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Hinter der Schlagzeile
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Author: CH Media
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Eintauchen in die Welt der aktuellen Ereignisse. Joëlle Weil und Stefan Bühler, zusammen mit Top-Journalisten von CH Media, bringen dreimal wöchentlich tiefgründige Analysen, exklusive Recherchen und spannende Diskussionen zu den wichtigsten Themen der Schweiz und der Welt. Egal ob Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur – wir beleuchten die Hintergründe und liefern fundierte Einblicke. Jetzt abonnieren, um keine Folge zu verpassen!
#Nachrichten #Schweiz #Welt #Aktuell #Politik #Wirtschaft #Recherche #CHMedia
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Viele Menschen sparen ein Leben lang für ihre Pension – und verlieren am Ende alles. Genau das ist Hunderten Anlegerinnen und Anlegern in der Ostschweiz und darüber hinaus passiert. Recherchen des St. Galler Tagblatts zeigen, wie mehrere Vermögensberater ältere Kundinnen und Kunden dazu brachten, ihr Vorsorgegeld in angeblich sichere Obligationen zu investieren. Versprochen wurden stabile Renditen von vier bis fünf Prozent. Tatsächlich entpuppten sich die Anlagen als hochriskant – und brachen mit dem Konkurs der beteiligten Firmen vollständig zusammen.Im Zentrum steht eine Liechtensteiner Firmengruppe namens Identec. Ursprünglich im Hightech-Bereich tätig, gründete sie immer neue Tochtergesellschaften, deren einziger Zweck offenbar darin bestand, über Obligationen frisches Geld zu beschaffen. Mit diesen Mitteln wurden frühere Renditeversprechen bedient – ein klassisches Ponzi-System, wie ein Rechtsgutachten festhält. Das eigentliche Geschäft habe kaum Einnahmen generiert, Liquidität sei praktisch nie vorhanden gewesen.Besonders brisant: Die betroffenen Anleger investierten nicht direkt, sondern über Vermögensberater, denen sie vertrauten. Auf Gläubigerlisten tauchten bestimmte Berater auffallend häufig auf – darunter Firmen aus der Ostschweiz. Trotz klarer Warnsignale wie dauernder Überschuldung oder fehlendem Cashflow sollen die Risiken nicht ausreichend geprüft worden sein. Als Beleg für die Seriosität wurden teils sogar PR-Artikel beigelegt.Noch problematischer: Nach einem zweiten Konkursfall – diesmal bei der Solarfirma Sun Contracting – wandten sich einzelne Vermögensberater erneut an ihre geschädigten Kunden. In Online-Seminaren wurde ihnen nahegelegt, weiteres Geld in ein neues Projekt zu investieren, um Verluste «Schritt für Schritt zurückzuholen». Für viele Betroffene wirkte das wie der Versuch, den Schock auszunutzen und nochmals Kapital zu beschaffen.Juristisch bleibt die Lage schwierig. Zwar können Forderungen im Konkursverfahren angemeldet werden, doch die Chancen auf Rückzahlungen sind gering. Wer rechtlich gegen Berater vorgehen will, muss Zeit, Geld und Nerven investieren. Die Recherchen zeigen vor allem eines: Wie verletzlich Menschen sind, wenn sie sich in Finanzfragen auf vermeintliche Profis verlassen – und wie gross der Schaden ist, wenn dieses Vertrauen missbraucht wird. (rar)
