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Sonntag auf die Ohren - Predigten von Pfarrer Michael Mohr
Sonntag auf die Ohren - Predigten von Pfarrer Michael Mohr
Author: Pfarrer Michael Mohr
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© Pfarrer Michael Mohr
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Pfarrer Michael Mohr, Pfarrer in Erkrath, Hilden und Haan, bringt in seinen Predigten Glauben und Alltag miteinander ins Gespräch. Authentisch, lebensnah und theologisch fundiert spricht er über Gott, Zweifel und Hoffnung – über das, was Menschen bewegt. Geboren 1975 im Bergischen Land, war Michael Mohr zunächst Diplom-Finanzwirt, bevor ihn der Ruf zum Priester führte. Nach Studienjahren in Bonn, Salamanca und Köln wurde er 2008 zum Priester geweiht. Heute leitet er die Pastorale Einheit Erkrath/Haan/Hilden „im neanderland“. In diesem Podcast teilt er seine Predigten – Worte, die tragen, herausfordern und zum Nachdenken anregen.
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Wer wirklich glauben will, muss ein bisschen verrückt sein. Nicht, weil Glaube irrational wäre – sondern weil der Gott der Bibel sich nicht berechnen lässt. Dieser Gott erschüttert Sicherheiten, sprengt Erwartungen und bleibt gerade darin treu.
Diese Predigt führt hinein in die Radikalität der Bergpredigt. Jesus hebt die Gebote nicht auf, er erfüllt sie – indem er über sie hinausführt. Nicht weniger Moral, sondern mehr Liebe. Nicht bloße Ordnung, sondern Vertrauen.
Denn Gesetze können verbieten, zu stehlen oder zu töten. Aber kein Gesetz kann vorschreiben, die andere Wange hinzuhalten, auf den eigenen Vorteil zu verzichten oder den Blick des Begehrens zu verweigern. Das tun nur Menschen, die verrückt genug sind, Gott zu vertrauen.
Ein Bild vom Glauben als Tanz und als Lied: geordnet und doch frei, verletzlich und voller Hoffnung. Eine Einladung, sich auf die Verrücktheit der Liebe einzulassen – nicht aus Pflicht, sondern aus Vertrauen.
Eine Predigt über Mut, über erfüllte Gebote und über die Freiheit, aus Liebe zu leben. Verrückt. Und genau darin glaubwürdig.
Abstrakte Begriffe lassen sich schwer lernen. Wahrheit, Hoffnung, Himmel – dafür gibt es keine Haftnotizen. Und doch genau darum geht es im Evangelium: dass Menschen verstehen, was Leben trägt, was Hoffnung schenkt, was Gottes Nähe bedeutet.
Diese Predigt nimmt Jesu Worte aus der Bergpredigt ernst: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Nicht als Ideal, das wir vorspielen sollen, sondern als Berufung, die im gelebten Leben sichtbar wird. Kirche ist keine versteckte Gemeinschaft, sondern eine Stadt auf dem Berg – sichtbar, einladend, verletzlich.
Glaube überzeugt nicht durch perfekte Lehre oder fromme Fassaden, sondern durch Echtheit. Dort, wo Menschen Masken fallen lassen, wo sie leben, lieben, scheitern und hoffen, wird das Evangelium verständlich.
Eine Predigt über Glauben als Lebenspraxis, über Licht ohne Scheinwerfer und über die Zusage Gottes, dass wir nicht mehr sein müssen, als wir sind – um Licht für diese Welt zu sein.
Wer gilt heute als glücklich? Wer hat es „geschafft“? Wohlstand, Macht, Anerkennung, gute Laune – oft scheinen das die Maßstäbe für ein gelungenes Leben zu sein. Und doch bleibt bei vielen, die scheinbar alles haben, eine innere Leere.
Diese Predigt nimmt die Seligpreisungen Jesu ernst – und legt sie gegen den Strich unserer gängigen Glücksvorstellungen. Jesus gratuliert nicht den Erfolgreichen, sondern den Armen, den Trauernden, den Ohnmächtigen, den Friedenssuchenden. Nicht als Morallehre, nicht als Verherrlichung von Leid, sondern als Zusage: Gott hat euch nicht vergessen.
Die Seligpreisungen sind eine Einladung, neu Mensch zu werden – frei von dem Zwang, sich über Leistung, Besitz oder Ansehen definieren zu müssen. Sie eröffnen einen Weg des Vertrauens: Vertrauen darauf, dass Liebe trägt, auch dort, wo Macht endet.
