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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!
MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!
Author: MicrobeThingsMacro
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© Celina Thiel
Description
MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.
16 Episodes
Reverse
Was seht ihr vor eurem inneren Auge, wenn ihr an Mikroben denkt? Wahrscheinlich etwas kugeliges, rundes oder bohnenförmiges. Umso überraschter waren Forschende im Jahre 1980, als sie in einer Wasserprobe aus einem Salzwasserbecken auf ein kleines, lebendiges Quadrat trafen. 25 Jahre sollte es dauern bis Walsby’s square bacterium im Labor kultiviert werden konnte. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! finden wir heraus, warum Haloquadratum walsbyi eigentlich gar kein Bakterium ist, wie es sich vor Austrocknung in extrem salzhaltigen Wasserbecken schützt und wie ihm seine quadratische Form und winzige Gasbläschen bei der Energiegewinnung helfen.
Kapitel
00:00 – Intro
01:17 – Die Entdeckung von Hqr. walsbyi
03:17 – Kultivierungserfolg nach 25 Jahren
04:02 – Die Domänen des Lebens
05:12 – Wie Hqr. walsbyi hohen Salzkonzentrationen widersteht
06:48 – Warum das Quadrat praktisch und gut ist
09:20 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Mit seiner ungewöhnlichen quadratischen Form überraschte Haloquadratum walsbyi Forschende in den 1980er. Dieser Mikrobe lebt in sehr salzhaltigen Gewässern und gehört zur Domäne der Archaeen, die erst in den 1990er Jahren neben den Eukaryoten (zu denen auch Menschen gehören) und den Bakterien anerkannt wurde.
Über 25 Jahre vergingen zwischen der ersten Beschreibung und der erfolgreichen Isolation und Kultivierung der kleinen Quadrate. Heute wissen wir, wie sie es schaffen, die salzigen Bedingungen zu überleben und wie ihnen dabei auch ihre quadratische Form hilft.
Halomucin, ein archaeles Protein schützt vor Austrocknung und Phagen. Die flache Form mit großer Oberfläche erlaubt eine effiziente Nährstoffaufnahme und Lichtabsorption. Gleichzeitig helfen gasgefüllte Vakuolen den Zellen bei der idealen Positionierung im Wasser.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Übersichtsseite zu Haloquadratum walsbyi inkl. Bildern
Erstbeschreibung von Hqr. walsbyi
Walsby, A.E. (1980), Nature, 283(5742), pp. 69–71.
Erste Erfolgreiche Kultivierung von Hqr. walsbyi
Bolhuis, H., Poele, E.M.T. and Rodriguez-Valera, F. (2004), Environmental Microbiology, 6(12), pp. 1287–1291.
Genomanalyse, formale Beschreibung und Details zur Lebensweise
Bolhuis, H. et al. (2006), BMC Genomics, 7, p. 169
Burns, D.G. et al. (2007), Int J Syst Evol Microbiol, 57(2), pp. 387–392.
Funktionsweise von Halomucin
Zenke, R. et al. (2015), Front Microbiol, 6, p. 249.
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In den kristallklaren Wassern vor Hawaii lauert eine tödliche Gefahr – zumindest, wenn man eine Garnele ist. Der Hawaiianische Zwergtintenfisch Euprymna scolopes ist ein nachtaktiver Jäger, der sich auf sehr ungewöhnliche Weise vor seinen eigenen Fressfeinden verbirgt: in dem er leuchtet. Diese sogenannte Gegenillumination zur Tarnung erreicht der kleine Tintenfisch allerdings nicht allein, sondern durch eine ungewöhnliche Symbiose mit dem lumineszenten Bakterium Aliivibrio fischeri. Wie diese beiden Meeresbewohner zusammenarbeiten und wie Aliivibrio fischeri dazu beigetragen hat, dass wir in Bakterien nicht nur als einsam herumschwimmende Lebewesen wahrnehmen, erfahrt ihr in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Hawaiianische Zwergtintenfisch E. scolopes
02:25 – Tarnung durch Leuchten: Die Symbiose von A. fischeri und E. scolopes
05:04 – Wie das Leuchten von A. fischeri reguliert wird (Quorum Sensing)
08:36 – Erstbeschreibung von A. fischeri
09:20 – A. fischeri als Staatsmikrobe und Wassertester
10:23 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Der Hawaiianische Zwergtintenfisch nutzt Gegenillumination, um sich vor Fressfeinden zu verbergen. Durch das Leuchten von Aliivibrio fischeri, die in seinem Leuchtorgan leben, imitiert er die Reflektionen von Mondlicht auf dem Wasser und wird dadurch nahezu unsichtbar.
