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THE WILD HOUSE
THE WILD HOUSE
Author: Angela van Brakel / ALL EARS ON YOU
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© AEOY, c/o Jelix GmbH, Kleiststrasse 28, 63303 Dreieich, DE
Description
Der „Sheriff“ ist zurück – zurück im Weißen Haus. So sehen es seine Anhängerinnen und Anhänger. Donald Trump 2.0 sitzt im Oval Office - und mit ihm eine ideologische Zeitenwende. Mit noch mehr America First.
In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser Klimaabkommen.
Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als Cowboy-Präsident - als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte?
Wie viel Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs - und wie viel Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA plötzlich alles politisch - von Football über Pizza bis hin zu Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue Amerika?
In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz besonders für Deutschland – bedeutet.
Angela van Brakel ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen.
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser Klimaabkommen.
Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als Cowboy-Präsident - als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte?
Wie viel Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs - und wie viel Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA plötzlich alles politisch - von Football über Pizza bis hin zu Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue Amerika?
In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz besonders für Deutschland – bedeutet.
Angela van Brakel ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen.
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
17 Episodes
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Als Präsident bekommt er offiziell 400.000 Dollar im Jahr. Doch Donald Trump verdient mehr, deutlich mehr. Und nicht nur er, sondern auch seine Familie. Laut Forbes hat er seit Beginn seiner zweiten Amtszeit rund zwei Milliarden Dollar hinzugewonnen. Sein Vermögen: etwa 6,6 Milliarden. Trump habe „eine Formel“ gefunden, wie sich politische Macht in wirtschaftlichen Gewinn übersetzen lässt.
In dieser Folge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit dem New York-Korrespondenten und Podcaster Bastian Hartig. Gemeinsam analysieren sie, wie eng wirtschaftliche Interessen und politische Entscheidungen miteinander verwoben sind und warum dieses Modell in dieser Konsequenz neu ist.
Im Zentrum stehen umstrittene Krypto-Geschäfte, internationale Deals und politische Entscheidungen, die Fragen aufwerfen. Es geht um Investoren mit eigenen Interessen, um Begnadigungen und um die Mechanik eines Systems, das nicht zwingend auf klassischen Unternehmensgewinn angewiesen ist, sondern auf Einfluss, Zugang und Marke.
Auch das familiäre Umfeld spielt eine zentrale Rolle. Söhne, Schwiegersohn, Ehefrau – sie alle sind Teil eines Netzwerks aus Beteiligungen, Positionen und Einnahmequellen. Ein Geflecht, in dem politische Nähe zum wirtschaftlichen Vorteil wird.
Ist das politische Realität in den USA oder ein historischer Ausnahmefall? Wo endet legitimes Handeln und wo beginnt Interessenkonflikt? Und was bedeutet dieses System für die politische Kultur in den USA und ihre Beziehungen zu Europa?
THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen.
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Über den Gast: Bastian Hartig ist Multimedia-Journalist und internationaler Korrespondent in New York City. Er berichtet auf Deutsch und Englisch aus den USA und arbeitete unter anderem für ZDF, ARD-Hörfunk, Welt, RTL, DW, ServusTV, SRF und die dpa. Gemeinsam mit Christian Fahrenbach hostet er den Podcast „Bei Burger und Bier – Der US-Politikpodcast aus New York City“
Diese Spezialfolge kommt aus New York City, der Stadt, die Donald Trump geprägt hat und die er selbst bis heute als „special place“ bezeichnet. Aufgezeichnet in McGee’s in Manhattan, der Bar, die als Vorlage für die Kultserie „How I Met Your Mother“ diente.
Doch hier entsteht keine Sitcom-Geschichte, sondern eine andere: „How I Met the Trumps“.
In dieser Folge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit dem New-York-Korrespondenten Laurin Meyer. Er liefert exklusive Einblicke in die Welt der Trump-Family. Meyer, der unter anderem für das Handelsblatt berichtet, hat Eric Trump persönlich getroffen, zu einem vertraulichen Gespräch in dessen Büro.
Er beschreibt, wie überraschend wenig luxuriös dieses Umfeld ist, wie der Sohn des Präsidenten auftritt und vor allem, wie er seinen Vater sieht.
Wie unterschiedlich sind Vater und Sohn? Worauf sollte man bei den Aussagen von Donald Trump achten? Und was verraten diese Begegnungen über das politische Denken einer Familie, die die USA prägt?
Neben diesen persönlichen Eindrücken analysieren Angela van Brakel und Laurin Meyer auch die aktuelle politische Lage. Steigende Benzinpreise werden für viele Amerikaner zum spürbaren Problem und könnten für Donald Trump zu einem politischen Risiko werden.
Gleichzeitig sendet der Präsident widersprüchliche Signale im Iran-Krieg. Während öffentlich von einem möglichen Herunterfahren des Konflikts die Rede ist, werden parallel neue militärische Optionen vorbereitet. Welche Strategie verfolgt Trump? Und wie bewertet Laurin Meyer die aktuellen Entscheidungen im Weißen Haus?
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Über den Gast
Laurin Meyer ist New York Korrespondent für das Handelsblatt. Zuvor war er Wirtschafts- und Finanzreporter für die Welt-Gruppe, schrieb unter anderem für den Tagesspiegel und war Co-Host mehrerer Börsen-Podcasts.
