Apropos Psychologie!

Immer alles 1000-prozentig machen? Warum habe ich immer was an mir herumzumäkeln? Müsste ich nicht einfach mal genießen? Glücklich sein? Ich bin wie ich bin! Oder doch besser flüchten? Und wohin dann? … Wovor habe ich eigentlich Angst? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in Gesprächen mit Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches. Du erfährst aus erster Hand Tricks für ein einfacheres Leben, erhältst überraschende Einblicke in persönliche Erfahrungen und Entwicklungen und lernst eine ganze Menge darüber, wie wir manchmal ticken und warum. Alle zwei Wochen mittwochs neu.

Apropos ... Medienkompetenz!

TikTok, ChatGPT & Fake News: Wie steht es um die Medienkompetenz bei Teenagern und insgeheim - bei Erwachsenen? Wir alle bewegen uns gut und gerne in den Sozialen Medien, immerhin ermöglichen diese uns einen weltweiten Austausch. Information auf allen Kanälen, das birgt auch die große Gefahr der Überforderung und der Desinformation. In dieser Folge spreche ich mit Katarina Gruler – Lehrerin, Elterncoach und Expertin für Pubertät, Kommunikation und Medienkompetenz – über Chancen und Gefahren der digitalen Welt – für Jugendliche insbesondere. Wir diskutieren, warum Medienkompetenz heute eine Grundkompetenz ist, wie man sie fördern kann – in der Schule, zuhause und auch ganz persönlich. Kein „Nice to have“, sondern ein Muss „Medienkompetenz ist heute kein Nice-to-have mehr – sondern ein Muss, wenn wir unsere Kinder auf die Welt da draußen vorbereiten wollen“, sagt Katarina Gruler. Vielmehr als eine empfohlene Stundenzahl ist ihr der qualitative Umgang damit. Wischt das Kind sinnlos stundenlang auf dem Display herum oder nutzt es die Portale, um kreativ zu werden oder sich auszutauschen? Schneidet Sohnemann ein Video zusammen oder sucht Töchterchen nach Nachrichten auf mehreren Kanälen, sind digitale Medien eine Bereicherung. Fakt ist: Die Clique vor der Haustür von früher findet sich heute auf Gaming-Portalen. Aber man solle nicht gleich den Teufel an die Wand malen: „Gaming ist mehr als Spielen. Es ist ein sozialer Raum, wo es um Teamwork und Strategien geht. Und um Freundschaften“. Eltern sollten hinterfragen, welche Funktion das Kind sucht, ob es nach Ablenkung oder Anerkennung sucht.  Echte Erfolgserlebnisse schaffen Likes und Levels sind verführerisch, weil jeder Reiz neues Dopamin fördert. Wichtig zu wissen: der präfrontale Kortex ist bis Mitte 20 noch nicht ausgereift. Das heißt: Jugendliche können sich selbst noch nicht gut kontrollieren, somit ist die Suchtgefahr größer. Bleiben sie im Sog und im Realitätsverlust hängen, sollte man als Eltern aufmerksam werden. Um ihre innere Stärke zu fördern ist es gut, „abseits vom Bildschirm echte Erfolgserlebnisse zu schaffen“, empfiehlt sie. Und wie bekommen Eltern Zugang zu pubertierenden Kindern? „Indem sie um eine anerkennende Gesprächskultur schaffen, Interesse zeigen und nicht gleich meckern, sondern fragen welchen Influencer sie gerade schick finden“, so Gruler, die selbst Mutter von zwei Kindern ist und sich wünscht, dass das Fach Medienkompetenz in den Schulen eingeführt wird. Auch wenn es keine absolute Sicherheit über die Richtigkeit von Informationen gibt, gelte es, Kritikfähigkeit und Orientierung im Mediendschungel zu fördern, „damit unsere Kinder nicht Opfer, sondern aktive Gestalter werden. Die Jugendlichen wachsen in einer Welt voller Unsicherheit, aber auch voller Möglichkeiten auf. Wenn wir sie richtig begleiten, werden sie zu digitalen Pionieren mit Herz und Verstand“, blickt sie positiv in die Zukunft. Katarina Gruler ist Lehrerin, Elterncoachin, Expertin für Pubertät, Kommunikation und Medienkompetenz. Folge direkt herunterladen

12-24
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Apropos ... Cycle Breaker!

Wer bin ich? Auf der Suche nach uns steht die Selbstreflexion und die Akzeptanz dessen, was passiert ist. Marina Mantay wuchs in Russland auf und erfuhr von ihren Eltern weder Liebe noch Sicherheit. Trotz ihrer traumatisierten Kindheit hat sie dennoch den Weg zu einem gesunden und erfüllten Leben gefunden. So sagt sie es selbst - und möchte anderen Menschen Mut machen, die Opferrolle abzulegen und Verantwortung für sich zu übernehmen. Negative Muster durchbrechen „Cycle Breaker“ – so heißt Marinas autobiografisches Buch und gleichzeitig ihr Lebensmotto. Der Begriff beschreibt Menschen, die sich bewusst dazu entscheiden, negative familiäre Muster zu durchbrechen – trotz Traumatisierungen, Schmerz und schwieriger Herkunft. In dieser Episode schildert sie ihren Lebenslauf und Ängste, die sie im russischen Alltag und in ihrer Familie erfahren hat und mit denen sie gebrochen hat, als sie 14 Jahre alt war. Anfang der 1990er-Jahre kam sie nach Deutschland. Ihre Begegnungen und Reisen nach Vietnam, Indien und Amerika haben sie dunkle und helle Momente erfahren lassen und sie letztendlich zu dem gemacht, was sie heute ist: eine Frau, die zu eigener Stärke und ihrer ganz persönlichen Aufgabe gefunden hat. Jede Seele hat einen Auftrag, sagt sie, die ihren Leidensweg aus dem Trauma heraus in ein erfülltes Leben teilen möchte. Gelebte Traumabewältigung Körperarbeit, Spiritualität und psychotherapeutische Methoden haben sie zu sich selbst finden lassen. Auch schildert sie den schwierigen Umgang mit emotionalem Essen und den Wendepunkt nach Krankheit. Marina Mantay gibt nicht nur Einblick in ihren Lebenslauf, sondern liefert ein beeindruckendes Beispiel für gelebte Traumabewältigung und persönliche Transformation. In Indien hat sie sich zur Yogalehrerin ausbilden lassen. Die Ideen des Buddhismus begleiten sie. Heute ist sie Yoga-Lehrerin und parteiunabhängige Europabeauftragte. Marina Mantay spricht von der Kraft der Selbstliebe und Vergebung, der Schattenarbeit und des inneren Wachstums und der großen Dankbarkeit, die sie für die Menschen empfindet, die sie auf den Weg gebracht haben. Sie spricht über den Schmerz, die Transformation und die Kraft der Selbstermächtigung und hält ein großes Plädoyer für die Liebe, die Selbstliebe und die Liebe zu den Mitmenschen. Buchtipp: Marina Mantay: Cycle Breaker, Scorpio-Verlag 2025 Marina Mantay ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, zertifizierter Coach mit Schwerpunkt Traumatherapie und ausgebildete Yogalehrerin. Weitere Infos unter: www.marina-mantay.com, Instagram: @mantay.marina Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibt uns gerne – wir freuen uns auf den Austausch mit euch. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

12-10
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Apropos ... Biografiearbeit!

Wir alle werden in ein Milieu hineingeboren, wir wachsen mit Werten und Prinzipien auf. Unsere Prägungen machen aus uns, wer wir sind. Das kann uns im Weg stehen, aber auch positiv begleiten. Denn in uns schlummert oft sehr viel nicht erkanntes und ungenutztes Potential. In dieser Folge sprechen wir mit dem Verhaltenstherapeuten Paul Spychalski-Gosch über die Hürden und Möglichkeiten, wie wir mithilfe der Biografiearbeit unser Potential nutzen können. Vom Arbeiterkind zum Akademiker Der Blick zurück – er ist nicht unbedeutend. „Aber er muss nicht immer negativ sein“, sagt der Kieler Psychotherapeut, der selbst im sozialen Brennpunkt eines Arbeitermilieus groß geworden ist. Als Kind mit Migrationshintergrund bekam er all die Realitäten und Ungerechtigkeiten zu spüren, die weit entfernt sind von Chancengleichheit. Schon früh spürte er, wie kostbar das psychische Wohl des Menschen ist. In dieser Folge teilt Paul Spychalski-Gosch offen seine eigene Geschichte vom Arbeiterkind zum Akademiker und erklärt, warum es nie zu spät ist, sich selbst neu zu entdecken – jenseits von Stigmata, Schubladen und alten Rollenbildern. Er selbst machte zunächst eine Ausbildung zum Erzieher und schaffte es dann an die Uni zum Psychologiestudium. Heute ist er Diplom-Psychologe mit Schwerpunkten „klinische Psychologie“ und „Rechtspsychologie“.  Von Bindungserfahrungen und Generationen-Trauma In dieser Folge fragen wir danach, welche Rolle frühe Bindungserfahrungen spielen, soziale Herkunft und gesellschaftliche Narrative. Wir fragen nach unsichtbaren Hürden der Herkunft, nach Minderwertigkeitsgefühlen, Statusdenken und „Generationentrauma“. Und natürlich danach, wie sich alte Muster transformieren lassen. Dazu zeigt Paul Spychalski-Gosch Wege der Veränderung auf, wie mithilfe der Biografiearbeit alte Muster erkannt, verstanden und überwunden werden können. Die ganzheitliche Betrachtung liegt ihm am Herzen. In seiner Arbeit berücksichtigt er stets, den Menschen immer individuell in seiner kompletten Lebenswirklichkeit zu erfassen.  Sein Leitsatz: „Deine Geschichte ist dein Diener und nicht dein Meister“. Nutze das, was du erfahren hast für etwas Zweckdienlicheres, Sinnvolleres und Wertegeleitetes. Auch wenn sich Körper, Geist und Gefühle zunächst wehren: Es lohnt der Weg der kleinen Schritte.  Paul Spychalski-Gosch ist Erzieher, psychologischer Psychotherapeut und Diplom-Psychologe mit Schwerpunkten „klinische Psychologie“ und „Rechtspsychologie“. Mehr zu ihm findest du auf www.gedankenausmblog.de Feedback & Themenwünsche? Ich freue mich über deine Gedanken zur Folge – direkt auf blogweise.junfermann.de oder per Nachricht. Welches Thema möchtest du in einer kommenden Episode hören? Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

11-26
42:09

Apropos ... Liebe kinderleicht!

Warum verlieben wir uns eigentlich in genau diesen Menschen? Und was, wenn es nach einer Weile kriselt? Ein Paar besteht aus zwei Individuen mit ihren ganz eigenen Biografien und im Laufe des Lebens entwickelten inneren Kindern. Kommt die Beziehung aus dem Lot, liegt es daran, dass die in den Partner gesteckten Wünsche und Sehnsüchte nicht erfüllt werden. Wie wir unsere inneren Kinder versöhnen und Paarkonflikte lösen können, darüber spreche ich in dieser Folge mit dem Psychotherapeuten und Psychologen Roland Kachler. Vom Hänsel-und-Gretel-Vertrag Findet ein Paar zueinander, treffen zwei bedürftige und verletzte Menschen aufeinander, die in dem Partner das suchen, was sie vermisst haben. Die beiden gehen einen Hänsel-und-Gretel-Vertrag miteinander ein, weil sie etwas Gleiches erlebt haben. Einsamkeit oder Überforderung. „Sie sehen in dem anderen ein ideales Elternteil“, beschreibt es Roland Kachler.     Gegensätze ziehen sich an. Oder kommt Gleiches zu Gleichem? Die Kombi macht‘s. Gegensätze verheißen Abenteuer, Gleiches gibt Sicherheit. Aber: Die Idealisierung des anderen entpuppt sich als Illusion. Ein Paar ist erst dann reif, wenn es auf der Erwachsenenebene und auf Augenhöhe miteinander verbunden ist. „Dabei muss jedes Paar durch eine Phase der Enttäuschung“, so Kachler. Der Psychologe beschreibt, was notwendig ist: reflektieren, Eigenverantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen, die eigenen inneren Kinder erkennen und versorgen. Um sie zu erkennen, stehen der Paartherapie unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Möglich sind die Aufstellung einer sogenannten Timeline oder Imaginationsreisen, bei der beide Partner parallel in Trance versetzt werden. Wir sind geprägt durch Verletzungen der Eltern. Wird ein Partner durch sie zu stark begrenzt, heißt es, sich von Ihnen abzugrenzen. Dies durch eine klare Ansage: „Du gehörst nicht in unsere Paarbeziehung. Du gehörst der Vergangenheit an“. Somit erkennt der Partner, dass nicht er sich um die destruktiven Einflüsse kümmern muss. Paare müssen lernen, sich immer wieder neu zu verlieben. Dabei passiert es, dass sie ihre Sexualität neu entdecken. „Sexualität als Körpererfahrung ist eine wichtige Brücke“, weiß Kachler, der ein Plädoyer für die Einfachheit der Liebe hält. Roland Kachler ist Dipl.-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, Zertifizierter Transaktionsanalytiker (DGTA), Systemischer Paartherapeut, Supervisor, Hypno- und Traumatherapeut sowie langjähriger Leiter einer Psychologischen Beratungsstelle bis 2013, heute mit eigener psychotherapeutische Praxis. Buchtipp: Roland Kachler:  „Liebe kinderleicht – Innere Kinder versöhnen und Paarkonflikte lösen“, Junfermann Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

11-12
40:10

Apropos ... verborgene Talente entdecken!

Du machst deinen Job. Aber machst du ihn von Herzen gerne, erfüllt er dich, passt er zu deinen Talenten und Fähigkeiten? Oder machst du ihn, weil du damals eine erste Entscheidung getroffen hast oder deine Eltern dir den Beruf nahegelegt haben? Wenn du eine tiefe Sehnsucht spürst, dich beruflich zu verändern, bist du bei dieser Episode richtig. In dieser Folge spreche ich mit der Supervisorin, Karriere-Coachin und Transaktionsanalytikerin Andrea Landschof darüber, wie du deine Talente entdecken und für positive Veränderungen in deinem Leben nutzen kannst. Wichtig: Klarheit und Selbstvertrauen Andrea Landschof kennt den starken Wunsch der Klienten nach beruflicher Veränderung. Ob jemand neue Interessen entwickelt hat, in eine Führungsposition aufsteigen oder seine Soft Skills verbessern will – wichtig sind Klarheit, ein wenig Mut und Selbstvertrauen. Aber um neue Perspektiven zu gewinnen, heißt es, die Komfortzone zu verlassen und sich von alten Grundhaltungen zu verabschieden. Alte Antreiberdynamiken hinterfragen Alte Denk- und Fühlweisen treiben uns, wir passen uns an, agieren nach bestimmten Mustern. Wo erfülle ich alte Dynamiken, wo passe ich mich an, wo bin ich „der Fels in der Brandung“?  Diese Antreiberdynamiken gilt es, sich bewusst zu machen und ggf. abzustellen. Dazu werden in einem Realitätscheck Gewohnheitsmuster, Gefühle und Verhaltensweisen hinterfragt. Es geht in die Inventur: Was funktioniert, was behindert? Was brauchst du, wohin möchtest du? Mit Erinnerungsarbeit auf der Suche nach dem Flow Es geht auf Spurensuche nach versteckten Talenten. Die Erinnerungsarbeit macht bewusst, was noch in uns schlummert. Es wird danach geschaut, was man wirklich gerne, gut und mit Leichtigkeit tut, was wir als Kind schon gut und gerne machten. Die Crux dabei: das Talent von Angelerntem zu unterscheiden, denn nur weil ich etwas gut mache, muss ich es nicht automatisch gerne machen. Was aber geschieht in der echten Energie, im Flow? Mit Werkzeugen aus der Transaktionsanalyse geht es auf die Suche nach dem Selbstbild, nach neuen Grundhaltungen, gegenüber sich und der Welt im Ganzen, denn nur, was uns wirklich antreibt ist auch gut für uns. „Das Steuer wieder selbst übernehmen, darum geht es. Ziel ist es, nicht am Leben vorbei zu leben“, so Andrea Landschof. „Alles geschieht in Resonanz mit anderen“, so Landschof, die gerne Martin Gruber mit „Der Mensch wird am Du zum Ich“ zitiert. Wenn ich gut für mich sorge, bin ich auch für andere gut.        Andrea Landschof ist Karriere-Coach, Supervisorin und Transaktionsanalytikerin. In ihrer Arbeit greift sie zurück auf jahrelange Erfahrung in der beruflichen Fort-, Aus- und Weiterbildung sowie in der individuellen Talentförderung. Buchtipp: Andrea Landschof: Das bin ich!? Verborgene Talente entdecken und Veränderungen gestalten, Junfermann Verlag 2025, 2. Auflage Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

