Discover
KMUStorys
KMUStorys
Author: SVC / CH Media
Subscribed: 57Played: 1,014Subscribe
Share
© Copyright 2021 All rights reserved.
Description
Die grossen Geschichten der kleinen und mittleren Unternehmen. Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmer verraten ihre Erfolgsgeheimnisse. Wertvolle Tipps rund um Führung, Innovation, Nachfolgeplanung und alles, was ein KMU erfolgreich macht. Ein Podcast des Swiss Venture Clubs SVC.
53 Episodes
Reverse
«Ein Mädchen wollte im Speisesaal einfach nicht aufhören zu schreien», sagt Patric Vogel. «Da hat mein Vater dem Mädchen versprochen, ihr ein Märchen zu erzählen, wenn sie schön brav sei». Das habe funktioniert - und das Mädchen habe danach gefragt, ob es am nächsten Tag wieder ein Märchen gebe. So sei die Tradition des Märchens im ehemaligen Hotel Bellevue entstanden. Noch heute erzählen Patric oder Nadja Vogel sechs Tage in der Woche den Kindern im Hotel ein Märchen.Als die beiden das Hotel vor fast 15 Jahren übernommen hatten, überlegten sie sich, das Hotel breiter zu Positionieren, etwa für Seminare. Nadja war dagegen und pochte darauf, dass sie sich noch mehr als Märchenhotel spezialisieren sollten. «Bei einer klaren Positionierung verliert man zwar einen Gast, man gewinnt aber zwei», erzählen Nadja und Patric Vogel vom Märchenhotel Braunwald in der 52. Folge des Podcasts «KMUStorys».Der rund 30-minütige Podcast «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC) ist über alle gängigen Podcast-Apps wie Apple Podcasts, Spotify, TuneIn oder Google Podcasts erhältlich. Zudem ist er über die Website des SVC sowie auf den Radioseiten von CH Media verfügbar. Oliver Steffen beleuchtet im Gespräch mit KMU-Persönlichkeiten die grossen Geschichten hinter den kleinen und mittleren Unternehmen der Schweiz.
Musik sei ein Hobby, das ausser Kontrolle geraten sei, sagt Marc Trauffer im Podcast KMUStorys. Und das ein paar Tage nach drei ausverkauften Shows im Hallenstadion. «Die Musik hat mir schon immer eine Pause in meinem unternehmerischen Alltag gegeben.» Auf der anderen Seite befruchte die Musik aber immer auch das Unternehmen. Die Leute würden aber auch ohne ihn als Aushängeschild in die Trauffer Erlebniswelt kommen, sagt Marc Trauffer. Sie hätten auch sehr viele Gäste aus der Westschweiz oder internationale Touristen, die den Musiker Trauffer nicht kennen, sondern wegen der Holzkühe kommen.Auch sein Tag habe nur 24 Stunden, sagt Marc Trauffer. Er habe aber ein gutes Team und sei einer der besten Delegierer im Land. «Ich delegiere, ohne zu kontrollieren.» Er frage seine Mitarbeiter nicht dreimal, ob sie etwas gemacht hätten. Er erwarte aber irgendwann ein Resultat, sagt Trauffer. Das würden die Leute schätzen. «So bekommen sie eine Eigendynamik und Eigenverantwortung», erzählt Marc Trauffer in der 51. Folge des Podcasts «KMUStorys».Der rund 30-minütige Podcast «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC) ist über alle gängigen Podcast-Apps wie Apple Podcasts, Spotify, TuneIn oder Google Podcasts erhältlich. Zudem ist er über die Website des SVC sowie auf den Radioseiten von CH Media verfügbar. Oliver Steffen beleuchtet im Gespräch mit KMU-Persönlichkeiten die grossen Geschichten hinter den kleinen und mittleren Unternehmen der Schweiz.
