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Author: Philipp Pflieger & Ralf Scholt

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Description

Philipp Pflieger startete für Deutschland im Marathon bei den Olympischen Spielen von Rio 2016. Ralf Scholt hat schon viele Marathons erlebt, auch Olympische - als Sportreporter für die ARD. Wenn sich der Marathonprofi und der Journalist unterhalten geht es also natürlich um’s Laufen und das aktuelle Geschehen in der Ausdauersportwelt. Es geht aber auch um Behind-the-Scenes-Einblicke in ihr tägliches Leben für den Sport, ihre unterschiedlichen Erlebniswelten und die damit verbundenen Blickwinkel.
Der Titel „BESTZEIT“ steht sinnbildlich nicht nur dafür, dass ihr beim Anhören eine gute Zeit habt, sondern im besten Falle auch gerade beim Training auf dem Weg zu eurer nächsten Bestzeit seid. In diesem Sinne: Have fun & keep on running!
Für Feedback und Hörerthemen schickt gerne eine Mail an: bestzeit.podcast@gmail.com
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Unser Gast in dieser Woche war selbst Leistungssportler, trainiert heute eine ambitionierte Lauf-Trainingsgruppe beim Verein „Hamburg Running“, ist Landestrainer beim HHLV und außerdem verantwortlicher Redakteur beim Fachmagazin „Leichtathletiktraining“: Andreas Grieß. Wir sprechen mit ihm zu Beginn des Jahres in einer Schwerpunktfolge über alles rund um die Themen Saisonplanung, Trainingssteuerung und Regeneration. Es geht um seine selbst gemachten Erfahrungen als Athlet (400m/800m), wie das seine Arbeit als Trainer beeinflusst und die Freude daran Wissen weiterzugeben. Die Kunst Flexibilität im Trainingsplan zu bewahren - gerade jetzt im Winter, warum für ihn bewusste Trainingspausen so wichtig sind und die anstehende Saison 2026.
Happy New Year! In der ersten Episode des BESTZEIT-Podcasts 2026 sprechen Ralf und Philipp mit Joyce und Sven über ihr außergewöhnliches Projekt: den Städtetrip, der 495 Marathons in 495 Tagen umfasst und inzwischen schon die ersten Monate hinter ihnen liegen. Es geht um die Herausforderungen und Freuden des täglichen Laufens, die unterschiedlichen Wetterbedingungen und die dynamische Energie, die in der Gemeinschaft der Läufer entsteht. Joyce teilt ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Teilnehmern, die oft spontan beim Laufen mitmachen und dabei emotionale Verbindungen aufbauen. Sie beleuchten die strategische Planung von Verpflegungspunkten, die kulturellen Unterschiede in Deutschland und enden mit einem Ausblick auf die weitere Marathonreise sowie die Bedeutung von Zusammenhalt und Unterstützung innerhalb der Lauf-Community.
300 Folgen BESTZEIT Podcast - wer hätte das gedacht - und dann auch noch pünktlich zum Weihnachtsfest in diesem Jahr: Merry Christmas! Klar, dass wir uns für dieses besondere Jubiläum einmal mehr einen besonderen Gast gewünscht und freuen uns riesig über Joey Kelly. Viele werden ihn sicherlich noch mit seiner musikalischen Karriere und der Kelly Family in Verbindung bringen, doch abseits der Musik entdeckte er schon früh seine Leidenschaft für Sport und auch besonders für das Laufen. Aus Marathons wurden Ultras und aus Volkstriathlons Ironmans. Immer häufiger begann er seine Popularität zu nutzen um durch seine sportlichen Herausforderungen Geld für einen guten Zweck zu erlösen. Es wurde ein tolles Gespräch über Karriere, Hype und Sport als Ventil. Über die Motivation zu laufen, Grenzen zu verschieben und Neue auszuloten. Über die Faszination für persönliche Challenges, Mindset und warum alle Sport treiben sollten.
Sie gewann Gold bei U20-EM in Tampere über 800m, nur eine Stunde später verhalf sie der 4x400m Staffel zur Silbermedaille und durchbrach diese Saison auch die magische 2:00min-Marke (1:59,59min): Jana Becker. Ralf und Philipp sprechen mit der 19jährigen über ihre Traumsaison nach einem eher sportlich schwierigen Jahr 2024, wie sie Training und Abitur miteinander verbindet, ihre starke Trainingsgruppe in Frankfurt & ihren Coach Benjamin Stalf, sowie ihr Training, das auch ganz bewusst semispezifische Anteile enthält. Es geht um Talent und mentale Stärke, was eine Meisterschaftsläuferin ausmacht, ihre Ziele für die Zukunft und die Pläne Richtung LA 2028.
