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ArchivBegleiter ON AIR: Einblicke und Tipps für die Archivrecherche
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ArchivBegleiter ON AIR: Einblicke und Tipps für die Archivrecherche

Author: Lars Thiele

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ArchivBegleiter ON AIR. Der Podcast für Familienforscher, Geschichtsinteressierte und alle, die Archive entdecken und nutzen wollen. Hier bekommst du praktische Tipps und Einblicke, um erfolgreich in der Vergangenheit zu recherchieren.
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Wenn du noch nie in einem Archiv warst, hast du vielleicht ein bestimmtes Bild im Kopf: dunkle Räume, Staub, schwere Tische und vergilbte Akten. Die Realität sieht heute meist anders aus. Archive sind in der Regel moderne Einrichtungen mit Lesesaal, Magazin, klaren Regeln und festen Abläufen. In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, was man in Archiven eigentlich finden kann, wie unterschiedlich Archive aufgebaut sind und warum eine gute Vorbereitung für den Archivbesuch entscheidend ist. Anlass für diese Folge ist der Tag der Archive, ein bundesweiter Aktionstag, bei dem viele Archive ihre Türen öffnen und Einblicke in ihre Arbeit geben.Hör dir die Podcastfolge einfach hier anIn dieser Episode von Archivbegleiter On Air erfährst du:was man in Archiven finden kannwarum es verschiedene Archive gibtwas ich in meinen letzten Recherchen in Stadtarchiv, Kirchenarchiv und Hauptstaatsarchiv gesucht habewarum gut Vorbereitung für einen Archivbesuch entscheidend istworauf du bei Aktenbestellung und Bestellzeiten achten solltestWas man in Archiven finden kannViele verbinden Archive zuerst mit alten Akten, Kirchenbüchern oder vergilbten Dokumenten. Das ist nicht falsch, aber nur ein Teil dessen, was dort tatsächlich zu finden ist. Je nach Archivart unterscheiden sich die Bestände deutlich. Es gibt zum Beispiel:StadtarchiveKirchenarchiveStaatsarchiveLandesarchiveSpezialarchiveJedes Archiv bewahrt andere Arten von Unterlagen auf. Deshalb hängt die Suche immer stark davon ab, was genau gesucht wird und welches Archiv dafür zuständig ist. Eine Übersicht zu den verschiedenen Arten von Archiven bietet das Archivportal-D (Link zum Portal).Beispiele aus meiner praktischen ArchivforschungPersonenstandsunterlagen im Stadtarchiv MeißenIn Meißen habe ich nach Standesamtsunterlagen gesucht, also nach Geburtsregistern, Heiratsregistern und Sterberegistern. Solche Quellen sind für die Personen- und Familiengeschichtsforschung besonders wichtig. Weiterlesen
... über Sinn, Endlichkeit, Neugier und Orientierung und warum die genealogisch Forschenden spürbar jünger werden In dieser Folge des genealogischen Wochentalks sprechen Barbara und Lars über eine Frage, die viele Forschende früher oder später umtreibt:  Warum beschäftigt man sich überhaupt mit der Familiengeschichte und warum scheint das Thema oft mit dem Älterwerden verknüpft zu sein?  Der Einstieg kommt über eine Idee aus der Lektüre von Viktor Frankl:  "... trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager" (*) Wenn uns Endlichkeit bewusst wird, rückt der Sinn des eigenen Lebens stärker in den Fokus und damit oft auch die Frage nach Herkunft, Prägung und dem, was bleibt. Barbara und Lars diskutieren, warum Familienforschung lange als „Hobby älterer Menschen“ galt und warum diese Sicht heute zunehmend zu kurz greift. Barbara schildert aus der Genealogica-Perspektive, dass das Publikum jünger wird und sich auch die Themen verändern: technischer, aktueller, aber auch mit neuen Nebenfeldern (z. B. transgenerationale Fragestellungen). Gleichzeitig bleiben zwei handfeste Hürden: Zeitaufwand und Kosten (Archive, Reisen, Planung), wobei digitale Bestände heute vieles erleichtern. Im Kern werden zwei Motivlagen herausgearbeitet: 1. Ältere Forschende: Oft beginnt es als Rückschau: „Was habe ich erlebt? Wo komme ich her?“. Kippt aber häufig in den Wunsch, etwas zu hinterlassen – Wissen, Geschichte, Dokumentation für Kinder und Enkel. 2. Jüngere Forschende: Hier schwanken die Erklärungen zwischen Neugier und Familiengeschichten (klassischer Einstieg) und dem Gedanken, dass Herkunft auch Orientierung geben kann etwa bei Fragen wie Beruf, Interessen, Prägungen oder Identität. Beide einigen sich darauf: Das Motiv ist selten „nur eins“, sondern eine Mischung und am Ende wäre es am sinnvollsten, junge Forschende selbst zu fragen, statt über sie zu sprechen. Weiterlesen