Das Leuchten von A. fischeri ist streng reguliert und an den circadianen Rhythmus des Tintenfisches angepasst. Die Bakterien stimmen sich untereinander durch einen Prozess ab, der sich Quorum Sensing nennt. Nur wenn genug von ihnen am selben Ort sind, beginnen sie zu leuchten.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Bilder, Videos und weitere Infos zu E. scolopes
Symbiose mit E. scolopes
Nyholm, S.V. and McFall-Ngai, M.J. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), pp. 666–679.
Visick, K.L., Stabb, E.V. and Ruby, E.G. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), p. 654.
Quorum Sensing in A. fischeri
Mandel, M.J. et al. (2012), Appl. Env. Microbiol., 78(13), pp. 4620–4626.
Septer, A.N. and Visick, K.L. (2024), J. Bacteriol. 206(5), pp. e00035-24.
Geschichte und Namensgebung
Urbanczyk, H. et al. (2007), Int. J. Syst. and Evol. Microbiol., 57(12), pp. 2823–2829.
Anwendung in Wasserqualitätstests
Backhaus, T. et al. (1997), Chemosphere, 35(12), pp. 2925–2938.
Erzinger, G.S. et al. (2018), Bioassays. Elsevier, pp. 241–262.
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Biologisch abbaubare Kabel, die unsere elektronischen Geräte mit Strom versorgen und dabei ganz aus Bakterien bestehen? Das klingt wie aus einem Science-Fiction Roman, ist aber näher an der Realität als man vielleicht denkt. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! beschäftigen wir uns mit Candidatus Electronema, einer Gattung von Kabelbakterien. Diese haben die Fähigkeit Elektronen aus sauerstoffarmen in sauerstoffreiche Sedimentschichten zu übertragen. Damit haben sie sich eine einzigartige ökologische Nische erarbeitet. Wenn ihr wissen wollt, wie das funktioniert und wie dieser Prozess genutzt werden kann, hört gerne rein!
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Die Entdeckung von Candidatus Electronema
03:52 – Strom leiten als Überlebensstrategie
07:03 – Electronema als echtes Kabel
07:54 – Einsatz zur Bioremediation und Reduktion von Treibhausgasemissionen
09:44 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Candidatus Electronema ist in der Lage Elektronen, also Strom, zu leiten. Dazu schließen sich zehntausende Bakterien zu einem mehrere Zentimeter langen, kabelartigen Filamenten zusammen.
Ihre einzigartige Fähig erlaubt es Candidatus Electronema, im tiefen Sediment von Flüssen, Seen und Meeren zu überleben. Dort können sie auch in sauerstoffarmen Schichten Sulfide zur Energiegewinnung nutzen. Die anfallenden Elektronen werden dann entlang der Filamente in sauerstoffreiche Regionen transportiert, wo sie dann abgegeben werden können.
In Zukunft könnte Candidatus Electronema in der Bioremediation zur Reinigung belasteter Gewässer, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Reisanbau und eventuell als Basis für biobasierte elektronische Materialien eingesetzt werden.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Entdeckung von Candidatus Electronema
Nielsen, L.P. et al. (2010), Nature, 463(7284), pp. 1071–1074.
Pfeffer, C. et al. (2012), Nature, 491(7423), pp. 218–221.
Nickel-haltige Proteinfasern leiten Elektronen
Boschker, H.T.S. et al. (2021), Nature Communications, 12(1), p. 3996.
Kabelbakterien in der Bioremediation
Dong, M. et al. (2024), Trends in Microbiology, 32(7), pp. 697–706.
Scholz, V.V. et al. (2020), Nature Communications,11(1), p. 1878.
Entdeckung weiterer Kabelbakterien-Arten
Hiralal, A. et al. (2025), Geomicrobiology, 91(5), pp. e02502-24.
Pressemeldung VAAM zur Mikrobe des Jahres 2024, inkl. Bildern
Kunstinstallation von Anna Pasco Bolta
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Im April 1862 tobt der amerikanische Bürgerkrieg in Tennesse. Verletzte Soldaten entdecken ein unheimliches Leuchten, den Angel’s Glow auf ihren Wunden, der dafür zu sorgen scheint, dass sich keine Infektionen bilden und Wunden schneller heilen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Spurensuche, die uns ins Erdreich führt. Wir schauen uns an, wie Photorhabdus luminescens eng mit Würmern und Pflanzen zusammenlebt, als Insektizid wirken kann und was das alles mit erfolgreicher Wundheilung zu tun hat.
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Engelsglanz – Leuchtende Heilung in der Schlacht von Shiloh
03:49 – P. luminescens in Symbiose mit Fadenwürmern
06:37 – Wie P. luminescens Infektionen verhindern konnte
09:38 – Arbeitsteilung im Erdboden
11:02 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Während der Schlacht von Shiloh im amerikanischen Bürgerkrieg 1862 trat das Phänomen des Engelsglanzes auf. Offene Wunden der Soldaten schienen grünlich zu leuchten und schneller zu heilen.