Eine Predigt über wahres Glück, über Freiheit im Inneren und über den Mut, Jesus auf einem Weg zu folgen, der nicht glänzt – aber selig macht.
„Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe“ – ein Satz wie ein Kampagnen-Claim. Kurz, einprägsam, kraftvoll. Doch was bedeutet er wirklich? Und was verlangt er von denen, die ihn hören?
Diese Predigt nimmt den Ruf Jesu ernst und fragt nach seiner Tiefe. Umkehr ist kein Werbespruch und kein einmaliges Bekenntnis, sondern ein Weg. Ein innerer Prozess, der sich im Äußeren zeigt: im Verlassen der Komfortzone, im Loslassen sicherer Bindungen, im Aufbruch an ungewohnte Orte.
Anhand der ersten Jünger wird deutlich: Umkehr heißt nicht nur Abkehr vom Alten, sondern auch Entdeckung des Neuen. Jesus erkennt Fähigkeiten, wo Menschen selbst keine sehen – und ruft sie in die Nachfolge, nicht zur Selbstoptimierung.
Eine Predigt über Evangelium als Machtwechsel, über Freiheit von falschen Sicherheiten und über den Mut, sich herausrufen zu lassen. Denn das Reich Gottes kommt näher dort, wo Menschen bereit sind, ihre Einstellung zu ändern – und ihr Leben.
„Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt“ – ein Gebet, das wir in jeder Messe sprechen oder singen. Doch was bedeuten diese Worte wirklich? Was heißt es, dass Christus die Sünde trägt? Und warum wird ausgerechnet ein Lamm zum Bild für Gottes Nähe?
Diese Predigt lädt ein, eines der zentralen Bilder der Liturgie neu zu entdecken. Sie führt hinein in die Welt der Symbole, in das Johannesevangelium und in die tiefe Bedeutung des Agnus Dei: Gott, der nicht aus der Ferne richtet, sondern nahe kommt, wehrlos wird und trägt, was unser Leben belastet.
Zwischen Unschuld und Opfer, zwischen Toleranz und Treue, zwischen Gebrochenheit und Einheit eröffnet sich ein tröstlicher Gedanke: Gott steht an unserer Seite – mit unserer Schuld, mit der Schuld der Welt.
Eine Predigt über das Geheimnis der Eucharistie, über Gottes Geduld mit den Menschen und über die Hoffnung, dass aus dem Zerbrechen neues Leben wächst.
Am Anfang eines neuen Jahres stehen gute Wünsche: Glück, Gesundheit, Frieden und Erfolg. Doch was bleibt davon, wenn wir am Ende des Jahres zurückblicken? Und was ist eigentlich das Ziel unseres Lebens – jenseits von Vorsätzen und Erwartungen?
Diese Predigt lädt dazu ein, das neue Jahr nicht nur als Abfolge von Zufällen oder Leistungen zu sehen, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs: Gottes Plan für diese Welt – und für jeden einzelnen Menschen. Zwischen eigenem Bemühen, gesellschaftlichen Bedingungen und dem Wirken Gottes entfaltet sich ein Leben, das gelingen kann, auch wenn es anders verläuft als erhofft.
Im Licht der biblischen Weisheit und des Mensch gewordenen Wortes wird deutlich: Wir sind keine Schachfiguren, sondern Mitspieler. Eingeladen, Tag für Tag zu fragen, was mehr der Liebe entspricht. So kann selbst in Ungewissheit, Krankheit oder Scheitern etwas aufscheinen von Gottes Nähe.
Eine Predigt über Hoffnung, Verantwortung und die leise Zusage: Diese Welt – und dein Leben – sind nicht dem Zufall überlassen.
„Maria bewahrte alles und erwog es in ihrem Herzen“ – dieser vertraute Satz aus dem Evangelium eröffnet eine Predigt über das Hören, den Gehorsam und die wahre Freiheit. Ausgehend von Maria als der Hörenden entfaltet sich ein Weg, der deutlich macht: Glaube beginnt nicht mit Machen, sondern mit Hören – und Freiheit wächst nicht aus Illusionen, sondern aus der Annahme der Wirklichkeit.
Die Predigt stellt die Frage, was Freiheit heute wirklich bedeutet: Ist sie grenzenlose Selbstinszenierung und Wahlmöglichkeit – oder vielmehr die Fähigkeit, die Wirklichkeit auszuhalten, zu teilen und zu verwandeln? In einer Zeit von medialen Scheinwelten, politischer Polarisierung und globalen Krisen lädt diese Betrachtung ein, neu zu unterscheiden zwischen gefühlter und echter Freiheit.
