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5 Minus

Author: Dr. Laura Dalhaus

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5 Minus - Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel.
Das Gesundheitssystem kollabiert und das hat Konsequenzen. Darüber spreche ich mit Menschen, um Ideen und Lösungswege zu entwickeln. Denn Politik hat leider in den letzten 20 Jahren bewiesen, dass sie es aus unterschiedlichen Gründen nicht kann. Wir starten einen Versuch.
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Pflege ist in den letzten Folgen etwas zu kurz gekommen. Deswegen beginnt Dr. Laura Dalhaus ihre neue Solofolge mit genau diesem Thema.Denn es betrifft uns alle irgendwann und ist unfassbar relevant in pucto Lohnnebenkosten und Sozialversicherung.Ohne Fachkräfteeinwanderung funktioniert da übrigens gar nix mehr. Denn ohne die Menschen, die in der Flüchtlingskrise 2015 kamen, wäre das alles nicht mehr zu bewältigen.Die Pflegereform könnte für die Jüngeren noch teurer werden als das Rentenpaket. Alles, was aus der Pflegekommission kam, war enttäuschend. Es drohen zusätzliche Ausgaben von 300 Milliarden Euro bis 2040.Wer dabei total vergessen wird, sind auch die pflegenden Angehörigen. Laura kennt das aus ihrem Alltag. Man fragt immer nach den Zu-Pflegenden und nicht nach denjenigen, die pflegen. Sie rät allen davon ab, sich um Grundpflege zu kümmern, denn das ist keine Quality Time.Über die Honorarkürzung bei Psychotherapie wird auch noch in den Medien diskutiert. Die Folge könnte sein, dass Privatpatient:innen noch mehr bevorzugt werden. Dabei wächst der Bedarf, gerade auch bei Kindern und Jugendlichen.Die Krankenhausreform scheint sich auf der Zielgeraden zu befinden. Wer das gar nicht gut findet, ist die Schmerzmedizin. Da hat es sogar einen Brandbrief an die Bundestagsabgeordneten von verschiedenen Fachgesellschaften gegeben. Denn die Schmerzmedizin soll keine eigene Leistungsgruppe erhalten.Der Druck ist bei der Notfallreform übrigens auch so groß. Nina Warken ist die dritte Gesundheitsministerin, die sich an dieser Reform versucht. Beispielsweise sollen die Leistungen der medizinischen Notfallrettung gesetzgeberisch neu sortiert werden. Dabei will man auch an das SGB V ran, ob das wohl klappt?Kommunen und Landkreisen geht dieser Eingriff zu weit.Natürlich hat Laura auch noch etwas aus den Versorgungsrealität mitgebracht. Es gibt nun die ersten Regresse für verordnete DIGAs. Die KV Baden-Württemberg überprüft die Wirtschaftlichkeit der ausgestellten DIGA-Verordnungen.Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und klinische Immunologie spricht außerdem von einem unzumutbaren Konflikt zwischen Patientenwohl und persönlichem Haftungsrisiko. Im Bereich Rheuma wird viel Off-Label genutzt, leider gibt es dazu auch viele Regresse.Auch bei Kindern und Jugendlichen werden viele Off-Label-Präparate genutzt, etwa 25 bis 35%. Bei Antidepressiva liegt der Anteil bei über 80%.Wir befinden uns in einer Versorgungslücke. Vor Corona hatten wir behandlungsbedürftige Kinder und Jugendliche von 18%, nun sind es 31%. Jeder nicht investierte Euro kann 4 bis 18€ Folgekosten nach sich ziehen.Laura möchte auch noch über den CDU Parteitag reden. Die Zuckersteuer wurde abgelehnt, das war beschämend und hat mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun.Alkohol, Rauchen und Glücksspiel verursachen Kosten in Höhe von 136 Milliarden Euro pro Jahr.Dazu soll die elektronische Krankschreibung abgeschafft werden. Allerdings melden sich die Bundesbehörden am meisten krank. Im Bundesrat gab es 25,2 Krankheitstage, im Bundestag 22,3 Tage. Sollte man nicht mal im eigenen Laden aufräumen, Friedrich Merz?Es gibt nun eine Petition, die das Recht auf Gesundheit ins Grundgesetz bringt. Darüber wird Laura in einer der nächsten Folge noch sprechen.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Dr. Laura Dalhaus hat diese Folge noch während des CDU-Parteitags aufgenommen. Denn die Unions-Arbeitnehmer drängen auf ein zentrales Gremium für Sozialpolitik. Der Unmut wird lauter. Vom Kanzler wird gefordert, nicht selbst ein umfassendes Konzept für eine Sozialstaatsreform auszuarbeiten, aber mal die Vorschläge zu koordinieren.Die 75minütige Eröffnungsrede von Friedrich Merz sei wie der Besuch bei einem durchschnittlichen Italiener – kann man machen, wird aber nicht in Erinnerung bleiben.Laura stellt klar: Wenn wir innenpolitisch nicht die Kurve kriegen, dann brauchen wir uns um AfD, Außenpolitik und Trump gar nicht mehr zu kümmern.Es gab einen Antrag auf eine Zuckersteuer. Ein Bündnis aus 46 Verbänden unterstützt den Antrag, die Parteispitze bremst. Es gibt kein logisches Argument, gegen eine Zuckersteuer zu sein. Doch es wird jede Debatte über Steuererhöhung vermieden. Über die Steuer könnte man 16 Milliarden Euro an Folgekosten für die Behandlung von Übergewicht und Diabetes sparen.Tabak- und Alkoholsteuer werden auch gefordert. Doch Gesundheit scheint bei der Bundesregierung keinen Wert zu haben.Die ePa soll Dreh- und Angelpunkt der Versorgung werden. Doch Hausärzt:innen und Verbraucherschützer sind ernüchtert.Laura regt sich sehr oft über Medisign aus. Beispielsweise wurden die neuen Arztausweise fehl konfiguriert und jetzt wieder zurückgerufen.Das Geld von Spahn’s Maskendesaster könnte uns helfen. Aber das ist weg.Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz Andreas Philippi will unbedingt die Krankenhausreform durchdrücken. Die Ärzteschaft sieht ein Krankenhaussterben.Das Primärarztsystem soll auch gefördert werden. Das verlangt eine Neuordnung der bisherigen Struktur.Die Situationen in Krankenhäusern sind unzumutbar.Die Urologen kritisieren die Regresspraxis. Prüfverfahren nehmen zu und verändern die Ärzt:innen. 52% überlegen, die kurative Medizin zu verlassen, nach einer Umfrage des Marburger Bunds.Laura regt sich da sehr drüber auf. Wenn die Bedingungen weiter so schlecht bleiben, können wir noch so viele Medizin-Studienplätze schaffen – es will trotzdem keiner mehr als Arzt arbeiten. Die Politik scheitert aber auch schon am Medizinstudium.Die einzige Praxis für Kinderpsychiatrie in Herford ist überlastet, 600 Patient:innen auf der Warteliste. Wir dürfen bei den Kindern und Jugendlichen nicht sparen.Laura hat einen Patienten, der an Long-Covid erkrankt ist. Die TK hat entschieden, dass die Krankschreibung ausläuft. Das darf sie gar nicht.Zum Schluss spricht Laura noch über die Vorteile eines Primärversorgungssystems und darüber, wie wichtig die Etablierung von PAs und PCM ist.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wie bringt man Menschen dazu, wirklich mit dem Rauchen aufzuhören und wie schädlich sind E-Zigaretten wirklich?Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in dieser neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Dr. Hans-Jörg Baumann. Dieser ist Pneumologe, seit 5 Jahren niedergelassen, vorher tätig als Chefarzt.Auch er hält präventive Maßnahmen für wichtig, fragt sich allerdings, ob eine Tabaksteuer alleine hilft. Denn dadurch fühlen sich viele Menschen bestraft.Er hat richtig Spaß daran, mit Menschen über das Rauchen zu sprechen und bietet in seiner Praxis sogar Rauchentwöhnung an. Für ihn ist klar: Rauchen ist sehr individuell, genauso wie die Gründe, weiterzumachen oder aufzuhören. Es gibt kein Schema F.Dass Rauchen schädlich ist, wissen wir ja sowieso alle.Er geht gerne auf die Suche nach dem Ursprung und sucht nach einem Ersatz.Viele haben beim Rauch-Stopp Angst, Gewicht zuzulegen. Hans-Jörg kann Entwarnung geben: Hier handelt es sich im Schnitt um 2-4 Kilo, die nehmen wir im Durchschnitt auch an Weihnachten zu.Laura hat schon Erfahrung mit einem Patienten gemacht, der durch Nikotinkaugummis seinen Konsum stark verringern konnte. Hier ist zu differenzieren, ob es sich um eine starke oder weniger starke Nikotinabhängigkeit handelt.Akupunktur und Hypnose können unterstützen, allerdings fragt sich Hans-Jörg, ob diese Maßnahmen auch das Verhalten in typischen Rauch-Situationen verändert.Bei jungen Menschen rezeptiert Laura gerne DIGAs. Hans-Jörg fand die Preise der DIGAs damals sehr teuer, mittlerweile hat sich das angepasst und er findet das für digital affine Menschen sehr gut.Neu auf den Markt gekommen sind E-Zigaretten. Ein großes Problem ist dabei der Dual-Use, den 70-80% der Raucher praktizieren. Dadurch entstehen zwei Schädigungsmechanismen.Wir wissen nicht, ob E-Zigaretten weniger schädlich sind als klassische. Die Datenlage ist zu gering und es ist schwieriger zu tracken, wie viel konsumiert wird.Die Wiederholung des Reizes ist ein Problem.Von Fachgesellschaften wird nicht empfohlen, dies als Instrument gegen Nikotinabhängigkeit zu nutzen.E-Zigaretten sind allerdings auch ein Problem, weil die Produkte auf Kinder und Jugendliche abzielen durch die verschiedenen, süßen Geschmacksrichtungen. Zudem betteln Entsorgungsbetriebe darum, die Einweg-Geräte zu verbieten – diese entfachen immer wieder Feuer. Zudem landen umgerechnet etwa 80-90 Auto-Akkus wöchentlich auf dem Müll. Frankreich und Belgien führen mit einem Verbot voran.Krankheiten, die oft auf das Rauchen zurückzuführen sind, sind beispielsweise COPD, was als Volkskrankheit bezeichnet werden kann. Mittlerweile gibt es sehr teure Autoimmun-Therapien – aber nur, wenn man mit dem Rauchen aufhört.Hans-Jörg ist ein Fan vom Primärversorgungssystem. Mit einem Husten muss man erstmal nicht zum Pneumologen. Allerdings betrachtet er den Übergang vom aktuellen zu einem Primärarztsystem als kompliziert. Beide sind sich einig, dass die Preise der Leistungen angepasst werden müssten, um die Versorgung zu verbessern.Laura möchte sich damit beschäftigen, ein Verbot von Einmalzigaretten durch eine Petition anzustoßen.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/Zur Website von Hans-Jörg: https://www.lunge-bremen.de/