Der Grund für den Engelsglanz ist vermutlich das Bakterium Photorhabdus luminescens, wie die Schüler Bill Martin und Jon Curtis ermitteln konnten.
P. luminescens ist eigentlich ein Bodenbakterium, dass in Symbiose mit Fadenwürmern Jagd auf Insekten macht. Ein Teil einer Population geht aber auch eine enge Bindung mit Pflanzen ein. Für die Differenzierung ist ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation erforderlich.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier,
Links & weitere Infos
Allgemeine Artikel zum Phänomen des Angel’s Glow
https://www.thenakedscientists.com/articles/science-features/photorhabdus-luminescens-angels-glow
https://allthatsinteresting.com/angels-glow
Beschreibung von Photorhabdus luminescens und Symbiose
Clarke, D. J. (2008a). Microbiology Today, 35(4), 180–183.
Clarke, D. J. (2008b). Cellular Microbiology, 10(12), 2369–2377.
Dominelli, N. & Heermann, R. (2021). Freund oder Feind? — Die zwei Gesichter von Photorhabdus luminescens.
Toxine und Pathogenität
Daborn, P. J. et al. (2002). Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 99, 10742–10747.
Unterschiede von Primär- und Sekundärzellen
Eckstein, S. et al. (2019). Appl. Environ. Microbiol., 85(24), e01910-19.
Eintrag im MicrobeWiki
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Im Film von 1982 kämpft „Conan, der Barbar“ in rauen Landschaften gegen übermächtige Gegner. Nicht weniger beeindruckend ist Deinococcus radiodurans, das wegen seiner extremen Strahlenresistenz auch „Conan, das Bakterium“ heißt. Wie Mikroben Strahlung überstehen, die über 5.000-mal stärker ist als jede natürliche Belastung auf der Erde, erfahrt ihr in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
Kapitel
00:00 – Intro
01:33 – Die Entdeckung von D. radiodurans
03:29 – Warum D. radiodurans Rekordhalter in Strahlungsresistenz ist
07:51 – Warum Bakterien überhaupt Strahlung aushalten
10:13 – Deinococcus im Weltall und Anwendungen in der Wissenschaft
12:18 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
D. radiodurans wurde 1956 bei Sterilisationstests für Konserven entdeckt.
Es übersteht über die 1.000-fache Strahlendosis eines Menschen – dank einer hocheffizienten DNA-Reparatur, die eigentlich der Trockenheitsresistenz dient.
In der Forschung spielt Deinococcus eine wichtige Rolle: Es war auf der ISS, hilft bei der Reinigung radioaktiv verseuchter Abwässer und dient der Entwicklung langlebiger DNA-Speicher.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Bilder von D. radiodurans
Entdeckung von Deinococcus radiodurans
Anderson et al. (1956) Radiat. Res. 5(2): 187-198.
Strahlungsresistenz & DNA-Reparatur
Cox (2005). Nat. Rev. Microbiol. 3 (11): 882–892.
Makarova et al. (2001) Microbiol. Mol. Biol. Rev. 65(1): 44-79.
Battista (1997) Annu. Rev. Microbiol. 51: 203-224.
Zahradka et al. (2006) Nature 443(7111):569-573.
White et al. (1999) Science 286(5444): 1571-1577.
Daly (2012) DNA Repair (Amst). 11(1):12-21.
Weltall & weitere Anwendungen
Kawaguchi et al. (2020) Front. Microbiol. 11: 2050.
Brim et al. (2003) Appl. Environ. Microbiol. 69(8): 4575-4583.
Wong et al. (2003). Commun. ACM 46 95–98.
Bis zu zwei Zentimeter lang, mit bloßem Auge sichtbar und innen komplexer aufgebaut, als man es Bakterien je zugetraut hätte. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! geht es um Thiomargarita magnifica – die riesenhafte „Schwefelperle“ aus den Mangroven Guadeloupes – und darum, wie sie das Wissen über Bakterien auf den Kopf gestellt hat und uns einen überraschenden Blick auf die Evolution komplexer Zellen erlaubt.
Kapitel
00:00 – Intro
01:15 – Die Entdeckung von Thiomargarita magnifica
03:45 – Warum Bakterien so klein sind
05:05 – Wie Thiomargarita magnifica die Grenzen bakterieller Zellgröße überwinden konnte
07:52 – Die Besonderheiten des Erbguts von Thiomargarita magnifica
08:58 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Thiomargarita magnifica ist mit bis zu 2 cm Länge das größte, bislang bekannte Bakterium. Entdeckt wurde die Art in den Mangrovenwäldern von Guadeloupe.
Die Größe von Bakterienzellen ist eigentlich durch die Diffusionsgeschwindigkeit begrenzt. Durch große Nährstoffbeutel und eine beginnende Unterteilung kann Thiomargarita magnifica diese Begrenzung umgehen.
