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Moderne Zeiten
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Moderne Zeiten

Author: Mona Linke

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Was bedeutet Heimat heute, warum explodieren die Mieten und sind wir wirklich so
gespalten, wie alle sagen?

In "Moderne Zeiten" spreche ich jeden vierten Donnerstag mit Menschen über Politik und Gesellschaft, Philosophie und Popkultur. Immer mit dem Ziel, das Hier und Jetzt ein bisschen besser zu verstehen.

Nachrichten gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.com

Cover: Design von Christian Lindemann; Foto von Urban Zintel.
17 Episodes
Reverse
Haus, Auto, Flatscreen, alles von vorgestern. Statussymbole haben sich gewandelt. Wer im Jahr 2026 cool ist, sammelt Erlebnisse statt Besitztümer. Durchquert im Urlaub den panamaischen Dschungel oder fährt Ski am Fuße des Montblanc. Wer cool ist, hat keinen Fernseher, sondern einen Beamer, geht sonntags in Fotoausstellungen von Helmut Newton, trinkt Kaffee aus Siebträgermaschinen und schaut “Eat-the-rich”-Serien auf Netflix.Wie? Das sollen Statussymbole sein? Trinken nicht manche Menschen einfach guten Kaffee? Hanno Sauer würde sagen: Ja und Nein.Denn er meint: Von fast allem, was wir machen und mögen, versprechen wir uns - meist ohne es zu merken - auch einen Statusgewinn. Gast dieser Folge:Hanno Sauer, Philosoph und Autor des Buchs "Klasse - die Entstehung von Oben und Unten", erschienen bei PiperThemen dieser Folge:Welche Klassen haben wir heute? Wer steht an der Speerspitze der “Coolness”, wer ist soziale Elite und warum? Welche Codes muss man beherrschen, um dazuzugehören?Ist allen Menschen gleich wichtig ist, wie sie rüberkommen? Warum fahren wirklich reiche Menschen eher Golf statt Lamborghini?Vielen Dank fürs Zuhören!Wenn dir die Folge gefallen hat, empfiehl' den Podcast gerne weiter, lass eine Bewertung da oder abonniere Moderne Zeiten.📩 Kritik, Gedanken & Anregungen gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.com
Am 26.3. geht es weiter mit einer neuen Folge.Ab dann erscheint Moderne Zeiten (vorerst) im 4-Wochen-Takt.Wenn ihr die nächste Folge auf keinen Fall verpassen wollt, abonniert am besten jetzt schon Moderne Zeiten, indem ihr auf "Folgen" klickt. Vielen Dank fürs Zuhören, für euer Vertrauen & dass ihr dabei seid! Moderne Grüße, eure Mona
In Australien gilt seit Ende 2025 ein striktes Social-Media-Verbot für alle unter 16-Jährigen. Länder wie Spanien, Frankreich und Dänemark wollen nachziehen - und auch Deutschland erwägt ein Verbot.In dieser Folge von Moderne Zeiten spreche ich mit der Medienwissenschaftlerin Annekathrin Kohout über die Gefahren, aber auch die Vorteile von Instagram, TikTok und Co.Themen dieser Folge:Woher kommt die 80er-Nostalgie bei jungen Menschen?Sollte man Social Media verbieten?Was ist Medienkompetenz?Werden wir irgendwann wieder analoger leben?Warum werden Debatten im Netz scheinbar immer hitziger und aggressiver geführt?Gast dieser Folge:Annekathrin Kohout, Medien- und Kulturjournalistin sowie freie Autorin und Journalistin, Kolumnistin bei der tazWeiterführende Links und Infos:Tagesschau: "Wie schnell kommt das Social-Media-Verbot?Annekathrin Kohout: "Hyperreaktiv"; erschienen 2025 bei WagenbachNDR: "Erregt, entrüstet, empört - über die Dynamik der Reaktionsgesellschaft" Vielen Dank fürs Zuhören!Wenn dir die Folge gefallen hat, empfiehl' den Podcast gerne weiter, lass eine Bewertung da oder abonniere Moderne Zeiten.📩 Kritik, Gedanken & Anregungen gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.com
