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Philosophie für alle! Auf ein Argument mit...
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Philosophie für alle! Auf ein Argument mit...

Author: Leonard Stephan & Mathilde Fuhr

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Description

Philosophie ist langweilig und gesellschaftsfremd? Wir denken, das geht auch anders!

Wir laden hier jede Woche Philosoph:innen ein und diskutieren mit ihnen über Themen, die uns alle etwas angehen - wie Fake News, Genderidentität oder Klimawandel.

Denn Philosophie muss nicht immer abstrakt und lebensfremd sein, sondern kann uns helfen, Meinungen zu hinterfragen und Argumente zu ordnen.

Gleichzeitig sprechen wir auch darüber, was Philosophie überhaupt ist, wie das Leben als Philosoph:in aussieht und wie wir besser öffentlich philosophieren können.

Gastgeber: Leonard Stephan

Redaktion: Mathilde Fuhr & Leonard Stephan

Wissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David Löwenstein

Initiative Öffentliche Philosophie Berlin: https://hu.berlin/oeffentliche-philosophie oder @oeffentliche.philosophie auf Instagram

12 Episodes
Reverse
Wer reich ist, muss es sich wohl verdient haben und jede Person kann es schaffen, wenn sie sich nur genug anstrengt. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft - oder zumindest glauben das viele. Dabei sehen wir überall um uns herum das Gegenteil.Was bedeutet es also, etwas zu "verdienen"? Darüber sprechen wir mit Stefan Gosepath, Professor für Praktische Philosophie an der Freien Universität Berlin. Wir diskutieren, ob Leistung ein falsches Versprechen ist und auch ob wir unsere Gesellschaft überhaupt darauf ausrichten sollten.Stefan Gosepath (2024): Ohne Fleiß, kein Preis? Das Problem mit dem Verdienst in der Ökonomie liberaler Staaten. In Michael Zürn, Zur Kritik des liberalen Skripts Innere Spannungen, gebrochene Versprechen und die Notwendigkeit der Selbsttransformation. Baden-Baden: Nomos. pp. 240-264.siehe auch: Michael J. Sandel (2020): The Tyranny of Merit. What's Become of the Common Good?Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin
Wir haben in den letzten Folgen bereits einige Definitionen von Philosophie gesammelt und auch einige Gründe für eine Karriere in dem Fach. Aber wozu eigentlich Philosophieren? Einige Kritiker*innen meinen, die akademische Philosophie habe gar keine Antworten auf die wirklich relevanten Fragen unserer Gesellschaft.Wir diskutieren mit Dirk Koppelberg, Privatdozent an der FU und TU Berlin, darüber, was an der Kritik dran ist. Außerdem schwelgen wir in den Erinnerungen seines Philosophie-Studiums in den 70ern und 80ern. Schadet die heutige Ausrichtung des Studiums auf Leistungspunkte und Normierung der philosophischen Entfaltung?Literatur:Philip Kitcher (2023): What's the Use of Philosophy?, Oxford University PressGastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin
Auf Social Media treiben sich heutzutage zahlreiche Bots und Fake-Accounts herum, die sich auch in politische Geschehnisse einmischen. Kein Wunder also, wenn wir auf digitalen Plattformen nichts und niemandem mehr vertrauen.Die Philosophin Regina Rini sieht in diesem Misstrauen jedoch eine wirkliche Gefahr für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der "Weaponized Skepticism" (zur Waffe gemachter Skeptizismus) ist für sie eine vollkommen neue Art der Manipulation und Desinformation.In dieser Folge sprechen wir mit Dirk Koppelberg, Privatdozent an der FU und TU Berlin, darüber, was hinter diesem Skeptizismus steckt. Müssen wir soziale Medien gänzlich abschaffen, um gesellschaftliches Vertrauen zurückzugewinnen?Literatur:Regina Rini (2021): Weaponized skepticism: An analysis of social media deception as applied political epistemology. In: Elizabeth Edenberg & Michael Hannon, Political Epistemology. Oxford: Oxford University Press. pp. 31-48.Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin
Viele Wege führen in die Philosophie. Unsere heutige Gästin Kirsten Meyer hatte eigentlich Biologie studiert und wollte erst in den Naturschutz, später Lehrerin werden.Wir sprechen mit ihr darüber, was sie letztlich in die Philosophie gezogen hat und was am Philosophieren so toll ist. Sollten alle Menschen dieser Tätigkeit nachgehen, um ein besseres Leben zu führen? Außerdem fragen wir, wie philosophische Publikationen gelingen und ob Philosoph*innen mehr Lebensratgeber schreiben sollten.Literatur: Rüdiger Bittner (2010): "Was gut an Philosophie ist", In: Texte zur Didaktik der Philosophie (hrsg. v. Kirsten Meyer), Stuttgart (Reclam)Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin
Klimaschutz und erneuerbare Energien oder doch lieber den Mars besiedeln? In der aktuellen Debatte um den Klimawandel und seine Auswirkungen gibt es ganz unterschiedliche Zukunftsvisionen zum Erhalt der Menschheit. In dieser Folge sprechen wir mit Kirsten Meyer darüber, wie wir zukünftige Menschen in die Diskussion einbeziehen können. Kann eine Person bereits Rechte haben, bevor sie auf der Welt ist? Außerdem schauen wir uns verschiedene philosophische Ansätze der Zukunftsethik an, darunter auch der aktuell unter Tech-Milliardären beliebte Longtermismus.Kirsten Meyer ist Professorin für Praktische Philosophie und Didaktik der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.Buch: Kirsten Meyer (2018): Was schulden wir künftigen Generationen? Herausforderung Zukunftsethik.Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin
Philosophiestudium fertig und jetzt? Wir sprechen mit Anna Welpinghus darüber, was man auch außerhalb von Akademie und Forschung als Philosoph*in machen kann und warum sie sich schließlich gegen den klassischen Weg entschieden hat.Außerdem fragen wir uns, wann Philosoph*innen Expert*innen sind und als solche in der Öffentlichkeit auftreten sollten.Anna Welpinghus ist zum Zeitpunkt der Aufnahme Dozentin an der Universität Bielefeld und arbeitet aktuell an der Stabsstelle Qualitätsmanagement für Studium und Lehre an der Humboldt Universität zu Berlin.Hier findet ihr die erwähnte Ausstellung über Mut in der Wissenswerkstadt Bielefeld.Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin
In eine neue Stadt ziehen, für sein Land kämpfen, einen kurzen Rock tragen und sich gegen Rechtsextremismus aussprechen - all diese Handlungen werden in unserer Alltagssprache regelmäßig als "mutig" bezeichnet. Bei so unterschiedlichen Beispielen stellt sich schnell die Frage: Was genau ist eigentlich Mut?Gemeinsam mit Anna Welpinghus sprechen wir darüber, welche Gedanken Aristoteles sich vor über 2000 Jahren über Mut bzw. Tapferkeit gemacht hat und fragen uns, ob sein Soldatenmut nicht auch Platz für andere Formen von Mut und für Zivilcourage lässt.Anna Welpinghus ist zum Zeitpunkt der Aufnahme Dozentin an der Universität Bielefeld und arbeitet aktuell an der Stabsstelle Qualitätsmanagement für Studium und Lehre an der Humboldt Universität zu Berlin.Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin: https://hu.berlin/oeffentliche-philosophie
Braucht man Ehrgeiz, um es in die akademische Philosophie zu schaffen?Wir sprechen mit Viktoria Knoll über ihren Einstieg ins Fach und in den Beruf, über Unsicherheiten auf dem Weg und auch darüber, dass die Philosophie bis heute von Männern dominiert wird.Viktoria Knoll lehrt an der Universität des Saarlandes und ist Vorstandsmitglied der SWIP - dem Verein zur Förderung von FLINTA* (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen) in der Philosophie.Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin
Auf öffentlichen Toiletten, bei Sportveranstaltungen aber auch im Feminismus kommt immer wieder die Frage auf, was eine Frau zu einer Frau macht. In der feministischen Philosophie gab es im Laufe der Zeit ganz unterschiedliche Antworten darauf. Gemeinsam mit Viktoria Knoll sprechen wir einige dieser Ansätze durch und schauen auch, wo ihre Grenzen liegen. Kann es sein, dass das Wort "Frau" einfach mehrdeutig ist?Viktoria Knoll ist Dozentin an der Universität des Saarlandes und Vorstandsmitglied von SW*IP - dem Verein zur Förderung von FLINTA* (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen) in der Philosophie.Hier findet ihr Viktoria Knolls Veröffentlichungen: https://viktoriaknoll.weebly.com/research.htmlGastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinWeitere Literatur (englisch):Sally Haslanger (2000): Gender and race: (What) are they? (What) do we want them to be? Katherine Jenkins (2016): Amelioration and Inclusion: Gender Identity and the Concept of WomanMatthew Salett Andler (2017): Gender Identity and Exclusion: A Reply to JenkinsEsa Diaz-Leon (2022): The Meaning of ‘Woman’ and the Political Turn in Philosophy of LanguageRebecca Mason (2024): Women Are Not Adult Human FemalesTalia Mae Bettcher (2025): Social Kinds and Semantics
Vielleicht können wir heute eine der ältesten Fragen der Philosophie klären: Wie erkläre ich meiner Familie, was man als Philosoph*in tut?Wir sprechen mit Romy Jaster von der Humboldt Universität zu Berlin darüber, wo ihre Begeisterung für das Fach herkommt und wie ihr Weg in die philosophische Karriere aussah. Außerdem fragen wir uns, was die Philosophie von anderen Wissenschaften unterscheidet und was sie zu öffentlichen Debatten beitragen könnte und sollte.Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David LöwensteinInitiative Öffentliche Philosophie Berlin: https://hu.berlin/oeffentliche-philosophie
Fake News bestimmen zunehmend unsere gesellschaftlichen Debatten und das nicht nur auf Social Media sondern auch in der Politik. Unter anderem Donald Trump hat in seiner bisherigen zweiten Amtszeit bereits mehrmals für Aufruhr mit klaren Falschaussagen gesorgt.In der Philosophie wird zwischen verschiedenen Formen von Falschaussagen unterschieden. Wir sprechen mit Dr. Romy Jaster von der Humboldt Universität zu Berlin darüber, was genau (demonstrativer) Bullshit ist und warum gerade dieser eine Gefahr für unsere Demokratie werden kann.Literatur:"Deeper Into Populist and Authoritarian Bald-Faced Bullshit" (2026), mit David Lanius, Topoi. "Wenn Wahrheit wertlos wird - Demonstrativer Bullshit in der digitalisierten Öffentlichkeit" (2021), mit David Lanius, in: M. Waldis & M. Hubacher et al. (Hgg.): Politische Bildung für die digitale Öffentlichkeit, Berlin: Springer: 175-195.Gastgeber: Leonard StephanRedaktion: Mathilde Fuhr & Leonard StephanWissenschaftlicher Beirat: Dr. Romy Jaster & Dr. David Löwenstein
Herzlich Willkommen zum neuen Podcast "Philosophie für alle! Auf ein Argument mit..."!Tägliche Schlagzeilen und Informationen fordern uns heraus, uns direkt dazu zu positionieren - und das auch noch auf der ‘richtigen’ Seite. Desinformationen, populistische Rhetorik und Emotionalität scheinen entscheidender als gute Argumente.In diesem Podcast schauen wir uns gemeinsam mit euch die Diskussionspunkte, Begründungen und verschiedenen Positionen genau an – aus einer philosophischen Perspektive. So schaffen wir einen Ort, an dem wir über kontroverse und komplexe Themen konstruktiv diskutieren können.Wenn du dich tiefer mit den Streitthemen unserer Zeit auseinandersetzen und dein kritisches Denken üben willst, hör rein!
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