Thiomargarita magnifica weist viele Eigenschaften weiter entwickelter Zellen auf. Damit stellt das Bakterium eventuell einen Zwischenschritt der Evolution hin zu komplexeren Lebensformen dar.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Entdeckung und Erstbeschreibung von Thiomargarita magnifica (inkl. Bildern)
Volland, J.-M. et al. (2022). Science, 376 (6594), 1453–1458.
https://www.gbif.org/species/194785935
Informationen zu Thiomargarita namibiensis
Schulz, H. N., et al. (1999). Science, 284 (5413), 493–495.
https://www.mpg.de/4670997/riesenbakterien-im-meer
Übersichtsbeiträge zu Thiomargarita magnifica
https://bigthink.com/life/impossible-big-bacteria/
Levin, P. A. (2022). Science, 376(6594), 1385–1386.
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Neues Jahr – neue Mikrobe des Jahres. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! werfen wir einen Blick auf den diesjährigen Preisträger, der durch die VAAM gekürt wurde: Penicillium. Dabei handelt es sich um einen Schimmelpilz mit lebensrettenden Eigenschaften. Taucht ein in die Geschichte zur Entdeckung von Pencillin und erfahrt, wie ihr euch vielleicht schonmal einige Vertreter der Gattung Penicillium einverleibt habt!
Kapitel
00:00 – Intro
01:04 – Die Gattung Penicillium
02:19 – Zur Entdeckung des Penicillins
04:44 – Die Erfolgsgeschichte von Penicillin
08:42 - Was Penicillin mit Käse zu tun hat
09:58 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...
Die Gattung Penicillium wurde zur Mikrobe des Jahres 2026 gekürt. Es handelt sich um einen Schlauchpilz, der oft einfach als Schimmelpilz bezeichnet wird.
Aus Penicillium wurde im Jahre 1928 zum ersten Mal das Antibiotikum Penicillin isoliert, welches 1941 das erste Mal an einem Patienten getestet wurde. Alexander Fleming, Howard Florey und Ernst Chain erhielten für ihre Arbeit daran einen Nobelpreis.
Neben Penicillinproduzenten sind Penicilliumarten auch in der Lebensmittelindustrie relevant. So sind beispielsweise Penicillium camemberti und Pencillium roqueforti ausschlaggebend für Geschmack und Aussehen der entsprechenden Käsesorten.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Originalarbeiten von Fleming, Florey & Chain
Fleming, A. (1929), British Journal of Experimental Pathology, 10, S. 226–236.
Florey, H.W., Chain, E., Heatley, N.G., Jennings, M.A., Sanders, A.G., Abraham, E.P. & Fletcher, C.M. (1940), The Lancet, 236(6104), S. 226–228.
Florey, H.W., Chain, E., & Abraham, E.P. (1941), The Lancet, 237(6138), S. 177–189.
Penicillium in der Käseindustrie
Thom, C., & Fisk, W. W. (1918). The book of cheese. Macmillan.
Pressemitteilung der VAAM zur Mikrobe des Jahres 2026 inkl. Bildern
Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) (2025), Mikrobe des Jahres 2026: Penicillium
Deutschlandfunk (2021), Erste Penicillin-Behandlung vor 80 Jahren – Der lange Weg zum Erfolg
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Ja, dieser Folgentitel ist tatsächlich der Name eines real existierenden Mikroorganismus. Myxococcus llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogochensis wurde im Jahre 2020 aus einer Bodenprobe isoliert, die in der Nähe der nordwalisischen Stadt Llanfairpwll gefunden wurde. Um den wundervollen Namen dieses Mikroorganismus, die Stadt, aus der er kommt und welche spannenden Fähigkeiten er hat, soll es in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! gehen.
Kapitel
00:00 – Intro
00:43 – Eine kurze Geschichte von Llanfairpwll
02:18 – Zur Entdeckung von Myxococcus llanfairpwll
04:44 – Myxobakterien – Die Wolfsrudel der Mikrobenwelt
07:54 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...
Llanfairpwll ist eine Stadt auf der nordwalisischen Insel Anglesey. Der Name entstand als eine Art Werbegag im 19. Jahrhundert.
Myxococcus llanfairpwll wurde aus einer Bodenprobe aus der gleichnamigen Stadt isoliert. Der Name ist seit seiner Veröffentlichung 2021 validiert und offiziell anerkannt.
Myxococcus gehört zu den Myxobakterien, die man auch die Wolfsrudel der mikrobiellen Welt nennt. Sie schließen sich zu multizellulären Verbänden zusammen und bejagen dann gemeinsam andere Bakterien.
Links & weitere Infos
Erstbeschreibung von Myxococcus llanfairpwll
Chambers, J. et al. (2020), Genome Biology and Evolution, 12(12), S. 2289–2302.
