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Politik mit Herz
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Politik mit Herz

Author: Maria Elisabeth Rieder

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Description

#PolitikmitHerz - der erste Südtiroler Polit-Podcast

Maria Elisabeth Rieder kommt aus dem Ahrntal und arbeitete viele Jahre im Gesundheitsbezirk Bruneck. Im Oktober 2018 wurde sie für das Team Köllensperger in den Südtiroler Landtag gewählt.

Maria Elisabeth Riedersetzt sich für die großen Probleme aber auch für kleine Gruppen und Einzelpersonen ein. Sie engagiert sich für Verteilungsgerechtigkeit und die Möglichkeit Chancen wahrzunehmen. Das sind die Grundpfeiler einer „gerechten Gesellschaft". Grundlegend dafür ist Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung und in der Folge gleiche Karrierechancen, Zugang zu einer modernen Gesundheitsbetreuung und zu Pflege im Alter sowie Umsicht im Umgang mit Familien und älteren Menschen.
81 Episodes
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In der 80. Folge von meinem Podcast spreche ich mit Matthias Strolz über Politik, Leben und die Frage, wie wir in herausfordernden Zeiten Orientierung finden können. Ausgehend von seinem Weg als Mitbegründer von NEOS und ehemaliger Parteichef sprechen wir über seinen Ausstieg aus der Politik, über Verantwortung, Familie und darüber, wie wichtig es ist, dem eigenen Inneren treu zu bleiben. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht der Mensch: seine Potenziale, seine Ängste, aber auch seine Fähigkeit, bewusst zu gestalten. Wir sprechen über Vertrauen in die Politik, über den Verlust von Orientierung und darüber, warum echter Wandel immer bei uns selbst beginnt. Matthias Strolz lädt dazu ein, Kopf, Herz und Intuition wieder stärker miteinander zu verbinden und den eigenen Beitrag für ein gutes Zusammenleben zu leisten. Es ist eine Einladung zum Innehalten, zum Nachdenken und dazu, das eigene Leben und Wirken neu zu betrachten.
Politik ist oft laut und konfliktreich – doch manchmal spielt sie sich ganz leise ab. Zum Beispiel auf einem Stockwerk, zwischen Bürotüren, Kopiergeräten und der Frage, wem man eigentlich den Wohnungs- oder Büroschlüssel anvertrauen würde. In dieser besonderen Folge von Politik mit Herz geht es nicht um Debatten im Landtag, sondern um das tägliche Miteinander in der Politik. Was passiert, wenn politische Konkurrentinnen gleichzeitig Nachbarinnen sind? Wenn man sich im Plenum hart begegnet, sich auf dem Flur des Landtags jedoch freundlich grüßt? Mit ehrlichen Einblicken sprechen wir darüber, wie Nähe und Distanz, Respekt und Reibung sowie Vertrauen und klare Grenzen im politischen Alltag zusammenfinden. Eine Folge über Politik mit Herz, Haltung – und die Kunst, auch im politischen Alltag eine gute Nachbarschaft zu pflegen.
Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt – und dennoch wird darüber oft erst gesprochen, wenn etwas Unwiederbringliches geschehen ist. Die meisten dieser Erfahrungen bleiben unsichtbar: Angst, Scham und alte Rollenbilder verhindern, dass Betroffene überhaupt den Mut finden zu sprechen. Zum heutigen Tag gegen Gewalt an Frauen spreche ich mit Lea Hainz. Die junge Juristin hat ihre Abschlussarbeit zur sexuellen Gewalt im italienischen Recht verfasst. Wir sprechen darüber, warum ein „Nein" in der Realität oft nicht reicht, warum die Beweissicherung bei sexueller Gewalt so schwierig ist, warum Betroffene fürchten, nicht ernst genommen oder gar in Frage gestellt zu werden – und weshalb die Debatte um „Nur Ja heißt Ja" nicht nur ein juristisches Detail ist, sondern ein kultureller Wendepunkt: weg von der Verantwortung der Opfer, hin zur Pflicht der Täter, eine klare Zustimmung einzuholen.
