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Der YeahFußball-Podcast

Author: Daniel Kultau

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Die besonderen Geschichten des Fußballs: Tragisch, lustig, skurril und abseitig.
133 Episodes
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Ein Turnier mit den größten Fußballnationen der Welt – und trotzdem kennt es heute kaum jemand. 1980 richtet Uruguay zum 50-jährigen Jubiläum der WM ein besonderes Turnier aus: Die Mundialito. Dort treten fünf Weltmeister und die Niederlande gegeneinander an, um den „Weltmeister der Weltmeister“ zu ermitteln. Mit dabei sind große Namen des Weltfußballs, junge Stars wie Diego Maradona und die besten Teams ihrer Zeit. Doch das Turnier ist mehr als nur Fußball. Uruguay wird damals von einer Militärdiktatur regiert. Das Mundialito soll als Propaganda dienen und das Land international in gutem Licht darstellen. Gleichzeitig wächst der Widerstand in der Bevölkerung – auch sichtbar in den Stadien. Während Gastgeber Uruguay um Ruhm und nationale Identität kämpft, reist die deutsche Nationalmannschaft als Europameister an. Sportlich bleibt sie hinter den Erwartungen – und sorgt abseits des Platzes mit Partynächten für Schlagzeilen. In dieser Folge geht es um: - den Mundialito 1980 in Uruguay - die Verbindung von Fußball und Politik - die Militärdiktatur und ihren Einfluss auf den Sport - die deutsche Nationalmannschaft beim Turnier - große Spiele, bekannte Spieler und ein vergessenes Finale Eine Geschichte über Fußball, Macht und Erinnerung – und darüber, warum der Mundialito 1980 bis heute ein verborgenes Kapitel der Fußballgeschichte ist.
Eden Hazard kam als Weltstar vom FC Chelsea zu Real Madrid – und trotzdem lief es nicht so, wie es wohl alle erwartet hatten. In dieser Episode schauen wir uns genau an, was schiefging und warum selbst das größte Talent nicht automatisch Erfolg garantiert. Gemeinsam mit Nils Kern von REAL TOTAL gibt es einen Rückblick auf Hazards Zeit in Madrid: die großen Erwartungen nach Cristiano Ronaldos Abgang, Verletzungen, Fitnessprobleme und den Druck, als neuer Hoffnungsträger zu glänzen. Mit dabei sind Stimmen von Mitspielern und Trainern wie José Mourinho, Jürgen Klopp, Pep Guardiola, John Terry oder auch Carlo Ancelotti. Sie ordnen Eden Hazard ein und zeigen, warum er bei Real Madrid nie sein volles Potenzial ausschöpfen konnte. Doch bevor es königlich wird, gibt es einen Blick auf den steilen und unaufhaltsamen Aufstieg von Eden Hazard. Sein Durchbruch beim OSC Lille und der Weg zur absoluten Weltklasse beim FC Chelsea. Hazards Zeit bei Real Madrid zeigt die Höhen, Tiefen und überraschenden Wendungen eines Weltstars im weiß-goldenen Trikot. Von spektakulären Dribblings bis zu persönlichen Rückschlägen – und was hat Mario Kart eigentlich mit all dem zu tun? Erfahrt es in der neuen Episode.
Am 1. April 1989 sorgt eine Nachricht für Aufsehen im deutschen Fußball: Der Weltstar Elton John taucht rund um das Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München auf und spricht plötzlich über Millionen, Investitionen und große Pläne. Dass Elton John eine Nähe zum Fußball hat, war bekannt. In den 70ern stieg er zuerst bei den LA Aztecs in der NASL ein, später dann bei seinem Herzensverein FC Watford. Den führte er von der vierten bis in die erste englische Liga und das FA-Cup-Finale. Aber wichtiger: Der Fußball rettete Elton John während seiner großen Tourneen. SPOILER Am 1. April 1989 sollte Elton John dann auch noch Borussia Mönchengladbach übernehmen. Die Verantwortlichen der Borussia freuten sich bereits und auch Elton John sprach im ZDF schon von der Übernahme. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich dabei nur um einen Aprilscherz handelte - den vielleicht größten in der Geschichte der Fußball-Bundesliga.
