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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!

Author: MicrobeThingsMacro

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.
16 Episodes
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Was seht ihr vor eurem inneren Auge, wenn ihr an Mikroben denkt? Wahrscheinlich etwas kugeliges, rundes oder bohnenförmiges. Umso überraschter waren Forschende im Jahre 1980, als sie in einer Wasserprobe aus einem Salzwasserbecken auf ein kleines, lebendiges Quadrat trafen. 25 Jahre sollte es dauern bis Walsby’s square bacterium im Labor kultiviert werden konnte. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! finden wir heraus, warum Haloquadratum walsbyi eigentlich gar kein Bakterium ist, wie es sich vor Austrocknung in extrem salzhaltigen Wasserbecken schützt und wie ihm seine quadratische Form und winzige Gasbläschen bei der Energiegewinnung helfen. Kapitel 00:00 – Intro 01:17 – Die Entdeckung von Hqr. walsbyi 03:17 – Kultivierungserfolg nach 25 Jahren 04:02 – Die Domänen des Lebens 05:12 – Wie Hqr. walsbyi hohen Salzkonzentrationen widersteht 06:48 – Warum das Quadrat praktisch und gut ist 09:20 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Mit seiner ungewöhnlichen quadratischen Form überraschte Haloquadratum walsbyi Forschende in den 1980er. Dieser Mikrobe lebt in sehr salzhaltigen Gewässern und gehört zur Domäne der Archaeen, die erst in den 1990er Jahren neben den Eukaryoten (zu denen auch Menschen gehören) und den Bakterien anerkannt wurde. Über 25 Jahre vergingen zwischen der ersten Beschreibung und der erfolgreichen Isolation und Kultivierung der kleinen Quadrate. Heute wissen wir, wie sie es schaffen, die salzigen Bedingungen zu überleben und wie ihnen dabei auch ihre quadratische Form hilft. Halomucin, ein archaeles Protein schützt vor Austrocknung und Phagen. Die flache Form mit großer Oberfläche erlaubt eine effiziente Nährstoffaufnahme und Lichtabsorption. Gleichzeitig helfen gasgefüllte Vakuolen den Zellen bei der idealen Positionierung im Wasser. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Übersichtsseite zu Haloquadratum walsbyi inkl. Bildern Erstbeschreibung von Hqr. walsbyi Walsby, A.E. (1980), Nature, 283(5742), pp. 69–71. Erste Erfolgreiche Kultivierung von Hqr. walsbyi Bolhuis, H., Poele, E.M.T. and Rodriguez-Valera, F. (2004), Environmental Microbiology, 6(12), pp. 1287–1291. Genomanalyse, formale Beschreibung und Details zur Lebensweise Bolhuis, H. et al. (2006), BMC Genomics, 7, p. 169 Burns, D.G. et al. (2007), Int J Syst Evol Microbiol, 57(2), pp. 387–392. Funktionsweise von Halomucin Zenke, R. et al. (2015), Front Microbiol, 6, p. 249. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
In den kristallklaren Wassern vor Hawaii lauert eine tödliche Gefahr – zumindest, wenn man eine Garnele ist. Der Hawaiianische Zwergtintenfisch Euprymna scolopes ist ein nachtaktiver Jäger, der sich auf sehr ungewöhnliche Weise vor seinen eigenen Fressfeinden verbirgt: in dem er leuchtet. Diese sogenannte Gegenillumination zur Tarnung erreicht der kleine Tintenfisch allerdings nicht allein, sondern durch eine ungewöhnliche Symbiose mit dem lumineszenten Bakterium Aliivibrio fischeri. Wie diese beiden Meeresbewohner zusammenarbeiten und wie Aliivibrio fischeri dazu beigetragen hat, dass wir in Bakterien nicht nur als einsam herumschwimmende Lebewesen wahrnehmen, erfahrt ihr in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! Kapitel 00:00 – Intro 01:32 – Der Hawaiianische Zwergtintenfisch E. scolopes 02:25 – Tarnung durch Leuchten: Die Symbiose von A. fischeri und E. scolopes 05:04 – Wie das Leuchten von A. fischeri reguliert wird (Quorum Sensing) 08:36 – Erstbeschreibung von A. fischeri 09:20 – A. fischeri als Staatsmikrobe und Wassertester 10:23 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Der Hawaiianische Zwergtintenfisch nutzt Gegenillumination, um sich vor Fressfeinden zu verbergen. Durch das Leuchten von Aliivibrio fischeri, die in seinem Leuchtorgan leben, imitiert er die Reflektionen von Mondlicht auf dem Wasser und wird dadurch nahezu unsichtbar. Das Leuchten von A. fischeri ist streng reguliert und an den circadianen Rhythmus des Tintenfisches angepasst. Die Bakterien stimmen sich untereinander durch einen Prozess ab, der sich Quorum Sensing nennt. Nur wenn genug von ihnen am selben Ort sind, beginnen sie zu leuchten. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Bilder, Videos und weitere Infos zu E. scolopes Symbiose mit E. scolopes Nyholm, S.V. and McFall-Ngai, M.J. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), pp. 666–679. Visick, K.L., Stabb, E.V. and Ruby, E.G. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), p. 654. Quorum Sensing in A. fischeri Mandel, M.J. et al. (2012), Appl. Env. Microbiol., 78(13), pp. 4620–4626. Septer, A.N. and Visick, K.L. (2024), J. Bacteriol. 206(5), pp. e00035-24. Geschichte und Namensgebung Urbanczyk, H. et al. (2007), Int. J. Syst. and Evol. Microbiol., 57(12), pp. 2823–2829. Anwendung in Wasserqualitätstests Backhaus, T. et al. (1997), Chemosphere, 35(12), pp. 2925–2938. Erzinger, G.S. et al. (2018), Bioassays. Elsevier, pp. 241–262. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
