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Aufrechte Demokraten
24 Episodes
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Die Welt brennt – die USA und Israel haben einen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet und die wichtigsten Führer des theokratischen Regimes um einen Kopf kürzer gemacht. Zivilist:innen im Iran und in den umliegenden Ländern müssen jedoch weiterhin um ihr Leben bangen, die Folgen des Krieges sind nicht abzusehen. Obwohl aus linker Perspektive der Sturz islamistischer Autokraten stets zu begrüßen ist, die politische Gegner ohne zu zögern folterten und eliminierten, setzen wir unsere Hoffnung auf eine bessere Zukunft Irans nicht auf die Machenschaften zweier rechter bis faschistoider Kriegsherren (in diesem Falle Trump und Netanjahu). Simon legt die Gründe dar, warum die »responsibility to protect« in dieser Situation ein völlig absurdes Konzept ist.
Ole hingegen geht politisch gesehen auf die niedrigste Ebene: Die Windenergie in Rheinland-Pfalz wird ehrgeizig ausgebaut, bis 2030 soll das Land vollkommen auf Erneuerbare Energien laufen. Doch wie entsteht eigentlich ein Windrad? Und welche politischen Veränderungen haben sich hier in den letzten Jahren ergeben, was sagt das über unsere Bundesregierung aus und welche Folgen hat das für die kommunale Politik? Einsichten aus dem Taunus: Jetzt auch bei den Aufrechten Demokraten.
Ole hat ein TikTok-Video gesehen (https://www.tiktok.com/@carolinecianci/video/7608680596168068366), das mehrere Millionen Likes hat und in dem unzählige Slang-Begriffe vorkommen, die ursprünglich aus queeren, schwarzen Kontexten wie der Ball Room Culture stammen. Keinem der vielen tausend Kommentaren unter dem Video scheint das aufzufallen. Ist das eigentlich kritikwürdig? Oder ist das einfach der natürliche Lauf der Sprache, wo Wörter mit der Zeit von ihrem Ursprung getrennt werden? Und was hat Fler mal wieder damit zu tun?
Simon hat derweil das sehr interessante Buch "Wir" von unserem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gelesen und sich Notizen gemacht. Das Buch ist interessant, weil es so offen geschrieben ist: FWS macht gar keinen Hehl daraus, was er von UNS DEUTSCHEN will und warum er das will. Willkommen zu einem Close Reading aus der Hölle, in der mit wirklich unfassbaren Textpassagen nur so um sich geworfen wird!
Kaum einen Monat ist es her, dass Simon und Ole über den berühmt-berüchtigten Streamer Clavicular und seine maskulinistischen bis rechten Takes gesprochen haben – doch der Trend des Looksmaxxings oder eher des Maxxings allgemein bleibt von immenser Bedeutung. In Portrait in der New Yorck Times wird das Ausmaß des Wahnsinns erfasst, der das gesamte Streaming-Universum erfasst zu haben scheint. Was uns das über die aktuelle Medienwelt verrät, erklärt uns Simon. Es brauchte einen zweiten Teil in unserem Podcast, um von den Inhalten Claviculars auf seine mediale Form zu sprechen zu kommen.
Ganz ähnlich verhält es sich mit Oles Thema, denn wo vor einem Monat noch die RAM-Preise im Fokus des Interesses standen, soll nun die Infrastruktur der Serverzentren selbst in den Blick genommen werden. Der analytische Blick Ed Zitrons in seinem Artikel »The AI Data Center Financial Crisis« hilft uns zu verstehen, warum die KI-Blase dort platzen wird, wo sie am sensibelsten ist: Inmitten der gigantischen Serverfarmen, die das Antlitz der Erde zunehmend verschmutzen.
Eigentlich war eine ganz andere Folge angedacht. Simon wollte über seinen Auftritt bei Servus-TV reden und ich über Apples Pläne der Augmented Reality. Aus verschiedenen Gründen ist beides gescheitert. Aber wir haben ein kleines Q&A vorbereitet. Und das war auch ziemlich süß.
Wir haben schon darüber gesprochen, dass die großen sozialen Plattformen von heute Rechten gehören, aber was passiert eigentlich, wenn Rechte auf diesen Plattformen sprechen? Und zwar ganz frei aus dem Bauch heraus (vom Kopf wollen wir hier nicht reden). Diese Frage stellt sich Ole, der ein zweistündiges Interview bei Jasmin Kosubek mit dem sogenannten »Vordenker der Neuen Rechten«, dem Verleger Götz Kubitschek, angehört und durchgearbeitet hat. Auf die inneren Widersprüche des faschistischen Intellektuellen kommen wir zu sprechen. Simon hingegen hat die Epstein Files durchgeschaut, zumindest einige Twitter-Funde aus den über 3 Mio Seiten. Was es mit dieser Flut an Dokumenten auf sich hat und auf was wir uns konzentrieren sollten, stellt uns Simon vor.