Youri Djorkaeff und der Fall des 1. FC Kaiserslautern steht für eine der berüchtigsten Phasen der FCK-Geschichte. Kaum ein Verein ist so eng mit Weltmeistern verbunden wie der 1. FC Kaiserslautern: 1954 mit Fritz Walter und Co., 1990 mit Andreas Brehme, 2014 mit Miroslav Klose. Doch nicht jeder Weltmeister brachte sportlichen Glanz auf den Betzenberg. Als der französische Weltmeister Youri Djorkaeff 1999 von Inter Mailand nach Kaiserslautern wechselt, scheint der FCK endgültig in der europäischen Spitze angekommen zu sein. Deutscher Meister 1998, Champions-League-Nächte, internationale Aufmerksamkeit – der Verein wirkt größer als je zuvor. Sportlich überzeugt Djorkaeff zunächst, entscheidet Spiele im UEFA-Pokal und liefert unvergessene Momente. Doch hinter den Kulissen beginnt sich etwas zu verschieben. Der Abgang von Otto Rehhagel, Spannungen mit Trainer Andreas Brehme und wachsende Egos lassen den sportlichen Erfolg bröckeln. Gleichzeitig verändert sich die DNA des Klubs: Statt Identifikation zählen große Namen, hohe Gehälter und kurzfristige Effekte. Gemeinsam mit Dirk Stiwitz vom Online-Magazin „Treffpunkt Betze“ führt der Blick tief in eine Zeit, die von Größenwahn, intransparenten Vertragsmodellen und finanziellen Fehlentscheidungen geprägt war. Verdeckte Zahlungen über Agenturen, steigende Verbindlichkeiten und der Verlust wichtiger Einnahmequellen leiten einen Abwärtsstrudel ein, der Jahre später im Punktabzug, im Bundesliga-Abstieg und schließlich in der Insolvenz mündet. Youri Djorkaeff steht dabei weniger als Schuldiger, sondern als Symbol für einen Moment, in dem der 1. FC Kaiserslautern den Kontakt zu seiner eigenen Identität verlor. Eine Geschichte über Aufstieg, Selbstüberschätzung und den langen Weg zurück zur Stabilität.
Michael Ballack war in den 2000er-Jahren der wohl prägendste deutsche Fußballer. Er durchlebte mit der Nationalmannschaft die ganz dunklen Jahre, führte sie zurück an die Weltspitze – und wurde zum Gesicht einer neuen Fußball-Ära. Umso unverständlicher wirkt sein Abschied aus dem DFB-Team, über den sich heute fast alle einig sind: Er war nicht würdig. Doch wie konnte es so weit kommen, dass für den Capitano plötzlich kein Platz mehr war? In dieser Episode blicken wir zurück auf Ballacks außergewöhnliche Laufbahn: von seinem Debüt 1999, über sein heroisches Opfer im WM-Halbfinale 2002, das Sommermärchen 2006 und den Vize-EM-Titel 2008. 2010 sollte in Südafrika endlich die Krönung folgen – doch weniger als einen Monat vor dem Turnier wurde Ballack im FA-Cup-Finale von Kevin-Prince Boateng so hart gefoult, dass er die WM verpasste. Es folgte eine bittere Phase, sportlich wie privat, die schließlich zu seinem abrupten Ende in der Nationalmannschaft führte. Wir erzählen die ganze Geschichte dieses unrühmlichen Abschieds – und stellen am Ende die Frage, die viele Fans bis heute beschäftigt: Was wäre gewesen, wenn dieses eine Foul nie passiert wäre?