Als die US-Zölle im August bekannt wurden, habe es eine Delle gegeben, sagt CEO und Inhaber von Obrist Interior, Stefan Slamanig zu den 39 % US-Zöllen. Obrist Interior generiert einen grossen Teil des Umsatzes in den USA. «Wir mussten unseren Kunden erklären, dass unsere Preise mit den Zöllen nicht um 39 % steigen. Wir verkaufen keine Produkte, sondern Projekte, ausserdem haben wir Tochterfirmen in den USA und in Deutschland. So hat es Möglichkeiten gegeben, die Zölle abzufedern.» Stefan Slamanig ist aus einer Schreinerfamilie. Sein Vater hat eine Schreinerei geführt, die sein Bruder übernommen hat. Auch Stefan hat eine Schreinerlehre absolviert und zunächst im Familienbetrieb gearbeitet. Wie er zu Obrist Interior gekommen ist und warum ihn seine Kollegen in der Geschäftsleitung manchmal als Spinner bezeichnen, erzählt Stefan Slamanig in der 50. Folge des Podcasts «KMUStorys».Der rund 30-minütige Podcast «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC) ist über alle gängigen Podcast-Apps wie Apple Podcasts, Spotify, TuneIn oder Google Podcasts erhältlich. Zudem ist er über die Website des SVC sowie auf den Radioseiten von CH Media verfügbar. Oliver Steffen beleuchtet im Gespräch mit KMU-Persönlichkeiten die grossen Geschichten hinter den kleinen und mittleren Unternehmen der Schweiz.
Die heute 38-jährige Alexandra Lüönd wollte sich als 22-jährige die Lippen aufspritzen lassen. Dieses Unterfangen stellte sich aber als sehr schwierig heraus: «Die Preise waren sehr hoch und nicht transparent. Ich habe Ärzte konsultiert, und sie forderten mich auf, zu einem Beratungstermin zu kommen. Ich wurde aber sechs- oder siebenmal abgelehnt, nur von Männern, weil sie fanden, ich bräuchte das nicht. Ich sei noch jung und attraktiv», sagt Alexandra Lüönd.«Wie wär's, wenn ich jetzt einfach eine Klinik aus der Sicht einer Frau aufbauen würde», sagte sich Alexandra Lüönd und gründete 2017 die Beauty2Go Klinik. Mittlerweile gibt es in den acht grössten Städten der Schweiz je eine Klinik. Beauty2Go ist mit 200'000 Behandlungen und 50'000 Patienten der grösste Anbieter für minimalinvasive Schönheitsbehandlungen in der Schweiz. Wie sie ihre Kliniken aufgebaut hat, erzählt Alexandra Lüönd in der 49. Folge des Podcasts «KMUStorys».
Nach all den Krisen seit dem Fall des Euro-Mindestkurses vor gut zehn Jahren wären die Zölle von US-Präsident Donald Trump nicht auch noch nötig gewesen, sagt Simon Michel, CEO und Mitbesitzer von Ypsomed sowie Solothurner FDP-Nationalrat, im Podcast «KMUStorys»: «Es hört einfach nicht auf mit Krisen. Die Zölle sind ein enormer, forcierter Strukturwandel. Einige Schweizer Firmen trifft es sehr schwer. Uns Unternehmern werden Steine in den Weg gelegt.» Die Schweiz werde wegen der Zölle aber nicht untergehen, sagt Simon Michel.Er sei relativ pedantisch, sagt Michel weiter: «Ich konnte lange nicht schlafen gehen, bevor die Ordner im Regal nicht richtig aufgereiht oder die Heftli auf dem Tisch nicht schön gestapelt waren.» Ordnung gebe ihm Halt in seinem hektischen Leben. Abends, wenn er nach Hause komme, gehe er immer zuerst zehn Minuten wischen. Das gebe ihm die Ruhe, herunterzukommen, erzählt Michel in der 48. Folge des Podcasts «KMUStorys».
Roland Brack hat vor über 30 Jahren auf dem Dachstock seiner Eltern angefangen Computer zusammenzubauen und zu verkaufen. Wie Brack.ch zu einem der grössten Onlinehändler der Schweiz geworden ist, erzählt Roland Brack Moderator Oliver Steffen in der neuesten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Der Onlinehandel globalisiere sich seit vielen Jahren, sagt Roland Brack im Podcast KMUStorys: «Angst haben wir bei unserem Onlineshop ‹Brack.ch› deswegen keine, aber es gibt ein Problem mit den Rahmenbedingungen: Wir kämpfen nicht mit gleich langen Spiessen. Den chinesischen Onlineshops sind unsere Regeln egal, und sie bezahlen keine Steuern in der Schweiz.» Deshalb sei die Politik gefordert, sagt Roland Brack.
Roland Brack hat sich vor einigen Jahren aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Durch seine Tätigkeit als Investor bei der TV-Sendung «Die Höhle der Löwen Schweiz» wurde er in der Schweiz als Förderer von Start-up-Unternehmen bekannt. Was er von den Jungunternehmern lernt und warum er heute in künstliche Intelligenz investieren würde, erzählt Roland Brack, Gründer, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der Brack Alltron AG, Moderator Oliver Steffen in der 47. Folge des Podcasts KMUStorys.
