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NEU DENKEN
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Author: Mission Wertvoll
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© Mission Wertvoll
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NEU DENKEN ist ein Video- und Audiopodcast, der unseren gesellschaftlichen Diskurs neu aufrollt – respektvoll und lösungsorientiert. Statt der nächsten Aufregung hinterherzulaufen, stellen wir eine andere Frage: Wie geht es besser?
Moderatorin Maja Göpel spricht mit führenden Stimmen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft über große Themen unserer Zeit – von Wachstum und Demokratie über Innovation und Sicherheit bis zu Vermögen und Marktwirtschaft. Gemeinsam suchen wir nach Ideen, die verbinden statt spalten, und zeigen, wie Veränderung konkret und konstruktiv gelingen kann. Im Zentrum steht dabei eine Haltung: Wer Demokratie stärken will, muss die Sorgen der Menschen ernst nehmen – und neue Perspektiven anbieten statt zu polarisieren.
Moderatorin Maja Göpel spricht mit führenden Stimmen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft über große Themen unserer Zeit – von Wachstum und Demokratie über Innovation und Sicherheit bis zu Vermögen und Marktwirtschaft. Gemeinsam suchen wir nach Ideen, die verbinden statt spalten, und zeigen, wie Veränderung konkret und konstruktiv gelingen kann. Im Zentrum steht dabei eine Haltung: Wer Demokratie stärken will, muss die Sorgen der Menschen ernst nehmen – und neue Perspektiven anbieten statt zu polarisieren.
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Ab 14.10. überall da, wo es Podcasts gibt: NEU DENKEN ist der Video- und Audiopodcast von Mission Wertvoll mit Maja Göpel, der unseren gesellschaftlichen Diskurs neu aufrollt – respektvoll und lösungsorientiert. Statt der nächsten Aufregung hinterherzulaufen, stellen wir eine andere Frage: Wie geht es besser?
Ein Wort, das besonders gerne in politischen Debatten auftaucht, ist das Wachstum. Wenn das Wirtschaftswachstum erstmal wieder läuft, dann wird alles gut, heißt es oft. Aber ist das wirklich so einfach? Was ist mit den Nebenwirkungen der derzeitigen Form ökonomischen Wachstums, wie etwa Umweltzerstörung und Ungleichheit? Und wieso werden viele der unbezahlten Leistungen, die die Gesellschaft zusammenhalten, aus diesem Blickwinkel gar nicht berücksichtigt?
Kaum ein Wort klingt so nach Schieflage wie Schulden. Als wäre etwas aus dem Ruder gelaufen, man hätte über seine Verhältnisse gelebt oder wäre auf andere angewiesen. Aber stimmt das eigentlich? Ist Schuldenmachen wirklich ein Problem – oder nicht vielmehr ein notwendiger Vorschuss, um Zukunft zu gestalten? Wer entscheidet, wann eine Verschuldung sinnvoll ist? Und wie können wir deutlicher machen, wann es um kluge Investitionen geht – in Infrastruktur, Bildung, Klima oder Innovationen – also in das, was uns und kommenden Generationen zugutekommt?
Wenn über Ungleichheit gesprochen wird, geht es meistens um Einkommen. Doch die eigentliche Schieflage zeigt sich woanders: beim Vermögen. Denn hier wachsen die Unterschiede nicht nur – sie explodieren. Aber was ist Vermögen eigentlich? Ein Haufen Geld auf dem Konto? Aktien, Immobilien, Unternehmensanteile? Viel spannender und wichtiger ist doch die Frage: Was passiert mit diesem Geld? Wofür wird es eingesetzt? Welchen Einfluss hat Kapital darauf, welche Unternehmen bestehen, welche Produkte auf den Markt kommen – und unter welchen Bedingungen das geschieht?
Innovation klingt immer großartig. Nach Aufbruch, Fortschritt, Zukunft. Kaum ein politisches oder wirtschaftliches Konzept kommt heute ohne sie aus. Aber: Wenn wir ständig nach mehr Innovation rufen – wissen wir eigentlich, mehr von was wir meinen? Denn Innovation ist nie neutral. Sie verändert Strukturen, verschiebt Macht, schafft Neues – und lässt anderes verschwinden. Was gestern noch sinnvoll war, gilt heute als überholt. Und im Alltag merken wir: Das Neue fühlt sich nicht immer automatisch besser an. Aber wir merken auch, dass keine Veränderung nicht unbedingt Stabilität bringt. Und nun heißt es allenthalben, Deutschland sei nicht innovativ genug. Woran liegt das? Haben wir verlernt, mutig zu planen – und warum ist ein bisschen Plan nicht gleich Planwirtschaft? Wie kommt denn gelungene Innovation in die Welt - und wer bestimmt, in welche Richtung sie gehen soll?