Biologisch abbaubare Kabel, die unsere elektronischen Geräte mit Strom versorgen und dabei ganz aus Bakterien bestehen? Das klingt wie aus einem Science-Fiction Roman, ist aber näher an der Realität als man vielleicht denkt. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! beschäftigen wir uns mit Candidatus Electronema, einer Gattung von Kabelbakterien. Diese haben die Fähigkeit Elektronen aus sauerstoffarmen in sauerstoffreiche Sedimentschichten zu übertragen. Damit haben sie sich eine einzigartige ökologische Nische erarbeitet. Wenn ihr wissen wollt, wie das funktioniert und wie dieser Prozess genutzt werden kann, hört gerne rein! Kapitel 00:00 – Intro 01:32 – Die Entdeckung von Candidatus Electronema 03:52 – Strom leiten als Überlebensstrategie 07:03 – Electronema als echtes Kabel 07:54 – Einsatz zur Bioremediation und Reduktion von Treibhausgasemissionen 09:44 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Candidatus Electronema ist in der Lage Elektronen, also Strom, zu leiten. Dazu schließen sich zehntausende Bakterien zu einem mehrere Zentimeter langen, kabelartigen Filamenten zusammen. Ihre einzigartige Fähig erlaubt es Candidatus Electronema, im tiefen Sediment von Flüssen, Seen und Meeren zu überleben. Dort können sie auch in sauerstoffarmen Schichten Sulfide zur Energiegewinnung nutzen. Die anfallenden Elektronen werden dann entlang der Filamente in sauerstoffreiche Regionen transportiert, wo sie dann abgegeben werden können. In Zukunft könnte Candidatus Electronema in der Bioremediation zur Reinigung belasteter Gewässer, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Reisanbau und eventuell als Basis für biobasierte elektronische Materialien eingesetzt werden. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Entdeckung von Candidatus Electronema Nielsen, L.P. et al. (2010), Nature, 463(7284), pp. 1071–1074. Pfeffer, C. et al. (2012), Nature, 491(7423), pp. 218–221. Nickel-haltige Proteinfasern leiten Elektronen Boschker, H.T.S. et al. (2021), Nature Communications, 12(1), p. 3996. Kabelbakterien in der Bioremediation Dong, M. et al. (2024), Trends in Microbiology, 32(7), pp. 697–706. Scholz, V.V. et al. (2020), Nature Communications,11(1), p. 1878. Entdeckung weiterer Kabelbakterien-Arten Hiralal, A. et al. (2025), Geomicrobiology, 91(5), pp. e02502-24.   Pressemeldung VAAM zur Mikrobe des Jahres 2024, inkl. Bildern Kunstinstallation von Anna Pasco Bolta Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
Im April 1862 tobt der amerikanische Bürgerkrieg in Tennesse. Verletzte Soldaten entdecken ein unheimliches Leuchten, den Angel’s Glow auf ihren Wunden, der dafür zu sorgen scheint, dass sich keine Infektionen bilden und Wunden schneller heilen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Spurensuche, die uns ins Erdreich führt. Wir schauen uns an, wie Photorhabdus luminescens eng mit Würmern und Pflanzen zusammenlebt, als Insektizid wirken kann und was das alles mit erfolgreicher Wundheilung zu tun hat. Kapitel 00:00 – Intro 01:32 – Der Engelsglanz – Leuchtende Heilung in der Schlacht von Shiloh 03:49 – P. luminescens in Symbiose mit Fadenwürmern 06:37 – Wie P. luminescens Infektionen verhindern konnte 09:38 – Arbeitsteilung im Erdboden 11:02 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Während der Schlacht von Shiloh im amerikanischen Bürgerkrieg 1862 trat das Phänomen des Engelsglanzes auf. Offene Wunden der Soldaten schienen grünlich zu leuchten und schneller zu heilen. Der Grund für den Engelsglanz ist vermutlich das Bakterium Photorhabdus luminescens, wie die Schüler Bill Martin und Jon Curtis ermitteln konnten. P. luminescens ist eigentlich ein Bodenbakterium, dass in Symbiose mit Fadenwürmern Jagd auf Insekten macht. Ein Teil einer Population geht aber auch eine enge Bindung mit Pflanzen ein. Für die Differenzierung ist ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation erforderlich. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier, Links & weitere Infos Allgemeine Artikel zum Phänomen des Angel’s Glow https://www.thenakedscientists.com/articles/science-features/photorhabdus-luminescens-angels-glow https://allthatsinteresting.com/angels-glow Beschreibung von Photorhabdus luminescens und Symbiose Clarke, D. J. (2008a). Microbiology Today, 35(4), 180–183. Clarke, D. J. (2008b). Cellular Microbiology, 10(12), 2369–2377. Dominelli, N. & Heermann, R. (2021). Freund oder Feind? — Die zwei Gesichter von Photorhabdus luminescens. Toxine und Pathogenität Daborn, P. J. et al. (2002). Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 99, 10742–10747. Unterschiede von Primär- und Sekundärzellen Eckstein, S. et al. (2019). Appl. Environ. Microbiol., 85(24), e01910-19. Eintrag im MicrobeWiki Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.  