Die Schwob AG gibt es seit über 150 Jahren. Vor etwa 15 Jahren hat sich das Unternehmen aber neu erfunden: Der Textilhersteller Schwob wäscht nun seine Wäsche für Hotels und Restaurants auch noch. Wie es dazu gekommen ist, erzählt CEO Stephan Hirt Moderator Oliver Steffen in der neuesten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Die Schwob AG wurde 1872 in Bern unter dem Namen «Schwob Frères» gegründet. Zunächst haben Schwobs in der Stadt Bern Textilien verkauft, und schon bald auch selbst hergestellt. 2008 entscheidet sich das Unternehmen in das Geschäftsfeld der Textilpflege einzusteigen. Laut CEO und Mitinhaber Stephan Hirt ein Glücksfall: «Die Hotels wollten diese Dienstleistung. Aus den Wäschereien in den Hotels wurden Fitness- oder Konferenzräume».
Wie das Traditionsunternehmen diesen Wandel bewältigt hat, und worauf er beim Abendessen im Restaurant oder beim Betreten von Hotelzimmern zuerst schaut, erzählt Stephan Hirt, CEO und Mitinhaber der Schwob AG, Moderator Oliver Steffen in der 46. Folge des Podcasts KMUStorys.
Tanja Zimmermann-Burgerstein führt die Antistress AG in dritter Generation. Die Firma ist bekannt für die Burgerstein-Vitamine und Mikronährstoffe. Wie sie es geschafft hat den Umsatz zu verdoppeln, erzählt CEO und Inhaberin und Verwaltungsratspräsidentin der Antistress AG, Tanja Zimmermann-Burgerstein Moderator Oliver Steffen in der neuesten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Tanja Zimmermann-Burgerstein führt das Familienunternehmen seit fast zehn Jahren. Seither hat sich der Umsatz verdoppelt. Sie hätte der Firma wieder das Gesicht eines Familienunternehmens geben können, sagt Tanja Zimmermann-Burgerstein: «Als Familienunternehmen ist man nahbar und greifbar. Mein Name steht auf jedem Produkt. Das schafft Vertrauen.»
Und das sei umso wichtiger, da die Burgerstein-Produkte die Kund:innen sehr persönlich betreffen würden, sagt Tanja Zimmermann-Burgerstein, schliesslich gehe es um die Gesundheit. «Viele Produkte sind austauschbar. Wenn der Kunde sieht, wer dahintersteht, ist das ein riesiger Vorteil», erzählt Tanja Zimmermann-Burgerstein Moderator Oliver Steffen in der 45. Folge des Podcasts KMUStorys.
Alain Grossenbacher ist im unteren Emmental aufgewachsen und studierte Betriebsökomie. Niemals hätte er gedacht, einmal ein Bauunternehmen in Obwalden zu führen. Wie es dazu gekommen ist, erzählt CEO und Inhaber der Eberli AG, Alain Grossenbacher Moderator Oliver Steffen in der neuesten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Die Liebe zu einer Innerschweizerin hat Alain Grossenbacher nach Luzern gebracht. Dort lies er sich zum Wirtschaftsprüfer weiterbilden. Diese Aufgabe brachte ihn zur Eberli AG, wo er später als FInanzchef eingestellt wurde. Gut fünf Jahre danach stieg Alain Grossenbacher zum CEO auf. Die Eberli AG ist in der Zentralschweiz tätig und hat unter anderem das Stadion des FC Luzern und das Athletik- und Ausbildungszentrum des EV Zug gebaut und ist jetzt am Handballstadion des HC Kriens-Luzern.
Auch Hotelprojekte hat die Eberli AG schon viele umgesetzt. Einmal war es dabei in Engelberg fast zum Abbruch des Projektes gekommen. Die Bauarbeiter seien kurz vor Weihnachten wegen grossen Grundwasserproblemen in FIscherstiefeln in fünf Grad kaltem Wasser gestanden. Das sei grenzwertig gewesen, beklagte ein Bauführer. Wie es sich dann angefühlt hat, als das Projekt trotzdem fertiggestllt wurde, erzählt Alain Grossenbacher Moderator Oliver Steffen in der 44. Folge des Podcasts KMUStorys.