Wir gehen motiviert auf Vorträge, Tagungen oder Online-Events, hören spannende Themen und kommen am Ende doch oft mit vielen Notizen, aber ohne klaren nächsten Schritt nach Hause. Dabei können genealogische Tagungen deine Forschung enorm beschleunigen, wenn du sie gezielt nutzt. In dieser Folge von Archivbegleiter On Air geht es genau darum: Wie du Vorträge nicht nur konsumierst, sondern sie wirklich für deine eigene Forschung einsetzt, egal ob du gerade anfängst oder schon lange forschst. Hier kannst du in die Podcastfolge zum Thema reinhörenWarum Vorträge oft motivieren, aber selten weiterbringenViele Forschende machen denselben Fehler: Sie wollen alles mitnehmen.  Noch ein Vortrag hier, noch ein Workshop dort, zwischendurch Mitschriften, Screenshots, Downloads, Flyer. Am Ende bleibt häufig eine Informationsflut – aber kein echter Fortschritt. Das Problem ist nicht der Inhalt. Das Problem ist fehlender Fokus. Ohne klares Ziel hören wir zwar zu, denken aber nicht gezielt mit. Und so fühlt sich ein Tagungsbesuch schnell „interessant“, aber nicht wirklich hilfreich an.Was Vorträge wirklich leisten sollenVorträge sind selten dafür da, ein konkretes Forschungsproblem komplett zu lösen. Ihr eigentlicher Wert liegt darin, dass sie:neue Quellen aufzeigenandere Perspektiven eröffnenDenkfehler sichtbar machenfrische Ansätze liefernOder kurz gesagt: Ein guter Vortrag löst nicht alles, aber bringt dich auf die richtige Spur. Wenn du danach klarer siehst und einen neuen nächsten Schritt kennst, war der Vortrag bereits erfolgreich.Kosten vs. Nutzen: Die falsche Rechnung bei TagungenGerade bei Online-Events wie der Genealogica oder der RootsTech vergleichen viele: Wie viele Vorträge bekomme ich für mein Geld? Aber das ist die falsche Frage. Die richtige Frage lautet: Welcher Vortrag hilft mir konkret bei meinem aktuellen Forschungsproblem? Weiterlesen
... von Kirchenbuchrecherchen über Onlinequellen bis zum Umgang mit Schutzfristen bei der Archivrecherche Im ersten genealogischen Wochentalk des Jahres 2026 berichten Barbara und Lars von erfolgreichen Forschungserlebnissen rund um Onlinequellen, Standesamtsunterlagen und klassische Archivarbeit. Dabei geht es um schnelle Erfolge mit digitalisierten Beständen bei Ancestry.de, den richtigen Umgang mit Schutzfristen sowie um effiziente Recherchestrategien im Kirchenarchiv. Zum Jahresauftakt teilen Barbara und Lars persönliche Forschungserfahrungen aus den Feiertagen und den ersten Recherchetagen im neuen Jahr. Lars berichtet, wie eine spontane Recherche mit seinem Schwiegervater mithilfe online verfügbarer Standesamtsunterlagen bei Ancestry.com überraschend schnell mehrere Generationen erschließen konnte. Besonders hilfreich waren dabei digitalisierte Melderegister, Geburts-, Heirats- und Sterberegister aus Frankenberg. Im Gespräch erklären die beiden anschaulich, was es mit den gesetzlichen Schutzfristen bei Standesamtsunterlagen auf sich hat und wie Forschende dennoch an geschützte Personenstandsunterlagen gelangen können. Anschließend geht es um praktische Archivarbeit vor Ort. Lars schildert eine erfolgreiche Recherche in einem Pfarrarchiv bei Oschatz, bei der mithilfe von Namensregistern gleich mehrere Generationen bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden konnten. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, Kirchenbücher systematisch zu prüfen, Registerbände gezielt zu nutzen und sich nicht vorschnell nur auf einzelne Einträge zu konzentrieren. Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie sich digitale Quellen und klassische Archivarbeit sinnvoll ergänzen und wie strukturiertes Vorgehen Zeit spart und Forschungserfolge beschleunigt. Jetzt anhören: Themen aus dem GesprächSchnelle Forschungserfolge mit digitalisierten Standesamtsunterlagen bei Ancestry.deSchutzfristen bei Geburts-, Heirats- und Sterberegistern verständlich erklärtwelche Nachweise für Standesamtsanfragen hilfreich sein könnenNamensregister und Kirchenbuchaufbau effektiv auswertenRecherchepraxis im Pfarrarchiv und Zeitmanagement vor OrtBerufliche Vererbung am Beispiel kurfürstlicher FörsterfamilienZitate aus dem Gespräch„Sobald Informationen online verfügbar sind, vor allem verschiedene Quellen zusammenkommen, kommt man mit der Forschung oft erstaunlich schnell voran.“ – LarsHinweise Weiterlesen
