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Beruhigt euch - der Podcast für Eltern
Beruhigt euch - der Podcast für Eltern
Author: Marie Schiller und Thorsten Porath
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© Marie Schiller und Thorsten Porath
Description
Dieser Podcast ist für dich, wenn du das Gefühl hast, mit der Erziehung deines Kindes oft an deine Grenzen zu stoßen. Wenn du dich fragst, warum dein Kind so reagiert, wie es reagiert – und wie du selbst besser damit umgehen kannst. Egal ob mit oder ohne ADHS: Wir zeigen dir, wie Du dein eigenes Verhalten so veränderst, dass sich auch etwas im Miteinander verändert. Denn echte Veränderung beginnt nicht beim Kind, sondern bei dir. Ohne Druck, ohne Schuld. Fehler gehören dazu – aber wir können jeden Tag neu entscheiden, es anders zu machen.
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Bedürfnisorientierung bringt für viele Eltern einen hohen Anspruch mit sich, möglichst immer ruhig, verständnisvoll und verfügbar zu sein. Wenn es trotzdem knallt, ist der Gedanke schnell da, etwas falsch gemacht zu haben. Im zweiten Teil der Doppelfolge sprechen Thorsten und Marie über drei weitere Missverständnisse rund um bedürfnisorientierte Erziehung. Es geht um den Druck, perfekt reagieren zu müssen, um gemeinsame Lösungen, bei denen nicht automatisch das Kind entscheidet, und um die Frage, warum Kinder immer wieder nachhaken. Und es geht um Kinder, bei denen Frust schneller überkocht, etwa bei ADHS oder Anforderungsvermeidung, und um kleine Schritte für den Alltag. Am Ende steht die Frage, ob die Kritiker der bedürfnisorientierten Erziehung recht haben. Den ersten Teil findest du in der vorherigen Folge. Eine Folge für alle, die ihr Kind zugewandt begleiten wollen und ihre eigenen Bedürfnisse dabei nicht länger hintanstellen möchten.
Für viele Eltern steht bedürfnisorientierte Erziehung für den Wunsch, es mit den eigenen Kindern anders zu machen, als sie es selbst erlebt haben. Gleichzeitig ist der Begriff zu einem Sammelvorwurf geworden, in Schulen, in Kinderarztpraxen und in Kommentarspalten. Wer sein Kind liebevoll begleiten will, steht damit oft zwischen zwei Perspektiven: dem Vorwurf von außen, zu weich zu sein, und der eigenen Frage, ob man genug gibt. Im ersten Teil dieser Doppelfolge gehen Thorsten und Marie den Missverständnissen nach, die sich um den Begriff gebildet haben. Es geht darum, wo die Kritik etwas Reales trifft, wie sich Wünsche von Bedürfnissen unterscheiden und wie Wärme und Orientierung zusammengehen. Und es geht um die Frage, wo bei alldem die Bedürfnisse der Eltern bleiben. Teil zwei erscheint nächsten Dienstag. Eine Folge für alle, die zugewandt erziehen wollen, ohne sich selbst dabei zu verlieren.
Der Tag hat noch nicht angefangen, und du weißt schon, wie er laufen wird. Viele Familien mit herausfordernden Kindern rutschen langsam in einen Krisenmodus, in dem sich fast jedes Gespräch um das nächste Problem dreht und gute Momente kaum noch auffallen. Thorsten und Marie sprechen darüber, wie sich Sätze wie „Es wird doch ohnehin nie besser“ im Kopf festsetzen und warum das Gefühl, nichts tun zu können, oft mehr Kraft kostet als die Situation selbst. Marie zeigt, was sich verändert, wenn aus „Ich muss das aushalten“ ein „Ich habe mich dafür entschieden“ wird. Die beiden sprechen auch darüber, wo eine andere Haltung an ihre Grenzen stößt und es Entlastung oder professionelle Hilfe benötigt. Dazu gibt es kleine Schritte für den Alltag, vom Aufschreiben der eigenen Gedankenschleifen bis zum bewussten Wahrnehmen der ruhigen Momente mit deinem Kind. Eine Folge für alle, die sich im Familienalltag gerade wie im Dauereinsatz fühlen und den Blick wieder weiten möchten, ohne sich etwas schönreden zu müssen.