Er gehörte während seiner Profikarriere zu den besten Rennradfahrer Deutschlands, fuhr bei Grand Tours für internationale Top-Teams, gewann mehrere Etappenrennen, wurde 8x Weltmeister bei Zeitfahrwettbewerben und Olympiazweiter im Einzelzeitfahren 2012: Tony Martin. 2021 beendete er dann seine Radkarriere, wobei das Sturzrisiko für ihn als Familienvater eine nicht unwesentliche Rolle spielte. Nach der Karriere brauchte er etwas Abstand zum Radsport und klar war für ihn, dass er dort an keinen Rennen mehr teilnehmen wollen würde. Stattdessen entdeckte er das Laufen für sich und auch wenn sein Einstieg mit Knieproblemen initial etwas holprig war, entwickelte sich das für ihn schnell als neue Leidenschaft. Vor zwei Wochen entschied er sich dann spontan in der Schweiz an seinem ersten Halbmarathon teilzunehmen und lief mit 1:24h ohne spezifische Vorbereitung und ohne konkretes Ziel im Vorfeld direkt eine beachtliche Zeit. Im Nachgang äußerte er sich, dass sein Respekt für Läufer:innen & Triathleten:innen nach dieser Erfahrung nochmals um Welten größer geworden ist und er gleichzeitig noch mehr Blut geleckt hat. Wiederholung definitiv nicht ausgeschlossen, dann aber mit Trainingsplan. Es wurde ein spannendes Gespräch über sein neues Lebens nach dem Profisport, Sport als Essenz für Lebensqualität & die Lust neue (Grenz-)Erfahrungen zu erleben, sein Training als Radprofi und die kürzlich erschienen Doku über seine Karriere.
Von Erlangen in die internationale Weltspitze über 3000m Hindernis: Niklas Buchholz. Der WM-Finalist von Tokio in diesem Jahr ist diese Woche zu Gast im BESTZEIT-Podcast und spricht mit Ralf & Philipp über seinen sportlichen Werdegang, die Trainer & Mentoren, die ihn anfangs begleiteten bevor er sein Training selbst in die Hand nahm. Zentraler Schlüssel für ihn ist dabei seine Trainingsgruppe in Erlangen um Florian Bremm, Nick Jäger, Bryan Weisheit & andere, die sich in den letzten Jahren gebildet hat und parallel zu den sportlichen Ambitionen auch der Lauf-Community über ihr Projekt „Running Gags“ via YouTube, Social Media & Podcast spannende Insights aus dem Leistungssportalltag ermöglicht. Das sorgt nicht nur für eine große Fanbase, sondern hilft auch den kostenintensiven Leistungssport mit kreativen Ansätzen zu finanzieren. Neben einem eigenen Lauffestival hat sich die innovative Crew jetzt auch entschlossen mit „Frankonia Athletics“ einen eigenen Verein unter dem Dach von Germany Athletics zu gründen. Ralf & Philipp sprechen über die Beweggründe dafür, spannende Insights in sein Training und was er sich für die Zukunft noch vorgenommen hat.
Er entdeckte erst vergleichsweise spät sein Talent für den Marathon, lief in seinem dritten Start über die 42,195km die zweitschnellste Schweizer Zeit überhaupt (2:06:48h) und belegte erst vor knapp 4 Wochen Platz 5 beim New York Marathon: Matthias Kyburz. Ausdauersport spielte von Beginn an eine große Rolle in seinem Leben, das Laufen im Besonderen. Er entwickelte eine Leidenschaft für den Orientierungslauf, eine Sportart die in Deutschland vergleichsweise unbekannt ist, in der Schweiz und den skandinavischen Ländern aber eine hohe Popularität genießt. In seinem „ersten Sportlerleben“ verschrieb er sich dieser Sportart komplett, erreichte dort alles was man erreichen kann und wurde achtmaliger Weltmeister. 2024 setzte er sich zum Ziel, bei den Olympischen Spielen in Paris den Marathon zu laufen, betreut von der Schweizer Marathonlegende Viktor Röthlin. Er schaffte die Limite bei einem Rennen in Paris am 7. April 2024 mit 2:07:44 h, der schnellsten Zeit, die ein Schweizer bei seinem Debüt lief. Bei den Olympischen Spielen beklagte er in seinem zweiten Marathon Platz 30. Im Februar darauf verbesserte er seine Bestzeit in Sevilla auf besagte 2:06:48h, bevor er diesen Herbst seinen internationalen Durchbruch mit Platz 5 in New York erreichte. Es wurde ein Gespräch über die Leidenschaft für das was man tut, den Mut neue Dinge zu probieren und sich dabei keine Limits zu setzen, über sein Training und beeindruckende Trainingswerte und seine Ziele für die Zukunft.