Leere Gestelle, fehlende Markenprodukte und immer öfter der Hinweis «Lieferunterbruch»: Wer bei der Migros einkauft, merkt, dass sich etwas verändert hat. Hinter den Kulissen liefert sich der Grossverteiler harte Preisverhandlungen mit internationalen Markenherstellern – und geht dabei bewusst das Risiko ein, Kundinnen und Kunden zu verärgern.«Die Auslistungen zeigen, dass es der Migros ernst ist», sagt Wirtschaftsredaktor Benjamin Weinmann im Podcast. «Sie will günstiger wahrgenommen werden – darf dabei aber ihre Kundschaft nicht verlieren.»Warum legt sich die Migros gleichzeitig mit so vielen grossen Markenherstellern an? Welche Rolle spielen Aldi und Lidl im verschärften Preiskampf? Und kann diese Strategie für die Migros am Ende nach hinten losgehen?Artikel zum ThemaLeere Mayonnaise-Regale bei der Migros: Das steckt dahinterLeere Regale: Jetzt legt sich Migros mit Top-Marken wie Pepsi und Toblerone anLeere Schoggi-Regale: Zwischen der Migros und Lindt kommt es zum EklatWo sind all die Dosen hin? Bei der Migros fehlt plötzlich Coca-Cola im RegalMehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»: [Hinter der Schlagzeile](https://www.aargauerzeitung.ch/podcasts/hinter-der-schlagzeile)Host und Produzentin: Zoe GwerderGast: Benjamin Weinmann
Zwei Wochen nach dem verheerenden Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana mit 40 Todesopfern und 116 teils schwer verletzten jungen Menschen rückt die juristische und politische Aufarbeitung ins Zentrum.Während das Land am 9. Februar, dem nationalen Trauertag, der Opfer gedachte, fällte die Walliser Staatsanwaltschaft in Sitten einen ersten markanten Entscheid: Die Betreiber der Bar, Jacques und Jessica Moretti, wurden einvernommen. Jacques Moretti wurde anschliessend in Untersuchungshaft genommen, wegen Fluchtgefahr.Warum erfolgte die Verhaftung erst neun Tage nach dem Brand?Was ist über das Betreiberpaar bekannt?Welche Verantwortung tragen Gemeinde und Kanton bei Bewilligungen, Kontrollen und Sicherheitsauflagen?Und ist die Walliser Staatsanwaltschaft dieser ausserordentlichen Aufgabe überhaupt gewachsen? Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» sagt Reporter Kari Kälin: «Die Staatsanwaltschaft Wallis sollte die Tür offen lassen, nötigenfalls Hilfe von Aussen anzunehmen.»Lesen Sie hier mehr zum Thema:Einst an der Seite von Sacha Baron Cohen – heute im Zentrum der Ermittlungen: Wer ist Jessica Moretti?Fatale Brände in Diskotheken: Die Ursachen sind fast immer die gleichenNach der Feuer-Katastrophe: Wenn sich Wut in die unermessliche Trauer mischtMehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzent: Stefan BühlerGast: Kari KälinKontakt: podcast@chmedia.ch
Australien verbietet TikTok, Instagram und Snapchat für unter 16-Jährige – ein radikaler Schritt, der weltweit für Diskussionen sorgt. Doch schützt ein Social-Media-Verbot Kinder wirklich? Oder schafft es neue Probleme?Im Podcast spricht Raphael Rohner mit Alexandra Pavlovic, Chefin Social Media bei CH Media, über Risiken von Algorithmen, Fake News, Gewaltvideos und die wachsende Überforderung junger Menschen im Netz. Es geht um Medienkompetenz, Verantwortung von Tech-Konzernen, die Rolle der Eltern – und warum Verbote allein kaum die Lösung sind. Dazu kommen Stimmen aus der Bevölkerung, die zeigen, wie gespalten die Gesellschaft beim Thema Social Media ist. (rar)Lesen Sie hier mehr zum Thema: Australien greift durch – wäre ein Social-Media-Verbot auch in der Schweiz sinnvoll? – Eine UmfrageTikTok und Co.: Australien verbietet Social Media für Jugendliche – kann das gut gehen? Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Raphael Rohner
