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Kulturplatz Talk
Kulturplatz Talk
Author: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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© 2026 SRG SSR
Description
Relevant, aktuell, vielseitig: Der «Kulturplatz Talk» ist das Gesprächsformat rund um Gesellschafts- und Kulturthemen.
«Kulturplatz Talk» will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. Hier kommen Stimmen aus Literatur, Musik, Kunst und Gesellschaft zu Wort. Persönlich, pointiert und nah an der Gegenwart – der «Kulturplatz Talk» sucht den Dialog mitten im Leben und bringt Kultur ins Gespräch. Montag bis Freitag auf Radio SRF 2 Kultur.
«Kulturplatz Talk» will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. Hier kommen Stimmen aus Literatur, Musik, Kunst und Gesellschaft zu Wort. Persönlich, pointiert und nah an der Gegenwart – der «Kulturplatz Talk» sucht den Dialog mitten im Leben und bringt Kultur ins Gespräch. Montag bis Freitag auf Radio SRF 2 Kultur.
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«Prinzessin Mononoke» (1997) kommt restauriert zurück ins Kino – und sorgt erneut für Begeisterung. Im Kulturplatz Talk spricht Rahel Giger mit SRF-Filmredaktorin Brigitte Häring über die Strahlkraft von Studio Ghibli, Hayao Miyazaki – und den Anime-Boom.
Ein fast 30-jähriger japanischer Animationsfilm erlebt einen gross angekündigten Neustart in restaurierter 4K-Fassung, teilweise sogar im IMAX. Warum wird ein Klassiker wie «Prinzessin Mononoke» heute wieder als Kinoereignis gefeiert? Der Kulturplatz Talk blickt auf das renommierte Studio Ghibli und seinen prägenden Regisseur Hayao Miyazaki. Im Zentrum steht die Frage, weshalb die besondere Erzählweise japanischer Animationskunst bis heute fasziniert, international wirkt und überraschend zeitlos bleibt. Diskutiert wird auch, wie sich handgezeichnete Animation im Zeitalter von KI behaupten kann – und warum Anime derzeit weltweit ein so grosses Publikum erreicht.
An Silvester ist sie gestorben, die Schweizer Flötenlegende Peter Lukas Graf. Als Solist, Kammermusiker, Orchestermusiker, Lehrer und Dirigent, aktiv bis ins hohe Alter, hat er die Musikwelt geprägt.
20 Jahre lang hat Peter Lukas Graf in Basel unterrichtet und Musikerinnen aus aller Welt angezogen. Er war ein Musiker mit strahlendem Klang, unerbittlicher Disziplin und einer fast magischen Fähigkeit, Linien und Spannungsbögen zum Leuchten zu bringen. Als Lehrer prägte er Generationen – streng, ehrlich, inspirierend – und setzte in Basel eine «Kultur der Exzellenz», die Musikerinnen und Musiker aus aller Welt anzog. Ein Zauberer der Flöte, dessen Wirkung weit über sein 96-jähriges Leben hinausstrahlt.
Verlässliche Informationen aus dem Iran sind rar. Internetsperren und Repression erschweren die Berichterstattung. Im Kulturplatz Talk spricht Rahel Giger mit Anna Jungen, SRF-Philosophie-Redaktorin, über das Buch «Auf den Strassen Teherans» – ein Zeugnis aus dem Innern des Widerstands.
Der Iran ist wieder in den Schlagzeilen: Nach der brutalen Niederschlagung von Protesten durch das Regime wirkt das Buch «Auf den Strassen Teherans» beklemmend aktuell: Unter dem Pseudonym Nila schildert eine iranische Autorin und Aktivistin ihren Alltag im Widerstand während der «Frau, Leben, Freiheit»-Bewegung.
Der Kulturplatz Talk fragt, wie Widerstand erzählt wird und was es bedeutet, aus dem Innern einer Protestbewegung zu schreiben.
Buchhinweise:
Nila: «Auf den Strassen Teherans». Pfaueninsel, 2026.