Norman Feiler kann man durchaus als umtriebig bezeichnen, der Coach von Thea Heim hat in der Vergangenheit schon so einige Teams gegründet, Leichtathletikgemeinschaften initiiert und Laufgruppen betreut. Für ihn stand dabei immer das Miteinander im Vordergrund. Kommunikation, Austausch und Lernen von dem alle profitieren sollten. Das ist in der deutschen Leichtathletik nicht immer und nicht überall der Fall. Umso spannender sind die Entwicklungen der letzten Monate rund um das Leichtathletik-Franchise-Projekt „Germany Athletics“, das weitere Standortzuwächse verzeichnet - unter anderem „Munich Athletics“, bei dem sich Norman Feiler als Koordinator einbringen wird. Seine Vision ist das Entstehen eines „Marathon Team Munich“ innerhalb des neugegründeten Vereins, das Läuferinnen und Läufer unterschiedlicher Leistungslevel zusammenbringen, entwickeln und fördern soll. Ein Gespräch über Inspiration aus dem Triathlonbereich, die Notwendigkeit von Impulsen für die deutsche Leichtathletik und das Potential von München für große Leichtathletik und für erfolgreiche Leichtathleten.
Ein Name den vor wenigen Jahren vermutlich noch kaum jemand kannte und heute aus der Berg- und Traillaufwelt nicht mehr wegzudenken ist, ist Nina Engelhard. Vor drei Jahren begann sie erst ernsthafter mit Bergläufen und konnte ihre ersten Erfolge außerhalb Deutschlands erzielen. 2024 wurde die schon Doppelmeisterin bei der Berg- & Traillauf EM in Annecy (Uphill / Up & Down) und konnte diesen Erfolg dieses Jahr sogar auf globaler Ebene bei der WM in Canfranc wiederholen. Neben der Tatsache, dass sie erst vergleichsweise spät ihren sportlichen Durchbruch hatte, ist ihre Herangehensweise an den Sport in gleichem Maße besonders. Sie trainiert sich selbst und steuert ihr Training ausschließlich nach Gefühl, sowie Lust und Laune. Außerdem arbeitet sie in Vollzeit als Projektingenieurin und das als ganz bewusste Entscheidung gegen Profisport, weil sie ihren Sport zu 100% unabhängig und nur für sich machen möchte. Es wurde ein sehr spannendes Gespräch über einen bewussten Gegenentwurf zur Profisportwelt, Spaß als Grundlage für sportliche Leistung und Spontanität als Schlüssel zum Erfolg.
Er hat schon auf der ganzen Welt gekocht, in Sterneküchen in Shanghai, London und Wien. Er war im Fernsehen bei Tim Mälzers „Kitchen Impossible“ und sein Weg führte ihn schließlich nach Berlin - dort ist er heute Hotelier und Küchendirektor im Orania.Berlin. Gleichzeitig ist er Ausdauersportliebhaber, Triathlon-Enthusiast und in Vorbereitung auf seine erste Langdistanz beim Challenge Roth im nächsten Jahr: Spitzenkoch Philipp Vogel. Wie schafft man es bei diesem Pensum überhaupt noch Zeit für sich zu finden, geschweige denn auf die Idee zu kommen sich eine eine Triathlon-Langdistanz vorzunehmen? Indem man Lebensziele nicht auf die (ganz) lange Bank schiebt und sich vielleicht auch ein bisschen durch Jonas Deichmann beeinflußen lässt. Es wurde ein spannendes Gespräch über das gerne Draußensein, darüber das auch ein Top-Koch noch über Ernährung dazu lernt, über Work-Life-Balance und darüber, dass das Leben zu kurz ist um Dinge nicht einfach zu machen.