Deutschland hat kein besonders leistungsfähiges Gesundheitssystem im internationalen Vergleich. Durch Sparen werden die Ergebnisse nicht besser. Ein Kosten-Outcome-Problem. Doch was tragen die verschiedenen Akteure im Gesundheitssystem zur erfolgreichen Debatte bei?Dr. Laura Dalhaus zitiert aus einem Interview mit Professor Jürgen Windeler.Als Prävention werden Vorsorgeuntersuchungen und Checks verkauft, statt an Ernährung und Bildung zu arbeiten. Außerdem bekommen wir Medikamente viel zu früh ins System, in Deutschland brauchen wir nur 50 Tage dafür (in anderen Ländern mehr als 4mal so viel), trotzdem sind wir nicht gesünder.Windeler empfiehlt, dass die Überversorgung qualitätsgesichert zurückgefahren wird.Es wird darüber diskutiert, die Tabaksteuer zu erhöhen. Das ist eine Form der Prävention und würde auch Geld in die Kassen bringen. Allerdings will Gesundheitsministerin Warken auf Aufklärung und Freiwilligkeit setzen. Wir haben in der Vergangenheit aber schon gemerkt, dass Verhaltensprävention nicht funktioniert.Die Lösung am Reformhimmel? Es könnte die HZV sein (Hausarztzentrierte Versorgung). Dafür brauchen wir aber nicht nur Hausärzt:innen, sondern Teamarbeit in Form von nicht-ärztlichen Berufsgruppen wie Primary Care Managern und Physician Assistants.Wichtig ist dabei aber auch, Zeit für das Wesentliche zu schaffen. Da hilft vor allem Bürokratieabbau.Laura macht sich in dieser Folge vielleicht unbeliebt bei den fachärztlichen Kolleg:innen, doch sie erzählt von Bereichen, die unfassbar ausgenutzt werden. Manche Patient:innen beschweren sich darüber, dass sie ohne Hausarztvermittlungsfall keine Termine mehr bekommen.Der Bundesrechnugnshof hat festgestellt, dass die 2,9 Milliarden für Terminvermittlung nichts bringen. Die Wartezeiten sind sogar gestiegen.Und wenn man den Bundesrechnungshof angreift, befinden man sich auf dünnem Eis!Die Kliniken sind der größte Kostenfaktor im Gesundheitssystem. Warken’s Klinikpläne könnte die Kosten noch steigern, sie möchte nämlich die Kriterien von Lauterbach lockern.Wir müssen dann aber auch über ärztliche Weiterbildung reden.Politik hat nicht verstanden, dass ein fertiger Medizinstudent noch kein fertiger Arzt ist. Fachärzt:innen wachsen nicht auf Bäumen. Spezialfächer drohen, bei dieser Reform die Verlierer der Krankenhausreform zu werden.Wie soll medizinische Qualität aufrechterhalten werden, wenn bestimmte Leistungsgruppen komplett verschwinden?Die Umstellung auf Hybrid-DRGs ist dafür verantwortlich, dass einige Kliniken bereits in die Insolvenz gezwungen werden. Darunter leidet wieder die Weiterbildung – wie soll man lernen, wenn man nicht die Möglichkeit dazu hat?Ein weiterer Aufreger: Bei höherwertigen Eingriffen werden die Sachkosten nicht bewertet - die Platte muss der Chirurg also selbst bezahlen.Und dann kommt Friedrich Merz um die Ecke und erzählt was von Teilzeit-Lifestyle – ein Brandbeschleuniger für das ärztliche Personal und die Pflege im Krankenhaus!Zu dieser Debatte kommt dann noch das Thema Behandlungsfehler.Aus dem GKV-Spitzenverband kam dann auch noch eine hirnrisse Idee: Die psychotherapeutischen Honorare sollen um 10% abgesenkt werden.Das kann man nicht einfach machen. Bei der Psychotherapie geht es sofort um die gesamte Existenz! Zudem arbeiten diese Menschen wirklich sehr viel unter sowieso schon schlechten Bedingungen. Wie kann man diesen einfach 10% Vergütung streichen wollen?Der Wirtschaftsrat der CDU sagt außerdem, dass wir jetzt unsere zahnärztlichen Behandlungen bezahlen sollen. Sollen wir uns dahin bewegen, dass wir die soziale Klasse der Menschen an den Zähnen ablesen können?Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wie steht es um den Rettungsdienst im Gesundheitssystem? Und warum diskutieren gerade so viele darüber, dass Patient:innen den RTW selbst zahlen sollen?Darüber diskutiert Laura Dalhaus in der neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Lucas Glaser, der nicht nur privat Medizin studiert, sondern auch schon lange im Rettungsdienst tätig ist.Er blickt sehr positiv darauf, wie sich die Qualität der Versorgung und der Ausbildung in der präklinischen Versorgung verbessert hat in den letzten Jahren.Auf der anderen Seite sieht er aber auch die Möglichkeit eines Bore-Outs. Das Personal ist hochkompetent und stark ausgebildet, aber ist oft mit Situationen konfrontiert, die nicht in das Anforderungsprofil passen. Es gibt viele Lapalien-Einsätze, bei denen man sich wie ein begleitetes Taxi fühlt.Als low-hanging-fruit sieht er, die Parallelstruktur zwischen Kassenärztlichem Notdienst und Leitstelle des Rettungsdienstes aufzulösen.Laura sieht als großes Problem, dass Rettungsdienst Ländersache ist. Dadurch gibt es teilweise in nebeneinanderliegenden Dörfern keine einheitlichen Strukturen. Niemand will seine Kompetenzen abgeben, was Reformen unmöglich macht.Beim Rettungsdienst gibt es zwei Konzepte:Scoop and Run, das heißt, die Patient:innen werden eingesammelt und zum Krankenhaus gebracht.Stay and Play, das bedeutet, dass Ärzt:innen direkt mit zum Notfall und Patienten kommen.Laura betont, dass wir die Notärzt:innen auch in Kliniken und Schockräumen brauchen und nicht unbedingt im Auto. Hier bewegen wir uns in Deutschland gerade dahin, dass Notfallmedizin ein eigenständiges Fach wird – das ist allerdings alles hochpolitisch.Lucas hat sich mit den Budgets beschäftigt: Als Rettungsdienst kann man kein Minus machen. Es gibt feste Summen, die der Rettungsdienst kostet (was u.a. daran liegt, dass der größte Kostentreiber die Fixkosten sind).Wieviel die einzelnen Krankenkassen zahlen müssen, ist abhängig von der Menge der Transportscheine. Er erklärt, dass die RTW-Einsätze nur etwa 1,5% der GKV-Ausgaben ausmachen und hier ein Rechenfehler vorliegt, wenn darüber gesprochen wird, dass Einsparungen am Rettungsdienst das Gesundheitssystem retten könnten: Das ist nicht so!Er erklärt, dass wir uns dafür entscheiden müssen, wie gut wir versorgen wollen.Denn RTWs sind oft unterwegs für Dinge, für die sie nicht gemacht sind.Viele Patient:innen rufen einen Rettungswagen, weil sie so hoffen, im Krankenhaus „schneller dran“ zu sein.Das Problem liegt in der Patientengruppe, die genau in der Mitte ist: Sie sind kein Notfall, den man direkt sieht und auch nicht gesund, sondern sie KÖNNTEN etwas haben, es ist aber nicht klar.Lucas fragt sich, ob vielleicht mehr Menschen dadurch sterben, weil wir überversorgen bzw. die Masse der Patient:innen zu viel ist.Laura erklärt, dass dies auch ihr Alltag ist. Hier ist es wichtig, ein Bauchgefühl zu entwickeln, dass etwas nicht stimmt. Je mehr SOPs es gibt und je weniger Platz es nach rechts und links gibt, desto weniger wird dieses Bauchgefühl ausgebildet.