Dieser Beitrag wurde ursprünglich als Blogartikel im Jahre 2022 veröffentlicht und stellt eine Fallstudie zur Person George Berger dar. Die grundlegenden Aussagen zur Quellenlage und zu den Grenzen der Kirchenbuchforschung sind weiterhin gültig. Seit dem Jahr 2022 haben sich insbesondere durch die Digitalisierung und Online-Veröffentlichung zahlreicher sächsischer Archivbestände neue Recherchemöglichkeiten ergeben, die für den beschriebenen Fall und ähnliche Forschungen neue Möglichkeiten eröffnen.  In der Podcastfolge wird die Fallstudie aus heutiger Perspektive weitergedacht, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit fragmentarischer Überlieferung und die Nutzung digitalisierter Gerichtsbücher des Sächsischen Staatsarchivs. Der Beitrag dient somit zugleich als Aktualisierung des älteren Blogbeitrags und als Begleittext zur gleichnamigen Podcastfolge bei Archivbegleiter ON AIR. (Stand: Januar 2026)„George Berger, Häusler und Gedingemann in Höckendorff, ist 1665 gebohren, starb am 28. May 1743 wurde hierauf am 30. dito mit einer Leichenpredigt und Abdankung begraben. Seines Alters 78 Jahre.“Dieser Sterbeeintrag zu George Berger ist der bislang älteste Nachweis im Kirchenbuch für die Vorfahren der von mir erforschten Ahnenlinie Berger in der Gegend um Höckendorf im sächsischen Osterzgebirge.Schlecht lesbare Aufzeichnungen als Hindernisse der FamilienforschungDer schlechte Zustand des ältesten Kirchenbuchs zu Höckendorf verhindert leider die Ermittlung weiterführender Informationen zu George Berger, seiner Familie und anderer Vorfahren. Auf den größtenteils durch Tintenfraß zerstörten Seiten konnte lediglich herausgelesen werden, dass George Berger mit Maria Berger (geborene Büttner) verheiratet war. Sie starb 1737 in Höckendorf, fünf Jahre vor ihrem Ehemann George Berger, und hinterließ ihn als Wittwer. Ein Geburtseintrag des gemeinsamen Sohnes, George Christoph Berger (gest. 1761) oder weiterer Kinder war leider nicht mehr ermittelbar. Trotz allem konnte mit Hilfe eines Heiratseintrages zum Sohn im Traubuch der Kirchgemeinde Höckendorf aus dem Jahr 1718 die Linie der Familie Berger bis George Berger verfolgt werden. Als Beleg hierfür dienen die Kirchenbucheinträge. Weiterlesen
 – Podcast: Archivbegleiter On Air | Sonderfolge –  (Hinweis: Diese Podcastfolge enthält Werbung. Ich unterstütze die Genealogica ideell und erhalte für diese Unterstützung eine kleine Gegenleistung.) In dieser Sonderfolge von Archivbegleiter On Air spreche ich mit Barbara über die Entstehung und die Mission der "Genealogica" – dem deutschsprachigen Online-Festival für Genealogie.  Barbara ("Die Welten verbinden") ist gemeinsam mit Anja ("Welt der Vorfahren") Veranstalterin der jährlichen Online-Genealogie-Messe. Die "Genealogica" ist aus einer ganz konkreten Erfahrung heraus entstanden: Dem Wegfall von Austausch, Begegnung und Sichtbarkeit während der Corona-Pandemie und der Frage, wie genealogische Zusammenarbeit trotzdem möglich bleiben kann. Barbara erzählt in dieser Folge, warum sie gemeinsam mit Anja den Schritt gegangen ist, ein solches Format online zu denken, umzusetzen und erläutert welche Überzeugung bis heute dahintersteht. Ich persönlich unterstütze die Genealogica seit 2021 aus Überzeugung heraus, etwas mit gestalten zu können und die Weitergabe von Wissen zu ermöglichen. Nicht, weil es „ein weiteres Online-Event“ ist, sondern weil ich von Anfang an miterlebt habe, wie aus einer Idee ein tragfähiger Raum für Austausch entstanden ist. Gerade für kleinere Vereine, Projekte oder Einzelpersonen bietet das Format Möglichkeiten, sichtbar zu werden, ohne laut auftreten zu müssen. Diese Folge soll deshalb keine bloße Werbung sein, sondern vielmehr Orientierung für interessierte Teilnehmer sein.Für wen diese Folge interessant istfür genealogische Vereine und Initiativenfür Projekte, Autoren und Referentenfür Dienstleister im genealogischen Umfeldfür alle, die überlegen, ob Ausstellen im digitalen Raum für sie sinnvoll istEinladung zum Infoabend für Interessierte und AusstellerWer nach dem Hören der Folge Fragen hat oder sich ein eigenes Bild machen möchte, ist herzlich eingeladen zum offenen Infoabend für Aussteller. Weiterlesen
