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Grimms Brüder - Der Eichsfeld-Podcast
Grimms Brüder - Der Eichsfeld-Podcast
Author: Volker Lamprecht, Heiko Lendeckel
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© Volker Lamprecht & Heiko Lendeckel
Description
In diesem Podcast geben wir Menschen eine Stimme, die aus dem Eichsfeld stammen oder eine besondere Verbindung zu unserer Region haben – sei es durch ihr Lebenswerk, ihr Engagement oder ihre persönlichen Geschichten. Gastgeber des Podcasts sind Volker Lamprecht und Heiko Lendeckel, die vielen bereits als die „Brüder Grimm“ vom Heiligenstädter Weihnachtsmarkt bekannt sind.
41 Episodes
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Sie ist eine Wundertüte, kündigt sie selbst zu Beginn an, und genau das wird diese Folge. Gisela Reinhardt, aufgewachsen als ältestes von sechs Kindern in einer Bäckerei in Holungen, ist zu Gast bei Grimms Brüder und erzählt aus einem Leben voller Wendungen, Ideen und Begegnungen.
Wir sprechen über eine Kindheit zwischen Backofen und Laientheater, über den Weg als jüngste Souffleuse und erste DJ Nordthüringens bis fast an die Schauspielhochschule. Über die Landwirtschaft, in der sie den Lehrlingen das Melken beibrachte, obwohl sie es selbst kaum konnte, und über eine bittere Zeit als LPG-Vorsitzende kurz vor der Wende. Und über ihre eigentliche Berufung: fast 25 Jahre bei der Lebenshilfe, wo sie Bücher, Theaterstücke, Kochshows und ein Schulungsprojekt für den Umgang mit Menschen mit Behinderung ins Leben rief.
Dazu berichtet Gisela Reinhardt von ihren Interviews mit Größen wie Tony Marshall und „Heinz Becker" und von einem Abend in Vietnam, an dem alte Erinnerungen an die DDR plötzlich wieder lebendig wurden. Und sie erzählt, warum sie heute als Trauerrednerin die richtigen Worte findet, wo anderen die Sprache fehlt.
Als Dreijähriger stand er auf dem Marktplatz in Niederorschel und dirigierte den Chor seines Vaters. Heute steht Dominik Beykirch vor großen Orchestern in ganz Deutschland. In dieser Folge erzählt der Dirigent, wie ihn eine Kindheit als Kantorensohn geprägt hat, warum seine Klavierlehrerin ihn irgendwann nach Weimar weiterreichte und wie aus dem Pianisten ein Dirigent wurde.
Wir sprechen darüber, was ein Dirigent eigentlich tut, wenn die Musiker die Noten doch vor sich haben, und warum das ein bisschen wie Fußballtraining ist: Strategie, Psychologie, Menschenführung. Es geht um zehn Jahre am Deutschen Nationaltheater Weimar, um sein Debüt an der Semperoper Dresden, um wiederentdeckte Opern wie Lancelot und Samson und um die Frage, wie man ein Orchester für sich gewinnt, ohne sich anzubiedern.
Außerdem: Buhstürme bei Premieren, ein zerbrochener Taktstock mitten in der Salome und ein Tipp für alle, die sich bisher nicht in die Oper trauen. Eine kluge, humorvolle Folge über eine Kunst, die nur im Moment existiert.
Er war 1990 der erste frei gewählte Bürgermeister von Leinefelde und hat eine Stadt durch ihre schwerste Zeit geführt: Gerd Reinhardt, Jahrgang 1945, ist zu Gast bei Grimms Brüder. In dieser Folge erzählt der gebürtige Leinefelder von seinem Weg vom Lehrer ins Rathaus und davon, was es heißt, eine Stadt neu zu denken.
Wir sprechen über den Eichsfeldplan und den Aufstieg Leinefeldes zu Europas jüngster Stadt, aufgebaut rund um eine gigantische Baumwollspinnerei. Über den tiefen Einbruch nach der Wende, als die Arbeitsplätze wegbrachen und Tausende die Stadt verließen. Und über die mutige Antwort darauf: den Stadtumbau, für den Leinefelde mit dem Deutschen und dem Europäischen Städtebaupreis ausgezeichnet wurde und der international, bis nach Japan, Schule machte.
Dazu geht es um die Ringau-Kirmes und ihre Wurzeln bei den Hundeshagener Wandermusikanten, um drei Glocken für die alte Kirche, um die Fusion zu Leinefelde-Worbis und um die Frage, warum kleine Orte von starken Städten profitieren. Eine Folge über Heimat, Mut und darüber, etwas zu tun, ohne Dank zu erwarten.
Wieder einmal raus aus der Kemenate:
Diese Folge haben die Grimms Brüder live auf dem Heiligenstädter Stadtfest aufgenommen, vor echtem Publikum, das kurzerhand mit auf die Bühne gebeten wurde, und mit reichlich Likör für alle.
Vier Gäste geben Einblick in Stadt und Fest. Torwächter Hermann alias Günther Liebergesell erklärt endlich, warum die Heiligenstädter Möhrenkönige heißen, und erzählt aus 46 Jahren als Krankenpfleger. Möhrenkönig Rainer der Erste berichtet vom Leben als royaler Repräsentant, von Königinnentreffen und einer neuen Möhre mit eingebauter Tasche. Sole-Prinzessin Marlene die Erste, mit 17 die jüngste in der Runde, erzählt vom Missgeschick mit ihrem zerbrochenen Zepter und wirbt für das älteste Völkerschlachtdenkmal der Welt. Und Getränkelieferant Michael Böning verrät, was es heißt, seit 1991 das größte Volksfest des Eichsfeldes mit Getränken zu versorgen.
Eine fröhliche, sehr Heiligenstädter Folge über Traditionen, Anekdoten und die Menschen hinter einem Stadtfest.
Man könnte aus seinem Leben ein Buch schreiben, sagt Uwe Albertsmeyer selbst – und nach dieser Folge glaubt man ihm das sofort. Der 1943 in Erfurt geborene Tüftler und Unternehmer ist zu Gast bei Grimms Brüder und erzählt aus 83 Jahren, in denen jede Menge passiert ist.
Von einer gefährlichen Kriegskindheit, in der die Gestapo vor der Tür stand, über die Flucht zu Fuß von Erfurt ins Eichsfeld bis zu Zuckersteinen aus einem russischen Magazin. Vom Holzvergaser-Mercedes seines Vaters, den Fahrschulprüfungen im heimischen Wohnzimmer und der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker in Erfurt. Und von einer unglaublichen Reise: Als ein Kunde mit dem Wartburg auf der Krim liegen blieb, flog Uwe Albertsmeyer mit einem selbst zusammengebauten Motor in einer Holzkiste hinterher, um ihn wieder flottzumachen.
Dazu ein zwillingsbereifter Campinganhänger mit Surfbrett-Halterung, ein Golf zu DDR-Zeiten und schließlich der Aufbau eines Autohauses nach der Wende, das heute fast 300 Mitarbeiter zählt. Eine Lebensgeschichte voller Improvisationstalent, Humor und Herzlichkeit.