Jina Khayyer: «Im Herzen der Katze», Suhrkamp, 2025
Empathie gilt als Schlüsselkompetenz unserer Zeit – und steht doch unter Druck. Die Philosophin Barbara Bleisch spricht mit Host Rahel Giger über Chancen, Grenzen und Missverständnisse des Einfühlens.
Empathie wird heute fast überall eingefordert: in Politik, Gesellschaft und privaten Beziehungen. Gleichzeitig scheint sie ungleich verteilt, missverstanden zu werden oder zu überfordern. Was genau ist Empathie – und was kann sie leisten? Barbara Bleisch unterscheidet zwischen affektivem Mitfühlen und kognitivem Perspektivwechsel und zeigt, warum Empathie weder reine Gefühlssache noch moralische Garantie ist. Im Zentrum stehen auch die dunklen Seiten: Empathie kann selektiv sein, Konflikte verstärken oder zur Überidentifikation führen. Und sie hat Grenzen – etwa dort, wo Stress und Überforderung die Bereitschaft zum Perspektivwechsel reduzieren. Ein Talk über Verantwortung, Selbstwahrnehmung und die Kunst, sich einzufühlen, ohne sich zu verlieren.
Hinweise:
Podcast:
Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 «Sollten wir mehr Empathie wagen, Yasmine M’Barek?». Journalistin bei «Zeit Online», bekannt aus dem Podcast «Apokalypse & Filterkaffee».
Literatur:
Susanne Schmetkamp: Theorien der Empathie zur Einführung, Junius 2019.
Fritz Breithaupt: Die dunklen Seiten der Empathie, Suhrkamp 2017.
Leslie Jamison: Die Empathie-Tests. Über Einfühlung und das Leiden anderer, Suhrkamp 2017.
David Hume: Traktat über die menschliche Natur, Buch II (1739).
Adam Smith: Theorie der ethischen Gefühle (1759).
David Lauer: «Empathie verkommt zur Verkaufsmethode», in «Psychologie heute», 3.12.2021.
Paul Bloom: Against Empathy: The Case for Rational Compassion, Ecco 2016.
Zehn Bands, trente Lieux, sessantacinque Concerti: das ist der Wahlspruch von Suisse Diagonales Jazz. Eine Konzertreihe, in der alle zwei Jahre junge Jazzformationen aus allen Sprachregionen in alle Winkel der Schweiz ausschwärmen.
Im Januar und Februar 2026 sind wieder 10 Schweizer Bands auf Tour durch alle Sprachregionen und geben in 30 Clubs über 60 Konzerte. Warum? Hauptziel ist die Förderung junger, aufstrebender Schweizer Jazzbands durch eine nationale Tournee. Klappt das mit der Nachhaltigkeit? Wir blicken hinter die Kulissen.
Wie können Kunst und Wissenschaft gemeinsam beim Publikum Interesse für Umweltthemen wecken? Wie können sie sich gegenseitig unterstützen? Darüber diskutieren im Kulturplatz Talk: Beat Hächler, Direktor des Alpinen Museums in Bern und Max Roth, Künstler und Mitglied in der Kunstkommission des SAC.
Natur- und Umweltschutz haben als Themen längst Eingang in die Kunstproduktion gefunden. Zuweilen spannen Künstlerinnen und Künstler auch mit Forschenden aus den verschiedensten Disziplinen zusammen. Auch Museen haben angefangen, Wissenschaft und Kunst zusammenzubringen. Welches Potenzial hat diese Verbindung beispielsweise bei Themen wie Gletscherschwund oder Overtourism? Wie können sich der wissenschaftliche und der künstlerische Zugang gegenseitig befruchten und befördern?
Diese Fragen bespricht Barbara B. Peter im Kulturplatz Talk mit Beat Hächler, Direktor des ALPS Alpines Museum der Schweiz, und Max Roth, Künstler und Mitglied in der Kunstkommission des SAC.
Wie viel Kultur steckt heute noch in den Olympischen Spielen? Host Rahel Giger diskutiert mit Kulturjournalistin Fanny Opitz Pierre de Coubertins Vision – von den Kunstwettbewerben der frühen Spiele bis zur Kulturolympiade von Milano Cortina 2026.