US-Präsident Donald Trump hat mit einer militärischen Kommandoaktion in Venezuela international für Aufsehen gesorgt. US-Spezialeinheiten nahmen den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro fest und brachten ihn in die Vereinigten Staaten. Der Eingriff markiert eine neue Eskalationsstufe in Trumps Aussenpolitik – und wirft Fragen über seine langfristigen Ziele auf.«Trump hat jetzt bewiesen, dass das nicht nur ein Papier ist, sondern dass er es wirklich auch beabsichtigt», sagt der US-Korrespondent von CH Media Renzo Ruf. Die Festnahme Maduros sei Teil einer Sicherheitsstrategie, die den Anspruch der USA untermauere, in der westlichen Hemisphäre notfalls auch mit militärischer Gewalt durchzugreifen.Was will Trump mit dieser Aktion erreichen? Wie geschlossen stehen seine Republikaner hinter dem Vorgehen? Und wie real ist die Gefahr, dass auch Grönland ins Visier der USA gerät – ein Territorium, das zu einer Nato-Macht gehört?Mehr Artikel zum Thema:Trump: «In zwanzig Tagen oder zwei Monaten» – ist jetzt Grönland an der Reihe?«Wir müssen realistisch sein»: Unter diesen Bedingungen will die US-Regierung weiter mit dem Regime in Caracas kooperieren«Ich bin ein anständiger Mann», sagt Maduro vor US-Gericht – Trump will weitere Herrscher stürzenMehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»: Hinter der SchlagzeileHost und Produzentin: Zoe GwerderGast: Renzo Ruf
Simon Maurer reiste am Neujahrstag als Sonderkorrespondent von CH Media nach Crans Montana. Nur wenige Stunden, nachdem ein schreckliches Feuer in der Bar «Le Constellation» 40 Todesopfer und 116 Verletzte gefordert hatte, viele mit schweren Brandwunden. Die meisten von ihnen waren jünger als 25-jährig. Das jüngste Opfer war ein 14-jähriges Kind.Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» schildert Maurer, wie er das Dorf angetroffen hat. Wie schwierig der Spagat war, zwischen Berichterstattung und Anteilnahme. Er übt Kritik an teils pietätlosen Journalistinnen und Journalisten internationaler Medien. Und er berichtet, wie sich in die unermessliche Trauer der Menschen im Dorf Tag für Tag mehr Wut mischte - auch, weil Recherchen Ungereimtheiten bei den Brandschutzkontrollen durch die Behörden zutage förderten. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Videokommentar des CH-Media-Sonderkorrespondenten: «Die Party war beliebt – Kritik an Brandschutzmassnahmen»Wieso die Brandopfer nun Monate bis Jahre lang tägliche Schmerzen ertragen müssenLokalbesitzer erheben schwere Vorwürfe gegen die Behörden: «Mafiöse Strukturen»Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzent: Stefan BühlerGast: Simon MaurerKontakt: podcast@chmedia.ch
Der Aufruf kam am Montagmorgen: Die Bevölkerung muss das Dorf Blatten im Walliser Lötschental innert Stunden verlassen. Rund 300 Personen hatten gerade genug Zeit, das Nötigste einzupacken. Denn hoch über dem Dorf ist das Kleine Nesthorn ins Rutschen geraten. Millionen Kubikmeter Fels und Schutt drohen auf einen Gletscher abzustürzen und diesen im schlimmsten Fall mit ins Tal zu reissen, hinunter auf Blatten. "Die Stimmung im Tal beginnt zu kippen", sagt Inlandredaktorin Léonie Hagen. Die Oberwalliserin verfolgt die Geschehnisse im Lötschental vor Ort.Wie geht es den betroffenen Menschen? Woran liegt es, dass sich der Berg plötzlich so schnell bewegt?Warum ziehen Menschen trotz all der Gefahren das Leben in den Bergen allem anderen vor?Und wie gross ist die Chance, dass die evakuierten Frauen, Männer und Kinder jemals nach Blatten heimkehren können? Mehr Artikel zum Thema: Die wichtigsten Antworten zum drohenden Bergsturz im LötschentalHier ist ein Teil vom Gipfel des Kleinen Nesthorns abgebrochenDer Berg über uns: «Ich filmte weiter. In einem ruhigen Moment merkte ich: Es war nicht der Wind. Ich weinte.» Mehr Folgen von "Hinter der Schlagzeile":Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzent: Stefan BühlerGast: Léonie HagenKontakt: podcast@chmedia.ch