In dieser Spezialfolge zeigen wir nicht nur, was sich im Machtzentrum, sondern auch rund um das Weiße Haus verändert. Eine riesige Baustelle und ein zusätzlicher Sicherheitszaun prägen derzeit das Bild. Zusätzlich zum bereits bekannten Zaun – vier Meter hoch und oben so spitz, dass er kaum zu überwinden ist. Sobald jemand den White-House-fense berührt, wird Alarm ausgelöst. Diese Technologie hat allerdings ihren Preis: Allein der Zaun hat rund 64 Millionen Dollar gekostet.
Das Gebäude selbst gehört zu den am besten geschützten der Welt. Das gesamte Areal ist eine Hochsicherheitszone. Überall sind Polizei und Secret Service im Einsatz, auf den Dächern stehen Scharfschützen. Diese speziell ausgebildeten Sniper gehören zu den besten weltweit. Jeden Monat müssen sie eine harte Prüfung bestehen: Aus 900 Metern Entfernung ein Ziel exakt treffen. Wer daneben schießt, ist raus. Auch die riesigen Fensterscheiben sind besonders: Sie bestehen aus sieben Zentimeter dickem Panzerglas. Sie können nicht zersplittern – selbst bei heftigem Beschuss oder Raketenangriffen.
Die Südseite, auch „South Portico“ genannt, ist die berühmtere Seite des Gebäudes und oft auf Fotos zu sehen - übrigens auch auf meinem Podcast-Cover. Dahinter steht das Washington Monument: dieser große Obelisk, der an den ersten Präsidenten George Washington erinnert. Er ist übrigens der einzige Präsident, der nie im Weißen Haus gelebt hat – weil er ein Jahr vor der Fertigstellung des Gebäudes starb.
Davor liegt eine riesige Grünfläche, der sogenannte South Lawn. Er wird häufig für militärische Ehrenzeremonien und den Empfang ausländischer Staats- und Regierungschefs genutzt – mit viel Protokoll und großem Zeremoniell. Außerdem befindet sich hier der Hubschrauberlandeplatz für Marine One. Während der Präsident mit dem Auto auf der anderen Seite des Gebäudes vorfährt, landet er hier per Hubschrauber. Auch das berühmte White House Easter Egg Roll, das Ostereierrollen, findet hier statt.
Zum Gelände gehören außerdem ein Swimmingpool, ein Tennisplatz, eine Kegelbahn und ein Basketballfeld. Neu seit Donald Trump: angeblich auch ein Solarium. Im Keller gibt es sogar eine eigene Zahnarztpraxis – schließlich kann auch ein Präsident einmal Zahnschmerzen bekommen. Nicht weit entfernt befindet sich außerdem der Sicherheitsbunker für den Ernstfall. Das sogenannte Presidential Emergency Operations Center wurde unter anderem am 11. September 2001 von der amerikanischen Führungsriege genutzt. Nicht zu verwechseln mit dem Situation Room – dem Lagezentrum für militärische Operationen.
In dieser Folge von THE WILD HOUSE meldet sich Host Angela van Brakel direkt von der 1600 Pennsylvania Avenue. Gemeinsam mit dem langjährigen US-Korrespondenten Bastian Brauns geht sie einmal rund um das Weiße Haus.
Sie verraten unter anderem, seit wann das Gebäude eigentlich „The White House“ heißt, warum die Farbe des Anstrichs aus Deutschland kommt, wie das Tunnelsystem unter dem Gebäude aussieht und wohin es führt. Und auch, welcher Präsident Kühe und sogar Krokodile als Haustiere hielt.
Im Zentrum stehen jedoch größere Fragen: Wie weit darf ein Präsident ein historisches Gebäude verändern? Welche Rolle spielen Symbolik und Architektur für politische Macht? Und was sagt es über eine Präsidentschaft aus, wenn selbst das berühmteste Haus der Welt zum Ausdruck eines persönlichen Stils wird?
Bastian Brauns ist USA-Korrespondent von t-online und berichtet seit 2021 aus Washington, D.C. über das Weiße Haus, den Kongress und den Supreme Court. Zuvor leitete er beim Magazin Cicero von 2017 bis 2021 das Wirtschaftsressort „Kapital“. Außerdem arbeitete er als Wirtschaftsredakteur bei ZEIT Online. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule
Im Weißen Haus wird in diesen Tagen genau beobachtet, wer sichtbar an der Seite des Präsidenten steht. Als Donald Trump in Mar-a-Lago den Befehl zu Angriffen auf iranische Ziele gibt, entstehen Bilder aus dem Situation Room, die weltweit Aufmerksamkeit erregen. Zu sehen sind unter anderem Außenminister Marco Rubio und Stabschefin Susie Wiles. Einer fehlt: Vizepräsident JD Vance.
In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Podcast-Host Angela van Brakel gemeinsam mit der renommierten US-Korrespondentin der WELT, Stefanie Bolzen, was derzeit in Washington passiert. Denn ausgerechnet Trumps wichtigster politischer Verbündeter scheint auf Distanz zu gehen.
In Interviews betont JD Vance immer wieder, dass „der Präsident“ diese Entscheidung getroffen habe. Formulierungen wie „wir“ oder „unsere Operation“ vermeidet er auffällig konsequent. In Washington registriert man solche Nuancen sehr genau.
