über – er handelt klug, wenn auch radikal.Er will verhindern, dass Schadstoffe, unverdaute Partikel, Bakterien oder Immunreize in deinen Körper eindringen.
Er spült. Und spült. Und dabei spült er – ganz nebenbei – auch alles raus, was du eigentlich brauchst.
Denn das ist die andere Seite:Wenn du täglich Flitzekacke (Durchfall) hast, verlierst du nicht nur Wasser. Du verlierst auch:
Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Magnesium
Verdauungsenzyme, die du mühsam produziert hast
und vor allem: Nährstoffe
Das heißt:Selbst wenn du isst – du versorgst deinen Körper nicht wirklich. Das führt zu einem paradoxen Zustand: Viele meiner Kund:innen sind übergewichtig und trotzdem mangelernährt.
Weil der Körper nichts davon aufnehmen konnte.
Und dann beginnt der nächste Teufelskreis: → Die Schleimhäute heilen nicht. → Das Immunsystem feuert weiter. → Es entstehen stille Entzündungen. → Du bist müde, gereizt, dein Gehirn ist im Nebel, du wirst infektanfällig…und du denkst: „Das ist halt mein Alltag.“
Aber das ist kein Alltag. Das ist ein Alarm. Und er klingt wie: Plätschern. Jeden Morgen.
Wenn Menschen mit Durchfall zu mir kommen – oder sagen wir doch lieber: mit Flitzekackedann fragen sie oft: „Was kann ich essen, damit das aufhört?“
Und ich versteh das. Weil sie endlich rauswollen aus diesem ständigen Alarmzustand.Weil sie sich Kontrolle wünschen. Und schnelle Erleichterung.
Aber weißt du, was ich dann sage?
Die wichtigste Frage ist nicht: „Was hilft jetzt schnell?“Sondern:„Warum passiert das überhaupt?“
Denn solange du diese Frage nicht beantworten kannst – wirst du symptomatisch herumdoktern. Dann greifst du zu Loperamid, weil du denkst: „Ich muss funktionieren.“Dann isst du trockenes Weißbrot, trinkst Cola ohne Koffein und machst alles, damit du nur irgendwie durch den Tag kommst.
Aber das ist keine Lösung. Das ist Durchhalten – nicht Heilen.
Für mich beginnt Heilung immer mit Erkenntnis. Und dafür brauchst du kein Räucherstäbchen – sondern eine Stuhlanalyse mit Hirn und Herz.
Eine, die wirklich was zeigt. Nicht nur: „Sie haben keine Salmonellen.“Sondern:
Wie sieht dein Mikrobiom aus?
Wie stark ist deine Schleimschicht?
Brennt deine Darmbarriere schon leise vor sich hin?
Wie gut ist deine Verdauungsleistung?
Und wie sehr ist dein Immunsystem eigentlich im Dauerfeuer?
Wenn du das siehst – wirklich siehst – dann kannst du auch etwas tun. Und zwar gezielt.
Während ich den Podcast vorbereitete kam mir auc meine Kundin Celin in den Sinn. Celin haben wir beim Spazierengehen mit unseren Hunden kennengelernt.Shary, meine Frau, nennt diese Begegnungen immer meine geheime Aufklärungsmission auf vier Pfoten.
Und wie so oft war es der klassische Ablauf:
Hund beschnuppert Hund.
Mensch beschnuppert Mensch.
„Na, was machst du so?“
Ich hab ganz normal erzählt: Apotheke, Spezialisierung auf Darmgesundheit, Stuhlanalyse.Und ich weiß noch genau, wie Celin nur so „Ah okay, spannend…“ sagte und höflich nickte.
Beim vielleicht dritten Treffen – wir gingen nebeneinander, Celins Freund ging weiter vor uns mit Shary… wurde sie plötzlich ganz leise. Sie schaute mich an und sagte:„Linda… könnten wir da vielleicht doch mal drüber sprechen?“
Und dann kam alles raus. Dass sie seit über einem Jahr täglich Bauchkrämpfe hat.Dass sie immer Flitzekacke hat – morgens, mittags, manchmal direkt nach dem Essen.Dass sie mittlerweile im Homeoffice arbeitet, weil sie da jederzeit aufs Klo kann –ihr „Safe Space“, wie sie ihn nannte.
Und dass sie einfach nicht mehr wusste, was sie essen darf. Oder ob überhaupt noch etwas geht.
Wir haben ihre Stuhlanalyse gemacht.Und – Überraschung: Die Barriere war lückenhaft, das Immunsystem überaktiv, Histamin deutlich erhöht.Sie hatte sich regelrecht durch ihren Alltag geschleppt – ohne zu wissen, dass ihr Körper längst SOS funkte. Wir haben ihre Ernährung angepasst, gezielt regulierend, auch bei ihr mit Histamin im Blick.Dazu Präparate zur Barriere-Stabilisierung, viel Erklärung, viel Verständnis.Und vor allem: endlich einen Plan.
Nach ein bis zwei Wochen fragte ich sie: „Und, wie geht’s dir jetzt?“Und sie sagte: „Eigentlich… ganz gut.“
Eigentlich? Ganz gut?Ich hab lachen müssen. Denn das sagen viele meiner Kund:innen – wenn sie plötzlich wieder einen no
Folge mir auf Instagram, wo ich regelmäßg zu verschiedenen Themen ein INSTA LIVE mache
Dein Kontakt zu mir über meine Webseite Darmgluecklich.de
Podcast sehen statt hören…immer auf YouTube – aktiviere hier einfach die Glocke!
Schön, dass du da bist – willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück!Ich bin Linda, Apothekerin und Darmexpertin – und ich begleite dich heute durch ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, weil es so viele betrifft… aber kaum jemand darüber redet.
Und falls du dich ertappt fühlst – keine Sorge. Du bist hier genau richtig
Verstopfung ist nicht sexy. Sie macht kein Sixpack, keine Klicks und ganz sicher keine gute Laune.Aber sie ist bei vielen da. Heimlich, schleichend, knautschend.Und weißt du was? Sie betrifft Millionen. Nicht „ein paar mit träger Verdauung“ – sondern quer durch alle Altersgruppen. Millionen.
Die meisten denken ja immer noch: Verstopfung heißt, dass man tagelang gar nicht aufs Klo kann. Komplett dicht.Aber so läuft das selten. Verstopfung ist viel subtiler – und deutlich fieser.
Sie zeigt sich oft so: Du gehst zwar – aber es dauert ewig. Es kommt wenig. Und das Gefühl danach? Unvollständig. So, als hätte jemand das Ende abgeschnitten.
Verstopfung ist medizinisch gesehen…
Medizinisch sagt man: Weniger als drei Stuhlgänge pro Woche – das ist Obstipation. Und ja, das reicht schon. Aber was sagen viele? „Ach, ich war schon als Kind so.“„Das ist halt mein Stoffwechsel.“
Nein. Das ist dein Körper, der dir sagt: Hallo? Ich komm nicht klar da unten!
Und während wir über alles reden – über Kalorien, über Detox, über Intervallfasten – tun wir beim Thema Stuhlgang so, als wär’s peinlich.Dabei ist dein tägliches Geschäft der ehrlichste Gesundheitscheck, den du hast. Kostenlos, ohne App.
Frauen trifft’s übrigens häufiger. Vor allem ab 30 – und nochmal verstärkt in den Wechseljahren. Warum? Hormonchaos, Stress, Mikrobiom im Umbruch.Der Darm reagiert auf alles: auf jede Tasse Kaffee, auf Schlafmangel, auf zu wenig Bewegung – und ganz besonders auf emotionales Dauerdurchhängen.
Und dann gibt’s da noch eine Gruppe, über die kaum jemand spricht: Menschen mit Essstörungen. Verstopfung ist da kein Nebeneffekt – sie ist Programm. Wer permanent hungert, manipuliert, reinigt, zwingt – trainiert den Darm buchstäblich in die Kapitulation.
Als wär das nicht genug, kommt noch ein Trend obendrauf:Schlank um jeden Preis. Abnehmwillige, die denken, ein bisschen Abführmittel sei ja „nur unterstützend“. Spoiler: Ist es nicht. Es ist Selbstsabotage im Apothekenmäntelchen.
So kommt es dann zu folgender Szene, die ich aus der Apotheke nur zu gut kenne:Da kommt SIE rein – freundlich, entschlossen – und sagt: „Ich brauche die große Packung Abführmittel. Die 100er.“Auf meine Rückfrage: „Ist das für Sie?“ kommt die Standardantwort: „Nein, ich bring’s nur jemandem mit.“
Ja, klar. Und ich bin die Zahnfee. Was sie eigentlich sagt: Bitte berate mich nicht. Bitte bohr nicht nach. Lass mich einfach kaufen.Und mein Pharmaherz? Es bricht jedes Mal ein bisschen. Denn da steht sie – sichtbar erschöpft, chronisch unwohl – und lässt sich vom Körper diktieren, was nur noch durch Chemie geht.
Abführmittel als tägliche Stütze – nicht, weil der Darm sich freut, sondern weil er längst nicht mehr ohne kann.
Und jetzt Hand aufs Herz: Wer redet offen darüber? Niemand. Verstopfung ist das Tabuthema unter den Tabus. Lieber reden wir über Menstruation, Burnout oder gar Intimdeos – als über das Gefühl, dass unten nix mehr geht.
Dabei ist genau das der Punkt: Wenn der Darm steht, steht irgendwann alles. Stimmung, Energie, Haut, Hormone – alles hängt mit. Und trotzdem behandeln wir das Thema wie ein lästiges Nebengeräusch.
Ich sag dir was: Verstopfung ist kein Lifestyledefizit. Es ist ein Körpersignal. Zeit, hinzuschauen. Und zwar ohne Scham – aber mit Verstand.
Was ist Verstopfung in der Realität?
Lass uns also darüber reden, was viele denken, was Verstopfung ist – und warum das oft so gar nichts mit der Realität zu tun hat.
Denn klar: Jeder von uns kennt vielleicht das Gefühl, dass mal ein, zwei Tage nix geht.Aber wie viele laufen damit rum, Woche für Woche – und glauben ernsthaft, das sei normal?
In Umfragen sagen über 50 % der Befragten, sie hätten „ab und zu Probleme mit der Verdauung“ – aber nur ein Bruchteil spricht offen darüber. Warum? Weil wir gelernt haben: Darüber redet man nicht.
Also wird das Thema kleingeredet.
„Ich esse ja Obst.“ „Ich trinke jeden Tag Fencheltee.“ „Ich gehe halt seltener.“
Und dann?Dann wird es einfach hingenommen. Ignoriert. Als wär das eben so.
Aber der Darm, der sich so verhält, sagt etwas ganz anderes:„Ich komme mit deinem Lebensstil nicht mehr klar.“
Also – was läuft bei Verstopfung wirklich ab?
Wenn du denkst, bei Verstopfung klemmt einfach nur ein bisschen Stuhl im Hinterstübchen – dann lass uns das Bild mal..erweitern.Denn was wirklich oft dahinter steckt, beginnt schon viel früher: in deiner Darmbarriere.Genauer gesagt – in der Schleimschicht.
Diese Schleimschicht ist kein überflüssiger Film, den man mal eben ignorieren könnte.Sie ist eine Schutzschicht im Darm: Sie hält schädliche Stoffe fern, füttert gute Bakterien –und sorgt dafür, dass dein Stuhlgang überhaupt flutschen kann.Ja, flutschen.
Ohne eine gesunde Schleimschicht bleibt der Stuhl trocken, fest, rissig.Und der Weg durch den Darm wird zur Tortur – für dich und für deinen Körper.
Aber es braucht noch mehr als Schleim: Dein Stuhl im Darm bewegt sich nicht von allein.Er braucht Muskelkraft – und diese Darmmuskulatur wiederum braucht Mineralstoffe.Allen voran Kalium, Magnesium und ein funktionierendes Elektrolytgleichgewicht.
Fehlen diese Stoffe – z.B. durch Durchfälle, falsche Ernährung, durch Abführmittel oder andere Dauermedikamente – dann wird die Darmmuskulatur schlapp.Die Wellenbewegung, die den Stuhl transportiert – die sogenannte Peristaltik – wird träger.Und das Ergebnis? Alles bleibt liegen. Es drückt, es bläht – aber es bewegt sich kaum noch etwas.
Natürlich gibt es auch andere Gründe, warum der Darm ins Stocken gerät:Dauerstress, Bewegungsmangel, falsche Trinkgewohnheiten, Hormonchaos –oder ganz einfach schlechte Mikrobiom-Zusammensetzungen, bei denen die Bakterien nicht mehr genug Helferlein produzieren.
Auch gibt es eine Gruppe von Menschen, die fast immer betroffen ist:Menschen, die starke Schmerzmittel einnehmen – insbesondere Opiate und andere BTMs also Betäubungsmittel.Hier ist die Verstopfung keine Option – sie ist eine meist unvermeidliche Nebenwirkung.Deshalb gehört bei diesen Medikamenten immer eine gezielte Unterstützung für die Darmbewegung dazu. Immer.
Aber – und das ist mir wichtig: Heute sprechen wir über die andere große Gruppe. Die, die in die Abführmittel-Falle getappt sind. Die, die eigentlich wieder raus könnten –wenn sie endlich den Mut hätten, ihren Darm neu aufzubauen, statt ihn weiter zu überfordern.
Weißt du, was ich in der Apotheke immer wieder erlebe?Dass diese Menschen – ganz besonders Frauen – sich selbst mit „kleinen Helfern“ über Wasser halten. Hier Tabletten…da Tropfen, Rizinusöl, Kräutertees…Alles bei dem sie denken es ist „natürlich“…alles „sanft“, alles „regelmäßig“.
Regelmäßig.
Denk da mal kurz drüber nach.Wenn du regelmäßig etwas brauchst, damit dein Körper funktioniert –ist das dann noch funktionieren? Oder ist das schon künstlich überbrückt?
Die nächste Eskalationsstufe sind dann die, die sagen: „Ich brauch halt einen kleinen Helfer.“ Als wär’s eine witzige Marotte.
Spoiler: Es ist keine Marotte. Es ist ein Teufelskreis.
Denn je öfter du deinem Darm sagst: „Ich regel das für dich“,desto weniger regelt er’s selbst.
Und genau deswegen haben wir heute eine stille Abführmittel-Epidemie. Verstopfung ist kein Schicksal. Und kein stilles Leiden. Es ist ein Alarmsignal – das wir endlich ernst nehmen sollten. Und nicht mit ein paar Tröpfchen zudecken.
Verstopfung und Abführmittel
Lass uns daher mal darüber reden, was wirklich NICHT hilft – also warum Abführmittel alles noch schlimmer machenViele klassische Abführmittel in Tropfen oder Tablettenform enthalten Natriumpicosulfat – und das wirkt nicht einfach so. Das aberwitzige an diesem Mittel ist, dass Du Darmbakterien brauchst, damit es überhaupt wirkt…es wird nämlich erst von deinen Darmbakterien in seine aktive Form umgebaut.Dann feuert es die Darmmuskulatur an und lässt Wasser und Elektrolyte in den Darm strömen. Ergebnis: Der Stuhl wird weicher, die Bewegung im Darm nimmt zu.Kurzfristig: Erleichterung.
Aber genau da beginnt das Problem.
Denn mit dem Wasser verlierst du auch etwas anderes –wertvolle Mineralstoffe wie Kalium.Und wenn Kalium fehlt, wird deine Darmmuskulatur schlaff. Die Bewegung im Bauch verlangsamt sich. Was erst wie Hilfe aussah, schwächt den Darm immer weiter…und auf Dauer.
Und bei der Schleimhaut geht’s direkt weiter.Was Abführmittel dort anrichten? Sie reizen die Schleimhaut. Sie lassen die Schutzschicht dünner werden oder sogar verschwinden. Sie bringen dein Mikrobiom aus dem Gleichgewicht.