Der rund 30-minütige Podcast «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC) ist über alle gängigen Podcast-Apps wie Apple Podcasts, Spotify, TuneIn oder Google Podcasts erhältlich. Zudem ist er über die Website des SVC sowie auf den Radioseiten von CH Media verfügbar. Oliver Steffen beleuchtet im Gespräch mit KMU-Persönlichkeiten die grossen Geschichten hinter den kleinen und mittleren Unternehmen der Schweiz.
Im Zuge ihrer globalen Entwicklung hat die weltweit tätige Chemielogistikfirma Bertschi AG drei Standorte überprüft: Bertschis Heimatgemeinde Dürrenäsch, Rotterdam mit dem wichtigsten Hafen Europas oder das fortschrittliche Singapur. Warum sich Dürrenäsch dabei durchgesetzt hat, erzählt Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi Moderator Oliver Steffen in der neuesten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Die Bertschi AG ist mit rund einer Milliarde Franken Umsatz eines der grössten Familienunternehmen der Schweiz. Sie sähen grosse Vorteile, als Familienunternehmen tätig zu sein, sagt Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi: «Wir sind in einem volatilen Markt und müssen schnell reagieren können, gleichzeitig aber langfristig denken, weil wir viel investieren müssen. Das können börsenkotierte Unternehmen nicht, weil sie kurzfristigen Entwicklungen ausgesetzt sind». Ihre Kunden würden langfristige Beziehungen wollen, weil sie Lieferketten aufbauen müssen. Als Familienunternehmen könnte die Bertschi AG genau diese Kontinuität bieten.
Auch wenn die Bertschi AG nur noch gut zwei Prozent ihres Umsatzes in der Schweiz macht, sei ihm die Heimat wichtig, sagt Bertschi. Sie hätten vor zwölf Jahren, als sie die globale Entwicklung starteten, drei Standorte überprüft: Singapur, Rotterdam und Dürrenäsch im Kanton Aargau. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass Dürrenäsch der beste Standort ist», erzählt Hans-Jörg Bertschi Moderator Oliver Steffen in der 43. Folge des Podcasts KMUStorys.
Daniel Bloch führt die Schockoladenmanufaktur Camille Bloch in dritter Generation. Camille Bloch ist seit 90 Jahren im Berner Jura ansässig und vor allem für «Ragusa» und «Torino» bekannt. Warum es Sinn mache, Schockolade weiterhin in der Schweiz herzustellen, erzählt Daniel Bloch Moderator Oliver Steffen in der neuesten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Ragusa wurde während des Zweiten Weltkriegs als Antwort auf Rohstoffknappheit entwickelt. Es war schwieriger an Kakao zu kommen. Auch heute beschäftigt dieser Rohstoff Camille Bloch. «Wir sind bei 10 Millionen Franken mehr für Kakao und Kakaobutter», sagt Daniel Bloch zu den steigenden Kakaopreisen. Deswegen hätten sie sich im letzten Herbst entschieden, die Preise um insgesamt 10 % zu erhöhen.
Beim Personal zu sparen und die Produktion ins Ausland zu verlegen, kommt für Daniel Bloch nicht in Frage: «Emotional macht es Sinn, Schoggi in der Schweiz herzustellen. Ich glaube, dass die Nähe zu den Kunden in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Und mit den bestehenden Mitarbeiter:innen von Camille Bloch, die das seit Jahrzehnten tun, kann man bessere Ragusas machen, als irgendwo in Deutschland.», erzählt Daniel Bloch Moderator Oliver Steffen in der 42. Folge des Podcasts KMUStorys.
Peter Jakob führt die Seilerei Jakob - heute «Jakob Rope Systems» - im Emmental in dritter Generation. Peter Jakob war in den letzten Jahren beruflich in Vietnam oder Saudi Arabien unterwegs. Wie die einst kleine Seilerei so international wurde, erzählt Peter Jakob Moderator Nik Hartmann in der neuesten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Jakob Rope Systems stellt unter anderem Architekturseile für Bauwerkkonstruktionen und Seilnetze her. Diese ermöglichen Fassadenbegrünungen oder beinahe transparente Barrieren für Tiergehege oder Aussichtsplattformen. Im Sicherheitsbereich dienen sie als Schutz- und Fallvorrichtungen.
«Wir stellen auch heute noch Seile her»
Die Frage sei nicht, wie viel, sondern ob Jakob Rope Systems noch Seile herstellt, sagt Peter Jakob. «Wir bilden auch noch Seiler aus. Das Wissen über das Produkt soll in der Firma erhalten bleiben». Am Standort Trubschachen im Emmental sind über 100 Leute beschäftigt. Weitere rund 600 Mitarbeitende stellen in Vietnam das erfolgreichste Produkt der Firma her, das Webnet.