In dieser Wochentalk-Folge bei Archivbegleiter On Air geht es um Familiengeschichte aus den Gesprächen mit Familienmitgliedern, also darum, wie sich Erinnerungen, Erlebnisse und persönliche Geschichten im Austausch mit Eltern, Großeltern und anderen Familienmitgliedern erschließen lassen. Barbara und Lars sprechen darüber, warum Gespräche oft mehr zutage fördern als formale Interviews oder Fragebögen und weshalb gerade die Weihnachtszeit dafür einen besonderen Rahmen bietet. Ausgehend von persönlichen Beispielen zeigen sie, wie Alltagsgegenstände zu Erinnerungsträgern werden: Barbaras Weihnachtsbaum dient als Erinnerungslandkarte vergangener Reisen und Lebensphasen, während Gespräche über erzgebirgischen Weihnachtsschmuck und Nussknacker Einblicke in die Lebensrealität der DDR-Zeit eröffnen – vom Schlange stehen bis zum Tauschhandel. So bewahrt Dekoration Familiengeschichten. Im weiteren Verlauf sprechen die beiden Geschichtensammler über praktische Zugänge zur Familiengeschichte. Fotos, Sammlungsstücke und vertraute Objekte erweisen sich als besonders geeignete Gesprächsanlässe. Gleichzeitig wird deutlich, dass gut gemeinte Hilfsmittel wie „Erzähl-mal-Bücher“ nicht immer funktionieren, wenn sie als Pflicht wahrgenommen werden. Offenheit, echtes Interesse und das Erzählenlassen stehen im Mittelpunkt. Ein wichtiger Aspekt der Folge ist der sensible Umgang mit schwierigen oder schmerzhaften Erinnerungen. Es gibt kein Anrecht auf jede Geschichte. Nicht jede Erfahrung möchte oder kann sofort erzählt werden. Zuhören, Zurückhaltung und das Wahrnehmen von Grenzen sind entscheidend, besonders bei Themen wie Krieg, Nachkriegszeit oder DDR-Biografien. Aufzeichnungen per Sprachnotiz können dabei helfen, im Gespräch präsent zu bleiben und sich ganz auf das Gegenüber zu konzentrieren. Jetzt anhören: Themen aus dem GesprächFamiliengeschichte im Gespräch: Lockeres Gespräch, Fragebogen oder Interview?Weihnachten als Gesprächsanlass für ErinnerungenGegenstände, Fotos und Sammlungen als TüröffnerErzgebirgischer Weihnachtsschmuck und DDR-AlltagZuhören, Grenzen respektieren und biografische SensibilitätAufzeichnen statt mitschreiben: Sprachnotizen als HilfeZitate aus dem Gespräch„„Wir haben kein Anrecht auf jede Erinnerung. Manchmal braucht es Zeit.““ – BarbaraAusblick auf die nächste Folge Weiterlesen
Die Aufgaben des Standesamtes Viele von uns verbinden das Standesamt heute hauptsächlich mit der Hochzeit (standesamtlichen Trauung) oder der Geburt eines Kindes. Dabei sind die Aufgaben deutscher Standesämter vielfältiger und beschränken sich nicht nur auf die Ausstellung von Urkunden. Dabei werden zahlreiche Informationen von den Ämtern gesammelt und verwahrt, die für die Ahnenforschung eine wahre Goldgrube sein können. Höre dir die Podcastfolge zu diesem Beitrag hier an:Geburtsurkunde, Geburtsregister und GeburtsanzeigeGeburten, egal ob in Krankenhaus oder zu Hause, müssen aktuell innerhalb einer Woche dem am Geburtsort zuständigen Standesamt mit Angabe des Kindesnamens, des Geburtsdatums, Geburtsorts und der Geburtszeit gemeldet werden. In den meisten Fällen übernimmt das Krankenhaus oder die Hebamme die Anzeige der Geburt beim zuständigen Standesamt. Dabei werden in der Regel die Mutter und der Vater des Kindes mit registriert. Ausnahmen zu den Pflichten bei der Geburtsanzeige sind übrigens genau im deutschen Personenstandsgesetz (PStG) geregelt.Heirat, Heiratsregister und AufgebotSeit dem 1. Januar 1876 ist eine offiziell gültige Eheschließung und deren Beurkundung in Deutschland nur noch durch deutsche Standesämter möglich. Somit müssen geplante Eheschließungen beim Standesamt angemeldet werden. Die Anmeldung muss in der Regel beim zuständigen Standesamt des Wohnortes erfolgen. Der Ort der Eheschließung kann häufig auch außerhalb des Wohnortes erfolgen. Mit der Anmeldung prüft das Standesamt, ob es für die beabsichtigte Heirat Hindernisse gibt. Im Zweifelsfall fordert der/die Standesbeamte/in entsprechende Nachweise ein und führt Befragungen durch.  Die Prüfung, ob eine Ehe geschlossen werden darf oder nicht, erfolgte lange Zeit durch ein kirchliches oder später ein ziviles Aufgebot (Ankündigung zu einer bevorstehenden Heirat). Seit 1998 werden jedoch keine Ankündigungen zur beabsichtigten Eheschließung mehr von Standesämtern ausgehängt. In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde schon ab 1956 die öffentliche Ankündigung des Standesamtes durch die formale Anmeldung zur Eheschließung beim Standesamt abgelöst. Weiterlesen
In dieser Adventsfolge wird es heimelig: Barbara und Lars sprechen über Weihnachtsrituale, Familienbräuche und Erinnerungen, die sich über Generationen weitertragen. Vom Plätzchenbacken mit alten Familienrezepten über das gemeinsame Singen und die Frage nach DEM Weihnachtslied der Kindheit bis hin zu selbstgebackenem Stollen und eigenen, neuen Familientraditionen. Dabei wird deutlich: Weihnachten ist gelebte Familiengeschichte. Alles, was wir an Ritualen, Gerüchen, Liedern und kleinen Gewohnheiten weitergeben, wird irgendwann Teil der eigenen Familienkultur. Genau darum geht es in dieser Folge: persönliche Erinnerungen, regionale Besonderheiten, ein bisschen Nostalgie und viel