Und wenn die Schleimhaut nicht mehr schützt und gleitet, dann wird auch das Stuhlproblem schlimmer.Alles stockt. Es reibt. Es entzündet sich. Und plötzlich brauchst du noch mehr Abführmittel, weil dein Darm ohne nicht mehr arbeiten kann.
Ein ecter Teufelskreis:Verstopung – Abführmittel – Schleimhautschaden – noch mehr Verstopfung.Und mal ehrlich:Wir sclucken Abführmittel, die am Ende sogar auf unsere eigenen Darmbakterien angewiesen sind, damit sie überhaupt wirken.Für etas, das unsere Bakterien in einem gesunden, starken Darm eigentlich ganz alleine könnten.Heißt doch im Klartext: Selbst die Hersteller wissen, dass es ohne ein funktionierendes Mikrobiom nicht geht.Und trotzdem behandeln die meisten Abführmittel nicht die Ursache.Sie überdecken nur das Symptom – und oft verschlimmern sie genau das, wogegen du eigentlich kämpfst.
Es gibt natürlich auch Mittel, die sinnvoller
Du brauchst DARMHILFE? Dann schau hier….
Kennst Du schon meine DARMAKADEMIE? Hier ein Überblick über meine KURSE…
Instagram YouTube TikTok Meine Webseite
Schön, dass du da bist – willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück!
Also ganz ehrlich: Wenn deine Haut plötzlich Dinge tut, die du dir nicht erklären kannst – Pickel, Quaddeln, Juckreiz, Ausschlag auf dem Dekolleté, genau da, wo dein hübsches neues Kleid seinen Auftritt hat –, dann ist es vielleicht nicht das neue Waschmittel. Vielleicht ist es dein Darm, der flüstert: „Hey du, ich bin im Eimer“.
Heute geht’s an die Oberfläche. Und gleichzeitig ganz tief drunter.
Denn wenn ich dir sage, dass deine Haut ein Spiegel deines Darms ist, dann meine ich nicht nur das glänzende Stirnlicht nach der Mittagspause. Ich meine den großen Zusammenhang. Dieses „Ich weiß nicht, warum ich plötzlich aussehe wie 14, aber mein Bauch spinnt auch seit Wochen“-Gefühl.
Spoiler: Kein Zufall.
Ich erinnere mich an eine junge Frau, die in meine Apotheke kam – die Haut sah aus, als hätte sie mit Brennnesseln gekuschelt. Sie war verzweifelt, hatte schon alle Cremes durch. Aber niemand hatte ihr gesagt, dass es ihr Darm war, der rebellierte.Der nicht mehr dicht war. Der durchlässig war für Dinge, die das Immunsystem zum Ausflippen brachten.
Ihre Haut war kein Fall für Kosmetik – sondern ein Fall für eine Mikrobiomanalyse.
Und das ist kein Einzelfall. Die Haut zeigt oft als erstes, dass im Inneren etwas nicht mehr stimmt. Und doch behandeln wir sie, als wäre sie einfach nur dekoratives Beiwerk.
Lass uns mal kurz unter die Haut gehen…
Unsere Haut ist nicht nur unser größtes Organ – sie ist ein Hochleistungs-Schutzschild, ein Temperaturmanager, ein Kommunikationszentrum und ja, auch ein emotionales Ausdrucksmittel.
Sie besteht aus drei Schichten:
Epidermis (Oberhaut) – die sichtbare Bühne.
Dermis (Lederhaut) – da sitzt das Immunsystem und macht Stimmung.
Subkutis (Unterhaut) – die ist ein wenig der Puffer, das Fettdepot, das Sicherheitsnetz.
Und auf all diesen Ebenen wird kommuniziert:Mit der Umwelt. Mit Nerven. Mit Hormonen. Und – tadaaa – mit deinem Darm.
Denn Du hast 2 Aussenbarrieren – Deine Haut und Dein Darm
… aber sie sind sich im Prinzip einig: ihre Devise ist…Dicht halten!
Was die Haut kann, kann der Darm auch – oder sollte er zumindest.Beide besitzen eine Barrierefunktion: Sie entscheiden, was rein darf und was draußen bleibt.Beide arbeiten mit Zellen, Tight Junctions und einem Mikrobiom.
Wenn die Haut durchlässig wird, nennen wir das barrieregestörte Haut oder Dermatitis.Wenn der Darm durchlässig wird, sprechen wir oft von Leaky Gut.
Und bei beiden knallt’s, wenn die Barriere kapituliert. Dann fluten Entzündungsstoffe, Histamin, Fremdproteine oder Toxine durch den Körper – und das Immunsystem spielt verrückt. Was das mit der Haut macht? Rötung, Juckreiz, Pickel, Pusteln, Schuppen – das ganze dermatologische Best-of.
Das Haut Mikrobiom
Auch die Haut hat ein Mikrobiom.
Vielleicht nicht ganz so vielseitig wie das im Darm, aber genauso wichtig.Auf unserer Haut leben Billionen von Mikroorganismen – eine feine, schützende Schicht aus Bakterien, Pilzen und Viren. Und dieses Gleichgewicht kann kippen, wenn das Immunsystem aus der Balance gerät – zum Beispiel durch einen Darm, der zu viele falsche Signale schickt.
Darm und Haut kommunizieren über die sogenannte Darm-Haut-Achse – und die hat mehr Drama-Potenzial als jede Soap.
Unsere Haut ist nicht einfach nur das, was auf Fotos glänzt oder im Winter juckt. Sie ist ein Grenzorgan. Eine Festung. Ein Spiegel. Und manchmal auch eine ganz schöne Quasselstrippe – vor allem, wenn im Inneren die Hölle los ist.
Und genau da kommt dein Darm ins Spiel. Der hat mehr mit deiner Haut zu tun, als dir vielleicht lieb ist. Denn wenn der Darm „leaky“ wird – also löchrig wie ein Schweizer Käse nach einem Hagelsturm – dann geht das deinem Immunsystem, deinen Hormonen und vor allem deiner Haut mächtig auf den Keks.
Der Darm hat eine Barriere. Die Haut hat eine Barriere. Und beide reagieren höchst sensibel auf Entzündungen, Stress, Ernährung und Hormone.
Wenn im Darm die Tight Junctions (das sind die „Reißverschlüsse“ zwischen den Darmzellen) auseinanderdriften, dann kommen Dinge ins Blut, die da nichts zu suchen haben – und das Immunsystem läuft Amok. Ergebnis: Entzündungen, bei denen auch Deine Haut Flagge zeigt. Rot, gereizt, manchmal mit weißen Eiterpickelchen. Charming.
Leaky Haut?
Leaky Gut bedeutet oft auch Leaky Face oder Leaky Skin
Bei Akne reagiert dein Körper auf Entzündungen, schlechte Fette, Zucker und Hormonfluktuationen.
Bei Neurodermitis haut das Immunsystem komplett durch.
Bei Psoriasis ist oft ein überaktives Immunsystem am Werk – mit dem Darm als stiller Brandbeschleuniger.
Und bei Rosazea oder Urtikaria geht’s oft um Histamin, DAO-Mangel – also Mangel an Enzym das Histamin abbaut – und einen überreizten Nervus Vagus.
Und dann ist da noch der Zyklus…
Du kennst sie vielleicht. Die zyklische Dramaqueen. Am liebsten drei Tage vor der Periode. Da kriecht der Pickel schon aus dem Kinn wie ein Maulwurf auf Frühschicht. Und genau dann – in hormonellem Ausnahmezustand – schreit dein Körper nach Schokolade. Und nein, nicht nach 85 %iger Zartbitterschokolade mit antioxidativen Polyphenolen. Sondern nach der fiesen, zuckrigen, milchigen.
Was dann passiert?Insulinspiegel hoch. IGF-1 hoch. Androgene aktiv. Entzündung aktiviert. BOOM – willkommen in der Teenagerzeit.
Und weißt du was? Es liegt nicht an dir. Es liegt an deinem Zyklus, deinem Cortisolspiegel, deinem Darmmikrobiom. Und ja – an der Schokolade. Leider.
Das Hautmikrobiom ist wie dein Insta-Filter – du merkst es erst, wenn es fehlt. Und der Darm spielt da ganz oben mit. Studien zeigen, dass Menschen mit Hautproblemen oft eine Dysbiose haben. Also ein Ungleichgewicht zwischen guten und bösen Bakterien. Und die setzen Substanzen frei, die dein Immunsystem und deine Haut triggern.
Weniger Butyrat = weniger Schutz
Mehr LPS = mehr Entzündung
Weniger Tryptophan = weniger Serotonin = mehr Cortisol = mehr Stresspickel
Es ist ein Teufelskreis. Und die Haut ist der Leidtragende.
Du weißt das ja mittlerweile schon: Dein Darm ist kein leerer Tunnel. Er ist eine WG. Und in der wohnen Billionen Mikroben – gute wie schlechte. Wenn das Gleichgewicht kippt, wird aus dem Wellness-Resort eine toxische Wohngemeinschaft. Und diese Dysbiose – also das bakterielle Chaos – macht sich nicht nur im Bauch breit. Sie sendet viele meckernde Entzündungsbotenstoffe in den ganzen Körper. Und die Haut? Reagiert allergisch. Im wahrsten Sinne.
Studien zeigen, dass bestimmte Probiotika helfen können, die Haut zu beruhigen – von innen heraus. Keine teure Creme, kein Serum mit Goldpartikeln. Sondern Lactobacillus rhamnosus GG, der das Immunsystem moduliert, und Bifidobacterium longum, das Entzündungen senkt und die Barriere stabilisiert.
Diese Helden wirken nicht auf der Haut..also topisch – sondern systemisch, das heißt im ganzen Körper.
Und dann ist da noch die Sache mit den Mikronährstoffen:Eine kaputte Darmflora heißt auch: schlechtere Aufnahme von Zink, Vitamin A, Biotin, Omega-3. Also genau das, was deine Haut bräuchte, um zu strahlen statt zu schreien.
Fazit:
Wenn das Mikrobiom im Eimer ist, ist auch der Glow der Haut weg.
Okay, let’s talk dirty.Was bringt deine Haut so richtig auf die Palme?Spoiler: Es ist nicht nur der Zyklus und der Exfreund. Es ist die Kombi aus Lebensstil und Lifestyle – und die wirkt wie eine Hautbombe.
Zucker, Milch, Gluten, AlkoholWillkommen beim Haut-GAU. Zucker treibt Entzündungen. Milch triggert IGF-1. Gluten reizt die Darmschleimhaut. Alkohol killt gute Bakterien. Kurz: Das perfekte Anti-Skin-Festival.
Histaminreiche Lebensmittel & DAO-MangelWenn du nach Erdbeeren oder Rotwein rote Flecken bekommst, liegt das nicht an der Romantik – sondern an Histamin. Wenn dein Darm keine Diaminoxidase (DAO) mehr nachproduziert, weil die Schleimhaut schlappmacht, bleibt das Histamin im Körper – und verursacht Quaddeln, Rötungen, Nesselsucht deluxe.
Stress & CortisolDu kannst meditieren, Tagebuch schreiben, atmen so viel Du willst – aber wenn dein Cortisol dauerhoch ist, flippt deine Haut irgendwann aus. Cortisol unterdrückt nämlich nicht nur dein Immunsystem, sondern macht auch die Hautbarriere dünnhäutig – wortwörtlich.
Kosmetika und PflegeprodukteJa, auch das muss gesagt werden: Die 9-teilige Pflegeroutine bringt nix, wenn dein Darm brennt. Du kannst drauf cremen, was du willst – aber wenn das Problem von innen kommt, hilft kein Make-up-Filter der Welt.
Klar kannst du cremen. Und noch mehr cremen. Und du kannst auch versuchen, deine Poren mit der 17-Step-Korean-Routine zu überlisten. Aber wenn du gleichzeitig Laktose, Weizen, Zucker, Stress und Histaminbomben in dich reinschaufelst, dann kannst du auch gleich einen Hydranten aufdrehen, um ein Feuer im Hochhaus zu löschen.
Die Lösung? Ganzheitlich. Von innen. Mit Hirn, Haut und Herz.
3 To Dos, wenn deine Haut schreit und dein Darm flüstertOder anders gesagt: Weniger Make-up, mehr Mindset. Weniger Cremetiegel, mehr Klartext.
1. Mach einen Mikrobiom-Check – und hör deinem Bauch mal wirklich zu.
Du kannst dich weiter von außen behandeln lassen – oder du kannst dir einmal in die Tiefe blicken lassen. Eine Mikrobiomanalyse zeigt dir, ob dein Darm überhaupt noch im Gleichgewicht ist, ob du entzündungsfördernde Keime beherbergst, ob deine Barriere dicht ist, ob dein Histamin abgebaut wird oder ob deine guten Bakterien längst das Handtuch geworfen haben.
Und: Ob du überhaupt genug Nährstoffe aufnehmen kannst, um Haut & Hormone zu versorgen.Denn Zink, Biotin, Vitamin A oder Omega-3 bringen nichts, wenn sie wie ein Paket ohne Empfänger durch dich durchrauschen.
Das bekommst du bei mir – mit fundierter Auswertu
Instagram. TikTok Kontaktiere mich über meine Webseite oder direkt per Mail an kontakt@darmgluecklich.de
Schön, dass du da bist – willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück!Heute sprechen wir über eine der wichtigsten Verbindungen in deinem Körper – und eine, die oft total unterschätzt wird: die Darm-Hirn-Achse.
Weißt du, was mich immer wieder fasziniert?Wenn man sich den menschlichen Embryo anschaut – also wirklich ganz am Anfang, bei der Zellteilung – dann passiert da etwas Magisches:
Darm-Hirn-Achse? Darm und Gehirn entstehen aus dem gleichen Keimblatt.
Genauer gesagt: dem Ektoderm – das ist die Zellschicht, aus der sich später unser zentrales Nervensystem bildet… und das enterische Nervensystem, also das Gehirn im Bauch.
Deshalb sind diese beiden Systeme so eng miteinander verbunden.Sie sind quasi Zwillinge – entstanden aus der gleichen Zellschicht, zur selben Zeit… nur mit unterschiedlichen Wohnorten. Aber genau das erklärt, warum sie auch heute noch so eng miteinander verbunden sind.
Und wenn du mal ein Bild vom menschlichen Gehirn und vom Darm nebeneinanderlegst –sehen sie sich erschreckend ähnlich:verschlungen, geschichtet, gefaltet – wie zwei Spiralen im Dialog. Das sieht ein wenig so aus, als hätte der Körper die gleiche Grundidee einfach zwei Mal benutzt:
Ein gefaltetes, vernetztes Kommunikationsorgan,einmal oben im Kopf – und einmal unten im Bauch.
Das ist kein Zufall.Denn beide sind Hochleistungsnetzwerke aus Nervenzellen, die ständig Signale senden und empfangen.
Deshalb reagiert dein Darm auf Emotionen.Und dein Gehirn auf das, was im Bauch passiert.
Und genau deshalb ist es auch kein esoterischer Quatsch, wenn du sagst:„Ich hab ein komisches Bauchgefühl.“Dein Bauch denkt, fühlt und spricht mit – von Anfang an.
Was nämlich total spannend ist:
Darm-Hirn-Achse: Es gibt mehr Nervenverbindungen vom Darm zum Gehirn als umgekehrt.
Die Richtung der Kommunikation ist also nicht:„Das Gehirn denkt und der Darm hört zu“ –sondern oft genau andersherum:Der Darm funkt, der Kopf reagiert.
Der Vagusnerv, die zentrale Datenautobahn dieser Achse, ist wie eine Einbahnstraße mit Überholspur – von unten nach oben.