Im Film von 1982 kämpft „Conan, der Barbar“ in rauen Landschaften gegen übermächtige Gegner. Nicht weniger beeindruckend ist Deinococcus radiodurans, das wegen seiner extremen Strahlenresistenz auch „Conan, das Bakterium“ heißt. Wie Mikroben Strahlung überstehen, die über 5.000-mal stärker ist als jede natürliche Belastung auf der Erde, erfahrt ihr in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! Kapitel 00:00 – Intro 01:33 – Die Entdeckung von D. radiodurans 03:29 – Warum D. radiodurans Rekordhalter in Strahlungsresistenz ist 07:51 – Warum Bakterien überhaupt Strahlung aushalten 10:13 – Deinococcus im Weltall und Anwendungen in der Wissenschaft 12:18 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… D. radiodurans wurde 1956 bei Sterilisationstests für Konserven entdeckt. Es übersteht über die 1.000-fache Strahlendosis eines Menschen – dank einer hocheffizienten DNA-Reparatur, die eigentlich der Trockenheitsresistenz dient. In der Forschung spielt Deinococcus eine wichtige Rolle: Es war auf der ISS, hilft bei der Reinigung radioaktiv verseuchter Abwässer und dient der Entwicklung langlebiger DNA-Speicher. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Bilder von D. radiodurans Entdeckung von Deinococcus radiodurans Anderson et al. (1956) Radiat. Res. 5(2): 187-198. Strahlungsresistenz & DNA-Reparatur Cox (2005). Nat. Rev. Microbiol. 3 (11): 882–892. Makarova et al. (2001) Microbiol. Mol. Biol. Rev. 65(1): 44-79. Battista (1997) Annu. Rev. Microbiol. 51: 203-224. Zahradka et al. (2006) Nature 443(7111):569-573. White et al. (1999) Science 286(5444): 1571-1577. Daly (2012) DNA Repair (Amst). 11(1):12-21. Weltall & weitere Anwendungen Kawaguchi et al. (2020) Front. Microbiol. 11: 2050. Brim et al. (2003) Appl. Environ. Microbiol. 69(8): 4575-4583. Wong et al. (2003). Commun. ACM 46 95–98.