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Laura trägt heute ein HZV-Shirt (HZV = Hausarztzentrierte Versorgung, ein freiwilliges Primärarztsystem). Denn die Unis Heidelberg und Frankfurt haben Ergebnisse von Forschungen veröffentlicht: 1,36 Mio unkoordinierte Facharztkontakte weniger, 24.650 verhinderte Krankenhausaufnahmen, 24.400 zusätzliche Influenza-Impfungen bei älteren Versicherten, 4,3% geringere Gesamtkosten pro Versicherten, 10% geringere Krankenhauskosten, 90.000 Krankenhaustage weniger, 5.700 verhinderte Herzinfarkte, 736 Amputationen weniger, 9.200 verhinderte diabetesbedingte Komplikationen.Unser Gesundheitssystem profitiert davon nachhaltig und unsere Gesundheit auch!Ein heiß diskutiertes Thema in den Medien: Die Tele-AU.Die will der Kanzler gerne abschaffen.Das würde aber wirklich gar kein Problem lösen.Der Krankenstand und die Telefon-AU kann man nicht vermischen. Der Grund für die erhöhten Zahlen ist auch eine konsequentere Datenerfassung über die elektronische Krankschreibung.Laura würde eine Teil-Krankschreibung begrüßen. Jemand mit einer gerissenen Achillessehne könnte im Home Office 3-4 Stunden arbeiten. Auch bei psychischen Erkrankungen kann Arbeit Stabilität und einen Anker bieten, hier fänd Laura eine Teil-Krankschreibung eine echte Revolution.Gesundheitsversorgung muss sich am Menschen orientieren, nicht an der Zuständigkeit. Die Sektorentrennung wird immer versucht zu überbrücken, eine Strukturreform erfolgt nicht.Der CEO eine PVS-Systems sagt, dass Termine keine Ware sind. Wie viel privatwirtschaftliches Engagement ist hier gewünscht, wenn man auf Doctolib etc schaut?Von Warken wurde eine Notfallreform vorgestellt. Darin ist ein Vorschlag zu einem 24-7-Angebot, sowohl für Telemedizin als auch Hausbesuche. Wer soll das machen? Laura kann sich nicht klonen!Unter Jens Spahn wurde das Pflegebudget eingeführt. Damit sind die Pflegepersonalkosten kein Teil der diagnosebezogenen Fallpauschalen mehr, sondern werden vollständig von den Krankenkassen übernommen.Viele Kliniken haben Unterstützungskräfte entlassen und Pflegekräfte machen Dinge, die nicht zu pflegerischen Aufgaben gehören.Sogar Warken bestätigt, dass es Hinweise auf Missbrauch gibt – macht aber nix!Die TK hat festgestellt, dass Arzneimittelpreise in Deutschland zu hoch sind. Alleine bei den 30 umsatzstärksten Medikamenten ließe sich durch Angleichungen an das internationale Preisniveau 4,37 Milliarden Euro sparen.Baas, mit dem Laura sonst selten einer Meinung ist (hier aber schon), schlägt folgendes vor:Absenken der Umsatzsteuer auf 7%Hersteller-Rabatt auf Patent-Arzneimittel auf 17% erhöhenEinführung von Arzneimittel-FokuslistenFerdinand Gerlach stellt die These, dass die verschlafene digitale Transformation in Deutschland ein Segen für Tech-Giganten ist. Zum Beispiel für Amazon, die sind in den USA schon health care anbieten.Ein Beispiel für fehlende Digitalisierung: Bei der elektronischen Patientenakte haben Heilmittelerbringer wie Physio- und Ergotherapeuten keine Schreibrechte, nur Leserechte.Jede dritte Praxis denkt über einen PVS-Wechsel nach.Wenn wir über Zukunft sprechen, dann auch über Kinder und Jugendliche. Eine Gesundheitskrise, vor allem in Bezug auf psychische Erkrankungen, steht uns bevor.Martin Holtmann warnt vor einer Resilienzromantik: Man kann trotz aller Bemühungen erkranken.Vermitteln wir Kindern das Gegenteil von Selbstwirksamkeit? Wir erwarten viel von Jugendlichen, aber geben wir ihnen auch die nötigen Bedingungen?Das Nadelöhr, (damit wir auch alle mehr arbeiten können, wie Merz das gerne hätte,) ist u.a. die Kinderbetreuung.Die Leopoldina-Gesellschaft fordert die Politik zu einer nationalen Adipositas-Strategie auf. Wir haben Folgekosten von über 100 Milliarden Euro pro Jahr bei Menschen mit Übergewicht.Laura hat eine Patientin mit zwei asthmakranken Kindern. Die Deutsche Rentenversicherung möchte die Kinder in zwei Reha-Kliniken schicken, zu zwei Zeitpunkten, an zwei Orte. Sie hat zwei Sachbearbeiter. Damit organisieren wir uns kaputt.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Die erste Solofolge in 2026! Auch Laura hat einige Vorsätze, die sind ihre persönliche Verantwortung. In der Politik gibt es allerdings Menschen mit mehr Verantwortung – schauen wir uns an, ob sie diese auch annehmen!Immer mehr Arbeitskreise und Kommissionen gegründet, wir haben aber kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.Ein Lösungsansatz wäre eine Ausrichtung an Bedarf, nicht an Bedürfnissen.Wir hängen aber weiterhin im Silo-Denken fest, sonst würden sich einige Facharztverbände nicht gegen das Primärarztsystem wehren.Union und SPD fordern jetzt mutige Strukturreformen. Die CSU allerdings möchte die telefonische Krankschreibung abschaffen – damit die Leute mit Norovirus wieder in den Praxen sitzen?Frau Machalet will auf Prävention zur Kostensenkung setzen. Das ist ne super Idee, bis das aber greift, sind wir eine Generation weiter.Eine Praxisgebühr ist auch keine Strukturreform. Es gibt viel wichtigere Fragen.Die Krankenkassen wollen jetzt selbst steuern. Laura betont noch einmal: Der Arztberuf ist ein selbstständiger Beruf. Wenn die Krankenkassen in die Terminsteuerung eingreifen, sind die Kriterien der Selbstständigkeit nicht mehr gewährleistet. Und dann sind Sozialversicherungsbeiträge für Ärzte fällig.Dahinter steckt die anmaßende Unterstellung von Krankenkassen, dass Haus- und Fachärzte die falschen Patient:innen versorgen.Besonders teuer sind auch die Kliniken. Die machen nämlich super viel stationär statt ambulant. Die ambulante Medizin ist unterfinanziert, so z.B. Mandeloperationen. Die könnte man einfach ambulant machen, in den Niederlanden passiert das zu 87%, in Deutschland nur zu 19%.Morbi-RSA ist ein morbiditätsbedingter Risikostrukturausgleich. Das heißt: Krankenkassen, die viele Kranke und Alte versorgen, sollen mehr Geld bekommen als diejenigen, die hauptsächlich Gesunde und Fitte versorgen. Dieses Geld kommt aus dem Morbi-RSA.Laura findet es sinnvoll, diesen abzuschaffen, er sorgt für noch mehr Bürokratie.Uns droht eine Systeminsolvenz.Trotzdem haben die Krankenkassen irgendwie noch viel Geld, die Energie-BKK zahlt ihren Versicherten beispielsweise Geld für die Messung der Intima-Media-Dicke – für Laura eine völlig sinnlose Untersuchung ohne eine Verdachtsdiagnose.Die Kassen haben eine Dreifachverwaltung: Landesverband, Bundesverband und den GKV-Spitzenverband. Das könnte man vereinfachen und dadurch Geld sparen. Auch die Werbekosten zu streichen hat ein Einsparpotential von 100 Millionen Euro jährlich.Die Wartezeiten sind auch immer wieder ein Thema. Minister Philippi möchte einfach mehr KI einsetzen – nur wer zahlt das denn?Die Gebühren für Rettungsfahrten werden nun zurückgezogen. Vorerst. Bis Ostern soll es eine feste Regelung geben.Der MD fordert die Offenlegung von Behandlungsfehlern. Natürlich sind diese ein riesiges Problem. Doch wir müssen uns ehrlich machen, warum diese Behandlungsfehler passieren!Laura regt sich tierisch darüber auf. Die Arbeitsbedingungen mit 2-Minuten-Medizin und 24h-Diensten sind unmenschlich, gleichzeitig wird mit dem Finger auf Ärzte gezeigt.Abwarten ist keine Option. Eine mögliche Lösung wären Primärversorgungszentren, in denen Medizin, Pflege, Sozialarbeit und Psychotherapie vereint sind. Laura würde so etwas wirklich gerne leiten!Eine weitere Diskussion, die wir führen müssen ist, was eine solidarische Versorgung dauerhaft leisten kann.Zum Abschluss möchte Laura nochmal über Jens Spahn sprechen. Seine Verfehlungen müssen in den Vordergrund gerückt werden. Er hängt außerdem bei Nius und Peter Thiel drin. Kein Politiker hat so einen volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet wie er.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Regresse, Schmerzensgeld und die neue GoÄ – das sind Themen, die in der Medizin mal von einem Juristen beurteilt werden sollten!Deswegen hat Dr. Laura Dalhaus für die neue Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ Hendrik Hörnlein eingeladen, einen Medizinjuristen, der neben der Arbeit in seiner Kanzlei auch Healthcare Compliance Officer ist.Eigentlich sind Ärzte und Anwälte sich oft gar nicht so grün. Doch Hendrik findet auch, dass das Gesundheitswesen stark überreguliert ist. Wenn er von einem Arzt eine Frage bekommt, muss er sich zunächst durch zig gestufte Gesetze und Verträge wühlen.Er erklärt, dass im Vergleich zu früher mehr geklagt wird, diese Tendenz ist allgemein in der Gesellschaft aber gestiegen. Die Schadenssummen sind aber im Verhältnis zu denen in anderen Ländern eher gering. Es gibt in Deutschland den Schadensersatz, bei dem bekommt das ersetzt, was man verloren hat, auf der anderen Seite gibt es noch das Schmerzensgeld, was sich viele Leute ganz hoch vorstellen – ist es aber gar nicht.Laura greift das Urteil gegen Professor Volz auf, der einen geplanten und medizinisch notwendigen Schwangerschaftsabbruch nicht durchführen durfte, weil der kirchliche Träger ihm das untersagt hatte. Vor dem Arbeitsgericht verlor er, weil der Arbeitgeber die Behandlung bestimmen darf. In Laura’s Augen spricht das gegen die Therapiefreiheit.Hendrik erklärt das Urteil und dass sich das Gericht sich mit der Komplexität der Sondersituation und der Religionsfreiheit nicht genug auseinandergesetzt habe. Dazu kommt, dass sich der kirchliche Träger in die Nebentätigkeit von Herrn Volz eingemischt hat.Ein weiteres Urteil, das Laura und Hendrik besprechen, sind die Regresse gegen einen Kardiologen, der Rezepte nicht mit einem Kugelschreiber, sondern einem Stempel unterschrieben hat. Hendrik erklärt, wie komplex die Gesetzesgrundlage hierfür ist.Weiter geht es mit dem Thema MVZs und der Haftung. Denn wenn Regresse entstehen, dann haftet Laura in ihrer Praxis selbst. Doch wer ist bei den MVZs, vor allem den kommunalen, die Person, welche die Haftung übernimmt?Laut Hendrik kommt es auf die zivilrechtliche Gestaltung an.Laura erzählt von der neuen GoÄ (Gebührenordnung für Ärzte), über die unfassbar viel diskutiert wurde, u.a. beim Deutschen