Und das, finde ich, ist etwas, was wir uns wirklich merken sollten:Wenn wir über Stimmung, Reizbarkeit, Erschöpfung oder auch psychische Gesundheit sprechen – dann dürfen wir nicht nur den Kopf behandeln, sondern müssen auch schauen:Was sagt eigentlich der Darm dazu?
Diese Perspektive ändert alles – und sie begleitet uns durch die ganze Folge.
Ehe wir jetzt tief einsteigen:Gerade dieses Wissen macht es doch umso erschreckender,dass bei psychischen Erkrankungen in der Regel keine Darmdiagnostik mit einbezogen wird.Ich erlebe das jeden Tag in meiner Arbeit: Da werden Psychopharmaka verschrieben, Therapien empfohlen – aber niemand fragt, was im Darm eigentlich los ist.Dabei ist der Bauch kein Nebenakteur. Er ist ein zentraler Mitspieler in diesem ganzen Stück – und wir schauen einfach nicht hin.
Das ändern wir heute.
Wir schauen uns an:
Warum Dein Bauch mehr weiß als du denkst
Der Darm ist nicht einfach nur ein Verdauungsorgan.Er ist dein zweites Gehirn – mit über 100 Millionen Nervenzellen.Und er hat eine direkte Leitung ins Oberstübchen: den Vagusnerv.Das ist wie ein privates Telefon zwischen deinem Bauch und deinem Gehirn. Und auf dieser Leitung wird nicht nur mal eben geplaudert – da laufen echte Krisengespräche.
Diese Verbindung zwischen Darm und Psyche ist längst nicht mehr nur Theorie.Es gibt heute klare Studien, die zeigen:Bei vielen psychischen Erkrankungen ist der Darm nicht unbeteiligt – sondern mitten im Geschehen.
Hier mal ein paar Beispiele, bei denen der Zusammenhang inzwischen gut belegt ist:
Fangen wir mit den Depressionen an: Betroffene haben oft ein verarmtes Mikrobiom – also zu wenig Vielfalt an gesunden Bakterien. Stattdessen wimmelt es von Keimen, die Entzündungen im Körper anfeuern. Und Entzündung ist Stimmungskiller Nr. 1.
Aber auch Angststörungen sind ein großes Thema: Menschen mit chronischer Angst haben oft zu wenig GABA. GABA heißt auf Deutsch: Gamma-Amino-Buttersäure und sie ist wie der innere Beruhigungstee für dein Gehirn.GABA ist ein hemmender Neurotransmitter. Er sagt deinem System: „Alles gut, kein Grund zur Panik.“Wenn GABA fehlt, passiert das Gegenteil:🔺 Du schläfst schlechter.🔺 Du bist schneller reizbar.🔺 Deine Angst springt bei jedem kleinen Trigger an.Und jetzt kommt das Entscheidende:👉 Dein Darm hilft bei der GABA-Produktion mit – vorausgesetzt, das Mikrobiom ist intakt.Bestimmte Bakterien fördern die Umwandlung von Glutamat (das eher aufregend wirkt) in GABA (das beruhigt).Fehlen diese Bakterien, bleibt dein Nervensystem auf Dauerstress.
Schlafstörungen wiederum sind mittlerweile weit verbreitet und längst nicht nur ein Problem alter Menschen: Melatonin – das Schlafhormon – wird nicht nur in der Zirbeldrüse gemacht.Die Vorstufen dafür entstehen im Darm, z. B. Serotonin, das tagsüber für Stimmung sorgt und nachts in Melatonin umgewandelt wird.Wenn dein Darm aus dem Takt ist,❌ produziert er weniger Serotonin❌ fehlen die Rohstoffe für erholsamen Schlaf❌ schläft dein ganzer Rhythmus ein – im wahrsten Sinne.
Und dann gibt’s noch diese vielen Menschen, bei denen keine Diagnose auf dem Papier steht – aber die trotzdem spüren:Leichte depressive VerstimmungenDauerüberforderungUnd diese bleierne Müdigkeit, gegen die kein Kaffee der Welt hilft
Und genau da kommt er ins Spiel:
Dein innerer Neurotransmitter-Haushalt.
Was Neutrotransmitter sind? Es sind Botenstoffe…Stell dir das wie ein Orchester vor:Serotonin, Dopamin, GABA, Noradrenalin – diese Botenstoffe sind die Musiker.Sie sorgen dafür, dass du dich konzentrieren kannst, ruhig bleibst, gut schläfst, dich motiviert fühlst.Und dein Darm? Der ist der Dirigent.Ist er entzündet, überreizt oder durchlässig, kommt alles aus dem Takt:Zu wenig GABA = PanikmodusZu wenig Serotonin = miese StimmungZu wenig Dopamin = null Motivation
Ergebnis:Du bist müde, gereizt, überfordert – und hast keine Ahnung, warum.Die Blutwerte sind okay, du hast nichts „Ernstes“ – aber innerlich läuft ein System auf Sparflamme.
Okay, was passiert nun, wenn dein Darm überlastet ist?Wenn du ständig unter Strom stehst, zu wenig schläfst, dich falsch ernährst oder schon ein Reizdarm tobt?
Dann geht im Bauch die Sirene an – und zwar auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
Die Darmschleimhaut wird durchlässiger – Stichwort: Leaky Gut→ Schadstoffe, Bakterienteile und unvollständig verdaute Nahrungsreste gelangen in den Blutkreislauf→ Das Immunsystem feuert Alarm, Entzündung breitet sich aus→ Diese stille Entzündung wirkt auch auf dein Gehirn – du fühlst dich wie verkatert, obwohl du keinen Tropfen getrunken hast
Das Mikrobiom gerät aus dem Gleichgewicht→ Die guten Bakterien verlieren an Macht→ Entzündungsfördernde Keime übernehmen die Bühne→ Die Produktion von Serotonin, GABA & Co. – also Deinen Botenstoffen – sinkt
und
Der Vagusnerv kommt in Bedrängnis→ Normalerweise schickt er entspannende Signale vom Bauch zum Kopf→ Unter Dauerstress blockiert er – wie ein überlastetes Callcenter→ Das Gehirn bekommt keine beruhigenden Signale mehr – nur noch: ALARM!
Und das Fatale: Das ganze äußert sich wie bei einem schlechten WLAN-Signal:Die Daten, die beim Gehirn ankommen, sind verzerrt, fragmentiert oder einfach zu viel.Ergebnis: Brain Fog, Stimmungstiefs, emotionale Reizbarkeit, totale Erschöpfung.
Das Gehirn reagiert daher mit einer Reihe von Symptomen, die wir alle als „psychisch“ benennen:
Schlaflosigkeit
Antriebslosigkeit
Reizbarkeit
Grübelschleifen
Stimmungstiefs bis hin zur Depression
Aber der Ursprung?Oft tief im Bauch. In einer entzündeten Schleimhaut. In einem Mikrobiom, das nicht mehr helfen kann.
So viel wird übersehen. Und das macht mich manchmal wirklich fassungslos.Die Zusammenhänge liegen da – und trotzdem wird nicht hingeschaut.
Diese Problematik möchte ich dir an einem ganz konkreten Beispiel einmal zeigen.Denn tatsächlich hatte ich vor einigen Monaten eine Kundin, die mir genau das beschrieben hat:
„Ich möchte es nicht Depression nennen… aber diese bleierne Stimmung kenne ich nur zu gut. Ich funktioniere – aber ich fühle nichts mehr. Und schlafen kann ich schon lange nicht mehr richtig.“
Und genau das ist das Problem: Viele trauen sich gar nicht, es beim Namen zu nennen.Weil sie nicht ernst genommen wurden. Weil sie denken, es müsse doch psychisch sein.Oder weil sie gelernt haben, dass „alle mal müde sind“.
Aber der Ursprung?Der lag – wie so oft – nicht im Kopf, sondern tief im Bauch.In einer entzündeten Schleimhaut. In einem Mikrobiom, das längst die weiße Flagge gehisst hatte.
Denn es war schlussendlich die Sache mit dem Tryptophan – und der Fructose.
Tryptophan ist eine Aminosäure, also ein kleiner Baustein aus deiner Nahrung.Aber kein unwichtiger: Er ist der Rohstoff für Serotonin – also das berühmte Glückshormon.Ohne Tryptophan kein Serotonin, ohne Serotonin:keine Stimmung, keine Motivation, keine Lebensfreude.
Soweit so simpel.
Aber jetzt wird’s tricky: Wenn du unter einer Fructosemalabsorption leidest –also Fruchtzucker im Darm nicht richtig aufgenommen wird – dann bleibt die Fructose im Dünndarm liegen.Und genau da passiert’s: Sie bindet sich an Tryptophan. Puff! Weg ist der Rohstoff fürs Glück.
Das nennt man dann „Tryptophan-Falle“ – weil dein Körper glaubt, du hättest genug Tryptophan gegessen, aber es kommt nie oben im Gehirn an…sondern wird schön…ggf auch noch als schön weicher Stuhl – sprich Durchfall – ausgeschieden.
Und was passiert, wenn das dauerhaft so läuft?Du bekommst depressive VerstimmungenDu bist schnell überfordertDu funktionierst – aber du fühlst nicht mehr
Und das krasse ist: Viele dieser Menschen bekommen Antidepressiva –aber keiner schaut auf die Fructose. Keiner fragt: „Hast Du Unverträglichkeiten oder häufiger schon mal Bauchkrämpfe oder Durchfal
Darmglücklich auf YouTube
Darmglücklich auf Instagram
Dein Kontakt zu mir über kontakt@darmlguecklich.de
Also. Alle reden über intuitives Essen, als wär’s die Erleuchtung in Bioform.„Hör auf deinen Körper“, sagen sie. „Iss, was dir guttut.“Klingt nach Selbstfürsorge. Klingt nach Balance. Klingt… romantisch verklärt.
Aber ich sag dir was: Wenn dein Mikrobiom aus dem Gleichgewicht ist,wenn dein Blutzucker Achterbahn fährt und dein Nervensystem noch im „Ich muss funktionieren“-Modus steckt, dann ist dein Bauchgefühl manchmal nix weiter als ein gestresstes Nervenkostüm mit Snack-Verlangen.
Und ja – das klingt hart. Aber jemand muss es sagen: Nicht jeder Impuls ist Intuition. Manchmal ist’s einfach nur Cortisol mit Heißhunger auf Croissants.
Was ist eigentlich „intuitives Essen“ – und warum klappt es so selten?
Intuitives Essen bedeutet theoretisch: Du isst dann, wenn du Hunger hast. Du hörst auf, wenn du satt bist. Du wählst das, was dir guttut – und nicht, was dein innerer Junkie schreit.
Klingt grundsätzlich sehr logisch. Aber die Praxis? Ist oft ein Zirkus.
Denn: Was ist Hunger – und was ist Entzug? Was ist Appetit – und was ist Blutzuckerschwankung? Was ist Intuition – und was ist ein dysreguliertes Stresssystem?
Wenn dein Darm nach Chips verlangt, dein Nervensystem nach Schokolade schreitund deine innere Rebellin die zehnte Intervallfasten-Regel boykottiert, dann brauchst du keine „Intuition“, sondern erstmal eine Reset-Taste.
Denn die Wahrheit ist: Wenn dein Körper permanent in Alarmbereitschaft ist – emotional, hormonell oder bakteriell – dann ist dein Bauchgefühl wie ein Navi mit kaputter Antenne:Laut, hektisch – aber leider völlig daneben.
Wir reisen in der Evolutionsgeschichte zurürck: Stell dir vor, du bist ein Höhlenmensch…
Dein Tag besteht aus Jagen, Sammeln – und dem gelegentlichen Versteckspiel mit einem schlecht gelaunten Säbelzahntiger.Dein Körper sagt dir genau, wann du hungrig bist – weil du echte Energie brauchst.Du isst, was da ist. Du hörst auf, wenn du satt bist. Einfach. Natürlich. Instinktiv.
Und jetzt: Fast Forward ins 21. Jahrhundert. In die 24/7 Verfügbarkeit: Essen ist überall. Immer. Sofort. Dein Gehirn wird nonstop beschossen mit Reizen, Aromen, Werbung – da soll mal einer sagen, was echter Hunger ist und was nur Netflix-mit-Snack-Gelüste.
Lebensmittel sind heute keine Lebensmittel mehr. Sie sind Designprodukte – optimiert auf Zucker, Fett, Salz. Eine Kombination, die es so in der Natur nirgendwo gibt und daher unseren Körper regelrecht provoziert.
Dein Belohnungssystem? Wurde Gekapert. Und plötzlich schreit dein „Bauchgefühl“ nicht nach einer Suppe – sondern nach der ganzen Kekspackung. Und zwar jetzt. Sofort.
Hinzu kommt: Dein Cortisol – also Dein Stresshormon – ist auf Dauerschleife. Dein Körper glaubt, er muss sich rüsten für Krieg, Krise oder Katastrophe – obwohl du nur E-Mails beantwortest. Und wie kompensiert er? Mit Kalorien. Schnell. Viel. Falsch.
In dieser Reiz-Realität ist es kein Wunder, dass das ach so gefeierte „intuitive Essen“ für viele scheitert. Denn dein Bauchgefühl? Wird längst nicht mehr von dir selbst gesteuert – sondern von Dopamin, Dauerstress und Discounter-Design.
Dein Bauchgefühl ist dabei nicht kaputt – es wurde gehackt
Viele denken: „Ich hab einfach kein Sättigungsgefühl.“ Nope. Du hast es. Es wurde nur jahrelang manipuliert.
Durch Industrie-Zucker, künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Dopamintricks.Durch TikTok-Trends, Cheat Days, Detox-Wochen und andere Ernährungsesoterik.und…Durch das ständige Gefühl, funktionieren zu müssen – statt zu fühlen, was dein Körper wirklich braucht.
Stell dir dein Bauchgefühl wie ein Navi vor. Früher hatte es klare Signale. Heute ist es wie „Bitte wenden“ im Kreisverkehr der Foodindustrie.Du verlässt dich auf Apps, Kalorienzähler, Intervall-Algorithmen – und vergisst dabei, wie echte, natürliche Körpersignale eigentlich klingen.
Wir müssen wieder lernen zwischen Echthunger und Emotionshunger? Zwischen den zwei Gesichtern des Appetits
Stell dir vor, dein Hunger kommt zur Tür rein. Die Frage an Dich ist: Wer steht da wirklich?
Echter Hunger ist ruhig. Direkt. Zielorientiert. Er meldet sich langsam. Er fragt höflich: „Hey, wann gibt’s was Richtiges?“ Er hat kein Problem mit Brokkoli. Oder einem Teller Linsensuppe.
Emotionaler Hunger dagegen? Der steht plötzlich im Raum. Mit Glitzerjacke, lauter Musik und ruft: „SCHOKOLADE! JETZT! SOFORT!“ Er kommt aus Langeweile, Frust, Stress oder dem Wunsch nach Belohnung. Und wenn du ehrlich bist: Er ist selten mit einer Karotte zufrieden.
Der Unterschied? Echthunger beginnt im Bauch – langsam und körperlich. Emotionshunger beginnt im Kopf – plötzlich und fordernd.
Und das Problem? Die meisten von uns kennen nur noch die Glitzerjacke. Weil wir verlernt haben, die ruhige Stimme unseres Körpers zu hören.
Aber – good news: Du kannst es wieder lernen. Nicht über Dogmen oder Tabellen. Sondern über Bewusstsein. Und genau das machen wir jetzt gemeinsam.
Was viele Coaches da draußen vergessen: Man kann nicht intuitiv essen, wenn man jahrzehntelang industriell umerzogen wurde. Das wäre, als würde man einem dressierten Zirkusbären sagen: „Du darfst jetzt wieder entscheiden, was du machen willst.“
Spoiler: Er tanzt trotzdem. Weil er’s nicht anders kennt.
