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ÖGKM podcast
ÖGKM podcast
Author: Karin Amrein
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© 2022
Description
Seit 2022 gibt es den ÖGKM Podcast zum Thema Knochen für Patientinnen und Patienten, deren Angehörige und andere Interessierte. Priv. Doz. Dr. Karin Amrein aus Graz stellt meist 5 Fragen zum Spezialgebiet der interviewten Expertinnen und Experten.
44 Episodes
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In dieser Folge geht es um schwierigere Fragen um Denosumab, das starke und sehr gut erforschte abbauhemmende Medikament, das 2026 von vielen verschiedenen Firmen als Nachbau auf den Markt kommen wird. Es wird damit einfacher verschreibbar sein, es gilt jedoch einiges zu beachten. Wie setzt man ab, was kommt danach, was ist mit den Zähnen usw.! Insbesondere für jüngere Osteoporose - Betroffene ist es oft nicht die beste Wahl, auch bei ausgeprägter Niereninsuffizienz muss man vorsichtig sein, die Basics "genug Vitamin D und Kalzium" bleiben essentiell! Prof. Fahrleitner-Pammer aus Graz arbeitet seit 2004 mit der Substanz und war als Investigator von anfang an bei den Zulassungsstudien dabei.
In dieser Episode geht es um das neueste Knochenmedikament Romosozumab (s. auch Folge 21 mit Bente Langdahl, englisch, und Folge 36, Ute Riedler). Es ist das erste Medikamente, das eine "duale" Wirkung hat (also eine gleichzeitig knochenaufbauende und abbauhemmende) und ist seit Herbst 2024 in Österreich gut verfügbar. Es wird bei schwerer Osteoporose eingesetzt, wirkt sehr schnell und muss einmal monatlich über 12 Monate gespritzt werden. Als Anschlusstherapie muss danach eine "antiresorptive" (abbauhemmende) Therapie verabreicht werden.
2026 werden eine Reihe von Denosumab Biosimilars auf den Markt kommen. Denosumab ist ein humaner monoklonaler IgG2-Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-Technologie hergestellt wird. Es ist in der Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern mit erhöhtem Frakturrisiko zugelassen, bei systemischer Glucocorticoidtherapie sowie in der Onkologie. Obwohl es eine sehr gut verträgliche und einfach zu verabreichende Therapie ist, gibt es ein paar Dinge zu beachten, die in dieser Folge besprochen werden.
Marco Lesacher, MSc ist Sport- und Trainingswissenschaftler und spezialisiert sich auf die Begleitung von Frauen hinsichtlich Knochengesundheit. In dieser Folge sprechen wir über Bewegung / Training in der Prävention sowie Therapie der Osteoporose: bewegte Pausen, Springen, Trampolin, kindliches Treppengehen, die LIFTMOR Studie aus Australien und vieles mehr.... Links: www.osana.at https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28975661/ Interview (englisch) Dr. Peter Attia mit Prof. Belinda Beck zur LIFTMOR Studie: https://www.youtube.com/watch?v=GNFjprSd57E&t=65s
Priv. Doz. Dr. Petra Rugani ist Oralchirurgin und Zahnärztin an der Universitätszahnklinik und in eigener Praxis in Graz. In dieser Folge sprechen wir über die wichtigen Themen Mundgesundheit, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen, Kiefernekrosen und Osteoporose. Link zur Homepage und einem Video zur Kiefernekrose: https://www.youtube.com/watch?v=qsQm0SbOtgY www.rugani.at
Bernd war 57, als er bei einem Getränkeeinkauf mehrere Wirbelbrüche erlitten hat. Erst Wochen später erkannte und behandelte man den schweren Vitamin D Mangel und die zugrunde liegend Osteoporose mit einer knochenaufbauenden Teriparatid - Therapie. In dieser Folge berichtet er von seinen Erlebnissen.
Frau Mag. Ute Riedler berichtet von ihrer schweren Erkrankung, einer akuten Leukämie, die sie mit sehr starken Therapien und einem großen Durchhaltevermögen überstanden hat. Übrig blieb eine ausgeprägte Osteoporose - im Vergleich eine wesentlich weniger schlimme Erkrankung, aber langfristig nicht zu unterschätzen. In dieser Folge geht es um persönliche Erfahrungen, aber auch relative Risiken von Erkrankungen und Therapien sowie das Planen der eigenen Gesundheit. Moderne Medizin kann vieles bieten, aber auch nicht medikamentöse Massnahmen im Alltag sind hochrelevant und wichtig für einen optimalen Behandlungserfolg im Team Patientin - Ärztin.
