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Bits & Bolzen - wenn Industriewelten verschmelzen
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Bits & Bolzen - wenn Industriewelten verschmelzen

Author: Anja Hendel, Judith Muster, Andreas Hermwille

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Description

In diesem Podcast machen sich Judith Muster (Organisationssoziologin und Partnerin bei Metaplan) und Anja Hendel (Digitalexpertin) auf eine Reise quer durch die Republik und besuchen Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die es geschafft haben: Sie haben Hardware- und Softwarelogik vereint.

Anja und Judith kommen ins Gespräch mit den Menschen, die die Geschichten darüber erzählen können: Wie ist das gelungen? Und welche Herausforderungen mussten sie überwinden?

Mit dabei als Erzähler, Moderator, Reisebegleiter: Andreas Hermwille.
9 Episodes
Reverse
In dieser Folge ist Michäas Sutter zu Gast. Er arbeitet für den Halbleiterhersteller Infineon Technologies. Halbleiter sind ein unverzichtbares Element in der digitalisierten Gesellschaft. Von Fahrzeugelektronik, über Energienetze zu Sensor- und Konnektsystemen sind Halbleiter überall da drin, wo wir als Laie drauf schauen und Dinge auch einfach Magie sein könnten. Infineon ist mit 57.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 14.7 Milliarden Euro einer derweltweit führenden Anbieter. Michäas schaut dabei aber nicht aufeinen einzelnen Bereich, sondern aufs Vernetzen der Strukturen. Als Head of Strategic Organization Design ist seine Aufgabe genau das, was wir spannendfinden: Das Herstellen und Absichern guter Kommunikation, mittels klug angelegter Strukturen. Spannend ist dabei auch, dass Michäas selbst weder Software noch Ingenieurswesen als Hintergrund hat, sondern einen organisationstheoretischen: Er ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler mit einem Schwerpunkt darauf, wie Wissen in Organisationen weiter gegeben wird.Michäas hat uns drei Thesen über die Lücke zwischen Soft- und Hardwarewelt mitgebracht:Die üblichen Lösungsversuche setzen bei Mindset-, Kultur- oder Leadership-Defiziten an, was deutlich zu kurz springt.Weiter kommt man, wenn man die "lokalen Rationalitäten" der Akteure betrachtet und sich fragt, wie man zwischen ihnen Brücken bauen kann.Aber als kluge Organisationsgestalter:innen müssen wir hinnehmen, dass es manche Dilemmata immer gehen wird.Darum ist die wichtigste Aufgabe als Gestalter:in von Strukturen: Man muss die Entscheidungen treffen, die für alle anderen das weiter entscheiden möglich machen.
In dieser Folge besprechen Anja, Judith und Andreas die Erkenntnisse, die sie aus dem Gespräch mit Christoph Hartung mit genommen haben.Eine seiner Thesen war: Soft- und Hardwarewelt werden nie ganz eins werden können. Wie schauen Anja und Judith darauf?
In dieser Folge von Bits & Bolzen geht es um das Zusammenspiel von Hardware- und Softwarelogik in der Automobilindustrie. Am Beispiel von Bosch diskutieren wir, wie sich Mobilität im Übergang zur softwaredefinierten Welt organisatorisch, technologisch und kulturell verändert.Christoph Hartung und BoschChristoph Hartung ist Präsident des Bosch-Geschäftsbereichs Cross-Domain Computing Solutions, der zentrale Rechnerplattformen, Software und Elektronik für moderne Fahrzeuge verantwortet. Er arbeitet seit über zwei Jahrzehnten an der Schnittstelle von Automobilindustrie und Softwareentwicklung. Bei Bosch treibt er die Transformation hin zu softwaredefinierter Mobilität voran.Das Auto als „Device auf Rädern“Wie verändert sich Mobilität, wenn Fahrzeuge zunehmend wie digitale Endgeräte gedacht, genutzt und weiterentwickelt werden?Clash von Hardware- und Software-EntwicklungslogikenWas passiert, wenn jahrelange Hardware-Vorlaufzeiten auf kurze