Pierre de Coubertin, Begründer der modernen Olympischen Spiele, verstand Olympia als kulturelles Projekt: Sport sollte nicht nur körperliche Leistung zeigen, sondern auch Geist und Bildung fördern. Kunst, Musik und Architektur waren für ihn gleichwertige Bestandteile eines ganzheitlichen Menschenbildes. Zwischen 1912 und 1948 wurden dafür sogar olympische Medaillen vergeben. Heute jedoch erscheinen Kultur und Musik oft funktional eingebunden in ein globales Mega-Event. Warum braucht Milano Cortina 2026 einen musikalischen Leiter und einen eigens beauftragten Komponisten? Was leisten sie jenseits von Image und Inszenierung und was steckt hinter der Idee einer Kulturolympiade? Rahel Giger diskutiert mit Kulturjournalistin Fanny Opitz über Anspruch, Instrumentalisierung und mögliche Kontinuitäten der olympischen Idee.
Heute am 5. Februar übertragen wir den «Kulturplatz Talk» live vor Publikum aus dem Studio Basel. Gast ist Pedro Lenz, der mit dem Roman «Der Goalie bin ig» einen Bestseller landete. Jetzt hat er ein neues Buch geschrieben, wieder über Fussball…. Reden wir darüber.
«Mit linggs» heisst sein neues Buch, das gerade frisch erschienen ist: Es geht um den Fussballgott der 80er-Jahre Diego Maradona, der alle seine Wunder mit seiner Wunderwaffe erreichte, dem linken Fuss. Der neben seinem Genie aber auch eine dunkle Seite hatte: die Masslosigkeit, an der er letztlich zerbrochen ist. Was fasziniert den Schriftsteller an einer solchen Figur, wie kann man sich ihr nähern? Wie funktioniert das überhaupt mit dem Schreiben und wie imprägniert die eigene Biografie die Texte. Das klären wir heute!
Nach Miami, Paris und Hongkong wird nun auch Katar zum Austragungsort für die Art Basel, die als wichtigste Kunstmesse der Welt gilt. Die neuste Expansion wird nicht nur in Basel kritisch gesehen. Welche Kompromisse die Art eingehen muss, um in Doha erfolgreich zu sein, ist eine der offenen Fragen.
Wohl gibt es im arabischen Raum immenses Interesse an Kunst. Die renommiertesten Architekten bauen ein Museum nach den anderen. Dafür werden auf den wichtigsten Kunstauktionen die teuersten Werke aufgekauft. Das sorgt für viel Bewegung und Aufregung auf dem internationalen Kunstmarkt. Und jetzt eröffnet auch noch die wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst, die Art Basel, einen Ableger in Katar.
Am Tag vor der Eröffnung der Art Basel in Katar hat der Kulturplatz den Kunstmarkt-Experten Dirk Boll eingeladen. Er publiziert regelmässig zum internationalen Kunstmarkt, dessen Strukturen und Akteuren. Bei Barbara B. Peter wird Dirk Boll die Bedeutung des neuen Standorts und dessen Auswirkungen auf den Kunstmarkt einordnen.
Die Fledermaus fasziniert und irritiert: Zwischen düsterem Vampir-Mythos und moderner Image-Aufwertung ist sie Kulturfigur, Symbolträgerin und bedrohtes Tier. SRF-Kulturredaktorin Gisela Feuz beleuchtet mit Host Felix Münger die Rolle der Fledermaus in Kunst und Popkultur – und in der Tierwelt.
Warum gelten Fledermäuse bei uns als unheimlich? Und weshalb erleben sie heute ein Comeback als positive Identifikationsfiguren? Das Image der Fledermäuse ist ebenso wechselhaft wie schillernd. Sie prägten die zeitlosen Dracula-Geschichten, zahlreiche Filme wie Batman, eine nach den Tieren benannte Operette von Johann Strauss bis hin zu modernen Kinderbüchern. Daneben spielen die Tiere in unserem Ökosystem eine zentrale Rolle – und verdienen mehr Respekt als Angst.