Vier Kinder auf dem Schulhof, eines davon ist das Ziel. Und dein Kind lacht mit. Zeitsprung: Ein paar Jahre später eskaliert es im Klassenchat, und dein Kind setzt ein lachendes Emoji darunter. Viele Eltern fragen sich dann, ob mit ihrem Kind etwas nicht stimmt oder ob sie etwas falsch gemacht haben. In dieser Solo-Folge erklärt Thorsten, warum das die falsche Frage ist.Es geht darum, was in so einem Moment in der Gruppe eigentlich passiert, warum Erklären und Wertevermittlung an dieser Stelle wenig ausrichten und warum Kinder mit ADHS früher und härter in diese Lage geraten. Am Ende stehen drei konkrete Handlungsoptionen für Eltern von Grundschulkindern genauso wie für Eltern von Jugendlichen.In dieser Folge:Warum Nicht-Mitmachen für manche Kinder den Platz in der Gruppe kostetWie Gruppen eskalieren, ohne dass jemand eine Entscheidung trifftWas zu Risiko- und Schutzfaktoren tatsächlich untersucht istWiederholte Ablehnung, Impulsivität und der „Ist mir doch egal"-PanzerWenn das eigene Kind angefangen hatWas sich zwischen Grundschule und Jugend ändertDrei Schritte: ein zweiter Ort, Gespräche jenseits von „Joa, war okay", der eigene Ton über SchwächeErwähnt in dieser Folge:Folge 048: Hör auf, pass auf, mach endlich: Raus aus der Kritik-Spirale bei ADHSBegleitung für Eltern:https://academy.calmi.comQuellen:Wolfowicz, Litmanovitz, Weisburd & Hasisi (2021): Cognitive and behavioral radicalization – A systematic review of the putative risk and protective factors. Campbell Systematic Reviews 17(3), e1174.https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/cl2.1174Gershoff & Grogan-Kaylor (2016): Spanking and child outcomes – Old controversies and new meta-analyses. Journal of Family Psychology 30(4), 453–469.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27055181/Ludeke & Krueger (2013): Authoritarianism as a personality trait – Evidence from a longitudinal behavior genetic study. Personality and Individual Differences 55(5), 480–484.https://doi.org/10.1016/j.paid.2013.04.015Kleppestø et al. (2024): The genetic underpinnings of right-wing authoritarianism and social dominance orientation explain political attitudes beyond Big Five personality. Journal of Personality 92(6), 1744–1758.https://doi.org/10.1111/jopy.12921Zur Einordnung: Die Befunde zu Familie und Umfeld stammen überwiegend aus Querschnittsstudien. Sie zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen.
Du hast in Ruhe erklärt, die Konsequenz vorher angekündigt und sie dann auch durchgezogen. Zehn Minuten später steht ihr trotzdem im nächsten Machtkampf, und im Kopf läuft die Frage mit, ob du zu hart warst oder zu weich. Marie geht in dieser Folge der Möglichkeit nach, dass diese Frage selbst in die Irre führt. Es geht darum, was in einem hochgefahrenen Kind vorgeht, warum Worte es dann kaum noch erreichen und wie du eine Grenze halten kannst, ohne das Gespräch ausgerechnet in diesem Moment zu führen. Am Ende steht ein Perspektivwechsel vom Reagieren hin zum Vorausdenken.Inhaltliche SchwerpunkteWarum „hart oder weich" die falsche Frage ist und Klarheit die tragfähigere AntwortWie aus Scham und immer neuen Konsequenzen ein Kreislauf entstehtWeniger die Frage, ob du etwas sagst, mehr die Frage, wannDie kurze Grenze im Moment, das ausführliche Gespräch zum späteren ZeitpunktProaktiv statt reaktiv: wiederkehrende Situationen im Vorfeld durchdenkenWas Kinder mit ADHS brauchen, damit eine Konsequenz überhaupt ankommtWenn Schlagen, Treten oder Werfen dazukommtManche Ausbrüche bleiben nicht bei Worten. Wenn ein Kind im Ausbruch schlägt, tritt oder Gegenstände wirft, geht es in diesem Moment weder um eine Grenze noch um ein Gespräch. Es geht um Schutz. Abstand herstellen, Geschwister und Haustiere aus der Situation nehmen, Gegenstände wegräumen, die zur Gefahr werden können. Sich selbst zu schützen hat mit Nachgeben nichts zu tun und auch nichts mit Weichsein. Das Gespräch über das Verhalten fällt dabei nicht aus. Es kommt später, wenn alle wieder ansprechbar sind.Wann eine fachliche Einschätzung weiterhilftWenn Ausbrüche sehr häufig kommen, sehr lange dauern oder sehr heftig ausfallen, lohnt sich ein Blick von außen. Ähnliche Bilder entstehen auch durch Angst, oppositionelles Verhalten, Autismus, Schlafprobleme oder belastende Erfahrungen. Ansprechpartner sind der Kinderarzt, eine Kinder- und Jugendpsychiatrie oder eine Erziehungsberatungsstelle. Ein solcher Termin ist kein Alarmzeichen und kein Zeichen von Elternversagen. Er verschafft Klarheit.Mehr von CALMIUnser Coaching-Angebot für Eltern von willensstarken Kindern findest du auf https://academy.calmi.com.Wenn dir die Folge etwas gebracht hat, freuen wir uns über eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts. Das hilft anderen Eltern, den Podcast zu finden.Schreib uns an [email protected] oder auf Instagram @calmi.official.