Kanadas Premierminister Mark Carney hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos – wo sich die Reichen und damit Mächtigen treffen – eine viel beachtete Rede gehalten. Sie drehte sich um das Ende der alten Ordnung, die die USA als der große Hegemon sicherte. Mit Trumps nationalistischer Politik des dickeren Knüppels scheint sie an ein Ende gekommen. Warum die Rede weniger emanzipatorisch war als angenommen, analysiert Simon durch ein Close Reading der wichtigsten Absätze des Vortrags.
Wenig emanzipatorisch, sondern vor allem hegemonial, sollen auch Männer sein, die sich feministisch im Internet äußern. Warum die Kritik an ihnen inhaltlich richtig, aber das Ausmaß der Diskussion über sie fehlgeleitet ist, argumentiert Ole. Dabei spielen außerdem »unsichtbare« Identitäten wie Nichtbinarität und Behinderung ebenso eine Rolle wie die Plattformlogik auf Instagram.
Im “Freitag” ist am 11. Januar ein in jeder Hinsicht erschütternder Bericht von Yevgenia Belorusets erschienen. Die ukrainische Autorin beschreibt die alltägliche Gewalt durch Rekrutierungskommandos, der ukrainische Männer ausgesetzt sind. Wir lesen aus dem Artikel – und sind manchmal auch einfach sprachlos.
Die Welt gerät mal wieder aus den Fugen: Milliardenschwere Techkonzerne mit milliardenschweren Investitionen pflastern die Landschaft für KI mit Rechenzentren zu, von denen kein Mensch weiß, ob sie wirklich gebraucht werden. Ein KI-Produkt, das Profit abwirft, steht noch aus. Was bleibt, wenn die Blase geplatzt ist? Wir sehen es erst, wenn es zu spät ist. Ein bisschen so wie mit looksmaxxenden Incels wie Clavicular, die sich die Wangenknochen mit Metallkugeln zertrümmern, um mehr wie ein Chad auszusehen, der sein Umfeld per Aussehen »mogged«. Was genau das bedeutet und warum wir sehr aufmerksam auf den Generationenbruch in der rechten/maskulinistischen Medienlandschaft schauen wollen, besprechen wir in der nächsten Ausgabe von Aufrechte Demokraten.
Der US-Angriff auf Venezuelas Hauptstadt Caracas mit über 30 Todesopfern liegt einige Tage zurück und Simon & Ole reflektieren, was seitdem aus den Mündern von europäischen Staatenlenkern gekommen ist. Ist es für das Völkerrecht wichtig, ob ein Staatschef gewählt wurde? Und was sagen die Grünen, und vor allem: Warum sagen sie das? Könnte es sein, dass es dabei primär um den eigenen Imperialismus geht? Nein? Doch!
Parallel hat sich Ole in die Apple-TV+-Serie „Foundation“ hineingearbeitet und berichtet von den Hypertrophie-politischen und identitätspolitischen Aspekten der Serie. Die alles entscheidende Frage: Gibt es queere Kämpfe noch im Weltall?
Simon erzählt von den drei schönsten Momenten in seinem Jahr 2025, und Ole versucht den moralisch verkommenen Kern darin zu erblicken. Sodenn fügt Ole an, wie dey 2026 verbringen möchte und was sich 2025 so verändert hat.
Es ist Heiligabend! Passend zu diesem heiligen Tag/Abend haben Ole und Simon sich dazu entschlossen, diese Episode einen Tag später als sonst zu veröffentlichen und direkt zu Beginn über Kirchenaustritte zu sprechen. Wie schön! Ole hat anschließend ein ausführliches Psychogramm von unserem Bundeskanzler Friedrich Merz vorbereitet, anhand von drei Anlässen, bei denen ihm (also dem Friedrich) die Tränen liefen. Und was kamen jeweils direkt danach für politische Neuerungen auf uns zu? Hatte Nietzsche doch Recht mit seinen Thesen über das Mitleid??? Simon war hingegen weniger (oder mehr?) philosophisch unterwegs: Er hat den neuen Dokufilm über Robert Habeck im Kino erleiden müssen. Welch ein Grauen! Darüber und auch über Daniel Craig sprechen Ole und Simon. Viel Spaß und frohe Feiertage!
In dieser Episode wir über die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht und die Verwertungslogik der Social-Media-Landschaft. Wir plädieren für: Keine Kompromisse und mehr Urlaub!
