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Über Rechts – Der Podcast
Über Rechts – Der Podcast
Author: Sebastian Friedrich & Nils Schniederjann
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© Nils Schniederjann & Sebastian Friedrich
Description
8 Episodes
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Mit der Verwandtenaffäre sieht sich die AfD Vorwürfen ausgesetzt, die sie sonst gern selbst gegen die sogenannten Altparteien in Stellung bringt: Dass es ihren Politikern nur um die eigene Bereicherung ginge und sie sich „den Staat zur Beute“ mache. Der Vorwurf lautet entsprechend: Doppelmoral.In dieser Folge wollen wir etwas genauer hinsehen: Was verrät die Affäre über das Innenleben der Partei? Inwiefern erschüttert der Vorwurf der Vetternwirtschaft überhaupt ihr Selbstbild? Wir treten von den einzelnen Fällen einen Schritt zurück und analysieren die Auswirkungen auf das Parteiimage und die internen Machtkämpfe. Wir diskutieren, wie legal die Praktiken eigentlich sind, und was sie über die politische Kultur in der Partei verraten.Außerdem schauen wir darauf, wie genau der Vorwurf nun von den anderen Parteien genutzt wird – und zweifeln daran, ob es langfristig wirklich hilft, die AfD als genau so korrupt wie alle anderen auch darzustellen. Vielleicht sollten sich die Gegner der Partei gar nicht allzu viele Hoffnungen machen, dass die Affäre das Ansehen der AfD bei ihren Wählern nachhaltig beschädigt. Schließlich schauen wir auf eine Studie, die aber genau das behauptet.Dies ist eine von zwei Podcast-Folgen, die wir jeden Monat produzieren. Dabei gibt es eine Folge, die sich mit einem aktuellen Thema beschäftigt (zum Beispiel diese hier), sowie eine weitere Bonusfolge, in der wir gemeinsam ein Buch lesen und über die Theorien der Rechten sprechen. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.deVeranstaltungen im Brechthaus:https://lfbrecht.de/event/was-will-die-neue-rechte/https://lfbrecht.de/event/oben-rechts-rechtspopulismus-als-klassenprojekt/ This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe
This is a free preview of a paid episode. To hear more, visit www.ueberrechts.deSpätestens seit dem US-Angriff auf Venezuela ist wieder auffällig oft vom rechten Staatsrechtler Carl Schmitt die Rede. Sein Großraumkonzept dient dabei als Schlüssel, um die Außenpolitik der USA unter Trump zu erklären. Nicht nur deutsche Leitmedien reden wieder von dem “Kronjuristen des Dritten Reichs” – auch AfD-Politiker fordern gezielt dazu auf, sich wieder mit Schmitt zu befassen. In der Kaderschmiede lesen wir deshalb den Text „Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte“ (1939/1941)1 und schauen, wie er darin argumentiert. Wir fragen uns, ob das eine nüchterne Diagnose einer zerfallenden internationalen Ordnung ist oder vor allem eine juristische Legitimationsschrift für deutsches Expansionsstreben? Nach einer ausführlichen Rekonstruktion seines Ansatzes prüfen wir, wie plausibel die gängige Lesart ist, Trump handle „schmittianisch“. Reicht „America First“ als politische Idee im Sinne Schmitts aus oder ist Trumps Außenpolitik am Ende eher erratische Interessenpolitik, die sich allenfalls punktuell in Schmitts Begriffen beschreiben lässt?Außerdem blicken wir auf die deutsche Rechte: Welche Rolle spielen Großraumdenken und „Multipolarität“ in AfD und Vorfeld? Und warum kann dieselbe Schmitt Referenz zu sehr unterschiedlichen strategischen Konsequenzen führen von einer klaren Orientierung an den USA bis zur Idee eines eigenständigen europäischen Großraums?Zum Schluss fragen wir: Was gewinnt man analytisch durch Schmitt und was verliert man politisch? Wer nach Alternativen sucht, landet jedenfalls nicht bei Großraumromantik, sondern bei der schwierigen Frage, wie eine weniger blutrünstige internationale Ordnung überhaupt denkbar wäre.Das ist unsere dritte Kaderschmiede, in der wir uns intensiv mit einem rechten Denker auseinandersetzen. Mehrmals pro Monat gibt es eine neue kostenfreie Folge des Podcasts. In der Kaderschmiede lesen wir jedoch über mindestens ein Buch und diskutieren es ausführlich. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.deLiteraturCarl Schmitt (1941): Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte. Ein Beitrag zum Reichsbegriff im Völkerrecht. In: Carl Schmitt: Staat, Großraum, Nomos. Arbeiten aus den Jahren 1916-1969. Hrsg., mit einem Vorwort und mit Anmerkungen versehen von Günter Maschke. 2., unveränderte Auflage. Duncker & Humblot, Berlin 2021.