Bevor du deinem Körper wieder vertrauen kannst, musst du ihm erstmal helfen, den Entzug zu überleben.
Du brauchst erstmal einen Reboot – so wie bei einem Laptop, der seit 4 Jahren auf Standby war und sich fragt, warum alles so langsam läuft. Dein Körper muss neu kalibrieren, was echter Hunger ist – und was nur ein lauter innerer Algorithmus, der sagt:„Iss! Jetzt! Schnell! Süß!“
Du brauchst dein eigenes Drehbuch – mit neuen Gewohnheiten und einem neuen Belohnungssystem.
Denn die alte Belohnung war vielleicht süß –aber sie hat dir bittere Nebenwirkungen eingebracht: Entzündungen. Blutzuckerachterbahn. Heißhunger. Übergewicht. Und ein schlechtes Gewissen, das länger bleibt als der Schokoriegel im Magen.
Und das Gehirn? Das sagt: „Aber das hat sich doch immer gut angefühlt…“Deshalb: Nicht mit Druck – sondern mit neuen Reizen.
Neue Gewohnheiten brauchen neue Rituale. Damit dein Gehirn nicht rebelliert – sondern applaudiert. Du brauchst dein eigenes Drehbuch…mit einem neuen Belohnungssystem und neuen Gewohnheiten.
Hier eine kleine To-Do Liste, um neue Gewohnheiten zu etablieren – Schritt für Schritt
Mikro statt Makro. Starte mit einer Mini-Veränderung. Beispiel: Jeden Abend 5 Minuten früher schlafen. Oder 1 Glas Wasser vor dem Kaffee.
Eine neue Gewohnheit – eine klare Uhrzeit. Rituale brauchen Routine. Beispiel: Immer nach dem Zähneputzen → 1 Min bewusst atmen. Oder ein kurzes Dankbarkeitsjournal führen. Das heisst: verknüpfe Deine neue Gewohnheit immer an etwas, was automatisch in Deinem Tagesablauf passiert, wie Zähne putzen, Geschirrspüler einräumen
Belege Trigger neu. Du willst snacken? Geh eine Runde. Du bist müde? Trinke ein Glas Wasser. Du bist frustriert? Schüttel dich, statt zu kauen.
Neue Belohnung = neues Gefühl. Statt Zuckerflash → echtes Stolzgefühl. Statt Frustessen → Musik aufdrehen & tanzen. Statt Belohnung = Chips → Belohnung = Lieblingstee & Podcastpause.
Celebration! Feier jeden kleinen Erfolg – laut oder leise. Mach’s sichtbar: Häkchen im Journal, Post-it am Spiegel, Tanz in der Küche.
Ganz wichtig sind dabei Wiederholungen…sie führen zu Bewusstsein , so dass eine neue Autobahn im Kopf entsteht, die es Deinem Gehirn einfach macht entlang zu brausenUnd dann kommt dein System langsam aus der Komfortzone. Richtung Regeneration. Selbstwirksamkeit. Freiheit.
Dann – und nur dann – macht dein Gehirn mit. Und dann kommt der zweite Teil: die Tools für Deinen Bauch. Denn erst wenn du den Raum dafür geschaffen hast, kann dein Bauchgefühl zurückkehren.
Willst du wissen, was dein Bauch wirklich braucht?
Dann fang nicht bei der Intuition an – sondern bei der Regulation.Denn die Wahrheit ist: Wenn deine Intuition dich dahin gebracht hat, wo du jetzt stehst – dann war es vermutlich keine.
Intuition kommt nicht aus dem Supermarkt-Regal, und auch nicht aus einem Instagram-Zitat.Intuition ist das, was sich wieder zeigt, wenn dein System in Balance ist.
Und dafür braucht dein Körper zunächst klare Signale, klare Abläufe, klare Tools.
Zurück zum Intuitiven Essen: Reset-Plan in 5 Schritten:
Stopp die Dauerverfügbarkeit. Keine Snacks auf Sichtweite. Kein Dauernaschen im Stehen oder Scrollen.Heißt: aufräumen im Gehirn UND im Kühlschrank oder der Naschschublade.
Feste Mahlzeiten. Zwei bisDrei echte Mahlzeiten am Tag. Zum richtig Sattessen. Dazwischen: Pause. Verdauung. Ruhe.
12–14 Stunden Essenspause über Nacht. Gib deinem Darm nachts den Raum zur Regeneration. Das ist kein Trend – das ist Biologie.
Bunte, ballaststoffreiche Mahlzeiten. Dein Mikrobiom liebt bunte Vielfalt – nicht bunte Verpackung.
Check deine Darmgesundheit. Mit einer fundierten Stuhlanalyse. Damit du weißt, was dein Körper braucht, statt zu raten.
Und dann – erst dann – kann echte Intuition zurückkehren. Dann spürst du wieder echten Hunger. Echte Sättigung. Echte Signale.
Denn intuitives Essen beginnt nicht mit dem Bauchgefühl – sondern damit, dass Dein Gehinr mitspielt und dann mit Bauchverstehen.
Von Leaky zu Lucky. Von Chaos zu Klarheit. Von außen gesteuert zu innerlich geführt.
Und damit sind wir am Ende dieser Folge angekommen –…mit einem klaren Bauchgefühlund hoffentlich ein paar Aha-Momenten mehr im Gepäck.
Wenn du gemerkt hast: „Hm, vielleicht ist mein Bauchgefühl gar nicht so intuitiv, wie ich dachte…“ Dann war genau das der Punkt.
Denn bevor du deiner Intuition blind vertraust, vertrau lieber erstmal deinem Darm –und schau, ob der überhaupt in der Lage ist, dir echte Signale zu senden.
Wenn du wissen willst, was wirklich los ist:→ Mach eine fundierte Stuhlanalyse.→ Hol dir dein persönliches Dre
Dein Kontakt zu mir auf www.darmgluecklich.de
Folge mir auf Instagram @diewebapothekerin
Schön, dass Du da bist – willkommen zu Deiner wöchentlichen Portion Darmglück!
Ich bin Linda Reeves – Apothekerin, Ernährungsberaterin und Darmexpertin – und ich nehm heute mal kein Blatt vor den Mund. Denn ich bekomme immer häufiger Nachrichten wie: „Hey Linda, welches Probiotikum ist das Beste nach’m Döner?“Oder: „Ich hab gestern komplett übertrieben, aber hab direkt Elotrans und Bakterien eingeworfen – reicht das?“
Und ich denk mir: Oh wow. Welcome to Wellness-Quick-Fix 2025.
Daher: Ehe wir hier ein wenig mehr über ECHTE Darmliebe sprechen…muss ich mal mit Dir
Ein wenig Real Talk machen:
Warum greift die Generation Z so gern zu Probiotika…also den Bakterien aus der Kapsel oder aus dem Pulver?
Weil das Bedürfnis nach Gesundheit da ist – und das ist erstmal richtig gut.Diese Generation ist informiert, reflektiert, und ganz sicher nicht auf den Kopf gefallen.Sie trackt Zyklen, kennt den Unterschied zwischen Gluten und Glyphosat und weiß, wie Cortisol den Körper stresst.Was für ein Fortschritt! Na ja manchmal könnte es besser sein…kleiner Spoiler aus meinem letzten Notdienst…die Pille danach wirkt nur vor dem Eisprung…nicht mehr danach…bitte merkt euch das mal.
Aber zurück zum Thema, denn der große Wissensfortschritt bekommt ein noch größeres ABER: Wir leben in einer Shortcut-Kultur.
Instant-Ergebnisse. Instant-Komfort. Instant-Health.
Gesundheit zum Schlucken statt zum Spüren.Lieber eine Kapsel mit fancy Namen und bakteriellem Zahlensalat, als mal drei Wochen konsequent die Ernährung umstellen. Lieber ein Pülverchen ins Oatmeal, als sich mit dem eigenen Stresspegel auseinanderzusetzen.Lieber Kombucha als Konzept – aber bitte mit Mango-Maracuja-Geschmack und TikTok-Siegel.
TikTok sagt:
„Nimm Probiotika für bessere Haut, Stimmung, Verdauung, Fokus, Libido, Karma.“
Und Probiotika antworten: „Klar doch. Wenn sonst nix passt, retten wir dein Darmleben.“Spoiler: Tun sie nicht.
Denn das, was dein Darm wirklich will, ist nicht neu. Es ist uralt.Es ist das, was ihn über 100.000 Jahre stark gemacht hat:Natur. Nahrung. Nährstoffe. Kein Netflix und Nahrungsergänzung.
Oh wow…und das von einer Apothekerin…dann muss es ja stimmen.
Dein Darm…Dein Steinzeit-Organ
Der Darm ist ein echtes Steinzeit-Organ.Und während der Algorithmus dir die nächste Superfood-Marke um die Ohren haut, sehnt sich dein Mikrobiom nach dem, was deine Vorfahren gegessen haben – nicht nach dem, was auf TikTok trendet.
Und hier liegt das Paradoxon: Die Gen Z ist gleichzeitig die gesundheitsaffinste UND die shortcut-süchtigste Generation ever.Sie will sofort Resultate, aber nicht das Unangenehme auf dem Weg dorthin.
Zucker? Bitte weg – aber ohne Verzicht.Bauchweh? Ja – aber nur wenn’s lösbar ist mit einer Kapsel.Selbstfürsorge? Gerne – aber in stylisch und ohne Aufwand.
Doch der Darm lässt sich nicht austricksen.
Er braucht keine Trends. Er braucht Zeit. Er braucht dich.
Jetzt haben wir schon so viel über sie geredet, aber
Was sind eingentlich Probiotika?
Und warum wird die französische Theatergruppe manchmal ausgebuht…Häh?
Naja, Bevor wir über Hype oder Hoffnung sprechen, klären wir erstmal das Grundsätzliche.
Probiotika…
sind lebende Mikroorganismen – meistens Milchsäurebakterien – die in ausreichender Anzahl in deinen Körper gelangen und, zumindest theoretisch, etwas Gutes tun sollen. Sie sind sowas wie die freiwilligen Helfer im Immunsystem-Theater. Kommt dir bestimmt bekannt vor aus der Werbung: „Für eine gesunde Darmflora“, „für deine Abwehrkräfte“ oder mein persönlicher Favorit: „Für dein Bauchgefühl.“
Soweit so gut.
Aber hier kommt der Haken – und ich nehme kein Blatt vor den Mund – denk dran, ich bin Apothekerin!
Nicht jedes Probiotikum passt zu jeder Person.Nicht jedes kommt da an, wo es helfen soll.Und nicht jedes wird vom Darm mit offenen Armen empfangen.
Das ist, als würdest du eine französische Theatergruppe in ein bayerisches Bierzelt setzen – mit Balladen über die Liebe und feinen Gesten – und hoffen, dass das Publikum begeistert mit der Weißwurst in der Hand Standing Ovations gibt. Spoiler: Wird schwierig.
Denn der Darm ist nicht einfach nur „offen für Neues“. Er hat seine eigenen Gesetze. Seine eigenen Bewohner. Und die sind nicht gerade begeistert, wenn plötzlich neue Kollegen auftauchen und den Platz streitig machen.
Heißt konkret:Wenn dein Mikrobiom völlig aus dem Gleichgewicht ist – also dysbiotisch – dann kann ein Probiotikum entweder nichts ausrichten oder sogar Reaktionen hervorrufen, die du erstmal gar nicht zuordnen kannst. Blähungen, Völlegefühl, mehr statt weniger Beschwerden.
Aber jetzt kommt’s noch dicker:
Was ist in Probiotika drin?
In den meisten Probiotika-Präparaten findest du ausschließlich Säuerungsbakterien – wie Lactobacillen oder Bifidobakterien. Warum?Weil diese Bakterien robust genug sind, um überhaupt den Herstellungsprozess, den Weg durch den Magen und die Lagerung in einer Kapsel oder einem Pulver zu überleben. Die ganz empfindlichen Darmbewohner, wie z. B. wichtige Butyratbildner, die wichtig sind für Deinen Schleimhautaufbau, sind so sensibel, dass sie sich nicht in ein Pülverchen stecken lassen – die würden dir schon beim Öffnen der Dose die Kündigung auf den Tisch knallen. Hat was mit Sauerstoff zu tun, den es bei Tageslicht in Deinem Püverchen gibt…aber tief unten in Deinem Darm eben nicht.
Jetzt wird’s ein wenig nerdig. Aber wichtig nerdig.
Wenn du dir mal die Zutatenliste auf einem Probiotikaprodukt anschaust, dann liest du meistens sowas wie:Lactobacillus rhamnosus GGBifidobacterium longum BB536Lactobacillus acidophilus NCFM
Klingt ein bisschen wie ein WLAN-Passwort mit akademischem Abschluss…
Aber hier kommt’s:Der erste Teil – z. B. Lactobacillus oder Bifidobacterium – ist wie der Nachname. Die Gattung. So wie „VW“ oder „BMW“.Dann folgt die Art – z. B. rhamnosus, longum oder acidophilus – also das Modell.
Und jetzt wird’s entscheidend: Der Buchstaben- und Zahlencode am Ende – das ist die Stammbezeichnung. Die sagt dir, wieviel PS Du unter dem Hintern hast oder in diesem Fall auch…im Hintern.
Was Du zu Probiotika wissen musst:
Nicht jeder Lactobacillus rhamnosus ist gleich. Der Stamm (wie in Lactobacillus rhamnosus GG) ist einer der am besten erforschten Probiotikastämme weltweit – mit nachgewiesener Wirkung bei Durchfall, Reizdarm und Antibiotika-bedingter Dysbiose.Ein anderer Stamm aus derselben Art – ohne diesen Nachweis – bringt dir vielleicht… nix. Oder macht sogar Stress im Mikrobiom.
Ein paar bekannte Beispiele gefällig?
Lactobacillen sind dir wahrscheinlich ein Begriff…Milchsäurebakterien…aber kennst du auch
Lactobacillus plantarum 299v – der verbessert Deinen Blähbauch, wirkt entzündungshemmend und ist beliebt bei Reizdarm-Symptomatik.
und
Lactobacillus rhamnosus GG – ist der Klassiker bei Reisedurchfall und Antibiotika-Nachsorge.
Aber:Andere Stämme der gleichen Art können komplett anders wirken. Oder gar nicht. Oder sogar reizen.
Wenn Du ein Probiotikum wählst, dann frag Dich…
…nicht nur: „Sind da Bifidobakterien drin?“ – sondern: „Welche genau? Und was können die? Und ist das ein vertrauenswürdiger Hersteller, der das auch weiß?“Denn auch bei Bakterien gilt: Nicht jeder mit Nachnamen „Meyer“ ist gleich nett. Und nicht jeder Hersteller der Probiotika auf den Markt schmeisst, interessiert das.
Das bedeutet:Du bekommst über Tabletten oder Pulver immer nur einen Ausschnitt des Mikrobioms – nie das ganze Ensemble. Es ist ein bisschen so, als würde man ein Orchester durch ein einziges Blasinstrument ersetzen und glauben, die Symphonie bleibt gleich.
Und ganz ehrlich?Dann liegt’s vielleicht nicht an dir – sondern daran, dass das Probiotikum gar nicht zu deinem Setting passt.
Deshalb mein Appell an dich: Bevor du wahllos Probiotika schluckst, überleg dir erst: Wer bin ich eigentlich da unten im Bierzelt? Und will ich da überhaupt Theater?
Soll heißen…bei längerfristigen Beschwerden: was ist eigentlich los bei Dir – und…lass das durch eine Stuhlanalyse checken.
Folgende Fragen bleiben: Warum verliert die Karotte gegen das Kapsel-Koma und was ist eigentlich mit Back tot he rotts?
Hmmm…Irgendwas ist schiefgelaufen.