Ärztetag. Für Hendrik ist es ein Armutszeugnis, wie das gelaufen ist, denn das letzte Mal wurde die GoÄ 1982/83 vollständig reformiert. Die Absurdität war, dass die Bundesregierung nichts gemacht hat, bis die Ärzteschaft sich mit den Kostenträgern für einen Entwurf geeinigt hat.Gesundheitsministerin Nina Warken hat eine neue Finanzkommission gegründet, die bis 2027 Vorschläge erarbeiten will. Laura hat langsam die Hoffnung auf eine Revolution des Systems verloren. Für Hendrik stellt sich die Frage, ob wir das Monstrum an Bürokratie irgendwie abbauen können.Brauchen wir mehr Steuerung? Wir haben immer mehr Spezialisten, gleichzeitig in der Stadt eine hohe Dichte an Ärzten – auf dem Dorf viel zu wenig.Brauchen wir hier mehr Steuerung oder würde sich das dann zu einem staatlichen Gesundheitssystem entwickeln analog Englands? Laura ist zwiegespalten.Hendrik erklärt, dass die Bedarfsplanung eigentlich diese Steuerung darstellt.Menschen werden aber immer älter und komplex kränker, deswegen sehen immer mehr Player die Möglichkeit, Geld im System zu verdienen – beispielsweise Kaufland und dm. Die enge Betreuung sieht Laura allerdings nur in der Betreuung vor Ort.Das, was Kaufland macht, ist eine Form von Telemedizin, das findet Hendrik eigentlich eine positive Sache. Doch ist es Heilkunde und somit erlaubt? Dazu läuft gerade ein Prozess.Laura regt sich besonders darüber auf, dass die Patient:innen mit den Ergebnissen alleine gelassen werden.Zum LinkedIn-Profil von Hendrik: https://www.linkedin.com/in/hendrik-h%C3%B6rnlein-ll-m-36961b211Zur Website von Hendrik: https://ra-wigge.deZum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wie steht es um die Aus- und Weiterbildung in Krankenhäusern? Was können wir gegen den Fachkräftemangel machen und lohnt sich Berufspolitik überhaupt?Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in der neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Dr. Susanne Johna, der Vorsitzenden des Marburger Bunds.Dieser vertritt vorwiegend die Belange von angestellten Ärzt:innen und somit auch einem Großteil der Krankenhausärzt:innen.Susanne Johna hat gerade bei einer Anhörung im Bundestag darüber gesprochen, dass in manchen Fächern die Weiterbildungsstellen verloren gehen. Ein weiteres Problem ist die Bürokratie:Angestellte Ärzt:innen müssen sich immer wieder neu von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, wenn sie den Job wechseln – ein unnötiger Akt.Als Hausärzt:in ist man immer sehr pragmatisch, sonst würde man den Alltag nicht schaffen, fehlenden Pragmatismus kann Laura deswegen gar nicht nachvollziehen.Auch Bereitschaftsdienste und Arbeitszeiterfassung sind ein großes Thema.Mit den Unikliniken gibt es jetzt einen Tarifvertrag, dass Arbeitszeiterfassung elektronisch sein muss, aber ein Teil der Kliniken macht das nicht. Auch die Bundesregierung will flexiblere Arbeitszeiten, da stellt sich aber die Frage: Was bedeutet überhaupt flexibel?Laura wird richtig wütend, wenn über steigende Behandlungsfehler gesprochen wird, gleichzeitig werden auch die Arbeitsbedingungen immer schlechter.Susanne Johna sagt dazu einen starken Satz: Nicht die Menschen sind das Risiko im System, sondern die Menschen sind der Sicherheitsfaktor im System.In der Folge mit Eli Inhester hat Laura herausgefunden, dass viele Bereitschaftsdienste nur zu 60% bezahlt werden, wie selbstverständlich wird aber durchgearbeitet.Susanne erklärt, dass man das nicht akzeptieren muss. Allerdings sind dann die Grenzen zum Schichtdienst fließend.Die beiden diskutieren auch über die Krankenhaus-Reform, durch die beispielsweise die spezialisierte Kinderheilkunde verschwindet. Dies ist ein systematisches Problem.  Bei der Definition von Leistungsgruppen entsteht auch die Frage, wie viel Personal man benötigt. Dieses Personal muss allerdings auch ausgebildet werden.In anderen Ländern gibt es explizite Weiterbildungsstellen. Denn man kann Menschen in Ausbildung nicht als Vollzeitstellen rechnen – schließlich müssen sie noch lernen.Medizin ist unfassbar hierarchisch. Es kommen immer wieder Fälle ans Licht zum Thema Machtmissbrauch und schlechte Führungskultur. Auch Sexismus und Rassismus, sowie Homophobie sind hier Themen. Schockierend ist, dass Dinge gesagt werden, von denen man gehofft hat, dass sie nicht mal mehr gedacht werden.Junge Kolleg:innen kehren so dem System den Rücken. Beide sind aber überzeugt: Wir brauchen multikulturelle und junge Teams!Ein weiteres Thema ist eine fehlende Gleichbehandlung bei den Geschlechtern. Das Medizinstudium ist sehr weiblich, trotzdem sind die meisten Chefärzte männlich.Die beiden diskutieren auch über fehlende Kinderbetreuung. Das Thema ist einfach nicht gut gelöst in Deutschland.Selbst wenn wir jetzt mehr Studienplätze für Medizin haben, die Menschen aber dann nicht im System halten können, hilft das auch nicht.Susanne ist als Berufspolitikerin sehr engagiert, sie erklärt, dass man sich oft mit den kleinen Schritten anfreunden und manchmal auch verstehen muss, dass man Schlimmeres verhindert hätte.  Laura ist teilweise resigniert, denn die Vorschläge aus der Ärzteschaft sind wissenschaftlich begründet – trotzdem passiert nichts. Ein Beispiel ist der Paragraph 218.Dr. Johna wünscht sich von der Bundesgesundheitsministerin Frau Warken besonders eine Stärkung des Bereichs Prävention. Das wird sich rechnen – nicht in einer Legislaturperiode – aber langfristig.Sparen könnte man an der Überversorgung, die es im Vergleich zur Unterversorgung bei uns auch gibt.Wir müssen Patient:innen besser durchs System lenken, auch Ambulantisierung hält Dr. Johna für sinnvoll.Private Equity und Dividenden, die an Investoren ausgeschüttet werden, statt wieder reinvestiert zu werden, sind ein großes Problem.Wir brauchen insgesamt mehr Mut im Gesundheitswesen.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Eigentlich wollte Laura eine Rückblickfolge machen. Doch der GKV-Spitzenverband hat ein 77-Seiten-Pamphlet aufgelegt und deswegen spricht Laura über die Aufgaben, welche die Bundesgesundheitsministerin und ihre Finanzkommission Gesundheit in 2026 mitnimmt.Zuerst gibt’s aber noch ein paar Neuigkeiten aus dem System:Wenn Patient:innen den Rettungsdienst alarmieren, müssen sie einen Eigenanteil zahlen, wenn sie einen Krankenwagen brauchen. Findet keiner cool, aber keiner will’s sonst zahlen.Jeder vierte junge Mensch fühlt sich psychisch belastet, das hat Quentin Gärtner auch schonmal betont. Die Pandemie hat bei vielen Kindern und Jugendlichen psychische Beeinträchtigungen hinterlassen, gleichzeitig finden sie jetzt keinen Therapieplatz.Therapeutische Wundprodukte fallen jetzt auch wieder aus der Erstattung.Auch beim Thema Impfempfehlungen herrscht die Bürokratie vor. Jede Schutzimpfungsrichtlinie muss erst durch den Gemeinsamen Bundesausschuss freigegeben werden und dann gibt es noch Verhandlungen auf Bundesebene. Die Impfung gegen Meningokokken B wird auch noch nicht von der GKV übernommen.Die Kassen haben derweil eine Digitalisierungsstrategie vorgelegt, diese wollen jetzt die Patient:innen steuern. Damit ist auch die Sicherstellung verbunden – dann gibt Laura ihre Kassenzulassung zurück. Es ist grotesk, dass der GKV-Spitzenverband sich als freundliche Versorgungshilfe inszeniert.Wenn wir langfristig die Kosten senken wollen im Gesundheitssystem, dann müssen wir auf Prävention setzen, doch die Politik unternimmt zu wenig.Ohne Mut zur Strukturreform wird’s nicht gehen. Sonst könnten Beiträge zur Krankenversicherung bald die Rente übersteigen.Kommen wir zurück zu den vorgestellten Maßnahmen des GKV-Spitzenverbands.Ein Irrsinn ist ein Fahr- und Notdienst gleichzeitig zu den Öffnungszeiten der Praxen. Auch Telemedizin soll 24h pro Tag erreichbar sein.Zunächst gab es eine Kommission Pflege, die Politik scheint zu hoffen, dass diese Kommissionen ihre Arbeit machen. Sogar die Kassen sind davon überzeugt.Die SPD will den Eigenanteil deckeln, die Union hält das nicht für finanzierbar, die CDU will eine private Zusatzversicherung, das hält die SPD für unsolidarisch.Warken hofft auf mehr Facharzttermine durch Ergebnisse der Expertenkommission, in der übrigens niemand aus der ambulanten Medizin drinsitzt. Jetzt ist auch mal aufgefallen, dass 13% der Termine im fachärztlichen Versorgungsbereich ohne Bezahlung stattfinden.Die Schuld wird sich mal wieder hin- und hergeschoben von den Parteien.Stabile Beitragssätze sind 2026 kaum zu halten laut GKV Spitzenverband. Der Vermittlungsausschuss hat aber keine Einigung erzielt.Auch der Pharmasektor bleibt ein Problem, wir geben mehr für Medikamente aus als für die gesamte ambulante, ärztliche Versorgung. Die Pharma-Industrie soll ihren Beitrag leisten, das will aber die SPD nicht – in Rheinland-Pfalz sind halt nächstes Jahr Wahlen.Es wird also heiß diskutiert, ob die Pharma-Branche mitwirken soll oder nicht.Die Krankenkassen wollen, dass Heil- und Hilfsmittel nur noch per Festbetrag erstattet werden sollen und die Verpflichtung zur hausarztzentrierten Versorgung beenden. Doch die sorgt für viel bessere Versorgung.Laura ist davon überzeugt, dass die Zukunft der Versorgung in einem Primärarztsystem liegt, dafür brauchen wir Physician Assistants und Primary Care Manager.Zum Schluss gibt es noch ein wichtiges Thema: Herr Streeck, eigentlich Drogenbeauftragter der Bundesregierung, hat sich zur Medizin am Lebensende geäußert. Das war das falsche Medium, ABER: Wir müssen uns darum kümmern.Es gibt keine Regelung über Medizin am Lebensende, gleichzeitig gibt es Menschen, die möchten ihr Leben vorzeitig beenden. Und wir werden als Solidargemeinschaft nicht mehr in der Lage sein, alle Behandlungen zu bezahlen. Wenn die Wahrscheinlichkeit zu sterben größer ist als zu genesen, müssen Wünsche, Würde und Frieden der Patient:innen im Vordergrund stehen.Es gibt sehr teure Chemotherapien, die das Leben um 3-6 Monate verlängern, gleichzeitig gibt es kein Geld für Psychotherapie für Kinder und Jugendliche.Wir brauchen eine ehrliche Debatte mit einer ethischen Grundhaltung.Für uns alle ist es eine Aufgabe, sich dieser Diskussion mit unseren Familien und Freunden zu widmen.