Validierung des Artnamens nach Internationalem Code der Nomenklatur der Prokaryoten
Trujillo, M. E. et al. (2021), International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology
Räuberisches „Wolfsrudel“-Verhalten und Kooperation bei Myxobakterien
Kaimer, C. et al. (2023), Microbiology, 169(7), 001372.
Marshall, R. C. und Whitworth, D. E. (2019), BioEssays, 41(4), e1800247.
International Code of Nomenclature of Prokaryotes (ICNP)
Infos zu Llanfairpwll
https://llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.co.uk/
Wikipedia-Artikel
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Der Black Friday ist gerade vorbei, und in Anlehnung an diese Bezeichnung wollen wir uns in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! mit dem schwarzen Tod beschäftigen. Wir beschäftigen uns heute mit dem Auslöser der Pest, dem Bakterium Yersinia pestis, und verfolgen diese Mikrobe auf eine Spurensuche durch die Jahrtausende, von 3.800 v. Chr. bis in die heutige Zeit!
Kapitel
00:00 – Intro
00:43 – Der schwarze Freitag
02:18 – Der schwarze Tod
04:44 – Yersinia pestis - Isolation und Erstbeschreibung
07:54 – Y. pestis - langjähriger Begleiter durch die Menschheitsgeschichte
12:58 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...
Der „Schwarze Tod“ bezeichnet die zweite große Pestepidemie, die Mitte des 14. Jahrhunderts vor allem in Europa wütete und etwa ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahinraffte.
Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht, dessen primäre Wirte Ratten sind. Die Übertragung zwischen Tieren und auf den Menschen erfolgt durch Flöhe.
Yersinia pestis begleitet die Menschheit bereits seit ca. 5.000 Jahren, dabei unterlief es vor allem Änderungen der Übertragbarkeit. Auch heute löst Yersinia pestis noch Pesterkrankungen aus. Diese verbreiten sich aber langsamer und sind weniger tödlich als noch vor einigen hundert Jahren.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Wortherkunft des Black Friday
Apfelbaum, M.L. (1966): American Philatelist 69(4), 239.
Erstbeschreibung von Yersinia pestis und die Yersin-Kitasato-Kontroverse
Bibel, D.J. & Chen, T.H. (1976): Bacteriol. Rev. 40(3), 633–651.
Yersin, A. (1894): Ann. Inst. Pasteur 8, 662–667.
Yersinia pestis und die verschiedenen Pestepidemien
Hänsch, S. et al. (2010): PLoS Pathog. 6(10), e1001134.
Wagner, D.M. et al. (2014): Lancet Infect. Dis. 14(4), 319–326.
Achtman, M. et al. (1999): Proc. Natl. Acad. Sci. USA 96(24), 14043–14048.
Identifikation von Yersinia pestis auf menschlichen Überresten aus verschiedenen Epochen
Seersholm, F.V. et al. (2024): Nature 632(8023), 114–121.
Spyrou, M.A. et al. (2018): Nat. Commun. 9, 2234.
Bos, K.I. et al. (2011): Nature 478, 506–510.
Schuenemann, V.J. et al. (2011): Proc. Natl. Acad. Sci. USA.
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Chaos gibt es nicht auf dem heimischen Schreibtisch, wenn man den Papierkram zu lange nicht sortiert hat, sondern auch in der Welt der Mikroben. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! werfen wir einen Blick auf die Amöbe Chaos chaos und tauchen in das historische Chaos ein, das durch die Entdeckung, Bennennung und Klassifizierung amoeboider Lebensformen seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Hört gerne rein und lernt Riesenamöben, kleine Landwirtschaftsmeister und mehr dieser Wechseltierchen kennen!
Kapitel
00:00 – Intro
01:38 – Chaos chaos – Erstbeschreibung durch Carl von Linné
02:33 – Amoeboide Lebensformen – viel gemeinsam und doch verschieden
04:12 – Wie Amöben zum Namen „Wechseltierchen“ kamen – Fortbewegung & Nahrungsaufnahme
06:20 – Eine kurze Sammlung spannender Amöbenarten
08:07 – Joseph Leidy und der Versuch die Taxonomie der Amöben zu vereinfachen
09:19 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...
Chaos chaos ist die Typusart der Gattung Chaos, bei der es sich um eine vielzellige amoeboide Lebensform handelt.
Amoeboide Lebensformen existieren in allen Domänen des Lebens. D.h. die meisten Amöbenarten sind nicht miteinander verwandt.
Amöben werden auch „Wechseltierchen“ benannt, da sie keine feste Körperform besitzen. Zur Fortbewegung und Nahrungsaufnahme nutzen sie Ausstülpungen, die Pseudopodien oder Scheinfüßchen genannt werden.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Mikroskopische Aufnahme einer Amöbe, die ein Pantaffoltierchen (Paramecium) phagozytiert
Erstbeschreibung von Chaos chaos
Linnaeus, C. (1758): Systema Naturae.