Ein Solo zu zweit! Das erwartet euch diese Woche im Bestzeit-Podcast. Da Philipp diese Woche nicht kann, wollten wir unsere Streak dennoch nicht unterbrechen. Daher hat Ralf sich mit Katrin Schmidt seine Co-Kommentatorin des Frankfurt Marathons als Gast geladen. Was die beiden in Frankfurt, aber auch in Hannover und zum WM-Marathon mit dem Silbersprint von Amanal Petros erlebt haben, erfahrt ihr in dieser Episode mal exklusv und behind the Mirkofon. Katrin verrät ihren Ansatz für ihren Halbmarathon - Stichwort: Familienrekord. Und Ralf sucht Spender für eine gute Sache und als Motivation für viele Runden beim Stelp-Lauf am nächsten Wochenende! was das ist und worum es geht, erfahrt ihr heute.
Sie hat eine schwierige Bahnaison hinter sich. Sturz in einen Hindernisbalken beim Diamond League Rennen in Oslo - die Folge ein später diagnostizierter Rippenbruch. Ihr gelingt der Turnaround, sie läuft 1.500m PB in 4:04:91min Anfang September und dann auf Platz 7 im WM-Finale von Tokio in Saisonbestleistung. Nur wenig später kündigte sie ihr Marathondebüt für Valencia an: Gesa Krause. Wenn man denkt was kann in einer Saison schon alles passieren kann dann kann Gesa spätestens nach diesem Jahr eine Menge erzählen. Sie startete mit starken Ergebnissen auf der Straße über 5km, 10km und Halbmarathon in die Saison. Wechselte dann wie gewohnt auf die ihr vertrauten Hindernisse zu Beginn der Sommersaison und erlebte dann Pech, gesundheitliche Probleme und einen Körper, der ihr signalisierte, dass sie eine Pause braucht. Es war dann ein Kampf gegen die Zeit - in diesem Falle aber um wieder rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt in Tokio fit zu werden, was ihr einmal mehr gelang. Man könnte meinen, dass nach so einer nervenaufreibenden Saison eine Pause vielleicht noch nötiger wäre als sonst, aber nicht für Gesa. Sie freut sich bei allem Respekt vor den magischen 42,195km auf die neue Herausforderung und befindet sich schon mitten in ihrer Vorbereitung auf den Valencia-Marathon. Es wird ein Gespräch über die Kunst sich über eine so lange und erfolgreiche Karriere immer wieder neu zu motivieren, die Veränderungen im Training, ihre Ziele für die Zukunft und ihren Trainer Wolfgang Heinig als die große Konstante in ihrer Laufbahn.
Ja, liebe BESTZEIT-Freunde ihr seht richtig - es ist Mittwochmorgen und die neue Podcastfolge steht schon in den Startlöchern! Wir haben zwei hochkarätige Gäste für diese Woche gewinnen können und beide haben sich direkt zu Beginn der Woche aus Kailua-Kona zugeschaltet: die Dritte der Ironman-WM auf Hawaii vom vergangenen Samstag Laura Philipp und Kai Pflaume, der das Triathlon-Spektakel das erste Mal live vor Ort verfolgt hat. Ralf und Philipp sprechen mit Laura über „ihr härtestes Rennen der Karriere“, unerwartete Schwierigkeiten schon frühzeitig im Rennen, die herausfordernden klimatischen Bedingungen, die am Ende auch für dramatische Rennszenen sorgen sollten und die mentale Kunst aus einem harten Tag, das Beste aus sich herauszuholen. Mit Kai war vor Ort nicht nur ein guter Freund als Unterstützung dabei, sondern auch ein langjähriger bekennender Triathlon-Fan, der diese ganze spezielle Magie von Ironman auf Hawaii aus nächster Nähe aufgesogen hat. Als Teil des Teams um Laura hatte er dort dann jede Menge Behind-the-Scenes-Einblicke, die es in einem spannenden neuen Film am kommenden Samstag auf seinem YouTube-Kanal zu sehen geben wird. Anschauen ist Pflicht!
Er ist ein alter Bekannter - nicht nur bei uns im Podcast, sondern seit Jahren in der deutschen Laufszene: Florian Neuschwander. Sein Markenzeichen sind zweifellos die verrückten Challenges, die er sich immer wieder stellt. Diesen Sommer war es die FKT (Fastest Known Time) rund um den Bodensee: 198,63km in 20:29:32h. Wir stellen uns die Frage wie man nur immer wieder auf diese neuen Herausforderungen kommt? Denn neben den See-Umrundungen, kann es bei „Flow“ auch mal ein WR auf dem Laufband sein oder aber das unterbieten der eigenen alten HM-Bestzeit mit inzwischen 44 Jahren, so wie Anfang des Jahres in Bad Füssing in 1:05:57h. Es scheint die Abwechslung zu sein, die ihn reizt und sportlich jung hält. Die vielseitigen Trainingsmöglichkeiten in der Umgebung von Inzell mit den Bergen vor der Haustür kommt da sicherlich noch positiv hinzu. Ralf und Philipp sprechen mit ihm über sein zurückliegendes Sportjahr, die Ziele für 2026, seine Regenerations Dos & Don’ts, den wahrnehmbaren Hype in der Laufszene immer früher immer extremere Events in Angriff zu nehmen und ob das Mehr an medialer Coverage Segen oder Fluch ist.