Am 28. November 2016 stürzt das Flugzeug von Chapecoense SC kurz vor Medellín (Kolumbien) ab. An Bord: die gesamte Mannschaft, Trainer, Journalisten und Crew – auf dem Weg zum Finale der Copa Sudamericana. Nur sechs Menschen überleben den Absturz des Flugs LaMia 2933. Was als größter Moment in der Vereinsgeschichte von Chapecoense begann, wurde zur größten Tragödie des brasilianischen Fußballs. Ein kleiner Club aus der Stadt Chapecó schaffte es in nur wenigen Jahren von der vierten bis in die erste Liga. Von dort aus ging es dann weiter über den südamerikanischen Kontinent. Doch auf dem Weg zum möglicherweise größten Triumph kam es zu folgenschweren Fehlern der Fluglinie LaMia - die schließlich in einer Katastrophe endeten. In dieser Episode gibt es einen Rückblick auf die Helden von Chapecoense, den unfassbaren Zusammenhalt der Stadt und die unglaubliche Solidarität der Fußballwelt – vom respektvollen Stadion in Medellín bis zur emotionalen Trauerfeier in der Arena Condá. 🎧 Die ganze Geschichte hört ihr in der neuen Podcast-Episode: „Der Flugzeugabsturz von Chapecoense – Was wirklich in dieser Nacht geschah“ Community: Folgt dem YeahFußball-Podcast gerne auf Instagram, BlueSky, TikTok oder WhatsApp. Audio-Credits: Ende.app Produktions-Credits: Sprecher, Redaktion, Audio-Produktion, Titelgrafik: Daniel Kultau Unterstützung: Der YeahFußball-Podcast ist ein reines Hobby-Projekt. Wenn ihr mich dabei unterstützen wollt, könnt ihr das gerne über Paypal tun. Vielen Dank!
Technische Probleme - was steckte dahinter und wie gehts weiter?
Der FC Chelsea ist für sein Leihsystem bekannt. Denn teilweise verleiht der englische Verein dutzende seiner Spieler in einer Saison quer an die unterschiedlichsten Vereine der Welt. Dabei sind immer wieder Spieler dabei, denen viele weder auf den ersten, noch auch den zweiten Blick den Sprung in die erste Mannschaft des FC Chelsea zutrauen. Doch hinter dem Leihsystem steckt viel mehr, als nur die erste Mannschaft des FC Chelsea zu unterstützen. Es ist ein eigenes Ökosystem, das weit über den eigentlichen Wert der Spieler hinausgeht. Der FC Chelsea betrachtet die Fußballer dabei immer wieder als kleine Firmen, ohne die Rolle eines Ausbildungsvereins einzunehmen. Wie das Leihsystem genau funktioniert, hört ihr in dieser Episode.
Am 26. Mai 2018 hat sich im Olympiastadion von Kiew eine Fußballgeschichte abgespielt, die bis heute untrennbar mit dem Namen Loris Karius verbunden ist. Das Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid sollte der größte Abend in der Karriere des deutschen Torhüters werden. Stattdessen wurde es zu seinem Albtraum. Zwei Fehler von Karius gingen direkt in die Fußballhistorie ein und prägten seine Laufbahn wie kein anderes Spiel. Doch was ist an diesem Abend wirklich passiert? Und wie ging es danach für ihn weiter? In dieser Podcast-Episode blicken wir nicht nur auf die 90 dramatischen Minuten von Kiew, sondern auch auf den langen Weg dorthin. Von den ersten Stationen in Mettenberg, Ulm und Stuttgart über den Wechsel zu Manchester City bis hin zum Aufstieg in Mainz. Wir zeigen, wie sich Karius beim FC Liverpool unter Jürgen Klopp durchgesetzt hat, welche Rückschläge es schon vor dem Finale gab und warum sein Weg in die Premier League so besonders war. Gehirnerschütterung durch Ramos? Natürlich geht es auch um die Folgen: die heftigen Reaktionen in Medien und sozialen Netzwerken, die Diskussion um eine mögliche Gehirnerschütterung durch Sergio Ramos und die Frage, ob diese alles verändernde Nacht seine Karriere tatsächlich besiegelt hat. Oder ob Karius noch einmal die Chance bekam, sich neu zu beweisen. Dabei werfen wir auch einen Blick auf die weiteren Stationen seines Weges – von Besiktas Istanbul über Union Berlin bis hin zu Newcastle United. Und schließlich landet die Geschichte in Deutschland, wo Loris Karius heute wieder im Tor steht und versucht, seinen Platz im Fußball zurückzuerobern. Tragödie & Triumph Dieser Podcast erzählt nicht nur die Chronik einer Niederlage, sondern auch die Geschichte eines Spielers, der zwischen Hoffnung, Kritik und Comeback-Momenten immer wieder seinen Weg gesucht hat. Ein Stück Fußballgeschichte, das bis heute fasziniert – und zeigt, wie nah Triumph und Tragödie im Sport beieinanderliegen.
