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Berlin Sounds Inside – Der Musiktalk mit Anja Caspary
Berlin Sounds Inside – Der Musiktalk mit Anja Caspary
Author: radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)
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© radio3
Description
Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel geht die Gesprächsreihe jetzt in die zweite Runde. Wieder hat sich die Musikjournalistin und ehemalige radioeins-Musikchefin Anja Caspary prominente Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Generationen und Genres eingeladen und spricht mit ihnen ungewöhnlich frei und offen über ihre Biografien, politischen Einstellungen und natürlich über Berlin, die Stadt in der sie leben. Mit ihrer authentischen Art entlockt sie manch wohlgehütetes Geheimnis, aber immer bleibt es ein Gespräch auf Augenhöhe mit gegenseitiger Wertschätzung.
Diesmal sind neben "living legends" wie Herbert Grönemeyer, Inga Humpe (2Raumwohnung), Paul van Dyk, Alphavilles' Marian Gold und anderen, auch die derzeit erfolgreichsten Newcomer dabei: Nina Chuba und Zartmann.
Berlin Sounds Inside gibt es übrigens, als Video-Podcast, nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen im rbb-Kanal auf YouTube und in der ARD Mediathek.
Diesmal sind neben "living legends" wie Herbert Grönemeyer, Inga Humpe (2Raumwohnung), Paul van Dyk, Alphavilles' Marian Gold und anderen, auch die derzeit erfolgreichsten Newcomer dabei: Nina Chuba und Zartmann.
Berlin Sounds Inside gibt es übrigens, als Video-Podcast, nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen im rbb-Kanal auf YouTube und in der ARD Mediathek.
22 Episodes
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Ohne Gudrun Gut wäre die Geschichte des "Berlin Sounds" nicht denkbar. Nicht nur, weil sie Gründungsmitglied der Einstürzenden Neubauten war. Seit den 1970er Jahren prägt sie mit ihren Ideen, Projekten, Bands und ihrem "Ocean Club" die Underground-Kultur der Stadt, auch im Radio. Ihre Musik war immer auch Performance und die Kunst des Krachs. Sie hat aber auch Strickpullovern und Hosen entworfen. Ein Popstar ist sie nie geworden, aber einen Kulthit gibt es von ihr: "Kaltes Klares Wasser", den sie mit ihrer Band Malaria! Anfang der 1980er aufnahm. Klischees zu bedienen, macht mir keinen Spaß, sagt sie in diesem Zeitreise-Gespräch mit Anja Caspary.
Inga Humpe hat zusammen mit ihrer Schwester Annette Humpe in den 80ern die Neue Deutsche Welle (NDW) mitgeprägt. Seit den 2000ern bildet sie mit ihrem Partner Tommy Eckart erfolgreich die "2Raumwohnung". Im Gespräch mit Anja Caspary verrät sie das Geheimnis ihrer langjährigen funktionierenden Beziehung zu ihm und erklärt warum sie generell lieber Frauen in der Musik unterstützt, zum Bsp. Nina Chuba. Außerdem nimmt die "Ur-Raverin" die Zuschauer mit auf eine Zeitreise zu den Anfängen des Technobooms in Berlin.
Vor gut 10 Jahren war Haiyti mit ihrem unverwechselbaren Stil und ihrer unverkennbaren, rauen Stimme auf dem Weg, eine der ganz großen im deutschen Hip Hop zu werden. Warum es nicht geklappt hat und sie dennoch seitdem 14 Alben veröffentlicht hat, erzählt sie in dem ehrlichen Gespräch mit Anja Caspary. In dem man auch eine Menge über die bekannten Frauen in ihrer Familie erfährt : ihre Oma ist eine der bekanntesten Charakterschauspielerinnen des Landes und auch Haiytis Mutter hat schon Musik gemacht. Ein Gespräch über ADHS, unspontane Berliner, Depressionen und ein sehr wertvolles T-Shirt.