Adventsgefühl. Jetzt anhören: Themen aus dem GesprächIn dieser Folge sprechen wir u. a. über:Welche Rituale aus der Kindheit bis heute überlebt habenPlätzchenrezepte, die nur in der Familie existieren (oder existieren sollten)Das legendäre Dr. Oetker Schulkochbuch und warum es bei Barbara noch immer im Einsatz istDas Aufkommen neuer Familientraditionen (wie der erste selbstgebackene Stollen)Musikalische Erinnerungen„Wir singen erst, dann gibt’s Bescherung“: Was Familienbräuche auslösen könnenRegionale Unterschiede zwischen Norddeutschland und SachsenWeihnachtszeit als Gesprächsanlass für FamilienforschungLars’ Vorgeschmack auf eine Geschichte über einen Nussknacker aus DDR-Zeiten und warum solche Gespräche oft der perfekte Einstieg in die Familiengeschichte sindDas von Barbara erwähnte Weihnachtslied ist tatsächlich „Hymne an die Nacht - Heil'ge Nacht, o gieße du... (Ludwig van Beethoven). Barbara's Familie singt es wohl etwas schneller ;-)  Hier findest du eine Choraufnahme: https://youtu.be/LmEjab7B1hE?si=C96WZPQmA6MKcMtr Zitate aus dem Gespräch„Bevor wir dieses eine Lied nicht gesungen haben, ist Weihnachten bei uns nicht zu Ende.“ – Barbara„Ich mag eigene Traditionen zu starten und auch mal etwas anders zu machen“ – LarsAusblick auf die nächste FolgeIn der kommenden Episode knüpfen wir an dieses Gespräch an. Dann gehen wir der Frage nach: Weiterlesen
Was passiert eigentlich mit jahrzehntelanger genealogischer Arbeit, wenn wir sie nicht rechtzeitig ordnen, sichern oder weitergeben? In dieser Folge sprechen Barbara und Lars über ein Thema, das viele Forschende verdrängen bis es plötzlich akut wird: Wie bewahren wir unsere Forschung sinnvoll auf und wohin geben wir Unterlagen, damit sie nicht verlorengehen? Der Anlass könnte praktischer kaum sein: Lars war in dieser Woche als Dokumentenkurier unterwegs und hat Aufzeichnungen zur Dresdner Frauenkirche ins Archiv gebracht. Daraus entwickelten sich Fragen, die jede genealogisch arbeitende Person früher oder später betreffen. Jetzt anhören: Themen aus dem GesprächWarum private Aufzeichnungen für Archive wertvoll sindVorlässe: Unterlagen zu Lebzeiten weitergeben. Aber wohin und wie?Was Archive überhaupt annehmen und nach welchen Kriterien sie entscheidenKapazitätsprobleme: Warum Nachlass-Angebote abgelehnt werdenZeitzeugendokumente zur DDR-Friedensbewegung und warum diese in den Archiven kaum zu finden sindBackups, Datenverlust & PapierunterlagenPublikationen und aufgeschriebene Familiengeschichten als dauerhafte Formen der BewahrungMehr zum Inhalt dieser FolgeViele Forschende arbeiten Jahrzehnte an ihrer Familiengeschichte. Sammeln Namen, Daten, Dokumente und so manche spannende Geschichte zu den Vorfahren. Aber was passiert eigentlich mit den Sammlungen, wenn wir mal nicht mehr auf dieser Erde wandeln. Genau hier setzt das Gespräch an: Ein Vorlass muss nicht kompliziert sein, aber er sollte bewusst geplant und gestaltet werden. Lars beschreibt, wie er private Unterlagen zur Frauenkirche ins Archiv brachte und warum solche Sammlungen, gerade wenn sie aus persönlicher Mitarbeit entstanden sind, für Archive ein echter Gewinn sein können. Barbara und Lars sprechen darüber, wie Archive entscheiden, welche Dokumente sie übernehmen: Passt das Material zum Sammlungsprofil? Ergänzt es eine bestehende Überlieferung? Ist es geordnet genug, um tatsächlich verarbeitet zu werden? Weiterlesen
Barbara ist ganz aufgeregt. In dieser spontanen Wochentalk-Ausgabe treffe ich sie persönlich in Gotha. Zwischen Vorträgen, Gesprächen und Tagungskaffee erzählt sie, warum sie es gerade nicht erwarten kann wieder nach Hause zu kommen. Jetzt anhören: Themen aus dem GesprächFreude über neue Digitalisate Barbara berichtet von der Veröffentlichung neuer Sammlungen bei FamilySearch, unter anderem Lübecker Kirchenbücher, die ihr neue Zugänge zu bisher unerforschten Vorfahren eröffnen. Die Veröffentlichung weckt bei ihr die Forscherleidenschaft und sorgt für geplante lange Nächte voll Forschung. Forschungsorganisation und Methodik Sie erklärt, wie sie ihre historischen Recherchen strukturiert: mit Research Logs in Evernote, in denen sie für jede untersuchte Person notiert, was sie bereits gefunden und auch was sie nicht gefunden hat. Diese sogenannten Negativ-Ergebnisse verhindern ebenso doppelte Arbeit und erleichtern späteres Anknüpfen an alte Recherchen. Arbeiten mit Digitalisaten Auch wenn viele Kirchenbücher heute indexiert sind, empfiehlt Barbara immer den Blick ins Originalbild: Randnotizen, Korrekturen oder Nachträge werden in Indizes oft nicht