Was ist Leistung? Warum soll sie sich angeblich nicht mehr lohnen? Und wer sind diese Leistungsträger?P=t/E. In der Physik ist Leistung klar definiert. In der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts ist sie ein umkämpfter Begriff. Wer leistet wirklich viel? Und wer nur Mittelmaß? Warum werden manche Arbeiten extrem gut bezahlt und andere kaum – obwohl sie gesellschaftlich unverzichtbar sind?In dieser Folge von Moderne Zeiten spreche ich mit dem Moralphilosophen Stefan Gosepath über Leistung, Lohn und Gerechtigkeit in der sogenannten Leistungsgesellschaft.Themen dieser Folge:Was bedeutet „Leistung“?Wer sind eigentlich die viel beschworenen „Leistungsträger“?Warum verdienen Vorstandschefs Millionen – und Erzieher vergleichsweise wenig?Reicht Anstrengung oder Verantwortung als Maßstab für Lohn?Angebot & Nachfrage: Erklärt der Markt wirklich alles?Ist unsere Art, Leistung zu bewerten, fair?Gast dieser Folge:Stefan Gosepath, MoralphilosophProfessor an der Freien Universität BerlinForschungsschwerpunkte: Gerechtigkeit, Moral, politische PhilosophiePolitik und Wirtschaft berufen sich gern auf die Idee der Leistungsgesellschaft: Wer mehr leistet, verdient mehr. Doch hält dieses Versprechen der Realität stand? Oder sagt unser Lohnsystem mehr über Macht, Knappheit und soziale Wertschätzung aus als über tatsächliche Leistung?Ein Gespräch über Arbeit, Anerkennung und die Frage, warum wir Leistung wie honorieren.Weiterführende Links und Infos: "Leistung: Kein Maßstab für eine gerechte Gesellschaft" - Stefan Gosepath bei Dlf Nova"Alle wollen Gerechtigkeit" - Interview taz Vielen Dank fürs Zuhören!Wenn dir die Folge gefallen hat, empfiehl' den Podcast gerne weiter, lass eine Bewertung da oder abonniere Moderne Zeiten.📩 Kritik, Gedanken & Anregungen gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.com
Spaltung: Wie zerrissen ist Deutschland? Deutschland gilt als tief gespalten. Die Gesellschaft bricht auseinander, heißt es. Die Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber.Aber stimmt das überhaupt?In dieser Episode geht es um die Frage, wie zerrissen Deutschland wirklich ist – und was wir meinen, wenn wir von „Spaltung“ sprechen. Denn viele Studien zeigen: In erstaunlich vielen Fragen sind sich die Menschen hierzulande einig. Und auch politisch stehen sich Parteien heute nicht feindlicher gegenüber als früher – teilweise sogar wohlwollender.Mit dem Soziologen Nils Kumkar spreche ich darüber, warum die Erzählung von der gespaltenen Gesellschaft so mächtig ist, weshalb Polarisierung nicht automatisch etwas Schlechtes sein muss und warum Politik ohne Zuspitzung oft wirkungslos bleibt.Dabei geht es unter anderem um diese Fragen:Wie stark ist Deutschland tatsächlich polarisiert?Warum nehmen wir gesellschaftliche Gegensätze oft extremer wahr, als sie sind?Hat politische Gewalt wirklich zugenommen – oder täuscht die Erinnerung?Welche Rolle spielt der Aufstieg der AfD für Ton, Themen und Dramatisierung in der Politik?Und warum kann Polarisierung sogar mobilisierend wirken?Gast dieser Folge: Nils Kumkar, Soziologe an der Uni BremenAutor des Buchs "Polarisierung"Weiterführende Links:Buch "Polarisierung", erschienen bei Suhrkamp"Polarisieren, aber bitte mit Haltung" - Nils Kumkar beim SWR"Diese starke, zerstörerische Kraft" - Zeit Online"Wie breit ist die Spaltung in der Gesellschaft wirklich?" - BRWissenschaftsbarometer Ergebnisse 2025Moderne ZeitenLink zum Podcast "Entriegelt" von Nathalie RiegelWenn euch der Podcast gefällt, bewertet ihn gerne, abonniert ihn und leitet ihn an weiter. Danke <3Feedback gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.com