«In Vietnam haben viele flinke Hände»
Diese braucht es, denn das Webnet wird in mühsamer Handarbeit zusammengesetzt. «Die Leute in Vietnam kommen entweder vom Reisfeld oder von der Universität. Dort gibt es kein duales Bildungssystem. Sie sind alle sehr ambitioniert und die von der Universität sehr gut ausgebildet», erzählt Peter Jakob. Warum ihm der Austausch zwischen den Iginieuren und den Handwerkern wichtig ist und wie es in Saudi Arabien zum grösster Projekt der Firmengeschichte gekommen ist, erzählt Peter Jakob Moderator Nik Hartmann in der 41. Folge des Podcasts «KMUStorys».
Der 53-jährige Jan Schibli leitet die Schibli-Gruppe in dritter Generation seit über 20 Jahren. Gewinnmaximierung interessiere ihn wenig – ihm sei es wichtiger, dass sich die Menschen um ihn herum weiterentwickeln. Warum er weniger die junge als vielmehr seine eigene Generation kritisiert, erzählt er Moderator Nik Hartmann in der neuesten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Die Schibli Gruppe AG mit Sitz in Zürich war ursprünglich als kleines Elektrounternehmen gestartet. Über die Jahrzehnte hat sich die Firma zu einem führenden Anbieter von elektrotechnischen Dienstleistungen in der Region Zürich entwickelt. Redete man früher vom Stromer, macht die Schibli Gruppe heute alles, was mit elektrischer Energie zusammenhängt. Bei der Firma arbeiten über 600 Menschen, über 100 davon sind Lernende.
„Die jungen Menschen suchen nach Werten“
„Ich habe viel mit jungen Menschen zu tun“, sagt Jan Schibli. „In meiner Branche jammern viele über die Jungen. Ich habe jedoch früh gelernt, mir selbst den Spiegel vorzuhalten. Dabei ist mir aufgefallen, dass meine Generation oft zu bequem ist.“
Jan Schibli ist zudem Präsident des EHC Kloten. Dies sei ihm nicht zu viel, da er eine gute Geschäftsleitung habe und viel delegieren könne. Ihm bleibe sogar ausreichend Freizeit und Zeit für Ferien, sagt Jan Schibli.
„Bescheidenheit ist mir sehr wichtig“
Seine Freizeit verbringt Jan Schibli gerne in seinem Ferienhaus am Sihlsee. Er habe sich auch schon überlegt, einen Marathon zu laufen, dies jedoch wieder verworfen. Auch ein Motorrad habe er sich nicht gekauft, und den Kilimandscharo zu besteigen, sei ebenfalls keine Option für ihn. „Ich möchte einfach möglichst fit sein und für meine Kinder und Vereine da sein“, erzählt Jan Schibli im Gespräch mit Moderator Nik Hartmann in der 40. Folge des Podcasts «KMUStorys».
Seit über 20 Jahren steht Gerhard Schürmann an der Spitze der Emil Frey Gruppe, einem der grössten Autohandelsunternehmen Europas. Er betont, dass das Unternehmen kein klassischer Konzern sei, sondern wie eine Gruppe von Familienunternehmen geführt werde. «Das Wichtigste für ein Handelsunternehmen ist der Ruf. Und den hat Emil Frey seit Anbeginn», sagt Schürmann im Gespräch.
«Walter Frey führt mit Vertrauen»
Schürmann wurde auf unkonventionelle Weise CEO, als Walter Frey ihm während eines Abendessens die Verantwortung übertrug, ohne jemandem im Unternehmen darüber zu informieren. Das geschah erst etwa ein Jahr später. Diese vertrauensvolle Führungskultur zieht sich durch das gesamte Unternehmen. «Wir haben keine Compliance-Abteilung. Ich bin die Compliance-Abteilung», sagt Schürmann. Statt auf Bürokratie setzt Schürmann auf direkte, zwischenmenschliche Beziehungen zu den Mitarbeitern.
Zukunft der Mobilität
Schürmann ist von der Bedeutung der individuellen Mobilität überzeugt. «Ich glaube, das Auto wird auch in 100 Jahren noch gebraucht. Ich bin überzeugt, dass die Leute Mobilität brauchen», sagt Gerhard Schürmann im Gespräch mit Moderator Nik Hartmann in der 39. Folge des Podcasts KMUStorys.