Die Glasgow Rangers und ihre spektakuläre Rückkehr auf den schottischen Fußballthron. 2021 war "the journey", wie die Fans die Reise der Rangers nannten, endlich vorbei. Denn nach zehn Jahren reckten die Glasgow Rangers den Pokal wieder in die Höhe. Aber vorausgegangen war eine schwierige Dekade, in der die Mannschaft in der vierten Liga wieder ganz neu anfangen musste. Dort ging es gegen Gegner, bei denen die Rangers selbst in Hecken krabbeln musste, um die Bälle zu holen. Aber es war nicht nur ein Rückschlag für die Glasgow Rangers, sondern auch für den schottischen Fußball. Schließlich litt die Attraktivität der ersten Liga. Es gab kein Old Firm gegen Celtic Glasgow und den kleineren Teams der Liga fehlten zwei ausverkaufte Heimspiele und somit viel Kohle. Dadurch sank der Zuschauerschnitt der gesamten Liga. Die Rückkehr hat dann viel mit einem Namen zu tun: Steven Gerrard. Er führte die Rückkehr der Glasgow Rangers zurück auf den Thron an. Und das absolut beeindruckend!
Die deutsche Nationalmannschaft reiste als amtierender Europameister zur Weltmeisterschaft 1998 nach Frankreich – mit Spielern, die Fußballgeschichte geschrieben haben: Jürgen Klinsmann, Lothar Matthäus, Oliver Bierhoff oder Jürgen Kohler. Erfahrung ohne Ende, Siegermentalität en masse. Doch das sollte nicht zum Erfolg führen. In dieser Episode werfen wir einen Blick hinter die Schlagzeilen und erzählen die ganze Geschichte einer Fußballnation zwischen Hoffnung und Zerfall. Schon in der Gruppenphase gegen Jugoslawien, Iran und Mexiko wird klar: Die goldene Generation ist gealtert – und die Gegner sind mutiger geworden. Gleichzeitig wächst der Druck auf Trainer Berti Vogts. Medienkampagnen, Fanfrust und hitzige Interviews begleiten jede Partie. War die Kritik berechtigt – oder wurde Vogts zum Sündenbock gemacht? Dann kam das entscheidende Spiel: Deutschland gegen Kroatien im Viertelfinale der WM 1998. Für viele kam der Knackpunkt mit der Roten Karte für Christian Wörns. Spieler und Trainer Vogts gaben der Entscheidung des Schiedsrichters die Schuld am Ausscheiden. Diese Episode erzählt nicht nur den sportlichen Verlauf des Turniers, sondern auch die Hintergründe von Berti Vogts’ Rücktritt, den Beginn einer DFB-Krise und das Ende einer Ära in der deutschen Nationalmannschaft.
Tsubasa Ozora ist auch heutzutage noch ein Vorbild für viele junge Fußballerinnen und Fußballer. Und das, obwohl Tsubasa Ozora nur ein Anime-Charakter ist. In der Serie „Captain Tsubasa“, die in Deutschland unter dem Namen „Die tollen Fußballstars“ lange Zeit auf RTL 2 lief, ist er der Protagonist und hat einen großen Traum. Und zwar möchte er sich mit der japanischen Nationalmannschaft für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren. Denn das war Japan zum Start der Serie im Jahr 1983 noch nie gelungen. Der Mann hinter dem Manga und dem Anime ist Yoichi Takahashi. Und er hat mit seiner Serie nicht nur etwas geschaffen, was viele Japanerinnen und Japaner inspirierte und für den bis dahin noch eher unbeliebteren Sport Fußball begeisterte. Er schaffte es auch das internationale Publikum glücklich zu machen. Darunter auch viele heutige Weltklassespieler wie Andrés Iniesta, Fernando Torres, Zinedine Zidane oder Thierry Henry. Wie Tsubasa Ozora und Yoichi Takahashi das geschafft haben und warum sie auch bei der ersten WM-Teilnahme Japans ihre Finger im Spiel hatten, hört ihr in dieser Episode.
