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Schmid und Landolt unstrukturiert
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Simon hat Reena an einem Event angequatscht. Sie stand auf der Bühne, machte Comedy – und fragt ins Publikum, ob ADHSler anwesend sind. Grund genug, um sie in diesen Podcast einzuladen.Reena Krishnaraja ist 23 Jahre alt, SRF-Best-Talent und Stand-up Comedien aus Appenzell Ausserrhoden und eine der wenigen Frauen in der Schweizer Stand-up-Szene. Wie sie dazu gekommen ist? Durch Zufall, einen Lehrer, ein Abschlussprojekt an der Kanti – und weil Improvisation ihr einfach mehr liegt als einstudierte Texte.In dieser Episode reden wir über das Handwerk des Witzig-Seins: warum Comedy nicht auf Kommando funktioniert, warum ein schlechter Auftritt manchmal besser ist als keiner, und was passiert, wenn man sich zu fest vorbereitet. Reena hatte gestern einen schlechten Auftritt – und war trotzdem guter Laune. Vor drei Jahren hätte sie das noch ins Loch gezogen.Dann gibt es noch Nils Geschichte von seine Auftritt an der Landsgemeinde. Er hatte sich tagelang vorbereitet, bei jeder Partei im Kanton Glarus vorgetragen, Feedback eingeholt – und dann die schlechteste Rede seines Lebens gehalten. Die Leute haben ihn runtergeholt. Buchstäblich.Ausserdem: ADHS als Innenperspektive – warum Reena so viel macht, nicht obwohl, sondern weil sie ADHS hat. Was Neurodiversität wirklich bedeutet. Und warum Nils Roger Federer in der Badi angesprochen hat.PS. Falls du auch einen persönlichen «I ♥️ my Job» möchtest: https://sbinstitut.ch/produkt/i-love-my-job-button-mit-magnet/
Heute ist Nils' Tochter Malea zu Gast. Und sie erklärt auf ihre ganz eigene Art, wie Lernen am Lernhaus Sole funktioniert.Was macht man dort den ganzen Tag? Malea denkt kurz nach: «Ich mache halt immer wieder etwas anderes.» Das ist vielleicht die ehrlichste Beschreibung einer offenen Schule, die wir je gehört haben.Wir erfahren, wie ein normaler – oder eben nicht normaler – Tag bei Maléa aussieht. Basteln für jemanden, der Geburtstag hat. Chillen in der Lernwabe. Das Mädchen-WC frisch dekorieren. Und Impro-Theater spielen, bei dem man mittendrin einfrieren muss, wenn jemand klatscht.Dann gibt es noch die Geschichte mit der Lehrerin im Kebab-Laden. Nils begegnet ihr zufällig, sie fragt: «Wie lernen deine Kinder eigentlich Geld rausgeben – ohne klassischen Unterricht?» Maleas Antwort ist entwaffnend einfach.Ausserdem: Wie die Grossmutter einer Schülerin jeden Montag Pullis nähen beibringt. Warum Lesen keine Kompetenz ist, die man in ein Lernmittel packen kann. Und – vielleicht das Highlight der Episode – Malea kündigt ihren eigenen Podcast an. Er heisst: Kicheralarm.