Man kennt sie meist lachend mit ansteckend guter Laune und sie war auch schon hier im Podcast: Tabea Themann. Damals erzählte sie bereits viel über ihren sportlichen wie persönlichen Werdegang, der große gesundheitliche Probleme und schwere Schicksalsschläge für sie bereit hielt - aber nicht alles. Nach dem Erscheinen der ZDF-Doku über Missbrauch in der deutschen Leichtathletik suchte sie Kontakt zu uns um erstmals öffentlich über ein Kapitel ihres Lebens zu sprechen, das so bislang nicht bekannt ist. Es ist das vielleicht schwierigste Gespräch von Philipp & Ralf hier im BESTZEIT Podcast, aber wahrscheinlich auch das Wichtigste und ein wahnsinnig mutiger Schritt von Tabea, dies mit uns und der Öffentlichkeit zu teilen um ihre Geschichte und das zugrunde liegende Problem von Macht & Missbrauch im Sport sichtbar zu machen.
Was war das wieder für ein Marathon-Wochenende in Berlin?! Top-Feld, gigantische Stimmung und leider auch sehr, sehr heiß. Eine, die der Hitze zum Trotz unfassbar abgeliefert hat ist unser Gast diese Woche: Fabienne Königstein. Sie verbesserte nicht nur ihre PB dem Wetter zum Trotz auf starke 2:22:17h, sondern belegte damit auch Platz 6 im Major-Marathon-Feld und rückte vor auf Platz 3 der ewigen deutschen Bestenliste. Der Hammer! Ralf und Philipp sprechen ausgiebig mit ihr über die zurückliegenden Schwierigkeiten, ihre Vorbereitung und ihr Erfolgsgeheimnis für Berlin. Natürlich gab es rund um den Hauptstadt-Marathon noch eine Vielzahl besonderer Geschichten, von Undercover-Weltstars im Feld zu 91-Jährigen an der Startlinie, aber uns hat es eine andere Geschichte angetan - die von Sven. Er half spontan einem Läufer bei dessen Schuh sich die Sohle löste, indem er ihm spontan einfach seinen Schuh gab und das Video von der Aktion um die Welt ging.
Die Sensation ist perfekt: Amanal Petros gewinnt Silber beim WM-Marathon und das in einem spektakulären Finish! Es war das knappste Zieleinlauf der WM-Marathon-Geschichte und lediglich 0,03s entschieden am Ende über Platz 1 und 2. Dem Sieger Alphonce Felix Simbu gelang es auf dem letzten Meter im Fotofinish noch einen Hauch schneller zu sein. Amanals Erfolg ist spektakulär - es ist die erste deutsche Marathon-WM-Medaille seit 1991 (Katrin Dörre-Heinig) und die erste Männer-Medaille seit exakt 42 Jahren (Waldemar Cierpinski). Auch Richard Ringer lief erneut ein starkes internationales Rennen und verdeutlichte einmal mehr seine Konstanz mit Platz 13, nach seinem 12. Platz bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr. Wir sprechen zwei Tage nach dem Rennen erneut mit seinem Coach Benjamin Franke und analysieren gemeinsam den Lauf, besprechen die Rennstrategie und wie es gelang diese umzusetzen. Es gibt eine Menge Behind-the-Scenes Infos, einen kritischen Moment bei der Anreise nach Japan und ganz viel Freude für und mit Amanal, dessen erste Worte nach dem Rennen ebenso besonders waren wie sein Erfolg selbst.