Dahinter könnte politisches Kalkül stecken. Vance gilt als eine der zentralen Figuren der MAGA-Bewegung und als möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner für das Jahr 2028. Gleichzeitig wächst innerhalb der Partei die Skepsis gegenüber dem Krieg. Viele Anhänger hatten Trump gerade deshalb gewählt, weil er versprach, Amerika aus neuen militärischen Konflikten herauszuhalten.
Jetzt führen die USA Krieg gegen das Mullah-Regime im Iran.
Vance hingegen kann später immer sagen: Das war nicht mein Krieg. Und genau dieser strategische Schachzug des Vizepräsidenten verändert das Machtgefüge in Washington schon jetzt.
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Stefanie Bolzen ist Washington-Korrespondentin der WELT und berichtet aus dem politischen Machtzentrum der USA über amerikanische Innenpolitik, transatlantische Beziehungen und geopolitische Entwicklungen. Zuvor war sie zehn Jahre lang WELT-Korrespondentin in London und berichtete dort intensiv über den Brexit sowie mehrere britische Regierungswechsel. Davor arbeitete sie als EU- und NATO-Korrespondentin in Brüssel und als Redakteurin im Ressort Außenpolitik. Bolzen studierte Neuere Geschichte in Köln und Sevilla und absolvierte ihre journalistische Ausbildung an der Axel Springer Journalistenschule.
Er ist der erste europäische Regierungschef, der seit Beginn der Kriegshandlungen im Iran nach Washington reist: Bundeskanzler Friedrich Merz. Das Treffen mit Donald Trump im Oval Office findet in einer der angespanntesten Phasen der internationalen Politik statt. Zwischen Handelsstreit und Krieg im Nahen Osten wird aus einem diplomatischen Besuch eine geopolitische Bewährungsprobe.
In dieser Folge von THE WILD HOUSE ordnet Podcast-Host Angela van Brakel das Treffen im Weißen Haus ein und spricht darüber mit Erik Kirschbaum, renommiertem US-Journalisten der Los Angeles Times und langjährigem Auslandskorrespondenten. Gemeinsam analysieren sie, was hinter den Bildern aus dem Oval Office steckt und welche Signale dieser Besuch an Europa und die Welt sendet.
Schon vor Beginn ist klar, wie groß das Interesse ist. Es ist die erste Pressekonferenz des US-Präsidenten seit Beginn der Militärschläge gegen den Iran. Journalisten drängen sich im Weißen Haus, Kameras laufen, die Aufmerksamkeit ist enorm.
Vor den Kameras wirkt die Begegnung überraschend harmonisch. Donald Trump nennt Friedrich Merz einen guten Freund und wichtigen Partner. Der Bundeskanzler wiederum stellt klar, dass Deutschland im Konflikt mit dem iranischen Regime an der Seite der USA steht. Trump verteidigt die Militärschläge als notwendige Maßnahme. Ohne den Angriff, sagt er, hätte es einen Atomkrieg geben können.
Doch während der Präsident über Stärke und militärische Erfolge spricht, versucht Merz einen anderen Punkt auf die Agenda zu setzen: die Zeit danach. Wie soll dieser Krieg enden? Gibt es einen Plan für die Zukunft des Iran? Genau an dieser Stelle sehen viele Kritiker die größte Schwäche der amerikanischen Strategie.
Auch die öffentliche Dynamik des Treffens sagt viel über das Machtgefüge aus. Donald Trump spricht während der Pressekonferenz mehr als eine halbe Stunde. Friedrich Merz kommt nur wenige Minuten zu Wort. Die eigentlichen Gespräche beginnen erst danach, hinter verschlossenen Türen, bei weiteren Treffen und einem gemeinsamen Mittagessen.
Angela van Brakel und Erik Kirschbaum analysieren, wie Friedrich Merz im Umgang mit Donald Trump agiert, warum das Verhältnis der beiden derzeit überraschend stabil wirkt und welche Rolle Deutschland in diesem Konflikt tatsächlich spielen kann.
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Donald Trump ist mit dem Versprechen angetreten, keine neuen Kriege zu beginnen. Nun sprechen die USA offiziell von Krieg gegen den Iran. Nach massiven Luftschlägen auf iranische Ziele kündigt der Präsident eine weitere militärische Welle an, schließt sogar Bodentruppen nicht mehr kategorisch aus und ruft US-Bürger zur Ausreise aus der gesamten Region auf.
Seit Beginn der Angriffe wurden nach US-Angaben mehr als tausend Ziele ins Visier genommen. Die Strategie wirkt klar: maximale militärische Wirkung in möglichst kurzer Zeit. Schnell Fakten schaffen, Stärke demonstrieren, den Erfolg erklären. Militäranalysten wie der frühere US-General Ben Hodges beschreiben dieses Muster als Versuch einer schnellen, klar begrenzten Operation mit minimalen eigenen Verlusten. Doch wie realistisch ist dieses Szenario?
In dieser Episode ordnet Angela van Brakel die aktuelle Lage ein. Sie analysiert Trumps militärische Strategie, die politischen Ziele dahinter und die offenen Fragen, die im Weißen Haus bislang unbeantwortet bleiben. Wie klar ist das Kriegsziel tatsächlich formuliert? Gibt es eine Exit-Strategie? Und welches Risiko geht der Präsident innenpolitisch ein?