Geld macht frei. Oder doch nicht? In dieser Episode geht es um das komplexe Verhältnis von Geld, Glück und Zufriedenheit. Denn während Studien klar zeigen, dass kein Geld zu haben unglücklich macht, ist der Zusammenhang zwischen steigendem Einkommen und Lebenszufriedenheit nicht so eindeutig.Gemeinsam mit dem Ökonomen und Glücksforscher Dominik Enste finden wir heraus, wie das wirklich ist mit dem Geld und dem Glück.Wie stark beeinflusst Einkommen wirklich unser Glück?Warum machen soziale Vergleiche mit Freunden, Kolleginnen oder Nachbarn oft unzufrieden?Weshalb leiden besonders Männer unter dem Gefühl, finanziell nicht zu genügen?Macht selbst verdientes Geld zufriedener als geerbtes?Und wie sollte man Geld ausgeben, damit es langfristig zufrieden macht?Außerdem sprechen wir über spannende Erkenntnisse aus der Glücksforschung:Warum schneiden Länder wie Skandinavien in Glücksstudien so gut ab? Welche Rolle spielen Vertrauen, Kultur und Erziehung? Und warum hängt unser Wohlbefinden oft weniger davon ab, wie viel wir haben – sondern davon, wie viel die anderen haben?Gast dieser Folge: Dominik Enste, Wirtschaftsethiker und Verhaltensökonom am IW KölnWeiterführende Links und Infos:“Geld macht nicht glücklich, aber der Gehaltsvergleich” - Artikel im Spiegel “Macht Geld wirklich glücklich?” - FinanzflussWorld Happiness Report - Link zum BerichtDominik Enste - IW Köln
Alle reden über Ungleichheit. Aber was soll das eigentlich sein?Fast immer, wenn es um Superreiche, soziale Gerechtigkeit und Umverteilung geht, fällt dieser Satz: „Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander.“ Aber stimmt das überhaupt? Ein genauer Blick zeigt: Extrem ungleich verteilt sind in Deutschland die Vermögen. Zwei Familien besitzen hierzulande so viel wie die gesamte untere Hälfte der Bevölkerung.Bei den Einkommen ist die Lücke kleiner, dafür legte die Spreizung in den vergangenen Jahrzehnten zu. Anders bei den Vermögen: Die sind zwar extrem ungleich verteilt, doch waren sie das auch schon in den 90ern.Doch was folgt jetzt daraus? Wie geht man damit um? Manche behaupten: Ohne Ungleichheit ginge es uns allen schlechter. Leistungsanreize, Innovation, Wachstum — alles dahin. Andere sagen: Ungleichheit macht krank, unglücklich und frisst den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf.Die neue Folge 💫 Moderne Zeiten 💫 ist ein kleines Neujahrs-Special: Zwei herausragende Ökonomen sprechen und streiten über Ungleichheit - und sind sich manchmal sogar erstaunlich einig: Maximilian Stockhausen vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und Markus Grabka vom DIW Berlin - German Institute for Economic Research.Weiterführende Links:Einkommensungleichheit in der EU: Aktuelle Daten Statistisches BundesamtVermögensungleichheit in Europa: RankingStudie DIW Berlin: Einkommensschichten und Erwerbsformen seit 1995.WSI-Report 2023: Einkommensungleichheit als Gefahr für die Demokratie?