Simon war in der neuen Folge der großen neuen ZDF-Sendung vom einzig wahren Jan Fleischhauer! Er hat diese Sendung bis heute nicht gesehen, aber Ole hat es und er berichtet uns heute von seinem Leiden dabei. Wie auch immer man medial über die Wehrpflicht diskutieren will – so bitte nicht. Simon war außerdem in Stockholm und in Oslo, er durfte viele schöne Petterson-und-Findus-Häuser sehen, er durfte von den Pfannkuchentortentraumata seiner Zuschauer:innen erfahren und er hat das Friedensnobelpreismuseum besucht. Was damit nicht stimmt? Einiges, liebe Leute! So einiges.
Die Deutsche Bahn ist so unpünktlich, das Ole wieder auf Auto umsteigt – um prompt in eine Vollsperrung zu brettern. Simon hingegen blickt auf das Leben seines Opas und erkennt die einmaligen kosmologischen Konstanten wieder, die in der Politik aber für einen erreichbaren Dauerzustand gehalten werden. Wo reiht sich hier der Glaube an die Demokratie ein, die lautstark in größtem Kitsch von Demokratieinfluencer:innen aller Art beschworen wird?
Sind wir zu dumm für die Demokratie? Ist die EU zu dumm, um einen Plan für Haustiere aus Kriegsgebieten zu haben? Ole & Simon stellen sich den Fragen der Gegenwart in einer neuen Folge der #AufDem. Ole hat leider nur fast Ursula von der Leyen getroffen, dafür aber einige andere mächtige Leute während seines Brüssel-Aufenthalts. Und meine Güte, die sagen aber lustige Sachen! Vor allem in Anbetracht dessen, für was die EU eigentlich mal gedacht war ... Hat Ole durch all das denn eigentlich Einfluss auf politische Entscheidungsträger? Apropos: Ein Skandal erschütterte das politische Berlin! Der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer soll angeblich ein klein wenig korrupt sein, hat ein rechtes Medium herausgefunden. Aber darf man diese Info dann überhaupt weiter verbreiten? Simon legt sich mit der Hauptstadtpresse an und verteidigt tapfer die Meinungsfreiheit – im Zweifelsfall sogar gegen die Demokratie?! Fragen über Fragen! Findet es heraus, liebe Leute!
Insgesamt 20.000 Seiten an geleakten Emails von Jeffrey Epstein haben im Internet ein neues Zuhause gefunden. Darin stehen alle möglichen komplett wahnsinnigen Dinge, und Ole & Simon gehen einige davon durch! Könnte es sein, dass wir es hier mit einer waschechten Verschwörung statt einer Verschwörungstheorie zu tun haben??? Außerdem hat Ole einen ZEIT-Artikel von Robert Pausch und ein Zitat von Jan Böhmermann mitgebracht. Ole & Simon stellen sich die Frage, warum die extreme Mitte so eine furchtbare Angst vor der Links-Rechts-Unterscheidung hat? Vielleicht weil sie Angst vor ihrer eigenen Haltung hat? Fragen über Fragen!
Die erwähnte Database der Epstein-Mails: https://journaliststudio.google.com/pinpoint/search?collection=2283eeed70befac7
Das Video von Folding Ideas über QAnon: https://www.youtube.com/watch?v=JTfhYyTuT44
Ole hatte einen Auftritt bei Jasmin Kosubek, die einen großen und damit extrem reichweitenstarken Interview-Kanal auf YouTube betreibt (auch als Podcast zu hören). Dort war er in einer dreistündigen Diskussion mit dem konservativen Neuropsychologen Varnan Chandreswaran. Simon hingegen hat sich in das Rabbit Hole von Sportwetten begeben. Es dämmern unangenehme Zeiten. Und irgendwas mit Peter Thiel.
Die Netflix-Doku über Haftbefehl schlägt hohe Wellen. Wir diskutieren das Phänomen.
Es ist eine Premiere! Ole und Simon sitzen zum ersten Mal in diesem Podcast in EINEM Raum und reden in EIN Mikrophon! OMG! Spürt diese ganz andere Nähe? Oder ist das aufwallende Gefühl die latente Aggressivität, die man verspürt, wenn man auf X, vormals Twitter, mal wieder Clips von Hart aber Fair Sandra Lanz Will Maischklamroth reingespielt bekommt? Kommt mit auf eine Reise durch Simons letzten Talkshow-Auftritt auf ... Twitch?! Außerdem diskutieren Ole und Simon, was der Begriff "die vierte Gewalt" denn eigentlich bedeutet.
Das BSW will die fehlenden 9.500 Stimmen und fordert eine Neuauszählung. Das politische Chaos ist vorprogrammiert. Außerdem sorgt Kanzler Merz für fremdenfeindliche Stimmung mit Geraune über Stadtbilder. Nicht gemeint ist fehlender Wohnraum.