Der Iran reagiert mit Vergeltungsschlägen auf US-Militärstützpunkte in mehreren Ländern der Region. Auch aus dem Libanon greifen mit dem Iran verbundene Kräfte ein. Die Kampfzone weitet sich aus. Selbst touristische Zentren bleiben nicht verschont. Lufträume sind gesperrt, Reisende sitzen fest, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest, Hotels werden getroffen. Die Sorge vor weiterer Eskalation wächst.
Gleichzeitig steigt der Ölpreis deutlich. Die Seeblockade der Straße von Hormus, einer zentralen Route für den weltweiten Energiehandel, hat unmittelbare Folgen. Auch in Europa und den USA wird Tanken teurer. Außenpolitik wird zum Alltagsthema.
Innenpolitisch steht Trump unter Druck. Laut einer aktuellen Umfrage befürwortet nur rund ein Viertel der Amerikaner die Angriffe, eine Mehrheit lehnt sie ab oder ist unentschlossen. Während viele Republikaner hinter dem Präsidenten stehen, kommt aus Teilen der eigenen MAGA-Basis Kritik. Trump hatte versprochen, die USA aus neuen Kriegen herauszuhalten.
Auch die Demokraten sind gespalten. Einige unterstützen die Militärschläge, viele werfen dem Präsidenten vor, die War Powers Resolution umgangen zu haben, also den Kongress nicht ausreichend eingebunden zu haben. Vor allem fehlt ihrer Meinung nach eine klare Exit-Strategie. Wie lange soll dieser Krieg dauern? Trump spricht von vier Wochen. Militärexperten halten deutlich längere Zeiträume für möglich.
Für den Präsidenten ist der Konflikt damit nicht nur außenpolitisch, sondern auch innenpolitisch riskant. Ein Krieg im Jahr der Zwischenwahlen birgt enormes politisches Eskalationspotenzial.
In dieser Lage reist Bundeskanzler Friedrich Merz nach Washington. Das Treffen im Weißen Haus wird zum Balanceakt. Merz hat die US-Luftschläge nicht verurteilt, zugleich aber vor weiterer Eskalation gewarnt.
Wie sich dieser Krieg entwickelt und was der Besuch des Kanzlers bedeutet, ordnet Angela van Brakel in der nächsten Folge gemeinsam mit dem renommierten US-Journalisten Erik Kirschbaum ein.
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Breaking News im Nahen Osten. Die USA und Israel greifen Iran an. Das amerikanische Verteidigungsministerium nennt den Einsatz „Operation Epic Fury“. Die ersten Eilmeldungen erreichten die Öffentlichkeit gegen 7.15 Uhr, begleitet von Videos mit Rauchwolken über mehreren Städten im Iran.
Angela van Brakel spricht in dieser Spezialfolge mit dem Nahost-Experten Hans-Jakob Schindler, derzeit in New York. Er ordnet ein, warum diese Angriffe deutlich breiter angelegt sind als frühere Militärschläge, weshalb ein Regimewechsel ohne Bodentruppen schwer kalkulierbar bleibt und warum Iran außenpolitisch derzeit weitgehend isoliert dasteht. Zudem erklärt er, wie Israel auf mögliche Gegenangriffe reagiert und warum sich die Lage voraussichtlich nicht innerhalb weniger Tage entscheiden wird.
Nach Angaben aus Washington und Jerusalem richtet sich die Operation nicht nur gegen Nuklearanlagen, sondern gegen eine Vielzahl militärischer Ziele im ganzen Land. Auch Einrichtungen im Umfeld der iranischen Führung wurden getroffen. Präsident Trump formuliert die militärischen Ziele deutlich. Zum Schutz amerikanischer Interessen sowie europäischer Verbündeter erklärte er:
„Wir werden ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Erdboden gleichmachen. Sie wird vollständig, erneut, ausgelöscht werden. Wir werden ihre Marine vernichten. Wir werden sicherstellen, dass die terroristischen Stellvertreter in der Region die Region oder die Welt nicht länger destabilisieren und unsere Streitkräfte angreifen können (…)“
Zugleich spricht Trump offen von einem möglichen Regimewechsel und ruft die iranische Bevölkerung dazu auf, nach den Militärschlägen Verantwortung zu übernehmen.
Wie groß ist das tatsächliche Ausmaß dieser Operation? Was verspricht sich Trump davon, nachdem Gespräche über das iranische Atomprogramm und weitergehende sicherheitspolitische Forderungen ohne Durchbruch geblieben waren? Gibt es einen Plan für die Zeit danach? Und wie real ist die Gefahr einer weiteren Eskalation in der Region?
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Hans-Jakob Schindler ist Senior Director beim Counter Extremism Project in New York und Berlin, einem transatlantischen Zentrum für Analysen zu Terrorismus, Extremismus und internationalen Sicherheitsrisiken. Zuvor leitete er das Monitoringteam des UN-Sicherheitsrats zu ISIL (Da’esh), Al-Qaida und den Taliban. In dieser Funktion beriet er regelmäßig die Mitglieder des Sicherheitsrats zu globalen Terrorbedrohungen und Sanktionsfragen. Schindler verfügt über langjährige internationale Erfahrung in Diplomatie, Sicherheits- und Nachrichtendienstzusammenarbeit.