Wir starten mit einer Frage, die Simon bis heute beschäftigt: Warum verwechselt er immer 6 und 7? Nicht bei anderen Zahlen. Nur bei diesen zwei. Was harmlos klingt, führt uns direkt ins Thema – denn auch Projekte, Schulen und Ideen haben ihre eigenen Zahlendreher-Momente. Meistens irgendwo zwischen Jahr 3 und Jahr 5.In dieser Episode sprechen wir über das sogenannte «verflixte 5. Jahr» – jenen Punkt, an dem die meisten Startups entweder einbrechen oder sich stabilisieren. Für das Lernhaus Solé und für Profolio ist dieser Moment gerade jetzt. Was das bedeutet, wie es sich anfühlt, und warum der Schneeball irgendwann anfängt, von selbst zu rollen – davon erzählt Nils aus dem Alltag im Lernhaus.Ausserdem: Simon hat eine Spin-off Idee angekündigt. «Landolt und Schmid ultrastrukturiert.» Mit Krawatte. Simon glaubt es erst, wenn er es sieht.Und dann werden wir noch persönlich: Wie sieht der Feierabend aus, wenn man den ganzen Tag mit Dutzenden Kindern und Jugendlichen in intensivem Kontakt war? Was hilft, um runterzukommen? Nils hört Hörbücher – und spielt gleichzeitig Blockblast. Was das mit ADHS zu tun haben könnte, und ob Simon das jemals hinkriegen würde, diskutieren wir bis zum Schluss.Themen dieser EpisodeDas verflixte 5. Jahr: Wann kippt ein Projekt vom Überleben zum Selbstläufer?Lernhaus Sole: Wachstum auf 30 Kinder, bald 40 – und was das brauchtProfolio im 5. Jahr: neue Schulen kommen hinzu, ein Kanton zeigt InteresseDie Schneeball-Metapher: Anstossen, wieder anstossen, und irgendwann loslassenSpin-off-Idee: «Landolt und Schmid ultrastrukturiert»Routinen als Schutz: Wie Nils mit einem intensiven Arbeitsalltag umgehtMedienpolicy am Lernhaus Sole vs. zuhause – ein ehrlicher VergleichHörbücher + Blockblast gleichzeitig: Konzentrationshack oder Einbildung?Schmid und Landolt unstrukturiertDer Podcast über Bildung, Berufswahl und das Leben dazwischen. Jede Woche neu auf Spotify, Apple Podcasts, Podcast Republic und YouTube.
Chaos auf der Welt – und was wir unseren Kindern sagen sollenNils wird heute von einem Schüler gefragt: «Bricht jetzt der Dritte Weltkrieg aus?» Eine einfache Frage – ohne einfache Antwort.In dieser Episode reden Simon und Nils über geopolitische Unsicherheit, darüber wie Kinder Weltgeschehen auf TikTok erleben, und warum diese diffuse Angst kaum in der Schule aufgegriffen wird. Ausserdem: Was hat die Schweiz in den Weltkriegen eigentlich richtig gemacht? Sind unsere Bunker noch tauglich? Und was ist eigentlich das Dopamin-Dilemma unserer Zeit – wenn man stundenlang YouTube-Videos schaut, anstatt selbst etwas anzupacken?Wie immer: unstrukturiert, ehrlich, und mit mehr Fragen als Antworten.
Diesmal wird's so richtig unstrukturiert: Simon bringt seine Kellerkiste mit: Schnupperlehr-Fragebogen von 1995, ein Poster von MacGyver, eine Autogrammkarte von Eden mit Midi Gottet, Rolly Märki und Helmi Sigg, eine Einladung der Berufsberatung, viele Schulbücher, ein Yoyo und ein Filmplakat von Simons Preisgekrönten Kurzfilm «Schicksale, die das Lebenschrieb». Dazu die Auflösung unseres Metrostationen-Quiz aus Episode 14: Wo sind Simone, François und René im Französisch Buch «On y va» in Paris steckengeblieben und was machen sie heute?Ausserdem erzählt Simon, wie es seinem Drucker unterdessen geht, der geplant seine eigene Obsoleszenz herbeigeführt hat und Nils berichtet vom Lernhaus Sole: Lernwaben aus dem Makerspace, ein geschenkter Töpferofen – und die Vision eines altersübergreifenden Lern- und Lebensraums, in dem das Feuer weitergegeben wird.Wie immer: kein Skript, kein Plan und viele schöne Erinnerungen.
Rhabarbersirup, eine Hörerinnen-Frage und ein Thema, das uns beide als Väter und Bildungsbegleiter direkt betrifft.Rosa hat geschrieben: Sind Menschen mit ADHS Owner, Creator und Broker in einer Person? Wir versuchen eine Antwort – und kommen dabei auf Peter Kruses Modell aus Episode 11 zurück.Dann wird es persönlich: Die EU klagt gegen TikTok wegen suchtgefährdender Algorithmen. Nils erzählt, wie Jahre voller strenger Medienlimits die Beziehung zu seinem Kind belastet haben – und warum das Loslassen alles verändert hat. Simon steht kurz vor dem Moment, seiner Tochter ein eigenes Smartphone zu geben, und ringt noch mit der richtigen Haltung.Wir teilen unsere Überzeugung: Verbote erzeugen keine Medienkompetenz. Kinder brauchen keine sterile digitale Welt – sie brauchen Begleitung, Dialog und Vertrauen. Und wir fragen uns: Was, wenn TikTok im Westen ganz bewusst anders designed ist als in China?