Mit Marktwirtschaft verbinden wir das Versprechen von Freiheit, Wettbewerb und fairen Chancen. Wir verbinden es mit einem System, das sich selbst reguliert und in dem Angebot und Nachfrage in Balance zueinander stehen. So haben wir es gelernt, so scheint es selbstverständlich. Aber stimmt das eigentlich?
Denn Märkte entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie brauchen Regeln, Institutionen und Vertrauen – und damit immer auch den Staat. Er kann Wettbewerb sichern, Innovation fördern und Fairness garantieren. Aber er kann sie auch behindern: Dann werden Regeln zu starr, Risiken verzerrt oder Informationsflüsse verhindert – und es entstehen riskante Marktdynamiken. Welche Wirtschaftspolitik wir wählen, bestimmt also, ob Märkte Freiheit ermöglichen – oder sie beschneiden. Trotzdem hält sich hartnäckig die Vorstellung, der Markt funktioniere am besten, wenn der Staat sich heraushält. Dabei zeigt die Realität das Gegenteil: Wo Kräfteverhältnisse kippen und Wettbewerb erodiert, braucht es Regeln. Staatliche Eingriffe sind dann kein Schritt in Richtung Planwirtschaft – sondern eine Voraussetzung dafür, dass Märkte überhaupt fair funktionieren können. Warum also halten sich die Klagen über zu viele staatliche Eingriffe so hartnäckig? Und was bedeutet es für die Zukunft der Marktwirtschaft, wenn wir neu darüber nachdenken, welche Spielregeln uns wichtig sind – und wie wir diese demokratisch mitbestimmen können?
Host Maja Göpel reflektiert die erste Staffel des Podcast NEU DENKEN zum Thema Wirtschaft.
Sicherheit ist das Fundament, auf dem Demokratien stehen: Um zu funktionieren, brauchen sie Vertrauen in Regeln, Institutionen und die Verlässlichkeit des Rechts. Doch das demokratische Fundament beginnt zu bröckeln – von außen wie von innen.
Meist denken wir beim Thema Sicherheit an äußere Bedrohungen, an Kriege, Konflikte und geopolitische Spannungen. Doch seltener sprechen wir darüber, wie wir die Stabilität und das Vertrauen innerhalb unserer eigenen Gesellschaften sicherstellen.
Denn Demokratien leben von der Gewissheit, dass das Recht des Stärkeren Grenzen hat, dass jedes Leben gleiche Würde besitzt und dass gesellschaftliche Institutionen diese Prinzipien schützen – unabhängig von Parteiinteressen oder ökonomischer Macht.
Wenn dieser Schutz und diese Unabhängigkeit zu wackeln beginnt, wenn Parolen und Misstrauen an die Stelle von Vertrauen treten, dann steht nicht nur die Sicherheit Einzelner, sondern die demokratische Ordnung selbst auf dem Spiel. Was können wir tun, um die Demokratie zu bewahren und zu schützen?
Wer über Sicherheit nachdenkt, richtet den Blick oft auf militärische Krisen. Aber unsere Sicherheit ist auch von anderen, schleichenderen Prozessen bedroht. Ganz zentral ist dabei die Überlastung der Grenzen unseres Planeten. Wenn Wasserzyklen gestört sind, Böden ausgelaugt, Ernten gefährdet und Klimarisiken ganze Infrastrukturen zerstören, steht weit mehr auf dem Spiel als “nur” ein bisschen Umweltschutz – dann geht es um unsere Sicherheit.
Wer sich fragt, was Menschen heute wirklich beschäftigt, stößt schnell auf die sozialen Fragen unseres Alltags: steigende Mieten, wachsende Lebensmittel- und Energiepreise oder die Unsicherheit über Rente und Pension im Alter. Diese Themen zeigen, wie sehr soziale Sicherheit unser Leben prägt – sie ist oft die Grundlage dafür, dass wir kreativ, risikobereit und zukunftsorientiert handeln können. Ohne sie verharren Gesellschaften eher in Sorge und Vorsicht, statt gemeinsam positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
Sicherheit entscheidet sich heute nicht mehr nur auf der Straße, im Parlament oder der Landesgrenze. Sondern auch in digitalen Räumen, in denen wir heute viel Zeit verbringen.
Doch die ursprüngliche Utopie des Internets – ein demokratischer Raum für alle – ist unter Druck. Die mächtigsten Techkonzerne der Welt bestimmen mehr und mehr, welche Informationen wir sehen, wie Meinungen entstehen und wie wir die Welt interpretieren. Wie lässt sich die öffentliche Debatte vor dem Einfluss der “Broligarchen” schützen – und ist eine demokratische Kontrolle in digitalen Räumen überhaupt noch möglich?
