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Wiener Wissen
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Wiener Wissen

Author: krone.tv

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Wiener Wissen ist ein Podcast über die Forscher:innen und die Wissenschaft in der Weltstadt Wien. Woran wird geforscht, wo ist Österreichs Metropole führend - und was sind die neuesten Erkenntnisse in interessanten Bereichen? Hier bekommen Sie die Antworten. Alle 14 Tage gibt es eine neue Episode.
29 Episodes
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Die Überlebenschancen bei Krebserkrankungen im Kindesalter haben sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verbessert. Die St. Anna Kinderkrebsforschung arbeitet daran, diesen Fortschritt weiter voranzutreiben – aktuell wird an neuen Bluttests geforscht, die Rückfälle früh erkennen sollen und Kindern belastende Untersuchungen ersparen könnten.Ein kleiner Stich und wenige Milliliter Blut sollen künftig schmerzhafte Knochenmarkpunktionen und andere aufwendige Untersuchungen ersetzen. Genau daran arbeitet das Team rund um Sabine Taschner-Mandl in der St. Anna Kinderkrebsforschung im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts „Monalisa“. Die Tumorbiologin gibt im „Wiener Wissen“-Podcast einen Einblick in die aktuelle Studie. „Damit können wir die Lebensqualität und auch die Überlebenschancen der Kinder verbessern. Wir wollen für jeden einzelnen Patienten die beste Therapie und beste Diagnostik ermöglichen können“, so die Forscherin bei Elisabeth Oberzaucher.Der September ist internationaler Kinderkrebsmonat (Childhood Cancer Awareness Month). Die St. Anna Kinderkrebsforschung ist eine der renommiertesten Adressen weltweit, wenn es um Expertise bei Kinderkrebs geht und zu siebzig Prozent von Spenden finanziert.
Schnee um jeden Preis?

Schnee um jeden Preis?

2026-08-2328:34

Österreichs Skigebiete spüren den Klimawandel längst – und trotzdem wird weiter kräftig investiert. Wirtschaftssoziologin Valentina Ausserladscheider untersucht, warum selbst Betreiber besonders gefährdeter Skigebiete an ihrem Geschäftsmodell festhalten. „Sehr viele Skigebiete funktionieren nach wie vor top, machen wirklich tolle Gewinne“, sagt die Forscherin. Doch langfristig könnte genau das zum Problem werden. Der Grund ist nicht etwa, dass die Verantwortlichen den Klimawandel leugnen. Im Gegenteil: „nahezu keine Klimawandelleugner“ habe sie in ihren Interviews getroffen, erzählt Ausserladscheider im „Wiener Wissen“-Podcast bei Elisabeth Oberzaucher. Man wisse sehr genau, dass die Temperaturen steigen und der Schnee weniger wird. Trotzdem fließt das Geld weiter in Seilbahnen und Beschneiungsanlagen. Dahinter stecken kurzfristige Gewinne, bereits getätigte Millioneninvestitionen – und auch die Identität ganzer Regionen: viele Bergdörfer und Täler seien über Generationen vom Skitourismus geprägt worden. Besonders brisant wird die Frage beim Wasser. Schneekanonen brauchen große Mengen davon, während trockene Winter künftig selbst in den Alpen zu dauerhafter Wasserknappheit führen könnten. Dann werde es Prioritäten geben, warnt Ausserladscheider: „Das Trinkwasser wird sicherlich oberste Priorität haben.“ Ihr Fazit: Die Alpen brauchen mehr als technische Lösungen – sie brauchen ein Umdenken. Tourismusregionen könnten ihr Angebot diversifizieren, Saisonen verlängern und weniger abhängig vom klassischen Skibetrieb werden. Denn das eigentliche Problem liegt laut der Forscherin tiefer: „Es fehlen die Anreize, langfristig zu denken, und es wird nicht belohnt.“ Genau das sei angesichts eines Klimawandels, dessen Folgen über die Zeit schlimmer werden, ein großes Problem.
Die Klimakrise trifft nicht alle gleich. Im Podcast „Wiener Wissen“ macht Nachwuchswissenschaftlerin Tanja Lazic bei Elisabeth Oberzaucher darauf aufmerksam, dass Hitze besonders jene belastet, die ohnehin zu den Schwächsten der Gesellschaft gehören. Menschen in dicht verbauten Grätzeln, Wohnungslose oder Personen mit chronischen Erkrankungen seien der Hitze oft schutzlos ausgeliefert. „Diese Menschen dürfen wir nicht vergessen, wenn es ums Thema Hitze geht“, betont Lazic. Statt nur auf private Klimaanlagen zu setzen, brauche es mehr frei zugängliche Parks, Schattenplätze und öffentliche „Cooling Spots“ für alle. Gleichzeitig sieht die Forscherin in mehr Stadtgrün einen entscheidenden Teil der Lösung. Bäume sorgen für Schatten, kühlen ihre Umgebung und verbessern die Lebensqualität – gerade dort, wo die Sommer von Jahr zu Jahr heißer werden. Mehr Grün sei deshalb nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener. 
Die Versorgung von Menschen mit ME/CFS, einer schweren, chronischen Multisystemerkrankung, steckt in Österreich noch immer in den Kinderschuhen. Internistin und Gastroenterologin Corinna Geiger hat deshalb eine Online-Klinik gegründet, um Betroffenen den oft kräftezehrenden Weg in die Ordination zu ersparen. Im Podcast „Wiener Wissen“ spricht die Expertin über Versorgungslücken, Forschung und warum Telemedizin für viele Erkrankte der einzig machbare Weg ist. Die Versorgung von Menschen mit ME/CFS, einer schweren, chronischen Multisystemerkrankung, steckt in Österreich noch immer in den Kinderschuhen. Internistin und Gastroenterologin Corinna Geiger hat deshalb eine Online-Klinik gegründet, um Betroffenen den oft kräftezehrenden Weg in die Ordination zu ersparen. Im Podcast „Wiener Wissen“ spricht die Expertin über Versorgungslücken, Forschung und warum Telemedizin für viele Erkrankte der einzig machbare Weg ist. Neben der Versorgung sieht Geiger auch großes Potenzial für die Forschung. Die pseudonymisierten Langzeitdaten könnten künftig helfen, wirksamere Therapien zu entwickeln und Patientengruppen besser zu unterscheiden. Denn zugelassene Medikamente für ME/CFS gibt es bislang nicht. Gleichzeitig mahnt sie, die Diskussion über die genaue Zahl der Betroffenen dürfe nicht vom eigentlichen Problem ablenken. „Alle Spezialistinnen und Spezialisten, die sich damit auskennen, sind ausgebucht und haben teilweise jahrelange Wartezeiten„, betont sie. Ob es 80.000 Erkrankte seien oder mehr, spiele letztlich eine untergeordnete Rolle: „Es sind auf jeden Fall zu viele – und die Versorgung muss irgendwie mal beginnen.“
Wie können Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden? Der Mathematiker Jan Maly erklärt im „Wiener Wissen“-Podcast im Gespräch mit Elisabeth Oberzaucher, warum Bürgerbudgets die Demokratie stärken und Vertrauen in die Politik fördern können – und weshalb Wien bei der Umsetzung noch einiges von Amsterdam lernen könnte. Ob Spielplatz, Radweg oder Begrünung - bei sogenannten Bürgerbudgets entscheidet die Bevölkerung selbst mit, wofür öffentliche Gelder ausgegeben werden. Besonders wichtig sei dabei, dass möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen fair repräsentiert werden. Genau daran arbeitet der Informatikwissenschaftler gemeinsam mit Politikwissenschaftlern im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Digitalen Humanismus. Verbesserungspotenzial sieht Maly bei der praktischen Umsetzung. Während die Wienerinnen und Wiener sich erst auf der dafür eingerichteten Plattform registrieren und die ID Austria nutzen müssen, setzt Amsterdam auf einfache QR-Codes, mit dem Bürger direkt auf die Abstimmungsseite kommen. Zusätzlich werde dort gezielt in Stadtteilen geworben, in denen die Beteiligung noch niedrig ausfällt. „Niederschwelligkeit ist eigentlich das Wichtigste, es muss für die Leute so einfach wie möglich sein, da mitzumachen und sie müssen wissen, dass sie mitmachen können“, betont Maly. Kein Zufall also, dass Amsterdam weltweit zu den Städten mit den höchsten Beteiligungszahlen bei Bürgerbudgets zählt.
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