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Entscheidendes Wissen
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Entscheidendes Wissen

Author: Michel Reimon

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Alle reden über die Wissensgesellschaft, wir reden über ihre Grundlagen. Von der Funktionsweise des einzelnen Neurons bis zur digitalen Revolution: Wie funktioniert Wissen in unserem Kopf, wie nehmen wir damit Einfluss aufeinander, wie wirkt es in Organisationen und in verschiedenen politischen Systemen? Wie verbreitet es sich in kleinen Gruppen, in der Öffentlichkeit, in neuronalen Netzen? Wie werden einfache Daten zu entscheidendem Wissen? Der Podcast von Michel Reimon.
31 Episodes
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Menschen können lange darüber streiten, was sich moralisch gehört und was nicht, und dabei völlig aneinander vorbeireden, weil sie verschiedene Ebenen von Wissen berücksichtigen.
Bis zur Industrialisierung hat man nicht viel darüber nachgedacht, warum manche Dinge viel wert sind und andere wenig. Als man diese Frage dann strukturiert angehen wollte, war das gar nicht so leicht... aber nützlich.
Es ist gar nicht so schwer, eine Aufgabe so zu formulieren, dass sie in Erinnerung bleibt. Aber machen Sie erstmal ihre jetzige Aufgabe fertig, dann können Sie diese Folge ja immer noch anhören.
Stellen wir uns jede Entscheidung, die wir im Umgang mit anderen Menschen treffen, als eine Gabelung einer Straße vor: Wir können mindestens zwei Wege nehmen. Aber wir tun das nicht rein zufällig, sondern folgen Regeln: "In einer Situation X mache Y". Und wir haben Erwartungen daran, wie andere Menschen sich an solchen Gabelungen verhalten sollten. Die einfachste Beschreibung von Kultur folgt daraus: Sie ist ein gemeinsames Set von "Wenn X, dann Y"-Regeln, denen man folgt.
Der Managementkybernetiker Stafford Beer analysierte das Wissen, das durch soziale Systeme fließt, anhand von fünf Subsystemen. Das ist eine spannende Sichtweise, aus der man manchmal viel lernen kann.
Der Psychologe Jonathan Haidt hat die moralische Basis unserer Entscheidungen auf sechs sehr grundlegende Werte reduziert: + Fürsorge + Fairness + Loyalität + Autorität + Reinheit + Freiheit Das erklärt schlüssig, warum progressive und konservative Menschen oft aneinander vorbeireden.
Wie gewohnt

Wie gewohnt

2025-12-0313:17

Gewohnheiten sind automatisierte Entscheidungen für Handlungen. Wie lange dauert es, sie zu ändern?
Bevor wir eine Entscheidung treffen, versuchen wir, so viel Wissen aufzunehmen, wie notwendig. Aber nicht immer stehen uns alle Informationen einfach so zur Verfügung, also gehen wir auf Erkundung - und das mit so wenig Aufwand wie möglich, in fünf Stufen.
Erlernte Motivationen

Erlernte Motivationen

2025-11-1924:34

Wir erlernen im Kindesalter, was uns motiviert und entscheiden dann als Erwachsene in diesem Sinne.
Klima und Kontrolle

Klima und Kontrolle

2025-11-1215:57

Entscheidendes Wissen braucht politische Strukturen, um politisch zu wirken.
Wer hat angefangen?

Wer hat angefangen?

2025-11-0523:04

Wie kann es sein, dass in Konflikten oft beide Seiten glauben, dass die andere begonnen hätte und das auch Punkt für Punkt begründen wollen? Wie können wir so unterschiedliches Wissen über die Eskalation unserer Konflikte aufbauen?
Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Wissenschaftsbetrieb für Frauen geöffnet - das halbe Wissen der Menschheit blieb davor verborgen. Zum Nachteil von uns allen.
Null und Eins

Null und Eins

2025-10-2224:21

Das Binärsystem verwendet nur zwei Ziffern, Null und Eins. Wenn man unser Dezimalsystem gewöhnt ist, wirkt das auf den ersten Blick kompliziert, tatsächlich funktioniert es identisch. Wie, das sehen wir uns in dieser Folge an.
In den ersten Lebensjahren erwerben wir entscheidendes Wissen darüber, wie wichtige Menschen mit uns umgehen, wie nahe wir sie heranlassen können und wie sehr wir uns auf sie verlassen sollten. Das wenden wir dann Jahrzehnte später noch an.
Nicht alles, was wir lernen, können wir auch wiedergeben. Die vielen erlernten und automatisierten Routinen unseres Leben speichern wir in den evolutionär ältesten Teilen des Gehirnes.
Wie man gute Geschichten so erzählt, dass sie auch Eindruck machen, ist eine Kunst. Und ein Handwerk. Wir lassen uns das von der politischen Kampagnenexpertin Stefanie Grubich erklären.
Vorurteile und soziale Heuristiken sind einfache Mechanismen, mit denen wir bei Entscheidungen die Optionen bewerten. Wir können schließlich nicht immer alles bedenken und viel Zeit und Energie investieren. Aber so praktisch (und evolutionär) diese Heuristiken auch sind, sie machen natürlich auch Probleme.
Tit for tat

Tit for tat

2025-09-1920:33

Wie viel müssen wir über unser Gegenüber wissen, um mit ihm zusammenarbeiten zu können? Die Antwort ist faszinierend: Ein Speicher von einem Bit reicht; mit zwei Bit Wissen schafft man schon hoch erfolgreiche Strategien.
Ein Live-Abend in der Kulisse Wien: Ich rede mit Andrea Gutschi vom Medienwatch-Blog KOBUK darüber, wie dieses Projekt seit über 10 Jahren Österreichs Medien auf die Finger sieht und wie diese mit Kritik umgehen. Und warum sie sich keinen Schnitzer erlauben dürfen.
Vor 70 Jahren wurde jener Antrag für Forschungsgelder gestellt, in dem das erste Mal der Begriff "Künstliche Intelligenz" vorkam.
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