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Das Infomagazin aus Polen
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Author: Polskie Radio S.A.
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Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks - ist ein Bestandteil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Der Auslandsdienst bietet objektive Informationen über Polen und den polnischen Standpunkt zum Geschehen in diesem Teil Europas sowie in der Welt. Die Sendungen vermitteln ein Bild der polnischen Nation, ihrer Errungenschaften in Wissenschaft und Kultur.
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Zum Auftakt der neuen Sendereihe des Auslandsdienstes des Polnischen Rundfunks „Botschafter ohne Krawatte“ hören Sie heute ein Gespräch mit Miguel Berger, dem deutschen Botschafter in Polen. Es geht um Perspektivwechsel in der Diplomatie, um seine Leidenschaft für Fotografie – und darum, warum man in einer schnellen Medienwelt nicht auf jede Provokation reagieren sollte.
Außerdem hören Sie eine Archivsendung aus dem Jahr 1961 über polnische Volksinstrumente. Im Mittelpunkt steht der Dudelsack – ein Instrument, das man eher mit Schottland verbindet. Doch auch in Polen hat es eine lange Tradition.
Vor 16 Jahren, am 10. April 2010, stürzte eine polnische Regierungsmaschine nahe dem russischen Smolensk ab. Alle 96 Insassen, darunter der polnische Präsident, kamen ums Leben. Teilt dieses Ereignis die polnische Gesellschaft bis heute?
Donald Trump erwägt laut Reuters einen Teilabzug von US-Truppen aus Europa. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, doch Hintergrund seien Spannungen mit europäischen Verbündeten. Gleichzeitig spricht Warschau mit Washington über eine verstärkte amerikanische Präsenz in Polen. Russland und die Ukraine haben für das orthodoxe Osterfest eine befristete Feuerpause angekündigt. Beobachter verweisen auf frühere Verstöße gegen ähnliche Zusagen. In der Presseschau: Vor den Parlamentswahlen in Ungarn am Sonntag fordert die Rzeczpospolita, Viktor Orbán das Stimmrecht im EU-Rat zu entziehen und kommentiert den Streit um die Ernennung von Richtern am polnischen Verfassungsgericht. Im Magazin ist in der Reihe „Botschafter ohne Krawatte" Miguel Berger zu Gast, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen.Er erzählt von seiner Kindheit zwischen Spanien und Deutschland, dem Traum von der Filmhochschule und der Evakuierung aus Kabul.
Die Regierung von Donald Trump prüft laut einem Bericht des Wall Street Journal Maßnahmen gegen einzelne Mitglieder der NATO. Hintergrund ist die Unzufriedenheit in Washington über die geringe Unterstützung einiger Bündnispartner im Krieg mit dem Iran. Polnischen Medien zufolge erwägen die USA sogar, ihre Truppen innerhalb der NATO zu verlegen.
Es ist der schärfste Wahlkampf in Ungarn seit Jahren. Am 12. April wählen die Bürger ein neues Parlament. Wie ist die Stimmung kurz vor der Wahl? Wir haben uns in Budapest umgehört.
Und: Aus Anlass des 58. Todestages der Schriftstellerin Zofia Kossak erinnern wir an diese Gerechte unter den Völkern.
Trump verkündet eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran. Grundlage der geplanten Verhandlungen soll ausgerechnet ein Zehn-Punkte-Plan Teherans sein. In Polen sorgt ein bekannt gewordenes Telefonat zwischen Viktor Orbán und Wladimir Putin für scharfe Reaktionen. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem Berichte über mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Kryptobörse Zondacrypto. In der Presseschau: Kann sich Teheran trotz schwerer Verluste als Sieger fühlen? Worum ging es beim polnischen Osterstreit über die Straße von Hormus? Und: Was wurde aus Trumps lautem Theater? Im Magazin spricht Jakub Kukla mit dem Germanisten und Übersetzer Rafał Pokrywka über den Philosophen Byung-Chul Han, dessen radikale Zivilisationskritik in Polen zunehmend rezipiert wird. Außerdem: Ein Ausflug ins Archiv der deutschen Redaktion mit Gedichten von Władysław Broniewski, Konstanty Ildefons Gałczyński und Julian Tuwim aus einer Sendung von 1963.
