DiscoverLuft nach oben - der Beatmungspodcast
Luft nach oben - der Beatmungspodcast
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Luft nach oben - der Beatmungspodcast

Author: Georg Mols & Romina Hohenhaus

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Von Prof. Dr. Georg Mols, D.E.A.A., MBA & Romina Hohenhaus
Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin
Ortenau-Klinikum Lahr, Schwarzwald

Im Podcast besprechen wir die physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen des pulmonalen Gasaustauschs und des respiratorischen Systems, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten respiratorischer Störungen. U.a. sprechen wir über die Einstellung der Beatmung oder assistierten Spontanatmung, HighFlow und NIV, die Bauchlage und viele andere Maßnahmen.
Der Podcast richtet sich sowohl an Einsteiger in die Anästhesie und Intensivmedizin als auch Kolleginnen und Kollegen, die schon viel anästhesiologische und intensivmedizinische Erfahrung haben und sich mit den physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen auseinandersetzen wollen.


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Die Inhalte des Podcasts richten sich an medizinische Fachkreise und dienen ausschließlich der allgemeinen Information sowie der ärztlichen Fort- und Weiterbildung. Sie stellen keine individuelle medizinische Beratung dar und können keine ärztliche Beurteilung, Diagnose oder Therapie ersetzen.

Die dargestellten Inhalte zu Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie beruhen auf dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren medizinisch-wissenschaftlichen Kenntnisstand. Medizinisches Wissen und Leitlinien unterliegen jedoch einem kontinuierlichen Wandel.

Therapieempfehlungen sind stets individuell unter Berücksichtigung des individuellen Patienten, seines konkreten Krankheitsbildes, der Begleiterkrankungen sowie nationaler Leitlinien und Zulassungen zu treffen. Die Anwendung der im Podcast dargestellten Inhalte erfolgt auf eigene Verantwortung.