erfasst. Für eine saubere Dokumentation gehören daher Screenshots, Quellenangaben und Belegdateien zur persönlichen Ordnung einer Forscherin dazu. Technik, Digitalisierung und Dank an die Freiwilligen Wir sprechen über die enorme Arbeit hinter den Digitalisierungsprojekten von FamilySearch, Archion und anderen Plattformen. Hinter jeder durchsuchbaren Seite stehen Menschen, die Kirchenbücher scannen, transkribieren und kontrollieren. Diese Arbeit macht moderne Ahnenforschung erst möglich und verdient Wertschätzung. Zukunft der Forschung Trotz KI- und Texterkennung bleibt menschliches Mitdenken unersetzlich. Genealogie braucht weiterhin neugierige Forschende, die Strukturen erkennen, Quellen kritisch prüfen und die Geschichten hinter den Namen sichtbar machen. Fazit Die neue Folge zeigt, wie sehr Digitalisierung die Familienforschung erleichtert und dass sorgfältige Dokumentation, Geduld und Begeisterung weiterhin entscheidend bleiben. Zwischen Tagungstrubel und Forscherleidenschaft entsteht so ein ehrlicher Einblick in den Alltag einer aktiven Familienforscherin. Weiterlesen
In dieser Ausgabe des Genealogischen Wochentalks setzen wir das begonnene Gespräch aus dem letzten Wochentalk über Vereine in der Genealogie fort. Im zweiten Teil unseres Gesprächs sprechen wir über die Zukunft genealogischer Vereine. Wir schauen darauf, wie sich Publikationen verändert haben, warum die aktive Mitarbeit oft auf wenigen Schultern ruht, und welche neuen Wege Vereine gehen können, um jüngere Forschende einzubinden. Außerdem geht es um internationale Zusammenarbeit und darum, wie sich Gemeinschaft auch jenseits klassischer Vereinsstrukturen gestalten lässt. Diese Episode ist Teil 2 des Gesprächs, denn beim Thema Vereine gibt es so viel zu sagen. Barbara ist vielen bekannt als Bloggerin von Die Welten verbinden, als Mit-Organisatorin der Genealogica und als Präsidentin der International German Genealogy Partnership (IGGP).  Jetzt anhören: Themen aus dem GesprächPublikationen und Engagement Manche genealogische Vereine veröffentlichen regelmäßig neue Schriften und Mitteilungshefte, andere haben ihre Publikationstätigkeit fast eingestellt. Gedruckte Hefte werden zunehmend durch digitale Formate ersetzt, aus Kostengründen und vielleicht auch aus Nachhaltigkeitsbewusstsein. Entscheidend bleibt die Aktivität der Mitglieder: Wo viele mitarbeiten, entstehen neue Inhalte. Freiwillige gewinnen In den meisten Vereinen tragen rund zehn Prozent der Mitglieder die Arbeit. Um neue Engagierte zu gewinnen, braucht es niedrigere Einstiegshürden: geteilte Ämter, kürzere Amtszeiten, klare Aufgabenbeschreibungen und persönliche Ansprache. Wer weiß, was auf ihn zukommt, lässt sich eher auf Verantwortung ein. So unser Fazit im Gespräch.  Einarbeitung und Weiterbildung Viele potenzielle Vorstandsmitglieder zögern, weil sie nicht wissen, was rechtlich und organisatorisch auf sie zukommt. Eine bessere Begleitung in die Vereinsarbeit, Schulungen zu Vereinsrecht und Erfahrungsaustausch können hier viel bewirken. Kommunikation und Ansprache Vereine, die ihre offenen Positionen konkret ausschreiben – inklusive Aufgaben, Zeitaufwand und Ansprechpartner – bekommen deutlich mehr Rückmeldungen. Auch direkte Gespräche oder Anrufe helfen, Hemmschwellen abzubauen und Interessierte zu gewinnen. Weiterlesen
In der zweiten Ausgabe des Genealogischen Wochentalks spreche ich mit Barbara Schmidt über Vereine in der Genealogie – über ihre Bedeutung, ihre Arbeit und darüber, warum sich eine Mitgliedschaft lohnen kann. Wir reden über große und kleine Vereine, über den Verein für Computergenealogie, über regionale Gruppen und darüber, warum sie selbst vielleicht nicht die typischen „Vereinsmitglieder“ sind, uns aber trotzdem gern in die Vereinsarbeit einbringen. Außerdem geht es um die Überschneidungen zwischen genealogischen Vereinen, Geschichtsvereinen und Ortschronisten und darum, wie diese Netzwerke für die Forschung hilfreich sind. Diese Episode ist Teil 1 des Gesprächs, denn beim Thema Vereine gab es einfach zu viel Spannendes zu erzählen. Teil 2 folgt in einer der nächsten Folgen des Podcasts. Barbara ist vielen bekannt als Bloggerin von Die Welten verbinden, als Mit-Organisatorin der Genealogica und als Präsidentin der International German Genealogy Partnership (IGGP).  