Ein osteoporotischer Bruch tritt häufig unvermittelt auf und trifft die meisten Betroffenen völlig unerwartet. Auf der Suche nach Antworten wird man im Internet und von Bekannten mit vielen Informationen konfrontiert, die valide sein können, häufig aber ganz oder teilweise falsch sind. Auch gibt es viele Angebote und Nahrungsergänzungsmittel, die nicht für PatientInnen geeignet sind, so sollten beispielsweise nach Möglichkeit bei Calcium und Vitamin D Arzneimittel bevorzugt werden. Wichtig ist aber, die Erkrankung anzunehmen und neben der medikamentösen Behandlung durch spezialisierte Ärztinnen und Ärzte auch eine gute Compliance mitzubringen und die wesentlichen nichtmedikamentösen Faktoren umzusetzen (Ernährung, Bewegung, Austausch mit Betroffenen etc). In dieser Folge sprechen Helga Rantasa und Christine Oberforcher über ihre Erfahrungen aus Sicht der Patientin bzw. Selbsthilfegruppe. Eine Kontaktaufnahme ist möglich unter: office@osteoporose-selbsthilfe.org
In dieser Folge mit Christian Muschitz und Karin Amrein geht es um Möglichkeiten, möglichst lange eine gute Lebensqualität zu erhalten. Dabei besprechen wir unter anderem Themen wie Hormone, Bewegung, sinnstiftende Tätigkeiten - einerseits aus evolutionärer, aber auch aus persönlicher Sicht. Univ. Prof. DDr. Johannes Huber (geb. 1946) ist Gynäkologe, Buchautor und Theologe in Wien. https://www.drhuber.at/
Gerade in der Perimenopause, den Jahren um die letzte Regelblutung (Menopause), erleben viele Frauen Veränderungen in ihrem Stoffwechsel sowie eine Gewichtszunahme. Gleichzeitig leidet durch den Hormonmangel der Knochen, sodass eine ausgewogene, eiweissreiche Ernährung eine wichtige Basismassnahme darstellt. Ein Abnehmwunsch und eine Einschränkung der Kalorien ohne die Qualität der Ernährung zu hinterfragen, kann daher eine weitere Verschlechterung der Knochengesundheit verursachen. In dieser Folge geht es um einfache Möglichkeiten, die Ernährung zu verbessern und gleichzeitig für den Knochen zu tun. Gerade die Eiweisszufuhr ist wichtig und muss erhöht werden - so sollte jede Mahlzeit 20 bis 30 g Eiweiss enthalten (zB. Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh, Milchprodukte wie Skyr, griechisches Joghurt, Hüttenkäse, Topfen, Eier, Fisch, Fleisch). Ursula Vybiral ist selbständige Ernährungsberaterin in Wien und hat in den letzten 20 Jahren die Easy Eating Methode entwickelt ("Abnehmen funktioniert nur mit Essen"). Links: www.easyeating.at https://oe3.orf.at/sendungen/stories/3024312/ https://wien.orf.at/radio/stories/3305039/ https://easyeating.at/buecher/
Bewegungsstörungen wie die Parkinson-Erkrankung sind häufig und durch vermehrte Stürze mit einem erhöhten Knochenbruchrisiko vergesellschaftet. In dieser Episode berichtet Assoz.Prof. PD Dr. Petra Schwingenschuh über den Zusammenhang zwischen Osteoporose und Bewegungsstörungen. Es geht unter anderem Prävention, Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen. Links: Podcast der ÖGN (Österreichische Gesellschaft für Neurologie): https://www.oegn.at/podcasts/ Österreichische Parkinson-Gesellschaft https://www.parkinson.at/
Gesundes Altern - Knochen & andere Organsysteme Lebensqualität versus Lebensdauer, was ist dran am Oxidativen Stress, Supplements, Longevity & Entgiften? Was kann ich im Alltag tun, um mein Risiko für verschiedene altersassoziierte Erkrankungen zu reduzieren? In dieser Sonderfolge beleuchten wir ausführlich Gesundes Altern. Die Vermeidung einer Osteoporose ist ein sehr wichtiger Teil davon, aber auch andere Organe profitieren von verschiedenen Massnahmen. Es geht um gesunden Lebensstil wie ausgewogene Ernährung, Bewegung, aber auch Supplemente wie Kollagen, Calcium, Omega 3, Mikronährstoffe und Grüntee. Wichtig ist auch hier eine personalisierte Medizin - nicht jeder braucht alles, aber gerade in Österreich ist eine Mangelversorgung an Vitamin D und Omega 3 häufig, auch die