Da sitzt eine Generation, die mehr über Darmbakterien weiß als mancher Mediziner und alles von Chat GPT auf dem Silbertablett serviert bekommt… und trotzdem greifen sie lieber zur Tablette als zum Teller.
Warum?
Weil’s schneller geht. Weil’s bequemer ist. Weil TikTok gesagt hat: Probiotikum = gesund.Und weil man lieber beim Bubble Tea sitzt als beim Brokkoli.
Ich sag dir was:Probiotika sind nicht per se schlecht. Aber sie sind nicht DIE Lösung, wenn du gleichzeitig Fast Food inhalierst, Cola Zero kippst und Stress wie ein Sammelabzeichen trägst.
Und dann wundern wir uns, dass es nicht besser wird.
Das hat was von:Komasaufen am Wochenende – Elotrans am Sonntag.Oder:Rauchen wie ein Schlot – und dann Detox-Tee.
Klingt schräg? Ist es auch.
Die Wahrheit ist:Dein Darm liebt Basics. Er will Ballaststoffe, Bitterstoffe, Bakterienvielfalt – keine billige Bakterienpille, die in einer Magensäureparty untergeht, bevor sie überhaupt im Dickdarm landet.
Deshalb sag ich: Back to the roots.Iss fermentiertes Gemüse. Trinke mal wieder einen echten Kombucha – ohne Zuckerbombe. Gönn dir 20 Sorten Pflanzen pro Woche. Und ja – gönn dir mal ’ne Karotte oder ne Möhre. Hhi…Haste gemerkt oder?
Denn die Wahrheit ist:Du kannst deinen Darm nicht übertünchen.Du musst ihn kultivieren.
Was Probiotika also NICHT können:
Sie ersetzen keine gesunde Ernährung
Sie heilen keine Dysbiose über Nacht
Sie wirken nicht bei jedem gleich
Sie funktionieren nicht als Freifahrtschein für Fast-Food
Und sie sind keine Detox-Pille für 3 Tage Party & Pizza
Back to the Roots ist daher der vergessene Shortcut
S
Dr. med. Pia Baust | Frauenärztin in Köln
Linda Reeves | Darmglücklich
Blähbauch, Verstopfung, Heißhunger? Vielleicht liegt’s gar nicht nur am Essen – sondern an deinen Hormonen. In dieser Folge spreche ich mit der Frauenärztin Dr. med. Pia Baust über den Zusammenhang zwischen Zyklus, Wechseljahren und Darmgesundheit. Wir klären, warum Östrogen und Progesteron den Darm beeinflussen, was in den Wechseljahren im Körper passiert – und wie naturidentische Hormone helfen können. Eine Folge voller Aha-Momente – nicht nur für Frauen!
Hormonelle Veränderungen & ihre Auswirkungen auf den Darm
Oh oh – plötzlich passt die Lieblingsjeans nicht mehr, der Bauch fühlt sich an wie ein Hefeteig in der Aufgehphase, die Verdauung streikt – und du fragst dich: Was ist hier los?!Spoiler: Es könnte an deinen Hormonen liegen.
In dieser Folge von Darmglücklich – von Leaky zu Lucky habe ich mir jemanden eingeladen, die sich mit der hormonellen Achterbahn des Lebens richtig gut auskennt: meine Freundin und Frauenärztin Dr. med. Pia Baust. Und ja – wir reden Tacheles. Über Östrogen, Progesteron, Wechseljahre, Verstopfung, Blähungen, Entzündungen, Zykluschaos – und darüber, warum das alles viel mehr mit deinem Darm zu tun hat, als du denkst.
Hormone in Aufruhe: Östrogen, Porgesteron
Pia erklärt, warum unser Darm voll ist mit Hormonrezeptoren und wie genau Östrogen und Progesteron dort wirken.🌀 Östrogen stabilisiert die Darmschleimhaut – yes, es schützt quasi unsere Barriere.🧘♀️ Progesteron hingegen entspannt – was nett klingt, aber auch dazu führen kann, dass die Verdauung in den Winterschlaf fällt. Hello, Verstopfung.
Wir erklären in dieser Folge nicht nur, warum viele meiner Kundinnen ihre Reizdarmsymptome zyklisch erleben – sondern auch, wie stark der Hormonmangel in den Wechseljahren Darmprobleme wie Entzündungen und „Leaky Gut“ verschärfen kann.Und genau da setzt Pia mit ihrer naturidentischen Hormontherapie an – aus Yamswurzel, bioidentisch, individuell dosiert. Keine One-Size-fits-all-Pille, sondern echte Maßarbeit.
Darm und Hormone
Was ich dabei besonders spannend fand: Pia schickt viele ihrer Patientinnen zur Stuhlanalyse – und ich dachte nur: Yes! Das ist mein Part! Denn wenn wir Darm und Hormone gemeinsam anschauen, wird’s richtig rund. Ernährung, Mikrobiom, Darmschleimhaut, aber eben auch Zyklus und Hormone – all das gehört zusammen.
Wir sprechen auch über einen großen blinden Fleck im System: Wie schnell jungen Frauen bei PMS oder Zyklusproblemen einfach mal Antidepressiva verschrieben werden – ohne je den Darm, die Nährstoffversorgung oder die Hormonlage zu checken.
Diese Folge ist ein Weckruf – für dich, für mich, für alle Frauen, die sich mit „ist halt so“ nicht zufriedengeben wollen.Denn wir können was tun. Für unseren Darm. Für unsere Hormone. Für unser Leben.
Wenn du Pia direkt kontaktieren möchtest: Du findest sie in ihrer Praxis in Köln am Rudolfplatz. Ich verlinke sie dir in den Shownotes.
www.darmgluecklich.de. Instagram @diewebapothekerin
Infos für Dich auf https://www.hashimoto-deutschland.de , https://www.hashimotothyreoiditis.de/
Schön, dass du da bist – willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück! Heute reden wir über ein Organ, das winzig klein ist, aber gewaltige Auswirkungen auf dein gesamtes Leben haben kann: die Schilddrüse. Und wenn diese kleine Diva beschließt, in den Streik zu treten – oder sogar sich gegen dich zu verschwören – dann sprechen wir von einer Schilddrüsenunterfunktion oder wenn es zur Autoimmunerkrankung kommt noch spezifischer von einer
Hashimoto-Thyreoiditis.
Kennst du das? Ständig müde, ständig kalt, Gewichtszunahme trotz „Luft und Liebe“? Dann könnte eine Schilddrüsenunterfunktion bei dir mit am Werk sein. Also, lass uns tiefer eintauchen!
Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das vor deiner Luftröhre sitzt und zwei entscheidende Hormone produziert: T3 – das Trijodthyronin – und T4 – das Thyroxin. Diese regulieren alles: dein Energielevel, deine Körpertemperatur, dein Gewicht, deine Stimmung – und sogar, ob du morgens nach dem Wecker direkt aufstehst oder dich fünfmal umdrehst und weiterpennst. Damit die Schilddrüse diese Hormone überhaupt herstellen kann, braucht sie Jod, denn es ist ein zentraler Baustein von T3 und T4. Ohne ausreichend Jod läuft die Produktion auf Sparflamme – und mit ihr dein gesamter Stoffwechsel.
Lass uns das genauer anschauen:
Deine Schilddrüse ist ein wenig wie der Chef in Deinem Körper, der den Mitarbeitern (also deinen Zellen) Anweisungen gibt, wie schnell sie arbeiten sollen. Diese Anweisungen sind die Schilddrüsenhormone T3 und T4 – und ohne sie läuft in deinem Körper einiges schief.
Deine Schilddrüsenhormone sind besonders wichtig für dein Gehirn. Sie sorgen dafür, dass Nervenzellen wachsen, miteinander kommunizieren und ihre Aufgaben richtig ausführen. Ist die Produktion zu niedrig dann fühlst du dich oft müde, vergesslich und unkonzentriert. Es kann sogar sein, dass deine Reaktionsfähigkeit langsamer wird, du dich traurig oder ängstlich fühlst. Manche beschreiben es als „Nebel im Kopf“ – den sogenannten Brain-Fog – weil sie einfach nicht mehr so klar denken können wie früher.
Eine weitere Hauptaufgabe der Schilddrüsenhormone ist es, deinen Stoffwechsel anzukurbeln. Sie aktivieren die Natrium-Kalium-Pumpe in den Zellen, die wiederum den Energieverbrauch hochschraubt. Das bedeutet: Mehr Wärme, mehr Energie, mehr Power! Wenn aber zu wenig Hormone da sind, fährt dein Körper den Energieverbrauch runter. Die Folgen? Du frierst ständig, deine Körpertemperatur ist niedriger als normal und du fühlst dich schlapp. Auch dein Grundumsatz sinkt – das heißt, du verbrennst weniger Kalorien und nimmst leichter zu.
Schilddrüsenhormone helfen auch deinen Muskeln zu wachsen und zu arbeiten. Sie steuern das Herz, indem sie die Empfindlichkeit der Herzmuskelzellen für bestimmte Signale erhöhen. Sind zu wenige Schilddrüsenhormone im Blut, schlägt dein Herz langsamer, dein Kreislauf ist träge und du fühlst dich oft schwach und antriebslos. Manche Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion bemerken sogar, dass ihre Beine schwer sind oder sie sich nicht mehr so leicht zu Sport motivieren können.
Deine Schilddrüse hat auch Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt. Normalerweise sorgen die Hormone dafür, dass die Muskulatur in der Darmwand regelmäßig arbeitet und die Nahrung weiterbewegt wird. Wenn diese Hormone fehlen, wird der Darm träge – das kann zu Verstopfung, Blähungen oder einem unangenehmen Völlegefühl führen. Menschen mit Hashimoto haben oft das Gefühl, dass ihre Verdauung einfach viel langsamer funktioniert als früher.
Auch dein Aussehen bleibt nicht verschont. Schilddrüsenhormone steuern das Wachstum von Hautzellen und Haarwurzeln. Ohne sie wird die Haut trocken, rau und empfindlich, Haare werden dünn, brüchig oder fallen sogar vermehrt aus. Viele bekommen auch spröde Fingernägel oder bemerken, dass ihre Haut kälter und blasser wirkt als sonst.
Und noch etwas ist wichtig: Schilddrüsenhormone beeinflussen auch, wie dein Körper Fette und Zucker verarbeitet. Sie helfen dabei, Fett zu verbrennen und regulieren den Blutzucker. Wenn diese Hormone fehlen, kann es passieren, dass sich Cholesterinwerte erhöhen und du eher an Gewicht zunimmst – obwohl du gar nicht mehr isst als vorher. Auch dein Blutzucker kann durcheinandergeraten, was zu Heißhungerattacken oder Müdigkeit nach dem Essen führen kann
Du merkst also: Ohne Schilddrüse würden wir wie Faultiere durch die Welt schleichen – mit Heißhungerattacken, kaputter Haut und ewig schlechter Laune.
Was passiert bei einer Unterfunktion – wie Hashomoto?
Wenn die Schilddrüse nicht mehr richtig arbeitet, produziert sie zu wenig Hormone. Dann läuft dein Körper auf Sparflamme. Dein Stoffwechsel wird langsam, du bist ständig müde, dein Gehirn arbeitet gefühlt nur noch auf Standby. Klingt wie ein schlechter Witz, ist aber bittere Realität für viele Betroffene.
Wie entsteht jetzt so eine Hypothyreose – also eine Schilddrüsenunterfunktion?
Stell dir deinen Körper wie eine große Fabrik vor. Die Schilddrüse ist das Kraftwerk, das den Strom für alles liefert. Damit die Produktion reibungslos läuft, gibt es eine Chefetage im Gehirn: den Hypothalamus und die Hypophyse. Der Hypothalamus ist der große Stratege, der Befehle nach unten gibt, und die Hypophyse ist der Manager, der diese Befehle an die Schilddrüse weiterleitet.
Läuft alles rund, gibt der Hypothalamus den Startschuss mit einem Botenstoff, der sagt: „Mehr Energie!“. Die Hypophyse schickt daraufhin TSH – eine Art Arbeitsauftrag – zur Schilddrüse, damit sie die passenden Hormone produziert.
Aber was passiert, wenn die Schilddrüse streikt? Dann wird der Manager – die Hypophyse – nervös und ruft noch lauter: „Mehr Hormone, sofort!“. Die Schilddrüse versucht mitzuhalten, wächst vielleicht sogar um mehr zu produzieren, aber irgendwann kann sie einfach nicht mehr liefern. Das Ergebnis: Der Körper bekommt immer weniger Schilddrüsenhormone, und der Stoffwechsel geht in den Energiesparmodus. Alles wird langsamer – von der Verdauung bis zur Gehirnleistung.
Bei so einer Unterfunktion gibt es mehrere Szenarien:
Primäre Hypothyreose – Das Kraftwerk selbst streiktHier liegt das Problem direkt in der Schilddrüse. Sie bekommt zwar die Befehle von der Hypophyse, aber kann die Hormone nicht mehr in ausreichender Menge herstellen. Die häufigsten Gründe: Jodmangel, die Autoimmunerkrankung Hashimoto, eine Operation oder Medikamente, die die Funktion drosseln.
Sekundäre Hypothyreose – Der Manager versagtDie Hypophyse, die normalerweise TSH produziert und der Schilddrüse die Arbeitsaufträge gibt, fällt aus. Ohne diesen Anreiz fährt die Schilddrüse ihre Produktion runter, obwohl sie eigentlich noch arbeiten könnte. Das passiert zum Beispiel durch eine Erkrankung der Hypophyse.
Tertiäre Hypothyreose – Der Chef schweigtHier ist der Hypothalamus betroffen – also die oberste Steuerzentrale. Er gibt gar keine Befehle mehr, die Hypophyse bleibt untätig und die Schilddrüse bekommt überhaupt kein Signal, um Hormone zu produzieren. Diese Art ist sehr selten und tritt meist durch schwere Erkrankungen oder angeborene Störungen auf.
Egal, welche Form – am Ende bedeutet eine Hypothyreose immer: Der Körper bekommt nicht genug Energie, der Stoffwechsel verlangsamt sich und Betroffene fühlen sich oft müde, antriebslos und haben mit Gewichtszunahme zu kämpfen.
Welche Ursachen gibt es nun für so eine Schilddrüsenunterfunktion wei Hashimoto
Eine Unterfunktion kann angeboren oder erworben sein. Häufigste Ursache ist die Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse zerstört. Weitere Ursachen sind Jodmangel oder -überschuss, Schilddrüsenoperationen, Bestrahlung oder Medikamente wie Lithium und Amiodaron. Auch Erkrankungen der Hypophyse oder des Hypothalamus können eine Rolle spielen.
Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer, besonders nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Ein erhöhtes Risiko haben auch Menschen mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie, Typ-1-Diabetes oder rheumatoider Arthritis. Ein Mangel an Jod, Eisen, Selen oder Zink kann die Schilddrüsenfunktion zusätzlich beeinträchtigen.
Lass uns nun einmal auf die häufigste Ursache – die Hashimoto-Thyreoiditis – schauen
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse durch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Die Schilddrüse schrumpft nach und nach und produziert immer weniger Hormone. Bei Kindern führt dies oft zunächst zu einer Vergrößerung des Organs, während es bei Erwachsenen meist direkt zur Gewebeschrumpfung kommt.
Mögliche Auslöser sind genetische Faktoren, hormonelle Umstellungen wie Schwangerschaft oder Wechseljahre, chronischer Stress, Infektionen, Rauchen oder eine übermäßige Jodzufuhr. Wahrscheinlich ist es das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, das die Krankheit auslöst.
Anfangs kann Hashimoto paradoxerweise eine Überfunktion auslösen, weil durch die Zerstörung der Zellen gespeicherte Hormone freigesetzt werden. Später entwickelt sich die typische Unterfunktion mit den typischen Symptomen:
Du bist ständig müde, aber kannst trotzdem schlecht schlafen.