Wer bin ich – und wo gehöre ich hin? Für Justine Mischewski ist das keine theoretische Frage. Aufgewachsen im Ruhrgebiet mit Wurzeln in mehreren Ländern, erlebt sie früh, wie schwierig Zugehörigkeit sein kann. Und wir bleiben beim Thema Identität und Zugehörigkeit: Denn auch religiöse Vielfalt hat es in Polen nicht leicht. Das Land gilt als fest katholisch geprägt, andere Konfessionen spielen nur eine Nebenrolle. Doch es gibt Bewegung – vor allem bei den Protestanten.
Und wir bleiben beim Thema Identität und Zugehörigkeit: Denn religiöse Vielfalt hat es in Polen nicht leicht. Das Land gilt als fest katholisch geprägt, andere Konfessionen spielen nur eine Nebenrolle. Doch es gibt Bewegung – vor allem bei den Protestanten.
Wir blicken heute auf einige der beliebtesten Ostertraditionen in Polen. Eine von ihnen ist Śmigus-Dyngus - ein Brauch, der jedes Jahr am Ostermontag im ganzen Land gepflegt wird, auf dem Land ebenso wie in den Städten. Bekanntlich ist es an diesem Tag in ganz Polen üblich, sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen. Familienmitglieder, Freunde - und oft auch völlig Fremde - werden mit Wasser übergossen!
UND: Wie arbeitete die deutsche Redaktion in den 1980er-Jahren - in einer Zeit des Kriegsrechts und strenger Medienkontrolle?
Die Politikwissenschaftlerin Dr. Marzenna Guz-Vetter, heute Expertin bei Visegrad Insight und Mitglied von Team Europe Direct, erinnert sich an ihre Zeit beim Auslandsdienst - und an überraschende Spielräume in der redaktionellen Arbeit.
In ganz Polen feiern die Gläubigen am Ostersonntag eines der wichtigsten Feste im christlichen Kalender - die Auferstehung Christi.
Im überwiegend römisch-katholischen Land ist Ostern tief in der Tradition und im christlichen Erbe verwurzelt. Mehr dazu im Magazin.
Der Glaube und das Wort - sie begleiten viele Menschen in Polen seit Generationen. Eine besondere Rolle spielte dabei auch das Radio.
Als im Jahr 1952 die polnische Redaktion von Radio Free Europe ihre Arbeit aufnahm, betonte ihr Leiter Jan Nowak-Jeziorański, seine Mitarbeiter seien keine „Seelsorger“. Ganz zutreffend war das jedoch nicht - denn auch katholische Geistliche saßen am Mikrofon. Welche Bedeutung hatten diese Sendungen für viele Hörer und Hörerinnen in Polen?
UND:
Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Wie arbeitete die deutsche Redaktion in den 60er- und 70er-Jahren - in einer Zeit des Kalten Krieges, der Zensur und begrenzter technischer Möglichkeiten?
Ein politisch brisanter Besuch sorgt für Diskussionen: Der polnische Präsident Karol Nawrocki war in Budapest und traf dort den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte seine Teilnahme an der konservativen CPAC-Konferenz, bei der Nawrocki unter anderem über die Bedrohung durch Russland sprach.
Gleichzeitig gibt es Kritik an seiner innenpolitischen Entscheidung: Trotz rund 44 Milliarden Euro an EU-Mitteln für Verteidigungszwecke legte der Präsident ein Veto gegen den entsprechenden Rüstungskredit ein.
Wie diese Entwicklungen einzuordnen sind, darüber spricht Kuba Kukla mit Dr. Agnieszka Łada-Konefał, stellvertretende Direktorin des DPI Darmstadt.