Bis zu zwei Zentimeter lang, mit bloßem Auge sichtbar und innen komplexer aufgebaut, als man es Bakterien je zugetraut hätte. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! geht es um Thiomargarita magnifica – die riesenhafte „Schwefelperle“ aus den Mangroven Guadeloupes – und darum, wie sie das Wissen über Bakterien auf den Kopf gestellt hat und uns einen überraschenden Blick auf die Evolution komplexer Zellen erlaubt. Kapitel 00:00 – Intro 01:15 – Die Entdeckung von Thiomargarita magnifica 03:45 – Warum Bakterien so klein sind 05:05 – Wie Thiomargarita magnifica die Grenzen bakterieller Zellgröße überwinden konnte 07:52 – Die Besonderheiten des Erbguts von Thiomargarita magnifica 08:58 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Thiomargarita magnifica ist mit bis zu 2 cm Länge das größte, bislang bekannte Bakterium. Entdeckt wurde die Art in den Mangrovenwäldern von Guadeloupe. Die Größe von Bakterienzellen ist eigentlich durch die Diffusionsgeschwindigkeit begrenzt. Durch große Nährstoffbeutel und eine beginnende Unterteilung kann Thiomargarita magnifica diese Begrenzung umgehen. Thiomargarita magnifica weist viele Eigenschaften weiter entwickelter Zellen auf. Damit stellt das Bakterium eventuell einen Zwischenschritt der Evolution hin zu komplexeren Lebensformen dar. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Entdeckung und Erstbeschreibung von Thiomargarita magnifica (inkl. Bildern) Volland, J.-M. et al. (2022). Science, 376 (6594), 1453–1458. https://www.gbif.org/species/194785935 Informationen zu Thiomargarita namibiensis Schulz, H. N., et al. (1999). Science, 284 (5413), 493–495. https://www.mpg.de/4670997/riesenbakterien-im-meer Übersichtsbeiträge zu Thiomargarita magnifica https://bigthink.com/life/impossible-big-bacteria/ Levin, P. A. (2022). Science, 376(6594), 1385–1386.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
Neues Jahr – neue Mikrobe des Jahres. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! werfen wir einen Blick auf den diesjährigen Preisträger, der durch die VAAM gekürt wurde: Penicillium. Dabei handelt es sich um einen Schimmelpilz mit lebensrettenden Eigenschaften. Taucht ein in die Geschichte zur Entdeckung von Pencillin und erfahrt, wie ihr euch vielleicht schonmal einige Vertreter der Gattung Penicillium einverleibt habt! Kapitel 00:00 – Intro 01:04 – Die Gattung Penicillium 02:19 – Zur Entdeckung des Penicillins 04:44 – Die Erfolgsgeschichte von Penicillin 08:42 - Was Penicillin mit Käse zu tun hat 09:58 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet... Die Gattung Penicillium wurde zur Mikrobe des Jahres 2026 gekürt. Es handelt sich um einen Schlauchpilz, der oft einfach als Schimmelpilz bezeichnet wird. Aus Penicillium wurde im Jahre 1928 zum ersten Mal das Antibiotikum Penicillin isoliert, welches 1941 das erste Mal an einem Patienten getestet wurde. Alexander Fleming, Howard Florey und Ernst Chain erhielten für ihre Arbeit daran einen Nobelpreis. Neben Penicillinproduzenten sind Penicilliumarten auch in der Lebensmittelindustrie relevant. So sind beispielsweise Penicillium camemberti und Pencillium roqueforti ausschlaggebend für Geschmack und Aussehen der entsprechenden Käsesorten. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Originalarbeiten von Fleming, Florey & Chain Fleming, A. (1929), British Journal of Experimental Pathology, 10, S. 226–236. Florey, H.W., Chain, E., Heatley, N.G., Jennings, M.A., Sanders, A.G., Abraham, E.P. & Fletcher, C.M. (1940), The Lancet, 236(6104), S. 226–228. Florey, H.W., Chain, E., & Abraham, E.P. (1941), The Lancet, 237(6138), S. 177–189. Penicillium in der Käseindustrie Thom, C., & Fisk, W. W. (1918). The book of cheese. Macmillan. Pressemitteilung der VAAM zur Mikrobe des Jahres 2026 inkl. Bildern Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) (2025), Mikrobe des Jahres 2026: Penicillium Deutschlandfunk (2021), Erste Penicillin-Behandlung vor 80 Jahren – Der lange Weg zum Erfolg Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro auf deiner Lieblingsplattform, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
Ja, dieser Folgentitel ist tatsächlich der Name eines real existierenden Mikroorganismus. Myxococcus llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogochensis wurde im Jahre 2020 aus einer Bodenprobe isoliert, die in der Nähe der nordwalisischen Stadt Llanfairpwll gefunden wurde. Um den wundervollen Namen dieses Mikroorganismus, die Stadt, aus der er kommt und welche spannenden Fähigkeiten er hat, soll es in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! gehen. Kapitel 00:00 – Intro 00:43 – Eine kurze Geschichte von Llanfairpwll 02:18 – Zur Entdeckung von Myxococcus llanfairpwll 04:44 – Myxobakterien – Die Wolfsrudel der Mikrobenwelt 07:54 – Fazit & Verabschiedung   Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet... Llanfairpwll ist eine Stadt auf der nordwalisischen Insel Anglesey. Der Name entstand als eine Art Werbegag im 19. Jahrhundert. Myxococcus llanfairpwll wurde aus einer Bodenprobe aus der gleichnamigen Stadt isoliert. Der Name ist seit seiner Veröffentlichung 2021 validiert und offiziell anerkannt. Myxococcus gehört zu den Myxobakterien, die man auch die Wolfsrudel der mikrobiellen Welt nennt. Sie schließen sich zu multizellulären Verbänden zusammen und bejagen dann gemeinsam andere Bakterien.   Links & weitere Infos Erstbeschreibung von Myxococcus llanfairpwll Chambers, J. et al. (2020), Genome Biology and Evolution, 12(12), S. 2289–2302. Validierung des Artnamens nach Internationalem Code der Nomenklatur der Prokaryoten  Trujillo, M. E. et al. (2021), International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology Räuberisches „Wolfsrudel“-Verhalten und Kooperation bei Myxobakterien  Kaimer, C. et al. (2023), Microbiology, 169(7), 001372. Marshall, R. C. und Whitworth, D. E. (2019), BioEssays, 41(4), e1800247.   International Code of Nomenclature of Prokaryotes (ICNP) Infos zu Llanfairpwll https://llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.co.uk/ Wikipedia-Artikel Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