Bewegungsempfehlungen erreichen viele Menschen nicht - dabei wären das wichtige Eckpfeiler für ein gesundes Altern. Kürzlich ist auch eine Posthoc-Analyse der DO HEALTH Studie in Nature erschienen - zusammen führten die 3 Interventionen Vitamin D, Omega 3 und Krafttraining zu einer reduzierten Alterungsgeschwindigkeit in verschiedenen biologischen Uhren nach 3 Jahren Intervention. Priv. Doz. Dr. Christian Muschitz ist Facharzt für Innere Medizin, President elect der ÖGKM und arbeitet im niedergelassenen Bereich in Wien (www.muschitz.info). Er forscht an verschiedensten osteologischen Themen. In den letzten Jahren war er Leitlinienkoordinator der Neuen Österreichischen Leitlinie 2024 zu Osteoporose sowie er war an weiteren Leitlinien zu Diabetes, Lungenerkrankungen und Nierenerkrankungen beteiligt. Priv. Doz. Dr. Karin Amrein, MSc ist Fachärztin für Innere Medizin (Endokrinologie und Stoffwechsel sowie Intensivmedizin) und beschäftigt sich seit über 15 Jahren wissenschaftlich mit Vitamin D. Ihr Hauptthema ist Vitamin D bei Kritischer Erkrankung und Hypoparathyroidismus. Sie ist Principal Investigator der internationalen VITDALIZE Studie, die in Österreich, UK, Belgien und Deutschland läuft und die hochdosierte Vitamin D Gabe bei Kritisch Kranken untersucht. Seit 2018 ist sie neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit an der Medizinischen Universität Graz im niedergelassenen Bereich tätig. 2022 war sie an der Publikation der Europäischen Leitlinie zu Mikronährstoffen als Koautorin beteiligt. Sie ist Vorstandsmitglied der ÖGKM (www.dr-amrein.at). Referenzen: https://muschitz.info/gesund-altern/ ÖGKM Osteoporose Leitlinie 2024: https://link.springer.com/article/10.1007/s00508-024-02441-2 DO HEALTH: https://do-health.eu/ https://do-health.eu/individual-and-additive-effects-of-vit-d-omega-3-and-exercise-on-dna-methylation-clocks-of-biological-aging/ ESPEN Leitlinien: https://www.espen.org/files/ESPEN-Guidelines/ESPEN_micronutrient_guideline.pdf https://www.espen.org/files/ESPEN-Guidelines/ESPEN-practical-short-micronutrient-guideline.pdf ESCEO: https://www.esceo.org/ Health Canada: https://www.youtube.com/watch?v=qNkzVz5Aljk
Längeres Fasten ist nicht sinnvoll bei Osteoporose. Oft ist sogar eine eiweissreiche Spätmahlzeit sinnvoll. Meistens kann mit guter Planung die Kalziumzufuhr, auch bei veganer Ernährung erreicht werden. Katrin Sattler, BSc, ist ausgebildete Diätologin und bietet Ernährungsberatungen in eigener Praxis in Graz an (www.ernaehrung-wirkt.at). Ihre Schwerpunkte sind das ernährungstherapeutische Setting, Beratungen zu Osteoporose und Stoffwechsel sowie die Gesundsheitsförderung in Betrieben. In dieser Folge geht es um konkrete Empfehlungen zur Umsetzung einer knochengesunden Ernährung, u.a. um Eiweiss, Kalzium, Essenspausen, Fasten, Abendmahlzeiten, besondere Ernährungsformen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. LINKS: Hier kann man die passende DiätologIn in der Nähe finden: https://diaetologie.at/fuer-patientinnen/diaetologin-finden/ Die aktualisierten Ernährungsempfehlungen: https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Ern%C3%A4hrung/%C3%96sterreichische-Ern%C3%A4hrungsempfehlungen-NEU.html Nur ein Drittel der Jugendlichen und nur die Hälfte der Erwachsenen essen täglich Gemüse. Das sollte sich ändern: www.gmiasig.at
In den letzten Jahren haben viele Expertinnen und Experten unzählige Stunden investiert, um unter der Leitung von Doz. Dr. Christian Muschitz aus Wien und Univ. Prof. Hans Peter Dimai aus Graz eine allgemeine Leitlinie zur Diagnose und Behandlung von Osteoporose zu schreiben. Diese wird nun bald verfügbar sein, im Herbst ist auch eine Kurzversion sowie eine Version für PatientInnen geplant. In dieser Episode erklärt Doz. Dr. Muschitz daher wichtige Punkte rund um die Leitlinie - u.a. die wichtigsten Punkte bzgl. Früherkennung und Behandlungsmöglichkeiten.