Er googelte «Leiche versenken» und griff zum Hammer. Was in jener Nacht in Ägeri geschahIn dieser Podcastfolge erfährst du:– Was in der Tatnacht vom 31. August auf den 1. September 2023 in Ägeri geschah– Welche Rolle ein rostiger Hammer, ein Messer und eine geheimnisvolle Grube spielten– Wie sich der mutmassliche Täter vor Gericht verteidigte– Welche Spuren die Google-Suchanfragen hinterliessen– Wie Gerichtsreporterin Kristina Gysi die Stimmung im Saal erlebte Mehr zum Fall und weitere Hintergründe findest du im Artikel der Zuger Zeitung: Versuchter Mord in Ägeri – wollte ein Mann aus Liebe seinen Rivalen töten?Der Gerichtsprozess: Einschlägige Suchanfragen, ein gefälschter Abschiedsbrief und eine ausgehobene Grube: Wollte ein Mann aus Liebe seinen Rivalen töten?- Das Urteil: Täter wegen versuchten Mords zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Zoe GwerderGast: Kristina GysiKontakt: podcast@chmedia.ch
In den 2000er Jahren gab es keinen grösseren Bahnhof, Tram- oder Bushaltestelle ohne Zeitungsboxen: Die Gratiszeitungen lagen nebeneinander auf, man griff beherzt zu und nach wenigen Stunden waren alle Exemplare vergriffen. Man beklagte die Papierflut und blätterte weiter. Tempi passati. Die einzige Gratiszeitung, die bis heute überlebt hat, ist «20 Minuten». Per Ende 2025 wird die Printausgabe jedoch eingestellt.«Der frühere Plan der Gratiszeitungen und deren Verlage ging langfristig nicht auf», sagt Francesco Benini, Reporter bei CH Media. «Und trotzdem war ‹20 Minuten› relevant. Nicht wegen der journalistischen Qualität, aber wegen der Masse, welche die Zeitung erreichte.»Wie haben Gratiszeitungen unseren Medienkonsum beeinflusst? Wie wurden sie so erfolgreich? Und wie konnte sich «20 Minuten» so lange halten? Mehr Artikel zum Thema: «20 Minuten» stellt gedruckte Tageszeitung einSie gehörte zu den rentabelsten Zeitungen der Welt – darum ist «20 Minuten» jetzt am Ende Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle WeilGast: Francesco BeniniKontakt: podcast@chmedia.ch
Der Wunsch nach einem entschleunigten Leben, nach Natur, nach Luft, aber auch nach einer gewissen Distanz trieben unsere Lifestyle-Autorin Rahel Empl aufs Land. Sie verliess Basel für das Glarnerland und lebt jetzt dort, wo sich Städter in der Regel Ferien machen."Quality over Quantity", könnte man ihr neues Lebensmotto nennen: Weniger Konsum, weniger Reize. Aber auch bei ihren Freundschaften stellt Empl fest, dass die Kontakte, die sich gehalten haben, tiefgründiger geworden sind, obwohl man sich weniger oft sieht.Warum ist die sogenannte Stadtflucht so trendy? Wie hat sich Rahel Empl auf dem Land eingelebt? Und warum musste sie sich vor allem auf die politische Ausrichtung ihrer neuen Nachbarschaft gewöhnen? Mehr Artikel zum Thema: Overtourism am Klöntalersee: Vertreibung aus dem ParadiesWenn das Leben im Fluss istWas ein dicker Schinken mit der Landsgemeinde in Glarus zu tun hat Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle WeilGast: Rahel EmplKontakt: podcast@chmedia.ch