Monika Walser ist seit 2014 CEO und Miteigentümerin der Schweizer Möbelmanufaktur de Sede, die für ihre handgefertigten, langlebigen Möbel bekannt ist. Die Produktion, die vollständig in der Schweiz stattfindet, ist für Walser essenziell: „Wir produzieren alles in der Schweiz. Alle können bei uns in Klingnau vorbeikommen und sich davon überzeugen.“ Ihr Ziel ist, dass die Möbel „Generationen überdauern“.
„Wir können individuell auf jedes Sofa und jeden Sessel eingehen“
Der internationale Durchbruch kam 1968, als de Sede-Möbel im James-Bond-Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ zu sehen waren. „Seitdem hatten wir immer wieder Möbel in Filmen, sei es der Tatzelwurm, Sessel oder Sofas,“ so Walser. Besonders das modulare Tatzelwurm-Sofa wurde zu einem Klassiker.
«Als gelernte Damenschneiderin weiss ich, was es bedeutet, Nähte von Hand zu nähen»
Als die gelernte Damenschneiderin Monika Walser das Unternehmen übernahm, war de Sede in einer finanziellen Schieflage. „Ich habe ein Team angetroffen, das mit Leidenschaft dabei war, obwohl sie manchmal den Lohn zu spät bekommen haben.“ Heute liegt ihr Fokus auf dem Handwerk. «Wir müssen die Administration, den ganzen Papierkram klein halten und digitalisieren und das Handwerk aufrechterhalten, wenn wir alle Kundenwünsche erfüllen wollen», sagt Monika Walser im Gespräch mit Moderator Nik Hartmann in der 38. Folge des Podcasts KMUStorys.
Mit 23 Jahren reiste Raffael Dickreuter in die USA und startete als Praktikant in der Filmbranche. Seine Ziele: Mit Steven Spielberg arbeiten und an einem Terminator-Film mitarbeiten. Beides hat der Berner erreicht, bevor er nach 13 Jahren und 40 Filmen ins Silicon Valley wechselte. 2017 gründetet er sein Unternehmen Superba AR, welches Augmented Reality Applikationen entwickelt.
«Der Amerikaner hat nur sich selbst, darum ist der grosse Wurf immer sein Traum»
Seit 18 Jahren lebt Raffael Dickreuter in den USA, besucht aber seine Schweizer Heimat immer noch gerne und regelmässig. Sein Unternehmen beschäftigt auch einen Mitarbeitenden in Zürich. Die Unterschiede zwischen der Schweizer und der Amerikanischen Mentalität erlebt der 43-Jährige täglich: In den USA sucht man immer den nächsten Deal, den nächsten grossen Wurf, so Dickreuter. «In der Schweiz wollen wir möglichst kein Risiko und nicht zu grosse Veränderungen». An sich selbst kenne er inzwischen beide Seiten.
«Am spannendsten finde ich, gute Leute zu finden»
Mit seinen Unternehmen Superba AR arbeitet Dickreuter und sein Team an Applikationen, die insbesondere auch mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Kunden des Berners sind dabei etwa die NFL (National Football League), Netflix oder Amazon. Seine 10 Mitarbeitenden verteilen sich auf Los Angeles, Miami, Zürich oder virtuell von irgendwo auf der Welt. Physisch gesehen hat sich das vollständige Team noch nie.
Thomas «Thömu» Binggeli ist ein Schweizer Velo-Pionier. Seine «Thömus»-Velos verkörpern Fortschritt und Exzellenz. Was den Erfinder des «Stromers» heute beschäftigt, und wie er die Zukunft des Velos sieht, erzählt Thömu Moderator Nik Hartmann in der neusten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Mit 17 Jahren verkaufte Thömu die Schafe seiner Eltern, während diese in den Ferien waren. Er musste im Stall des elterlichen Bauernhofs Platz schaffen, damit er an Velos schrauben konnte. Über 30 Jahre später ist der Bauernhof im bernischen Oberried der Hauptsitz der Velomarke «Thömus». Aber nicht nur: Im «Swiss Bike Park» neben dem Bauernhof gibt es einen Velo-Funpark, Bike-Trails, einen Pump Track oder ein Velodrome. Im Podcast sagt Thömu, dass es für ihn klar gewesen sei, dass Oberried der Ort sei, an dem er eine Plattform fürs Velo bieten will.