Mit dem Karfreitag blicken wir schon auf die kommenden Feiertage – und auf eine Region, in der Ostern ganz eigene Formen annimmt. Heute nehmen wir Sie mit in die Kaschubei – eine Region im Norden Polens mit eigener Sprache, eigenen Sitten und Bräuchen. Auch die Ostertraditionen unterscheiden sich deutlich von denen in anderen Teilen des Landes. Außerdem sprechen wir später über einen der bekanntesten Romane der polnischen Literatur: „Lalka“ – „Die Puppe“ von Bolesław Prus. Die neue deutsche Übersetzung wird Mitte April mit dem Usedomer Übersetzerpreis ausgezeichnet. Mehr dazu im Infomagazin.
Professor Jan Claas Behrends kennt die Geschichte Osteuropas wie kaum ein anderer. Seit Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den deutsch-polnischen Beziehungen – und genau deshalb kommt er an dieser Frage nicht vorbei - die deutsche Wiedergutmachung. Wie blickt ein Historiker auf ein Thema, das bis heute Emotionen weckt und politisch aufgeladen ist?
Polnisch lernen in Deutschland – oft ein Randthema. Doch jetzt gibt es neuen Rückenwind: Zwei Millionen Euro aus Bundesmitteln sollen den außerschulischen Polnischunterricht stärken. Was bedeutet das konkret für den Polnischunterricht in Deutschland?
Trump kündigt einen US-Rückzug aus dem Iran an, doch Teheran bestreitet Verhandlungen mit Washington. Polens Außenminister Sikorski betont bei einem Besuch in Kiew, die Ukraine kämpfe auch für das Recht Europas, in Frieden zu leben. In Jordanien trifft Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz König Abdullah und kündigt eine vertiefte Rüstungskooperation an. In Berlin startet die Ausschreibung für ein Denkmal, das an die polnischen Opfer der deutschen Besatzung erinnern soll. Und: Die polnische Fußballnationalmannschaft verpasst nach einer dramatischen 2:3-Niederlage gegen Schweden die WM 2026. In der Presseschau: die Kontroverse um mögliche Verlegung polnischer Patriot-Batterien in den Nahen Osten und die Debatte um staatlich subventionierte Treibstoffpreise. Im Magazin erinnert Wojciech Osiński an Pater Tadeusz Kirschke, den Kaplan von Radio Free Europe. Außerdem: eine Archiv-Sendung über polnische Volksinstrumente aus dem Jahr 1961.
Vier Jahre nach dem Massaker von Butscha hat eine Delegation der Europäischen Union der Opfer der russischen Besatzung gedacht. In der Stadt bei Kyjiw legten die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und die Außenminister der Mitgliedstaaten Blumen nieder. Polen wurde dabei von Außenminister Radosław Sikorski und Senatsmarschallin Małgorzata Kidawa-Błońska vertreten. An den Tankstellen ist es seit heute deutlich billiger – ein Liter Benzin oder Diesel kostet mehr als einen Złoty weniger. Im Magazin spricht Dr. Agnieszka Łada-Konefał vom Deutschen Polen-Institut über Jana Puglerins Buch „Wer verteidigt Europa?" und die Frage, ob sich der mentale Wandel in Deutschland nach der Zeitenwende tatsächlich vollzogen hat.
Ein polnischer Soldat ist im Libanon bei der Explosion einer Sprengfalle verletzt worden. Polen verlängert die vorübergehenden Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen bis zum 1. Oktober. Zum 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags besuchen Außenminister Sikorski und sein deutscher Amtskollege Wadephul die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Krzyżowa. In der Presseschau: Politische Polarisierung als größte Gefahr für Polens Stabilität, polnische Städte als Hotspots für Remote Work und der Abschied von Skisprung-Legende Kamil Stoch. Im Magazin spricht Jakub Kukla mit dem Grünen-Politiker und früheren Bundestagsabgeordneten Manuel Sarrazin über die Reparationsdebatte, konkrete Vorschläge für den deutsch-polnischen Dialog und darüber, warum der Zweite Weltkrieg in der polnischen Politik eher an Bedeutung gewinnen dürfte.
Kontroverse Thesen im Buch von Rossoliński-Liebe:
Unser Gast ist Małgorzata Bochwic-Ivanovska, Unterzeichnerin eines kritischen offenen Briefes polnischer Historiker und Intellektueller. Was genau kritisiert sie an „Polnische Bürgermeister und der Holocaust“?