Der Black Friday ist gerade vorbei, und in Anlehnung an diese Bezeichnung wollen wir uns in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! mit dem schwarzen Tod beschäftigen. Wir beschäftigen uns heute mit dem Auslöser der Pest, dem Bakterium Yersinia pestis, und verfolgen diese Mikrobe auf eine Spurensuche durch die Jahrtausende, von 3.800 v. Chr. bis in die heutige Zeit! Kapitel 00:00 – Intro 00:43 – Der schwarze Freitag 02:18 – Der schwarze Tod 04:44 – Yersinia pestis - Isolation und Erstbeschreibung 07:54 – Y. pestis - langjähriger Begleiter durch die Menschheitsgeschichte 12:58 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet... Der „Schwarze Tod“ bezeichnet die zweite große Pestepidemie, die Mitte des 14. Jahrhunderts vor allem in Europa wütete und etwa ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahinraffte. Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht, dessen primäre Wirte Ratten sind. Die Übertragung zwischen Tieren und auf den Menschen erfolgt durch Flöhe. Yersinia pestis begleitet die Menschheit bereits seit ca. 5.000 Jahren, dabei unterlief es vor allem Änderungen der Übertragbarkeit. Auch heute löst Yersinia pestis noch Pesterkrankungen aus. Diese verbreiten sich aber langsamer und sind weniger tödlich als noch vor einigen hundert Jahren. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Wortherkunft des Black Friday Apfelbaum, M.L. (1966): American Philatelist 69(4), 239. Erstbeschreibung von Yersinia pestis und die Yersin-Kitasato-Kontroverse Bibel, D.J. & Chen, T.H. (1976): Bacteriol. Rev. 40(3), 633–651. Yersin, A. (1894): Ann. Inst. Pasteur 8, 662–667. Yersinia pestis und die verschiedenen Pestepidemien Hänsch, S. et al. (2010): PLoS Pathog. 6(10), e1001134. Wagner, D.M. et al. (2014): Lancet Infect. Dis. 14(4), 319–326. Achtman, M. et al. (1999): Proc. Natl. Acad. Sci. USA 96(24), 14043–14048. Identifikation von Yersinia pestis auf menschlichen Überresten aus verschiedenen Epochen Seersholm, F.V. et al. (2024): Nature 632(8023), 114–121. Spyrou, M.A. et al. (2018): Nat. Commun. 9, 2234. Bos, K.I. et al. (2011): Nature 478, 506–510. Schuenemann, V.J. et al. (2011): Proc. Natl. Acad. Sci. USA. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro auf deiner Lieblingsplattform, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
MTM 06 - Chaos chaos

MTM 06 - Chaos chaos

2025-11-1810:33

Chaos gibt es nicht auf dem heimischen Schreibtisch, wenn man den Papierkram zu lange nicht sortiert hat, sondern auch in der Welt der Mikroben. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! werfen wir einen Blick auf die Amöbe Chaos chaos und tauchen in das historische Chaos ein, das durch die Entdeckung, Bennennung und Klassifizierung amoeboider Lebensformen seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Hört gerne rein und lernt Riesenamöben, kleine Landwirtschaftsmeister und mehr dieser Wechseltierchen kennen! Kapitel 00:00 – Intro 01:38 – Chaos chaos – Erstbeschreibung durch Carl von Linné 02:33 – Amoeboide Lebensformen – viel gemeinsam und doch verschieden 04:12 – Wie Amöben zum Namen „Wechseltierchen“ kamen – Fortbewegung & Nahrungsaufnahme 06:20 – Eine kurze Sammlung spannender Amöbenarten 08:07 – Joseph Leidy und der Versuch die Taxonomie der Amöben zu vereinfachen 09:19 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet... Chaos chaos ist die Typusart der Gattung Chaos, bei der es sich um eine vielzellige amoeboide Lebensform handelt. Amoeboide Lebensformen existieren in allen Domänen des Lebens. D.h. die meisten Amöbenarten sind nicht miteinander verwandt. Amöben werden auch „Wechseltierchen“ benannt, da sie keine feste Körperform besitzen. Zur Fortbewegung und Nahrungsaufnahme nutzen sie Ausstülpungen, die Pseudopodien oder Scheinfüßchen genannt werden. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.   Links & weitere Infos Mikroskopische Aufnahme einer Amöbe, die ein Pantaffoltierchen (Paramecium) phagozytiert Erstbeschreibung von Chaos chaos Linnaeus, C. (1758): Systema Naturae. Phylogenie, Klassifikation und Evolution von Amöben Smirnov, A.V. et al. (2011): Protist 162(3), 347–358. Bewegung und Nahrungsaufnahme Grobecki, A. (1982): Int. Rev. Cytol. 75, 73–108. Agrikulturelles Verhalten von Dictyostelium discoideum Brock, D.A. et al. (2011): Nature 469, 393–396. Die Wiederentdeckung von Chaos illinoisense Cohen, A.E. (1979): J. Protozool. 26(3), 384–386. Joseph Leidy zur Taxonomie von Amöben Leidy, J. (1879): Fresh-water Rhizopods of North America. Weiterführende Links https://arcella.nl/chaos/ http://www.william-hogarth.de/Amoebe.html   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.  