Was, wenn die Kinder weit weg von zu Hause leben? In dieser Podcastfolge spreche mit Michael Lasta über seine sehr persönliche Erfahrung als pflegender Sohn. Er lebt in Sterzing, seine Mutter in Bruneck – und als Einzelkind pendelt er ständig hin und her, um ihre Betreuung sicherzustellen. Obwohl seine Mutter geistig noch fit ist, ist sie körperlich eingeschränkt. Michael erzählt von der täglichen Organisation zwischen Beruf, Familie und Pflege über die psychische Belastung bis hin zu den fehlenden Unterstützungsangeboten, etwa beim Transport oder bei der Tagesbetreuung. Wir sprechen auch über die finanziellen Fragen, die Rolle der sogenannten Badanti und darüber, wie schwierig es oft ist, passende Strukturen zu finden. Gleichzeitig werfen wir einen Blick nach vorne: Welche Angebote braucht es, damit Angehörige in solchen Situationen nicht alleine gelassen werden? Ein Gespräch, das zeigt, welche politischen Antworten dringend gefragt sind.
Nach Hause zu kommen – zur „Mutti", die mittlerweile auch 86 Jahre alt ist – das war der größte Wunsch von Barbaras Schwester. Barbara, selbst Krankenpflegerin im Krankenhaus Bruneck, wollte diesen Wunsch unbedingt erfüllen. Nach einem Schlaganfall vor zweieinhalb Jahren verbrachte ihre Schwester lange Zeit in der Neuroreha in Sterzing, und endlich konnte sie wieder nach Hause. Der Weg dorthin war alles andere als einfach: viele Behördengänge und viel „Zettelwirtschaft". Jetzt aber kann Barbaras Schwester zu Hause gepflegt werden. Viel Zeit und Kraft sind dafür nötig – und manchmal auch ein bisschen Selbstfürsorge, damit man sich zwischen Arbeit und Pflege nicht selbst vergisst. 
Dr.in Edith Moroder - langjährige Lehrerin, Autorin, Kulturjournalistin und Vizepräsidentin des Vereins Alzheimer Südtirol Alto Adige (ASAA) erzählt in einem sehr persönlichen und offenen Gespräch von ihrer Erfahrung als pflegende Angehörige ihrer an Demenz erkrankten Mutter. Wir sprechen über die anfängliche Hilflosigkeit, den oft übersehenen emotionalen und organisatorischen Kraftakt, den pflegende Familien leisten, und darüber, wie wichtig es ist, sich frühzeitig zu informieren und Unterstützung anzunehmen. Dr.in Moroder gibt wertvolle Einblicke in den Umgang mit der Krankheit, die Rolle von Selbsthilfegruppen sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung von Demenz und Pflegearbeit in Südtirol. Ein eindrucksvolles Gespräch über Fürsorge, familiären Zusammenhalt und die Notwendigkeit, Pflege sichtbarer zu machen – fachlich fundiert und mit einem klaren Appell an Politik und Gesellschaft.
Anna Faccin bezeichnet sich selbst als Inklusionsaktivistin. Sie lebt mit der sogenannten Schmetterlingskrankheit, Epidermolysis Bullosa. Vor 20 Jahren gründete ihre Mutter den Verein DEBRA, um Menschen mit dieser seltenen Erkrankung zu unterstützen. Nach deren plötzlichem Tod trat Anna in ihre Fußstapfen und führt den Verein seither als Präsidentin weiter. Doch sie kämpft nicht nur für Betroffene von EB, sondern für alle Menschen mit Behinderungen – für ein selbstbestimmtes Leben, ohne ständig auf die Hilfe von Familie oder Freiwilligen angewiesen zu sein. Sie erklärt, was persönliche Assistenz bedeutet, warum echte Teilhabe so wichtig ist und weshalb Menschen mit Behinderungen viel lauter werden müssen. Denn obwohl sie die größte Minderheit der Welt darstellen, werden sie oft übersehen. Ihre Geschichte berührt und inspiriert. Sie zeigt uns, warum es an der Zeit ist, genauer hinzusehen – und Inklusion endlich als das zu verstehen, was sie ist: ein Menschenrecht.
Als ehemalige Kinderkrankenpflegerin blickt Dorothea Kurz auf über 40 Jahre im Südtiroler Sanitätsbetrieb zurück – viele davon im Krankenhaus Bozen und Schlanders. Trotz zahlreicher Veränderungen, die nicht immer zum Besseren waren, denkt sie mit Freude an ihre Zeit im Gesundheitswesen. Mit großer Leidenschaft teilt sie ihre Erfahrungen, spricht über die Entwicklungen der letzten Jahre und setzt sich für den Erhalt kleiner Krankenhäuser, besonders in Schlanders, ein. Ihren Ruhestand nutzt sie, um ihr Wissen weiterzugeben und dafür zu kämpfen, dass das Krankenhaus Schlanders auch künftig für die Menschen im Vinschgau erhalten bleibt. „Da rattert's in meinem Kopf", wie die sympathische Vinschgauerin selbst sagt.
72 - Pflege: Was nun?