Kaum etwas hat unser Sicherheitsgefühl in Deutschland und Europa wohl so erschüttert wie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Direkt nebenan wird mit Waffengewalt gekämpft. Das waren wir nicht mehr gewohnt. Und jetzt sitzen wir hier und fragen uns: Wie kommen wir da nur wieder raus?
Einig sind wir uns vermutlich vor allem darin, dass wir uns Frieden wünschen. Die Frage ist, wie kommen wir dahin? Welche Formen der Auseinandersetzung, Konfrontation, aber dann vor allem auch Kooperation braucht es dafür?
Host Maja Göpel reflektiert die zweite Staffel des Podcast NEU DENKEN zum Thema Sicherheit.
Demokratie gilt als Herrschaft des Volkes. Doch immer öfter scheint Macht sich wieder bei denen zu bündeln, die kaum bereit sind, sich begrenzen zu lassen. Rückenwind erhalten sie ausgerechnet dort, wo Demokratien als handlungsunfähig wahrgenommen werden: viel Gerede, wenig Durchsetzung, so der Vorwurf.
Aber was ist demokratische Macht eigentlich? Geht es nur um Regeln – oder um die Fähigkeit, gemeinsam zu gestalten? Und wie kann Macht vom Volk ausgehen, wenn das Gemeinsame immer schwerer zu greifen scheint?
Kompromisse scheinen aus der Mode gefallen zu sein. Oder gelten sie nur deshalb als unerquicklich, weil Durchregieren derzeit so verführerisch wirkt? In politischen Debatten und Umfragen wächst der Wunsch nach der „starken Hand“ – populistische Strategien setzen gezielt auf kompromissloses Sortieren in richtig und falsch.
Doch was kostet uns diese Haltung? Wenn Nein-Sagen zur Tugend wird und Durchsetzen mehr zählt als tragfähige Lösungen, bleibt am Ende oft Stillstand. Medien verstärken diesen Eindruck, indem sie das Durchdrücken feiern – nicht das Aushandeln.
Wenn in Deutschland etwas nicht funktioniert, ist schnell ein Schuldiger gefunden: die Bürokratie. Zu viele Regeln, zu lange Verfahren, zu wenig Dynamik – so lautet der Vorwurf. Und tatsächlich erleben viele Bürokratie als frustrierend, vor allem dort, wo Regeln ihren Sinn nicht mehr erklären.
Doch was passiert ohne Regeln? Willkür statt Verlässlichkeit, fehlende Standards, unbeachtete Risiken. Deregulierung, so der Anthropologe David Graeber, meint oft nur: Regeln abschaffen, die mir gerade im Weg stehen.
In dieser Folge von NEU DENKEN spricht Maja Göpel mit Uwe Schneidewind darüber, wie Bürokratie so gestaltet werden kann, dass sie dem Gelingen dient. Und warum gerade die kommunale Ebene zeigt, dass es nicht nur auf die Regeln selbst ankommt – sondern oft darauf, wie Menschen mit ihnen umgehen.
Wann habt ihr zuletzt eine Debatte im Bundestag verfolgt – und was bleibt davon hängen? Oft sind es zugespitzte Aussagen, persönliche Angriffe, das laute Austeilen. Denn das klicken gut. Aber tragen solche Debatten wirklich zur Demokratie bei?
Klarheit in der Sache ist wichtig. Doch was geht verloren, wenn Personen statt Argumente angegriffen werden? Wo bleibt konstruktives Streiten, das Zusammenarbeit möglich hält? Und warum ist Zuhören kein Zeichen von Schwäche, sondern Voraussetzung für Verständigung?
In dieser Folge von NEU DENKEN spricht Maja Göpel mit Bernhard Pörksen über Debattenkultur, über Wahrheitssuche und Offenheit – und darüber, welche Ziele sich dieser Podcast selbst setzt, wenn es um respektvolle, demokratische Verständigung geht.
Das Recht des Stärkeren liegt in der Luft. Die Zündschnur ist kurz, der Ton rau. Menschen, die sich gegen diese Logik stellen, erleben offene Feindseligkeit – während viele gleichzeitig genau unter dieser Radikalisierung leiden.
Warum also findet Extremismus so verlässlich Zulauf? Was treibt Menschen dazu, Umgangsformen zu unterstützen, die sie selbst als schmerzhaft und bedrohlich empfinden? Und warum fällt es Demokratien trotz historischen Wissens so schwer, sich wirksam zu verteidigen?
In dieser Folge von NEU DENKEN spricht Maja Göpel mit Matthias Quent über Radikalisierung, über Ohnmacht als politisches Gefühl – und darüber, wie Demokratien wehrhaft bleiben können, ohne ihre Grundlagen zu verlieren.