Der Strassenstrich im Luzerner Ibach gilt als gefährlich – nun diskutiert die Politik über einen sichereren Standort. Journalist Yann Hage hat mit den betroffenen Sexarbeiterinnen gesprochen und zeigt, was sie über ihre Arbeit, die Risiken und die Pläne der Stadt wirklich denken.Der Strassenstrich im Luzerner Industriegebiet Ibach steht wieder im Fokus der Politik: Mehr Sicherheit, bessere Bedingungen – aber auch mögliche Verlagerung oder ein Laufhaus-Modell. Doch was denken die betroffenen Frauen selbst?Reporter Yann Hage hat sich direkt mit Sexarbeiterinnen vor Ort getroffen und spricht im Podcast mit Zoe Gwerder über seine Eindrücke, Herausforderungen und überraschenden Erkenntnisse aus dem Container im Ibach.Wie gefährlich ist die Arbeit auf dem Strassenstrich im Ibach wirklich?Welche Schutzmechanismen haben die Frauen selbst entwickelt?Warum ziehen viele die Strassenarbeit einem Laufhaus oder Bordell vor?Was halten die Frauen von der Idee, den Strassenstrich zu verlegen?Was kann Luzern von Städten wie Basel lernen? Mehr Artikel zum Thema:Die Politik will mehr Sicherheit auf dem Strassenstrich – das sagen die Frauen dazu (Luzernerzeitung.ch) (Aargauerzeitung.ch)Eine Schweiz ohne Freier? – «Wir müssen endlich über die sexuellen Bedürfnisse der Männer sprechen» Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Zoe GwerderGast: Yann HageKontakt: podcast@chmedia.ch
Susanne ist über 80 Jahre alt und verliebt sich im Internet in Laurent. Laurent ist aber nicht den, für wen er sich ausgibt, sondern ein Liebesbetrüger. Er bringt Susanne mit Lügen um bis zu 100'000 Franken. Susannes Söhne versuchen, sie zu Vernunft zu bringen, jedoch vergebens."Die Situation von Angehörigen von Romance-Scam-Opfern wird selten beleuchtet", sagt Annika Bangerter, Journalistin bei CH Media. Sie hat Susanne und ihre Söhne kennengelernt. "Mitanzusehen, wie ein geliebter Mensch zum Opfer wird und gleichzeitig unbelehrbar bleibt, ist lähmend." Scammer zielen oft darauf ab, das Verhältnis ihrer Opfer zu deren Liebsten zu stören, um sie weiter zu isolieren.Was tut man, wenn man sieht, dass ein geliebter Mensch in die Romance-Scam-Falle tritt? Wie sind Susannes Söhne vorgegangen? Und wie ist ihr Verhältnis heute? Mehr Artikel zum Thema: Angehörige von Romance-Scam-Opfer: «Ich kann doch nicht einfach zusehen, wie sie betrogen wird» Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle WeilGast: Annika BangerterKontakt: podcast@chmedia.ch
Bernhard Alpstaeg macht den nächsten Schritt im jahrelangen Machtkampf um den FC Luzern: Er bietet einen neuen Aktionärsbindungsvertrag an, der den Weg zur Einigung ebnen soll. Doch wie ernst ist dieses Friedensangebot gemeint – und wie stehen die Chancen, dass es tatsächlich zu einer Lösung kommt?Zoe Gwerder spricht mit Cyril Aregger, stellvertretender Chefredaktor der Luzerner Zeitung, über Hintergründe, Reaktionen und mögliche Szenarien im wohl spektakulärsten Aktionärsstreit der Schweizer Fussballwelt.Mehr Artikel zum Thema:Analyse zu Alpstaegs Vorschlag zum AktionärsstreitNeuer Aktionärsbindungsvertrag: Das steht in Alpstaegs AngebotDas ganze Dossier zur Alpstaeg-AffäreMehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der SchlagzeileHost und Produzentin: Zoe GwerderGast: Cyril AreggerKontakt: podcast@chmedia.ch