Diese Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! ist ein besonderer Leckerbissen für alle Freunde des guten Geschmacks – oder zumindest die des starken Geschmacks. Heute erfahrt ihr allerlei über die Geschmacksrichtung „umami“, wie sie entsteht und lernt die Mikrobe Corynebakterium glutamicum, die großen Mengen eines vielverwendeten Geschmacksverstärkers produzieren kann. Wohl bekomm's! Kapitel 00:00 – Intro 01:04 – Wie Nudelsuppe zur Entdeckung von Umami geführt hat 01:55 – Glutamat – Das Geheimnis der Würzigkeit 03:37 – Die Suche nach Glutamat-produzierenden Mikroben 04:39 – Corynebakterium glutamicum – Keulenbakterien mit besonderer Teilung 06:32 – Die Bedeutung von Corynebakterium glutamicum in der Biotechnologie 07:46 – Modellorganismus in der Forschung gegen Diphterie, Tuberkulose und Lepra 08:45 – Fazit & Verabschiedung   Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet... Die Grundgeschmacksrichtung Umami wurde 1907 erstmals beschrieben und entsteht aus der Anwesenheit von Mononatriumglutamat, das heute ein vielgenutzter Geschmacksverstärker ist. In vielen Lebensmittel sind aber auch natürlich sehr hohe Konzentrationen von Glutamat vorhanden, was sie besonders schmackhaft macht. Durch die großen Mengen an Glutamat, die Corynebakterium glutamicum produziert, ist es zu einer der wichtigsten Mikrobe in der Biotechnologie geworden. Auf ihr Konto geht die Produktion von etwa 3,5 Mio. Tonnen Glutamat jährlich. Auch in der Forschung spielt Corynebakterium glutamicum eine Rolle, bspw. als ungefährlicher Verwandter der Auslöser von Diphterie, Tuberkulose und Lepra. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.   Links & weitere Infos Entdeckung von Umami und Glutamat als Ursache des Geschmacks https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2005/jul/10/foodanddrink.features3 Erstbeschreibung von Corynebakterium glutamicum Kinoshita, S., Udaka, S. und Shimono, M. (1957) „Studies on the Amino Acid Fermentation“, The Journal of General and Applied Microbiology, 3(3), S. 193–205. Verfügbar unter: https://doi.org/10.2323/jgam.3.193. Wissenschaftlicher Artikel zur Schnappteilung Krulwich TA, Pate JL. Ultrastructural explanation for snapping postfission movements in Arthrobacter crystallopoietes. J Bacteriol. 1971 Jan;105(1):408-12. https://doi.org/10.1128/jb.105.1.408-412.1971 Ernennung zur Mikrobe des Jahres 2025, VAAM inkl. Bilder von Corynebakterium glutamicum https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/mikrobe-des-jahres-2025/ Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro auf deiner Lieblingsplattform, um keine Episode zu verpassen. Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.    