In dieser Folge wird es kreativ, pädagogisch und ein bisschen philosophisch – alles wegen einer Magic-Karten-Box aus dem 3D-Drucker.Nils erzählt, wie seine Schwägerin Luisa ihm den Einstieg in den 3D-Druck geschenkt hat – und warum er mittlerweile drei Drucker in der Schule betreibt, die rund um die Uhr laufen. Wir sprechen darüber, warum Schüler:innen zuerst einfach Dinge ausdrucken müssen, bevor Kreativität entstehen kann – und warum das kein Versagen ist, sondern Lernen.Dann wird Simon nachdenklich: 2'500 ausrangierte Profolio-Ordner suchen eine sinnvollere Zukunft als die Verbrennungsanlage. Und niemand macht es – weil es sich monetär nicht lohnt. Müsste es das?Peter Kruses Begriff der Hysterese liefert den roten Faden: Warum Menschen Muster erst ändern, wenn der Schmerz gross genug ist – und was das mit verschlossenen Türen, Recycling und Simons Vorliebe für den komplizierten Weg zu tun hat.Themen dieser Folge:3D-Druck im Schulalltag · Lernen durch Scheitern · Kreativität vs. Effizienz · Plastikrecycling und Ordner-Dilemma · Peter Kruse & Hysterese · Warum wir Muster erst ändern, wenn es wehtut📬 Habt ihr eine Idee, wie man PP-Plastik-Ordner sinnvoll recyceln oder weiterverwenden kann? Meldet euch!
On y va, c'est bien toi Simon? Ici c'est Nils.
Wow, wer hätte das gedacht? Wir starten in unsere vierte Podcastsession. Da unsere KI heute streikt, schreibe ich diesen Newsletter kopf- und händisch. Denn ich will in die Skiferien. Doch davor gibt's für dich eine weitere Episode aus unserem Leben. Diesmal sprechen wir über unsere Werdegänge.Hätte sich dein 15-jähirges Ich vorstellen können, das zu tun was du heute machst? Im Gegensatz zu Simon, konnte sich Nils überhaupt nicht vorstellen, was er heute macht. Er strebte damals nach Status in seinem tun und wollte möglichst viel Geld verdienen um später frei zu sein. Simon hingegen wusste schon als Zweijähriger, dass er Erfinder werden möchte.Wir sprechen darüber, wie unsere Laufbahnen verlaufen sind, erklären, was Job Crafting ist und wie wir es heute ausleben und nehmen ein Zuhörerinnen-Feedback zu Herzen.Simon hat nun neben einem halb defekten Drucker noch einen rinnenden Geschirrspüler. Nils erklärt ihm, wie er seine Waschmaschine mit Silikon reparieren konnte. Und zum Schluss widmen wir uns noch Simon, Françoise und René aus der Mutter aller Lehrmittel «On y va». Wie viel Französisch ist bei uns hängen geblieben, welche Studiengänge haben Nils und Simon abgebrochen und was Simons Motivation war, die BMS zu absolvieren.Hätte sich dein 15-jähirges Ich vorstellen können, das zu tun, was du heute machst?