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Immer mehr Menschen sind auf Pflege angewiesen und die meisten wollen dabei in der Häuslichkeit bleiben. Doch wie ist das umsetzbar?Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in der neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Christian Matzka, der einen ambulanten Pflegedienst und ein ambulant betreutes Wohnen führt.Er schaut eher pessimistisch auf das Gesundheitssystem, so wirklich will sich die Politik da ja nicht rantrauen. Sein eigener Antrieb ist, dass er sich an die Gegebenheiten anpasst, wenn er die Rahmenbedingungen schon nicht anpassen kann.Die Leistung in der Pflege wird in einen Minutenwert gepresst, gleichzeitig sind die Pflegedienste völlig ausgelastet. Nicht alle finden einen Pflegedienst, wenn sie ihn brauchen.Viele können sich Pflege auch nicht leisten, weil der Pflegegrad die notwendige Unterstützung nicht abdeckt. Christian sieht zudem das Problem, dass wir insgesamt unter einer schärferen Kostensituation leiden. Er selbst versucht an allen Ecken Kosten einzusparen, um die Patient:innen nicht zu stark zu belasten.Ein Problem in der Versorgung sind auch die Wege: Pflegekräfte sitzen viel im Auto und können in der Zeit nicht versorgen.Laura und Christian befürchten beide, dass Pflege bald ein Luxusgut wird.Christian möchte auch gerne Investitionen machen, beispielsweise in KI, um eine Arbeitserleichterung für Mitarbeitende zu schaffen. Investitionen sind jedoch nicht so einfach, weil die Refinanzierung über die Kassen schwieriger wird – obwohl Christian ein Unternehmer ist und so handeln muss, hat er nicht die gleichen Rechte wie in der freien Wirtschaft. Dazu gehört auch das Marketing, um neue Mitarbeitende zu generieren.Öffentliche Aufklärung ist dringend notwendig. Immer mehr Menschen sind allein im Alter, dadurch wird ambulante Pflege natürlich umso wichtiger. Auch aus Kostengründen sollten wir als Gesellschaft alles dafür tun, dass Menschen möglichst lange zuhause versorgt werden können.Die beiden sprechen auch über die Aus-, Fort- und Weiterbildungssituation in Pflege und Medizin. Christian ist überzeugt: Pflege ist ein cooler Job!Man muss als Pflegedienstleitung aber auch die richtigen Rahmenbedingungen schaffen: Gute Einarbeitung, gutes Arbeitsklima. Auch ein gutes Gehalt ist natürlich wichtig.Die Politik braucht jetzt den Mut, Dinge umzusetzen. Denn genug Geld ist im System, da ist Laura von überzeugt. Sie erzählt, dass beispielsweise Frankreich die Inlandsflüge verboten hat, um das Klima zu schützen. So eine Umsetzungspragmatik bräuchte unser Gesundheitssystem auch!Doch was ist die Lösung?Laura findet es wichtig, Öffentlichkeitsarbeit zu machen und aufzuklären. Vorsorge innerhalb der Familie ist wichtig.Es kommt für fast alle irgendwann der Punkt, an dem wir Pflege benötigen und wenn wir dann nicht vorbereitet sind, dann entsteht erstmal große Überforderung.Sprecht darüber.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wie ist es, jeden Tag in einem OP zu arbeiten?Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in der neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Elisabeth Inhester, kurz Eli.Sie ist OTA, das ist kurz für operativtechnische Assistentin, früher wurde das OP-Schwester genannt.Als OTA arbeitet man ausschließlich im OP. Früher hat man hierfür zunächst eine Krankenpflegeausbildung gemacht, mittlerweile gibt es direkt eine Ausbildung, die sich auf den OP bezieht.Ganz wichtig: OTA ist kein Pflegeberuf!Im OP ist man sowohl die Person, die den sterilen Part übernimmt (kennt man aus Greys Anatomy, diejenigen, die Schere und Tupfer angeben), als auch die Person, die den Instrumentierenden versorgt und die Dokumentation macht. In jedem OP gibt es somit zwei OTAs – ohne sie ist keine OP möglich.Mittlerweile ist Eli OP-Leitung und koordiniert somit auch die OP-Säle und die Mitarbeitenden. Schon vor 12 Jahren, während ihrer Ausbildung, waren die Bedingungen schlecht. Mittlerweile sind sie noch schlimmer geworden: Es gibt kaum Fachpersonal, Stellen werden gestrichen und Berufsgruppen werden bunt durcheinander eingesetzt.Das Problem: Gesundheitsversorgung lohnt sich finanziell nicht.Die Arbeit im OP funktioniert im Zweischichtsystem und im Bereitschaftsdienst. OP-Zeit ist tagsüber, der Bereitschaftsdienst übernimmt dann Notfälle wie Notfall-Kaiserschnitte.Das Problem: Für die Bereitschaftszeit wird nur eine gewisse Zeit angerechnet. Eigentlich gibt es ein EU-Gesetz dazu, dass Bereitschaftszeit immer Arbeitszeit ist, doch wenn man Vollzeit arbeitet (und einen Teil im Bereitschaftsdienst) macht man automatisch ein Minus in den Stunden.Die Leidensfähigkeit der Healthcare Professionals ist sehr hoch, sie wird von der Politik aber auch genauso erwartet.Ausgebildet wird im laufenden Betrieb. Doch im OP gilt: Zeit ist Geld!Eli erzählt, dass Ausbildung kaum möglich ist, weil sie sonst zu dritt im OP stehen müssten – da gibt es einfach nicht genug Ressourcen für. Eine gute Einarbeitung braucht ein halbes Jahr, das ist in der Realität kaum möglich. Die Erwartungen und der Druck sind hoch, alles muss schnell gehen – da fällt Empathie öfter mal hinten runter.Im Gesundheitssektor gibt es eigentlich ein großes Druckmittel: Wir könnten auf Arbeitsgesetze plädieren, haben aber die Mentalität in uns, leiden zu müssen. Im OP merkt man fast militärische Hierarchiestrukturen immer noch. Auf der einen Seite ist das sinnvoll, damit nichts schiefgeht, modern ist es allerdings nicht.Laura möchte von Eli wissen, wie sie ein Krankenhaus organisieren würde, wenn man sie lassen würde. Eli würde den Fokus darauflegen, wie sinnvoll eine OP ist, nicht wie lukrativ.Bei Laura würde der Notfallbetrieb wie bei der Feuerwehr laufen: Tagsüber die geplanten Sachen und dann gibt es einen Saal nur für Notfälle. In großen Häusern ist es selbstverständlich, dass das Regulärprogramm bis abends um 22 Uhr läuft.Der Stress der Teams sollte definitiv reduziert werden, um die Qualität auch zu gewährleisten.Die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus und OP sind schlecht, bei den KVen oder Krankenkassen sind sie viel besser, dass viele auch einfach in die Teppich-Etagen oder an die Schreibtische wechseln – ein Verlust an Ressourcen da, wo sie so dringend benötigt werden!Trotz all der schwierigen Seiten liebt Eli ihren Job und findet ihn erfüllend.Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Laura Dalhaus muss mal wieder was zum aktuellen Stand sagen und schaut sich dafür die Presse der letzten Wochen an.Der Start sind mal wieder Finanzen und Finanzierung. Es gibt nämlich immer noch keine Versorgungspauschale für unkomplizierte Chroniker. Ein Vorschlag ist tatsächlich 1 Cent.Das Gesundheitssystem sei laut Tino Sorge verantwortlich für den Wirtschaftsstandort Pharma.Kinder-Operationen werden weiterhin nicht in den Hybrid-DRGs aufgenommen. Kinderchirurgie steht damit weiterhin unter einem unfassbaren Druck, weil sie durch Erwachsenenmedizin querfinanziert werden soll. Dazu kommen unsinnige Hilfsmittelprüfungen. Laura als Hausärztin wird nämlich gefragt, ob ein Kind wirklich einen Rollstuhl bräuchte – welche Familie will einen Rollstuhl, wenn das Kind ihn nicht braucht?Kinder werden oft nachrangig behandelt, soweit, dass in OWL viele Augenärzt:innen keine Kinder mehr behandeln.Optiker:innen dürfen erst diagnostisch tätig werden ab dem 14. Lebensjahr. Laura findet es unsinnig, dass ein funktionierender und gut aufgestellter Bereich das nicht darf.Offiziell gibt es keinen Mangel an Kinderärzt:innen, im Gegenteil. In der Praxis aber schon. Dieser Zustand ist ein Indikator dafür, wie weit unter Gesundheitssystem schon kollabiert ist.Der Deutsche Psychotherapeutentag fordert eine gezielte und separate Bedarfsplanung für Kinder und Jugendliche. Auch unsere Gesundheitsministerin Nina Warken befürwortet das. Na dann hoffen wir mal, dass da was passiert!Der Dringlichkeitscode verspricht einen Facharzttermin in nur 4 Wochen. Wenn nicht, dürfen Patient:innen sich in einem Krankenhaus behandeln lassen. Für die Behandlung mit dem Code dürfen höhere Pauschalen abgerechnet werden. In Laura’s Augen funktioniert das alles nur mit einem echten Primärarztsytem, wenn ihre Überweisung auch etwas wert ist.Die KBV hat gesagt, es gäbe nicht genug Privatversicherte, sodass sie die Termine für gesetzlich Versicherte blockieren. Das sieht Laura als Eigentor.Die erste Telemedizin-Praxis hat im Supermarkt eröffnet. Für neue Patient:innen gibt es aber keine Blutdruckmedikamente oder Antibiotika. Was machen sie denn dann?Die Wettbewerbszentrale klagt schonmal gegen das dm-Augenscreening, aufgrund des Heilpraktikergesetzes sind die Mitarbeiter:innen vor Ort nicht zur Ausübung von Heilkunde befugt. Die Frage ist, ob diese Dinge das Gesundheitssystem wirklich entlasten.Eine Kollegin hat Laura kontaktiert. Sie hat einen Regressfall bekommen, sie wird nun dafür bestraft, dass sie zu viele Langzeit-EKGs und 24-Stunden-Blutdruckmessungen durchführt. Sanktionen basieren auf dem Vergleich mit einer Vergleichsgruppe – das ist aber kein verlässlicher Indikator für medizinische Notwendigkeit.Impfregresse für Hausärzt:innen gibt es unablässig. Jetzt impfen aber auch die Apotheken – da gibt’s keine Regresse! Es gibt hier nicht die gleichen Kontroll-Mechanismen.Der ärztliche Nachrichtendienst hat eine Umfrage zur Online-Bewertung gemacht. Wenn man eine unsachliche oder unfaire Bewertung bekommen hat, dann bricht man die Behandlung meistens ab. Die KV hat in einem Fall dann geschrieben, ob die Praxis nicht noch ein Auge zudrücken könnte. Auch Laura hat schonmal Post von einem Ehrenvorsitzenden bekommen, weil sie die Behandlung wegen eines zerrütteten Arzt-Patienten-Verhältnis abgebrochen hat.Das Hebammen-Hilfegesetz sollte dafür sorgen, dass Schwangere besser versorgt und Hebammen besser vergütet werden. Das Gegenteil ist der Fall.In der Forensik müssen immer mehr Pfleger:innen den Transport von Straftäter:innen übernehmen. Das gehört nicht in den Verantwortungsbereich.Die Zahl der Investoren-getriebenen-MVZs steigt. In der Radiologie- und Labormedizin liegt der Anteil bei über 50%. Auch der Marburger Bund warnt vor einer Kommerzialisierung der Versorgung.Interprofessionelle Zusammenarbeit, wie z.B. in Form einer HÄPPI-Praxis, funktioniert. Doch die Kassen wollen nicht mitmachen.Gespart werden soll jetzt an der Notfallversorgung – wenn jemand nicht mitgenommen wird, sondern sich das Problem vor Ort lösen lässt, dann soll man das nun selbst zahlen.Allerdings schätzen sich auch sehr viele Patient:innen als Notfall ein, wenn sie es nicht sind.Frau Warken will bessere Bedingungen für Ärzt:innen schaffen. Vielleicht sollte sie mal den Podcast von Laura hören?Dabei nutzen viele Kliniken für das Entlassmanagement immer noch das Fax.Die KV Rheinland-Pfalz hat sogar ein Regress-Ranking kreiert. Die größte deutsche Krankenkasse liegt auf Platz 1.Zum Schluss aber noch was Positives: Die User vom Freestyle Libre werden jetzt informiert, dass die Geräte nicht richtig funktionieren. Da hat Laura’s Aufregen mal wirklich was gebracht!Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790Zur Communtiy für PAs und PCM: https://bryght.social/communities/physician-assistants-by-laura-dalhaus/membershipsFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wie steht die SPD zu unseren gesundheitspolitischen Herausforderungen?Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in ihrer neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Matthias Mieves, dem gesundheitspolitischen Sprecher der SPD. Er kämpft sehr engagiert für Digitalisierungsprojekte in der Medizin.Laura erzählt, dass sie gerade im Landtag als Sachverständige zu Gast war und auf einen Antrag der SPD zur wohnortnahen Versorgung reagiert hat. In Laura’s Wahrnehmung haben wir kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem.Matthias sieht, dass es viele Interessen von den vielen Beteiligten im System gibt. Das Thema ist emotional und es gibt viele Zuständigkeiten.Doch ist das System reformunfähig? Müssen wir raus aus der Systematik, dass Krankheit einen Marktwert hat?Matthias sieht das alles nicht so negativ. Besonders im Vergleich zu anderen Ländern findet er, dass wir ein gutes Gesundheitssystem haben. Er hebt hervor, dass wir alle in Deutschland krankenversichert sind.Matthias hofft auf die Krankenhausreform und dass dadurch sowohl die Qualität gesteigert und Personal besser verteilt wird. Dies soll eine bessere Zusammenarbeit gewährleisten.Laura hinterfragt das stark!Sie erzählt, dass das Pflegebudget aktuell dafür genutzt wird, dass Pflegepersonal Aufgaben übernehmen muss, die vorher nicht als Pflegeaufgaben deklariert wurden.Schauen wir uns den Gesundheitsfond an: Laura ist sich sicher, dass wir genug Geld im System haben. Viele Krankenkassenbeiträge werden jedoch ausgegeben für versicherungsfremde Leistungen.Matthias findet es wichtig, dass natürlich auch Bürgergeldempfänger:innen und Kinder versichert sind. Jedoch findet er, dass wir alle in einem solidarischen System hierfür einzahlen müssen, nicht nur die gesetzlich Versicherten.Laura hinterfragt, dass Medikamente in Deutschland viel schneller zugelassen werden als in anderen Ländern. So sind wir als Land besonders attraktiv für Pharmafirmen.Matthias findet das allerdings gut, denn er sagt, dass wir so schnell an neue Medikamente kommen.Die letzten Tage und Wochen in unserem Leben sind die teuersten.Laura wünscht sich eine gesamtgesellschaftliche Diskussion darüber, wie wir mit steigenden Medikamentenpreisen umgehen wollen und auch, ob es okay ist, dass die letzten 3 Monate 130.000€ kosten könnten.Matthias möchte diese Diskussion nicht offen führen, sondern schiebt sie auf die Familien.In der neuen Kommission zur Gesundheit sitzt niemand aus der ambulanten Versorgung. Ist die Politik auf dem ambulanten Auge blind? Auch Matthias findet es nicht gut, wie die Kommission besetzt ist und wünscht sich mehr praxisnahe Unterstützung in den Kommissionen.Laura findet es wichtig, nicht den Mut zu verlieren. Menschen sind verzweifelt und Laura sieht es als einen wichtigen, demokratiestabilisierenden Faktor, dass die Gesundheitsversorgung funktioniert. Matthias möchte nicht, dass Menschen sich abgehängt fühlen, ob durch fehlende Versorgung oder zu wenig Apotheken.Eine wohnortnahe Versorgung benötigt niedergelassene Ärzt:innen!Die sektorübergreifende Zusammenarbeit funktioniert noch nicht so gut. Viele Player wollen ihren Teil des Kuchens. Für Laura wäre es auch völlig okay, wenn die Krankenhäuser Hausarztmedizin machen, aber dann müssen die Bedingungen gleich sein: Dann müssten diese auch Hausbesuche machen.Wir müssen die Zusammenarbeit verbessern!Folg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wie stehen die Grünen zur Gesundheitsversorgung? Was muss sich ändern, um gute Versorgung noch weiter zu ermöglichen?Für diese Diskussion hat Laura Dalhaus diesmal Janosch Dahmen in ihren Podcast „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ eingeladen.Janosch ist nicht nur Notfallmediziner, sondern auch gesundheitspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Grünen, sitzt dort im Gesundheitsausschuss und ist damit politisch besonders für die Themen Gesundheit und Pflege zuständig.Die Situation in der Notfallversorgung hat sich sowohl für Patient:innen als auch das Personal verschlechtert. Die bestehenden Strukturen funktionieren teilweise nicht mehr.Gleichzeitig wollen wir ambulantisieren und die Versorgung eigentlich verbessern.Nach Dahmen ist das Gesundheitswesen reformbedürftig. Die Ausgabenentwicklung ist erschreckend, gleichzeitig steigen die Beiträge und die Versorgungsqualität sinkt.Die politische Kultur ist gleichzeitig von Mutlosigkeit geprägt. Es gibt kein Erkenntnisproblem – deswegen brauchen wir auch keine weiteren Kommissionen, sondern Handlungen.Dahmen erklärt einfache Möglichkeiten, wie z.B, in der Zusammenarbeit von Pflege und Notfallmedizin Prozesse verbessert werden können.Ein weiteres Thema ist die Zwei-Klassen-Medizin. Dahmen nennt diese eine Fehlsteuerung im System. Sein Fokus ist es, die Versorgung der gesetzlichen Krankenkassen zu verbessern.Denn aktuell gibt es viele Fehlanreize durch die schlechte Vergütung von wichtigen Leistungen.Zudem ist er davon überzeugt, dass nicht alle Patient:innen unbedingt einen Arztkontakt benötigen. Praxen können vielmehr in Teams agieren. Auch Laura ist davon überzeugt, dass der Einsatz von VERAHs, Physician Assistants