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Obdachlosenhilfe Rostock – authentisch und ungeschönt
Obdachlosenhilfe Rostock – authentisch und ungeschönt
Author: Obdachlosenhilfe Rostock gGmbH
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© Obdachlosenhilfe Rostock gGmbH
Description
Obdachlosigkeit betrifft uns alle.
Wir holen uns jede zweite Woche Betroffene und Helfer:innen vors Mikro und lauschen Lebensgeschichten, Schicksalen und Erfolgsstorys –hautnah, unmittelbar, authentisch und ungeschönt. Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Fassaden und seien Sie bereit, Tabus zu brechen und Stigmata hinter sich zu lassen!
Wir holen uns jede zweite Woche Betroffene und Helfer:innen vors Mikro und lauschen Lebensgeschichten, Schicksalen und Erfolgsstorys –hautnah, unmittelbar, authentisch und ungeschönt. Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Fassaden und seien Sie bereit, Tabus zu brechen und Stigmata hinter sich zu lassen!
10 Episodes
Reverse
Heute hören wir die Geschichte einer beeindruckenden Frau, der unverschuldet der Boden unter den Füßen weggebrochen ist. Mit Hilfe und Unterstüzung hat sie schnell wieder den Weg in ein neues Leben gefunden. Sie spricht offen über Scham, Ängste und Hoffnung. Ihr Lebensweg hat ihren Blick auf die Menschen geändert und zeigt auf, wie wichtig es ist, dass Menschen gesehen werden und dass man mit Freundlichkeit und warmen Worten viel Zuversicht spenden kann.
Heiko war LKW-Fahrer und ständig unterwegs, bevor ihn ein Schicksalsschlag in die Alkoholabhängigkeit und Wohnungslosigkeit riss. In dieser neuen Folge erzählt der 59-jährige offen von Absturz und gescheiterten Therapien. Zwischen Trauer und zwei viel zu großen Fernsehern hat Heiko eines nie verloren: seinen Humor.
Zu DDR-Zeiten arbeitete Jan als Kfz-Schlosser und träumte von einem „normalen Leben“. Nach der Scheidung fiel Jan aus den Bahnen; das Leben auf der Straße machte ihn krank. 1996 kam Jan als einer der ersten Bewohner in unser Haus. Er fand den Weg zurück, zog wieder in eine eigene Wohnung und konnte viele Jahre lang stundenweise arbeiten – als Betreuer, Nachtwächter und Rostocker Stadtführer. Heute kreuzen sich unsere Wege wieder: Fast täglich kommt er zum Mittag ins Café Albert. Jan steckt immer noch voller Fröhlichkeit. Sein Motto „Morgen wird besser“ begleitet ihn trotz einiger Einschränkungen weiter. Er bekam ein zweites Leben geschenkt und meistert es großartig.
Eine weitere Erfolgsgeschichte, über die wir uns diese Woche freuen dürfen. Vor einigen Jahren haben die Trennung seiner Frau und eine schwere Krankheit Rene in die Obdachlosigkeit getrieben. Die Post stapelte sich, der Griff zum Alkohol wurde immer regelmäßiger. Letztendlich waren es seine sechs Kinder und ein eiserner Wille, die Rene mithilfe der sozialen Betreuung wieder auf die gerade Bahn verhalfen. Heute wohnt Rene in seiner eigenen Wohnung und arbeitet im fleißigen Werkstatt-Team der Obdachlosenhilfe.
Einmal im Monat begleitet Dr. Dagmar unseren Straßensozialdienst. Früher führte sie eine Praxis, heute berät sie obdachlose und bedürftige Menschen direkt auf der Straße. Sie vertraut auf ihre jahrzehntelange Erfahrung und auf ihre sieben Sinne, die ihr helfen, die Bedürfnisse der Menschen zu erkennen, bevor Worte es tun. Das Herz am rechten Fleck und ein Beispiel für Gestalt gewordene Menschlichkeit.
Norbert berichtet uns von seiner aktiven Kindheit und warum er in die Obdachlosigkeit geraten ist. Heute wohnt er in der Kleinen Freiheit, unserer Pflegewohnanlage. Er fühlt sich wohl, malt seine eignen Bilder und verrät uns, welche Träume er noch hat. Ein Geschichte die uns zeigt, dass das Leben Höhen und Tiefen bereit hält und dass es sich lohnt, niemals den Kopf hängen zu lassen.
Unsere langjährige Sozialarbeiterin Irene erzählt die Geschichte von Peter. Er wächst unter schweren Umständen in Rostock auf, begleitet von Jugendhilfe, Sucht und Wohnungslosigkeit. In der Obdachlosenhilfe Rostock erkennt Sozialarbeiterin Irene sein Potenzial und begleitet ihn durch einen langen Weg. Nach einer Therapie gelingt ihm der Neustart: Ausbildung, Karriere, Familie. Jahre später kehrt er für einen kurzen Besuch zurück, um danke zu sagen. Heute lebt er ein stabiles, glückliches Leben. Seither hat er sich nicht mehr gemeldet – und das ist auch gut so.
Für Johannes ist die Straße eine Bühne voller Geschichten und kein Ort der Distanz. Als ehrenamtlicher Streetworker hat er angefangen; mittlerweile arbeitet er hauptberuflich für die Obdachlosenhilfe und hat seinen Platz und damit seine Bestimmung gefunden. Wenn er nicht unterstützt, macht er Musik, die seinen Alltag trägt. Wir sprechen über Antrieb, Leidenschaft und erfahren, warum Streetwork für ihn mehr ist als ein Job.
Harald hat aufgrund ausbleibender Zahlungen seines Arbeitgebers seine Wohnung verloren und lebt seither in der Obdachlosenhilfe Rostock. Aufgeben war für ihn nie eine Option, deshalb setzt er sich ehrenamtlich für Personen ein, die sich in einer ähnlichen Lage befinden, während er bemüht an seinen eigenen Zielen arbeitet. In dieser Folge gibt uns Harald Einblick in die Herausforderungen bei der Wohnungssuche und wie wichtig es ist, den Mut nicht zu verlieren.
Wir sprechen mit Norbert, einem Bewohner der Obdachlosenhilfe Rostock. Vor einigen Jahren hat er seine Wohnung verloren und zunächst in der Abstinenz-WG der Einrichtung ein Zuhause gefunden. Seine schwere Lungenkrankheit machte ihm jedoch immer zu schaffen und zwang ihn zu mehreren langen Krankenhausaufenthalten. Heute lebt Norbert in seiner eigenen Wohnung der Obdachlosenhilfe; trocken, stabil und dank einer neuen Therapie so gesund wie lange nicht mehr. Von der Klinik zum Kleingartenidyll.