Was kommt, wenn alles zu Tode automatisiert wurde?Simon und Nils wagen sich an die grosse Frage: Was kommt eigentlich nach der KI? Eine spekulative Reise in eine Zukunft, in der Roboter Ping Pong spielen, vollautomatische Fabriken sich selbst reproduzieren und Menschen nicht mehr arbeiten müssen.Die drei Gesetze der Digitalisierung nach Wirtschaftsprofessorin Joschana Zuboff bilden den Ausgangspunkt:1. Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.2. Alles was automatisiert werden kann, wird automatisiert.3. Alles was zum Zwecke der totalen Kontrolle kolonisiert werden kann, wird kolonisiert.Die zentrale Frage: Wenn humanoide Roboter, spezialisierte KI-Systeme wie AlphaFold und vollautomatische Fabriken fast alle Arbeit übernehmen – brauchen wir dann noch Geld? Können wir uns ein Brot leisten, das ein echter Bäcker von Hand gemacht hat? Und wird das maschinell produzierte Brot überhaupt noch etwas kosten?Nils ist überzeugt: Der Beruf des Lehrers ist "meines Erachtens bereits automatisiert" – didaktisches Handeln und Denken kann KI bereits besser als jeder Lehrer. Und das passiert in der Breite, in allen Bereichen: Psychologie, Berufsberatung, Medizin, Bauwesen.Die Konsequenz: Menschen werden von "Bullshit-Tätigkeiten" befreit. Aber was dann? Arbeiten wir nur noch aus Sinnhaftigkeit, aus Lust am Handwerk? Wird es Mikro-Businesses geben, die von Subventionen leben? Verschwindet der Kapitalismus und weicht einem Mix aus Kapitalismus und Kollektivismus?Die beiden diskutieren Jeremy Rifkins Vision: Es wird keine vollständige Abkehr vom Kapitalismus geben, aber grosse Bereiche werden kollektiv zugänglich werden. Handwerk wird wertgeschätzt, aber teuer. Vollautomatisierte Produkte nahezu kostenlos.Die unbeantworteten Fragen häufen sich: Wo bekommen wir unsere Nahrungsmittel? Können wir noch reisen? Welche Länder werden profitieren, welche abgehängt? Und wird die Schweiz führend dabei sein oder zu teuer?Am Ende unterbrechen Nils' Kinder das Gespräch – und genau das wird zum zentralen Punkt: Es geht um den Menschen, um Kinder, um Bedürfnisse. Die Automatisierung könnte uns mehr Zeit für Menschlichkeit geben.Der Aufruf: Simon und Nils haben mehr Fragen als Antworten. Sie bitten um Kommentare: Was denkt ihr, was kommt nach der totalen Automatisierung?Kernthemen: Post-KI, Automatisierung, humanoide Roboter, Zukunft der Arbeit, Kapitalismus vs. Kollektivismus, Grundeinkommen, Sinnhaftigkeit, Handwerk, Jeremy Rifkin, Joschana Zuboff, Menschlichkeit
Simon und Nils wagen sich an die große KI-Frage: Was macht künstliche Intelligenz mit unserer Arbeitswelt, unseren Jobs und vor allem – mit unserem kritischen Denken?Nils' provokante These: KI macht nicht dumm. Sie befreit das kritische Denken. Was das kritische Denken zerstört, ist unser Bildungssystem – mit seinen extrinsischen Leistungsanforderungen, starren Bewertungen und der Illusion, es gäbe nur eine richtige Antwort.Die beiden diskutieren, wie sich Jobs in Zukunft entwickeln werden: Weg von festen Stellenprofilen, hin zu Job Crafting – Menschen designen ihre eigenen Jobs, passen sie an, entwickeln sich weiter. Die klassische "eine Stelle, eine Aufgabe"-Denkweise hat noch nie wirklich funktioniert.Spannend wird es bei Peter Kruses drei Menschentypen: Owner (Experten mit Tiefenwissen), Creator (die Ideengeber und Störfaktoren) und Broker (die Vernetzter). Werden alle drei von KI gleichermaßen bedroht? Ja – aber nicht