Das Leben von JD Vance liest sich wie der amerikanische Traum – nur extremer: Aufgewachsen im Rust Belt in Ohio, geprägt von schwierigen familiären Verhältnissen und der Drogenabhängigkeit seiner Mutter, erzählt er diese Geschichte später selbst in seinem Bestseller Hillbilly Elegy. Es folgt ein bemerkenswerter Aufstieg: Yale-Absolvent, Unternehmer, Senator – und heute Vizepräsident der Vereinigten Staaten.
Doch dieser Weg verlief alles andere als gradlinig. Er ist geprägt von Brüchen, Positionswechseln und politischen Neuausrichtungen. Vance war einst ein deutlicher Kritiker Donald Trumps – heute zählt er zu dessen engsten politischen Verbündeten. Beobachter beschreiben ihn deshalb als einen Politiker, der sich strategisch neu positioniert hat. Politisch wird er dem nationalkonservativen Spektrum der Republikanischen Partei zugerechnet. Auch seine Namenswechsel – von James Donald Bowman über James David Hamel bis hin zu JD Vance – markieren verschiedene Stationen seiner Biografie.
In Washington wird bereits darüber spekuliert, welche Rolle er langfristig innerhalb der Republikanischen Partei spielen könnte. Vereinzelt fällt dabei auch die Zahl „48“ – eine Anspielung auf die 48. Präsidentschaft der Vereinigten Staaten. Manche sehen in ihm eine prägende Figur einer jüngeren, ideologisch stärker konturierten konservativen Strömung, die über die Person Donald Trump hinausreicht. Andere betrachten ihn vor allem als loyalen Vertreter des Trump-Lagers.
Was treibt JD Vance politisch an? Wo steht er ideologisch – jenseits der Wahlkampfrhetorik? Und welche Bedeutung könnte sein weiterer Aufstieg für die Zukunft der amerikanischen Demokratie haben?
Darüber spricht Angela van Brakel mit der preisgekrönten Autorin Kerstin Kohlenberg. Die langjährige Washington-Korrespondentin der ZEIT hat JD Vance mehrfach porträtiert und seinen Weg vom politischen Quereinsteiger ins Zentrum der Macht in Washington begleitet. Sie analysiert, wie strategisch sein Schulterschluss mit Trump ist, welche Rolle Religion, Elite-Netzwerke und Kulturkampf in seinem Denken spielen – und warum seine politische Entwicklung über die aktuelle Wahlperiode hinaus relevant sein könnte.
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„We are a child of Europe.“ - „Wir sind ein Kind Europas“, sagt der US-Außenminister auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Eine europäische Liebeserklärung, die aber keine ist. Marco Rubio klingt zwar zunächst harmlos - nur nicht, wenn man genauer hinhört. Was wissen wir über den Chefdiplomaten? Was sind die Ziele des Mannes, der zugleich Nationaler Sicherheitsberater ist und mit als republikanischer Frontrunner im Rennen um die nächste Präsidentschaft gilt? München war nämlich eine Art inoffizielle Vorwahlbühne - auch mit vielen demokratischen Schwergewichten.
Podcast-Host Angela van Brakel spricht darüber mit Cathryn Clüver Ashbrook. Die deutsch-amerikanische Politologin ist eine der einflussreichsten Transatlantik-Expertinnen unserer Zeit und war viele Jahre Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.
Der amerikanisch-europäische Beziehungsstatus aktuell: Es ist kompliziert. Eher toxisch, sagen einige Beobachter, weil es inzwischen eine „Freundschaft“ sei, die vom Weißen Haus an Bedingungen und harte Forderungen geknüpft werde. Im Gespräch geht es um Rubios politischen Kurswechsel, die ideologischen Verschiebungen in Washington und die Frage, welche Strategie die USA gegenüber Europa, Russland und dem Iran verfolgen. Cathryn Clüver Ashbrook analysiert, warum klassische Diplomatie an Einfluss verliert, welche Machtkämpfe hinter den Kulissen toben und wie sehr amerikanische Innenpolitik inzwischen die Außenpolitik bestimmt. Und sie erklärt, warum Europa gut beraten ist, diese Signale ernst zu nehmen - als geopolitische Herausforderung und als demokratischen Weckruf.
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All eyes on Ghislaine Maxwell. Sie steht im Zentrum des Skandals - einige nennen sie die Zuhälterin, andere die Strippenzieherin. In jedem Fall war sie die engste Vertraute und Ex-Partnerin des US-Investmentbankers Jeffrey Epstein. Sie hat junge Mädchen angeworben, dann zu ihm geführt - sie wurde verurteilt wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch Minderjähriger. Die 64-Jährige ist die einzige Person aus dem Dunstkreis des Sexualstraftäters, die hinter Gittern sitzt. Jetzt könnte sie zum Faktor X werden, denn sie wird vom US-Kongress vernommen … und weiß alles. Ghislaine Maxwell setzt dabei alles auf eine Karte, hofft so auf eine Begnadigung durch Donald Trump.
In dieser Folge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit der Journalistin Juliane Schäuble über die politische Sprengkraft des Falls Maxwell. Nicht nur in Amerika, sondern weltweit. Schäuble berichtet seit Jahren aus den Vereinigten Staaten, schreibt für DIE ZEIT und hat mehrere Bücher über die amerikanische Politik veröffentlicht.