Heute wird es gruselig! Zumindest schauen wir uns in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! eine Mikrobe an, die den Namen Vampirovibrio chlorellavorus nicht ohne Grund trägt. Hört gerne rein und erfahrt, was diese Mikrobe mit blutsaugenden Sagengestalten gemein hat, welche anderen schaurigen Räuber es in der Welt der Bakterien noch so gibt und mit was für perfiden Methoden sie sich ihre Nahrung beschaffen.   Kapitel 00:00 – Intro 01:11 – Ein Name mit Bedeutung: Vampirovibrio chlorellavorus 02:31 – Winzige Vampire – nicht nur Sagengestalten? 03:55 – Die Entdeckung von Vampirovibrio chlorellavorus 04:46 – Räuber der Bakterienwelt und ihre perfiden Strategien   06:25 – Melainabakterien – die Nymphen der Dunkelheit 07:50 – Fazit & Verabschiedung   Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet... Vampirovibrio chlorellavorus ist eine von wenigen räuberischen Bakterienspezies und ernährt sich von Grünalgen der Gattung Chlorella Mithilfe eines darauf spezialisierten Proteinkomplexes, sticht Vampirovibrio seine Beute an und saugt sie aus Andere räuberische Bakterienspezies haben es eher auf andere Bakterien abgesehen, sie können ihre Beute von innen heraus verdauen oder jagen sie teilweise im Verbund ähnlich einem Wolfsrudel Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.   Links & weitere Infos Lebenszyklus und Nahrungsbeschaffung von Vampirovibrio chlorellavorus Soo RM, Woodcroft BJ, Parks DH, Tyson GW, Hugenholtz P. 2015. Back from the dead; the curious tale of the predatory cyanobacterium Vampirovibrio chlorellavorus. PeerJ 3:e968 https://doi.org/10.7717/peerj.968 Überblick über die verschiedenen Strategien räuberischer Bakterien R. Guerrero, C. Pedrós-Alió, I. Esteve, J. Mas, D. Chase, & L. Margulis, Predatory prokaryotes: Predation and primary consumption evolved in bacteria, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 83 (7) 2138-2142, https://doi.org/10.1073/pnas.83.7.2138 (1986). Erstbeschreibung von Vampirovibrio chlorellavorus Gromov, B. V., & Mamkaeva, K. A. (1972). [Electron microscopic study of parasitism by Bdellovibrio chlorellavorus bacteria on cells of the green alga Chlorella vulgaris]. Tsitologiia, 14(2), 256–260.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro auf deiner Lieblingsplattform, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.    
Superheld mit Spülkraft! Von der Toilette auf der Autobahnraststätte bis ins Weltall – Bacillus subtilis hat schon viel gesehen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! entdecken wir einen echten Alleskönner unter den Mikroben: für den Menschen vollkommen ungefährlich und doch haben es seine Sporen faustdick hinter den Ohren. Hört rein und erfahrt, wie es ein Bakterium schafft, Risse in Beton zu reparieren, Flecken zu entfernen, wie es an der Entstehung von Lebensmitteln beteiligt ist und selbst die lebensfeindlichen Bedingungen im All überstehen kann. Kapitel 00:00 – Intro 01:28 – Versteckt im Spülkasten: Bacillus subtilis auf Raststättentoiletten 03:21 – Darf ich vorstellen Bacillus subtilis 05:45 – Weltraumtauglich: Apollo 16 und Experimente im All 06:47 – Millionen Jahre alte Sporen wiederbelebt? 08:00 – Bacillus subtilis und Natto 09:00 – Waschmittelenzyme und Vitamine: Bacillus subtilis in der Biotechnologie 09:38 – Selbstheilender Beton: Risse einfach zuwachsen lassen 10:34 – Biofilme: Soziale Gemeinschaften unter Mikroben 12:16 – Fazit & Verabschiedung Was du in der heutigen Folge lernen konntest... Bacillus subtilis schützt Raststättentoiletten vor gefährlicheren Mikroben. Seine Sporen überstehen extreme Bedingungen – sogar im All und über Millionen von Jahren. In der Industrie kann Bacillus subtilis tonnenweise Enzyme und Vitamine herstellen – und potenziell Risse in Beton verschließen. Als Modellorganismus hilft Bacillus subtilis in der Forschung, Biofilme besser zu verstehen. Links & weitere Infos Mikrobe des Jahres 2023, VAAM https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/archiv/2023-bacillus-subtilis/mikrobe-des-jahres-2023/  Resistenz von Bacillus subtilis Sporen https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6279046/  Bacillus subtilis im Weltall https://link.springer.com/article/10.1007/BF01581989 https://www.frontiersin.org/journals/microbiology/articles/10.3389/fmicb.2019.00333/full  Auswirkung von Bacillus subtilis im Beton https://www.nature.com/articles/s41598-023-34837-x  Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro auf deiner Lieblingsplattform, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.    