Zum Beginn des Jahres 2026 wird Maria zur Lehrmeisterin einer Haltung, die hört, bewahrt und verantwortet handelt. Eine geistliche Einladung, Gehorsam nicht als Verlust, sondern als Weg zur Freiheit zu entdecken – persönlich, gesellschaftlich und im Glauben.
„Das Licht leuchtet in der Finsternis“ – mit diesen Worten aus dem Johannesevangelium nähert sich diese Predigt dem Geheimnis von Weihnachten. Nicht große Begriffe stehen im Mittelpunkt, sondern die Lichtsymbolik: das zarte, unscheinbare Licht aus der Krippe von Bethlehem, das die Welt verändert.
In einer Zeit zwischen Lichtverschmutzung und Dunkelheit, zwischen Überfluss und Mangel, wird neu gefragt: Was ist das wahre Licht? Wie können wir es sehen – und wie lernen wir, andere Menschen in diesem Licht zu betrachten? Die Predigt verbindet biblische Bilder mit heutigen Erfahrungen, führt von der sichtbaren Kerze zum unsichtbaren Licht Gottes und lädt ein, neu zu entdecken, was Hoffnung, Würde und Freude bedeuten.
Eine weihnachtliche Meditation über Gott, der Mensch wird, über ein Licht, das nicht blendet, sondern trägt – und über die Freude, die bleibt.
„In Windeln gewickelt und in eine Krippe gelegt“ – dieses Bild wiederholt das Evangelium nicht ohne Grund. Es erzählt von einem Gott, der nicht das Würdige im Sinne von Komfort und Sicherheit sucht, sondern das Alltägliche, Prekäre und Unscheinbare. Die Krippe ist kein romantischer Ort, sondern ein Futtertrog – ein Zeichen dafür, wo Gott von Anfang an wohnen will: mitten unter denen, für die sonst kein Platz ist.
Diese Predigt nimmt das Weihnachtsevangelium ernst in seinem Kontrast zwischen Erwartung und Wirklichkeit. Sie fragt nach der Bedeutung der Krippe, nach Gottes Nähe zu den Armen und Ausgegrenzten – und nach unserer eigenen Komfortzone. Wo fühlen wir uns wohl? Und wo beginnt vielleicht der Ort, an dem Gott uns heute begegnen will?
Eine Einladung, Weihnachten nicht nur vertraut, sondern vielleicht ganz anders zu denken: mutig, offen und mit einem Schritt hinaus aus dem Gewohnten.
In dieser Predigt zum Nikolaustag geht es um die Frage, warum uns Heilige oft einschüchtern – und weshalb ihr Beispiel dennoch eine Einladung ist, nach vorn zu schauen statt in alten Vorwürfen zu verharren. Ausgehend von Johannes dem Täufer und der biblischen Botschaft der Umkehr zeigt die Predigt, wie echte Zukunftsperspektive entsteht: durch gelebte Liebe, Gerechtigkeit und den Mut, selbst mit kleinen Schritten das Reich Gottes sichtbar zu machen. Eine inspirierende Betrachtung darüber, wie Nikolaus’ Güte heute Motivation für unser eigenes Handeln sein kann.
In dieser Episode steht Jesu kraftvolles Bild aus dem Lukasevangelium im Mittelpunkt: Ein Glaube, so stark und lebendig, dass sogar ein tief verwurzelter Maulbeerbaum sich ins Meer bewegen würde. Papst Franziskus greift dieses Wort auf und zeigt, dass echter Glaube nicht groß beginnen muss, sondern wächst – durch Vertrauen, Gebet und die Bereitschaft, Gott zuzutrauen, was menschlich unmöglich scheint. Die „Maulbeerbäume“ stehen für die schweren, scheinbar unbeweglichen Herausforderungen unseres Lebens: Zweifel, Verletzungen, Schuld oder Angst. Diese Predigt lädt ein, den Glauben neu zu beleben und mutig zu glauben, dass Gott auch die festesten Wurzeln lösen kann.
In dieser Predigt entfaltet sich die tiefgehende Botschaft des Gleichnisses vom reichen Mann und dem armen Lazarus. Was sagt Jesus über Gerechtigkeit, Mitgefühl und Verantwortung? Und was bedeutet dieses herausfordernde Wort für unseren Alltag heute? Eine Einladung zum Hinhören, Nachdenken und Umkehren.