ersetzt. KI verarbeitet nur bestehende Information effizienter. Genau wie Menschen. https://www.youtube.com/watch?v=oyo_oGUEH-IDie Bildungs-Provokation: Nils rechnet ab mit dem System, das vorgibt zu bilden, aber kritisches Denken abtrainiert. Er hätte seine Matura nur geschafft, weil seine bildungsaffinen Eltern ihn durchgeboxt haben. KI schafft jetzt genau diese Chancengleichheit für alle – unabhängig vom Elternhaus.Das Paradox: Die größten KI-Kritiker sind oft jene, die sich in ihrem Expertenstatus bedroht fühlen. Aber Nils' Sohn nutzt ChatGPT täglich beim Gaming – und hinterfragt permanent, ob die Antworten stimmen. Junge Menschen, die mit der Technologie aufwachsen, entwickeln ein natürliches kritisches Bewusstsein.Die beiden sind überzeugt: KI ist der "Major Disruptor", der mit dem Vorschlaghammer die Illusion eines funktionierenden Bildungssystems zerstört. Und das ist gut so.Am Ende ein Ausblick auf die Profolio-KI, an der Simon arbeitet – eine KI, die Schülern hilft, ihre Stärken zu erkennen und sich authentisch zu präsentieren.Kernthemen: Künstliche Intelligenz, Job Crafting, kritisches Denken, Bildungssystem-Kritik, Chancengleichheit, Peter Kruse, Owner-Creator-Broker, Expertenstatus, Profolio-KI
Simon und Nils starten mit klaren Zielen ins neue Jahr: Die Arbeitszufriedenheit in der Schweiz soll um mindestens 1% steigen. Doch warum ist überhaupt so viel Unzufriedenheit da?In dieser Episode sprechen die beiden über die rasante Geschwindigkeit gesellschaftlicher Veränderungen, die unser Gehirn kaum noch verarbeiten kann. Während früher Generationen Zeit hatten, sich anzupassen, müssen wir heute konstant im "Schwimmmodus" bleiben – oder wir gehen unter.Besonders eindringlich wird es, als Nils von seiner Zeit in der Arbeitslosigkeit erzählt: Statt Unterstützung zur Neuorientierung gab es Druck, Bestrafungen und sinnlose Massenbewerbungen. Ein System, das auf Misstrauen statt auf Vertrauen setzt und Menschen in ihrer schwierigsten Phase zusätzlich belastet.Die beiden diskutieren, warum ein bedingungsloses Grundeinkommen mehr Sinn machen könnte als das aktuelle RAV-System, wie wichtig rechtzeitige berufliche Veränderungen sind und warum Selbstwirksamkeit und Antifragilität die Antworten auf eine unberechenbare Zukunft sein könnten.Kernthemen: Arbeitszufriedenheit, gesellschaftlicher Wandel, Arbeitslosensystem, Grundeinkommen, berufliche Neuorientierung, Anpassungsfähigkeit, lebenslanges LernenTranskribiert mit www.dinbrudi.com
Neues Jahr, Rivella statt Champagner – und keine grossen Neujahrsvorsätze. In Episode 7 von «Schmid und Landolt unstrukturiert» sprechen Simon und Nils über das Ankommen im neuen Jahr: unspektakulär, ehrlich und mitten aus dem Leben.Es geht um Sport als Dopaminquelle bei ADHS, um Routinen, die nur funktionieren, wenn sie Teil eines Ablaufs sind – und warum „einfach Sport machen“ für viele keine Lösung ist. Nils erzählt, weshalb Velofahren und Joggen nur dann klappen, wenn sie mit Arbeit, Alltag oder Lernbegleitung verknüpft sind. Simon reflektiert über Vorsätze, Fokus und warum sein Kernthema Bildung auch im neuen Jahr alles andere überstrahlt.Daneben wird es sehr konkret: Mental Load im Familienalltag, Haushaltsorganisation, Umzüge als Befreiung, Essgewohnheiten, Kochen, Einkaufen als Reizüberflutung – und wie ChatGPT plötzlich zum Einkaufs-Coach wird. Zwischen Fondue Chinoise, veganem Kochkurs, Fleischkonsum mit Haltung und der Wut über umgestellte Supermarktregale entsteht ein ehrlicher Blick darauf, wie neurodivergente Menschen ihren Alltag strukturieren (müssen), damit er tragfähig bleibt.Eine Folge über Vorsätze ohne Pathos, Routinen ohne Selbstoptimierung – und darüber, warum Veränderung nur dann bleibt, wenn sie sich einfach machen lässt.Transkript powered by www.dinbrudi.com