«Von hier aus hat mir das Velo den Weg in die Welt eröffnet»
Thömu wohnt noch immer im Bauernhaus. «Hier durfte ich meine Kindheit verbringen, von hier aus, hat mir das Velo den Weg in die Welt eröffnet. Hier ist viel Velo-Geschichte entstanden», sagt Thömu. Zum Beispiel der Stromer, das erste digitale Velo. An die Erfindung des E-Bikes denkt Thömu gerne zurück. «Ich hätte mir aber gewünscht, dass sich der Markt schneller entwickelt und mehr Menschen vom Auto aufs Velo umsteigen».
«Ich habe die Mobilität nicht revolutioniert, aber wir sind neue Wege gegangen»
Das Velo sei mit Abstand das effizienteste Transportmittel. Es brauche aber noch bessere Velo-Infrastrukturen. «Und Velofahrer müssen lernen, den inneren Sauhund zu überwinden und sich auch bei schlechtem Wetter auf den Sattel schwingen». Man müsse es testen und erfahren, denn beim Velofahren könne man den Kopf «verlüften», ist draussen und bewegt sich, erzählt Thomas Binggeli im Gespräch mit Moderator Nik Hartmann in der 36. Folge des Podcasts KMUStorys.
Petra Joerg ist CEO von Rochester-Bern. Einer «kleinen Boutique Business School», wie sie selbst sagt. Wo sie Parallelen zwischen ihrem Job und ihrer anderen Leidenschaft, dem Bergsteigen, sieht, erzählt Petra Joerg Moderator Nik Hartmann in der neusten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Sie mochte die Berge schon immer. Erst mit 50 Jahren wollte Petra Joerg sie auch erklimmen. «Es war Sommer, es regnete und ich war erkältet». Es musste etwas Neues in mein Leben kommen, dachte sich Petra Joerg vor etwa zehn Jahren. Als sie wieder gesund war, fuhr sie spontan nach Saas-Fee, mit dem Ziel, das über 4000 Meter hohe Allalinhorn zu erklimmen.
«Ich wollte gleich richtig damit anfangen»
Bei der Abfahrt mit den Skiern riss sich Petra Joerg dann jedoch das Kreuzband. Gurt, Helm und Kletterschuhe mussten wieder in den Schrank. Das Comeback liess aber nicht lange auf sich warten: «Ich sagte dem Chirurgen, ich will Ende Jahr wieder in die Berge», so die klare Forderung, die in Erfüllung ging. Weniger klar ist Petra Joergs Berufsweg. «Ich machte eine Lehre als Arztgehilfin, weil ich Ärztin werden wollte. Ich machte eine Lehre in einem Hotel, die Hotelhandelsschule, und studierte später auch noch.»
«Alles, was man im Leben gemacht hat, nützt einem irgendwann»
Dass sie einmal CEO werden würde, hätte Petra Joerg nie gedacht. «Ich mag Menschen und ich bin neugierig und wenn mir jemand eine Chance anbietet, sage ich nicht nein». Und so wurde Petra Joerg nach ihrem Wirtschaftsstudium, und nachdem sie als Journalistin arbeitete, CEO von Rochester-Bern Executive Programs. Worauf Rochester-Bern bei der Ausbildung von Führungskräften besonderen Wert legt, erzählt Petra Joerg im Gespräch mit Moderator Nik Hartmann in der 35. Folge des Podcasts KMUStorys.
Der rund 30-minütige Podcast «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC) ist über alle gängigen Podcast-Apps wie Apple Podcasts, Spotify, TuneIn oder Google Podcasts erhältlich. Zudem ist er über die Website des SVC sowie auf den Radio- und Today-Seiten von CH Media verfügbar. Nik Hartmann beleuchtet im Gespräch mit KMU-Persönlichkeiten die grossen Geschichten hinter den kleinen und mittleren Unternehmen der Schweiz.
Als seine Schulfreunde Polizist oder Helipilot werden wollten, hatte der heute 33-jährige Andreas Zindel einen anderen Traum. «Ich will bauen», sagte er schon als kleiner Junge. Heute führt er das Bündner Familienunternehmen Zindel United als CEO in der achten Generation. Andreas Zindel ist Nik Hartmanns Gast in der neusten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Die Geschichte von Zindel United beginnt vor über 210 Jahren, «Mein Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urgrossvater wurde 1808 im Maienfelder Kirchenbuch als Maurermeister erwähnt. Aber nicht etwa, weil er etwas gebaut hatte, sondern weil er 5 Gulden bezahlen musste, da die Frau, die er heiratete, nicht aus Maienfeld kam», sagt Andreas Zindel. Zindel United mit Sitz in Maienfeld beschäftigt heute rund 500 Mitarbeitende. Von der Idee, über die Finanzierung und Planung, den Rückbau und die Sanierung bestehender Bauten, bis zu Neubau, Unterhalt und der dafür notwendigen Logistik bedient Zindel United jeden Abschnitt im Lebenszyklus eines Baus.