Jetzt anhören: Themen aus dem GesprächDer Deutsche Genealogentag als Schaufenster der genealogischen VereinslandschaftDie Vielfalt der Vereine: regional, nach historischen Gebieten, unterschiedlich großDer "Verein für Computergenealogie": Datenbanken, Crowdsourcing, weltweite MitgliedschaftGründe für eine Mitgliedschaft: Angebote nutzen, Austausch, regionale Expertise, Mitmach-Projekte„Vereinstyp“ vs. projektbezogenes Engagement: Vorträge halten, fachlich unterstützen statt ÄmterRegionale und historische Spezialisierung: warum das für Forschung entscheidend istStammtische & Vortragsabende als Orte für Wissenstransfer, Austausch und VernetzungÜberschneidungen zwischen genealogischen Vereine, Geschichtsvereinen und OrtschronistenZusammenarbeit der verschiedenen Vereine in gemeinsamen Projekte (z. B. Guts- und Häuserforschung)Herausforderung: "Verjüngung", Zusammenschlüsse oder Auflösung der VereineZitat aus dem Gespräch:„Die Vereine wissen oft genau, wo welche Quelle liegt. Diese regionale Expertise ist für die Forschung Gold wert.“Ankündigungen und Hinweise Weiterlesen
In der ersten Ausgabe des Genealogischen Wochentalks spreche ich mit Barbara Schmidt über den 75. Deutschen Genealogentag in Frankfurt / Main.Wir blicken zurück auf drei volle Tage Austausch, Workshops und Begegnungen und sprechen über neue Trends, die wachsende Online-Community und die Verbindung zwischen Präsenz- und Digitalformaten.Barbara ist vielen bekannt als Bloggerin von Die Welten verbinden, als Mit-Organisatorin der Genealogica und als Präsidentin der International German Genealogy Partnership (IGGP). Jetzt anhören: Themen aus dem Gespräch • Wie sich der Deutsche Genealogentag entwickelt hat, von der reinen Vereinsmesse zum offenen Treffen für Familienforscher, Genealogische Vereine, Verlage/Buchhändler, Genealogischer Softwareanbieter, Genealogische Plattformen, Dienstleister zum Thema Familienforschung ... • Warum Workshops so wichtig sind und „Frontbeschallung“ der Vergangenheit angehört • Neue Gesichter, Familien mit Kindern, internationale Gäste • Rückblick auf den Ortsrecherche-Workshop und Vortrag/Workshop zum Deutschen Zeitungsportal • Ausblick: Genealogentag 2026 in Göttingen und Genealogica 2026Zitat aus dem Gespräch:„Workshops schaffen mehr echten Austausch ... das wünsche ich mir für alle künftigen Veranstaltungen.“— Barbara SchmidtAnkündigungen und HinweiseDer Wochentalk soll künftig regelmäßig Einblicke in die aktuelle genealogische Szene geben – mit Kolleginnen, Kollegen und engagierten Forschenden aus Deutschland und der Welt.Abonniere den Podcast, um keine Folge zu verpassen.Schreib mir, wenn du selbst einmal Gast im Wochentalk oder bei Archivbegleiter ON AIR sein möchtest!Mehr Folgen und Hintergründe findest du auf Archivbegleiter ON AIR Weiterlesen
Diese Woche hatte ich im Archiv eine interessante Erfahrung:  Ein Nutzer war unsicher im Umgang mit den vorhandenen Mikrofilmgeräten und wusste nicht, wie er den Film korrekt einlegen und das Bild vergrößern konnte.  Ich konnte helfen und erklären, wie das Gerät funktioniert, und es hat mich gefreut, mein Wissen weiterzugeben. Dabei kam mir die Idee zu diesem Blog-Beitrag.  Auch ich kenne nicht jedes Gerät zum Lesen von Mikrofilmen auswendig und lerne bei jeder Nutzung und durch den Austausch mit den Archivmitarbeitern dazu. Daher möchte ich hier eine Anleitung geben, die dir den Einstieg erleichtert.  Mikrofilmlesegeräte sind unverzichtbare Werkzeuge für Historiker, Familienforscher und andere Archivnutzer, die alte Akten, Dokumente oder Zeitungsarchive einsehen wollen.  In diesem Blogartikel erkläre ich dir die verschiedenen Typen von Mikrofilmlesegeräten, stelle ausgewählte Modelle vor und gebe dir praktische Tipps zur effizienten Nutzung.1. Die verschiedenen Typen von MikrofilmlesegerätenEs gibt eine Vielzahl von Mikrofilmlesegeräten, die sich in ihren Funktionen und ihrer Handhabung unterscheiden. Die hier vorgestellten Modelle sind nur Beispiele und repräsentieren typische analoge und digitale Geräte. Die grundlegende Funktionsweise ist jedoch bei den meisten Modellen ähnlich, sodass die hier beschriebenen Anleitungen dir bei der Nutzung unterschiedlicher Geräte helfen können. Analoge Mikrofilmlesegeräte Diese klassischen Modelle benötigen eine Lichtquelle und eine Vergrößerungslinse, um Mikrofilme sichtbar zu machen. Sie sind oft in Bibliotheken und Archiven zu finden und ermöglichen das manuelle Durchsehen von Mikrofilmrollen. Beispielmodell:  Canon MS-400 Digital Microfilm Reader Printer (siehe https://www.microfilmworld.com/canonms-400microfilmreaderprinterscanner.aspx) Digitale Mikrofilmlesegeräte Diese modernen Geräte bieten Scanfunktionen, mit denen Mikrofilme digitalisiert und am Computer angezeigt werden können. Sie erleichtern das Arbeiten mit historischen Dokumenten, da sie digitale Speicherung und Bearbeitung ermöglichen. Beliebte Modelle sind: Weiterlesen