Kerzen, Manderinli, Geschenke – und ganz viele Abschweifungen. In dieser weihnachtlichen Episode von «Schmid & Landolt unstrukturiert» sprechen Nils und Simon darüber, warum Weihnachten für neurodivergente Menschen oft mehr Leistungsprüfung als Besinnlichkeit ist.Zwischen spontanen Geschenken, Wichtel-Systemen und ASMR-Wassergeräuschen geht es um die Frage, wann Anpassung hilft und wann sie zu viel wird. Simon spricht offen darüber, warum Medikation für ihn situativ entlastend sein kann, während Nils erklärt, weshalb gerade im Privaten weniger Reiz auch mehr Präsenz bedeutet.Daneben wird es herrlich nerdig: Magic-The-Gathering-Hyperfokus, Bücher vs. Hörbücher, Gaming als Flow-Erfahrung, Ordnung durch Sammelkarten und warum „Lesen“ für manche auch Einschlafen mit Timer bedeutet. Zum Schluss gibt es ein schönes Geschenk: ehrliches Feedback aus der Community – und einen Ausblick darauf, was nächstes Jahr kommen könnte.Eine Folge über adäquate Weihnachten, soziale Erwartungen, Neurodivergenz im Alltag – und darüber, dass Ungewissheit manchmal genau das ist, was Nähe schafft.Hier geht's zum Song von Karpi zum Mitsingen: https://www.instagram.com/p/DRjvuXLiP5v/Und hier geht's du DinBrudi, damit du nicht alles selbst Mitschreiben musst: https://www.dinbrudi.com
Ein Monat Podcast liegt hinter Simon und Nils – und die Zahlen sprechen: 600 Streams auf Spotify, über 50 Abonnenten, 57% Frauen hören zu, Durchschnittsalter 35-44 (genau wie die beiden). Doch was machen sie mit diesen Zahlen? «Wir brauchen einen Dolmetscher. Oder einen Manager – bei ADHS immer ein gutes Thema, oder?»Die zentrale Frage: Was macht den Menschen einzigartig gegenüber der KI?Highlights dieser Episode:Mega Dank an Alessandro fürs Mastern (aber psst, kleine Weihnachtsüberraschung)Hörer senden Feedback, wo sie den Podcast hörenDie USP-Debatte: Simon sagt Empathie, Nils sagt Unvorhersehbarkeit. Fazit: «Der USP des Menschen ist unstrukturiert»Die provokante These: Wenn Menschen keine Empathie zeigen, machen sie genau das, was KI macht. «Sogar ChatGPT ist empathischer!»Grosse Umstrukturierung am Lernhaus Sole: Trennwände, neue Zonen, vom 3-Jährigen bis zum 17-Jährigen – alles wird professionalisiertStellensuche: Nils sucht eine Kindergartenlehrperson (20-100%, mit Zertifikat) und Simon eine Office-Rakete für die Buchhaltung (50% Vormittags).Das familienfreundliche Jobkonstrukt: Arbeiten, während die Kinder in der Schule sindDie ehrliche Bilanz: Unzählige Kunden-Mails blieben unbeantwortet, weil die Struktur fehlteNils' Erkenntnis: «Wir waren damals gar nicht ready – jetzt haben wir endlich einen tragfähigen Nährboden»Die Weihnachtsfrage: Päckchen schon beieinander? «Die meisten, voll!» – mehr dazu in der nächsten Folge.Eine Episode über Wachstum, Professionalisierung und die Erkenntnis, dass manchmal Struktur nötig ist, um Unstruktur zu ermöglichen. Plus: Warum Menschen niemals so kontrollierbar sein werden, wie der Überwachungskapitalismus denkt.Frohe Weihnachten! Die nächste Folge kommt am 26. Dezember. 🎄Danke www.dinbrudi.com fürs Transkript!