Vorbereitungsturniere in der Sommerpause: Eigentlich ganz nice. Daher gibts in dieser Episode einen Rückblick auf den Ligapokal - das vielleicht größte Vorbereitungsturnier. Vom Olympia-Sommer 1972 bis zur letzten Austragung 2007. Von den Anfängen über den Fuji-Cup, den DFB-Supercup, den Premiere Ligapokal, dem DFL-Ligapokal bis hin zu den letzten Finals gibts die Entwicklung eines Wettbewerbs, der heute fast in Vergessenheit geraten ist. Der Startschuss fiel 1972: Wegen der Olympischen Spiele in München begann die Bundesliga-Saison verspätet, und erstmals wurde ein Ligapokal ausgetragen – mit 32 Teams. In den 1980er-Jahren folgte der Fuji-Cup, der kleine Städte wie Passau, Koblenz oder Herne zu Austragungsorten machte. Parallel lief der DFB-Supercup, der jedoch unter schwachen Zuschauerzahlen litt. 1997 verschmolzen Fuji-Cup und Supercup zum DFB-Ligapokal - zumindest inoffiziell. Meister, Pokalsieger, Vizemeister und weitere Top-Teams kämpften in kleineren Stadien um den Titel. Finanziell lohnend für die Vereine, aber oft nur im Pay-TV zu sehen. Sportlich dominierten der FC Bayern München, später auch Hertha BSC, Werder Bremen, Schalke 04 und der Hamburger SV. Trotz Stars wie Giovane Élber (Rekordtorschütze) und Hasan Salihamidžić (Rekordspieler) nahm das Interesse stetig ab. 2007 sicherte sich der FC Bayern den letzten Titel, bevor der Wettbewerb eingestellt und durch den DFL-Supercup ersetzt wurde. Die Episode bietet einen umfassenden Überblick über unter anderem: Die Entstehung und Entwicklung des Ligapokals Höhepunkte und Kuriositäten aus Fuji-Cup und Supercup Besondere Spielorte und TV-Übertragungen der 80er- und 90er-Jahre Ein Rückblick auf ein Stück deutscher Fußballgeschichte, das zwischen Sommerpause und Bundesliga-Saison für besondere Momente sorgte und dessen Wiederkehr bis heute offen bleibt.
Die Glasgow Rangers und ihr spektakulärer Fall in die vierte schottische Liga. Das ist ein beispielloser Fall. Denn die Glasgow Rangers sind kein Provinzclub, sondern einer der beiden großen Vereine des Landes. Für sie ging es als 54-facher schottischer Meister und 33-facher schottischer Pokalsieger in die Niederungen des schottischen Fußballs. Doch wie konnte es soweit kommen? Gerade nach all dem Erfolg, der sich zumindest national eingestellt hatte? Wie so oft werden die größten Fehler im Erfolg gemacht. Und wie so oft spielt das Geld dabei eine große Rolle. Denn auch wenn die Glasgow Rangers mit David Murray einen reichen Mann an der Seite hatten, schützte sie das nicht vor einem großen Schuldenberg, der sich anhäufte. Denn große Spieler wie Paul Gascoine, Brian Laudrup oder Tore André Flo fanden den Weg in den legendären Ibrox Park. Was auf die Party folgte, war der große Kater. Und schottische Verhältnisse, wie es Jürgen Klopp während seiner Zeit bei Borussia Dortmund mal nannte. Der Part 1 beschäftigt sich mit dem Fall der Rangers, dem großen schottischen Traditionsvereins.