Software-Iterationszyklen und kontinuierliche Updates treffen?Komplexität durch Steuergeräte vs. integrierte RechnerarchitekturenWie lässt sich die historisch gewachsene Komplexität von Steuergeräten durch zentralere, leistungsfähige Rechnerplattformen reduzieren?Führungs- und Entscheidungsfragen in der TransformationWelche Entscheidungen müssen Führungskräfte heute anders treffen, um Hardware- und Softwarewelten produktiv zusammenzubringen?Lernen von Tesla und chinesischen HerstellernWelche organisatorischen und architektonischen Ansätze anderer Hersteller zeigen, wie softwaredefinierte Mobilität schneller Realität wird?GlossarADAS – Advanced Driver Assistance Systems; FahrerassistenzsystemeE/E-Architektur – Elektrik-/Elektronik-Architektur eines FahrzeugsOEM – Original Equipment Manufacturer; FahrzeugherstellerSOP – Start of Production; Produktionsstart/SerienanlaufTier 1 – System- oder Modullieferant direkt an den OEMTier 2 – Zulieferer für Tier-1-LieferantenSDV – Software-Defined Vehicle; softwaregetriebenes FahrzeugkonzeptPEP – Produktentstehungsprozess; Entwicklungs- und Industrialisierungsprozess
In dieser Folge analysieren Judith Muster und Anja Hendel die zentralen Erfolgsfaktoren von Sabine Erlinghagen beim Aufbau von Siemens Grid Software und was sich daraus über Softwareorganisationen in industriellen Konzernen lernen lässt.Zentrale Fragen der Folge:Wie gelingt Veränderung in einem großen, traditionsreichen Industrieunternehmen?Welche Bedeutung haben Startvoraussetzungen wie Organisationsalter, Erwartungsdichte und eigene Machtposition?Warum ist eine klare Zielsetzung (KPIs, ARR) entscheidend, um Software als eigenständiges Geschäft zu etablieren?Was unterscheidet Software als Dienstleistung von Software als Produkt – organisatorisch und wirtschaftlich?Wie lassen sich klare Orientierung nach außen und kontinuierliches Zweifeln an den eigenen Mitteln miteinander verbinden?
1. Um welche Organisation geht es?Es geht um Siemens Grid Software, den Softwarebereich von Siemens für Stromnetze. Die Einheit entwickelt Softwareprodukte, mit denen Netzbetreiber komplexe, dezentrale Energiesysteme steuern, planen und stabil betreiben können – eine zentrale Voraussetzung für die Energiewende.2. Wer ist der Gast?Zu Gast ist Sabine Erlinghagen, CEO von Siemens Grid Software. Sie verantwortet seit rund sieben Jahren den Aufbau und die strategische Neuausrichtung des Softwaregeschäfts für Stromnetze innerhalb des Siemens-Konzerns.3. Welche Rolle spielt Sabine beim Verbinden von Software- und Hardwarelogik?Sabine hat den Softwarebereich bewusst von der klassischen Hardware- und Automatisierungslogik getrennt und als eigenständiges Software-Business aufgebaut:Trennung von Energieautomatisierung (Hardware als Selbstzweck) und Grid Software (Software als Selbstzweck).Aufbau eigener KPIs, Managementsysteme und Organisationsstrukturen für Software.Ausbruch aus der Siemens-Matrix, um zentrale, globale Softwarelogik zu ermöglichen.Konsequente Fokussierung auf Software-Revenue und später Annual Recurring Revenue (ARR).Schutzräume für Softwareentwicklung, u. a. durch einen separaten Inkubator auf der „grünen Wiese“.
In dieser Folge analysieren Anja, Judith und Andreas entlang der Regler des Mischpult des Managements, wieso "die Digitalisierung des Rades" bei Riese & Müller anscheinend so gut und geräuschlos vorangeht.Welche Rolle spielt Rainer de Mey als Personalprämisse?Wie wichtig ist, dass es um ein inhabergeführtes Unternehmen geht, dass sich wie ein Familienunternehmen anfühlt?Wie können sich die digitalen Themen, der Chip, die App, in der Organisation relevant machen - ohne dabei störend zu wirken?