Einsamkeit ist längst kein Randthema mehr. Studien zeigen: Immer mehr Menschen fühlen sich einsam, besonders junge Erwachsene. Doch werden wir tatsächlich einsamer – oder reden wir nur mehr darüber? Und was bedeutet Einsamkeit eigentlich in einer hochvernetzten, digitalen Gesellschaft? Haben wir vielleicht einfach nur verlernt, alleine zu sein?In dieser Folge von Moderne Zeiten gehen wir der Frage nach, warum Einsamkeit in der modernen Welt zunimmt und welche gesellschaftlichen Entwicklungen sie begünstigen.Wir sprechen über mögliche Ursachen:den modernen Kapitalismus und den permanenten Leistungsdruckdie Erwartung, sich ständig als einzigartiges Individuum zu inszenierenDigitalisierung, Social Media und Home-Office, die reale Begegnungen ersetzendie Frage, ob wir vielleicht verlernt haben, allein zu sein, ohne uns einsam zu fühlenEinsamkeit ist nicht nur ein persönliches Gefühl, sondern kann ernsthafte Folgen haben:Sie bedeutet Stress für den Körper und kann krank machenEinsame Menschen gehen laut Studien seltener wählenBesonders Jugendliche, die sich einsam fühlen, neigen häufiger zuVerschwörungstheorienautoritären Einstellungeneiner höheren Akzeptanz politischer GewaltDamit wird Einsamkeit auch zu einer gesellschaftlichen und politischen Herausforderung.In dieser Folge von ⁠Moderne Zeiten⁠ spreche ich mit der Autorin und Gründerin ⁠Monika Jiang⁠ darüber, warum Einsamkeit zunimmt, was Kapitalismus und Digitalisierung damit zu tun haben und was wir konkret dagegen tun können.Gemeinsam sprechen wir darüber:wie man Einsamkeit erkenntwarum sie oft tabuisiert wirdwelche Wege aus dem unfreiwilligen Alleinsein führen könnenGast dieser Folge: Monika JiangAutorin & GründerinSie entwickelt Projekte und Begegnungsformate, die Menschen helfen, Einsamkeit zu verstehen und mit ihr umzugehen.Weiterführende Links:Studie "Extrem einsam": https://www.demokratie-leben.de/dl/projektpraxis/magazin/studie-extrem-einsam-251990"Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt": Studie der Bertelsmann StiftungÜber das Phänomen Hikikomori: https://de.wikipedia.org/wiki/Hikikomori"Wie Hikikomori ohne Eltern überleben können": Artikel in der Süddeutschen ZeitungWeitere Infos zum Podcast: mona-linke.de/podcastAbonniere gerne den Podcast Moderne Zeiten, wenn du mehr über Gesellschaft, Psychologie und moderne Lebensfragen erfahren willst.Teile diese Folge, wenn du jemanden kennst, der gerade schwierige Zeiten durch Einsamkeit erlebt.Bewerte & kommentiere – Feedback hilft mir sehr, das Format immer besser zu machen. Kritik und mehr gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.comVielen Dank fürs Zuhören!
Krieg: Ist Pazifismus naiv?

Krieg: Ist Pazifismus naiv?

2025-12-0401:52:50

Ist Pazifismus naiv? Über Krieg, Abschreckung und die Frage, ob Gewalt gerecht sein kann.Deutschland diskutiert wieder über Krieg: über Wehrdienst, Waffenlieferungen und Abschreckung. Doch machen mehr Waffen die Welt wirklich sicherer? Oder heizen sie Konflikte weiter an? In dieser Folge von Moderne Zeiten spreche ich mit dem Theologen und Autor Sigurd Rink über Krieg, Pazifismus, gerechte Gewalt und die Frage, ob Frieden manchmal militärisch erzwungen werden muss.Wir sprechen über gegensätzliche Positionen:„Wer Frieden will, muss den Krieg vorbereiten“„Frieden kann man nicht herbeischießen“Und über die dahinterliegenden Fragen:Heizen Waffen Konflikte an oder schrecken sie ab?Gibt es Situationen, in denen Gewalt moralisch geboten ist?Ist Pazifismus weltfremd?Sigurd Rink, Theologe, Autor und ehemaliger Militärpfarrer, war lange überzeugter Pazifist, reiste dann sechs Jahre lang als Militärseelsorger durch Kriegsgebiete — und änderte seine Haltung.Heute sagt er: Gewalt kann unter bestimmten Umständen nicht nur gerechtfertigt, sondern notwendig sein.Gemeinsam sprechen wir darüber:wie sich moralische Überzeugungen im Krieg verändernwas reale Gewalterfahrungen mit pazifistischen Idealen machenob es so etwas wie gerechte Kriege geben kannund wo die Grenzen militärischer Gewalt liegenGast: Sigurd RinkTheologe, Autor, ehemaliger MilitärpfarrerEr beschäftigt sich mit ethischen Fragen von Krieg, Gewalt und Verantwortung.