Blut auf dem Altar! Was im Mittelalter als göttliches Wunder galt, entpuppt sich heute als das Werk eines unscheinbaren Bakteriums: Serratia marcescens. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Reise durch die Geschichte – vom legendären Blutwunder von Bolsena im 13. Jahrhundert, über rätselhafte, blutbefleckte Polenta im Italien des 19. Jahrhunderts, bis hin zu geheimen Biowaffenexperimenten während des Kalten Krieges. Taucht ein in die faszinierende Geschichte von Serratia marcescens und erfahrt, was dieses „Wunderbakterium“ so besonders macht! Kapitel 00:00 – Intro 00:35 – Das Blutwunder von Bolsena 03:05 – Serratia marcescens: Das „Wunderbakterium“ 04:00 – Prodigiosin: Die rote Farbe hinter den Mythen 06:42 – Polenta mit Blutflecken: Bartolomeo Bizio entdeckt Serratia marcescens 09:40 – Prodigiosin und Serratia marcescens in Forschung und Medizin 10:48 – Operation Seaspray: Biowaffenversuch vor San Francisco 11:33 – Serratia marcescens als Bedrohung für Korallenriffe 12:28 – Fazit & Verabschiedung Was du in der heutigen Folge lernen konntest... Das Blutwunder von Bolsena ging wahrscheinlich auf den roten Farbstoff Prodigiosin von Serratia marcescens zurück. Die Häufung solcher Wunder im 13. Jahrhundert hing mit ungesäuertem Brot und feuchten Kirchenräumen zusammen. Bartolomeo Bizio identifizierte 1819 erstmals Serratia marcescens als Ursache mysteriöser roter Flecken. Serratia marcescens spielt nicht nur in Mythen eine Rolle, sondern auch in der Forschung, Biowaffen-Geschichte und als Gefahr für Korallenriffe. Links & weitere Infos Das Blutwunder von Bolsena und Serratia marcescens https://mikrobenzirkus.com/tag/blutwunder-von-bolsena/ https://www.museivaticani.va/content/museivaticani/de/collezioni/musei/stanze-di-raffaello/stanza-di-eliodoro/messa-di-bolsena.html Serratia marcescens als Krankheitserreger & Operation Seaspray https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3194826/ Gemälde „Messe von Bolsena“ im apostolischen Palast, Vatikanstadt https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Raphael_-_The_Mass_at_Bolsena.jpg Historisches Dokument, Brief von Bartolomeo Bizio zur Entdeckung von Serratia marcescens https://journals.asm.org/doi/pdf/10.1128/jb.9.6.527-543.1924 Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro auf deiner Lieblingsplattform, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.    
Riecht ihr das? Das riecht doch – nach Regen! In dieser ersten Folge Microbe Things Macro -Mikroben ganz groß wollen wir das Geheimnis des unverwechselbaren Geruchs von nassem Waldboden auf den Grund gehen. Wir schauen uns an wie dieser Geruch, der sogenannte Petrichor, entsteht und welche Rolle das Bodenbakterium Streptomyces coelicolor, ein wichtiger Antibiotikaproduzent, dabei spielt. Erfahre, wie S. coelicolor den Geruch nach Regen in unsere Nasen bringt, wie es damit Menschen und Tiere beeinflussen kann und was es noch so alles zu bieten hat! Kapitel 00:00 – Intro 00:37 – Der Waldspaziergang 01:05 – Was ist Petrichor? Ursprung & Bedeutung 01:58 – Geosmin: Molekül des Erdgeruchs 02:36 – Das Bakterium hinter dem Duft: Streptomyces coelicolor 03:44 – Das „blaue Wunder“ und seine Farbstoffproduktion 05:40 – Wie der Regen von der Erde in die Luft kommt 06:33 – Warum gibt es eigentlich Petrichor? Die Rolle von Geosmin in der Umwelt 09:14 – Wissenschaftliche Relevanz 10:17 – Fazit & Verabschiedung Was du in der Folge lernen konntest... Petrichor ist der wissenschaftliche Name für den Duft von Regen auf trockener Erde. Hauptverursacher ist das Molekül Geosmin, produziert u. a. von Streptomyces coelicolor. Geosmin beeinflusst Mensch, Tier und sogar den Geschmack von Lebensmitteln und Wein. Links & weitere Infos Information zu Petrichor und Geosmin https://www.nature.com/articles/201993a0 https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3013058/ Bilder von Streptomyces coelicolor https://www.cell.com/trends/microbiology/abstract/S0966-842X(18)30284-1 Slow Motion Videos zur Entstehung von Aerosolen durch Regentropfen https://www.nature.com/articles/ncomms7083 https://news.mit.edu/2015/rainfall-can-release-aerosols-0114 Wirkung & Wahrnehmung von Geosmin https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/acs.jafc.4c01515 Die Folge zum Nachlesen findest du hier. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro auf deiner Lieblingsplattform, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
MTM 00 - Trailer

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2025-09-0302:21

Herzlich willkommen bei MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!, einem Podcast, in dem wir in die faszinierende Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihrer Vielfalt begeistern lassen wollen! In diesem Podcast geht es um die kleinen Dinge im Leben, also mikroskopisch kleine Lebensformen, wie Bakterien, Pilze und Mikroalgen. Wir schauen uns gemeinsam an, was diese Mikroben so alles Faszinierendes können - ob Risse im Zement verschließen, das Meer zum Leuchten bringen oder den charakteristischen Geruch von Regen auf trockener Erde auslösen. Locker aufbereitet und gut verständlich soll dieser Podcast zeigen, welche vielfältigen Rollen Mikroorganismen in unserem Alltag einnehmen können und wo wir ihnen allen vielleicht schonmal begegnet sind - vielleicht ohne es zu merken! Hört gerne mal rein und wenn es euch hier gefällt, abonniert gerne den Kanal und lasst eine Bewertung da. Und wenn es einen Mikroorganismus gibt, für den ihr euch ganz besonders interessiert, sind Themenvorschläge jederzeit willkommen! Danke fürs Reinhören und bleibt neugierig!
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