Phylogenie, Klassifikation und Evolution von Amöben
Smirnov, A.V. et al. (2011): Protist 162(3), 347–358.
Bewegung und Nahrungsaufnahme
Grobecki, A. (1982): Int. Rev. Cytol. 75, 73–108.
Agrikulturelles Verhalten von Dictyostelium discoideum
Brock, D.A. et al. (2011): Nature 469, 393–396.
Die Wiederentdeckung von Chaos illinoisense
Cohen, A.E. (1979): J. Protozool. 26(3), 384–386.
Joseph Leidy zur Taxonomie von Amöben
Leidy, J. (1879): Fresh-water Rhizopods of North America.
Weiterführende Links
https://arcella.nl/chaos/
http://www.william-hogarth.de/Amoebe.html
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Diese Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! ist ein besonderer Leckerbissen für alle Freunde des guten Geschmacks – oder zumindest die des starken Geschmacks. Heute erfahrt ihr allerlei über die Geschmacksrichtung „umami“, wie sie entsteht und lernt die Mikrobe Corynebakterium glutamicum, die großen Mengen eines vielverwendeten Geschmacksverstärkers produzieren kann. Wohl bekomm's!
Kapitel
00:00 – Intro
01:04 – Wie Nudelsuppe zur Entdeckung von Umami geführt hat
01:55 – Glutamat – Das Geheimnis der Würzigkeit
03:37 – Die Suche nach Glutamat-produzierenden Mikroben
04:39 – Corynebakterium glutamicum – Keulenbakterien mit besonderer Teilung
06:32 – Die Bedeutung von Corynebakterium glutamicum in der Biotechnologie
07:46 – Modellorganismus in der Forschung gegen Diphterie, Tuberkulose und Lepra
08:45 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...
Die Grundgeschmacksrichtung Umami wurde 1907 erstmals beschrieben und entsteht aus der Anwesenheit von Mononatriumglutamat, das heute ein vielgenutzter Geschmacksverstärker ist. In vielen Lebensmittel sind aber auch natürlich sehr hohe Konzentrationen von Glutamat vorhanden, was sie besonders schmackhaft macht.
Durch die großen Mengen an Glutamat, die Corynebakterium glutamicum produziert, ist es zu einer der wichtigsten Mikrobe in der Biotechnologie geworden. Auf ihr Konto geht die Produktion von etwa 3,5 Mio. Tonnen Glutamat jährlich.
Auch in der Forschung spielt Corynebakterium glutamicum eine Rolle, bspw. als ungefährlicher Verwandter der Auslöser von Diphterie, Tuberkulose und Lepra.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Entdeckung von Umami und Glutamat als Ursache des Geschmacks
https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2005/jul/10/foodanddrink.features3
Erstbeschreibung von Corynebakterium glutamicum
Kinoshita, S., Udaka, S. und Shimono, M. (1957) „Studies on the Amino Acid Fermentation“, The Journal of General and Applied Microbiology, 3(3), S. 193–205. Verfügbar unter: https://doi.org/10.2323/jgam.3.193.
Wissenschaftlicher Artikel zur Schnappteilung
Krulwich TA, Pate JL. Ultrastructural explanation for snapping postfission movements in Arthrobacter crystallopoietes. J Bacteriol. 1971 Jan;105(1):408-12. https://doi.org/10.1128/jb.105.1.408-412.1971
Ernennung zur Mikrobe des Jahres 2025, VAAM inkl. Bilder von Corynebakterium glutamicum
https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/mikrobe-des-jahres-2025/
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Heute wird es gruselig! Zumindest schauen wir uns in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! eine Mikrobe an, die den Namen Vampirovibrio chlorellavorus nicht ohne Grund trägt. Hört gerne rein und erfahrt, was diese Mikrobe mit blutsaugenden Sagengestalten gemein hat, welche anderen schaurigen Räuber es in der Welt der Bakterien noch so gibt und mit was für perfiden Methoden sie sich ihre Nahrung beschaffen.
Kapitel
00:00 – Intro
01:11 – Ein Name mit Bedeutung: Vampirovibrio chlorellavorus
02:31 – Winzige Vampire – nicht nur Sagengestalten?
03:55 – Die Entdeckung von Vampirovibrio chlorellavorus
04:46 – Räuber der Bakterienwelt und ihre perfiden Strategien
06:25 – Melainabakterien – die Nymphen der Dunkelheit
07:50 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...