Spätestens seit der Correctiv-Recherche vor zwei Jahren zählt Martin Sellner zu den bekanntesten Gesichtern der deutschsprachigen radikalen Rechten. Wir nehmen die aktuellen Debatten um eine Veranstaltung von Sellner mit der AfD-Abgeordneten Lena Kotré zum Anlass, um über ihn als politischen Typus zu sprechen: als Aktivisten, Strategen und Bewegungsunternehmer.Wir analysieren das ambivalente Verhältnis zwischen Partei und rechtsradikalem Vorfeld und fragen, warum die AfD immer wieder auf Sellners Begriffe und Deutungsmuster zurückgreift, sich zugleich aber formell von seiner Person distanzieren muss.Im Zentrum der Folge steht Sellners Denken: seine Vorstellung von Remigration, seine strategische Fixierung auf einen rechten Hauptwiderspruch und sein Versuch, langfristig eine Verschiebung des politischen Koordinatensystems zu erreichen.Wir diskutieren außerdem die Grenzen der Figur des Bewegungsunternehmers. Welche Dynamiken entstehen, wenn politische Relevanz dauerhaft über Aufmerksamkeit hergestellt werden muss? Wie abhängig ist Sellner von seinem Publikum und seinen Unterstützern? Um das zu verstehen, werfen wir einerseits einen Blick in seine Bücher und haken andererseits bei Martin Sellner selbst nach.Abschließend fragen wir, welche strukturelle Funktion Sellner für die rechtsradikale Bewegung insgesamt erfüllt, inwiefern er ihr nutzt und zugleich zum Problem werden könnte.Dies ist eine von zwei Podcast-Folgen, die wir jeden Monat produzieren. Dabei gibt es eine Folge, die sich mit einem aktuellen Thema beschäftigt (zum Beispiel diese hier), sowie eine weitere Bonusfolge, in der wir gemeinsam ein Buch lesen und über die Theorien der Rechten sprechen. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe
This is a free preview of a paid episode. To hear more, visit www.ueberrechts.deAlexander Gauland galt lange als kluger Konservativer. Und die Lektüre seiner Anleitung zum Konservativsein zeigt auch warum: Darin warnt er eindringlich vor dem Bündnis der Konservativen mit den Nationalisten. Genau das habe Deutschland und die konservative Bewegung in den Untergang geführt. Über die Konservative Revolution schreibt er, “mit ihnen ging der preußisch-deutsche Konservatismus zugrunde”. Der Hauptfehler: “Dem utopischen Entwurf einer Gemeinschaft von Freien und Gleichen wird das Bild einer rassisch getönten Volksgemeinschaft entgegengesetzt.” Na? Nach welcher Partei klingt das?Um zu verstehen, warum sich ein sozialer Wertkonservativer wie Alexander Gauland vor etwas mehr als zehn Jahren auf das Bündnis mit völkisch denkenden Politikern wie Björn Höcke einließ, lesen wir in dieser Kaderschmiede einerseits seine Anleitung zum Konservativsein, andererseits seine frisch erschienene politische Biografie: DDR. CDU. AfD – Ein wider Willen bewegtes politisches Leben.Einerseits loben wir die Hellsichtigkeit von Gauland, der schon Anfang der 2000er richtig erkannt hat, woraus sich der Erfolg rechtspopulistischer Parteien speist. Andererseits arbeiten wir jedoch heraus, welche ideologischen Grundannahmen das konservative Denken öffnen für das Bündnis mit den Völkischen. Gerade diese Überschneidungen sind es, die konservative Parteien historisch immer wieder dazu gebracht haben, mit faschistischen Parteien zu kooperieren – und die auch in Zukunft dazu führen könnten, dass sich Christdemokraten dafür öffnen.Das ist unsere zweite Kaderschmiede, in der wir uns intensiv mit einem rechten Denker auseinandersetzen. Mehrmals pro Monat gibt es eine neue kostenfreie Folge des Podcasts. In der Kaderschmiede lesen wir jedoch über mindestens ein Buch und diskutieren es ausführlich. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de