Sie gilt als glamouröses Highlight des Musikjahres: die Verleihung der Grammy Awards. Doch deren Relevanz wird zunehmend hinterfragt. Der Kulturplatz Talk widmet sich den Kontroversen und der Geschichte der Musikpreise und stellt die Frage: Welche Bedeutung haben die Grammys im Jahr 2026 noch?
Die aufwändige Show zur Verleihung der Grammy Awards zieht Jahr für Jahr weltweite Aufmerksamkeit auf sich. Gleichzeigtig sieht sich die Veranstaltung zunehmender Kritik ausgesetzt. Fragen nach Diversität, Qualitätsanspruch, Genre-Abbildung und dem Einfluss der Musikindustrie begleiten die Grammys schon länger.
Im Getöse um die Giganten aus Pop und Rap erhalten die Ausgezeichneten aus der klassischen Musik und dem Jazz vergleichsweise wenig Beachtung. Doch die Grammys können auch deren Karrieren kräftig Schub verleihen. Am Morgen nach der Preisverleihung ist SRF-Musikredaktorin Florence Baeriswyl im Kulturplatz Talk bei Barbara B. Peter zu Gast. Sie ordnet ein, was die Grammys heute noch bedeuten – für die USA, für Europa und für die Musikwelt insgesamt.
Kulturinstitutionen stehen in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Umbrüche vor grossen Herausforderungen. Sie müssen auf veränderte Erwartungen, knappe Ressourcen und neue Arbeitsmodelle reagieren. Der Kulturplatz Talk beleuchtet die Herausforderungen und zeigt zukunftsweisende Lösungsansätze.
Viele Kulturhäuser spüren den Druck einer beschleunigten, polarisierten Zeit: Förderkürzungen, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Diversität, verschärfte Kritik aus Politik und Öffentlichkeit. Gleichzeitig verändert sich die interne Arbeitskultur – Fragen zu Führung, Hierarchien und fairen Bedingungen rücken in den Vordergrund. Eine aktuelle Studie zeigt, wie tiefgreifend dieser Wandel bereits ist und wie viel Anpassungskraft gefragt bleibt.
Im Kulturplatz Talk berichtet SRFKulturredaktorin Dagmar Walser im Gespräch mit Host Barbara B. Peter ausserdem über neue Möglichkeiten, wie Kulturorganisationen sich öffnen wollen, um für ein breiteres Publikum zugänglich zu werden. Indem beispielsweise Theater oder Museen zu sogenannten «dritten Orten» werden, sichern sie ihre Akzeptanz und ihre Relevanz ab – und damit längerfristig auch ihre Zukunft.
Buchhinweis: Gernot Wolfram. Kampfzone Kultur. Wie Populisten uns verführen. Edition Einwurf, Rastede 2025.
Der deutsche Unterwasserarchäologe Florian Huber taucht in Meeren und Seen nach Spuren der Vergangenheit. Im Gespräch mit Host Felix Münger erzählt er von spektakulären Funden, geheimnisvollen Wracks und davon, warum wir noch immer weniger über unsere Ozeane wissen als über den Mond.
Florian Huber, Unterwasserarchäologe und Forschungstaucher, ist weltweit unterwegs, um versunkene Schiffswracks, Kulturgüter und Zeugnisse vergangener Zeiten aufzuspüren. Seine Expeditionen führten ihn rund um den Globus – von den Malediven bis in die Tiefen des Bodensees. Für die Forschung macht er sichtbar, was jahrhundertelang verborgen blieb. Im Gespräch schildert Huber seine Faszination für die stillen Welten unter der Wasseroberfläche, berichtet von Risiken beim Tauchen und von den großen Rätseln der Tiefsee, die noch immer auf ihre Entdeckung warten.
Buchhinweis: Florian Huber (Hg.): Expedition ins Unbekannte. Spektakuläre Schiffswracks der Tiefsee, 208 Seiten, Herder 2025.