📘 Buch: „Können Kriege gerecht sein?“; 2019 erschienen bei UllsteinWeiterführende Links und Infos:Friedensdenkschrift der evangelischen Kirche - "Gerechten Frieden schaffen in unruhigen Zeiten""Die Lehre vom gerechten Krieg" - Deutschlandfunk"Moral: Kann ein Krieg gerecht sein?" - Uni Osnabrück"Ist Pazifismus naiv?" - Philosophie MagazinOlaf Müller über Krieg, Frieden und Pazifismus - Humboldt-Uni BerlinWeitere Infos zum Podcast: https://www.mona-linke.de/podcastVielen Dank fürs Zuhören!Abonniere Moderne Zeiten gerne, wenn du dich für Gesellschaft, Politik und moralische Konflikte unserer Zeit interessierst.Teile diese Folge, wenn du gerade viel über Krieg, Aufrüstung oder Pazifismus diskutierst.Bewerte & kommentiere gerne den Podcast — Feedback hilft mir sehr.📩 Kritik, Gedanken & Anregungen an: moderne.zeiten.1@gmail.com
Wie kommt man auf gute Ideen? Entstehen sie durch Übung, Leid oder Zufall? In dieser Folge von Moderne Zeiten spreche ich mit dem Werber und Autor Jean-Remy von Matt darüber, wie Kreativität wirklich entsteht, warum viele Kreative unzufrieden sind und ob kreatives Arbeiten eher glücklich macht — oder erschöpft.Wir sprechen über verbreitete Vorstellungen:Kreativität als Ergebnis jahrelanger Übungdas soziale Umfeld als Nährboden für Ideenden Mythos vom leidenden Künstler — Van Gogh als Prototypdie Idee, dass Nichtstun und Träumen produktiver sein können als DisziplinAuch die Kehrseite kommt zur Sprache:Macht kreatives Arbeiten wirklich glücklich?Oder erzeugt der permanente Anspruch, originell zu sein, vor allem Druck?Warum sind viele Kreative chronisch unzufrieden?Antworten darauf gibt Jean-Remy von Matt. In den 1990er-Jahren gründete er gemeinsam mit Holger Jung die Werbeagentur Jung von Matt und prägte die deutsche Kreativszene maßgeblich. In seinem Buch „Am Ende“ blickt er auf sein Leben als Kreativer zurück.Im Gespräch erzählt er:warum manche Menschen scheinbar bessere Ideen haben als anderewie Selbstzweifel kreatives Arbeiten begleitenund wie er gelernt hat, mit diesem inneren Druck umzugehenGast dieser Folge: Jean-Remy von MattWerber, Autor, Mitgründer von Jung von Matt📘 Buch: „Am Ende“Weiterführende Links und Infos:Link zum Buch "Am Ende": UllsteinJean-Remy von Matt zu Gast bei SWR1: Zum Interview"Wo entsteht unsere Kreativität?" - National GeographicWeitere Infos zum Podcast: https://mona-linke.de/podcast⁠Vielen Dank fürs Zuhören!Wenn du willst: Abonniere Moderne Zeiten, wenn du dich für Kreativität, Psychologie und moderne Arbeitswelten interessierst.Teile gerne diese Folge, wenn du selbst kreativ arbeitest — oder gerade nach guten Ideen suchst.Ich freue mich über deine Nachricht!📩 Feedback & Kritik gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.com
Ich bin ganz ehrlich: Ich war noch nie auf einer Demo. Nicht gegen Atomkraft, nicht gegen Krieg, nicht gegen Gesetze oder Beschlüsse. Ich hab mich nie an einen Baum gekettet und nie in einer Menschenkette gestanden. Ich hab noch nicht mal früher einen Filter über mein Facebook-Profilbild gelegt, als das alle getan haben, um sich mit irgendetwas zu solidarisieren.Die Frage ist: Muss ich mich deswegen schlecht fühlen?Gehen die meisten Leute nicht eh nur auf die Straße, um sich nicht untätig zu fühlen? Um ihren Bekannten bei Instagram zu beweisen, dass sie auf der richtigen Seite stehen und zu den Guten gehören? Außerdem: Was soll das Ganze am Ende bringen? Keine Lichterkette wird Neonazis davon abhalten, eine Asylunterkunft anzuzünden. Und keine Menschenkette Putin grübeln lassen, ob Panzer in der Ukraine vielleicht doch keine gute Idee sind. Oder?Antworten darauf gibt die Protestforscherin Nina-Kathrin Wienkoop.Mehr Infos zum Podcast "Moderne Zeiten" gibt es hier.