Die Zeit von Arsène Wenger in Japan ist eine eher unbekannte. Kein Wunder. Denn alles was danach kam, überstrahlte einfach alles. Unzählige Titel hat Arsène Wenger in 22 Jahren als Trainer von Arsenal London gesammelt. Aber seine ersten Erfolge sammelte er beim AS Monaco, ehe es nach Japan zu Nagoya Grampus Eight ging. Anstatt weiter in Europa zu coachen, entschied sich Arsène Wenger für das damalige Fußball-Entwicklungsland Japan. Und Wenger-San sollte mit seiner Entscheidung genau die richtigen Weichen für die Zukunft stellen. Denn genau diese Zeit formte ihn zu dem Trainer, der aus dem Mittelklasse-Klub Arsenal London diesen Verein machen sollte, der er vor allem Mitte der 2000er-Jahre war. Doch so harmonisch das klingt: Der Abschied von Arsène Wenger aus Monaco hatte auch mit einem großen Skandal zu tun. Und fast wäre er sogar in der Bundesliga gelandet.
Englands stolze Fußballgeschichte – und ihr tragischster Gegner: der Elfmeterpunkt Englands Fußballgeschichte ist groß, stolz – und tragisch. Weltmeister 1966, Legenden wie David Beckham, Gary Lineker, Frank Lampard, Wayne Rooney und Co. Und dann wäre da noch der Elfmeterpunkt. Elf Meter bis zum Glück – oder bis zur nächsten nationalen Therapie-Sitzung. Kein anderes Land schaffte es, ein Elfmeterschießen so sehr zum kollektiven Trauma zu machen wie die Engländer. Der Fluch ist real. Aus Benediktbeuern nach Wembley In dieser Episode gehen wir dem Elfmeter-Trauma der „Three Lions“ auf den Grund. Dafür reisen wir zurück zu Karl Wald, dem bayerischen Schiedsrichter, der das moderne Elfmeterschießen erfand – ausgerechnet in Benediktbeuern. Von dort führte der Weg immer wieder nach Wembley. Helden, Tragödien und verschossene Elfmeter Wir erleben, wie Stuart Pearce, Gareth Southgate und Bukayo Saka Geschichte schrieben – auf die denkbar bitterste Weise. Und wir fragen uns: Ist das wirklich ein Fluch? Oder einfach Pech, gepaart mit jahrzehntelangen überhöhten Erwartungen und unbändiger Sehnsucht? „It’s coming home“ – oder doch nicht? Natürlich darf auch Football’s coming home nicht fehlen – der wohl optimistischste Fußballsong aller Zeiten, der mittlerweile vielleicht schon zur melancholischen Hoffnung der englischen Fans geworden ist. Denn immer, wenn England glaubt, der Bann sei gebrochen, endet es wieder mit einem verschossenen Elfmeter, hängenden Köpfen und der Erkenntnis: It’s not coming home. Zwischen Statistik und Psychologie – warum England zittert Aber vielleicht steckt mehr dahinter als nur Nervenversagen vom Punkt. Wir schauen auf Psychologie, Geschichte und Statistik – und darauf, wie Trainer Gareth Southgate, selbst einst tragische Figur von 1996, versuchte, den Fluch zu besiegen. Mit Erfolg? Teilweise! Eine Episode über Stolz, Scheitern, Hoffnung - und die wohl schmerzhafteste Fußballroutine Europas.