Johann Friedrich August Berger wurde im Mai 1792 als Sohn des Tagelöhners Christian Gottlieb Berger und seiner Frau Eva Rosina, geb. Richter in Höckendorf bei Dippoldiswalde geboren.  Im Alter von 22 Jahren wurde er zum Militärdienst in die sächsische Armee eingezogen. Nach Napoleons Niederlage bei der Völkerschlacht zu Leipzig war das sächsische Militär 1813 auf die Seite der verbündeten Staaten (Preußen, Russland, Österreich …) gewechselt und wurde dann zum Kampf gegen Napoleon neu formiert. So dürfte auch Friedrich August zu den neu rekrutierten Soldaten gehört haben, die 1814 und 1815 (erneut) gegen Napoleon ins Feld zogen. Nach den Kämpfen in Westdeutschland und Frankreich wurde der einfache Soldat der Festungsdivision Königstein zugeteilt, wo er bis zum Ende seines Militärdienstes im Jahr 1825 blieb. In Königstein an der Elbe fand der Festungssoldat dann wohl auch sein zukünftige Frau Johanna Juliane Hartitzsch. Einen Tag vor der offiziellen Entlassung aus dem Militärdienst (am 27.11.1825) war bereits ein erster Sohn, Friedrich August, geboren worden. Das Paar wurde schließlich im Juni 1826 in der Kirche zu Königstein getraut und blieb in dem kleinen Ort Hütten, dem Geburtsort Johannas, wohnen. Militärakten im Sächsischen Staatsarchiv„verabschiedeter Gemeiner von der Garnison - Division der Festung Königstein, und derzeit Einwohner in den Hütten“Dieser Eintrag zum Stand des Bräutigams im Traubuch der evangelischen Kirchgemeinde Königstein/Sachsen bildete den Ansatz für Recherchen zum Soldatenleben des Johann Friedrich August Berger. Das Sächsische Hauptstaatsarchiv in Dresden verwahrt Aufzeichnungen zum sächsischen Militär aus den unterschiedlichen Jahrhunderten. Darunter auch Musterungslisten der militärischen Verbände aus der Zeit Napoleons. Musterungslisten sind Auflistungen von Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten sowie sonstiger zugehöriger Personen der jeweiligen Einheiten im betreffenden Musterungsjahr. Die Akten können zwischen 1 cm und 20 cm dick sein, je nach Umfang der Einheit. Die Listen sind nach Kompanien aufgeteilt. Die Namen der aufgenommenen Militärs sind nicht alphabetisch sortiert, sondern innerhalb der Einheit mit laufender Nummer und nach Rang geordnet. Eine Suche nach Namen erfordert somit nicht selten die vollständige Durchsicht der Musterungslisten. Weiterlesen
Vorstellung des Archivrecherche Podcasts Willkommen bei ArchivBegleiter ON AIR – deinem Podcast für erfolgreiche Archivrecherche. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, um die Schätze vergangener Zeiten zu entdecken. Ein passionierter Gastgeber und eingeladene Experten teilen ihre besten Tipps, Tricks und Erfahrungen, um dir zu helfen, das Beste aus deinen Archivrecherchen herauszuholen.  Von den Grundlagen der Archivrecherche bis hin zur professionellen Informationssuche – hier findest du Anleitung, um in den Archiven erfolgreich zu navigieren.  Erfahre, wie du die richtigen Archive ermittelst, Aktenbestände effizient durchsuchst, wertvolle Dokumente und Aufzeichnungen findest. Lerne, wie du Ergebnisse interpretierst, um spannende Erkenntnisse über die Vergangenheit zu gewinnen. Egal, ob du ein Hobby-Forscher, ein Geschichtsinteressierter oder ein professioneller Autor bist, der Archivbegleiter Podcast bietet dir wertvolle Einblicke und Inspiration für deine Reise zu dir unbekannten Archivmaterialien. Hier eine Übersicht zu den bisher veröffentlichten Folgen (inkl. Links zu den Folgenseiten) Folge 1: Ein Podcast für die Archivrecherche Folge 2: Von der Festung Königstein in den Steinbruch Folge 3: Mikrofilme lesen leicht gemacht Folge 4: Genealogischer Wochentalk #1: Rückschau zum 75. Deutschen Genealogentag Folge 5: Genealogischer Wochentalk #2: Genealogische Vereine - Teil I Folge 6: Genealogischer Wochentalk #3: Genealogische Vereine - Teil II Folge 7: Genealogischer Wochentalk #4: Endlich wieder nächtelanges Forschen Folge 8: Genealogischer Wochentalk #5: Genealogische Forschungsergebnisse bewahren und weitergeben Folge 9: Genealogischer Wochentalk #6: Traditionen, Plätzchen und Familiengeschichten Folge 10: Mehr als nur die Geburtsurkunde Folge 11: Genealogischer Wochentalk #7: Familiengeschichte im Gespräch Folge 12: Warum ich die Genealogica unterstütze und was Aussteller dort erwartet Folge 13: Fallstudie: Gedingemann George Berger und die Grenzen der Kirchenbuchforschung Weiterlesen
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