Prof. Johannes Ott arbeitet an der Medizinischen Universität Wien an der Gynäkologischen Endokrinologie & Reproduktionsmedizin. Seine Forschungsschwerpunkte beinhalten Kinderwunsch, Hormonersatztherapie und Polycystisches Ovar-Syndrom. In dieser Folge geht es um das wichtige, aber kontroverse Thema der Hormonersatztherapie bei Frauen, unter anderem den Normalfall, den frühen Wechsel und die verschiedenen Bestandteile einer Hormonersatztherapie. Weiters werden die Vorteile bezüglich Knochen und Herzkreislauferkrankungen und die kleinen Risiken wie Thrombosen und Brustkrebs bei verschiedenen Gruppen besprochen.
Univ. Prof. Peter Pietschmann arbeitet an der Medizinischen Universität Wien am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung. Er ist Präsident der ECTS, der European Calcified Tissue Society. Seit Jahrzehnten forscht und lehrt er an vielen verschiedenen Knochenthemen. In dieser Folge geht es um die normale und abnormale Funktion des Knochens, die verschiedenen Arten von Zellen im Knochen und die darauf abgestimmten Behandlungsmöglichkeiten.
"Die Osteoporose betrifft nicht wenige junge Frauen, insbesondere ein sehr früher Wechsel sollte mit einer Hormonersatztherapie behandelt werden." Priv. Doz. Dr. Elisabeth Lerchbaum ist niedergelassene Hormonspezialistin in Graz. In dieser Folge geht es um die Osteoporose bei jungen Frauen. Hier stecken oft andere Erkrankungen dahinter, wie zB. eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Mangelernährung oder auch ein vorzeitiger Wechsel.
"Ein Oberarmbruch kann hinweisend sein auf eine zugrunde liegende Osteoporose". Priv. Doz. Jakob Schanda ist Orthopäde / Unfallchirurg am größten Traumazentrum in Wien Meidling. In dieser Folge geht es um Ursachen und Behandlung von Oberarmbrüchen.
Monika wurde wie die meisten Betroffenen von der Diagnose einer Osteoporose überrascht, da sie sehr sportlich und gerade erst 60 geworden ist. Mittlerweile hat sie sich gut mit der Diagnose arrangiert und berichtet aus ihren Erfahrungen und den Lebensstilmassnahmen, um eine möglichst gute Wirkung der eingeleiteten Teriparatid-Therapie zu unterstützen.
Prof. Franz Jakob ist Endokrinologe und war Leiter der Osteologie am Universitätsklinikum Würzburg (assoziert an der Orthopädischen Klinik). In dieser Folge geht es um die Gruppe der Bisphosponate, die seit den 80er Jahren die Osteoporosebehandlung revolutioniert haben und das Knochenbruchrisiko um etwa die Hälfte senken können. Bisphosphonate gibt es in Tablettenform (zB. Alendronat/Fosamax) und in intravenöser Darreichungsform (z.B. Zoledronat/Aclasta) und in der Regel werden sie nicht länger als 5 Jahre verabreicht. Obwohl sie insgesamt sehr gut verträglich sind, gibt es auch Nebenwirkungen wie die Kiefernekrose (ONJ, osteonecrosis of the jaw, siehe auch Folge 9) und atypische Brüche des Oberschenkels. Diese sind aber selten. In den letzten Jahren ist zudem aufgefallen, das Bisphosphonate über den Effekt auf den Knochen hinaus noch einen Vorteil in Bezug auf die Sterblichkeit und auch Herzerkrankungen haben dürften. Auch 2023 sind die Bisphosphonate als hochwirksame Substanzen mit langer Halbwertszeit unverzichtbar in der Behandlung der Osteoporose, aber auch bei anderen Knochenerkrankungen und manchen Krebserkrankungen (dort aber in der Regel in deutlich höherer Dosis). https://de.wikipedia.org/wiki/Bisphosphonate