Eine Redaktorin veranstaltet einen Weihnachtsguetzli-Wettbewerb, eine andere findet Mailänderli & Co. eine «Pest». Und der Jüngste versetzt sich beim Ausstechen mit einer alten CD in Weihnachtsstimmung.Statt harte Politkost gibt es diesmal im Podcast «Hinter der Schlagzeile» Änis-Chräbeli, Zimtsterne und Brunsli. Die Bundeshausredaktion liefert Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat:Zu welcher Partei passen Mailänderli?Hat es im Zimtstern zu viele fremdländische Gewürze für die SVP?Was macht ein Weihnachtsguetzli aus?Und was hat es mit den Cornflakes-Schoggi-Häufchen auf sich?Lesen Sie hier mehr zum Thema:Das ist das aargauischste Weihnachtsguetzli – aber ist es auch das beste?Weihnachtsgebäck für alle, die nicht gerne ausstechen – und trotzdem schöne Guetzli möchtenDer grosse Zimtsterne-Blindtest: Ein Guetzli aus dem Discounter kann sogar mit selbstgebackenen mithaltenMehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzent: Stefan BühlerGäste: Doris Kleck, Sermîn Faki, Leonie Hagen, Julian SpörriKontakt: podcast@chmedia.ch
Ein Terroranschlag am Bondi Beach erschüttert Australien. Zwei Männer – Vater und Sohn – eröffnen am beliebtesten Strand Sydneys das Feuer und töten mindestens 16 Menschen. Die Polizei vermutet Verbindungen zum Islamischen Staat. Für die Bevölkerung ist es ein Angriff auf einen Ort, der als Inbegriff australischer Leichtigkeit gilt.Unsere Korrespondentin Barbara Barkhausen erlebt die Tat unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Europa. Während sie noch im Auto sitzt, laufen die ersten Meldungen ein – ein Schockmoment, der Erinnerungen an den Amoklauf von Bondi im April 2024 weckt. Als sie am nächsten Tag den Strand besucht, findet sie statt Surfern und Touristen eine beklemmende Stille: Blumen am Geländer, Menschen im Gebet, fassungslose Blicke aufs Meer.Die Attacke richtet sich offenbar gezielt gegen die jüdische Gemeinde. Antisemitische Vorfälle haben in Australien stark zugenommen – dreimal so viele wie im Vorjahr. Der Gaza-Konflikt hat auch hier Spannungen geschürt und das gesellschaftliche Klima verändert.Gleichzeitig wirft der Fall Fragen zu Australiens Waffenpolitik auf. Obwohl das Land für strenge Gesetze bekannt ist, besass der mutmassliche Täter-Vater sechs Waffenlizenzen. Sein Sohn soll bereits früher wegen radikaler Kontakte aufgefallen sein. Ein zentrales Waffenregister existiert nicht – ein Versäumnis, das nun heftig diskutiert wird.Hinzu kommt mögliche Einflussnahme aus dem Ausland: Der Geheimdienst ASIO stellte Verbindungen iranischer Revolutionsgarden zu antisemitischen Angriffen fest, worauf Australien den iranischen Botschafter auswies – ein seltener, drastischer Schritt.Trotz des Schocks reagiert die Bevölkerung mit Zusammenhalt. Menschen spenden Blut, legen Blumen nieder; jüdische und muslimische Verbände verurteilen die Tat gemeinsam. Ein Obstladenbesitzer, der dem Täter die Waffe entriss und dabei selbst schwer verletzt wurde, wird zum Symbol für Zivilcourage.«Ich hoffe, dass diese Tat das Land nicht spaltet», sagt Barkhausen. «Denn genau das wäre im Interesse der Täter.» Mehr dazu: https://www.tagblatt.ch/international/bondi-beach-massaker-die-opfer-im-ueberblick-ld.4092809
Ein Tunnel, 220 km/h und ein junger Mann, der längst die Orientierung verloren hatte: Roger, der eigentlich anders heisst, wächst in schwierigen Verhältnissen auf, rutscht früh in Problemverhalten, findet keinen Halt – und landet schliesslich im Massnahmenzentrum Uitikon. Dort erhält er nun eine zweite Chance, seine Vergangenheit aufzuarbeiten und einen Weg zurück in ein selbstständiges Leben zu finden.