Willkommen zur authentischsten Folge bisher: Nils und Simon nehmen vier Podcasts am Stück auf, Nils muss dringend Pizza bestellen (sonst gibt's heute nichts zu essen), und Simon wird langsam erst richtig wach. Perfektes Timing, um darüber zu sprechen, wie unterschiedlich ADHS sich zeigen kann – selbst bei zwei Menschen, die beide betroffen sind.Die zentrale Erkenntnis: Gemeinsames ADHS bedeutet nicht gleiche Symptome.Ihr hört in dieser Episode:Warum Nils mit Navi fährt (und trotzdem nicht weiss, wo Bülach liegt) – während Simon einfach nach Bauchgefühl navigiertWie Simon in Sitzungen doofe Fragen stellen musste, um nicht einzuschlafen (funktioniert erstaunlich gut)Warum es am Lernhaus Sole keine regelmässigen Sitzungen mehr gibt – nur spontane, wenn's brenntNils' Geständnis: «Ich kann fast nicht Verantwortung für andere Menschen übernehmen – ich habe für mich selber schon Schwierigkeiten»Die Ski-Desaster: Erster Tag Skiferien = Helm und Handschuhe kaufen (Simon) vs. als Lehrperson ohne Helm auf den Skitag (Nils)Das vergessene Handy in Schweden: Die entspanntesten Ferien ever, weil die «kleine Kette» fehlteDer Hochzeits-Laptop namens «Hero», der überfahren wurde und heute noch lebtDie ADHS-Zeitwahrnehmung: Es gibt nur JETZT und NACHHER (nicht in drei Wochen)Die spannende Frage: Reiseplaner oder Last-Minute-Packer? Nils plant am Tag vorher (wenn überhaupt), Simon ist der Planer in seiner Familie – aber beide packen in letzter Sekunde.Das grosse Thema: Selbstverantwortung weitergeben. Nils' Kinder kommen auch mal barfuss mit raus im Winter – und lernen dann halt fürs nächste Mal. Simon kaufte auch schon am ersten Tag der Skiferien Handschuhe und Helm nach.Eine Episode über die Vielfalt von ADHS, darüber dass «neurodivergent» nicht bedeutet «alle gleich», und warum manchmal ein vergessenes Handy das Beste ist, was passieren kann.Eure Frage am Schluss: Welches Format gefällt euch besser? Die gesellschaftskritischen Folgen oder das lockere Geplauder? Schreibt's in die Kommentare!P.S.: Die Pizza wird geteilt. Scamorza (geräucherter Mozzarella) gibt einen «hure geilen Geschmack». 🍕Zusammenfassung powered by www.dinbrudi.com
In dieser Episode wird es ernst: Simon und Nils sprechen über Arbeitszufriedenheit in der Schweiz – und die Zahlen sind erschreckend. Rund die Hälfte sagt «es könnte schlimmer sein», während 90% angeblich innerlich gekündigt haben. Aber stimmt das wirklich? Und vor allem: Was hält uns davon ab, etwas zu ändern?Die zentrale Frage: Warum verharren wir in der Komfortzone, selbst wenn sie uns unglücklich macht?Ihr hört in dieser Episode:Warum Nils nach dem zweiten Tag in jeder Schule dachte «What the fuck mache ich da eigentlich?»Die absurde Realität: Lehrer, die gestresst durch Gänge rennen müssen, damit man sie in Ruhe lässtEine Autofahrt, die alles zeigt: Wie Glaubenssätze und Ängste Menschen davon abhalten, ihr Ding zu machen – obwohl der erste Kunde schon wartetNils' und Hannas brutale Wahrheit: Zwei Jahre lang jeden Abend das Business fast aufgelöst, von den Eltern durchgefüttertWie Ting (eine Schweizer Grundeinkommens-Community) das Lernhaus Sole gerettet hatVon Kutschern zu Uber-Fahrern: Warum Scheinselbstständigkeit die neue Normalität wirdAntifragilität nach Nassim Taleb: Warum Resilienz allein nicht reichtDer Appell: Innovation entsteht am Rand – aber nur wenn wir First Follower werdenDie provokante These: Es geht uns zu gut in der Schweiz. Darum ändern wir nichts.Die unbequeme Wahrheit: Gesellschaft muss Verantwortung übernehmen, wenn wir wollen, dass Menschen neue Lösungen wagen – aber gleichzeitig braucht es auch individuelle Verantwortung und Mut.Eine Episode über den Mut, aus Sicherheit auszubrechen, über die Gratwanderung zwischen Eigenverantwortung und sozialem Auffangnetz, und darüber, dass der Zweck der Existenz (Big Five for Life) keine Trennung zwischen Beruf und Privatleben kennt.Diskussionsfrage am Schluss: Wie können wir als Gesellschaft innovative Menschen dabei unterstützen, neue Lösungen zu gestalten? Was muss sich ändern?Zusammenfassung powered by www.dinbrudi.com