Vampirovibrio chlorellavorus ist eine von wenigen räuberischen Bakterienspezies und ernährt sich von Grünalgen der Gattung Chlorella
Mithilfe eines darauf spezialisierten Proteinkomplexes, sticht Vampirovibrio seine Beute an und saugt sie aus
Andere räuberische Bakterienspezies haben es eher auf andere Bakterien abgesehen, sie können ihre Beute von innen heraus verdauen oder jagen sie teilweise im Verbund ähnlich einem Wolfsrudel
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Lebenszyklus und Nahrungsbeschaffung von Vampirovibrio chlorellavorus
Soo RM, Woodcroft BJ, Parks DH, Tyson GW, Hugenholtz P. 2015. Back from the dead; the curious tale of the predatory cyanobacterium Vampirovibrio chlorellavorus. PeerJ 3:e968 https://doi.org/10.7717/peerj.968
Überblick über die verschiedenen Strategien räuberischer Bakterien
R. Guerrero, C. Pedrós-Alió, I. Esteve, J. Mas, D. Chase, & L. Margulis, Predatory prokaryotes: Predation and primary consumption evolved in bacteria, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 83 (7) 2138-2142, https://doi.org/10.1073/pnas.83.7.2138 (1986).
Erstbeschreibung von Vampirovibrio chlorellavorus
Gromov, B. V., & Mamkaeva, K. A. (1972). [Electron microscopic study of parasitism by Bdellovibrio chlorellavorus bacteria on cells of the green alga Chlorella vulgaris]. Tsitologiia, 14(2), 256–260.
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Superheld mit Spülkraft! Von der Toilette auf der Autobahnraststätte bis ins Weltall – Bacillus subtilis hat schon viel gesehen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! entdecken wir einen echten Alleskönner unter den Mikroben: für den Menschen vollkommen ungefährlich und doch haben es seine Sporen faustdick hinter den Ohren. Hört rein und erfahrt, wie es ein Bakterium schafft, Risse in Beton zu reparieren, Flecken zu entfernen, wie es an der Entstehung von Lebensmitteln beteiligt ist und selbst die lebensfeindlichen Bedingungen im All überstehen kann.
Kapitel
00:00 – Intro
01:28 – Versteckt im Spülkasten: Bacillus subtilis auf Raststättentoiletten
03:21 – Darf ich vorstellen Bacillus subtilis
05:45 – Weltraumtauglich: Apollo 16 und Experimente im All
06:47 – Millionen Jahre alte Sporen wiederbelebt?
08:00 – Bacillus subtilis und Natto
09:00 – Waschmittelenzyme und Vitamine: Bacillus subtilis in der Biotechnologie
09:38 – Selbstheilender Beton: Risse einfach zuwachsen lassen
10:34 – Biofilme: Soziale Gemeinschaften unter Mikroben
12:16 – Fazit & Verabschiedung
Was du in der heutigen Folge lernen konntest...
Bacillus subtilis schützt Raststättentoiletten vor gefährlicheren Mikroben.
Seine Sporen überstehen extreme Bedingungen – sogar im All und über Millionen von Jahren.
In der Industrie kann Bacillus subtilis tonnenweise Enzyme und Vitamine herstellen – und potenziell Risse in Beton verschließen.
Als Modellorganismus hilft Bacillus subtilis in der Forschung, Biofilme besser zu verstehen.
Links & weitere Infos
Mikrobe des Jahres 2023, VAAM
https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/archiv/2023-bacillus-subtilis/mikrobe-des-jahres-2023/
Resistenz von Bacillus subtilis Sporen
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6279046/
Bacillus subtilis im Weltall
https://link.springer.com/article/10.1007/BF01581989
https://www.frontiersin.org/journals/microbiology/articles/10.3389/fmicb.2019.00333/full
Auswirkung von Bacillus subtilis im Beton
https://www.nature.com/articles/s41598-023-34837-x
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
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Blut auf dem Altar! Was im Mittelalter als göttliches Wunder galt, entpuppt sich heute als das Werk eines unscheinbaren Bakteriums: Serratia marcescens. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Reise durch die Geschichte – vom legendären Blutwunder von Bolsena im 13. Jahrhundert, über rätselhafte, blutbefleckte Polenta im Italien des 19. Jahrhunderts, bis hin zu geheimen Biowaffenexperimenten während des Kalten Krieges. Taucht ein in die faszinierende Geschichte von Serratia marcescens und erfahrt, was dieses „Wunderbakterium“ so besonders macht!
Kapitel
00:00 – Intro
00:35 – Das Blutwunder von Bolsena
03:05 – Serratia marcescens: Das „Wunderbakterium“
04:00 – Prodigiosin: Die rote Farbe hinter den Mythen
06:42 – Polenta mit Blutflecken: Bartolomeo Bizio entdeckt Serratia marcescens
09:40 – Prodigiosin und Serratia marcescens in Forschung und Medizin
10:48 – Operation Seaspray: Biowaffenversuch vor San Francisco
11:33 – Serratia marcescens als Bedrohung für Korallenriffe
12:28 – Fazit & Verabschiedung
Was du in der heutigen Folge lernen konntest...