Werte sind schwer in Mode.In der Diskussion um die Wehrpflicht heißt es, wir sollen unsere "westlichen Werte" verteidigen. Der rechte Flügel der CDU nennt sich "Werte-Union". Annalena Baerbock versprach, als sie noch Ministerin war, eine weitergeleitete Außenpolitik.Beinahe jede Firma hat heute Company Values. Und kürzlich erklärte mir eine Freundin nach einem misslungenen Date, man habe einfach nicht “die gleichen Wertvorstellungen” gehabt.Was ist das mit uns und den Werten? Seit wann sind die uns so wichtig? Oder sind sie es gar nicht - und wir reden wir einfach nur gern darüber?Über das und mehr habe ich mit Dennis Peterzelka gesprochen. Er ist Philosoph und Ökonom, man kennt ihn zum Beispiel aus dem https://www.arte.tv/de/ oder aus dem Podcast "Carpe What?" vom WDR.
Das Land als Sehnsuchtsort: Immer mehr Städter träumen von Ruhe, Natur und einem Leben abseits von Lärm, Abgasen und überfüllten U-Bahnen. Aber wie sieht das Leben wirklich auf dem Land aus – für Zuzügler und für die Einheimischen? In dieser Folge von Moderne Zeiten spreche ich mit dem Bevölkerungsforscher Reiner Klingholz über die Chancen, Herausforderungen und gesellschaftlichen Spannungen zwischen Stadt und Land.Themen im Gespräch:Warum immer mehr Städter aufs Land ziehenRealität vs. Idealvorstellungen: Wie ist das Leben in der Provinz?Spannungen zwischen Zugezogenen und AlteingesessenenDer kulturelle Graben zwischen Stadt und LandWarum ist die AfD gerade auf dem Land so stark?Gast in dieser Folge: Reiner KlingholzBevölkerungsforscher, Chemiker & JournalistWeiterführende Links und Infos:Reiner Klingholz: "Die demografische Lage der Nation"⁠Reiner Klingholz: ⁠"Zu viel für diese Welt"Weitere Infos, Vita und Werk von Reiner KlingholzWeitere Infos zum Podcast gibt es ⁠hier.⁠ Alle Folgen von Moderne Zeiten hörst du hier.Vielen Dank fürs Zuhören!Wenn dir die Folge gefallen hat, empfiehl den Podcast gerne weiter, lass eine Bewertung da oder abonniere Moderne Zeiten.📩 Kritik, Gedanken & Anregungen gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.com
Kinder: Ja, nein, vielleicht später?In Umfragen sagen die meisten, dass sie Kinder wollen. Am Ende kriegen viele dann doch keine. Woran liegt das? Fürchten sie, es nachher bereuen zu können? Oder ist Kinderkriegen in Deutschland einfach nicht so toll? Zu kurze Elternzeit, zu wenig Kitaplätze, zu wenig Elterngeld? Vielleicht sind Kinder auch einfach nicht mehr nötig, um dem Leben einen Sinn zu geben? Fakt ist: Die Geburtenrate in Deutschland sinkt. Aber ist das wirklich so schlimm, wie es immer heißt? Könnte man nicht auch sagen: Na gut, dann werden wir eben weniger?All das habe ich die Soziologin und Demographie-Expertin Michaela Kreyenfeld gefragt.Weitere Infos zum Podcast: https://www.mona-linke.de/podcast
Die Nachfrage nach Wohnungen ist riesig, das Angebot knapp. Die Folge: explodierende Mieten und Städte, die sich immer weniger Menschen leisten können. In dieser Folge von Moderne Zeiten spreche ich mit dem Stadtforscher Frank Eckardt darüber, wie wir in die Wohnungskrise geraten sind, ob es fair ist, dass sich nur noch wenige die Innenstadt leisten können - und was man gegen die Wohnungskrise tun kann.Wir sprechen darüber:warum der Wohnungsmarkt aus dem Gleichgewicht geraten istwelche Rolle Politik, Markt und Investoren spielenob es „normal“ ist, dass Städte nur noch für wenige bezahlbar sindund ob Wohnen dort, wo alle leben wollen, zwangsläufig ein Luxus sein mussDabei stellt sich eine zentrale Frage:Wer sollte das Recht haben, in der Stadt zu wohnen?Menschen, die schon immer dort leben?Familien mit Kindern und Arbeit vor Ort?Oder schlicht diejenigen, die es sich leisten können?Gast in dieser Folge: Frank EckardtStadtforscher, Professor für Stadtentwicklung und Urbanistik an der Uni WeimarEr forscht zu Wohnungsmarkt, sozialer Ungleichheit und urbaner Gerechtigkeit.Weiterführende Links und Infos:Zu Frank Eckardt an der Uni WeimarSpiegel-Artikel von 1970 zum Wohnungsmarkt HamburgGibt es wirklich einen Mangel an Bauland? - IW-Report 2022"Flächen sind da, werden aber nicht genutzt" - Deutschlandfunk 2023Weitere Infos zum Podcast Moderne ZeitenZur Folgenübersicht von Moderne ZeitenVielen Dank fürs Zuhören!Abonniere Moderne Zeiten, wenn du dich für Stadt, Gesellschaft und politische Fragen des Alltags interessierst.Teile diese Folge gerne, wenn sie dir gefallen hat.📩 Feedback & Kritik gerne an: moderne.zeiten.1@gmail.comP.S.: Die Tonqualität ist in dieser Folge leider nicht optimal — in der nächsten klingt es wieder besser.