Er ist einer der ganz wenigen Klavierstars der Schweiz mit internationalem Renommee. Vor kurzem hat er ein Konzert seines Landsmannes Beat Furrer uraufgeführt, gerade kommt eine neue Brahms-CD heraus – seine Karriere brummt. Reden wir darüber.
Langsam und kontinuierlich hat er seinen Weg gemacht, von Locarno nach Berlin und in die Welt. Jetzt ist er Anfang 40 und im besten Alter, seine Karriere explodiert geradezu: allein zehn Konzerte spielt er in den nächsten beiden Wochen zwischen Paris, Edinburgh, Salzburg und Pittsburgh. Und beendet aus diesem Grund auch nach zwölf erfolgreichen Jahren seine Intendanz der Settimane Musicali di Ascona. Im Talk erzählt er, dass man für die Musik von Brahms grosse, kräftige Hände braucht, was er jungen Kolleginnen und Kollegen rät, um im Markt zu bestehen. Und dass Beat Furrer die Fortsetzung von Brahms mit anderen Mittel ist.
Erstsendung: 24.9.2025
Das renommierte Winterfilmfestival in Solothurn mit der 61. Werkschau des Schweizer Films: Gibt es einen roten Faden im riesigen Angebot? Welche Tendenzen in den Sujets lassen sich beobachten? Wir versuchen eine Einordnung.
Wie kein anderes Genre kann der Film auf gesellschaftliche Umbrüche und Probleme schnell und direkt reagieren. Das zeigt sich auch bei der 61. Ausgabe des Filmfestivals: Zunehmend macht sich in Politik und Gesellschaft ein Schwarz-Weiss-Denken breit, die Grautöne verschwinden, einfache Lösungen für komplizierte Weltlage sind attraktiv. Der Schweizer Film reagiert darauf und sucht nach Schattierungen und verschiedenen Formen von Individualismus.
Wie beeinträchtigen Fake News den politischen Meinungsbildungsprozess? Sind sie gar eine Gefahr für die direkte Demokratie? Welche Möglichkeiten gibt es, Desinformation zu stoppen? Dazu im Kulturplatz Talk: Regula Hänggli, Professorin für Medien und Kommunikationswissenschaft an der Uni Freiburg.
Social Media werden von gezielter Desinformation geflutet, und die klassischen Medien kommen nicht darum herum, sie ebenfalls zu thematisieren. Damit ziehen Fake News viel Aufmerksamkeit auf sich. Für eine direkte Demokratie wie die Schweiz ist das nicht unproblematisch, gehört die Meinungsbildung doch zum politischen Prozess. Wie also können wir – die Medienkonsumierenden, die Medien und die Politik – dieser Entwicklung Einhalt gebieten? Und was gäbe es für Möglichkeiten, eigene, andere Modelle des Austauschs zu entwickeln und damit die Abhängigkeit von den US-amerikanischen Tech-Giganten etwas zu reduzieren? Über diese Fragen, Perspektiven und Mechanismen von Desinformation spricht Barbara B. Peter im Kulturplatz Talk mit Regula Hänggli, Professorin für Medien und Kommunikationswissenschaft an der Universität Freiburg.
Elektronische Musik ist heute allgegenwärtig – produziert mit Laptop, Apps und KI. Warum braucht es dennoch Institutionen, die dazu forschen und lehren? Rahel Giger spricht im Kulturplatz Talk mit Musikredaktorin Gabrielle Weber über die Rolle elektronischer Studios heute.
Elektronische Musik hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Sie ist heute fester Bestandteil von Konzertsaal, Clubkultur, Film und Klangkunst. Was einst als experimentelle Klangforschung in spezialisierten Studios mit modularen Synthesizern, grossen Computern und Tonbandgeräten begann, kann heute auch mit Laptops und Apps realisiert werden. Musikschaffende nutzen elektronische Mittel, um neue Formen des Hörens, der Klanggestaltung und der räumlichen Wahrnehmung zu entwickeln.