Das Blutwunder von Bolsena ging wahrscheinlich auf den roten Farbstoff Prodigiosin von Serratia marcescens zurück.
Die Häufung solcher Wunder im 13. Jahrhundert hing mit ungesäuertem Brot und feuchten Kirchenräumen zusammen.
Bartolomeo Bizio identifizierte 1819 erstmals Serratia marcescens als Ursache mysteriöser roter Flecken.
Serratia marcescens spielt nicht nur in Mythen eine Rolle, sondern auch in der Forschung, Biowaffen-Geschichte und als Gefahr für Korallenriffe.
Links & weitere Infos
Das Blutwunder von Bolsena und Serratia marcescens
https://mikrobenzirkus.com/tag/blutwunder-von-bolsena/
https://www.museivaticani.va/content/museivaticani/de/collezioni/musei/stanze-di-raffaello/stanza-di-eliodoro/messa-di-bolsena.html
Serratia marcescens als Krankheitserreger & Operation Seaspray
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3194826/
Gemälde „Messe von Bolsena“ im apostolischen Palast, Vatikanstadt
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Raphael_-_The_Mass_at_Bolsena.jpg
Historisches Dokument, Brief von Bartolomeo Bizio zur Entdeckung von Serratia marcescens
https://journals.asm.org/doi/pdf/10.1128/jb.9.6.527-543.1924
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Riecht ihr das? Das riecht doch – nach Regen! In dieser ersten Folge Microbe Things Macro -Mikroben ganz groß wollen wir das Geheimnis des unverwechselbaren Geruchs von nassem Waldboden auf den Grund gehen. Wir schauen uns an wie dieser Geruch, der sogenannte Petrichor, entsteht und welche Rolle das Bodenbakterium Streptomyces coelicolor, ein wichtiger Antibiotikaproduzent, dabei spielt. Erfahre, wie S. coelicolor den Geruch nach Regen in unsere Nasen bringt, wie es damit Menschen und Tiere beeinflussen kann und was es noch so alles zu bieten hat!
Kapitel
00:00 – Intro
00:37 – Der Waldspaziergang
01:05 – Was ist Petrichor? Ursprung & Bedeutung
01:58 – Geosmin: Molekül des Erdgeruchs
02:36 – Das Bakterium hinter dem Duft: Streptomyces coelicolor
03:44 – Das „blaue Wunder“ und seine Farbstoffproduktion
05:40 – Wie der Regen von der Erde in die Luft kommt
06:33 – Warum gibt es eigentlich Petrichor? Die Rolle von Geosmin in der Umwelt
09:14 – Wissenschaftliche Relevanz
10:17 – Fazit & Verabschiedung
Was du in der Folge lernen konntest...
Petrichor ist der wissenschaftliche Name für den Duft von Regen auf trockener Erde.
Hauptverursacher ist das Molekül Geosmin, produziert u. a. von Streptomyces coelicolor.
Geosmin beeinflusst Mensch, Tier und sogar den Geschmack von Lebensmitteln und Wein.
Links & weitere Infos
Information zu Petrichor und Geosmin
https://www.nature.com/articles/201993a0
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3013058/
Bilder von Streptomyces coelicolor
https://www.cell.com/trends/microbiology/abstract/S0966-842X(18)30284-1
Slow Motion Videos zur Entstehung von Aerosolen durch Regentropfen
https://www.nature.com/articles/ncomms7083
https://news.mit.edu/2015/rainfall-can-release-aerosols-0114
Wirkung & Wahrnehmung von Geosmin
https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/acs.jafc.4c01515
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Herzlich willkommen bei MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!, einem Podcast, in dem wir in die faszinierende Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihrer Vielfalt begeistern lassen wollen!
In diesem Podcast geht es um die kleinen Dinge im Leben, also mikroskopisch kleine Lebensformen, wie Bakterien, Pilze und Mikroalgen. Wir schauen uns gemeinsam an, was diese Mikroben so alles Faszinierendes können - ob Risse im Zement verschließen, das Meer zum Leuchten bringen oder den charakteristischen Geruch von Regen auf trockener Erde auslösen.
Locker aufbereitet und gut verständlich soll dieser Podcast zeigen, welche vielfältigen Rollen Mikroorganismen in unserem Alltag einnehmen können und wo wir ihnen allen vielleicht schonmal begegnet sind - vielleicht ohne es zu merken!
Hört gerne mal rein und wenn es euch hier gefällt, abonniert gerne den Kanal und lasst eine Bewertung da. Und wenn es einen Mikroorganismus gibt, für den ihr euch ganz besonders interessiert, sind Themenvorschläge jederzeit willkommen!
Danke fürs Reinhören und bleibt neugierig!


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