Heimat: Kann das weg?

Heimat: Kann das weg?

2025-09-1101:33:54

Was bedeutet Heimat heute? Für manche ist Heimat ein Begriff für Geborgenheit, Zugehörigkeit und Wärme. Für andere klingt er nach Vaterland, Grenzkontrollen oder Pegida. In dieser Folge von Moderne Zeiten spreche ich mit der Literaturwissenschaftlerin Susanne Scharnowski über Heimat im modernen, weltoffenen Kontext – und darüber, ob Heimat zwangsläufig reaktionär sein muss.Wir sprechen unter anderem über diese Themen:Heimat: Geborgenheit vs. IdeologieAb wann schlägt Heimatliebe in kleinbürgerliche Enge oder Fremdenhass um?Politische Nutzung des Heimatbegriffs: Warum linke und liberale Parteien das Thema oft meiden - und ob das so klug istGast dieser Folge: Susanne ScharnowskiLiteratur- und KulturwissenschaftlerinLehrt seit 2003 an der FU BerlinAutorin von „Heimat: Die Geschichte eines Missverständnisses“📘 Buch: Heimat: Die Geschichte eines MissverständnissesSusanne Scharnowski: Heimat: Die Geschichte eines MissverständnissesWeiterführende Links und Infos: Buch: "Heimat: Geschichte eines Missverständnisses."Weitere Infos zum Podcast: ⁠mona-linke.de/podcastSusanne Scharnowski - Freie Universität BerlinDaniel Schreiber über Heimat - Buch "Zuhause""Heimatverbundenheit" - Studie d. BundesinnenministeriumsAlle Folgen von Moderne Zeiten gibt es hier.Vielen Dank fürs Zuhören!Abonniere gerne Moderne Zeiten, wenn du dich für Gesellschaft, Kultur und Identität im modernen Kontext interessierst.Teile diese Folge, bewerte & kommentiere gerne — Feedback hilft mir, das Format besser zu machen.📩 Kritik, Gedanken & Anregungen an: moderne.zeiten.1@gmail.com
Ist Heimatliebe noch zeitgemäß? Oder eher was für Leute mit Kuckucksuhren und Deutschlandfahne? Wird Wohnen jemals wieder billiger? Und was, wenn nicht? Muss man mit hohen Mieten einfach klarkommen, wenn man da wohnen will, wo alle wohnen wollen? Wie viel bringt Demonstrieren? Können ein paar Pappschilder wirklich was ausrichten gegen Neonazis, Krieg oder Putin? Das ist der Podcast “Moderne Zeiten”. Hier spreche ich alle zwei Wochen mit klugen Menschen über Politik und Gesellschaft, Philosophie und Popkultur. Über Hygge und Heimatgefühle, über Staatsformen und Stadtflucht, Mittelschicht-Ängste und Mietendeckel, übers produktiv fühlen und Protestieren. Kurz: Über das, was uns als Gesellschaft umtreibt, manchmal auch entzweit. Immer mit dem Ziel, das Hier und Jetzt, diese modernen Zeiten, ein bisschen besser zu verstehen.Habt ihr Fragen, Feedback oder Ideen für neue Themen? Ich freu’ mich über eure Nachrichten an: moderne.zeiten.1@gmail.com
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