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11 Episodes
Reverse
In der heutigen Folge geht es um die Blutgasanalyse. Diskutiert werden zunächst die möglichen Abnahmeorte (venös, gemischt-venös, kapillär und arteriell) und Probleme in der Präanalytik. Anschließend besprechen wir ein mögliches Schema zur strukturierten Interpretation der Blutgasanalyse. Hierbei steht die Oxygenierung am Anfang, wobei zwischen der Frage nach Hypoxie und Oxygenierungsstörung differenziert werden muss. Dann folgt die Interpretation des Säure-Basen-Status und des PCO2, um zwischen Azidose und Alkalose und ihrer jeweiligen Ätiologie (respiratorisch bzw. metabolisch) unterscheiden zu können. Abschließend geht es um den „Beifang“ der Blutgasanalyse, also Hb, Elektrolyte usw.
In der heutigen Folge befassen wir uns mit der Sonographie. Schon seit langer Zeit wird sie zur Detektion und Quantifizierung von Pleuraergüssen eingesetzt. Relativ neu (im Vergleich zu anderen Einsatzgebieten der Sonographie) wird sie zur Erkennung eines Pneumothorax, eines Lungenödems oder eine Pneumonie eingesetzt. Hauptvorteile der Sonographie im Vergleich zu CT und Röntgen-Thorax sind die schnelle Verfügbarkeit, die fehlende Strahlenbelastung und die geringen Kosten. Nachteilig sind Untersucherabhängigkeit mit deutlicher Lernkurve und der hohe Zeitaufwand für die Beurteilung des Lungenparenchyms. In vielen, aber nicht allen Fällen kann die Sonographie die Röntgen-Aufnahme des Thorax ersetzen oder zumindest ergänzen. Die Methode sollte jedenfalls wegen o.g. Vorteile noch weiter als bisher verbreitet werden.
Die Röntgen-Aufnahme des Thorax ist die klassische radiologische Untersuchungsmethode auf der Intensivstation. Diese wird wegen des größeren Informationsgehaltes immer mehr durch die Computertomographie abgelöst. In dieser Folge werden die Vor- und Nachteile beider Methoden und ihre jeweiligen Indikationen aus intensivmedizinischer Sicht diskutiert. Dabei wird auch angesprochen, dass das „Mitfahren des Thorax“ in der CT, weil man z.B. das Abdomen untersucht, keine besonders gute Idee ist.
Die klinische Untersuchung gerät immer in den Hintergrund gegenüber apparativen diagnostischen Verfahren – zu Unrecht. Schließlich ist die klinische Untersuchung bestens geeignet, apparative Untersuchungen, die Zeit, Geld und/oder Strahlung kosten, sinnvoll zu planen. Außerdem ist sie oft das schnellste Verfahren in kritischen Situationen, in denen man manchmal nicht warten kann, bis das Sono-Gerät vorgeglüht ist oder eine Röntgen-Aufnahme angefertigt wurde.
Heute geht es um die pathophysiologisch orientierte Therapie bei Störungen der Atempumpe, die meist mit einer Hyperkapnie einher gehen. Zunächst sollte man versuchen, kausal zu therapieren, also die Störung der jeweiligen Einzelkomponente der Pumpe direkt zu adressieren. Parallel dazu bzw. wenn das nicht geht, können wir die Einstellungen des Beatmungsgerätes verändern. Atemfrequenz und Tidalvolumen sind die entscheidenden Parameter.
Störungen des Lungenparenchyms durch Alveolarkollaps (Atelektasen) oder Eiter und Zellschrott in den Alveolen führen in erster Linie zur Hypoxie. Wenn wir die so verursachte Hypoxie behandeln wollen, müssen wir die Alveolen also eröffnen und Sekret befreien. Dazu stehen uns prinzipiell 3 Ansätze zur Verfügung: 1. Die Einstellung der Beatmung, insbesondere des PEEP. 2. Die (ggf. assistierte) Spontanatmung. 3. Die Lagerung. Alle drei Ansätze werden mit Blick auf die Pathophysiologie besprochen.
Auch in Bezug auf die klinische Symptomatik müssen O2 und CO2 getrennt betrachtet werden. Eine Hypoxie verursacht oft Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit und Verwirrtheit. Eine Zyanose kann, aber muss nicht auftreten. Hingegen geht eine Hyperkapnie – sofern das Atemzentrum nicht gestört ist – mit Luftnot und Unruhe einher. Schließlich ist Hyperkapnie der primäre Atemantrieb. Erst bei Hypoxie tritt ein hypoxischer Atemantrieb zu Tage. Die Atemregulation erfolgt primär aus zwei Gründen über das CO2: 1. Alarmfunktion. 2. Robustheit gegenüber (höhenbedingter) Änderung des Barometerdrucks.
Störungen des Kreislaufs wie etwa bei einer Lungenembolie können den pulmonalen Gasaustausch fast ungestört lassen oder ihn schwerwiegend beeinträchtigen. Ursächlich dafür ist nicht die Lunge, sondern u.a. der mögliche Abfall des Herzzeitvolumens. Dieser ist jedoch von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, da er von einer kardialen Vorschädigung, von Anämie und Volumenstatus beeinflusst wird. Dies erklärt, warum die klinische Symptomatik in Bezug auf den Gasaustausch schwer vorhersagbar ist und nur bedingt mit der Größe der Lungenembolie korreliert.
In dieser Folge wird der funktionelle Aufbau des respiratorischen Systems besprochen. Hierbei wird zwischen dem Gasaustauscher, also der Lunge, und der Atempumpe unterschieden. Der Kreislauf gehört nicht zum respiratorischen System, muss aber mit betrachtet werden (nächste Folge). Störungen im Subsystem Lunge beeinträchtigen in allererster Linie die Oxygenierung. Störungen der Atempumpe vorranging die CO2-Elimination.
Folge 1: O2 und CO2

Folge 1: O2 und CO2

2026-01-3011:03

O2 und CO2 müssen getrennt betrachtet werden. O2 muss von außen in den Körper transportiert werden. CO2 muss aus dem Körper rausgebracht werden. Das allein verursacht wesentliche Unterschiede im Verhalten der beiden Gase. Hinzu kommen Unterschiede der physikalischen Eigenschaften. In der Folge wird die alveoläre Gasgleichung hergeleitet, die AaDO2 und der PaO2/FiO2-Quotient (Horowitz-Quotient) besprochen.
Wir - Romina Hohenhaus & Georg Mols - stellen uns vor, erzählen, warum wir den Podcast machen und wen wir erreichen wollen.
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