und Primary Care Managern die Versorgung verbessern und ein Primärversorgungsmodell möglich macht. Gleichzeitig haben die Kassen daran wenig Interesse.Dahmen präferiert zudem ein Einschreibemodell mit einer Vorhaltefinanzierung, um unnötige Behandlungsanlässe zu verringern.Ein weiteres Thema sind steigende Arzneimittelpreise. Unsere Behandlungen werden immer spezialisierter und individueller. Die letzten Patientenjahre sind zudem die teuersten. Müssen wir uns gesamtgesellschaftlich die Frage stellen, wie viel ein Lebensjahr wert ist?Laura findet es auch gar nicht gut, dass es Geheimabsprachen bei Medikamentenpreise gibt und sie damit mögliche Regresse eingeht, ohne zu wissen, wie hoch diese sein könnten.Zum Schluss stellt sie noch folgende Fragen:Haben wir ein Einnahmen- oder Ausgabenproblem bei den gesetzlichen Krankenkassen?Höhere Kosten für einen ungesunden Lebensstil und eine Zuckersteuer – ja oder nein?Wie viel Private Equity tut unserem Gesundheitssystem gut?Steht der Datenschutz einer guten Versorgung im Weg?Können wir Bürokratie abbauen, um schneller zu werden?Darf Verwaltung fast so viel kosten wie die hausärztliche Versorgung?Warum sollte Laura Mitglied bei den Grünen werden?Folg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wieso haben wir überhaupt Wettbewerb im Gesundheitssystem? Und welche Lösungen brauchen wir, um gut versorgen zu können?Darüber spricht Laura Dalhaus in der neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Professor Jürgen Windeler, ehemaliger Leiter des IQWiG, dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.Die beiden haben sich bei der Eröffnung des Westdeutschen Zentrums für Allgemeinmedizin kennengelernt, bei dem Professor Windeler eine Rede gehalten hat.In dieser sprach er über den Prozess der Zulassung von Medikamenten.Denn hier gibt es eine Besonderheit in Deutschland: Der Zeitraum von der Zulassung der Europäischen Zulassungsbehörde bis zur Verfügbarkeit auf dem Markt liegt hier bei durchschnittlich nur 40 Tagen, in anderen Ländern Europas bei durchschnittlich 440 Tagen.Der deutsche Markt ist somit ganz schön attraktiv für Pharma Firmen. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland wenig Bewertung dafür, ob Medikamente gebraucht werden und bezahlt werden können.Für Laura stellt sich wieder die ökonomische und ethische Frage, wie viel Medikamentenkosten wir als Gesellschaft tragen können.Das Gesundheitssystem ist ein Wirtschaftsfaktor, in dem viele Akteure eine Möglichkeit sehen, um viel Geld zu verdienen. Doch eigentlich ist dieses System nicht dafür da, um die Gesundheitswirtschaft zu unterhalten.Kann es sein, dass wir hier zu viel Marktwirtschaft ermöglichen? Das ist besonders bei Krankenhäusern der Fall. Man ist davon ausgegangen, dass ein Wettbewerb hier gut tun würde, mittlerweile sterben mit den Krankenhäusern aber auch Menschen,Windeler möchte insgesamt in Frage stellen, ob Krankenhäuser überhaupt im Wettbewerb stehen sollten.Wäre eine Verstaatlichung des Systems eine Lösung? Doch auch hier entstehen viele Fragen: Würde das System dann über Steuern finanziert werden? Was passiert mit den Privatpraxen?Im Voraus hierzu steht die Frage, was genau die Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Laura erklärt das anhand des Beispiels von Spanien, bei dem es ein staatliches System für Notfälle gibt und ein System, das über dringende Fälle hinausgeht.Obwohl wir ein so teures Gesundheitssystem haben, werden wir im Schnitt nicht älter als andere Europäer: innen. Das Geld scheint kein Qualitätskriterium zu sein.Das liegt aber auch daran, dass unser System ineffizient aufgebaut ist.Die beiden diskutieren auch noch über das Primärarztsystem, das in Professor Windelers Augen eher Primärversorgungssystem heißen sollte.Auch Laura ist der Meinung, dass Berufsgruppen wie Physician Assistants und Primary Care Manager viel mehr Aufgaben übernehmen könnten, die aktuell Ärzt:innen vorenthalten sind.Windeler und Dalhaus sind sich einig: Wir haben keine Zeit mehr, um ewig zu warten!Folg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Laura möchte mal wieder zum aktuellen Stand etwas sagen. Denn wir Deutsche verlieren das Vertrauen in das Gesundheitssystem. 72% sind der Meinung, dass das System überlastet, überfordert, zu bürokratisch und schlecht vorbereitet für die Zukunft sei.Das Handelsblatt hat auch mehrere Artikel zu den gesetzlichen Krankenkassen veröffentlicht. Schon 20 dieser haben die Beiträge erhöht, trotzdem droht eine dauerhafte, strukturelle Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben. Dabei schlucken Arzneimittel und Krankenhausbehandlungen den größten Teil.Positiv hervorzuheben sind dabei aber Betriebskrankenkassen und kleine Krankenkassen wie die TUI BKK, die HKK und die BKK Firmus.Ein Aufreger ist, dass Tino Sorge und Gesundheitsministerin Nina Warken gerade das Gesundheitssystem als Verantwortliche für die Pharmabranche sehen. Das sieht Laura wirklich gar nicht so!Wir können nicht überall sparen, um die Pharmaindustrie zu retten. Warken’s Sparmaßnahmen sind sowieso nur ein Pflaster, nötig wäre eine Operation.Auch an Innovationen soll gespart werden und das ist für unsere Gesellschaft ein großes Problem.Übrigens ist der viertgrößte Batzen unserer Ausgaben im System die Krankengeldkosten. Allerdings gibt es viele Menschen, die nicht arbeiten können, weil indizierte Therapie und Diagnostik nicht angeboten werden.Der Druck im System ist so groß, dass ein privates MVZ nun die pädiatrische Versorgung einstellt: 400 Kinder müssen sich nun neue Kinderärzt:innen suchen. Gleichzeitig sieht die Politik die Lösung der Versorgung in solchen MVZs.Laura regt sich auch darüber auf, dass die Kosten für Long-Covid etwa 63 Milliarden Euro jährlich sind. Gleichzeitig sollen Innovationen gestoppt werden.Ein weiteres Ziel sollte sein, dass die Telematik-Infrastruktur einwandfrei läuft. Ab Januar wird nun etwas im System umgestellt und zehntausende Praxen werden dann weder E-Rezepte, noch elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Arztbriefe mehr ausstellen können. Auch Patient:innen verzweifeln an der ePA, für dessen Benutzung man 3 Apps benötigt.Woran die Regierung auch spart, ist an Frauengesundheit. Es gibt einen Gender Health Gap, Frauen werden in Forschung einfach weniger einbezogen. Dafür sind nun 17.750€ vorgesehen – ein Schlag ins Gesicht!Immer wieder wird auch über das Primärarztsystem diskutiert, das nur umsetzbar ist, wenn wir auf Teampraxen, Physician Assistants, Primary Care Manager und das HÄPPI-Konzept setzen. Gleichzeitig will der Staat das nicht finanzieren.Auch die Krankenhausreform hinterlässt ihre Spuren: Durch die Strukturveränderungen wird die Weiterbildung vergessen. Überall wird ein Facharztstandard gefordert, allerdings wird sich nicht um die Ausbildung gekümmert.Handlungsbedarf besteht auch bei der psychischen Gesundheit junger Menschen, was Bundes-Schülerkonferenz-Generalsekretär Quentin Gärtner fordert.Und dann steigen auch noch die Behandlungsfehler – was bei 24-Stunden-Schichten auch kein Wunder mehr ist.Zu den Quellen: https://docs.google.com/spreadsheets/d/16eEqLBahzJVzX01jFtUK6jU-Lc0ZPs97u9__XYgGl68/edit?usp=sharingZur TUI BKK: https://www.tui-bkk.de/homeZur HKK: https://www.hkk.de/Zur BKK Firmus: https://www.bkk-firmus.de/Folg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wie stehen die verschiedenen Parteien zum Gesundheitssystem? Dieser Frage will Dr. Laura Dalhaus auf die Spur kommen. Sie ist gerade aus der CDU ausgetreten, Politik ist jedoch sehr wichtig für sie. Deswegen kam sie auf die Idee, im Podcast „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“, Politiker:innen einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.Den Anfang macht Susanne Schneider, Landtagsabgeordnete in NRW bei der FDP, im ersten Leben Krankenschwester und dann Pharmareferentin.Die beiden starten mit einem Gespräch über den Status des Gesundheitssystems, denn die Gesundheitsfonds sind leer. Auch Susanne ist der Meinung, dass wir ein Ausgabenproblem und so viel Geld wie nie im System haben.Es geht weiter mit der fehlenden Lobby für Kinder. Susanne sieht Verbote kritisch und möchte hier mehr an der Bildung arbeiten. Für sie ist eine allgemein bessere Kinderbetreuung wichtig. Ihre Aufgabe in der Opposition sieht sie darin, laut zu sein und vor allem an dieser Stelle kritische Fragen zu stellen.In Bezug auf die Krankenhäuser ist ihr wichtig, dass das Geld nicht mit der Gießkanne verteilt wird.Weiter geht es mit dem §218 und dem Urteil zu Professor Völz, der aufgrund seiner Klinik keinen Schwangerschaftsabbruch machen durfte, obwohl der medizinisch notwendig war.Laura erzählt außerdem von riesigen Regressen und dem Risiko, das auf selbstständige Ärzte übergeben wird – gleichzeitig ist nicht viel Selbstständigkeit im Arztberuf mehr da.Außerdem diskutieren die beiden über