Die Raunächte sind eine Zeit, um zu reflektieren und vorauszuschauen – darum nutzen wir die Tage zwischen den Jahren, um einen politischen Blick auf das kommende Jahr zu werfen. Wir sprechen über den Pessimismus, der die politische Stimmung prägt, und analysieren die Rolle der AfD in verschiedenen Bundesländern. Wer sind die Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz? Für welche ideologischen Strömungen stehen die Kandidaten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern? Und was unterscheidet eigentlich die Wahlen im Osten von denen im Westen?Dies ist eine von zwei Podcast-Folgen, die wir pro Monat produzieren. Dabei gibt es eine Folge, die sich mit einem aktuellen Thema beschäftigt, sowie eine weitere Bonusfolge, in der wir gemeinsam ein Buch lesen. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: https://www.ueberrechts.de/subscribe This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe
This is a free preview of a paid episode. To hear more, visit www.ueberrechts.deIn der ersten Kaderschmiede von Über Rechts beschäftigen wir uns mit dem derzeit wohl meistdiskutierten Buch der Neuen Rechten: Der Hegemonie entgegen von Benedikt Kaiser. Der rechtsradikale Vordenker fordert darin einen Gramscianismus von rechts und plädiert dafür, den Rechtspopulismus hinter sich zu lassen, um eine langfristige weltanschauliche Strate…
In den vergangenen Tagen gab es zwei Entwicklungen, über die wir sprechen müssen: Einerseits hat sich die neue Jugendorganisation der AfD gegründet – die „Generation Deutschland”. Der Gründungsparteitag war perfekt orchestriert, am Ende steht ein hoch professioneller, inhaltlich radikaler Jugendverband, wie ihn sich Höcke, Helferich & Co wohl kaum besser wünschen könnten. Dennoch brach an ein paar Stellen brach der Unmut der Basis durch.Andererseits hat der Verband der Familienunternehmer einen Rückzieher gemacht. Durch ihre Ankündigung, nun auch Politiker der AfD zu ihren Lobby-Abenden einzuladen, sei “der falsche Eindruck” entstanden. Überraschend deutlich nannte der Verband die Einladung einen Fehler. Uns beide – die noch vor ein paar Tagen schrieben, dass die Familienunternehmer mit ihrer Entscheidung nur der erste Stein sind – hat die Entscheidung durchaus überrascht.Wir fragen uns in dieser Folge: Reicht das professionelle Auftreten vielleicht doch nicht, um – zumindest an der Spitze – salonfähig zu werden? Und wie produktiv kann ein Jugendverband sein, der zwar stramm organisiert und radikal ist – sich damit aber deutlich von der Zusammensetzung der Partei unterscheidet?Ab sofort gibt es mehrmals pro Monat eine neue Folge des Podcasts. Dabei gibt es nicht nur Folgen, die sich mit aktuellen Themen beschäftigen, sondern auch eine weitere Bonusfolge pro Monat, in der wir gemeinsam ein Buch lesen. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe
Als AfD und CDU Anfang des Jahres im Bundestag zusammen abgestimmt haben, hat die Brandmauer im Bund zum ersten Mal gebröckelt. Seitdem sagt Merz, eine Zusammenarbeit mit der AfD sei für ihn weiterhin kategorisch ausgeschlossen. Aber inzwischen steht die AfD auch in bundesweiten Umfragen auf Platz 1. Und im nächsten Jahr wird in mehreren ostdeutschen Bundesländern gewählt. Dort könnte eine Regierung ohne AfD zum Teil kaum möglich sein. In der ersten Folge unseres neuen Podcasts stellen wir darum die Frage: Lässt sich das Ende der Brandmauer überhaupt noch aufhalten?Wir sprechen dabei ausführlich über die Beziehung zwischen CDU und AfD. Welche Strömungen gibt es jeweils? Werden sich diejenigen, die innerhalb der Union für eine Zusammenarbeit mit Rechtsaußen plädieren, durchsetzen? Und: Will die AfD das überhaupt? Im Interview mit Sebastian hat Maximilian Krah vor zwei Jahren noch gesagt, das Ziel der AfD sei die Zerstörung der CDU. Seitdem gibt sich Krah pragmatischer. Für diese Folge hat er uns erklärt, wie er inzwischen auf die CDU blickt und warum er die Partei in einem strategischen Dilemma sieht.Ab sofort gibt es zweimal pro Monat eine neue Folge des Podcasts. Dabei gibt es eine Folge, die sich mit einem aktuellen Thema beschäftigt, sowie eine weitere Bonusfolge, in der wir gemeinsam ein Buch lesen. Weil wir Podcast und Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf Deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns dabei schon ab 5 Euro pro Monat unterstützen und Zugriff auf alle Folgen erhalten. This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe





