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Bellen, Bocken, Beißen

Author: Lisa Leuthard

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Description

Der tierärztliche Podcast rund um die Themen: Bewegungsapparat, Schmerzfreiheit und Verhaltensmedizin.
Die Gastgeberin des Podcasts ist Lisa Leuthard - Tierärztin und seit 15 Jahren mit eigener Tierarztpraxis in der Schweiz selbstständig.
Ihre Schwerpunkte liegen in der Chiropraktik, Akupunktur, Schmerzbehandlung und Verhaltensmedizin.
In diesem Podcast geht es darum, Tiere besser zu verstehen und sie durch passende Bewegung, Ernährung und Beschäftigung körperlich und geistig fit zu halten, damit Wohlbefinden nicht dem Zufall überlassen ist.
21 Episodes
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Wie entsteht zuverlässiges Verhalten und welche Rolle spielen Belohnung, Strafe, Wiederholung und gutes Management dabei? In dieser Folge spricht Lisa mit dem Verhaltenstierarzt und Hundetrainer Stefan Gronostay. Das Gespräch knüpft an die vorherige Folge über die vier Quadranten der Lerntheorie an und überträgt die theoretischen Grundlagen auf konkrete Situationen aus dem Hundealltag. Anhand von Rückruf, Jagdverhalten, Hundebegegnungen und Aggressionsverhalten erklären Lisa und Stefan, warum zuverlässiges Training lange vor der schwierigen Situation beginnt. Gewünschtes Verhalten braucht viele Wiederholungen, einen systematischen Aufbau und eine Belohnung, die für den jeweiligen Hund in diesem Moment wirklich lohnenswert ist. In dieser Folge erfahrt ihr unter anderem: • warum positive Verstärkung auch Emotionen und Beziehung beeinflusst • weshalb Rückruf unter Ablenkung systematisch aufgebaut werden muss • wie Management verhindert, dass unerwünschtes Verhalten weiter geübt wird • warum Strafe ein Verhalten hemmen kann, ohne seine Ursache zu verändern • weshalb das Bestrafen von Knurren gefährliche Scheinsicherheit schaffen kann • wie sichere Rückzugsorte und Alternativverhalten den Alltag erleichtern • warum nicht unsere Absicht entscheidet, was eine Belohnung oder Strafe ist • weshalb gutes Training ein Leben lang aufgefrischt werden muss Die wichtigste Botschaft: Gutes Training soll nicht nur sichtbares Verhalten unterdrücken. Es soll dem Hund Orientierung, Sicherheit und sinnvolle Handlungsalternativen geben. Die Grundlage dafür ist ein freundliches Zusammenleben, bei dem Mensch und Hund als Sozialpartner miteinander lernen.
Warum zeigen Tiere bestimmte Verhaltensweisen immer wieder, während andere mit der Zeit seltener werden? In dieser Solofolge erklärt Lisa die operante Konditionierung nach Skinner und die vier Quadranten der Lerntheorie. Dabei geht es darum, wie die Konsequenz auf ein Verhalten beeinflusst, ob ein Tier dieses Verhalten künftig häufiger oder seltener zeigt. Ihr erfahrt unter anderem: • warum „positiv“ und „negativ“ in der Lerntheorie keine Wertung sind • was positive und negative Verstärkung bedeuten • wie positive und negative Bestrafung funktionieren • welche Emotionen mit den verschiedenen Quadranten verbunden sein können • warum Timing, Klarheit und Vorhersehbarkeit im Training so wichtig sind • weshalb wild wechselnde Trainingsmethoden Tiere verunsichern können • warum eine Belohnung nicht einfach gegen einen stärkeren Reiz „aufgewogen“ wird Die vier Quadranten helfen dabei, das eigene Training bewusster zu betrachten: Was füge ich hinzu, was nehme ich weg und möchte ich ein Verhalten verstärken oder verringern? In der nächsten Folge vertieft Lisa das Thema gemeinsam mit dem Verhaltenstierarzt Stefan Gronostay und bespricht, wie gutes Training in der Praxis aussehen kann.
Was braucht ein Pferd, damit es neue Aufgaben nicht nur ausführt, sondern wirklich versteht und langfristig abspeichert? In dieser Solofolge spricht Lisa über Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft und darüber, was sie für den täglichen Umgang und das Training mit Pferden bedeuten. Im Mittelpunkt stehen drei wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen: Sicherheit, Aufmerksamkeit und Motivation. Ihr erfahrt unter anderem: • warum Pferde nicht planen, uns zu ärgern oder zu veräppeln • weshalb junge Pferde nur kurze Trainingseinheiten bewältigen können • wie Stress, Erregung und Aufmerksamkeit das Lernen beeinflussen • warum die Qualität einer Wiederholung wichtiger ist als ihre Anzahl • wie Pausen dem Pferd helfen, neue Erfahrungen zu verarbeiten • weshalb Neugier und Eigeninitiative wertvoller sind als bloßes Aushalten • wie positive Erfahrungen neue Wege im Gehirn festigen können Die wichtigste Botschaft: Pferde lernen immer. Gutes Training schafft deshalb einen klaren und sicheren Rahmen, in dem das Pferd aufmerksam, motiviert und aktiv am eigenen Lernprozess beteiligt sein kann.
Wie erkennt man wirklich gutes Heu? Wann lohnt sich eine Heuanalyse und was verändert sich, wenn Heu bedampft wird? Im zweiten Teil des Gesprächs mit Tierärztin und Fütterungsexpertin Eva Hiestand geht es um Heuqualität, Proteinversorgung und die unterschiedlichen Bedürfnisse von zu dicken, zu dünnen und älteren Pferden. Lisa und Eva sprechen außerdem darüber, warum Bewegung auch bei der Gewichtskontrolle eine zentrale Rolle spielt, weshalb ein Slow Feeding System nicht für jedes Pferd geeignet ist und warum kurze Fütterungsintervalle zusätzlichen Stress erzeugen können. In dieser Folge erfahrt ihr unter anderem: • woran ihr hygienisch gutes Heu erkennt • wann eine Heuanalyse sinnvoll ist • warum bedampftes Heu die Proteinversorgung beeinflussen kann • wie sich Fressdauer verlängern lässt, ohne zu viel Energie zuzuführen • weshalb dünne und alte Pferde frühzeitig genauer betrachtet werden sollten • warum ein altes Pferd nicht automatisch dünn sein muss • was Omega 3 Fettsäuren bei Arthrose leisten können und was nicht • weshalb Heu grundsätzlich vor dem Kraftfutter gefüttert werden sollte Die wichtigste Botschaft: Gute Pferdefütterung braucht keine schnellen Pauschallösungen. Entscheidend sind die Qualität des Grundfutters, die tatsächlichen Bedürfnisse des Pferdes und ein Management, das auch Verhalten, Bewegung und Gesundheit berücksichtigt. Mehr über Eva Hiestand und ihre Arbeit findet ihr unter pferdefuttercoach.ch
Braucht ein Pferd wirklich zahlreiche Müslis, Pülverchen und Zusatzfuttermittel? In dieser Folge spricht Lisa mit der Tierärztin und Fütterungsexpertin Eva Hiestand darüber, wie eine bedarfsgerechte Pferdefütterung aussehen kann. Gemeinsam gehen sie zurück zu den Grundlagen: sauberes Wasser, gutes Raufutter, Salz und eine passende Mineralstoffversorgung. Außerdem räumen sie mit verbreiteten Mythen rund um Mineralfutter, Elektrolyte, Salzlecksteine, Blutbilder und Haaranalysen auf. In dieser Folge erfahrt ihr: • warum Mineralfutter kontinuierlich gefüttert werden sollte • weshalb mehr Zusatzfutter nicht automatisch besser ist • wann Salz und Elektrolyte sinnvoll sind • warum eine gute Wasserversorgung oft unterschätzt wird • was Blutwerte über die Nährstoffversorgung aussagen können • weshalb eine Rationsberechnung unnötige Zusätze und Kosten vermeiden kann Die wichtigste Botschaft: Pferdefütterung muss nicht kompliziert oder besonders ausgefallen sein. Entscheidend ist, dass die Ration zum tatsächlichen Bedarf des Pferdes passt. Mehr über Eva Hiestand und ihre Arbeit findet ihr unter pferdefuttercoach.ch.
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