72 - Pflege: Was nun?

2025-05-2135:33

Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit stellt Betroffene und Angehörige vor große Herausforderungen. In der Anlaufstelle im Sprengel Bruneck Umgebung steht Martha Gruber Angehörigen in einer oft von Unsicherheit und Überforderung geprägten Situation beratend zur Seite. Die Anlaufstelle für Pflege und Betreuung ist eine zentrale, bereichsübergreifende Beratungseinrichtung, die Informationen zu häuslicher Pflege, Entlastungsdiensten, finanziellen Unterstützungen und weiteren Angeboten bietet. Mit langjähriger Erfahrung und hoher Fachkompetenz unterstützt Martha Gruber dabei, individuelle Lösungen zu finden und die passende Versorgung für die zu pflegenden Angehörigen zu organisieren.  
Hans Rieder, Gründer der Teldra Bürgerliste, blickt auf 25 Jahre Gemeindepolitik zurück – davon 10 Jahre in der Opposition. Mit dem Ende dieser Legislaturperiode zieht er eine persönliche Bilanz und teilt seine Erfahrungen, denn für ihn geht dieser Weg nun zu Ende. Bürgerlistler sind Idealisten, kritische Köpfe mit unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven, die ihre Entscheidungen unabhängig und frei treffen. Auf einer Bürgerliste zu kandidieren, erfordert nicht nur Idealismus und Durchhaltevermögen, sondern auch eine ordentliche Portion „Schnaid". Trotz aller Herausforderungen blickt Hans Rieder auf eine Zeit zurück, die ihm zahlreiche wertvolle Begegnungen und positive Erfahrungen beschert hat. „Unterschiedliche Meinungen zu haben bedeutet nicht zu streiten, sondern es ist ein Ansporn, gemeinsam nach den besten Lösungen für die Gemeinde zu suchen." Dieser Grundsatz hat ihn immer wieder motiviert, weiterzumachen. Wie er seine Zeit im Gemeinderat erlebt hat und welche Erkenntnisse er aus dieser langen und intensiven Erfahrung mitnimmt, erfahrt ihr in diesem Podcast.
70 - Klar und direkt