Die WM in Tokio wirft ihre Schatten voraus und Ralf und Philipp freuen sich, dass es dieses Wochenende endlich los geht. Grund genug sich vor den Marathons am Sonntag (Frauen) und Montag (Männer) noch mit Coach Benjamin Franke zu unterhalten, der seit geraumer Zeit die Betreuung von Amanal Petros übernommen hat. "Benz", wie sein Spitzname ist, ist nicht nur selbst noch ambitionierter Läufer, sondern auch Landestrainer in Hamburg & Teammanager des Laufteams Niedersachsen, zu dem auch Amanal nach seinem Wechsel nach Hannover gehört. Die drei sprechen über Benz' Rolle, Amanals Vorbereitung in der Höhe Kenias und seine Aussichten bei der WM. Außerdem waren die drei Gesprächspartner am vergangenen Wochenende auch selbst alle noch sportlich aktiv: Philipp in Bad Gastein beim "adidas TERREX Infinite Trails" Event, Benz beim Hamburger Alsterlauf und Ralf beim Köln Triathlon, wo er sogar seine AK gewann. Natürlich sprechen die drei auch über die 10km DM in Siegburg und die dortigen Ergebnisse, wie über die diese Woche veröffentlichte ZDF "frontal" Doku, die Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe in der deutschen Leichtathletik offenbart.
Er hat dieses Jahr schon früh in der Saison für Aufsehen gesorgt mit seiner fulminanten Steigerung über 800m auf 1:44,17min: Alexander Stepanov. Es ist die schnellste Zeit eines deutschen Läufers seit vielen Jahren und bringt ihn direkt in die Top10 der ewigen deutschen Bestenliste, nur eine Hundertstelsekunde hinter Olympiasieger Nils Schumann. Dabei ist er erst 20 Jahre alt und sagt selbst, dass sein bisheriger Werdegang anders als es rein auf dem Papier aussehen mag, nicht immer nur einfach war. Körperliche Unterlegenheit im Vergleich zu Altersgenossen in jungen Jahren, dann auch ein Fußbruch, der ihn erst mal weit zurück warf. Verbessert hat er sich trotzdem von Jahr zu Jahr und das meist deutlich um mehrere Sekunden. Dafür verantwortlich ist zweifellos sein familiäres Umfeld. Alex’ Vater Oleg, der ihn auch trainiert, lief selbst schon 1:46,29min und seine Mutter Elvira 2:01min. Sein Talent über die 800m wurde ihm also förmlich in die Wiege gelegt. Ralf und Philipp sprechen mit dem Athleten des VfL Sindelfingen ausgiebig über seinen bisherigen Werdegang und die aktuelle Saison, die besondere Coaching-Situation durch seinen Vater und warum das für ihn der Schlüssel zum Erfolg ist und gibt Insights in sein Training. Sie sprechen über den neuen Druck nun häufiger in Favoritenrollen zu sein, seine Ziele für die Zukunft, wie er sich weiter professionalisieren möchte und natürlich das große Highlight WM in Tokio, das unmittelbar vor der Tür steht.
In der heutigen Folge BESTZEIT Podcast waren wir während der Aufnahme quasi live dabei beim Diamond League Finale in Zürich - dem letzten großen globalen Aufeinandertreffen der Leichtathletik-Elite vor der WM in Tokio. Diese wirft natürlich schon ihre Schatten voraus und mit dementsprechend viel Spannung wurden die Duelle erwartet. Ralf und Philipp haben dabei natürlich ein besonderes Augenmerk auf die deutschen Laufasse geworfen, die bei "Weltklasse Zürich" am Start waren und da gab es viele gute Leistungen, ein kleines Comeback und auch einen Sensationserfolg.
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Comments (4)

Dominik Friedmann

Danke für die klare Aussage zu den Hunden. Leider werden das die entsprechenden Hundebesitzer nicht hören. Das Problem sind wirklich nicht die Hunde, sondern einige von deren Besitzern, die sich nicht vorstellen können, dass a) nicht jeder ein Hundeliebhaber ist, b) man einfach bei einem unbekannten Hund dessen Reaktion nicht abschätzen kann und c) es auch gefährlich sein kann, wenn der Hund "nur" zwischen die Beine rennt oder hochspringt (und nicht beißt).

Nov 25th
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Stefan Brüggemann

oje, das ist wieder die vorige Folge (19)

Sep 26th
Reply (1)

Marion Fuchs

Vielleicht zum Höhentraining Light interessant: Tamsweg im Salzburger Lungau. "Hochtal" auf 1000m, dort kilometerweit recht eben den Murradweg entlang. Oben dann der Prebersee liegt auf 1500m, da gibt's auch ne schöne 3,5 km nahezu Ebene Straße plus schönes Wegchen zum kurze Runden drehen um den Prebersee 😉

Aug 27th
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