Die WM 1998 in Frankreich war für die deutsche Nationalmannschaft ein Turnier voller Widersprüche: gefeierte Helden, chaotische Spiele, veraltete Taktiken – und ein Skandal, der bis heute als die „dunkelste Stunde des deutschen Fußballs“ gilt. In dieser Episode nehmen wir euch mit zurück in eine Zeit, in der Oliver Bierhoffs Golden Goal bei der EM 1996 noch frisch in Erinnerung war – und die Hoffnung groß, dass Deutschland auch bei der WM wieder eine wichtige Rolle würde. Doch schon die Qualifikation zeigte: einfach würde es nicht werden. Späte Hattricks, zittrige Siege und ein Kader, der älter war als je zuvor – reicht das wirklich für den großen Wurf? Matthäus kehrt zurück Und dann war da noch das große Fragezeichen: Lothar Matthäus. Ausgemustert, abgeschrieben, eigentlich schon Geschichte – und doch stand er plötzlich wieder im Kader. Warum griff Berti Vogts ausgerechnet kurz vor der WM auf den Altmeister zurück? Und welche Rolle spielten die Machtkämpfe im Team des FC Bayern München, das damals nicht zufällig „FC Hollywood“ genannt wurde? Angriff auf Daniel Nivel Aber es geht nicht nur um Fußball auf dem Platz. Kaum ein Turnier ist so untrennbar mit einem einzelnen Schicksal verbunden wie die WM 1998. Am Rande des Vorrundenspiels gegen Jugoslawien wird der französische Polizist Daniel Nivel von deutschen Hooligans brutal zusammengeschlagen. Der Angriff geht um die Welt – und bringt den DFB sogar dazu, über einen Rückzug der Mannschaft nachzudenken. Hätte Deutschland dieses Zeichen setzen sollen? Im ersten Teil dieser Doppelfolge gibt es eine Reise zurück in die Zeit, in der im deutschen Fußball nicht gespielt, sondern gerumpelt wurde. Zwischen alten Helden und neuen Problemen. . War die WM 1998 ein Wendepunkt für den deutschen Fußball? Findet es heraus - in der neuen Episode!
In der Vorrunde der WM 1998 trafen der Iran und die USA aufeinander. Am 21. Juni 1998 war es in Lyon soweit. Die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder waren fast 20 Jahre nicht mehr vorhanden. Kaum ein anderes Spiel der WM-Geschichte war daher politisch so brisant, wie dieses Duell zwischen dem Iran und der USA. Für die Menschen im Iran sollte diese Begegnung etwas sein, von dem sie lange zehren würden. Der Weg nach Frankreich war jedoch lange, anstrengend und gipfelte in einem hochdramatischen Spiel in Melbourne. Um über den Weg des Iran zu sprechen, hilft mir Farid Ashrafian. Der leidenschaftliche Sportjournalist und Iran-Experte war 1998 bei allen drei Gruppenspielen der iranischen Mannschaft dabei und berichtet hautnah aus der damaligen Zeit.
Als die Färöer Inseln und Österreich im September 1990 aufeinandertrafen, war das eigentlich ein klares Ding. Vor allem in Österreich rechnete man mit einem hohen Sieg zum Start der Qualifikation für die EM 1992. Stürmer Toni Polster prohezeite sogar ein 10:0. Die Wiener Präpotenz war jedoch nicht völlig unbegründet. Die Färöer waren erst seit 1988 Mitglied der FIFA und seit 1990 ein Teil der UEFA. Außerdem war die Teilnahme zur Qualifikation für die Europameisterschaft 1992 in Schweden teuer. Die Färöer steckten damals in einer schweren Wirtschaftskrise. Dementsprechend trafen elf österreichische Profis auf Lehrer, Handwerker, Holzhändler und Co. Einer der fähringer Amateure war Jens Martin Knudsen, der mit seiner Zipfelmütze zum Symbol des Spiels wurde. Die Partie im September 1990 hinterließ im österreichischen Fußballgedächtnis ihre Spuren. So zittern die Österreicher bis heute, wenn es gegen Teams von den Färöer geht.
Das Spiel zwischen Estland und Schottland aus dem Oktober 1996 ist inzwischen als “One Team in Tallinn” in die Fußballgeschichte eingegangen. Denn während die schottische Mannschaft auf dem Platz stand, war kein Este weit und breit zu sehen. Trotzdem wurde das Spiel angepfiffen – zur Freude der rund 800 schottischen Fans im Stadion in Tallinn. Sie sangen trotz der kurzen Spielzeit ihre Songs. Darunter “One Team in Tallinn, there´s only one Team in Tallinn.” Die estnische Nationalmannschaft rückte erst zwei Stunden später an. Was war passiert? Schließlich handelte es sich nicht um ein trostloses Testspiel, sondern um ein offizielles Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich.
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Comments (1)

Alexey Orlov

Richtig gut. Verdient mehr Aufmerksamkeit

Sep 18th
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