Der Blick richtet sich auch auf die Midterms, die Zwischenwahlen im November. Donald Trump spricht dabei von einer Nationalisierung - was das konkret bedeutet und welche Folgen das haben könnte? Alles in THE WILD HOUSE - das neue Amerika verstehen.
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Der Super Bowl ist mehr als das größte Sportereignis der USA. Er ist nationales Ritual, Popkultur und Bühne zugleich und längst auch ein Ort politischer Symbolik. Vor einem Jahr schrieb Donald Trump dort Geschichte, als erster amtierender US-Präsident bei einem NFL-Finale im Stadion. Beim diesjährigen Super Bowl in Santa Clara, unweit von San Francisco, fehlt er. Ausgerechnet dort, wo Aufmerksamkeit, Bilder und Öffentlichkeit sonst perfekt zusammenspielen, verzichtet er auf den Auftritt.
In dieser Spezialfolge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit Gregor Teicher, Sky-Moderator, der seit Jahren direkt vor Ort berichtet, darüber, was Trumps fernbleiben vom Sportereignis des Jahres bedeutet. Begründet wird es mit der Entfernung. Doch in einem politischen Umfeld, in dem öffentliche Auftritte gezielt kalkuliert werden, wirkt diese Erklärung unvollständig. Ein anderer Ansatz: Kalifornien gilt als schwieriges Terrain, San Francisco als Ort, an dem politische Zustimmung nicht selbstverständlich ist. Der Super Bowl ist kein kontrollierter Raum. Reaktionen im Stadion lassen sich ebenso wenig steuern wie die Bilder, die bleiben.
Brisant: Schon im Vorfeld kritisierte Donald Trump die Halbzeit-Show. Der Auftritt von Bad Bunny, dem ersten Künstler, der beim Super Bowl ausschließlich auf Spanisch singt, wird in konservativen Kreisen als Provokation gelesen. Auch deshalb wird das Finale erneut zum Spiegel eines gespaltenen Landes. Angela van Brakel und Gregor Teicher blicken in dieser Folge auch zurück: auf Präsidenten, die den Super Bowl bewusst unpolitisch inszenierten, ihn in der privaten Residenz des Weißen Hauses schauten - mit Gästen beider Parteien, Chili, Bier und Kommentaren wie bei einer privaten Watchparty. Und auf andere, die daraus große Empfänge machten. Rund um diese Super-Bowl-Abende ranken sich bis heute Mythen und Legenden: Welcher Präsident kommentierte Spiele, als wäre er selbst Moderator? Wer soll einmal den falschen Spielstand an die Nation verkündet haben? Und wollte wirklich ein Präsident eine ganze Mannschaft kaufen?
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Die ganze Welt fragt sich: Tut er es oder tut er es nicht? Gibt Donald Trump den Befehl? Greifen die USA den Iran an, oder endet alles in einem „Deal“? Der US-Präsident zögert. Hinter den Kulissen jedoch werden bereits konkrete Szenarien durchgespielt und seit Tagen verlegen die USA Kriegsgerät in den Nahen Osten: Flugzeugträger, Kriegsschiffe, Kampfjets, Munition.
In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Angela van Brakel, wie Donald Trump Entscheidungen trifft, wer ihn dabei berät - und wie viel strategisches Kalkül hinter der Eskalation steckt. Zu Gast ist Julius van de Laar, einer der bekanntesten deutschen Kampagnen- und Strategieberater für US-Politik und ehemaliger Wahlkampfstratege von Barack Obama. Gemeinsam rekonstruieren sie die Entscheidungswege im Machtzentrum der USA: vom mobilen Situation Room über das Pentagon bis in den engsten Kreis um den Präsidenten. Im Fokus steht dabei Marco Rubio, zugleich Außenminister und National Security Advisor - und damit eine der
einflussreichsten Figuren in Trumps Sicherheitsarchitektur.
Angela van Brakel bringt auch in dieser Folge Stimmen von der Straße mit - diesmal aus Rhode Island, dem kleinsten Bundesstaat der USA. Dabei zeigt sich: Außenpolitik wird unmittelbar mit Alltagsfragen verknüpft. Preise, Mieten, wirtschaftlicher Druck. Große geopolitische Entscheidungen treffen auf eine Gesellschaft, die innenpolitisch unter Spannung steht.
Parallel zur Iran-Frage rückt eine zweite Front in den Fokus: neue Veröffentlichungen im Epstein-Fall. Millionen Seiten an Dokumenten rund um den Sexualstraftäter werden öffentlich, darunter neue E-Mails und neue Verbindungen. Auch der Name Donald Trump taucht wieder auf, 1000 Mal.
Julius van de Laar ordnet ein, wie sich die Beweislage verdichtet, warum Unterstützer aus dem eigenen Lager abspringen und weshalb selbst Teile der MAGA-Basis beginnen, Loyalität zu hinterfragen.
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Boston im Ausnahmezustand: Historische Kälte, Notfallwarnungen, Stromausfälle - und ein politisches Klima, das sich weiter zuspitzt.