«Er wirkte zurückhaltend – ganz anders, als man sich einen Straftäter vorstellt», sagt Sabine Kuster, Ressortleiterin Leben und Wissen bei CH Media. Sie hat Roger im Massnahmenzentrum besucht und mit ihm über seine Kindheit, den Unfall in der Lehre, die Gaming-Sucht und die verhängnisvolle Raserei gesprochen. «Er musste lernen, seine Gefühle zu kontrollieren – ohne auszurasten.»Wie kommt ein junger Mann auf die schiefe Bahn? Was richtet ein Massnahmenzentrum aus? Und wie schafft man es, nach einem solchen Absturz wieder im Leben Fuss zu fassen?Mehr Artikel zum Thema:Was Tempo 220 im Tunnel mit dem Selbstwert eines jungen Mannes zu tun hatBrutale Entwicklung: Jugendgewalt heuteGefährlicher Trend: Schwere Jugendgewalt nimmt massiv zu – ein Ausländerproblem?Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der SchlagzeileHost und Produzentin: Zoe GwerderGästin: Sabine KusterKontakt: podcast@chmedia.ch
Angesprochen auf seinen krummen Rücken und ob er deswegen nicht bald zurücktreten werde, soll Guy Parmelin schon mal gescherzt haben: «Ich beuge mich über das Problem.» Es ist diese Selbstironie, die den SVP-Bundesrat aus dem Kanton Waadt auszeichnet. Er hat dafür auch schon Humor-Preise eingeheimst. Am Mittwoch wählt die Bundesversammlung Guy Parmelin nun zum Bundespräsidenten fürs kommende Jahr. Es dürfte reich befrachtet werden: Mit dem Besuch von Donald Trump am WEF, den Verhandlungen im US-Zollstreit und dem EU-Dossier.Ist der 66-Jährige dieser Herausforderung gewachsen?Wie spricht Parmelin, der einst sagte: «I can English understand», mit dem launischen US-Präsidenten?Und was tut er nach seinem Präsidialjahr?Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» von CH Media sagt Doris Kleck, Stellvertretende Chefredaktorin: «Guy Parmelin wird immer wieder unterschätzt.»Lesen Sie hier mehr zum Thema:Mister Nice Guy: Wie der unterschätzte Parmelin mit Humor, Emojis und einer Star-Angestellten den Bundesrat führtZittern bis zuletzt: So kam der Deal mit den USA zustandeGuy Parmelin zum Zoll-Deal mit den USA: «Die Schweizer Unternehmer bei Trump haben patriotisch gehandelt»Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzent: Stefan BühlerGast: Doris KleckKontakt: podcast@chmedia.ch
Der Fall Jona Neidhard sorgt schweizweit für Kontroversen. Der 38-jährige Zürcher reiste mehrfach in die Ukraine, schloss sich der Internationalen Legion an und kämpfte in der 3. Sturmbrigade an der Front. Nun ermittelt die Schweizer Militärjustiz gegen ihn – wegen fremdem Militärdienst, möglicherweise auch wegen Verstössen gegen das Kriegsvölkerrecht. Ein ungewöhnlicher Fall, der Fragen zur Schweizer Neutralität, zu moralischer Verantwortung und zum Umgang mit freiwilligen Kriegsteilnehmern aufwirft.Neidhart beschreibt seine Einsätze als defensive Fronttätigkeit in Bunkern und Erdhöhlen. Doch seine Aussagen in neuen Einvernahmeprotokollen sind brisant: Er schildert, wie er und seine Kameraden verwundete russische Soldaten suchten und ausschalteten. Ein Australier habe 30 Schüsse auf einen am Boden liegenden Russen abgegeben; Neidhard selbst habe anschliessend einen Kopfschuss abgefeuert, um «sicherzugehen». Solche Aussagen bewegen sich im Grenzbereich des Kriegsvölkerrechts – und belasten ihn nun zusätzlich.Dass diese Protokolle als Video- und Tonaufnahmen öffentlich wurden, ist äusserst selten. Doch Neidhart sucht bewusst die Öffentlichkeit. Er will eine Debatte anstossen: über Neutralität, Moral und die Frage, ob es falsch sei, einem überfallenen Land zu helfen. Aus seiner Sicht sei Nichtstun unmoralisch. Die Schweiz solle ihr Gesetz über fremden Militärdienst überdenken.Persönlich wirkt