Anlass für den Kulturplatz Talk sind zwei Jubiläen: Das Elektronische Studio Basel feiert sein 50-jähriges Bestehen, das Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) an der Zürcher Hochschule der Künste wird 20 Jahre alt. Beide Institutionen stehen exemplarisch für die Entwicklung elektroakustischer Musik in der Schweiz – von analogen Tonbandmaschinen bis zu heutigen digitalen Produktions- und Forschungsumgebungen.
Im Gespräch geht es um die Frage, weshalb es solche Institute auch im Zeitalter von Laptop, App und KI noch braucht: als Orte der Forschung, der Ausbildung und der künstlerischen Praxis. Diskutiert wird zudem, wie elektronische Musik heute eingesetzt wird, um Naturprozesse hörbar zu machen, Umweltphänomene zu reflektieren oder neue Perspektiven auf Klang, Raum und Technologie zu eröffnen.
Erosion des Glaubens, Austrittswellen bei den Kirchen: Die Schweiz säkularisiert sich immer mehr. Dogmatische religiöse Formen halten sich. Die Polarisierung habe sich auch auf das Feld des Glaubens ausgedehnt, sagt SRF-Religionsredaktorin Nicole Freudiger im Gespräch mit Host Felix Münger.
Vorbei sind die Zeiten, da die Kirche und Gottesdienste für die Mehrheit der Menschen in der Schweiz eine geistige Heimat darstellten. Nur noch die Hälfte der Menschheit ist Mitglied einer Landeskirche. Mit der Säkularisierung verstärkt sich die gesellschaftliche Polarisierung: Denn es sind die dogmatischen Formen der Religion, die sich halten. Ein gemeinsames Verständnis zu finden zwischen Ausgetretenen, moderat Religiösen und Fundamentalisten erweist sich als zunehmend schwierig – und stellt die Gesellschaft auf die Probe.
Autor: Felix Münger
Buchhinweis: Detlef Pollack und Gergely Rosta. Religion und Moderne. Ein internationaler Vergleich. Campus Verlag, 2025.
Ja, es heisst ‘entsammeln’, das Gegenteil des Einkaufens, Akquirierens, Sammelns: Wenn ein Museum seine Bestände durchforstet und entscheidet, es möchte nicht alle seine Exponate behalten. Was bedeutet das aber?
Deakzession, das ist der Fachbebriff für das ‘entsammeln’, wenn also ein Museum Teile seiner Schätze loswerden will. Aber wie kommt es dazu, was ist die Motivation? Denn das widerspricht doch der breiten Übereinkunft, dass ein Museum für den Erhalt zuständig ist und nicht mit Kunst handelt. Aber die Depots kosten. Und sie werden voller und voller. Müssen wir in Zukunft den Grundgedanken des Museums neu denken? Wir gehen einigen dieser Fragen nach.
Wir erzeugen täglich enorme Datenmengen. Doch wie viele der entscheidenden Daten werden auch in 100 Jahren noch lesbar sein? Wenn sich zukünftige Historiker ein Bild unserer Zeit machen möchten? Im Kulturplatz Talk zeigt SRF-Digital Redaktor Jürg Tschirren die Tücken der Technik und neue Ideen.
Wer derart viel Text, Bilder, Töne und Filme ins Internet lädt wie unsere Gesellschaft, dürfte zukünftigen Forschenden eine reiche Auswahl bieten, wenn es darum geht, unser Leben zu erforschen. Könnte man denken. Aber so einfach ist es nicht. Das liegt einerseits an der schieren Menge, die eine Auswahl unumgänglich macht. Und schon stellt sich die Frage, wer nach welchen Kriterien auswählt. Ist die Auswahl schliesslich getroffen, gilt es auch noch das passende Speichermedium zu finden, ein sinnvolles Format zu wählen und die Datenpflege sorgfältig zu organisieren. Die Aufgabe ist komplex und teuer, aber nötig, wenn wir unseren Nachkommen einen sinnvollen Einblick in unser Denken und Handeln ermöglichen wollen. SRF-Digital-Redaktor Jürg Tschirren zeigt im Kulturplatz Talk bei Barbara B. Peter, wie zukunftsfähiges Speichern funktionieren könnte.



