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Junge Freiheit Interview
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Junge Freiheit Interview

Author: Junge Freiheit

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JF Interview. Das exklusive Podcast Format der Jungen Freiheit.
Die Junge Freiheit lädt regelmäßig spannende und kontroverse Personen aus Politik und Gesellschaft ein.

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59 Episodes
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Werner Patzelt über den ersten AfD-Landtagspräsidenten und die Machtfrage in Sachsen-Anhalt Zum ersten Mal stellt die AfD den Präsidenten eines Landtags. Der neue Landtag von Sachsen-Anhalt hat Tobias Rausch, den Generalsekretär der AfD, mit 48 Stimmen gewählt; AfD und BSW haben zusammen nur 44 der 83 Sitze. Woher die übrigen Stimmen kamen? Nach dem „Sherlock-Holmes-Verfahren“ bleibe nur die CDU, sagt der Politikwissenschaftler Werner Patzelt – obwohl deren Fraktion angekündigt hatte, sich geschlossen zu enthalten. Die CDU-Fraktion sei „zerspalten über die Frage, wie mit der AfD umzugehen ist“. Für Patzelt zeigt die geheime Wahl, dass es keinen Fraktionszwang gibt, und dass die CDU erntet, was sie sich „durch ihre gigantischen taktischen und vor allen Dingen strategischen Fehler“ selbst zugefügt hat. „Brandmauer ist der Versuch, die CDU zu erpressen“, sagt Patzelt. Das BSW unterlaufe diesen Versuch: „Die mächtigste Partei im Landtag von Sachsen-Anhalt ist ja nicht die AfD, sondern das BSW, denn von ihm hängt alles ab.“ Ob die Union im Bund Gesprächsfäden zur AfD knüpft, hänge auch davon ab, was die AfD aus ihrer Chance in Sachsen-Anhalt macht. Mitte Dezember soll der Landtag den Ministerpräsidenten wählen. Dass Ulrich Siegmund im ersten Wahlgang gewählt wird, ist für Patzelt wahrscheinlicher geworden. Siegmunds Ankündigung, für einen zweiten Wahlgang nicht zur Verfügung zu stehen, nennt er einen „Erpressungsversuch“. Den Linken bescheinigt er „eine Verstocktheit, die bis zur Selbstverstümmelung reichen kann“.
Peter Hahne über die CDU, die ZDF-Doku „Inside CDU“ und Philipp Amthor Für Peter Hahne ist die CDU nach den Landtagswahlen „eine sterbende Partei“. Die ZDF-Dokumentation „Inside CDU“ zeige das, ohne dass der Sender ein eigenes Wort sagt: Die Partei führe sich mit ihren eigenen O-Tönen selbst vor, vom Wahlabend im Konrad-Adenauer-Haus bis zu Philipp Amthor, dem Fuchs im Kanzleramt und dem Strandkorb. Außerdem: warum Hahne ein AfD-Verbotsverfahren für einen Affront gegen den Osten hält, was er zum geplanten Regierungsflughafen am BER, zum Ausbau des Kanzleramts und zur Pflegereform sagt und was er sich vom 3. Oktober erhofft. ► Peter Hahne live: „Sind wir noch zu retten?“ – Donnerstag, 8. Oktober, 19 Uhr, Stadtgarten Bünde, Eintritt frei: https://bundesverband-lebensrecht.de/wp-content/uploads/sites/42/2026/09/Hahne_BVL_Buende_final.pdf ► Ulrich Vosgerau über die Anhörung zum AfD-Verbot: [Link zum Vosgerau-Video] ► Die JUNGE FREIHEIT zum Jubiläumspreis testen: https://jubilaeum.jungefreiheit.de/youtube ► Der tägliche Newsletter: https://jungefreiheit.de/newsletter/ ► Diesen Kanal abonnieren: https://www.youtube.com/@Junge_Freiheit?sub_confirmation=1 #JungeFreiheit #PeterHahne #CDU