70 - Klar und direkt

2025-03-3118:19

Wilma Huber, Bürgermeisterkandidatin für das Team K bei den Gemeinderatswahlen in Bruneck, ist in einer Touristiker Familie aufgewachsen. Schon früh entdeckte sie ihre soziale Ader und entschied sich deshalb, beruflich ihren eigenen Weg zu gehen. Als Gewerkschafterin im Bereich Bau und Holz sammelte sie wertvolle Erfahrungen in einem von Männern dominierten Umfeld. Danach übernahm sie für zwei Jahre die Leitung von zwei Flüchtlingseinrichtungen und sammelte dort wichtige Erfahrungen in der sozialen Arbeit. Ihre anschließende Tätigkeit in einer Jugendherberge ermöglichte ihr tiefere Einblicke in den Jugendbereich und die Jugendarbeit. Nach dieser bereichernden Zeit kehrte sie zu ihren Wurzeln zurück und arbeitet heute an der Rezeption eines Campingplatzes. Als Fraktionssprecherin des Team K hat sie durch ihre berufliche Laufbahn gelernt, sich mit Menschen auseinanderzusetzen und ihre Anliegen zu vertreten. Ihr Herz schlägt einerseits für das Unternehmertum, andererseits für den sozialen Aspekt – beides sollte ihrer Meinung nach Platz finden. Ihr Motto lautet: „Klar und direkt bleiben, keiner Lobby dienen und immer das Wohl der Gemeinschaft im Blick haben."
Seit Ende Oktober ist die Petition zur „Inflationsanpassung der Gehälter aller öffentlich Bediensteten in Südtirol – sofort und real!" in vollem Gange. Mit mehr als 17.000 gesammelten Unterschriften wurde die Forderung nach einem gerechten Ausgleich der Kaufkraft nun offiziell dem Arbeitgeber Land übergeben. Es geht um eine sachliche, faktenbasierte Forderung nach einer Inflationsanpassung – keine Polemik, sondern eine Reaktion auf die steigenden Lebenshaltungskosten. Wie wurde in Bozen auf diese Forderung reagiert? Welchen Stellenwert hat der öffentliche Dienst in Südtirol? Sonja Hartner, Mitinitiatorin der Petition, spricht offen über ihre Erwartungen an den Arbeitgeber Land und die Rolle des öffentlichen Dienstes in Südtirol.
Alexander von Walther ist Vorsitzender der HochschülerInnenschaft und studiert Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Er kennt beide Seiten. Viele denken, studieren? Das bedeutet doch lange schlafen, ab und zu in der Bibliothek sitzen und abends feiern! Aber trifft das wirklich zu? Für Alexander ist diese Vorstellung weit von der Realität entfernt. Viele Studierende arbeiten nebenbei, kämpfen mit hohen Wohnkosten, Prüfungsstress und der drängenden Frage: Wie geht es danach weiter? Wie stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Werden wir überhaupt ernst genommen? Was beschäftigt junge Studierende wirklich? Welche Sorgen und Hoffnungen haben sie? Und was muss sich ändern? Genau darüber spreche ich mit ihm in meinem Podcast.
Passend zur festlichen Jahreszeit erwartet euch in diesem Podcast etwas ganz Besonderes. Ein  Märchen aus Norwegen - erzählt von Heike Vigl aus Oberbozen. Heike Vigl ist eine musizierende Erzählerin / erzählende Musikerin. Sie studierte Querflöte am Konservatorium, Russisch und Englisch an der Uni und arbeitete in Russland und Sibirien. Sie ist eine wahre Meisterin der Erzählkunst, die Geschichten auf einzigartige Weise lebendig werden lässt. Erzählen ist für sie ein Gesamtkunstwerk. Sie schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz, der ihre Erzählungen besonders fesselnd macht. Sie erzählt in Dialekt, auf Deutsch, Italienisch, Russisch und Englisch. Ihre Leidenschaft für das Erzählen spiegelt sich in jeder Geschichte wider und macht ihre Auftritte zu einem unvergesslichen Erlebnis. Freut euch auf eine stimmungsvolle und märchenhafte Weihnachtsgeschichte
Sabine Ruedl ist Rechtsanwältin und seit einigen Jahren Präsidentin des Frauenhauses Meran. In einem beeindruckenden Gespräch zeigt sie uns verschiedene Perspektiven und Strategien auf, wie es gelingen kann, sich aus einem gewaltbelasteten Umfeld zu befreien und die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen. Vielen Frauen wird erst in der Beratung bewusst, in welcher Gewaltsituation sie sich befinden. Informationen über persönliche und rechtliche Aspekte helfen den betroffenen Frauen, eine bewusste Entscheidung zu treffen. Sabine Ruedl gibt wertvolle Einblicke in psychologische, soziale und rechtliche Unterstützungsansätze und zeigt, wie der Weg in ein selbstbestimmtes Leben trotz aller Widrigkeiten möglich ist.