Sterbehilfe und darüber, dass die letzten Lebensjahre eines Menschen gleichzeitig die teuersten sind. Laura selbst würde lieber auf Jahre verzichten als zu leiden. Auch die Palliativmedizin sollte nicht immer mit einem halben Bein im Knast stehen.Laura stellt 10 Fragen an Susanne:Bürgerversicherung ja oder nein?Private Equity im Gesundheitswesen – ist das ok?Klimawandel – stellt die FDP das in Frage?Migration – hat Christian Dürr überhaupt ein Gefühl für Arbeitsbedingungen?Bürokratieabbau – wie kriegen wir das hin?Datenschutz behindert die Arbeit in der Medizin massiv, machen wir es uns da zu schwer?Außenpolitik, Rüstung und Ukraine-Krieg – müssen wir die Ukraine mehr unterstützen?Die AfD erstarkt, viele sprechen darüber, wohin man auswandern sollte, wenn diese Partei an die Macht kommt, wird die FDP an der Brandmauer rütteln?Rente - viele können sich die nicht mehr leisten, was ist die Lösung?Der Schaden durch Cum Ex - will der Staat es sich nicht mit den Reichen und Mächtigen verscherzen?Warum sollte Laura FDP-Mitglied werden?Folg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wie steht es aktuell um das Gesundheitssystem? Das bespricht Dr. Laura Dalhaus in ihrer neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“.Sie startet direkt mit einer Schlagzeile: Das mit dem Herbst der Reformen wird wohl alles nix. Merz diskutiert lieber über das Stadtbild, statt das Gesundheitssystem anzuschauen. Und auch hier gibt es ja kein Erkenntnisproblem mehr, sondern nur ein Umsetzungsproblem.Unsere Gesellschaft steht unter Druck: Chronische Krankheiten, Fachkräftemangel, Technologie und Demografie sind unsere Herausforderungen. Sparmaßnahmen ändern hier nichts am GKV-Einnahmedefizit. Denn die Kosten steigen. Gesundheitsministerin Warken möchte nun die Verwaltungskosten begrenzen und die Budgets der Kliniken deckeln.Vorschläge kommen zurzeit aus der Richtung der Prävention und Gesundheitsförderung, u.a. eine höhere Steuer auf Nikotin, Alkohol und Zucker könnte helfen. Die Aufgabe der Prävention hat allerdings der Staat, nicht die Krankenkassen, die nun dazu gezwungen werden sollen. Das Resultat: Der GKV Spitzenverband verklagt den Bund.Laura bringt schockierende Zahlen auf den Tisch: Für die ambulante Behandlung werden aktuell 50 Milliarden Euro ausgegeben, für Medikamente 55 Milliarden Euro.Was sie aktuell völlig unethisch findet ist, dass die AOK Chefin Nordost meint, höhere Lohnkosten müssten „verdient“ werden.Ein weiteres Problem ist die gewünschte Ambulantisierung. Mit denen, die bereits ambulant versorgen, wird allerdings kaum gesprochen. Krankenhäuser können die ambulante Versorgung gar nicht leisten, schließlich werden diese keine Hausbesuche anbieten. Die Kosten für die Ambulantisierung sollen aus dem Transformationsfond bezahlt werden, der eigentlich die Digitalisierung unterstützen sollte.Das Schlimme: Es gibt moderne Konzepte, welche die Versorgung verbessern können, beispielsweise das HÄPPI-Konzept und der Einsatz von Physician Assistants und Primary Care Manager, diese werden von der Politik aber ignoriert.Ein Nischenthema, das Laura aber stark aufregt, sind die Regresse für Wundmanagement. Als Chirurgin behandelt sie viele Wunden selbst und hat immer wieder Regresse der Krankenkassen, weil sie im Vergleich zu anderen Praxen „zu viele“ Pflaster und Kompressen nutzt. Die Preise für die Wundmanagement-Präparate sind allerdings geheim, Laura weiß vorher nie, welche Summe ihr Verband gerade kostet.Auch das Primärarztsystem wird wieder heiß in der Presse diskutiert. Die TK allerdings plädiert gerade dafür, die Hausarztzentrierte Versorgung abzuschaffen. Wenn das passiert, wird Laura ihre Kassenzulassung abgeben. Auch der Spitzenverband für fachärztliche Versorgung erklärt, dass die Niederlassung zunehmend unattraktiver wird.Gesundheitsministerin Warken möchte aktuell eine Apothekenreform. Hierdurch sollen in Apotheken auch Impfungen durchgeführt werden können. Auch verschreibungspflichtige Medikamente für akute, unkomplizierte Formen sollen ohne Arztkontakt ausgegeben werden. Für viele Ärzt:innen klingt das nach Konkurrenz, Laura findet es grundsätzlich gut, wenn mehr Menschen in der Gesundheitsversorgung teilnehmen. Allerdings sieht sie ein Problem damit, dass Patient:innen verunsichert werden. Auch dm will jetzt Medizin machen – hier gilt das gleiche Problem mit der Verunsicherung. Dm will die Verantwortung auch noch auf die Patient:innen abwälzen. Laura hinterfragt außerdem, ob dm das „einfach darf“ – schließlich geht es hier um Heilkunde!Außerdem hören wir in dieser Folge noch einiges über Jens Spahn (es vergeht keine Folge ohne ihn), die Gematik und damit verbunden die ePA und das e-Rezept, entzogene Approbationen und die EU, die dieses Problem nicht EU-weit in den Griff bekommt sowie Antibiotika, die durch die Massentierhaltung immer weniger wirken.Zu den Quellen: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1B4UCVDiTTGsXdAlKjCoUhbn_ony7dMNn_hL1h4TSXW8/edit?usp=sharingFolg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
Wieso haben wir eigentlich so wenig Therapieplätze? Gibt es zu wenig Psychotherapeut:innen? Und wie funktioniert deren Ausbildung? Welche Arten von Psychotherapie gibt es überhaupt?Um diese Fragen endlich mal zu klären, hat Dr. Laura Dalhaus für die nächste Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ Dr. Johanna Thünker eingeladen.Die beiden haben sich in einem Ausschuss für Qualitätssicherung kennengelernt. Johanna ist niedergelassene Psychotherapeutin und außerdem stark in der Berufspolitik aktiv.Doch kommen wir zu der Frage, die uns alle schon so lange unter den Nägeln brennt: Warum gibt es zu wenig Therapieplätze?Johanna erklärt, dass der Grund dafür nicht ist, dass es zu wenig Psychotherapeut:innen gibt, sondern die Bedarfplanungsrichtlinie. Diese legt fest, wie viele niedergelassene Psychotherapeut:innen es pro Planungsbezirk geben darf. Doch diese Bedarfsplanung beruht auf Zahlen von 1999, als die Psychotherapie überhaupt im kassenärztlichen Versorgungssystem angekommen ist. Dazu gibt es den Polizentrischen Verflechtungsraum, das bedeutet, dass Regionen andere mitversorgen sollen. Versuche, diese Berechnungen zu korrigieren, scheitern daran, dass dieses System historisch gewachsen ist – man müsste es komplett neu auflegen.Laura ist sich sicher: Würden Menschen frühzeitiger eine Behandlung bekommen, dann wären sie auch „schneller durch“ und es gäbe weniger Chronifizierungen. So sind auch die Langfristkosten viel höher, Bildungschancen und soziale Teilhabe sind in Gefahrt. Sowohl menschlich als auch volkswirtschaftlich ist das ein Riesenskandal.Früher gab es übrigens gar keine Regelung für die psychotherapeutische Ausbildung. Mittlerweile ist diese sortierter, die Vergütung ist allerdings weiterhin unterirdisch. Und: Wenn Menschen nach dem Approbationsstudium keinen Platz finden, gehen sie in der Versorgung verloren.Auch Therapeut:innen müssen übrigens viel Bürokratie machen. Vor allem Gutachten fressen viel Zeit. Zudem muss vor jeder längerfristigen Behandlung ein umfangreicher Bericht geschrieben werden, sowie eine komplexe Bedarfsplanung. Es wirkt so, als wäre ein kollektives Misstrauen vorhanden.Johanna moniert, dass viel Geld in Modellprojekte versenkt wird, gleichzeitig stehen bei ihr 218 Menschen auf der Warteliste – selbst wenn sie wollte, könnte sie diese nicht alle behandeln.Sie erklärt außerdem die verschiedenen Arten der Unterstützung:Psychiater:innen übernehmen viel den medikamentösen Teil.Psychotherapeut:in kann man als Psychiater:in oder Psycholog:in werden, im Kinder- und Jugendbereich auch als Pädagog:in.Verhaltenstherapie basiert auf Lernprozessen und Lerntheorien und dort lernt man, andere Denkstrategien im Alltag anzuwenden.Tiefenpsychologie und Psychoanalyse basieren darauf, dass die Probleme etwas mit der Vergangenheit und vergangenen Konflikten zu tun haben.Systemische Psychotherapie kennen viele als Familientherapie.Zu Beginn einer Therapie gibt es eine psychotherapeutische Sprechstunde – daraus erhält man als Patient:in eine Ersteinschätzung und eine konkrete Empfehlung, wie es weitergehen soll.Zum Berufsverband: https://www.bdp-verband.de/Folg Laura auch hier:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhausMehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhausUnterstütz die Mission: https://www.paypal.com/paypalme/podcast5minusoderhttps://buymeacoffee.com/lauradalhausZum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
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Comments (1)

Jutta Bernhardt

tolle und richtige Gedanken! Aus welchem Grund wehren sich die niedergelassenen Ärzte nicht gemeinsam? Bemerkenswert, dass den Patienten gar nicht bewusst ist, wie es um unser Gesundheitswesen bestellt ist! Mach bitte weiter so!!

Feb 11th
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