Dein Gewicht steigt, obwohl du nichts geändert hast.
Dein Gehirn fühlt sich an wie Wackelpudding – Konzentration? Fehlanzeige!
Deine Haare fallen aus oder werden strohig.
Deine Haut ist trocken und empfindlich.
Du frierst immer – selbst im Hochsommer.
Deine Verdauung ist ein Chaos: mal Verstopfung, mal Blähungen.
Kommt dir das bekannt vor?
Natürlich wollen wir kein Ratespiel bei so etwas wichtigem, daher schauen wir uns die Diagnostik der Erkrankung einmal an – Woher weißt du, dass du Hashimoto hast?
Wenn du die oben genannten Symptome hast, solltest du deine Schilddrüsenwerte checken lassen. Doch Achtung: Ein einfacher TSH-Wert reich
Folge mir auf Instagram
Interesse an einer Stuhlanalyse? Schreibe mir über mein Kontaktformular von Dir
Schön, dass du da bist – willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück! Heute geht’s um ein Hormon, das über dein Gewicht mit entscheidet, auch wenn du es nicht siehst oder spürst:
Insulin
Viele denken, Abnehmen sei einfach: Weniger essen, mehr bewegen. Aber warum klappt das bei vielen nicht? Warum gibt es Menschen, die alles „richtig“ machen – und trotzdem nicht abnehmen? Die Antwort liegt oft im Insulinstoffwechsel.
Insulin ist der Türsteher deines Stoffwechsels. Es entscheidet, was mit der Energie aus deinem Essen passiert. Gebildet wird es in der Bauchspeicheldrüse, genauer gesagt in den Betazellen. Sobald du isst, vor allem Kohlenhydrate, wird Insulin ausgeschüttet.
Und dann passiert Folgendes:
Insulin schnappt sich den Zucker aus dem Blut und bringt ihn in deine Zellen.Dort wird er entweder verbrannt (wenn du Energie brauchst) oder gespeichert (wenn du genug hast).Überschüssiger Zucker? Ab in die Fettzellen!
Hier kommt das Problem: Solange Insulin aktiv ist, bleibt die Fettverbrennung blockiert. Dein Körper kann nicht an seine Fettreserven ran, solange der Türsteher Insulin noch im Club ist.
Warum hindert Dich Insulin am Abnehmen?
Stell dir vor, dein Körper wäre ein Lagerhaus für Energie.
Du isst – Insulin steigt. Alles, was du nicht direkt verbrauchst, wird eingelagert.
Wenn du ständig isst, bleibt Insulin hoch. Dein Körper ist dann dauerhaft im „Speichern“-Modus.
Hoher Insulinspiegel = Fettverbrennung aus.
Dein Körper kann die Lagerbestände nicht freigeben, solange Insulin sagt: „Hier wird nur gespeichert, nix rausgeben!“
Insulinresistenz: Wenn Insulin ständig da ist, stumpfen deine Zellen ab. Dein Körper schüttet dann noch mehr Insulin aus – und du nimmst noch schneller zu.
Dauerhaft hohe Insulinwerte?
Willkommen in der Diabetes-Falle. Wer jahrelang Insulinresistenz hat, kann irgendwann Diabetes Typ 2 entwickeln. Dann geht’s ohne Medikamente oft nicht mehr.
Und jetzt mal ehrlich: Kennst du das?
Du isst morgens ein Brötchen mit Marmelade – dein Blutzucker schießt hoch. Insulin kommt, räumt auf – und zwei Stunden später sitzt du mit zittrigen Händen da und brauchst dringend was zu essen.
Willkommen im Blutzucker-Crash!
Dein Körper schreit nach neuer Energie – und das am besten sofort.Was machst du? Du isst wieder.Was macht dein Insulin? Steigt wieder.Die Spirale beginnt von vorne – und genau hier liegt das Problem!
Denn viele von uns sind in dieser Dauerschleife gefangen, ohne es zu merken. Und die Folgen?
HeißhungerattackenEnergietiefs nach dem EssenBauchfett, das einfach nicht weggehtKonzentrationsprobleme
Falls du dich hier wiedererkennst: Keine Panik! Die gute Nachricht ist: Es gibt Wege, Insulin zu regulieren – und genau darum geht’s jetzt!
Die 5 besten Hacks Deinen Insulinspiegel in den Griff zu bekommen
Lass uns über die 5 besten Hacks sprechen, mit denen du deinen Insulinspiegel endlich in den Griff bekommst…
Zunächst: Warum ist das wichtig? Weil dein Körper sonst ein Speicher-Weltmeister bleibt und du niemals an deine Fettreserven rankommst. Also los geht’s – hier sind die fünf mächtigsten Tricks, um dein Insulin zu zähmen!
1️. Iss weniger oft – Intervallfasten ist dein neuer bester Freund!
Jedes Mal, wenn du isst, geht Insulin nach oben. Jedes. Verdammte. Mal.Und wenn Insulin oben bleibt? Bleibt die Fettverbrennung aus. Also gib deinem Körper mal ’ne Pause!
Die Lösung: IntervallessenStatt von morgens bis abends zu snacken wie ein Eichhörnchen im Winter, gönn deinem Körper 14–16 Stunden ohne Essen. Das ist die magische Zeit, in der Insulin endlich absinken kann – und dein Körper an seine Fettreserven geht. Wenn Dir das zu extrem ist, dann versuche zumindest zwischen Deinen Mahlzeiten Pausen von 4-5 Stunden. Pause bedeutet: auch nicht mal einen Apfel zwischendurch essen.
Denke nicht „Ich darf nichts essen“, sondern „Ich gebe meinem Körper eine Pause“.Ein Bonus für Dich: Weniger Mahlzeiten = weniger Küchenchaos = weniger Abwasch. Win-win! Also so kann man weniger essen ja auch betrachten!
2️. Hack: Frühstück entscheidet ALLES!
Morgens die falsche Wahl getroffen – und dein Tag ist gelaufen. Dein Blutzucker? Eine Achterbahnfahrt!Brötchen mit Marmelade? Garantiertes Blutzuckerchaos!Rührei mit Avocado? Stabiler Blutzucker, weniger Heißhunger!
Denk dran: Was du morgens isst, bestimmt deinen ganzen Tag! Wenn du mit Zucker startest, wirst du den ganzen Tag nach mehr verlangen. Wenn du mit Eiweiß und gesunden Fetten startest, bleibst du satt und stabil.
Schlechter Plan: Croissant + Latte Macchiato = Hunger in zwei Stunden.
Besserer Plan: Eier, Avocado, Nüsse, griechischer Joghurt mit Beeren.Fazit: Iss wie ein Boss – nicht wie ein Kleinkind mit freiem Zugang zur Keksdose.
Mein 3️. Tipp: Ballaststoffe sind dein Gamechanger!
Ballaststoffe sind wie ein Bodyguard für deinen Blutzucker. Sie bremsen die Zuckeraufnahme und sorgen dafür, dass dein Insulin gar nicht erst explodiert.
Schlechte Wahl: Weißbrot, Kekse, Cornflakes – also alles, was sich schneller im Mund auflöst als ein Schneeball in der Hölle.
Gute Wahl: Haferflocken mit Leinsamen, Chiasamen, Gemüse und wenn Du sie verträgst…auch Hülsenfrüchte.Denke an Ballaststoffe wie an Tempolimits für Zucker. Ohne sie rast der Zucker wie ein Ferrari durch deine Blutbahn – mit ihnen fährt er gemütlich wie ein Sonntagsfahrer.
4️. Hack: Bewegung nach dem Essen – der schnellste Trick gegen Insulinspitzen!
Zur Erinnerung: Essen = Blutzucker steigt.Blutzucker steigt = Insulin steigt.Insulin steigt = Fettverbrennung aus.
Es sei denn, du bewegst dich!
10 Minuten spazieren nach dem Essen – und dein Blutzucker fällt sanfter ab, ohne dass Insulin ausrasten muss.Noch besser: Kniebeugen, Wandsitzen, ein paar Hampelmänner – alles hilft!
Denke an Bewegung wie an einen Reset-Button für dein Insulin. Ein kurzer Spaziergang ist wie ein „Alles klar, wir brauchen nicht so viel Insulin“-Signal an deinen Körper.
Fazit: Dein Sofa liebt dich – aber dein Insulin hasst es.
Last but not least: 5. Stress reduzieren – dein geheimer Insulin-Booster!
Cortisol – Dein Stresshormon – und Insulin sind beste Freunde. Und wenn Cortisol steigt, steigt Insulin – und dein Körper bunkert Fett, als würde er sich auf eine Hungersnot vorbereiten.
Dieser Punkt ist in der heutigen Zeit vielleicht sogar unser größter Gegner: Zu viel Stress? Dein Körper denkt: „Oh nein, wir müssen überleben!“ → Fett speichern.Entspanntes Nervensystem? Dein Körper denkt: „Alles cool, wir können Fett verbrennen.“
Also, was tun?Meditation, Atemübungen, Natur, Yoga – ja, das wirkt wirklich!Tief durchatmen, wenn dich jemand nervt – statt Schokolade reinzuschieben.7-8 Stunden Schlaf – denn Schlafmangel pusht Insulin noch mehr!
Fazit: Weniger Stress = weniger Insulin = mehr Fettverbrennung. So einfach.
Das Fazit für Deinen Insulinspiegel
Lass uns das einmal zusammenfassen – Also das große Fazit:
Weniger Mahlzeiten, besseres Frühstück, Ballaststoffe, Bewegung und weniger Stress – das ist die Formel, um dein Insulin zu zähmen und endlich Fett zu verbrennen.
Wenn du das umsetzt, wirst du staunen, wie dein Körper reagiert. Und nein, du musst dafür nicht dein Leben auf den Kopf stellen. Fang mit einer Sache an – und der Rest kommt von allein.
In meinem Start-Up Abnehmkurs setzen wir genau diese Prinzipien gerade mit 12 Teilnehmer:innen in die Praxis um. Wir kümmern uns nicht nur mit den richtigen Techniken um weniger Snacken, einen stabilen Blutzucker, sondern natürlich auch um die richtige Darmflora – und das führt nachhaltig zu unglaublichen Ergebnissen, die im Gegensatz zu anderen Programmen auch das Zentrum Deiner Gesundheit – deinen Darm – mit berücksichtigen!
Dieser Kurs ist der perfekte Einstieg, wenn du dein Gewicht endlich langfristig in den Griff bekommen willst – und zwar ohne Hungern oder komplizierte Diäten. Das Beste: Ab Frühsommer wird der Kurs in der Darmakademie für alle verfügbar sein!
Wenn du also lernen willst, wie du dein Insulin regulierst, deinen Darm stärkst und nachhaltig abnimmst, dann bleib hier dran – es lohnt sich!
So, das war’s – dein Fahrplan für einen stabilen Blutzucker und echte Fettverbrennung. Was ist dein erster Hack, den du umsetzen wirst?
Übrigens – natürlich, wir sind hier ja bei Darmglücklich, also kommen wir nicht drum herum, uns auch nochmal den Darm als heimlichen Strippenzieher beim Thema Blutzucker anzusehen. Denn dein Mikrobiom – also die Billionen von Bakterien in deinem Darm – hat einen direkten Einfluss darauf, wie dein Körper Zucker verarbeitet.
Dein Darm kann entscheiden, ob du Heißhunger bekommst oder satt bleibst!
Bestimmte Darmbakterien helfen dabei, Zucker langsamer aufzunehmen. Sie sorgen dafür, dass dein Blutzucker nicht in die Höhe schießt und dein Insulinspiegel stabil bleibt.
Andere Bakterien sind leider nicht so nett. Sie fördern Entzündungen, die die Insulinempfindlichkeit deiner Zellen verschlechtern – und genau das führt zu Insulinresistenz. Ergebnis? Dein Körper produziert immer mehr Insulin, dein Fettstoffwechsel bleibt blockiert – und Abnehmen wird zur echten Herausforderung.
Es gibt zwei Hauptgruppen von Darmbakterien, die besonders großen Einfluss auf dein Gewicht und deinen Blutzucker haben:
Firmicutes – Die „Energiesparer“ unter den Darmbakterien. Sie sind wahre Meister darin, aus jeder Kalorie das Maximum rauszuholen. Wenn du viele davon hast, speichert dein Körper Nahrung besonders effizient – leider auch in Form von Fett.
Bacteroidetes – Die „Schlankmacher“. Sie helfen dabei, Kalorien nicht übermäßig zu speichern und unterstützen eine bessere Blutzuckerverwertung. Ein gutes Verhältnis dieser Bakterien kann also entscheidend dafür sein, wie dein Stoffwechsel funktioniert.
Das Problem: Viele Menschen mit Insulinproblemen oder Übergewicht haben ei
Was hat Dein Darm mit Abnehmen zu tun?
Vielleicht hast du das auch schon mal erlebt: Du isst mit einem Freund/einer Freundin exakt das Gleiche, ihr macht sogar gemeinsam Sport – aber sie oder er nimmt locker ab, während bei dir… nichts passiert.
Frustrierend? Ja. Zufall? Nein.
Dein Darm ist ein maßgeblicher Faktor dafür, wie gut dein Körper mit Nahrung umgeht. Und mal ganz ehrlich…angekommen ist das scheinbar bei den Wenigstens.
Noch vor einer Woche machte ich hierzu ein Reel auf Instagram mit dem Titel ‚ich nehme nicht ab, obwohl ich kaum etwas esse‘…denn sorry…so geht es wirklich vielen und kaum jemand kennt die Beteiligung des Mikrobioms an diesem Szenario. Hier schrieb ein – naja, ich nenne ihn mal – ein ‚von sich selbst überzeugter‘ – unter das Reel:
Naja, das ist hier ziemlich irreführend. Ja, die Darmflora ist wichtig. Aber wenn du im Kaloriendefizit bist, nimmst du trotzdem ab, wo soll denn die fehlende Energie herkommen? Tja, was soll man von einem User halten mit 1342 Followern bei 0 Beiträgen? Richtig! Nichts!
Aber die Antwort auf Deine Frage: Wo soll denn die fehlende Energie herkommen? Die Antwort, lieber Jordan, gibt es heute trotzdem – also hör gut zu!
Denn klar, es Klingt erstmal unfair mit ‚ich esse quasi nix – bin also im Kaloriendefizit wie ‚mann‘ so schön sagt – aber ich nehme trotzdem nicht ab‘
Tja, unser Mikrobiom – also die Billionen von Bakterien, die in deinem Darm leben – sie beeinflussen, wie dein Körper Kalorien verarbeitet, ob du Heißhunger hast oder dich satt fühlst und wie gut dein Stoffwechsel läuft. Die zwei Hauptakteure dabei?
Firmicuten und Bacteroidetes.
Firmicuten vs. Bacteroidetes – wer bestimmt dein Gewicht?
Das klingt jetzt wie zwei Gladiatoren in der Arena – und irgendwie ist es das auch.
Firmicuten sind die „Effizienz-Bakterien“. Sie pressen aus jeder Kalorie das Maximum raus. Gut, wenn du in der Steinzeit ums Überleben kämpfen musst. Schlecht, wenn du in der heutigen Zeit abnehmen willst.
Bacteroidetes hingegen sind eher „lässig“ unterwegs – sie sorgen dafür, dass du Kalorien nicht so effizient speicherst.
Je mehr Firmicuten du hast, desto schwieriger wird es für dich, abzunehmen – weil dein Körper einfach mehr aus der Nahrung herausholt als bei jemandem mit mehr Bacteroidetes und das ist mit 10-12 % mehr Energie auch aus sozusagen ‚leeren Kalorien‘ wie den Ballaststoffen nicht gerade wenig.