1. Um welche Organisation geht es?Riese & Müller ist ein Premium-E-Bike-Hersteller aus dem Mühltal bei Darmstadt. Das Unternehmen ist bekannt für technische Innovationsfreude, hochwertige Ingenieursarbeit und eine Kultur, in der Neues probieren nicht durch Perfektionismus blockiert wird.2. Wer ist der Gast?Zu Gast ist Rainer de Mey, Chief Digital Officer. Er verantwortet die digitale Produktentwicklung, den Aufbau digitaler Services und die Verbindung von Software- und Hardwarewelten.3. Welche Rolle spielt Rainer beim Verbinden von Software- und Hardwarelogik?Rainer hat den digitalen Wandel bei Riese & Müller maßgeblich initiiert und vorangetrieben:Aufbau der digitalen Strategie und später des Digitalteams.Einführung des Bike-Chips und der Serviceplattform RX Connect.Etablierung iterativer Softwarelogik in einer traditionell hardwareorientierten Organisation.Übersetzung zwischen Entwicklungsabteilungen, Produktion, Händlern und Kundenerwartungen.4. Worüber kann man in dieser Folge etwaslernen?Über den Mut, digitale Features früh im Markt zu testen – auch ohne Perfektion.Über erfolgreiche Kommunikation zwischen Produktentwicklung, Produktion und Service.Über den Wert einer Geschäftsführung, sowohl Mut zu Langsamkeit als auch zu radikalen Lösungen hat.
Die 2020er-Jahre markieren eine industrielle Zeitenwende – Hardware- und Softwarelogiken rücken zusammen und verändern Unternehmen grundlegend.In der ersten Folge starten Anja Hendel (Digitalexpertin, u.a. Porsche & Diconium) und Judith Muster (Organisationssoziologin & Metaplan-Partnerin) ihre Lernreise durch Deutschland, um Organisationen zu besuchen, die diese Transformation schon heute leben.Anja und Judith erzählen, wie sie selbst zu diesem Thema gekommen sind – aus der Praxis der digitalen Transformation auf der einen und der organisationssoziologischen Forschung auf der anderen Seite. Beide beschreiben, warum die Verbindung von Hardware und Software so herausfordernd ist: Unterschiedliche Geschwindigkeiten, verschiedene Arbeits- und Entwicklungslogiken und historisch gewachsene Strukturen treffen aufeinander. Besonders deutlich wird dies in Industrien, in denen Produkte über Jahre entwickelt werden, während Software sich im Minutentakt weiterentwickelt.Judith erklärt, wie sie mit dem „Mischpult des Managements“ auf Organisationen blickt – einem organisationssoziologischen Framework, das Schauseite, formale und informale Strukturen sowie die Hebel Programme, Personal und Kommunikationswege berücksichtigt.Dieses Modell wird sowohl im Podcast als auch im begleitenden Buch eine wichtige Rolle spielen.Anja und Judith sprechen außerdem über ihr gemeinsames Buchprojekt, das den Podcast inspiriert hat. Statt einfacher „Best Practices“ wollen sie zeigen, wie Unternehmen die notwendige Komplexität anerkennen – und warum Transformation keine lineare Erfolgsstory ist, sondern ein präzises Arbeiten an vielen kleinen Stellschrauben.Zum Abschluss geben sie einen Ausblick auf die erste Station der Reise: Riese & Müller, ein E-Bike-Hersteller, bei dem die Verbindung von Hardware-Expertise und digitaler Kompetenz besonders sichtbar wird. Von dort aus führt die Reise weiter zu Unternehmen wie Bosch, Siemens oder Quant.Moderation: Andreas Hermwille.
In diesem Podcast machen sich Judith Muster (Organisationssoziologin und Partnerin bei Metaplan) und Anja Hendel (Digitalexpertin) auf eine Reise quer durch die Republik und besuchen Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die es geschafft haben: Sie haben Hardware- und Softwarelogik vereint.Anja und Judith kommen ins Gespräch mit den Menschen, die die Geschichten darüber erzählen können: Wie ist das gelungen? Und welche Herausforderungen mussten sie überwinden?Mit dabei als Erzähler, Moderator, Reisebegleiter: Andreas Hermwille.Die erste Folge erscheint am 1. Dezember 2025, das Buch voraussichtlich im Frühjahr 2026.
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