«Ob ich heute noch eine gerade Mauer hochziehen könnte, weiss ich nicht»
Ihm sei es extrem wichtig, den Puls draussen auf den Baustellen zu fühlen, sagt Andreas Zindel, der eine Lehre als Bauzeichner absolvierte und danach rund eineinhalb Jahre auf dem Bau arbeitete. Diese Arbeit sei sehr schön gewesen, «man sieht 1:1, was entsteht». Ob ihm es noch gelingen würde, eine Mauer gerade hochzuziehen, weiss Andreas Zindel nicht.
«Wir dürfen die Schweiz bauen, und schaffen den Raum, in dem viel erlebt wird»
Andreas Zindel schwärmt von der gestalterischen Arbeit der Baubranche. Sie schaffe wortwörtlich Raum für Erinnerungen. Schon seit ein paar Jahren ist er nun CEO von Zindel United, und seit letztem Jahr zweifacher Vater. «Das Wochenende ist immer für die Familie reserviert, da sie unter der Woche manchmal zu kurz kommt». Dafür bleibe aber keine Zeit mehr für Sport, «irgendwo musste ich reduzieren», erzählt Andreas Zindel im Gespräch mit Moderator Nik Hartmann in der 34. Folge des Podcasts KMUStorys.
Der rund 30-minütige Podcast «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC) ist über alle gängigen Podcast-Apps wie Apple Podcasts, Spotify, TuneIn oder Google Podcasts erhältlich. Zudem ist er über die Website des SVC sowie auf den Radio- und Today-Seiten von CH Media verfügbar. Nik Hartmann beleuchtet im Gespräch mit KMU-Persönlichkeiten die grossen Geschichten hinter den kleinen und mittleren Unternehmen der Schweiz.
Wie Beat Bussmann vor über 35 Jahren seine Software-Fima Opacc aufbaute, und wie sie zu einer der grössten der Schweiz wurde, erzählt er Moderator Nik Hartmann in der neusten Folge des Podcasts «KMUStorys» des Swiss Venture Club (SVC).
Opacc wurde 1988 nicht in einer Garage gegründet, wie andere bekannte Software-Firmen. Dafür hätten sie kein Geld gehabt, sagt Beat Bussmann, CEO und Besitzer von Opacc und lacht dabei. Der wahre Grund für das Fehlen dieser romantischen Gründerstory ist, dass Beat von Anfang an grosse Pläne hatte. Eine Garage reichte da nicht, es sollte schon ein Büro sein. Beat Bussmann ist zwar Chef einer Software-Firma, programmieren kann er aber nicht. «Dass der Chef weiss, wo seine Grenzen sind», sei ein grosses Glück für das Unternehmen.
«Viele Leute fragten mich, ob ich spinne»
Opacc bietet Software-Lösungen für Unternehmen an. Das war schon im Gründungsjahr 1988 keine neue Idee. Software war damals viel weniger wichtig als heute. «Die Kunden waren happy, wenn sie am Schluss eine Rechnung schreiben konnten», sagt Beat Bussmann. Sein Umfeld war kritisch, als die Idee für Opacc aufkam. Die heute über 200 Mitarbeitenden geben Beat Bussmann recht. Architekt seiner Software war ein polnischer Asylsuchender, den Beat per Zufall in seiner Stammbeiz kennenlernte. Er putzte dort die Pfannen. Vor seiner Flucht in die Schweiz war er Professor an der Uni Warschau. Dort entwickelte der gelernte Mathematiker schon Softwares.
«Für mich hatte das Unternehmertum immer etwas Spielerisches. Es gibt Wichtigeres im Leben»
Beat gönnte sich jedes Jahr zehn Wochen Ferien, dafür arbeitete er immer sechs Tage die Woche. Ende dieses Jahres ist aber Schluss, Beat geht in Pension, und freut sich auf mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben, wie Reisen, Golfspielen oder Wein trinken. Wie er die Geschäftsübergabe organisiert, erzählt er im Gespräch mit Moderator Nik Hartmann in der 33. Folge des Podcasts KMUStorys.



