Neidhart wie ein Mann, der lange nach Sinn suchte. Hochbegabt, aber ohne klaren beruflichen Weg, fand er erst im Krieg und der politischen Auseinandersetzung eine Rolle, für die er brennt. Gleichzeitig bleiben viele Aspekte unklar. Wie glaubwürdig sind seine Aussagen? Was ist belegbar? Und welche Teile seines Handelns lassen sich juristisch fassen?Die Militärjustiz ermittelt derzeit in rund zehn weiteren Fällen von Schweizern, die in der Ukraine gekämpft haben sollen. Der Fall Neidhart ist jedoch der prominenteste – auch weil er sich selbst gestellt hat und den Medien offen begegnet. Nun wird entschieden, ob die Bundesanwaltschaft die Untersuchung übernimmt. Kommt es zu einem Prozess, dürfte der Fall weit über die Schweiz hinaus Beachtung finden: als exemplarischer Konflikt von individueller Moral, staatlicher Neutralität und den Grenzen des Völkerrechts. (rar)
Unsere Reporterin Aylin Erol hat für ihre Recherche Busfahrerinnen und Busfahrern genau über die Schulter geschaut. Müdigkeitserscheinungen und Verspannungen gehörten zu ihren Beobachtungen und sie decken sich mit der Jobbeschreibung, die sie von einem Fahrer erhielt: Überstunden und mangelnde Pausen gehören zum Alltag und belasten die Berufsgruppe stark.«Obwohl ein Arbeitstag neun Stunden Fahrt beinhalten sollte, fahren viele Chauffeure bis zu 14 Stunden lang», sagt Aylin Erol. «Besonders erschreckend ist, dass ein altes Arbeitsgesetz aus den 1970er-Jahren diese unbezahlten Überstunden schützt, weil für Arbeitnehmende im öffentlichen Verkehr noch immer Sonderregeln gelten.»Wer ist für die schwierigen Arbeitsumstände der Busfahrerinnen und Busfahrer verantwortlich? Wie könnten sich deren Arbeitsbedingungen verbessern? Und bei welchem Busunternehmen sind die Bedingungen am besten? Mehr Artikel zum Thema: Bus-Chauffeure in der Schweiz: So leiden sieAus für Ticketautomaten auf Arboner Postauto-Linie: Das sagen andere Busbetriebe – und Passagiere«Was in der Schweiz ausgemustert wird, ist in der Ukraine Gold wert»: Verkehrsbetriebe schenken ukrainischer Stadt vier Busse Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle WeilGast: Aylin ErolKontakt: podcast@chmedia.ch
Sie ist eine der sichtbarsten Politikerinnen des Landes – und nun zieht sie die Notbremse: SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer pausiert wegen einer starken Erschöpfung. Kaum eine andere Meldung hat in Bern zuletzt so viel Resonanz ausgelöst. Denn Meyers Schritt steht für etwas Grösseres: für den politischen Dauerdruck, für permanente Erreichbarkeit – und für eine Gesellschaft, in der Erschöpfung immer häufiger wird.Doch was heisst das konkret?Wie gefährlich ist der schleichende Prozess, den Fachleute «Burn-on» nennen?Und was steckt hinter dem Rat, nicht leichtfertig 100 Prozent auszusteigen – obwohl der Körper nach Ruhe schreit?Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» ordnet Bundeshausjournalistin Léonie Hagen ein, was man zu Meyers Auszeit weiss. Sie erzählt, welche Warnzeichen Betroffene oft übersehen – und was ihr der Burnout-Experte Sebastian Haas erklärt hat: warum Erschöpfung selten plötzlich kommt, warum ein Umfeld entscheidend ist und weshalb eine komplette Pause auch Risiken birgt.Lesen Sie mehr zum Thema:Burnout-Experte Sebastian Haas: «Wir sollten entspannter mit Erschöpfung umgehen»Weshalb selbst ein Co-Präsidium Politikerinnen kaum entlastetMehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan BühlerHost: Zoe GwerderGast: Léonie Hagen