In dieser Folge von THE WILD HOUSE berichtet Angela von Brakel aus dem Nordosten der USA und analysiert, wie staatliche Macht im Amerika von Donald Trump neu ausgeübt wird. Gemeinsam mit ihrem Gast Dr. Claus Hecking, Boston-Korrespondent des Spiegel, trifft sie sich an der Harvard University. Kaum eine Institution steht so sehr für Exzellenz-wissenschaft, internationale Vernetzung und freies Denken - und kaum eine ist der Trump-Regierung ein größerer Dorn im Auge. Mit der Drohung, Milliarden an Bundesmitteln zu streichen und Visa für internationale Studierende einzuschränken, setzt der Präsident eine der renommiertesten Universitäten des Landes unter politischen Druck. Der Konflikt folgt einer bekannten Logik: Universitäten gelten als Orte potenziellen Widerstands. Harvard wehrt sich juristisch und finanziell - doch der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie unabhängig können Institutionen bleiben, wenn staatliche Macht offenbar gezielt zur Durchsetzung politischer Loyalität eingesetzt wird?
Von Boston führt der Blick nach Minneapolis. Nach tödlichen Schüssen bei einer Razzia der Einwanderungsbehörde ICE protestieren Menschen gegen das Vorgehen der Bundesbehörden - trotz extremer Minusgrade. Videoanalysten widersprechen der offiziellen Darstellung, das Opfer habe eine unmittelbare Gefahr dargestellt. ICE-Razzien konzentrieren sich zunehmend auf demokratisch regierte Städte. Offiziell geht es um Sicherheit. Kritiker sehen darin den Versuch, Abschiebezahlen um jeden Preis zu steigern und gezielt Angst zu erzeugen.
Auch der Umgang mit der Gesundheit des Präsidenten folgt dieser Logik. Informationen werden oft kontrolliert, oder gar nicht erst veröffentlicht. Neue blaue Flecken an der Hand von Donald Trump sorgen für Spekulationen und Debatten darüber, warum das zum politischen Problem werden könnte.
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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Ein Jahr ist Donald Trump 2.0 im Amt – und kaum ein Präsident hat in so kurzer Zeit so viel politische Unruhe erzeugt. Mehr Executive Orders als in seiner gesamten ersten Amtszeit, offene Drohungen gegen Iran, Grönland, Kuba und Kolumbien, neue Zölle als Machtinstrument. In dieser Folge von THE WILD HOUSE zieht Angela van Brakel eine Zwischenbilanz nach 365 Tagen Trump zurück im Weißen Haus.
Annett Meiritz, die Donald Trump seit über zehn Jahren – über beide Amtszeiten hinweg – journalistisch begleitet, erklärt, warum seine zweite Amtszeit kein Chaos mehr ist, sondern „Chaos mit System“: maximale Störung, permanente Aufmerksamkeit, gezielte Spaltung. Die Folge blickt hinter die Kulissen einer Präsidentschaft, die weniger auf Prozesse als auf maximale Wirkung setzt: überraschende Auftritte, politische Entscheidungen ohne schriftliche Unterlagen, Zahlen auf Plakaten statt Pressebriefings.
Im Zentrum steht Trumps bevorzugtes Machtinstrument: Zölle. Was früher wirtschaftliches Druckmittel war, wird nun zum politischen Hebel gegen Verbündete. Die Episode zeigt, warum diese Strategie ein völlig anderes Kaliber hat als in Trumps erster Amtszeit – und weshalb sie Europa und Deutschland besonders trifft.
Annett Meiritz erklärt, warum Trumps zweite Amtszeit kein Chaos mehr ist, sondern „Chaos mit System“: maximale Störung, permanente Aufmerksamkeit, gezielte Spaltung. Politik wird zur Inszenierung, Loyalität zur wichtigsten Währung. Kritik verzeiht Trump – Illoyalität nie.
Die Folge spricht auch über Angst als politischen Faktor: Angst in den Institutionen, Angst bei Handelspartnern, Angst in der amerikanischen Gesellschaft. Viele Menschen fühlen sich müde, überfordert, ziehen sich aus politischen Debatten zurück. Genau das, so die Analyse, ist Teil der Strategie.
Ein weiterer Schwerpunkt: Außenpolitik ohne Tabus. Militärische Drohungen, Expansionsideen, wirtschaftlicher Druck statt klassischer Diplomatie. Die Episode erklärt, warum ein offener Angriff nicht das einzige Risiko ist – und wie Staaten auch ohne Truppen dauerhaft abhängig gemacht werden können.
Zum Abschluss richtet die Folge den Blick nach vorn: auf die Midterm-Wahlen, auf wirtschaftliche Risiken, auf steigende Preise – und auf die zentrale Frage, ob Donald Trump 2.0 berechenbarer oder gefährlicher ist als je zuvor. Die Antwort ist unbequem: beides.
Eine Folge über Macht, Angst, Inszenierung – und über einen Präsidenten, den derzeit niemand stoppt.
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Make America Bigger Again – Donald Trump denkt größer als je zuvor. Größer als Verträge, größer als Bündnisse – und größer als bislang unverrückbare Grenzen. In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Angela van Brakel, warum der US-Präsident ausgerechnet Grönland ins Zentrum seiner neuen Machtpolitik rückt – und was ihn dabei antreibt.
Ausgangspunkt ist ein bemerkenswertes Interview Trumps mit der New York Times, das zu den zentralen Gesprächen seiner zweiten Amtszeit zählt. Selten hat der Präsident seine geopolitischen Vorstellungen so offen formuliert – und so unmissverständlich klargemacht, dass aus seiner Sicht allein sein eigener Kopf die Grenze seines Handelns ist. Völkerrecht, so Trump, brauche er dafür nicht.