Doch ganz so schwarz-weiß kann man das natürlich nicht sehen und ist es auch nicht. Unsere Firmicuten sind keineswegs nur die Bösewichte – sie sind vielmehr wahre Allround-Talente, die essenzielle Aufgaben in unserem Darm übernehmen:
• Ballaststoffabbau: Sie sind Experten darin, unverdauliche Nahrungsbestandteile in wertvolle kurzkettige Fettsäuren umzuwandeln, die nicht nur als Energiequelle dienen, sondern auch wichtige Signale an den Körper senden.• Produktion kurzkettiger Fettsäuren: Mit Substanzen wie Butyrat, Acetat und Propionat fördern sie die Gesundheit der Darmzellen, unterstützen einen ausgeglichenen Stoffwechsel und wirken entzündungshemmend.• Unterstützung der Darmbarriere: Ihre Tätigkeit trägt maßgeblich dazu bei, dass unsere Darmwand stabil und intakt bleibt – ein wichtiger Schutz gegen schädliche Eindringlinge.• Modulation des Immunsystems: Durch ihre Aktivitäten helfen sie, das Immunsystem im Gleichgewicht zu halten und übermäßige Entzündungsreaktionen zu vermeiden.• Optimierung der Nährstoffverwertung: Sie sorgen dafür, dass wir aus unserer Nahrung das Maximum an wertvollen Nährstoffen herausholen.
Der Clou dabei ist: Es geht nicht darum, Firmicuten pauschal als „schlecht“ zu verunglimpfen. Das Besondere ist das Zusammenspiel aller Mikroorganismen – insbesondere das Gleichgewicht zwischen Firmicuten und Bacteroidetes – dies ist entscheidend für unsere Gesundheit und ebenso für Dein Gewicht. Ohne Firmicuten würde uns ein wichtiger Teil des Ganzen fehlen, und nur in harmonischer Balance können alle positiven Funktionen voll zur Geltung kommen. Ein übermäßiges Zuviel hat jedoch Einfluss auf Dein Gewicht.
Reicht ein Energiedefizit alleine aus?
Kurze Antwort: Nö.Längere Antwort: Es kommt drauf an.
Ja, eine negative Energiebilanz ist grundsätzlich notwendig, um Gewicht zu verlieren. Aber Dein Darm macht die Regeln.
Ist dein Darm entzündet? Dann wird dein Körper in den „Notfallmodus“ schalten und Fett eher speichern als verbrennen.
Fehlen dir bestimmte Darmbakterien? Dann hast du mehr Heißhunger und weniger Sättigungsgefühl.
Hast du eine dysbiotische Darmflora – also vieler schlechte Keime? Dann kann es sein, dass dein Körper Nährstoffe nicht richtig verwertet und du trotz Kaloriendefizit müde, schlapp und gereizt bist.
Ergo: Einfach weniger essen funktioniert für viele nicht. Dein Darm muss erstmal in die Lage versetzt werden, überhaupt optimal mit der Nahrung umzugehen.
Lass uns einen kurzen Exkurs zu Diäten machen – denn diese führen oft in die Sackgasse
Exkurs zu Diäten – Abnehmen mit Diäten führt oft in die Sackgasse
Klassische Diäten sind… sagen wir mal: ein schlechter Witz.
Einseitige Diäten und ihre Probleme:Diäten wie Saftkuren oder Kohlsuppen setzen auf ein eng begrenztes Spektrum an Lebensmitteln. Das führt dazu, dass dir schnell die Vielfalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen fehlt – all das, was dein Körper für optimale Funktionen braucht. Zudem wird das natürliche Zusammenspiel deiner Hormone gestört. Besonders betroffen sind Ghrelin und Leptin: Ghrelin, das „Hungerhormon“, signalisiert deinem Gehirn, dass es Zeit zum Essen ist, während Leptin dafür sorgt, dass du dich satt fühlst. Wenn dein Speiseplan immer gleich bleibt, steigt oft der Ghrelinspiegel, während der Leptinspiegel sinkt. Das führt dazu, dass du ständig Hunger verspürst, selbst wenn dein Körper eigentlich ausreichend versorgt wäre.
Diäten gehen gegen deine Biologie:
Extreme Diäten, bei denen bestimmte Lebensmittelgruppen komplett ausgeschlossen oder die Kalorienzufuhr drastisch reduziert werden, widersprechen dem natürlichen Rhythmus deines Körpers. Über Jahrtausende hinweg hat sich dein Stoffwechsel an eine ausgewogene und vielfältige Nährstoffzufuhr angepasst. Wenn du diesen natürlichen Prozess unterbrichst, gerät das fein abgestimmte Zusammenspiel zwischen Ghrelin und Leptin ins Wanken. Dein Körper interpretiert den Nährstoffmangel als akute Krise und schaltet in einen Energiesparmodus – ein Mechanismus, der uns eigentlich vor echten Hungersnöten schützen soll, aber bei extremen Diäten langfristig deinen Erfolg sabotiert.
Jojo-Effekt und der Grundumsatz im Detail:
Der Grundumsatz, auch Basalmetabolismus genannt, ist die Energiemenge, die dein Körper in Ruhe benötigt, um grundlegende Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Zellreparatur aufrechtzuerhalten. Mithilfe von Formeln wie der Harris-Benedict- oder der Mifflin-St. Jeor-Formel kannst du diesen Wert berechnen – was dir hilft, deinen tatsächlichen Energiebedarf realistisch einzuschätzen. Ernährst du dich über längere Zeit unterhalb deines Grundumsatzes, gerät dein Körper in den sogenannten Hungermodus. Dabei verlangsamt sich dein Stoffwechsel, um Energie zu sparen. Dieser Zustand führt zu einem dauerhaften Hungergefühl, Energiemangel und oft auch zu Stimmungsschwankungen. Sobald du wieder „normal“ isst, arbeitet dein Körper weiterhin auf dem reduzierten Metabolismus-Niveau – und genau hier setzt der Jojo-Effekt ein: Dein Gewicht steigt schnell wieder an, weil dein Körper gelernt hat, mit weniger auszukommen.
Deshalb dreht sich beim darmfreundlichen Abnehmen nicht alles um weniger Kalorien, sondern um bessere Kalorien – also um eine Ernährung, die im Einklang mit deiner Biologie steht und langfristig zu einem gesunden, ausgewogenen Lebensstil führt.
Ich weiß, dass Abnehmen für viele ein harter Kampf ist – deshalb habe ich einen völlig neuen, darmfreundlichen Abnehmkurs entwickelt, den es in dieser Form auf dem Markt schlichtweg nicht gibt. Mein Konzept kombiniert wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem praxisnahen, individuell abgestimmten Ansatz – bedürfnisorientiert und ohne 08/15-Tipps.
Exklusive Pilotphase nach Karneval
Direkt im Anschluss an Karneval starte ich mit 12 engagierten Freiwilligen, die gemeinsam an ihrer Darmgesundheit und ihrem Gewicht arbeiten. Der enge Austausch in dieser kleinen Gruppe ermöglicht es, die größten Herausforderungen sofort zu erkennen und passgenaue Lösungen zu entwickeln – nicht nur fürs Abnehmen, sondern auch für begleitende, darmbedingte Probleme wie Autoimmunerkrankungen oder auch Reizdarm.
Ganzheitlicher, individueller AnsatzIn diesem Kurs geht es nicht um kurzfristige Erfolge, sondern um das tiefgehende Verständnis des Zusammenspiels zwischen Darm und Körper. Wir analysieren, wie eine ausgewogene Darmflora den Stoffwechsel nachhaltig unterstützt und helfen dir, typische Diätfallen zu vermeiden. Dabei steht die Stärkung deines Körpers von innen im Mittelpunkt – jeder Mensch ist einzigartig und benötigt einen maßgeschneiderten Plan.
Innovation und persönlicher AustauschMit viel Herzblut, Experimentierfreude und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen, biete ich einen interaktiven Kurs, der garantiert nicht langweilig wird. Hier gibt es keine Standardlösungen, sondern praxisnahe Strategien, die langfristig wirken.Der Kurs wird ab Frühsommer über meine Darmakademie-Seite übrigens für alle zugänglich sein.
Mit diesem Konzept möchte ich neue Wege zum nachhaltigen Erfolg aufzeigen und ein Bewusstsein für die Bedeutung einer gesunden Darmflora schaffen – denn wahrer Erfolg beginnt wirklich von innen.
Was gehört zu einem darmgesunden Abnehmen dazu?
Ein nachhaltiger Abnehmprozess beginnt nicht mit Kalorienzählen, sondern mit deinem Darm. Hier die wichtigsten Bausteine:
✅ Kenntnis über deinen Darmzustand: Ohne eine Analyse tappt man im Dunkeln. Wer weiß, was in seinem Darm los ist, kann gezielt handeln.✅ Eine sanfte Darmrei
Herzlich willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück!
Schön, dass du wieder eingeschaltet hast. Heute reden wir über etwas, das dir vielleicht ein mulmiges Gefühl im Bauch beschert – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich erkläre dir, warum dein Stuhl fettig erscheint, was das mit deiner Bauchspeicheldrüse und deinen Gallensäuren zu tun hat und wie du selbst Schuld an deinen Verdauungsproblemen sein könntest. Ja, auch du – manchmal liegt’s eben an uns selber! Naja…ehrlich gesagt, sehr häufig sogar.
Lass uns gleich mal mit deiner Bauchspeicheldrüse loslegen. Stell dir vor, in deinem Bauch gibt es einen kleinen, unscheinbaren Superhelden, der oft im Schatten der großen Promis wie Herz, Leber, Magen und Darm steht. Aber ohne diesen Helden würde bei dir gar nichts richtig laufen!
Wo liegt die Bauchspeicheldrüse, die übrigens auch Pankreas genannst wird?
Sie sitzt ganz versteckt hinten in deinem Bauch, direkt hinter deinem Magen – sozusagen wie ein geheimer Helfer, den man nicht immer sieht, der aber super wichtig ist.
Was macht die Bauchspeicheldrüse?
Sie arbeitet in zwei Teams:
Das exokrine Team (das sind etwa 98 % der Bauchspeicheldrüse) produziert winzige Helferchen, die man Enzyme nennt. Ein ganz wichtiges Enzym heißt Pankreaselastase. Diese Enzyme sind wie kleine Scheren, die dein Essen in ganz viele kleine Teile schneiden, damit dein Körper die Nährstoffe aufnehmen kann.
Das endokrine Team (das macht nur ca. 2 % aus) ist dafür zuständig, wichtige Hormone, wie zum Beispiel Insulin, in dein Blut zu schicken. Insulin hilft dabei, dass dein Zucker im Blut nicht zu hoch oder zu niedrig wird.
Was passiert, wenn etwas nicht stimmt?
Manchmal arbeitet das exokrine Team nicht so gut, wie es sollte. Wenn nicht genügend Enzyme wie Pankreaselastase produziert werden, bleiben Fette und andere Nahrungsbestandteile zu groß und werden nicht richtig zerlegt. Diese unzerkleinerten Fettstücke gelangen dann in deinen Dickdarm und „feiern dort eine Party“, was zu Blähungen, Bauchschmerzen oder sogar fettigen Durchfällen führen kann.
Und manchmal wird der kleine Held auch richtig krank – es entsteht zum Beispiel eine Pankreatitis – eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Dabei werden die Enzyme, die eigentlich im Darm arbeiten sollen, schon zu früh aktiviert und greifen dann aus Versehen die Bauchspeicheldrüse selbst an. Das kann passieren, wenn zum Beispiel Gallensteine im Weg sind oder wenn jemand zu viel Alkohol trinkt.
Warum ist das – neben den Gallensäuren – so wichtig für deinen Darm?
Nachdem die Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse ihr Werk getan haben, fließt alles in deinen Dünndarm, wo dein Körper die kleinen Bausteine – also die Nährstoffe – aufnimmt. Wenn die Enzyme fehlen oder zu wenig da sind, bleiben die großen Fettstücke übrig. Diese gelangen dann in den Dickdarm, wo sie von den Darmbakterien weiterverarbeitet werden. Dabei kann es zu unangenehmen Gasen und Bauchschmerzen kommen.
Deshalb kann es sein, dass Du bei einer zu geringen leistung Deiner exokrinen Bauchspeicheldrüse, also bei zu wenig an Enzym Pankreaselastase Du vom Arzt eventuell auf Enzymersatzpräparate eingestellt wird und deinen Bauch mit leichter, gut verdaulicher Kost entlasten sollst. So hilfst du deinem kleinen Superhelden, seine Arbeit zu machen, und sorgst dafür, dass dein Verdauungssystem rund läuft!
Kurz gesagt: Auch wenn die Bauchspeicheldrüse nicht der große Star unter den Organen ist, spielt sie eine ganz wichtige Rolle – und wenn sie nicht richtig arbeitet, merkt es dein ganzer Bauch! Festzustellen ist die Müdigkeit Deiner Bauchspeicheldrüse übrigens in einer Stuhlanalyse, da ich hier auch immer nach der Pankreaselastase im Stuhl schaue.
Kommen wir nun zu deinen Gallensäuren
…den wahren Fettlösern in deinem Körper, und einem Thema, das fast so spannend ist wie ein Krimi im Bauch!
Stell dir vor, deine Leber zaubert täglich eine goldene Flüssigkeit: die Gallenflüssigkeit, die vor allem aus Gallensäuren besteht. Diese Flüssigkeit wird in deiner Gallenblase gesammelt – einem kleinen Organ, das sich direkt unter deiner Leber auf der rechten Seite deines Bauches befindet. Die Gallenblase ist wie ein praktisches Lager, in dem deine Leber die frisch produzierten Gallensäuren aufbewahrt, bis sie nach einer Mahlzeit gebraucht werden.
Was machen diese Gallensäuren?
Sobald du isst, öffnet sich die Gallenblase und schickt die Gallensäuren in deinen Dünndarm – genauer gesagt in den Ileum, den letzten Abschnitt des Dünndarms. Dort helfen sie dabei, Fette in winzige Tröpfchen zu zerlegen, damit deine Enzyme sie optimal aufspalten können. Ohne diese Emulgierung würden Fette wie große Klumpen bleiben und dein Körper hätte Schwierigkeiten, sie zu verwerten.
Kannst du ohne deine Gallenblase leben?
Theoretisch ja, aber es wird nicht ganz so bequem. Menschen ohne Gallenblase bekommen ständig eine kleine Portion Galle direkt aus der Leber – das ist zwar machbar, aber oft weniger effizient. So kann es passieren, dass nicht alle Gallensäuren rechtzeitig in den Dünndarm gelangen, was langfristig zu Problemen führen kann.
Und hier wird’s richtig interessant:Wenn deine Gallensäuren nicht richtig reabsorbiert werden – etwa weil etwas im Dünndarm nicht stimmt – gelangen zu viele von ihnen in deinen Dickdarm. Dort üben sie eine osmotische Wirkung aus, das heißt, sie ziehen Wasser an. Das kann zu chronischem, wässrigem Durchfall führen – ein Zustand, der als Gallensäurenverlustsyndrom oder BAD (bile acid diarrhoea) bezeichnet wird. Viele Betroffene kennen das Gefühl nur zu gut: krampfartige Bauchschmerzen, unkontrollierbarer Toilettendrang und – als ob das nicht schon schlimm genug wäre – auch ein fettiger Stuhl (Steatorrhö), weil die Fette nicht richtig aufgenommen werden können.
Warum passiert das?Manchmal sind Operationen am Dünndarm, Strahlentherapien oder chronische entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn schuld. Aber auch ganz ohne diese Ursachen kann es passieren, dass der enterohepatische Kreislauf gestört ist und somit zu viele Gallensäuren in den Dickdarm wandern.
Was kannst du dagegen tun?