10-29
39:50

Apropos ... Impostor-Syndrom!

Du bist nie gut genug und hast ein schlechtes Gewissen, wenn du Applaus bekommst, weil er dir, in deinen Augen, nicht gebührt? Dann hast du vielleicht das Impostor-Syndrom, das so genannte Hochstapler-Syndrom, „welches eigentlich ein Tiefstapler-Syndrom ist“, sagt Mathias Maul, Therapeut und Unternehmenscoach, mit dem ich in dieser Episode über Menschen spreche, die glauben, ihre Erfolge nicht verdient zu haben – und ständig fürchten, als „Betrüger“ entlarvt zu werden. Fehlgeleitete Wahrnehmung perfektionistischer Menschen Das Impostor-Syndrom gilt aktuell als nicht krankheitswertige Störung: Es gibt keine klinische Einstufung, keine Diagnostik, keine Medikation und doch bestimmt es das Leben mancher Menschen so sehr, dass es Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Es sind gerade besonders fleißige, ehrgeizige und perfektionistische Menschen, die sich selbst oft ganz anders wahrnehmen, als es von außen vermuten lässt. Ihre Selbstzweifel bleiben meist im Verborgenen und werden selten offen ausgesprochen – stattdessen zeigen sie sich in Denk- und Verhaltensweisen, die auf Schüchternheit oder einen Minderwertigkeitskomplex schließen lassen. Der Vergleich zwischen Außen- und Innenwahrnehmung ist ein wichtiger Impuls, um aus dieser Dauerschleife herauszukommen, so Maul. Es kann hilfreich sein, innere Empfindungen mit äußeren Rückmeldungen abzugleichen – zum Beispiel durch Gespräche mit Publikum oder Kolleginnen. Therapeutische Ansätze reichen von der kognitiven Verhaltenstherapie bis hin zu Werkzeugen aus dem NLP. Mathias Maul zeigt nicht nur, wie sich das Syndrom äußert und welche Symptome typisch sind, sondern auch, wie ein konstruktiver Umgang damit gelingen kann. Menschen mit Impostor-Erleben schreiben Applaus nicht ihrer Fähigkeit zu, sondern eher der Höflichkeit des Publikums, beschreibt Maul. Sein Leitsatz zieht den Vergleich heran: „Der Applaus ist deiner, nur dein Gehirn glaubt es noch nicht so ganz“. Mauls Botschaft lautet: „Du bist nicht allein“. Das Impostor-Syndrom sei weit verbreitet und je mehr Stimmen laut werden, desto stärker rückt das Thema in die Öffentlichkeit: ein Thema, das weder auf die Management-Ebene noch auf Geschlechter beschränkt ist. Mittlerweile outen sich auch Prominente damit. Mathias Maul ist Linguist, Informatiker, Therapeut und Unternehmens- und Führungskräfte-Coach. Buchtipp: Mathias Maul: „Durchstarten als Coach, Praxisstrategien für ein erfolgreiches Business“, Junfermann-Verlag 2025  Webinar-Tipp: Du hast diese Podcast-Folge gehört und erkennst dich in den Beschreibungen wieder? Dann ist das Webinar mit Mathias Maul genau das Richtige für dich: „Hochstapeln leichter gemacht – vom Impostor-Syndrom zur souveränen Haltung“ bietet dir fundierte Einblicke in die Ursachen und Erscheinungsformen des Impostor-Syndroms – und vor allem konkrete Strategien, wie du besser damit umgehen kannst. Ob du selbst betroffen bist oder andere professionell begleitest: Dieses Webinar hilft dir, Hochstapler-Gefühle zu verstehen und deine Haltung nachhaltig zu stärken. 🗓 Donnerstag, 06.11.2025 | 11:00–12:30 Uhr 📍 Live-Stream via Vimeo 💶 49,00 Euro inkl. MwSt. 🎟️ Hier geht’s zum Ticket: https://planetpsy.de/live-webinare/webinar-hochstapeln-leichter-gemacht-06-11-2025 Folge direkt herunterladen

10-15
36:23

Apropos ... Woche der Seelischen Gesundheit!

Fast 50 Prozent der Menschen, die früher in Rente gehen, gehen aufgrund einer psychischen Erkrankung. Im Jahr 2023 waren es 42 Prozent.  An erster Stelle steht die Depression. Es kann jeden treffen und doch ist eine psychische Erkrankung immer noch tabu. Waltraud Rinke vertritt das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, das sich zum Ziel gesetzt hat, psychische Erkrankungen aus ihrem Stigma herauszuholen. Jeder Vierte ist betroffen Bundesweit erfüllt mehr als jeder vierte Erwachsene innerhalb eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Ein prominentes Beispiel ist Thorsten Sträter, der die Arbeit des Aktionsbündnisses unterstützt und zeigt, dass Betroffene trotz einer Depression mit all ihren Fähigkeiten mitten im Leben stehen. Aber: ihr Leid wird nicht gesehen. Vielmehr sehen sich Betroffene Vorwürfen gegenüber wie: Der will ja nicht arbeiten. Grüne Schleife seit 2019 Seit 2006 initiiert das Bündnis Projekte und Kampagnen, die von über 180 Organisationen, darunter Selbsthilfeverbänden und Verbänden aus den Bereichen Psychiatrie und Gesundheitsförderung, begleitet werden. Seinen Ursprung geht auf einen Aufruf zur Entstigmatisierung von Schizophrenie der World Psychiatric Association vor über 30 Jahren und der Gründung des Vereins Open Doors zurück. Das Aktionsbündnis ist der DGPPN, der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde angeschlossen. Seit 2019 ist die Grüne Schleife ein Zeichen für das Aktionsbündnis, bereits 400 000 wurden schon verteilt. Das Stigma ist wie eine zweite Krankheit Depression ist eine Volkskrankheit, sagt Waltraud Rinke. „Das Stigma, mit dem sie behaftet ist, ist wie eine zweite Krankheit“. Die Ausgrenzung betrifft letztendlich alle Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Wichtig sei, dass sich jeder einzelne hinterfragt, seinen Blick schärft und sein Bewusstsein schult im Verhalten gegenüber Menschen, die anders sind.    Nicht sichtbare Behinderung Das Problem: Psychische Erkrankungen gehören zu den nicht sichtbaren Behinderungen. Doch die Fassade trügt. Die Depression lähmt. Waltraud Rinke kritisiert inakzeptable Wartezeiten: Im Schnitt sind es 22 Wochen, die ein Betroffener auf einen Therapieplatz warten muss. „Bei einer akuten Depression ist das unverantwortlich“. Sie appelliert an alle - Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Mitmenschen - daran, Akzeptanz und Achtsamkeit gegenüber psychischen Erkrankungen zu entwickeln. Die Besonderheit des Aktionsbündnisses ist, dass es trialogisch ausgerichtet ist. Therapierende, Betroffene und Angehörige arbeiten gleichberechtigt zusammen. Einmal im Jahr findet eine Aktionswoche, auch unter dem Namen „Woche der Seelischen Gesundheit“ bekannt, statt. 2025 findet diese vom 10. bis zum 20. Oktober statt und steht unter dem Motto: „Lass Zuversicht wachsen – Psychisch stark in die Zukunft“. Infos zu Aktionen und Partnern auf der Homepage des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit unter www.seelischegesundheit.net Folge direkt herunterladen

10-01
30:45

Apropos ... Leben mit Schizophrenie!

Schizophrenie – das betrifft doch nur andere? Von wegen. Über 800.000 Menschen in Deutschland leben mit dieser psychischen Erkrankung – und jedes Jahr erkranken rund 12.000 junge Menschen erstmals daran. In dieser Folge sprechen wir offen, ehrlich und empathisch über das Thema Schizophrenie. Unser Gast ist Niko R.: Musiker, Schauspieler, Blogger – und Betroffener. Seit seiner Diagnose im Jahr 2006 hat er nicht nur tiefe persönliche Erfahrungen gemacht, sondern auch einen beeindruckenden Schatz an Wissen und Tools aufgebaut, den er in seinem Blog „Die Seele will gesund werden“ mit anderen teilt. Gemeinsam gehen wir vielen spannenden und bewegenden Fragen nach etwa, was Schizophrenie eigentlich ist, wie es sich anfühlt, mit ihr zu leben oder was Kreativität und Spiritualität mit ihr zu tun haben. Niko stellt seine ganz persönliche Strategie vor, mit denen er die Psychose im Griff hält. Wir sprechen über unterschiedliche Realitäten, über Zukunftstagebücher und Gedanken-Tricks, über Heiß-Kalt-Duschen, Sport und Therapien. Niko ist zwar kein ausgebildeter Psychologe, doch hat er seinen Blog reichlich bestückt mit Empfehlungen und über 42 Tools, die Betroffenen helfen, ihren Alltag zu managen, auch wenn Zwangsgedanken immer wieder auftauchen. Dabei hilft ihm auch sein unerschütterlicher Glaube an Gott und der feste Wille, sich nicht aufzugeben. Er weiß: „Auch mit Schizophrenie kann ich ein glückliches Leben führen“. Blog von Niko: Die Seele will gesund werden – Gedanken über ein erfolgreiches Leben mit Schizophrenie Weitere Infos zu Schizophrenie: Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, DGPPN Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

09-17
36:37

Apropos ... Tochter sein!

Warum ist die Beziehung zur eigenen Mutter oft so emotional aufgeladen – selbst im Erwachsenenalter? In dieser Podcast-Episode tauchen wir mit der Familienberaterin und Mediatorin Christiane Yavuz tief in die besondere Verbindung zwischen Müttern und Töchtern ein. Sie lädt ein, die eigene Rolle als Tochter zu reflektieren. Diese Episode richtet sich an alle Frauen sowie Männer, die sich oft unverstanden, überfordert oder schuldig fühlen im Kontakt mit ihrer Mutter und die den Wunsch haben, alte Muster zu durchbrechen und neue Wege zu gehen. Das Herzstück der Episode besinnt sich auf eine Selbstentdeckungsreise – hin zu einer reifen, gleichwertigen Beziehung zur Mutter. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Verstehen, Abgrenzung, Verbundenheit und die Entwicklung innerer Stärke. Sieben Fixsterne helfen bei der Orientierung, neues Potenzial aus sich selbst und der Beziehung zur Mutter zu schöpfen. In dieser Folge erfährst du, warum die Mutter-Tochter-Beziehung oft von ambivalenten Gefühlen geprägt ist, welche Bürden das Frausein historisch gesehen mit sich bringt, welche Konflikttypen es gibt und wie du deinen eigenen erkennst, wie du emotionale Dynamiken zwischen dir und deiner Mutter verstehst und auflöst, warum die Rolle als Tochter Einfluss auf deine Lebensentscheidungen nimmt, wo deine persönlichen Spielräume für Veränderung liegen – und wie du deine eigenen Grenzen erkennen und respektvoll kommunizieren kannst. Du erfährst auch, dass es Grenzen gibt: Mütter der Kriegs- und Nachkriegsgeneration sind oftmals stark vorbelastet und traumatisiert und nicht mehr in der Lage, sich einer Veränderung anzunehmen. Dann heißt es, stille Sehnsüchte - etwa nach mehr Geborgenheit der Mutter - aufzugeben. Christiane Yavuz ist Familienberaterin, Coach und Mediatorin und hat aus ihrer praktischen Erfahrung heraus Methoden entwickelt, wie Mutter und Tochter eine gute Balance zueinander finden können.   Buchtipp: Christiane Yavuz, „Tochter sein auf Augenhöhe“, Kösel-Verlag 2025, https://www.christianeyavuz.de/buch Checkliste „Was braucht es, um endlich mit deiner Mutter klar zu kommen?“ https://l25w5uj5.sibpages.com/ Website: https://www.christianeyavuz.de/ Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

09-03
43:39

Apropos ... Verbindung & Verbundenheit!

Auf der Suche nach echtem Kontakt: In einer Welt voller Reize, Impulse und ständiger „Einladungen zum Dabeisein“ verspüren viele Menschen dennoch eine tiefe innere Leere. Einsamkeit, Entfremdung und der Verlust echter Nähe bestimmen zunehmend unser Lebensgefühl. Warum fällt es uns so schwer, wirklich in Verbindung zu treten – mit anderen und mit uns selbst? Keine Nähe trotz sozialer Medien In dieser Episode spreche ich mit Karin Kiesele, Coach und Trainerin für Karriereentwicklung insbesondere für Führungskräfte, über das Verlorensein trotz angeblicher Nähe, darüber, wie wir inmitten von sozialen Medien, Netzwerken und Terminkalendern das Gefühl verlieren, wirklich gesehen und miteinander verbunden zu sein. Ich spreche mit ihr über die zunehmende Unverbindlichkeit – eine neue Normalität, die unserem Bedürfnis nach echter sozialer Nähe entgegenwirkt. Oberflächliche Kontakte und das Streben nach Unabhängigkeit stehen echten Beziehungen oft im Weg. Selbstreflexion und Mitgefühl Da muss kein großer Wumms passieren, sagt sie. Kurze Momente der Selbstreflexion helfen, zurück zu sich selbst zu finden. Wo stehe ich, was möchte ich? Karin Kiesele erklärt, wie du in kleinen, achtsamen Schritten herausfindest, wo du emotional, sozial und existentiell stehst. Mitgefühl für dich selbst und Empathie für andere spielen dabei eine fundamentale Rolle. Freundschaften hinterfragen und ehrliche Verbindungen zulassen Sie gibt Impulse und nennt praktische Anregungen zu mehr Selbstakzeptanz, Resonanz und Empathie, die helfen können, echte Nähe zuzulassen. Wie kannst du Beziehungen bewusst gestalten? Wir lenken den Blick darauf, Freundschaften zu hinterfragen und tiefe, ehrliche Verbindungen zuzulassen – im Einklang mit dem, was dir wirklich guttut. Diese Folge ist eine Einladung zur Innenschau, zur bewussten Auseinandersetzung mit deinen Bedürfnissen nach Nähe, Sinn und Zugehörigkeit. Lass dich inspirieren, deinen Platz im Miteinander neu zu entdecken. Karin Kiesele ist Expertin für Coaching und Leadership, studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Buchautorin Buchtipp: Karin Kiesele: „Verbindung – Wie wir Nähe zulassen und echte Beziehungen gestalten“ Eine Inspirationsquelle für alle, die sich nach Veränderung, Tiefe und echtem Ankommen sehnen. Junfermann Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

08-20
42:15

Apropos ... Innere Stärke entdecken!

Um emotionale Stabilität geht es in dieser Folge, in der ich mit der Achtsamkeits- und MBSR (Mindfulbased Stress Reduction)-Lehrerin Doris Kirch spreche. Schaffe dir ein stimmiges Mindset, um belastende Gemütszustände und Depressionen dauerhaft zu überwinden -lautet unser Untertitel. Es geht ums heilsame Sein, darum, den Weg der Mitte finden. Doris Kirch praktiziert eine an den Buddhismus angelehnte Lebensform und lebt inmitten eines Parks zwischen dem Gezwitscher der Vögel. Stress ist für Sie kein Thema mehr – nur insofern, dass sie ihr Wissen darüber, ihn zu überwinden, mit der Menschheit teilen möchte. Tiefergreifende Achtsamkeit, nicht Aufmerksamkeit! Sie erläutert die buddhistische Praxis der Achtsamkeit, wie sie in Form eines anerkannten Programms zur Stressreduktion den Siegeszug nach Deutschland angetreten ist und mittlerweile von den Krankenkassen unterstützt wird. Im Weiteren stellt sie ihre Erweiterung zur gelehrten MBSR vor. Diese viel tiefer greifende Achtsamkeit ist nicht zu verwechseln mit Aufmerksamkeit. Sie ist eine Lebensform mit einer philosophischen und psychologischen Ausrichtung, die unter anderem beinhaltet, so umsichtig zu leben, dass man sich selbst und andere nicht schädigt. „Darin geht um eine freundliche und vorurteilsfreie Betrachtung dessen, was gerade geschieht und darum, Dinge so zu erleben, als wäre man ein Kind, unvoreingenommen von den Prägungen, die es im Laufe des Erwachsenwerdens erfahren hat“. Das Gehirn neu vernetzen Im Weg aber stehen Gelerntes und Automatisiertes, Erfahrungen, die uns geprägt und tiefe Spuren in unserem Gehirn hinterlassen haben. Diese gilt es, neu zu verknüpfen. Raus aus dem „Thinking in the Box“, sagt sie, weg von den ständigen Wiederholungen, die uns ein Leben lang geprägt haben. In ihrem 12-wöchigen achtsamkeitsbasierten Online-Coaching „Stärker als du glaubst“ geht es darum, Denk-, Fühl- und Handlungsweisen zu reflektieren und das Gehirn mittels Übungen und Meditationen so zu trainieren und zu verknüpfen, dass es fähig ist, neue achtsamkeitsbasierte Prinzipien (u.a. „Beobachten, ohne zu bewerten“, „Grenzen setzen, ohne andere zu verletzen“) zu verinnerlichen. Diese können in einem weiteren 33-monatigen Programm vertieft und in allen Lebensbereichen umgesetzt werden.   Doris Kirch ist Achtsamkeits- und MBSR-Lehrerin und Gründerin des Deutschen Fachzentrums für Achtsamkeit (DFME). Seit 1999 hat sie gemeinsam mit ihrem Dozententeam Hunderte von Achtsamkeitstrainern in der von ihr entwickelten TARA Achtsamkeitstrainer-Ausbildung ausgebildet. Das Online-Coaching-Programm „Stärker als du glaubst“ ist ein 12-Wochen-Programm, das auf einer erweiterten Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion. In Erweiterung dazu gibt es ein begleitendes 33-Monats-Programm, in dem die Teilnehmer angeleitet werden, neue Leitsätze mit Hilfe von Meditationen und Übungen im Alltag umzusetzen. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

08-06
51:16

Apropos ... Loslassen!

Loslassen: Das ist nicht einfach, selbst wenn man spürt, dass es Zeit wäre, sich von etwas zu trennen. Wer diesen Gedanken hat, „für den ist die Entscheidung längst gefällt“, sagt der Psychologe und Philosoph Dr. Gerhard Helm. Loslassen hat nichts mit Scheitern zu tun In alten Strukturen, dem Job oder auch einer Beziehung zu verbleiben, die einem nicht mehr guttut, kostet zu viel Energie, als sich mit Schwung Neuem zuzuwenden. „Loslassen hat nichts mit Scheitern zu tun“, klärt der Leiter der Münchner Akademie für Business Coaching auf. Er selbst hat schon als Schüler erfahren, was ein „Loser“ ist, weil sein Lehrer ihm eher wenige Qualitäten zuschrieb. Das Leben ist ein Abenteuer Das Leben ist ein Abenteuer, lautet seine Botschaft. Dazu macht er Mut, neugierig zu bleiben und sich nicht im Perfektionismus und zu hohen Ansprüchen zu verlieren. „Loslassen macht frei, auch wenn es Unsicherheiten mit sich bringt.“ Wissen ist der Feind der Neugierde Wir sind Mitarbeiter eines Systems. Wir sind in Arbeitsprozesse, die der Produktion unterliegen, eingebunden. „Aber weil wir uns normieren, geht sehr viel an wertvollem Potential verloren. Das beginnt schon in der Schule und begleitet uns in der Arbeitswelt. Dabei ist Wissen der Feind der Neugierde. Wir überbetonen die Sicherheit und halten an Altbewährten fest, was Leid erzeugen kann“, sagt er.  Philosophie in der Arbeitswelt Man muss nicht alles wissen, auch nicht als Fachkraft, macht Dr. Helm Mut, sich auf einen kreativen Prozess einzulassen. Gleichzeitig appelliert er daran, philosophische und psychologische Gedanken stärker in die Arbeitswelt mit einzubinden. Aristoteles und Sokrates haben vorgemacht, wie ein lebendiger Austausch miteinander uns selbst und unsere Gesellschaft positiv formen können.   Dr. Gerhard Helm ist Diplom-Psychologe und Doktor der Philosophie, Gründer und Leiter der Münchner Akademie für Business Coaching. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

07-23
38:57

Apropos ... deine Innere Mutter!

In dieser Folge von Apropos Psychologie spreche ich mit der Psychologin und Psychoanalytikerin Nadiya Kroshka über ein tief bewegendes Thema: die innere Mutter – unsere innere Stimme, die Art, wie wir mit uns selbst sprechen und wie wir uns selbst Halt geben können. Sie gibt zentrale Impulse zur Nachbeelterung, Selbstfürsorge und Heilung alter Wunden. Warum hast du keine 1 geschrieben? Wer oder was ist unsere innere Mutter und warum ist sie so wichtig? Sie poppt immer wieder in uns auf, begleitet uns mit Sätzen wie: „Warum hat du keine 1 geschrieben?“, „Das kannst du nicht!“ oder „Die Klügere gibt nach“. Näher betrachtet wirken Ängste, Werte und Einstellungen in uns, die über Generationen weitergegeben wurden und uns geprägt haben. Nadiya Kroshka erklärt, wie elterliche Projektionen in unser Leben hineinwirken, bis hinein in unsere Beziehungen. Sie erläutert, welche inneren Muttermodelle wir in uns tragen und wie sie unser Selbstbild und unsere Beziehungen beeinflussen. Innere Fürsorge und Glaubenssätze anpassen Was brauchen wir, um innere Fürsorge zu lernen und uns aus alten Glaubenssätzen zu befreien? Wir werfen einen Blick darauf, wie wir erkennen, welche Glaubenssätze uns guttun und von welchen wir Abstand nehmen dürfen, weil sie nicht zu uns gehören. Auch die Rückbesinnung auf die fürsorgliche und liebende Mutter, deren Stimme uns leiten darf, soll Thema sein. Selbstmitgefühl, Selbstwert, Selbstbeziehung Welche Rolle spielt Selbstmitgefühl – und wie stärken wir unseren Selbstwert nachhaltig? Dazu spricht Nadiya Kroshka über die häufigsten emotionalen Belastungsschemata und erklärt, was wir von einer nicht perfekten Mutter – wer ist das schon? - lernen können. Sie zeigt auf, wie wir über Selbsterkenntnis, Therapie und Methoden unsere Selbstbeziehung liebevoll gestalten können. Nadiya Kroshka ist Dipl.-Psychologin und Psychoanalytikerin (DGIP), Gruppenanalytikerin mit eigener Praxis und Erfahrung in der Jugendhilfe. Sie stammt aus der Ukraine und ist spezialisiert auf die Behandlung früher, oft  vorsprachlicher Störungen Buchtipp: Nadiya Kroshka ist Autorin des Buches „Deine innere Mutter. Wie du lernst, dir das zu geben, was du brauchst“, Schattauer Verlag, 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

07-09
27:58

Apropos ... Co-Abhängigkeit!

Schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig. Ist ein geliebter Mensch süchtig, trifft es auch den Menschen an seiner Seite. Man möchte helfen, weiß aber nicht wie. Wer da nicht auf sich selbst schaut, gerät in eine Co-Abhängigkeit. In dieser Folge geht es um Angehörige von Suchterkrankten, die in der Regel ohnmächtig danebenstehen. Zu Gast ist Till Roderigo, Psychologe und Psychotherapeut mit Schwerpunkt Suchttherapie. Seine wichtigste Empfehlung lautet: „Zur eigenen Blüte finden“. Es braucht Mut, aber: es gibt Anlaufstellen Oft spüren Bezugspersonen von Suchterkrankten, dass sie nicht helfen können und sich selbst stark belasten. Scham und Schuld spielen eine große Rolle, denn Sucht ist auf beiden Seiten mit einem Stigma und vielen Klischees behaftet. Umso mehr Mut erfordert es, aus ihr und auch der Co-Abhängigkeit herauszuschreiten und eine Therapie oder Beratung anzustreben. Wartezeiten erschweren den Veränderungsprozess. Eine gute Anlaufstelle ohne Wartezeiten sind die Suchtberatungsstellen, die in Deutschland flächendeckend zu finden sind. Symptome von Sucht Ab wann aber ist es eine Sucht? Die Grenze ist schwer zu ziehen, sagt Roderigo. Sind körperlicher Entzug, starkes Verlangen („Craving“) oder ein Kontrollverlust über den Konsum spürbar, können das erste Anzeichen sein. Ein Signal aber ist in jedem Fall „ein Gefühl der Irritation, das ernst genommen werden sollte“. Im Konsum können Angehörige nichts tun! Für Angehörige mag seine Erkenntnis erschütternd wirken, aber Fakt ist: „Solange die Person konsumiert, können Sie als Angehörige:r nichts tun!“ Erst wenn die Sucht als Problem erkannt wird, können Angehörige in Aktion treten, ihn bestärken und unterstützen. „Im Konsum geht das nicht“, ist er ganz klar. Auch diese Ratschläge hält er parat: Weder Vorwürfe machen, noch Diagnosen stellen, nicht überzeugen wollen. „Das führt nur zu Verletzungen und baut die Mauer weiter auf.“ Wege aus der Co-Abhängigkeit: Zur eigenen Blüte finden Ein guter Weg sei zu reflektieren, zu schauen, was einem selbst guttut; zur eigenen Blüte zu finden, sich nicht aufopfern zu wollen für das Leben des süchtigen Partners, der nicht aus seiner Sucht heraus möchte. Sich auf eigene Lebensinhalte zu fokussieren und mit gutem Beispiel voranzugehen, könne schließlich den süchtigen Partner viel eher motivieren, als ein Kreisen in der Negativschleife. Roderigo nennt zwei wichtige Leitplanken: Eigene Gefühle wahrnehmen und benennen. Wut, Trauer, Angst, Verzweiflung und Schamgefühl dem Partner oder auch den süchtigen Eltern mitteilen und ihnen selbstbewusst gegenübertreten. Des Weiteren klärt er auf zu Entzug, Entgiftung und Entwöhnung sowie den Möglichkeiten der Ambulanten Psychotherapie als erste Weichenstellung oder ergänzende Begleittherapie im Rahmen einer Entwöhnungsbehandlung an der Suchtberatungsstelle. Till Roderigo ist Psychologe und Psychotherapeut für Verhaltens-, Kurzzeit- und Gesprächstherapie mit Schwerpunkt Suchttherapie sowie Entspannungsverfahren Buchtipp: Till Roderigo, „An der Seite der Sucht“, Schattauer-Verlag 2025 Folge direkt herunterladen

06-25
48:11

Apropos ... Macht und Mikropolitik!

Macht begegnet uns überall – im Büro, in der Familie, in Freundschaften. Doch oft bleibt sie unsichtbar oder wird mit negativen Eigenschaften wie Manipulation, Kontrolle und Egoismus verknüpft. Besonders in männlich dominierten Führungsetagen sind narzisstische und machiavellistische Strategien nach wie vor weit verbreitet – und behindern echte Gleichberechtigung. Mit Doris Cornils spreche ich über Stereotype und Insignien der Macht, teure Uhren und Fensterfronten, über informelle Macht, Netzwerken und Authentizität sowie darüber, wie wir friedvoll und machtvoll unterwegs sein können. Wir stellen die Methode „Friedvoll machtvoll unterwegs sein“ vor, ein Ansatz, der hilft, sich mit der eigenen Macht zu versöhnen, sie bewusst zu nutzen und gleichzeitig authentisch, empathisch und klar zu bleiben. Doris Cornils erläutert die Zusammenhänge in der Persönlichkeitsforschung von Narzissmus, Machiavellismus & Psychopathie. Wie können insbesondere Frauen – aber auch Männer – neue Wege finden, mit Macht umzugehen, jenseits alter Hierarchien und Stereotype? Um authentisch und positiv kommunizieren zu können, müssen wir lernen, geschlechtsspezifische Dynamiken, destruktive Machtspiele und Kommunikations-Codes zu erkennen und so mit Hilfe der Positiven Psychologie Stärken benennen und Blockaden auflösen. Positive Psychologie und ehrliche Kommunikation sind der Schlüssel zu echter Veränderung. Macht ist nicht das, was man hat, sondern was man tut: Diese Folge ist für alle, die neugierig sind auf eine Transformation der Arbeitswelt, die „friedvoll machtvoll“ auf Augenhöhe, Authentizität und Kommunikation basiert. Doris Cornils ist Sozialökonomin, Coach, Trainerin und Unternehmensberaterin und mit ihrem Programm „Friedvoll machtvoll“ unterwegs. https://www.doriscornils.de/ Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

06-11
41:41

Apropos ... das Innere Team!

Was ist da los in uns? Wir möchten uns entscheiden und ständig melden sich innere Anteile zu Wort, die sich im schlimmsten Fall rivalisieren. Im besten Fall arbeiten sie im Einklang miteinander und wir spüren sie nicht. Die Psychotherapeutin Dagmar Kumbier erklärt, wie wir in uns selbst ein gutes Betriebsklima schaffen können und welche Methoden dafür bereitstehen. Am Institut für Integrative Teilearbeit in Hamburg arbeitet sie zur Aktivierung der inneren Ressourcen mit dem so genannten Integrativen Modell des Inneren Teams. Es hilft der Blick auf die inneren Wächter und ein freundlicher Blick auf uns selbst  Die wichtigste Botschaft zuerst: Es hilft der freundliche Blick auf uns selbst. „Wir sind nicht perfekt und das ist in Ordnung so“, sagt die Psychotherapeutin. Letztendlich wollen alle Anteile in uns nur das Beste für uns. Aber: wir müssen ihnen auf die Schliche kommen. Dabei spielen die Wächter in uns eine entscheidende Rolle. Sie wollen uns schützen. Ein Wächter kann Perfektionismus sein, den jemand entwickelt, aus der Angst heraus, kritisiert zu werden. Oder der Wächter ist das Samariter-Syndrom, immer und überall helfen zu wollen in der Hoffnung, dass mir keiner etwas tut.   Keine Biografie ist frei von Verletzungen „Keine Biografie ist ohne Verletzungen. Wir alle haben kleine Verletzungen bis hin zu schweren Traumata erfahren“, sagt sie, aber auch, dass wir freie, unbefangene Kinder in uns tragen, die wissen, was uns guttut. Die verletzten Teile zu entdecken, gilt es  - mit ihnen in Kontakt zu kommen, nicht gelebte Gefühle plötzlich äußern zu können, sich ihnen zuzuwenden und in Einklang zu bringen mit denen, die zerstörerisch wirken. Dabei hilft eben auch der freundliche Blick auf sich selbst, „damit sich die Teile in uns entspannen und zusammenarbeiten können“.    Das Integrative Modell des Inneren Teams bringt Anteile in Balance Die Arbeit mit dem Integrativen Modell des Inneren Teams greift auf einen umfangreichen Methodenkoffer zurück, der die Ganzheitlichkeit im Blick hat. Das kann die Arbeit mit inneren Bildern sein oder eine Aufstellung von Figuren. Die Methoden ermöglichen viele Wege, „weil jeder von uns anders gestrickt ist und unter dem Bann alter Erfahrungen innere Kinder entwickelt hat. Mit ihnen kann ein Weg gefunden werden, der alle inneren Team-Mitglieder mit ins Boot holt und uns lebendiger machen kann“, weiß Dagmar Kumbier.   Dagmar Kumbier: ist Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Gründerin des IfiT, dem Institut für integrative Teilearbeit in Hamburg, wo sie am und mit dem Integrativen Modell des Inneren Teams arbeitet. Buchtipp: Dagmar Kumbier, „Wie dein Inneres Team tickt -  Innere Anteile verstehen - Ressourcen aktivieren - Konflikte lösen “, Klett Cotta-Verlag 2024.  Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

05-28
26:21

Apropos ... Myndpaar!

Paartherapie – mal nicht auf der Psycho-Couch, sondern digital über eine App. Dass die psychotherapeutische (Paar)begleitung in Form einer App funktioniert, zeigen der Psychotherapeut Ulrich Wilken und seine Tochter Leonie Wilken, die mit Myndpaar eine Beziehungs-App entwickelt haben, die überwiegend positives Feedback erfährt. Die App bietet auf wissenschaftlicher Basis entwickelte Module, die zur Selbstreflexion einladen, um wieder mehr Vertrauen in das Leben und in Beziehungen zu bekommen. Ulrich Wilken, Vorsitzender des Instituts für systemische Studien in Hamburg, schöpft aus über 40 Jahren therapeutischer Erfahrung und mehr als 10.000 therapeutischen Fällen, die ihm in seiner Praxis begegnet sind. Digital statt analog: Die psychotherapeutische App-Begleitung will keine klassische Therapie ersetzen. Sie ist eine Ergänzung oder auch ein für sich stehendes Tool für alle, die ihren Status Quo in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen erkunden, bestärken oder verändern möchten. Entwickelt haben die beiden die Myndpaar-App, um der gewaltigen Nachfrage nach psychologischer Beratung entgegenzukommen. Praxen kommen kaum hinterher, Wartezeiten für einen Termin sind extrem lang. „Das wird sich noch verstärken“, so Ulrich Wilken mit Blick auf die Zukunft. Die Myndpaar-App besteht aus Modulen mit über 1400 Fragen, Reaktionen und Antworten, Aufgaben und Übungen aus der klassischen Psychotherapie, mit denen der User in Konversation geht. Je nach Antwort, wird er im modularen System weitergeführt. Aus seiner Erfahrung heraus weiß Wilken, dass sich trotz der unterschiedlichen Lebensgeschichten ähnliche Muster abbilden, die über das Frage- und Antwort-System geführt werden können. Die App ist kein Ratgeber. Seine Erfahrung hat ihn gelehrt, dass es nicht um eine unmittelbare Lösung geht, sondern um einen tiefen Blick in sich hinein, „zu schauen, was da unbewusst aufrechterhalten wird, was den Menschen hindert, Veränderungen anzustoßen.“ Es gilt, die Bedingungen zu erforschen, „das Emotionale, was dazwischensteht und immer wieder das Leid aufrechterhält“. Um aus der Dauerschleife heranzukommen, „hilft nur der andere Blick auf die Welt“, sagt der Psychologe.  „Fast alle Probleme lassen sich darauf zurückführen, ob sich jemand bedingungslos geliebt gefühlt hat oder fühlt, er Vertrauen in die Liebe und ihre Beständigkeit entwickeln konnte. Ein Großteil der Menschen hat diese Erfahrung nicht gemacht.“ Das erfordert Mitarbeit, auch mit der App, die sich nicht nur an Paare, sondern an jeden richtet, weil die Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen zu führen, immer die Aufarbeitung eigener Themen bedeutet. Eine Paarbeziehung ist nicht das Nonplusultra: Durchaus kann es sein, dass jemand feststellt, dass er allein sehr viel glücklicher ist und besser zurechtkommt. „Und das ist gut so“, so Wilken. Ziel der App ist, die Fähigkeit für zwischenmenschliche Beziehungen zu fördern, denn die sind laut Harvard-Studien immens wichtig für die psychische und physische Gesundheit.   Nicht zuletzt möchten die beiden psychische Erkrankungen aus ihrer Tabuzone holen und mit der App die Menschen in Kontakt bringen – auf den Werten von Achtung, Wertschätzung und Respekt. Ulrich Wilken ist Diplom-Psychologe, psychologischer Psychotherapeut, Dozent und Therapeut mit eigener Praxis sowie Leiter des Instituts für systemische Studien in Hamburg. Leonie Wilken hat Marketing und Finance sowie International Management studiert und mit ihrem Vater 2021 die Myndpaar-App entwickelt. Folge direkt herunterladen

05-14
39:13

Apropos ... Seelsorge in Ausnahmezuständen!

Triggerwarnung: In dieser Folge spricht Marion mit zwei Mitarbeiterinnen von den Maltesern über ihre Notfallseelsorge während der Ahrtal-Flutkatastrophe. Die besprochenen Themen beinhalten Schilderungen von traumatischen Erlebnissen und emotional belastenden Situationen. Hört diese Folge nur, wenn ihr euch emotional sicher fühlt, und pausiert oder brecht ab, wenn die Inhalte zu belastend sind. Achtet auf eure psychische Gesundheit. Seelsorge im Ausnahmezustand Wie hat die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021, bei der 135 Menschen starben und zahlreiche Häuser sowie Lokale in einem der bedeutendsten Weinanbaugebiete Deutschlands zerstört wurden, die psychische Belastung der Betroffenen beeinflusst? Nicole Taskesen und Anke Sattler gehören dem Malteser-Hilfsdienst in Bad Neuenahr an und haben ein Projekt initiiert, das Hoffnung macht und Aufklärung schafft. Im Rahmen der „Fluthilfe“ im Ahrtal haben die beiden, die in der pädagogischen Arbeit tätig sind, Geschichten von Menschen gesammelt, die die Flut miterlebt haben und in Verbindung mit Portraitfotografien die Wanderausstellung „Gesichter und Geschichten“ daraus entwickelt. Podcast mit Geschichten und Experteninterviews Ab Juni 2025 werden diese Geschichten im Podcast im zweiwöchigen Rhythmus zu hören sein. Dabei geht es nicht nur um das Erlebnis der Flut, sondern um Traumata, die die Menschen (bereits davor) erlebt haben. Im Podcast verknüpfen sie erlebte Geschichten mit Interviews von Experten, die auf Hilfestellungen aus der Traumatherapie, Posttraumatische Belastungsstörungen oder Depression eingehen mit dem Ziel, Stress besser zu verarbeiten und die eigene Resilienz zu stärken. Zu hören sind Geschichten vom Unterwegssein, von Flut und Flucht, aber auch von kleinen und großen Glücksmomenten. Es werden Anlaufstellen genannt, die dann ins Spiel kommen, wenn die Selbsthilfe nicht mehr ausreicht. Gestärkte Nachbarschaft Anke Sattler und Nicole Taskesen schauen auf die Ausbildung der Rettungskräfte und der Ehrenamtlichen, die zwar für eine einmalige Akut-Intervention ausgebildet sind, nicht aber für die langfristige Begleitung. Die beiden beobachten eine großartige Entwicklung des Ahrtals und seiner Menschen insofern, dass nach all dem schrecklichen Leid eine gestärkte Nachbarschaft und Projekte wie die Waschbar in Bad Neuenahr oder Anlaufstellen für niedrigschwellige Beratung entstanden sind. Sie blicken nach vorn: „Es ist wichtig, die Menschen dort im Aufbau der Infrastruktur zu unterstützen, besonders durch das Ankurbeln des Tourismus, der vier Jahre danach immer mehr erblüht. Hotels, Gastronomie und der Rotweinwanderweg mit Ausblick auf ein herrliches Panorama laden ein, Deutschland zu genießen“, werben die beiden. Anke Sattler und Nicole Taskesen arbeiten für die Malteser im Kreis Ahrweiler und die Fluthilfe mit Sitz in Bad Neuenahr. Die Ausstellung „Gesichter und Geschichten“ ist über die Homepage unter https://www.malteser.de/standorte/rheinland-pfalz/dienste/fluthilfe/gesichter-und-geschichten.html zu finden. Wer schon einen ersten Blick auf das Podcast-Projekt der Malteser-Fluthilfe werfen möchte, findet weitere Informationen und ab dem 10.05.2025 einen ersten Teaser: https://www.malteser.de/standorte/rheinland-pfalz/news-detailansicht/news/uebersleben-vorbereitungen-fuer-neuen-podcast-laufen-auf-hochtouren.html Folge direkt herunterladen

04-30
47:20

Apropos ... die Macht der Musik!

Musik setzt Glückshormone frei, Musik übermittelt Emotionen und oft auch richtig gute Inhalte – die helfen können, auch etwa, wenn man an einer psychischen Erkrankung leidet. Ani und Leo Sieg sind ein Musiker-Duo, das mit dem Projekt „Me & The Lion“ weltweit on Tour ist, um die Botschaft zu vermitteln: Menschen mit Tabu-Erkrankungen sind nicht allein und können Hilfe bekommen. Ani ist Expertin aus Erfahrung, die selbst unter einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung litt. Das Komponieren hat sie und Leo zu dem Herzensprojekt inspiriert. Dazu liefern sie nicht nur die entsprechende Musik, sondern auch Hilfsangebote zur mentalen Gesundheit. Hört, was die beiden uns zu sagen haben. Unsichtbare Krankheit sichtbar machen Seit ihrer Debut-Single „Let The Rain Come“ betreiben Ani und Leo Sieg Aufklärung für mentale Gesundheit. Die beiden möchten mit ihrem Projekt die Prävention für mentale Gesundheit vorantreiben und „eine unsichtbare Krankheit sichtbar machen“. Ihr Anliegen ist es, psychische Erkrankungen von ihrem Stigma zu befreien und dieses für die Betroffenen und ihre Angehörigen, aber auch die Gesellschaft zu brechen. Ani ist darum auch schon in Schulen unterwegs, um Aufklärung zu leisten. Projekte: Podcast und Mut-Atlas Dass eine Traumatherapie die Lebensqualität immens steigern kann, hat Ani, die seit ihrer Kindheit an Panik-Attacken, Angst- und Schlafstörungen litt, selbst erfahren und möchte dies weitergeben. Darum entwickeln sie immer wieder neue Tools, haben neben den Hybrid-Konzerten unter anderem einen Podcast ins Leben gerufen oder den Mut-Atlas. Sie kooperieren mit Einrichtungen, die sich fachlich auskennen und konkret Hilfe leisten können. Hybrid-Konzerte mit Storytelling und Experten-Tipps 2024 gaben die beiden auf Einladung der International Mental Health Foundation als Headliner mit der Psychologin Dr. Nina Urban ein Hybrid-Konzert in New York. Danach erfuhren sie ein immens großes Feedback und Nachfrage nach Hilfsangeboten. Das interaktive Format „Hybrid-Konzerte“ bezeichnet ein Live-Konzert mit persönlichem Storytelling und fachlicher Begleitung. Dass ihr Konzept ankommt, spüren sie immer wieder auf Konzerten und Musikfestivals. „Die Hybrid-Konzerte öffnen im sicheren Rahmen eines Live-Konzerts eine Tür, die Betroffene spüren lässt, dass sie nicht allein sind“, sagt Ani. Ihre Musik ist leicht zugänglicher Pop, „den man genießen kann oder und von der man sich gleichzeitig auch inhaltlich abholen lassen kann.“ Ani und Leo Sieg: Debut-Single „Let The Rain Come“, Infos zu Konzerten, Projekten und Hilfsangebote unter www.musieg.de Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

04-16
37:06

Apropos ... Wortmedizin!

Kommunikation ist alles. Sprache ist ein unheimlich wichtiges Werkzeug, mit dem wir behutsam umgehen sollten. Nicht nur, um uns selbst etwas Gutes zu tun, sondern auch der Gesellschaft. Lisa Holtmeier ist Expertin auf dem Gebiet der Gesunden Kommunikation, Sie berät Unternehmen und Privatpersonen oder ist in Kliniken unterwegs. Studien belegen, dass eine gute Kommunikation gesund macht und ist. In dieser Episode sprechen wir darüber, wie wir eine gesunde Kommunikation hinbekommen, wie wir mit schwierigen und herausfordernden Gesprächspartnern umgehen können und dass Worte Medizin sind. Inklusive Sprache: Zurückhaltender Umgang mit Narzissten, mehr Ansprache bei LGBTQ-Menschen Es gibt viele Arten von Sprache. Sprache kann rassistisch und verletzend sein, aber auch inklusiv und einfach. Bei narzisstischen Menschen ist es gut, das Gespräch zu beenden. An welchen Sprachmustern erkenne ich einen narzisstisch geprägten Gesprächspartner und wie kann ich reagieren? Wie komme ich mit einem rebellischen Teenager in ein Gespräch und wie mit einem divers orientierten Menschen? Mehr Fragen statt Sagen, die Menschen darauf ansprechen, wie sie angesprochen werden möchten und ganz einfach authentisch bleiben – das sind nur einige Empfehlungen, die Lisa Holtmeier mit auf den Weg gibt. Dialog auf Augenhöhe, Worte als Medizin Dass eine wertschätzende Sprache und ein Dialog auf Augenhöhe sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken, ist erwiesen. Die Produktion von Glückshormonen wird gefördert, der Stresspegel, der Herzschlag und der Blutdruck können gesenkt werden. Lisas Leitsatz: Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf. All das und noch viel mehr über eine gesunde Kommunikation erfährst du in dieser Episode. Lisa Holtmeier: ist Gründerin von WORDSEED, Ergotherapeutin, Podcasterin und Expertin für gesunde Kommunikation und Wortmedizin Buchtipp: Lisa Holtmeier: Wortmedizin, Belz-Verlag 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

04-02
36:09

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