Im Gespräch geht es um zentrale Kritikpunkte an der Studie: um Fragen der Methodik, die Auswahl der Beispiele und die Einordnung polnischer Verwaltungsbeamter im Kontext der deutschen Besatzung. UND wird der historische Kontext ausreichend berücksichtigt?
Polen bleibt NATO-Spitzenreiter bei den Verteidigungsausgaben. Die Regierung will mit einem Eilpaket gegen die stark gestiegenen Kraftstoffpreise vorgehen. Und: Basiert US-Präsident Trump seine Entscheidungen im Krieg gegen den Iran auf zweiminütigen Videomitschnitten? Mehr dazu heute im Infoteil. Außerdem: Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Über die Anfänge des Jugendprogramms der deutschen Redaktion, die Arbeit im Kalten Krieg, Schreibmaschinen, Tonbänder und den Umgang mit Zensur sprechen wir aus diesem Anlass heute mit dem langjährigem Leiter der deutschen Redaktion Jan Woźniak.
Polen verurteilt den russischen Drohnenangriff auf das historische Zentrum von Lwiw scharf. Ein Kloster aus dem 17. Jahrhundert brannte vollständig aus, Teile des UNESCO-Weltkulturerbes wurden getroffen. Warschau spricht von einem gezielten Angriff auf das gemeinsame kulturelle Erbe Polens und der Ukraine. Die Botschafter Frankreichs und Deutschlands besuchten gemeinsam die polnisch-russische Grenze – ein Signal der Sicherheitsvorsorge im Format des Weimarer Dreiecks. Die Spezialeinheit GROM bekommt einen neuen Kommandeur, und Polens Erste Dame rief im Weißen Haus zum Schutz von Kindern im digitalen Raum auf. Außerdem: mögliche Annäherung zwischen Präsident Nawrocki und Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz, Unterrepräsentation von Wissenschaft in sozialen Medien und Proteste gegen Missstände im Tierschutz. Im Magazin blicken wir auf zehn Jahre deutsch-polnisches Geschichtsschulbuch. Experten wollen das Projekt in Zeiten von Krieg und Desinformation wiederbeleben.
Die Lage in der Ukraine sorgt auch in Polen für Unruhe. Bei einem russischen Drohnenangriff ist gestern im historischen Zentrum der westukrainischen Stadt Lwiw ein Wohngebäude getroffen worden. Zudem ist eine Drohne in den lettischen Luftraum eingedrungen und dort explodiert – nach Medienberichten kam sie aus Russland. Ein ähnlicher Vorfall wurde auch aus Estland gemeldet. Mehr dazu gleich in den Nachrichten.
Außerdem im Magazin:
Die polnische Romantik und ihre Dichter. Warum übernahmen sie eine besondere Rolle für die Nation? Und weshalb wurden viele von ihnen ins Exil gezwungen – wo sie zunächst nichts veröffentlichen konnten?
Erst ein Ultimatum – dann die überraschende Kehrtwende: US-Präsident Trump stoppt Angriffspläne gegen den Iran. Was steckt dahinter? Und wie reagiert Teheran? Außerdem: Russische Spione mitten unter uns? Experten warnen – im Zweifel könnte sogar der eigene Nachbar ein Agent sein. Und: Ein Thema, das nicht verschwindet. Reparationen – seit Jahren wird darüber diskutiert. Wir sprechen mit dem deutschen Journalisten Thomas Urban.
Die Geschichte der Deutschen in Polen ist lang – und für viele von ihnen endete sie abrupt. Der Publizist Maciej Falkowski begibt sich in seinem Buch „Nasi Niemcy“ – „Unsere Deutschen“ – auf Spurensuche. Was dieses gemeinsame, oft verdrängte Erbe über unseren Blick auf Geschichte und aktuelle Gefahren in Europa verrät, darüber sprechen wir heute mit dem Historiker Marcin Wiatr.
Und wir berichten über den neuen Zyklus „Berlin w Warszawie / Berlin in Warschau“. Die Reihe versteht sich als Forum für schwierige, aber notwendige Gespräche über Vergangenheit und Gegenwart