Simon kämpft sich durch eine ereignisreiche Woche: Ein kaputter Drucker lässt ihm keine Ruhe, das Yogastudio soll verkauft werden und überall wartet Action. Nils berichtet vom intensiven Alltag im Lernhaus Sole – wo Kinder wieder gerne zur Schule kommen, nachdem sie vorher nur noch mit Spitex-Begleitung den Schulweg geschafft haben.Die Kernfrage dieser Folge: Warum trichtert ein System Kindern ein, "am Ball zu bleiben", wenn es sie alle 45 Minuten aus ihrem Flow reisst?Ihr hört in dieser Episode:Wie Simons Lehrzeit als Audio-Video-Elektroniker zeigt, was echtes Dranbleiben bedeutet (Spoiler: er reparierte drei Wochen an einem Fernseher!)Warum im Lernhaus Sole Jugendliche Lieder komponieren, fernsteuerbare Boote bauen und Arcade-Maschinen programmieren – ohne StundenplanDas Wasserschildkröten-Prinzip nach John Strelecky: Wann man loslassen muss und wann der richtige Flow kommtWarum Manga-Lesen auch Bildung ist und ein abgesoffenes Boot mehr lehrt als manche SchulstundeEine Folge über echte Lernprozesse, die Zeit zum Reifen brauchen – und darüber, warum Struktur manchmal bedeutet, Raum für Unstrukturiertes zu schaffen.Zusammenfassung powered by www.dinbrudi.com
Simon und Nils starten einen Podcast und erzählen von sich und ihrer Neurodivergenz.Willkommen bei «Schmid und Landolt Unstrukturiert»! In der allerersten Folge starten Berufsberater und Lernmedieninnovator Simon Schmid und Bildungsinnovator und Gründer vom Lernhaus Sole Nils Landolt ihren gemeinsamen Podcast – natürlich nicht ohne dass Nils erstmal alle SD-Karten zu Hause vergessen hat.Was diese Auftaktfolge bietet:Die beiden legen direkt die Karten auf den Tisch: Sie teilen nicht nur die Passion fürs Bildungssystem und persönliche Entwicklung, sondern auch ADHS. Und genau das macht diese Episode so ehrlich und authentisch.Ihr hört in dieser Folge:Wie Nils durch einen "biografischen Unfall" Primarschullehrer wurde – und schnell merkte, dass 45-Minuten-Takte nicht sein Ding sindSimons Weg vom Innovationsmanager, der mit seinem Compliance-Chef aneinandergeriet, zur ADHS-Diagnose zum 40. GeburtstagWarum vier Buchstaben auf einem Elektrokasten jahrelang einfach nur Graffiti warenDas Heureka-Moment: "Sie haben ganz sicher ADS" – und plötzlich ergibt alles SinnWie sich eine ganze Familie "verrät" (spoiler: ADHS ist vererbbar)Der Unterschied zwischen Hyperfokus als Superpower und dem Kampf mit RoutinearbeitWarum Medikation manchmal ein "Schalter" sein kann – und manchmal auch nichtEine Folge über Selbstfindung, Umwege die Sinn machen, und darüber, dass "Defizit" im Namen ADHS das falsche Wort ist. Die beiden machen für ein, zwei Personen diesen Podcast – vielleicht bist du eine davon?P.S.: Nils hat die Füsse hochgelegt. Simon musste ihn bitten, sie runterzunehmen. So fängt alles an. Doch schaut selbst.Zusammenfassung powered by www.dinbrudi.com
Landolt sitzt bereit vor dem Mikrofon, während Schmid noch die Kamera einrichtet.DinBrudi meint:Also, Landolt und Schmid sind grad am Start vo ihrem Podcast. Sie sind voll im Flow und mached das gern, drum "I ❤️ my job, we love what we do". Sie sind au beidi chli unstrukturiert, will sie ADHS hend, aber das isch au das, wo sie so kreativ macht. Schmid söll de Podcast au chli strukturierä, aber er isch no mit de Kamera am hantierä. Sie sind im Lernhaus Sole und hend es Live Track Mischpult zum ufnäh. Sie hoffed, dass sie mal zeige chönd, wie sie das mached und hend au en Gorillapod. Aber Schmid isch nonig nebem Landolt. Wenn er fertig isch mit de Kamera, söll er sich hinter's Mikrofon setzä und d'Anmodi mache. De Nils söll sich au chli zämneh. Es isch alles chli unstrukturiert, aber sie hoffed, dass d'Zueschauer genau das luschtig findet.