Zum Glück lässt sich das Gallensäurenverlustsyndrom gut diagnostizieren – zum Beispiel mit einer Stuhlprobe, bei der der Gallensäuregehalt gemessen wird, oder durch spezielle nicht-invasive Scans. Zur Behandlung verschreibt man in der Regel sogenannte Gallensäurenkomplexbildner (BAS), die die überschüssigen Gallensäuren binden, damit sie nicht weiter deinen Dickdarm reizen. Zudem ist es ratsam, deine Ernährung umzustellen: Eine fettreduzierte Kost hilft dabei, den Bedarf an Gallensäuren zu senken und Beschwerden zu mildern. Und vergiss nicht, dass durch den Gallensäurenverlust auch fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) schlechter aufgenommen werden – hier kann eine gezielte Vitaminergänzung sinnvoll sein.
Kurz gesagt:Deine Gallenblase und die darin gespeicherten Gallensäuren sind unverzichtbare Helfer, wenn es um die Fettverdauung geht. Ist ihr Kreislauf gestört, kann das zu einem echten Albtraum werden – mit chronischem Durchfall, Bauchkrämpfen und fettigem Stuhl als Folge. Weil diese Symptome wie die einese sogenannten Reizdarmes sind, merkst Du vielleicht wie wichtig eine richtige Diagnose Deiner Beschwerden sind. Es ist unglaublich wichtig hier die Ursachen zu behandeln und nicht nur auf den Durchfall oder die Bauchkrämpfe mit Symptombehandlern zu reagieren.
Auch diese Problematik deckt übrigens eine Stuhlananlyse auf und zum Glück gibt es dann wirksame Therapien und eine Ernährungsumstellung, die dir helfen, wieder für mehr Balance in deinem Bauch zu sorgen.
Aber Moment, es gibt da noch ein weiteren Übeltäter von zu viel Fett im Stuhl: naja…eben klassische Ernährungsfehler.Ja, manchmal bist du selbst schuld! Zu oft schleppst du fettreiche, stark verarbeitete oder schlicht ungeschickt zubereitete Speisen in deinen Mund – und dein Darm protestiert. Frittieren, Panieren und das ständige Schlemmen von fettigen Leckereien können deinen Verdauungsprozess ganz schön ins Wanken bringen. Dabei spielt auch die Ballaststoffzufuhr eine Rolle: Ohne die passenden Fasern fühlt sich dein Darm wie ein verstopfter Abfluss an. Hier hilft dir vor allem, wenn du kleinere Portionen über den Tag verteilst, Speisen schonend zubereitest und auf natürliche Bitterstoffe setzt, die nicht nur den Gaumen, sondern auch deine Gallensäureproduktion in Schwung bringen.
Also, wenn du mal fettige Reste im Stuhl entdeckst, könnten das drei Dinge sein:
Ein Mangel an Pankreaselastase: Dein Enzym-Helden-Team kommt nicht in Schwung, und die Fette feiern ihre unverdauten Partys im Darm.
Gestörte Gallensäuren: Wenn deine Fettlöser nicht richtig arbeiten, bleibt das Fett in der Suppe – oder besser gesagt, im Stuhl.
Ernährungsfehler: Frittiertes, stark verarbeitetes Essen und falsche Zubereitungsmethoden machen deinen Darm zu einem echten Problemfall.
Was kannst du jetzt tun? Hier ein paar praktische, lockere Tipps, die ich dir ans Herz legen möchte. Ganz klar: Mach eine Stuhlanalyse, wenn dich solche Symptome, wie eben beschrieben, quälen. Denn es ist super wichtig auf Ursachenforschung zu gehen…ansonsten wird sich nie was ändern.
Wenn die Fettverdauung dann wirklich ein Problem darstellt, dann kann Dir folgendes helfen:
Iss in kleinen Portionen: Verteile deine Mahlzeiten auf 6–7 kleine Portionen am Tag. So hat dein Bauch genug Zeit, sich zu erholen, und deine Bauchspeicheldrüse muss nicht gleich Überstunden schieben.
Setze auf schonende Zubereitung: Dampfgaren, Dünsten oder Garen in Folie – das sind deine Freunde, wenn es um leichte Kost geht. Frittieren und Panieren kannst du getrost in den Ruhestand schicken.
Achte auf eine fettarme Ernährung – aber bloß nicht fettfrei: Verwende hochwertige Öle nur in kleinen Mengen und ersetze stark fettreiche Gerichte durch leichtere Alternativen.
Integriere bitterstoffreiche Lebensmittel: Zutaten wie Endivien, Chico
Schön, dass du da bist – willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück!
Dein Darmimmunsystem: Dein Darm als Immun-Bodyguard
Wusstest du, dass mehr als 70 % deines Immunsystems im Darm sitzen? Dein Mikrobiom – also die Abermillionen Bakterien, die in deinem Darm leben – spielt eine zentrale Rolle dabei, Krankheitserreger abzuwehren. Stell dir dein Mikrobiom wie eine eingespielte Security-Truppe vor: Die „guten“ Bakterien arbeiten rund um die Uhr, um unerwünschte Eindringlinge wie Grippeviren, Erkältungsbakterien oder gar Corona in Schach zu halten. Wenn dein Darm stark ist, kann er wie ein aufmerksamer Türsteher entscheiden, wer reinkommt und wer lieber draußen bleibt.
Ein starkes Darmimmunsystem ist entscheidend für deine allgemeine Gesundheit. Dein Darmimmunsystem hilft nicht nur dabei, Krankheitserreger zu bekämpfen, sondern unterstützt auch deine Verdauung und dein allgemeines Wohlbefinden.
Die Pflege eines starken Darmimmunsystems erfordert Aufmerksamkeit für Ernährung und Lebensstil. Das ist der Schlüssel zu optimaler Gesundheit.
Doch im Winter hat es unser Immunsystem nicht leicht: Kalte Temperaturen, trockene Heizungsluft, wenig Sonnenlicht – all das kann die Abwehr schwächen und Krankheitserregern die perfekte Angriffsfläche bieten. Besonders trockene Heizungsluft, die durch Fußbodenheizungen oder Zentralheizungen verstärkt wird, kann unsere Schleimhäute austrocknen und sie anfälliger für Infektionen machen.
Im Winter ist es besonders wichtig, dein Darmimmunsystem zu stärken. Das gelingt durch eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D und eine gesunde Ernährung.
Ein starkes Darmimmunsystem kann dir helfen, Infektionen abzuwehren und dich schneller von Krankheiten zu erholen. Achte also darauf, dein Darmimmunsystem stets gut zu unterstützen!
Ein einfacher Trick: Setze auf Raumbefeuchter, wie ich sie sowohl in meiner Apotheke für mein Team als auch zu Hause nutze. Alternativ kannst du Schalen mit Wasser auf die Heizung stellen oder regelmäßig lüften, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Auch Zimmerpflanzen wie Grünlilie oder Einblatt helfen, das Raumklima zu verbessern. Aber es lohnt sich, nicht nur auf eine gesunde Raumluft zu achten, sondern auch die richtigen Nährstoffe zuzuführen.
Wenn du gesund bleiben möchtest, solltest du dein Darmimmunsystem ernst nehmen und nicht vernachlässigen.
Warum Vitamin D dein Winter-Gamechanger ist für dein Darmimmunsystem
Wenn du dein Darmimmunsystem stärken möchtest, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend. Trinke genügend Wasser, damit dein Immunsystem optimal arbeiten kann.
Ein gut funktionierendes Darmimmunsystem ist die Grundlage für eine gute Gesundheit – besonders in den kalten Monaten.
Vergiss nicht: Eine gesunde Darmflora ist essenziell für ein starkes Darmimmunsystem. Probiotika können dabei helfen!
Und genau hier kommt Vitamin D ins Spiel – ein echter Immunbooster, der in der dunklen Jahreszeit oft vernachlässigt wird. Kaum Sonnenlicht, wenig frische Luft – dein Vitamin-D-Spiegel kann in den Wintermonaten ordentlich in den Keller rauschen. Und genau hier liegt das Problem: Vitamin D ist für dein (Darm)Immunsystem unverzichtbar! Es hilft, die Produktion von Abwehrzellen anzukurbeln und Entzündungen zu reduzieren. Studien zeigen, dass Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel anfälliger für Atemwegsinfekte sind.
Denke daran: Ein starkes Darmimmunsystem ist der Schlüssel zu einer besseren Widerstandskraft gegen Krankheiten und Infektionen.
Lass uns einen kurze Exkurs zu Vitamin D machen: Wusstest du, dass Vitamin D eigentlich gar kein Vitamin, sondern ein Hormon ist? Es wird in der Haut produziert, wenn sie Sonnenlicht ausgesetzt ist, und spielt eine essenzielle Rolle für viele Körperfunktionen. Neben der Unterstützung des Immunsystems ist es wichtig für die Knochengesundheit, die Muskelfunktion und sogar für die Stimmung. Ein Mangel kann sich durch Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder Muskelschwäche bemerkbar machen.
Dein Darmimmunsystem profitiert auch von ausreichend Schlaf und Entspannung. Stressabbau ist entscheidend!
Doch wie kannst du es aufnehmen? Die Hauptquelle ist das Sonnenlicht – deshalb ist es im Winter oft schwierig, genug davon zu bekommen. Ehrlich gesagt ist es in unseren Breitengraden auch im Sommer schwierig…zumal: gehst Du nicht auch mit Lichtschutzfaktor eingeschmiert in die knalle Sonne? Bingo! Keine Vitamin-D Produktion.
Mach dein Darmimmunsystem zur Priorität – dein Körper wird es dir danken!
Vitamin-D-reiche Lebensmittel wie fetter Fisch – zum Beispiel Lachs und Makrele, Eier oder Pilze könnten zwar helfen, aber meist ist die Aufnahme von Vitamin D aus der Nahrung zu vernachlässigen. Was bleibt? Eine gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel. Dies könnte sinnvoll sein, besonders wie gesagt in den dunklen Monaten.
Ein Bluttest gibt Aufschluss darüber, ob dein Vitamin-D-Spiegel im grünen Bereich liegt! Achte hier unbedingt darauf, dass Dir nicht ein sogenannter ‚normaler‘ Wert als absolut ausreichend verkauft wird. Setze auf optimale – also etwas höhere – Werte und ergänze ggf Vitamin D, bis Du auf einem optimalen Level bist.
Nimm dir die Zeit, dein Darmimmunsystem zu pflegen – besonders im Winter –, damit du fit und gesund bleibst.
Zusammengefasst – wie kannst du dein Vitamin-D-Depot auffüllen?
Sonne tanken: Ja, auch im Winter gibt es Sonnenstrahlen – nutze jede Gelegenheit, an die frische Luft zu gehen. Du weisst, auch Deinem Stresslevel und der Darmmotorik tut Bewegung an frischer Luft gut.
Vitamin-D-reiche Lebensmittel wie fetten Fisch (Lachs, Hering), Eier oder Pilze in deine Ernährung integrieren.
Supplements – also Nahrungsergänzungsmittel: Je nach Blutwert kann es sinnvoll sein, Vitamin D gezielt zuzuführen. Lass immer erst deinen Blutspiegel des Vitamin-D checken, um die richtige Dosierung für Dich zu finden!
Erkältungszeit & Karneval: So bleibst du gesund und stärkst Dein Immunsystem
Bei Gedanken an das DarmImmunsystem, denken wir meist aber an Erkältungen oder grippale Infekte – gerade in der kalten Jahreszeit…besonders an Karneval. Ich lebe im Rheinland – also der Hochburg des Karnevals mit Alaaf, Bützjer und vielen, vielen Umarmungen.
Karneval ist daher nicht nur die Zeit von bunten Kostümen, sondern leider auch die Hochzeit für Erkältungen, Grippeviren und andere ungebetene Gäste. Enge Kneipen, nächtelanges Feiern, wenig Schlaf und jede Menge Küsse links und rechts – da haben Viren Hochkonjunktur.
Apropos Viren…
Du weisst ja sicher, dass die meisten Erkältungen nicht durch Bakterien, sondern durch Viren verursacht werden. Auch die Verursacher von Corona und Grippe sind Viren…etwas heftigere als die bei einer banalen Erkältung.
Darmimmunsysstem, Corona und Grippe: Was erwartet uns im Februar 2025?
Aktuell verzeichnen wir in Deutschland übrigens eine typische Winterwelle sowohl bei den saisonalen Grippeinfektionen als auch bei Corona. Die neuesten Daten zeigen, dass die Grippefälle gerade in vielen Regionen zunehmen, insbesondere durch die herumschwirrenden Influenza-A-Viren, die leider für schwere Verläufe verantwortlich sein können. Experten warnen davor, dass die Grippewelle ihren Höhepunkt dieses Jahr Ende Februar und März erreichen könnte.
Corona-Situation:Auch Coronaviren, also der SARS-CoV-2, ist weiterhin präsent, jedoch mit einer geringeren Krankheitslast als in den Vorjahren. Neue Varianten sorgen für kleinere lokale Ausbrüche, vor allem in großen Menschenansammlungen wie – naja – eben Karnevalsveranstaltungen. Obwohl die meisten Infektionen mild verlaufen, gibt es natürlich immer noch in Risikogruppen weiterhin schwerere Verläufe.
Was bedeutet das für uns?
Besonders in Menschenmengen, wie beim Karneval, ist eine erhöhte Infektionsgefahr gegeben.
Schutzmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, Raumlüftung und das Stärken des Immunsystems bleiben essenziell.
Daher hier ein paar einfache Tricks, wie du dein Immunsystem so boosten kannst, dass du die tollen Tage und die restlichen kalten Tage gesund überstehst.
Zunächst einmal die einfachen Hausmittelchen…
Plane regelmäßig gesunde Mahlzeiten, die dein Darmimmunsystem unterstützen, und halte dein Energielevel stabil.
Ein letzter Tipp: Achte auf Vielfalt in deiner Ernährung, damit dein Darmimmunsystem alle Nährstoffe bekommt, die es braucht.
Probiotika powern natürlich dein Mikrobiom, das hast Du von mir schon häufig gehört – Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi oder Joghurt liefern gute Bakterien für deinen Darm. Super ist es, wenn Du diese einfach täglich in Deine Ernährung mit einbaust.
Ballaststoffe wiederum füttern dann Deine guten Darmbewohner – Haferflocken, Leinsamen, Gemüse & Co. sind die perfekte Nahrung für dein DarmImmunsystem.
Gerade jetzt bei der trockenen Raumluft wichtig: Genug trinken – Feuchtigkeit hilft den Schleimhäuten, Viren besser abzuwehren. Also, Wasser, ungesüßter Tee oder selbstgemachte Ingwer-Zitronen-Drinks nicht vergessen!
Ein Ingwer-Zitronen-Drink ist ein großartiger Immunbooster, besonders in der kalten Jahreszeit. Schau bei mir auf Instagram vorbei, folge mir und kommentiere ‚Ingwer‘ und Du erhältst mein wunderbares Rezept als Direktmessage!
So, was noch?!
Naja, wie immer: Stress reduzieren – Zu viel Stress schwächt dein Immunsystem. Auch wenn die Karnevalszeit aufregend ist, gönn dir genug Ruhepausen und Schlag zwischendurch!
Und Last but noch Least: Hygiene & Abstand – Händewaschen nicht vergessen, und wenn möglich, lieber nicht mit jedem wildfremden Jecken auf Tuchfühlung gehen.
Und jetzt kommen noch meine Apothekentipps…jaaa, das muss auch mal sein, denn es gibt sie natürlich auch: Deine super Immunbooster oder die natürlichen Virenkiller aus der Apotheke.
Hier kommen meine persönlichen Top 5…wohlgemerkt ein wenig Werbung für Produkte, ohne dass ich dafür etwas bekomme…einfach meine persönliche natürliche Hausapotheke.
1. Orthomol Immun –