Ulrich Vosgerau bei Vadim Derksen über die Anhörung zum AfD-Verbot im Thüringer Landtag Am 30. September hat der Justizausschuss des Thüringer Landtags als erstes Landesparlament ein Verbot der AfD angehört, auf Antrag der Linken. Unter den neun Sachverständigen waren Hape Kerkeling und der Staatsrechtler Ulrich Vosgerau. Vosgerau kam erst um 23.15 Uhr zu Wort; für ihn war die Anhörung „eine einzige Inszenierung“ um Kerkeling. Warum die Befürworter trotzdem auf ein Verbot drängen, erklärt Vosgerau mit Angst: Sie fürchteten, eine AfD-Mehrheit könnte sie einmal so behandeln, wie sie die AfD heute behandeln. Rechtlich sieht er keine Chance. Für ein Verbot müsste man der AfD nachweisen, dass sie Wahlen, Gerichte und die Menschenwürde abschaffen will. „Deswegen sind die Erfolgsaussichten gleich Null.“ Außerdem: Kerkelings Vergleich und der Wahlspruch „Alles ist möglich“, das bekannte Wehner-Zitat über das Bundesverfassungsgericht, der Vorwurf einer „völkischen Trennung“ an Schulen und was Hans-Jürgen Papier und andere Juristen von einem Verbotsverfahren halten.
Jan Karon bei Vadim Derksen über das neue Magazin GLUT und seine ersten Recherchen Seit dem 28. September ist GLUT online, ein Magazin von Jan A. Karon und Björn Harms, die bis vor Kurzem bei NIUS gearbeitet haben. Correctiv spricht schon von einem „Rechtsaußen-Medium“. Karon beschreibt GLUT als Recherchemedium ohne Tagespolitik: Die Linke habe Tageszeitungen, Onlineportale und Rechercheportale, „auf der Rechten eine Leerstelle“. Die Schwerpunkte sind Migration, Islamismus, die Asylindustrie und Linksextremismus. Finanzieren soll sich GLUT über Beiträge und Spenden, möglichst ohne Werbung. Die erste Recherche gilt der Statistik antisemitischer Straftaten. Im ersten Quartal 2026 zählten die Behörden 199 Fälle und ordneten 151 davon dem rechten Spektrum zu. In rund 70 Prozent aller Fälle gibt es keinen Tatverdächtigen. Als rechts gezählt wurden auch die Beiträge eines Algeriers, der monatelang gegen Juden hetzte, und ein Transparent auf einer Pro-Palästina-Demonstration. Karon: „Die Statistik taugt nur bedingt oder eigentlich gar nicht, um daraus eine Gefahr zu konstruieren.“ Die zweite Geschichte führt nach Hamburg. Die städtische Anstalt Fördern & Wohnen, die vor allem Asylbewerber unterbringt, zahlte einer Co-Geschäftsführerin für knapp fünf Monate im Amt 453.000 Euro, Abfindung und Bonus eingerechnet. So steht es laut GLUT im Jahresabschluss 2025. Außerdem: woher der Name GLUT kommt, welche Recherchen als Nächstes folgen, etwa zum AfD-Verbot, und der neue Podcast „Harms und Karon“.
Rainer Wendt bei Moritz Schwarz über einen langsamen Staat und Parteien, die ihn für sich nutzen Rainer Wendt war über 40 Jahre Beamter und bis April 2026 Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Sein jüngstes Buch mit Frank Henkel heißt „Deutschland in der Warteschleife": ein Land, in dem die Regierung seit anderthalb Jahren Reformen ankündigt und das Parlament dann in die Sommerpause fährt. Den Grund sieht Wendt in einer politischen Klasse, „die überhaupt nicht verstehen kann, dass der Staat ihr nicht gehört". Die Parteien, sagt er, „haben sich den Staat tatsächlich zur Beute gemacht" – vom öffentlichen Dienst über die Spitzen der Behörden bis zu den Richtern. Anhörungen seien nur noch Simulation, den Regierungsapparat nutzten die Parteien „hemmungslos". Auch seine eigene Partei nimmt er nicht aus: Nach den 4,9 Prozent der CDU in Mecklenburg-Vorpommern müsse Friedrich Merz die Reformen jetzt durchsetzen, notfalls gegen die SPD. Außerdem: warum Wendt trotz allem in der CDU bleibt und nicht in die AfD geht, was er von der Brandmauer hält und was er zu einem Kölner Bleibeprogramm sagt, auf dem auch Straftäter stehen.
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