Eine Krebsdiagnose verändert das Leben von Betroffenen und ihren Familien schlagartig. Besonders Brustkrebs betrifft viele Frauen – jede 8. wird im Laufe ihres Lebens damit konfrontiert. Mit rund 29% ist er die häufigste Krebserkrankung bei Frauen und leider auch die häufigste Todesursache unter den weiblichen Tumorerkrankungen. Doch es gibt Hoffnung: Brustkrebs hat im Vergleich zu vielen anderen Krebsarten einen günstigen Krankheitsverlauf – 87% der Betroffenen überleben. Der Verein Mamazone unterstützt Frauen in dieser schwierigen Lebensphase und bietet eine Vielzahl an Hilfestellungen. Erika Laner, Mitgründerin und Sprecherin von Mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs ist selbst Betroffene. Mamazone setzt sich für die Überlebensperspektiven von Frauen mit Brustkrebs ein, unterstützt betroffene Frauen, fördert frauengerechte Medizin und verbessert die Qualität in Diagnostik, Therapie und Nachsorge.
Das Handwerk - eine Branche mit jahrhundertealter Tradition und nach wie vor fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Doch in Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern sich die Anforderungen. Für Fachkräfte bedeutet das: Neue Technologien und digitales Wissen sind mindestens genauso gefragt wie handwerkliches Geschick. In dieser Folge spreche ich mit Hannes Mussak, Inhaber der Firma Bautec und Vizepräsident des LVH. Gemeinsam diskutieren wir über die Entwicklungen im Handwerk. Die Digitalisierung hat den Arbeitsalltag verändert, sodass digitale Kompetenzen in vielen Berufen mittlerweile unerlässlich sind. Hannes Mussak gibt Einblicke in seine Arbeit und schildert, mit welchen hohen Anforderungen die Betriebe konfrontiert sind. Wir sprechen auch über die Herausforderungen, die der hohe bürokratische Aufwand mit sich bringt und über den Nachwuchsmangel, den viele Handwerksbetriebe spüren.
Angelika Holzer lebt auf ihrem Bergbauernhof in Lanebach, einem Hof mit 150 Erschwernispunkten. Diese Höfe befinden sich oft in steiler Lage, sind abgelegen und werden meist ohne Maschinen bewirtschaftet. Die harten Arbeitsbedingungen und die schwierigen Wetter- und Bodenverhältnisse machen die Landwirtschaft auf diesen Höfen besonders herausfordernd. Als berufstätige Mutter von zwei Kindern erzählt sie, wie es ist, in unberührter Natur zu leben und gleichzeitig die Herausforderungen eines abgelegenen Hofes zu meistern. Die damit verbundene Unabhängigkeit ist ein wichtiger Teil für das Leben auf dem Berg was aber auch bestimmte Freiheiten mit sich bringt. Sie beschreibt, wie sie die tägliche Arbeit auf dem Hof mit ihrem Beruf, dem Schulalltag ihrer Kinder und deren Freizeitaktivitäten in Einklang bringt. Trotz der vielen Herausforderungen beschreibt sie das einfache, aber erfüllte Leben in den Bergen als bereichernd. Für die Familie überwiegen die positiven Seiten und sie gehen das anspruchsvolle Leben auf dem Hof mit Freude, aber auch mit einer spürbaren Gelassenheit und Zufriedenheit an.
Priska Auer arbeitet seit 45 Jahren beim Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund. In dieser Zeit hat sich viel verändert, vor allem die Übernahme zahlreicher Dienstleistungen und die Bewältigung der zunehmenden Bürokratie nehmen einen großen Teil der Arbeit ein.  Mit Sorge betrachtet sie die Entwicklung im öffentlichen Dienst, die Pensionierungen schreiten voran und Nachwuchs ist schwer zu gewinnen. Die Entwicklung der letzten Jahre im öffentlichen Dienst bezeichnet sie als nicht nachvollziehbar. Fehlende Gehaltserhöhungen und die ständigen Ankündigungen der Politik treiben viele in die Privatwirtschaft. Dennoch ist sie davon überzeugt, dass die Arbeitnehmerschaft durch Geschlossenheit viel bewegen kann und hofft, dass der Wert der Gewerkschaften und ihre hart erkämpften Errungenschaften wieder stärker anerkannt werden.
Als Unternehmer und alleinerziehender Vater von zwei Kindern steht Martin Pichler vor einer Herausforderung, die nicht alltäglich ist. Seine Partnerin leidet an einer unheilbaren Krankheit und lebt in einer Pflegeeinrichtung, weshalb er seit einigen Jahren den Alltag mit den beiden Kindern alleine meistern muss. Martin spricht offen über seine Erfahrungen im Umgang mit dieser großen Verantwortung und darüber, wie er langsam in seine Rolle hineingewachsen ist. Er scheut sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, und hat sich ein unterstützendes Netzwerk aufgebaut, das ihm in schwierigen Zeiten zur Seite steht.
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