In diesem Podcast, der vor Publikum im rbb Sendesaal aufgezeichnet wurde, nimmt Deutschlands musikalischer Nationalheld kein Blatt vor den Mund. Im Gespräch mit Anja Caspary erzählt er von seinen erfolglosen Anfängen in Berlin, seiner verstorbenen Frau Anna und seinen dickfleischigen Armen. Herbert "Hulk" Grönemeyer wird auch politisch: ihn empört die fehlende Kommunikation mit den Bürger*innen, er fordert: "Es wird gefälligst mit uns gesprochen".
Megaloh ist ein Veteran der deutschen Rapszene, angefangen hat er vor fast 30 Jahren als Teenager in Berlin-Moabit. Warum sein Style so untypisch ist für einen deutschsprachigen Rapper, erklärt er im Interview mit Anja Caspary, das ihn auch als kämpferischen Feministen zeigt, der kaum aus dem Schwärmen über Nina Chuba herauskommt. Warum er erst mit über 40 mit Kampfsport begonnen hat, was Reimen mit Zählen zu tun hat und warum er in Nigeria, der Heimat seiner Mutter als "Weißer" gesehen wird, erfährt man in dieser Folge.
Einen seiner größten Hits schrieb er über die Zeit, als er von der Provinz ins punkige Westberlin der späten 1970er Jahre kam: "Big in Japan". Marian Gold lebte damals in Westberlin in besetzten Häusern, arbeitete auf dem Bau und lungerte obdachlos am Bahnhof Zoo herum. Erst als er mit Freunden Alphaville gründete und 1984 endlich besagtes Lied veröffentlichte, kam die Karriere in Schwung. Im Gespräch mit Anja Caspary taucht Marian Gold in die alten Zeiten ein, erzählt zum ersten Mal über seine Schulzeit im Salem Elitegymnasium am Bodensee und verrät, dass er als Ziggy Stardust angemalt durchs Einkaufszentrum lief.
Bekannt wurde Jennifer Weist als Sängerin der Band "Jennifer Rostock". Für ihre Solokarriere hat sie sich den Namen "Yaenniver" ausgesucht. Ein Name, den, wie sie im Gespräch mit Anja Caspary zugibt, kaum jemand richtig schreibt oder ausspricht. Wie es zu diesem Namen kam? Ob Jennifer Rostock eigentlich noch existiert? Was es für sie heißt in einer offenen Beziehung zu leben? Warum sie so lange über sexualisierte Gewalt in ihrer Kindheit geschwiegen hat und warum sie Berlin gerade ätzend findet, darüber und über einiges mehr spricht Yaenniver in dieser Folge.
In den letzten zwei Jahren hat der in Berlin geborene Singer/Songwriter Zartmann eine steile Karriere hingelegt. Mit "tau mich auf" hatte er sogar einen Nr-1-Hit.
Normalerweise redet "das Melodiekind", wie er sich im Interview nennt, nicht gerne über Privates. Aber im Gespräch mit Anja Caspary verrät er, dass er einen berühmten Schauspieler-Opa hat und selber gerne schauspielern würde. Außerdem lässt uns Zartmann teilhaben an seinen Gedanken über den Lindemann-Skandal und seinen eigenen Erfahrungen mit Groupies.
Paul van Dyk ist seit fast 30 Jahren einer der international gefragtesten Techno-DJs. Angefangen hat alles mit dem Radio, als Teenager in Eisenhüttenstadt und in Ostberlin. Mit einem aus dem Radio aufgenommenen Mixtape auf einer Kassette bekam Paul dann mit 18 auch seinen ersten Job als DJ. Und zwar gleich im Berliner Techno Mekka "Tresor". Anja Caspary spricht mit dem Grammygewinner nicht nur über lebensgefährliche Bühnenstürze, sondern auch über sein politisches Engagement und den Hamas-Überfall auf das israelische Nova-Musikfestival, zu dem er sich positioniert.
Nina Chuba ist wohl die derzeit angesagteste Musikerin in Deutschland. Schon mit 19 Jahren kam die Tochter einer Lehrerin und eines Grafikers aus ihrer Heimatstadt Wedel nach Berlin und war erst einmal sehr einsam. Im Gespräch mit Anja Caspary erzählt sie, dass ihr "Natürliches Ich" zum Glück ein "Loner" ist, denn sie liegt am liebsten allein im Bett , isst dort Instant Nudeln und schaut YouTube Videos. Nina Chuba verrät in diesem ehrlichen Gespräch nicht nur, wer ihre Heldinnen sind und dass sie einen IQ über 100 hat, sondern auch, ob sie ihren eigenen Kindern ebenfalls eine Karriere als TV Kinderstar auf KiKa empfehlen würde.
Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel geht die Gesprächsreihe jetzt in die zweite Runde. Unter anderem mit Nina Chuba, Zartmann, Herbert Grönemeyer, Marian Gold, Inga Humpe, Haiyti, Yaennivr, Megaloh oder Paul van Dyk.
Ab Dezember 2025 in der ARD Audiothek und überall wo es Podcasts gibt!
Michael "Pankow" Boehlke, Sänger der illegalen DDR-Band Planlos war eine der ersten Punks in Ostberlin. In Berlin Sounds Inside spricht Anja mit ihm über Auftrittsverbote und kreative Wege durch die Zensur. Boehlke erzählt vom Ausbruch aus seinem tristen Familienalltag, von seiner Wut und wie es 1983 wirklich war, beim Geheimauftritt der Toten Hosen in der Erlöserkirche . Ein offenes Gespräch über Schwererziehbarkeit und Haltung mit einem unerschrockenen Zeitzeugen der 80er Jahre der DDR.
Marcel Dettmann gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Berliner Technos – als DJ, Produzent und langjähriger Resident im Berghain hat er den Sound der Stadt entscheidend mitgeprägt. Im Berlin Sounds Inside Talk spricht Anja mit ihm über seine Jugend in Ost-Berlin, den prägenden Einfluss von EBM und New Wave und den Mythos Berghain. Was passiert eigentlich nachts im bekanntesten Technoclub der Welt? Dettmann weiß es und erzählt von der Freiheit in der Nacht, seiner Liebe zu Vinyl und davon, wie Techno für ihn immer auch ein emotionaler Raum ist. Und wir klären die Frage, um welche Uhrzeit es im Berghain eigentlich am schönsten ist.
Podcast Tipp: Warum klingen bekannte Stücke, wie sie klingen, und was genau macht sie unsterblich? Das findet Roland Kunz in "Interpretationssache" raus: https://www.ardaudiothek.de/sendung/interpretationssache-der-musikpodcast/12626637/
Lutz Graf Ulbrich, besser bekannt als Lüül, spielte als Teenager mit Bob Marley Fußball, sah Jimi Hendrix im Berliner Sportpalast und kennt viele der längst abgerissenen Bühnen, auf denen er später selbst als Krautrock-Pionier Geschichte schrieb. In Folge 8 von Berlin Sounds Inside spricht Anja Caspary mit ihm über die wilden 70er in Berlin, seine Bands Agitation Free und Ash Ra Tempel und die 17 Hippies. Er erzählt davon, dass er von der Sängerin Nico abhängiger war als vom Heroin und wie er versucht hat, mit seiner kosmischen Musik über die Berliner Mauer zu fliegen.
Podcast Tipp: Warum klingen bekannte Stücke, wie sie klingen, und was genau macht sie unsterblich? Das findet Roland Kunz in "Interpretationssache" raus: https://www.ardaudiothek.de/sendung/interpretationssache-der-musikpodcast/12626637/
Lulu Fuckface ist Sängerin, Songwriterin und Frontfrau der Berliner "Elektro Schlager Punk Trash"- Band "The toten Crackhuren im Kofferraum". In Folge 7 von Berlin Sounds Inside spricht Anja mit Lulu über Feminismus als Mainstream und was Taubenkacke mit ihrer Band zu tun hat. Warum hat sie ihren ersten Plattenvertrag um 5 Uhr morgens im KitKat Club unterzeichnet? Und was bedeutet radikale Freiheit?
Podcast Tipp: Die Rea Garvey Show – The songs you picked for me. Der erste Laber-Podcast mit unplugged Live-Musik: https://www.ardaudiothek.de/sendung/die-rea-garvey-show-the-songs-you-picked-for-me/13745795/
Sie ist Ärztin, Songwriterin, Labelchefin und eine der unabhängigsten Musikerinnen Deutschlands: Dota Kehr hat mit ihrer Band in über zwei Jahrzehnten mehr als ein Dutzend Alben veröffentlicht – ganz ohne Plattenfirma, ohne Management, dafür mit umso mehr Eigeninitiative. Im Gespräch mit Anja Caspary erzählt sie, warum sie lieber CDs in Papphüllen bastelte, als auf eine Antwort von Herbert Grönemeyer zu warten, wie sehr Berlin ihren Sound prägt, und warum sie bei "Sing meinen Song" sofort abgewunken hat.
Podcast Tipp: Wer Musik liebt, kennt seine Stimme. NDR Urban Pop - Musiktalk mit Peter Urban: https://1.ard.de/urban-pop
Gernot Bronsert – Mitgründer von Modeselektor, Teil von Moderat und Kopf hinter dem Label Monkeytown Records – erzählt, wie aus Spaß ein Musikuniversum wurde. Anja Caspary spricht mit dem Wegbereiter der Berliner Technoszene über Clubnächte, schlechte Plattenverträge und kreative Selbstermächtigung. Darüber, wie man mit 36 einen Kulturpreis für sein Lebenswerk bekommt und wie wichtig eine Mutter für den Weg in die Musik sein kann. Eine Folge über Timing, Vertrauen, Clubkultur.
Reinhold Heil wurde mit Spliff, der Nina Hagen Band und einem Teller Spaghetti Carbonara zur Schlüsselfigur der deutschen Rockgeschichte. Später produzierte er Nenas Hits, komponierte Soundtracks für Tom Tykwer – und ging nach Hollywood. Anja Caspary spricht mit Reinhold Heil über Berliner Studioluft in den 80er Jahren, Filmmusik, warum er erst mit über 60 sein erstes Soloalbum veröffentlicht hat – und einen Laden namens Elektroheil.
Er ist Sänger, Performer, Klangforscher – und eine lebende Legende des Berliner Undergrounds: In Folge 3 von Berlin Sounds Inside trifft Anja auf Blixa Bargeld, Frontmann der Einstürzenden Neubauten und früherer Gitarrist bei Nick Cave & The Bad Seeds. Blixa erzählt, wie er einst Torf auf dem Schöneberger Friedhof schaufelte, warum er ein Grab dort reserviert hat und wie er David Bowie und Iggy Pop beim Einkaufen bei Bolle traf. Ein Gespräch über das alte West-Berlin, Lärm als Kunst – und ein Ausblick auf sein neues Projekt Blixa Bargeld singt David Bowie.
Podcast-Tipp: Die waghalsige und einzigartige Geschichte von Mark Reeder, der vor über 40 Jahren zufällig in Berlin strandet gibt es im Podcast Grenzgänger: https://www.ardaudiothek.de/sendung/grenzgaenger-die-geschichte-des-berlin-sounds/94715528/
Die Berliner Rapperin Ikkimel versteht sich als Feministin und selbsternanntes "geiles Vorbild". Ihr Album "Fotze" hat es in die Top 10 geschafft, ihre Tour war restlos ausverkauft. Die Texte der gebürtigen Tempelhoferin sind schamlos und sexistisch – aber, das erzählt sie, empowernd gemeint. Im Talk mit Anja Caspary spricht die studierte Philologin über ihr feministisches Selbstbild und ihre Liebe an der Provokation: Ob Kupferspirale, Analsex oder weibliche Ejakulation - im Gespräch lässt sie sich unerschrocken auf jedes Thema ein. Ikkimel erzählt von ihrer Freiheit, ihrer Wut, ihren Groupies - und davon, wie sie sich mit Sprache Macht zurückholt.
Achtung! In dieser Sendung werden Drogen thematisiert. Und sie enthält sexualisierte Sprache, die verstörend wirken kann.