Was zunächst wie Provokation wirkt, folgt einer strategischen Logik. Grönland liegt zwischen New York und Moskau, ist reich an Rohstoffen und gewinnt im geopolitischen Wettlauf mit Russland und China massiv an Bedeutung. Militärische Optionen schließt Trump öffentlich nicht aus. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, warum er Grönland will – sondern wer diese Agenda formt.
Denn im Hintergrund wirkt ein Mann, der selten selbst auftritt, aber enormen Einfluss besitzt: Peter Thiel. PayPal-Mitgründer, Palantir-Investor, ideologischer Vordenker einer radikalen Tech-Elite – und einer der frühesten und loyalsten Unterstützer Donald Trumps. Gemeinsam mit dem Journalisten Fritz Espenlaub, der seit Jahren investigativ zu Peter Thiel recherchiert und ihn in einem mehrfach ausgezeichneten Podcast porträtiert hat, zeichnet diese Episode nach, wie wirtschaftliche Interessen, technologische Macht und politische Visionen ineinandergreifen.
Die Folge zeigt, wie sich Trumps America-First-Politik mit den Ideen der Tech-Elite verbindet – und wo diese Allianz brüchig wird. Denn während klassische MAGA-Hardliner Abschottung und nationale Kontrolle fordern, brauchen Unternehmen wie Palantir globale Märkte, Datenströme und internationale Einflussräume. Der Konflikt ist programmiert.
Ein weiterer Fokus liegt auf JD Vance, dem heutigen Vizepräsidenten – auch er gilt als politisches Projekt Peter Thiels. Die Episode zeichnet nach, wie aus einem scharfen Trump-Kritiker ein loyaler Mitstreiter wurde – und warum viele ihn bereits als möglichen Nachfolger Trumps betrachten.
Diese Folge führt von den Eisflächen Grönlands bis in die innersten Zirkel des Silicon Valley. Sie zeigt, warum geopolitische Expansion, persönliche Machtvorstellungen und private Netzwerke in Trumps Regierung enger miteinander verknüpft sind als je zuvor – und was das für Europa und Deutschland bedeutet.
THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen.
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Im Weißen Haus regiert der „Sheriff“ – und die Welt steht unter Spannung. In der ersten Folge von THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel gemeinsam mit Spiegel-Korrespondentin Britta Kollenbroich auf ein Jahr, das die USA – und die globale Ordnung – prägen wird.
Im Fokus steht zunächst der Angriff auf Venezuela: der Schlag der USA gegen das Regime von Nicolás Maduro. Die beiden Journalistinnen analysieren Motive und Machtinteressen – von Öl über Migration bis China – und die völkerrechtlichen Grauzonen des Einsatzes. Auch das Bild, das um die Welt ging, wird eingeordnet: Maduro in Handschellen, mit Augenmaske und im grauen Trainingsanzug an Bord eines US-Kriegsschiffs. Ein Signal weit über Lateinamerika hinaus.
Ein weiterer Schwerpunkt: der 6. Januar. Der Podcast startet am fünften Jahrestag des Kapitolsturms – erstmals mit Donald Trump zurück im Oval Office. Angela van Brakel und Britta Kollenbroich zeigen, wie Trump das Narrativ dieses Tages neu schreibt, warum ein Teil der US-Gesellschaft den Angriff nicht mehr als Bedrohung der Demokratie sieht und was das für Rechtsstaat und Institutionen bedeutet.
Exklusiv spricht Angela van Brakel mit Jacob Chansley, besser bekannt als der „Kapitol-Schamane“ – eines der ikonischsten Gesichter des 6. Januar. Bilder von ihm gingen um die Welt: Hörner auf der Fellmütze, nackter Oberkörper, übersät mit Tätowierungen, in der Hand ein Speer mit US-Flagge, durch die Hallen des Kapitols ziehend. Chansley wurde zum Symbol des Angriffs auf die amerikanische Demokratie. Er saß im Gefängnis, wurde von Donald Trump begnadigt – und verklagt den Präsidenten nun. Die Episode zeigt, warum der Verschwörungstheoretiker, warum ausgerechnet frühere Ikonen der MAGA-Bewegung beginnen, sich von Trump abzuwenden, und was das über Radikalisierung, politische Mythen und die innere Erosion der Bewegung verrät.
Der Blick geht nach vorn: auf die Midterm-Wahlen, die Machtbalance im Kongress, Trumps Regierungsstil per Executive Order – und ein Jahr voller Symbolik. Fußball-WM 2026, 250 Jahre USA und die Frage, wie ein tief gespaltenes Land sich selbst feiert – und was politisch auf dem Spiel steht.
Eine Auftaktfolge über Macht, Militär und Mythen – und über ein Amerika zwischen Selbstinszenierung und Zerreißprobe: THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen.
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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Der „Sheriff“ ist zurück – zurück im Weißen Haus. So sehen es seine Anhängerinnen und Anhänger. Donald Trump 2.0 sitzt im Oval Office – und mit ihm eine ideologische Zeitenwende. Mit noch mehr America First.
In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser Klimaabkommen.
Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als Cowboy-Präsident – als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte?
Wie viel Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs – und wie viel Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA plötzlich alles politisch – von Football über Pizza bis hin zu Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue Amerika?
In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz besonders für Deutschland – bedeutet.
Angela van Brakel ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen.
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.







